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des Kreises.
-ruck) vom 6. Juni aß die dort gejor- päleffens 10. Mai
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Itfc 94 Zweite Blatt
Uus Der provinzialhaupistaSt.
Zrühlingsmenschen.
Don Reinhold Braun.
Sestern hotte man seinen Achtzigsten gefeiert, ; nb heute am frühen Dormittag stand er schon [ oi«der im Treibhaus zwischen seinen Saatkästen. er kann nun einmal das Schassen nicht lassen, der lt? Gärtner »Vater. Welch eine sichere Hand er >H Hail Es ist kein Leichtes, mit den grünen 3 nzigkeiten umzugehen. Wie behutsam seine "'i azctVe beim ^Verstopfen" der Pflänzlein, d. h. . rin Versetzen von einem Kasten in den andern, I rbfl
Särtnerhände ... Was haben die in beinahe >'len Jahrzehnten nicht alles getan und gewirkt! ;tii und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und i 13 inter ... Und wenn es köstlich gewesen ist...“ plötzlich blidtc der Alte von seiner Arbeit aus. ; lugen hat er. die zu denen gehören, die man nicht rcgißt. Run war ein seltsames Leuchten in i jmen ...
.Lauter Frühling", sagte er, aus die Saatkäst- kn ringsum weisend. Ein ganzes Herz und ein I Ides, langes Gärtner-Leben standen dahinter, h bas man doch in zwei Worte hineinlegen kann... V In* den Glas-Schrägen des Treibhauses aber p oHperten die Schutzbretter unter einem wilden Einterflurm... So war auch manch Harsches über c8 Alten Dasein hingegangen- Aber er war auf» xcht geblieben.
Und bann vernahm ich aus seinem Munde n Lause des Gespräches ein Stück richtiger Saat- llien-Weisheit. Diel Licht, viel Herz, viel Treue aicn dabei. Und mir war's, als ob mitten im vrm-überheulten Treibhause ein seiner, beseli« wilder Ton aus dem Hohen Liede ausklang. Einem von den wahrhaften Frühlingsmenschen :ar ich begegnet. Und es ist gewiß nicht ohne Ktautung, daß es einer im schlohweißen Haare tar Und einer von den Leisen, Schlichten und Aufrechten. Einer von denen, die bei den Quellen eblicben waren...
Wohl auch des Menschen Inwendiges hat seine lahrcszeiten, und in manchem herbstet und win- trt es weit vor der Zeit; er hat nie einen rrchlen Frühling und Sommer in sich kennen iHlernt.
Manchen traf ich, von dem man fager konnte: tfc ist in seinem ganzen Wesen, seiner Spring- Ibendigkeit ein richtiger Frühlingsmensch. Mit esundheit ist er auch gesegnet. Er braucht um e innere Frühlingshaftigkeit gar nicht zu nrpfen. Wie ein Geschenk fiel sie ihm zu.
Liber ich erlebte auch solche, die sich ehrlich das ine erkämpften: Daß irgendwo in ihrer Seele ,,n unverwüstliches Stücklein vom „blauen Früh- Lngsreich" blieb. Und das spendete ihnen immer tine Freude; sie stellten sich selber das Blümlein .Zc-stegut aus diesem Reiche hinter sturmbedrängte .Dinterfenster, oder sie trugen es in die Kranken- (tubc zu einem lieben Menschen. Aus den ewigen tzerrgottsquelten chres Frühlings aber schöpften sic sich mancherlei Kraft für den Kamps.
Das eine siel mir besonders bei ihnen auf, und h jedem Jahre war es das gleiche: Wenn drau- fcn in der Natur der Frühling zu erwachen be» pin, strömte eine sonderbare, heilige Unruhe in ihnen auf. Die Sehnsucht der Ganz-Jungen konnte kchi schöner, ursprünglicher sein. Und dann lärm für sie Tage, Wochen des wunderbaren Ein- krngs mit dem Frühling um sie herum. Dann taten sie ganz Aufgang, Blühen und heimliches Jllirgen durch und durch. Das bedurfte keiner tHen Geste, keiner schwärmerischen Worte. Das ic einfach da in ihnen und an ihnen. Es war tenn in ihrem Inwendigen wie eine neue Schöp- hingszcit. Und jahrhin und weiter hinaus blie- btn sie die heimlichen Meister des Lebens.
Bon ihrem Wesen aber strahlte es wie eine Brisheit, die da sagen wollte: Wille zum Leben betautet den frohen, starken Willen haben zum Kruhling um uns und zu dem unverwelklichen in ms...
Oie Hitler-Geburtstagsspende.
Bon der Kreisleitung (Sieben der National- skNLlist.schcn Deutschen Arbeiterpartei wird uns ^schrieben:
Ter von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei im Ortsbereich Gießen durch- xlichrten Lebensmittelsammlung und -Verteilung cu8 Anlaß des Geburtstages des Führers Adolf Eitler war ein voller Erfolg ocschietan. Es fmnte in den 4 Ortsgruppen, sowie in den ftauenschaften einer groben Zahl notleidender Ivllsgcnossen Lcbensm.ttelspenden zugeführt terden. Es mag jeder erkannt haben, dab es ms ernst ist mit der Schaffung einer opferbereite Volksgemeinschaft, deren Bestreben es sein Ml, da zu Helsen, wo Hllse nötig ist. Die Freude, b.c an diesem Tag so manchem, von Sorgen be° kiMten deutschen Menschen bereitet wurde, war ziz'.c.ch das schönste Geschenk, das das neue feitfdjlanö feinem Führer barbringen konnte, linier Dank gilt all denen, die das Ihre zum fdtngen beigetragen haben.
Zu der Spende in (Sieben erfahren totr vH dab das Ausmaß der Gaben an Bargeld «.id an Geldeswert der Lebensrnittel in würdiger De.se dem bedeutsamen Tage gerecht wurde. Sie Opferfreudigkeit war allenthalben groß. Die tülen von Firmen und von Privatpersmren taten eindrucksvoll Zeugnis ab von dem Witta, diese Spende zu Ehren des Neichskanzlers Ldols Hitler zu einer guten sozialen 5it zu gestalten. Im Bereiche der Orts- «rappe Süd der Gießener NSDAP. beztf- tat; sich das Ergebnis der Spenden an Bar- fiift und an Geldeswert der Lebensmittel auf rni 700 bis 800 Mark, im Bereiche der Orts- jt u b b e O st war der Ertrag der Sammlung irs gesamt auf 800 bis 1000 Wart zu beziffern, in Bereiche der Ortsgrubpe Nord. die tnen weniger leistungsfähigen Dell der Ein- tvhnerschaft umfaßt, kam an Geld und an Le» knsmitteln eine Sbende vön rund 400 Mark oj*. im Bereich der O r t s g r u p p e M i 11 e be- ,eserte sich der Gesamtertrag auf 800 bis 850 •Tart. Dank dieser großzügigen Obf ergäbe tret es möglich, einer großen Anzahl notleitan- ta Familien aus den Händen der mit der Der» kilung der Sbende beauftragten Angehörigen b.T NSDAP, eine große Freude zu bereiten. Dan sah viele strahlende Gesichter, namentlich mch von Frauen und Kindern. Dieses Ergebnis tat ein bedeutsamer Erfolg des Tages, durch frn der Geburtstag des Reichskanzlers Adolf Zitier auch in unserer Stadt noch zu einem be- ImterS bemerkenswerten Ereignis wurde.
Taten für Samstag. 22. April.
1073. Pabst Gregor VII. führt das Zölibat ein, — 1724., der Philosobh Immanuel Kant in Königsberg (Preußen) geboren.
(thefoener LLoaicnmarktprcisc.
* ® i e 6 e n , 22. QlbriL Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt Süßrahmbutter 110, Landbutter 110, Kochbutter 90. Matte 20 bis 25 Pf. das Pfund. Käse 5 bis 10, Eier 8 Pf. das Stück. Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 dis 15, Rote Rüben 10. Spinat 15 bis 18, Spargel 60 bis 90, Sinter-Kohlrabi 6 bis 8, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln 3, Aehfel 25 bis 35. Dörrobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45, Junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. das Pfund, Tauben 40 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Salatgurken 50 bis 60, Lauch 5 bis 10. Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück. Rettich, neue, 20 bis 25, Radieschen 10 bis 12 Pf. das Bund; Kartoffeln 2,50 Mk. per Zentner.
Vornotizen.
— Tagestalender für Samstag: NSDAP. 20.15 Uhr. Oswaldsgarten, militärischer Zapfenstreich, 21 Uhr, Cafe Leid, Militärkonzert — Sparer Bund, 20.15 Uhr, Kath Vereinshaus, öffentliche Versammlung — Vereinigung ehem Hess. Grenadiere, 20 Uhr, Cafe Edel, Monatsoersamm- lung. — (32)21., 20.30 Uhr, ,Hcss Hof". Monats- Derjammlung. — 1 Reichskurzjchristgesellschast,
„Stadt Lich", Vereinsadend. — Kurzschristoerein von 1861, 20.30 Uhr, Cafe Edel, Haupt-Versamm- lung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unmögliche Liede". — Astoria-Lichlspiele, Sellersweg: „Mein Freund der König" und „Ehe mit beschränkter Haftung".
— Tageskalender für Sonntag: Stadttheater, 15 bis 17.15 Uhr, .Hasenklein kann nichts dafür". — Oberhess Kunstoerein, Turmhaus am Brandplatz, 11 bis 13 Uhr, große Frühjahrs- Ausstellung. — NSDAP, 20 Uhr, Cafe Leib. Fahnenweihe. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 11 15 Uhr, „Das Berner Oberland", ab 15 Uhr ,Ha treu ist die Soldatenliebe". Aftoria-Lichtspiele, Selters- weg: „Mein Freund der König" und „Ehe mit beschränkter Haftung".
** Geschäftsjubiläum. Der Milchhändler Ludwig Dönges von Heuchelheim, der durch den täglichen Besuch seiner Kundschaft in Gießen in wei-
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Oer neue Gießener Giadtrai.
OieamtlicheFeststellungderMandatsverteilung.-OieneuenStadtratsmiiglieder
Die Gerneindewahlkommission der Stadt Gießen trat heute vormittag unter dem Vorsitz des Ge- meindewahlkommissars, Bürgermeister Dr. Seid, im Stadthaus Bergstraße zur Prüfung der von den Parteien für die Neubildung des Gießener Stadtrats eingereichten Wahloorschmge und zur Zuweisung der Sitze zusammen
Der Gemeindewahlkommissar Bürgermeister Dr. Seid stellte zunächst fest, daß von der NSDAP., der Vereinigten Nationalen Rechten (Kampffront Schwarz-Weiß-Rot, Zentrum, Deutsche Volkspartei, Christlich-sozialer Dolksdienst) und Der SPD fristgerecht Wahlvorschlätze für den Gießener Stadtrat eingereicht worden sind. Zu den einzelnen Wahl- oorjchlögen bemerkte er, daß auf dem Wahloorschlag der NSDAP Rechtsanwalt Wilhelm Luley- Gießen zu streichen ist, da mittlerwelle seine Ernennung 3um kommissarischen Beigeordneten der Stadt Gießen von der Regierung erfolgte und nach den gesetzl.chen Vorschriften niemand zugleich Beigeordneter und Stadtratsmitglied sein kann, ferner ist von diesem 'Wahloorschlag der an 23 Stelle genannte Kulturinjpektor Heinrich Zocke! zu streichen, da er die erforderliche Zustimmungserklärung in der vorgeschriebenen Zeit n:cht abgegeben hat. Auf dem Wahloorschlag der SPD ist der Schriftsetzer Herbert Elsner zu streichen, da er am Wahltage noch nicht sechs Monate lang ununterbrochen in Gießen wohnhaft gewesen ist. Die Gemeindewahlkommission erkannte diese Feststellungen als zu Recht getroffen an.
Für die Verteilung der Mandate kommt das Abstimmungsergebnis bei der Reichstagswahl am 5 März 1933 als Grundlage in Betracht Bei dieser Wahl erhielten die NSDAP 11 571, die als Vereinigte Nationale Rechte zusammengeschlossenen Parteien 4273 und die SPD. 4353 Stimmen. Hiernach erhalten
von den 28 Sitzen des neuen Stabkais die NSDAP. 16 Sitze, die Vereinigte Nationale
Rechte 6 Sitze und die SPD. ebenfalls 6 Sitze.
Nach Den Wahloorschlagcn der Parteien werden folgende Personen dem neuen Sladtrat an« gehören:
NSDAP.:
Lotz, 21bam, Postassistent. Bartholomäus, Heinrich, Werkmeister. Walter Friedrich Former S o i d a n Franz, Gastwirt.
Kurz, Adolf, Oberingenieur. Su d h e i m e r, Adolf, Kaufmann. Pape, Kari Otto. Bankbeamter. Wenderoth, Wilhelm, Arbeiter. Dr. Wo i k e w i tz, Paul, Studienrat. Noll, Wilhelm, Landwirt.
Lembke, Ludwig, Kaufmann. Friedrich Otto, Lagerarbeiter. Hahn, Wilhelm, Gerichtsreferendar. Slum, Rudolf, Schreinermeister. Grahlmann, Bruno, Oberingenieur. Nicolaus, Karl, Dbcrforftmeifter.
Vereinigte nationale Rechte:
Zimmer, Jakob Friedrich, Rechtsanwalt. (3 o e r z, Heinrich. Lehrer.
Kling, Georg, Rektor.
Appel, Richard, Oberreallehrer. Brüning, August. Professor. N o r t h, Franz, Postajsistent.
Sozialeemokratifche Partei:
Mann, Albin, Gewerkschastsse/retär. Dr G u m b e I, Konrad, Volkswirt. Noll, Christine, geb Simon, Angestellte. Teuk> er, Otto, Buchdrucker.
Häuser, Heinrich, Parteisekretär. Maier. Josef, Angestellter.
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Eröffnung der Geländesportschule Bad Schwalbach.
Am 20. April eröffnete die Inspektion Kasiel-Frankfurl a. M. des Reichs- kuratonums für Iugendertüchtigung in
Bad Schwalbach eine neue Gelände- Sportschule Zu der Eröffnungsfeier waren zahlreiche Ehrengäste erschienen, u. a. auch der Reichsinspekteur von N e u f o i 11 e. Unser Bild zeigt Den Appell Im Hof der Kaserne, In der die Gelände-Sportschule ihr Heim gefunden hat, und den Reichsinspekteur o. Neuf- oille bei der Eröffnungsansprache
tcren Kreisen bekannt ist, konnte dieser Tage das 25jährige Bestehen seines Geschäftes begehen. Als Vorsitzender der Milchhändlervereinigung von Gießen und Umgegend ist der Jubilar auch bei den Verhandlungen über die Gestaltung der Milchpreise wiederholt an hervorragender Stelle tätig gewesen.
“ Ein Achtzigiähriger. Herr H. F. Rausch, Löberstrahe 7, begeht morgen, Sonntag. 23. April, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. Herr Rausch, der schon seit 10 Jahren erblindet ist. stammt aus Zell (Kreis Alsfeld) und wohnt seit 27 Jahren in Gießen.
•• Diebstahl in einer Gastwirtschaft. Der Pollzeibericht meldet: Ein vor einiger Zeit hier zugezogener angeblicher Kaufmann, der sich in einer hiesigen Gastwirtschaft auf» hell, benutzte die vorübergehende Abwesenheit des Wirtes, um einen Griff in dessen Büfett- lasse zu tun. Der Dieb erbeutete etwa 10 Mark. Kurz nach der Tat konnte er festgenommen und zum Polizei amt gebracht werden. Nach Aufklärung des Tatbestandes wurde er einstweilen wieder entlassen.
•• Sommer-Urlaubskarten der Reichsbahn schon ab 29. April. Die um 20 v. H. verb.lligten Sommerurlaubskarten gibt die Reichsbahn bereits mit Wirkung vom 29. Avril aus Da der 30. April auf einen Sonntag fällt und der 1. Wai gesetzlicher Feiertag ist, ist somit also schon Gelegenhett gegeben, am Samstag vor diesen Feiertagen eine verbilligte Urlaubsreise anzutreten.
** Sonderzug von Gießen nach Heidelberg. Am Sonntag, 30. April, verkehrt von Gießen ein Derwaltungssonderzug nach Heidelberg. Der Fahrpreis für diesen Sonderzug ist stark ermäßigt, so z. B. von Gießen nach Heidelberg und zurück 5 Mk.. von Friedberg 4 Mk. Der Sonderzug fährt um 6.59 Uhr in Gießen, in Friedberg 7.34 Uhr. in Frankfurt a. M. West um 8.05 Uhr ab und kommt bereits um 9.27 Uhr in Heidelberg an. Der Sonderzug hält auf den zwischen Gießen und Friedberg und Friedberg und Frankfurt a M.-West gelegenen Stationen nicht. Wer sich von diesen Orten an der Sonderfahrt beteiligen will, der benutzt bis Friedberg (Einsteigestation in den Sonderzug) den Personenzug, der um 6.34 Uhr in Gießen abfährt und 7.27 Uhr in Friedberg an» kommt. Fahrkartenbestellung für diese Sonderfahrt nehmen alle Fohrkartenausgaben und Stellen des Mitteleuropäischen Reisebureaus entgegen. Rückfahrt ab Heidelberg 20.40 Uhr.
Samstag, ?2?IpriH935
•• EinheitskurAschrift. Man schreibt uns: Durch die Verlängerung der Schulfer.en können d:e Unterr.chtskurse tar 1. RerchSkurz- schr:ftgefellschaft c. D. Gießen erst am 2. Mai beginnen. Der Ansängerlehrgang wird also erst am Dienstag, 2. Wai. in der Pestalozzi schule, Nordanlage 18. eröffnet. Der Retaschr. tu ter- richt beginnt am Donnerstag, 4. Wai. (Siehe heut.ge Anzeige.)
*• Holz aus den Waldungen abfahren! Die Bürgermeisterei gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß wegen Käfergefahr das in den ftädttfchen Waldungen sitzende Nadel-Brennholz umgehend, spätestens jedoch bis 1. Mal abgefahren werden muß.
*• Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindvieh-sNutzoieh-) Markt statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt.
- Landwirtschaftliche Vorführung in Lang-Göns. Die Ackerbau- und Grünlandabteilung der Landwirtschaftskammer für Hessen, Darmstadt, teilt uns mit, daß sie gemeinsam mit der Maschinenprüsungs- und Cöc* ratungsstelle der Landwirtschastskarnmern füc den Regierungsbezirk Wiesbaden und für Hessen am Landwirtschaftlichen Institut der Universität Gießen am Mittwoch. 26. April, 9 Uhr, bei Landwirt Albert Drückel in Lang-Göns eine Bor- führung von Kartoffelluiturgeräten der verschiedensten Systeme veranstaltet. Treffpunkt 8.45 Uhc bei Landwirt Albert Brücke! in Lang-Göns. Die Landwirte und sonstigen Interessenten sind zu dieser Beranstallung cingelatan.
Baugeldzuteilung. Die Oefsentliche Bausparkasie für Hessen (Abteiluna der Landes- kommunalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm in Anwesenhett einer Anzahl von Bausparern und Vertretern von Sparkassen ihre 7. Baugeldzuteilung vor Ausgelost und zugeteilt wurden diesmal 31 Verträge mit 149000 Mr., so daß nunmehr nach dreieinyalbjährigem Bestehen Der Bausparkasse im ganzen 139 Verträge über 763 300 Mk. Dertragssumme ausgelost sind- Alle deutschen öffentlichen Bausparkassen zusammen haben bisher rund 47 Millionen Mark an etwa 7400 Bausparer Zu- geteilt, ein ansehnlicher Betrag, den die Oesfent- lichen Bausparkasien in dieser kapitalarmen Zeit damit bisher dem Bau und Hypothekenmarkt zugeführt haben. Die nächste Baugeldzuteilung der Oefsentlichen Bausparkasse für Hessen findet voraussichtlich Anfang Oktober statt mit dem Stichtag 30. September 1933. Zuteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Verträge spätestens am 1. Juli 1933 (bei Tarif 18 am 1 Juni 1933) beginnen und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind.
** Denkmal Fußartillerie-Regt. „Generalfeldzeugmeister" (Branden- burgisches) Nr. 3. Man schreibt uns: Anläßlich des 70jährigen Gründungstages des Regiments im Jahre 1934 soll in der einstigen Garnison Mainz eine Wiedersehensfeier aller ehemaligen Branden- bürget stattfinden. Am gleichen Tage wird zur Erinnerung an dieses schöne Regiment und seiner sämtlichen Feldformationen ein Denkmal aus Stein und Erz enthüllt werden. Der Denkmal-Ausschuß unter dem Vorsitz des letzten Friedens-Regiments- Kommandeurs Oberst a. D. D e g n e r richtet an alle ehemaligen Angehörigen des Regiments die herzttcbe Bitte, durch Ueberroeifung einer wenn auch noch so kleinen Spende auf das Postscheckkonto Nr. 39600 Frankfurt am Main des Oberstadtsekr. i. R. Paul Lappe, Oberursel i. Ts. ihr Scherflein als Baustein beizutragen. Kameraden, an's Zugtau! Nähere Auskunft erteilen: Kam Regierungs. rat Zang, Mainz, Augustinergasse 55 und Kam. Aug. G öppe le, Frankfurt am Main,West 13, Rödelheimerlandstraße 128.
Empfänge
beim hessischen Gtaaispfäsidenien.
WEÄ. Darmstadt, 21. April. Die Pressestelle der Staatsregierung teilt mit: Im Laufe des Freitag empfing der Staatspräsident die Dertreter des Südwestdeutschen Sportver- bandcs für Kleinkaliberschießen, die Herren General v. Rotberg, Rupp und Wagner, außerdem die Vertreter des Hessischen Derkehrs- verbandes unter Führung von Dr. R ö s e n e r. Als Vertreter des Rentnerbundes sprach Fräulein Walz vor.
Staatsminister Or. Müller Ehrenbürger von Büdingen.
WER. Bübingen, 21. April. Der Rat der Stadt Büdingen hat außer dem Staatspräsidenten auch dem Staatsmini stet Dr. Müller das Ehrenbürgerrecht verliehen.
Frankfurt ehrt den Reichskanzler.
Frankfurt a. M., 20. Aprll. (WSN.) Anlaß- lich des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler wurden die Untermainbrücke in „21 b o l f» H i t l e r - B r ü ck e", der Platz der Republik ab Hohenstaufenstraße in „A d o I s - H i t l e r - P l a tz" (die Hohenzollernstraße wird in ihrer Benennung von der Mainzerlandstraße bis Hohenstaufenstraße weitergeführt), der Rathenauplatz in „H orft» Wessel-Platz" umbenannt. Durch die Umbenennung der Untermainbrücke in „Adols-Hitler- Brücke" soll gerade in Frankfurt, der allen Mittlerin zwischen dem Norden und Dem Süden, zum Ausdruck gebracht werden, daß durch das Wcrk Adolf Hitlers die für die deutsche Geschichte so verhängnisvolle Mainlinie endgültig überwunden i ft Die vereinigte Kltnger- und Adlerflychtschule wurde in „Adolf-Hitler- Schule" umbenanl.
Urteile bee Oarm^adterSondergerichts
WSN Darmstadt, 20 April Unter Vorsitz von Landgerichtsdirektor Schmidt tagte heule das Sondergericht. Es v.rurte l.e einen jüdischen Kaufmann aus Offenbach, tar einem Nationalsozialisten Greuelgeschich en über Iuden- mihhandlungen in Worms und Oberh. s en erzählt hatte, zu sieben Monaten Gefängnis; einen Landwirt aus Seligenstadt wegen Waffenbesitzes (Karabiner mit 190 Schuß Mun tion) zu vier Monaten Gefängnis, einen Kaufmann aus Seligenstadt wegen des Besitzes eines Armeerevolvers mit Munition ui dreiMona- t e n Gefängnis. Ein Kaufmann aus Mainz, tar ein Infanteriegewehr befaß, erhielt deswegen fünf Monate Gefängnis, ein Gastwirt aus Groß-Zimmern, in dessen Besitz ein kleiner Trommelrevolver gefunden wurde, sechs Wochen und ein ehemaliges Reichsbannermitglied wegen des Besitzes eines alten Infanteriegewehres. das jedoch nicht mehr unter das Schuhwaifen- gesetz fiel, einen Monat drei Tage Gefängnis.


