Sem Andenken an den roten Kampfflieger.
Am GsabeMansredvonNichthosens.-SedenkfeierndesNinges Deutscher Flieger.
die Ehre der schaffenden Arbeit und für die gleichberechtigte Eingliederung der Arbeiterschaft in den Staat sich allerorts an der von der Regierung veranlahten Feier festlich zu beteiligen. — Der Zentral- verband der Angestellten schließt sich dem Ausruf des Bundesausschusses des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts-Bundes an. Seine Gliederungen beteiligen sich demgemäß an der von der Regierung veranlaßten Feier, und die Berwaltungsbureaus hissen am I.Mai die Rationalflogge.
Beteiligung des GdA.
Berlin, 2l. April. (LU.) Der Gewerkschaftsbund der Ange st eilten hat seine Untergliederungen und Ortsgruppenvorstände angewiesen, die GdA.-Mitglieder zur Teilnahme an den offiziellen Veranstaltungen des Tages der deutschen Arbeit aufzurufen und s i ch g e s ch l o s - sen an den Feiern zu beteiligen. Die Vorstände der Ortsgruppen haben sich sofort mit den offiziellen mit der Durchführung der Feier beauftragten Stellen in Verbindung zu setzen, den Beschluß ihrer Teilnahme bekannt zu geben und ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit bzw. ihre Beteiligung an den Vorarbeiten zu erklären. Die gleiche Richtlinie ist an die Jung- angestellten und Zugendgruppen ausgegeben worden. Wo die Voraussetzungen dafür vorhanden sind, werden eigene Abendveranstal- Lungen abgehalten.
Teilnahme der Deutschen Turnerschast.
B e r li n, 21. April (TU.) Der Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, Neueirdorsf, hat anläßlich der Feier des 1. Mai folgenden Aufruf an die Vorstände der Turnvereine gerichtet: Liebe Turnbrüder! Die Reichsregierung hat den 1. Mai als den „Tag der deutschen Arbeit" bestimmt. Er soll in ganz Deutschland feierlich begangen werden. Es ist selbstverständlich, daß auch wir Turner an diesen Feiern freudig teilnehmen, und daß alle Turnvereine ihre Ehre dareinsetzen, an den Festzügen, die überall veranstaltet werden sollen, vollzählig teilzunehmen. Ich fordere alle Vereinsvorstände auf, sich sofort mit den örtlichen RSBO.-Leitungen in Verbindung zu fetzen und sich bei ihnen Anweisungen für die Durchführung der Festzüge und aller sonstigen geplanten Feiern zu holen. Ich erwarte, daß sich überall die Deutsche Turnerschaft neben SA. und Stahlhelm stellt und tatkräftig und würdig hilft, den „Tag der deutschen Arbeit" zu einem Erlebnis für das gesamte Volk zu machen.
Oie Neuordnung der evangelischen Kirche.
Beschlüsse dcsAltpreußischcn Kircheilsenats
Berlin, 22. April. (TU.) Der Kirchensenat' der Altpreußischen Evangelischen Kirche hat das Ergebnis seiner Beratungen in einer Erklärung zusammengefaßt, in der es u. a. heißt: „Die deutschen evangelischen Kirchen weisen den Vorwurf mangelnden oder lauen Eintretens für vaterländische Notwendigkeiten, woher er auch komme, mit Entschiedenheit zurück. Die Kirche darf und wird sich unter keinen Umständen von der Verantwortung obdrängen lassen, die sie vor ihrem Gott und Herrn hat. An organisatorischen Aufgaben der Gegenwart erscheint der Umbau des bestehenden Bundes der deut- scheu evangelischen Landeskirchen mit dem Ziel einer straffenZusammenfassungallerdeut- schenevangelischenKräftezu einheitlichem Aufbauwillen unter Wahrung des geschichtlich gewordenen Bekenntnisstandes von besonderer Dringlichkeit. Der Kirchensenat wird mit allem Nachdruck dafür eintreten, daß der deutsche evangelische Kirchenausschuß in kürzester Frist die Arbeit des engen Zusammenschlusses d u r ch f ü h r t. Für die altpreußische Kirche hat der Kirchensenat einen kleinen Kreis von bevollmächtigten Männern ernannt, der die Aenderung der bestehenden Kirchenverfassung mit Beschleunigung erledigt. Zu diesen Arbeiten wird der Ausschuß auch den kirch-
e n Organen nicht angehörende Manner h e r a n z i e h e n. Es ist der Wille des Kirchensenats, daß in der Führung der Kirche und ihrer Verwaltung neben der Erfahrung der Aelte- reu die Tatkraft und das Vorwärtsstreben der Jüngeren mit zur Wirkung kommt.
Ein Aufruf der Glaudens- bewegung„Oeutsche Christen"
Berlin, 22. April. (TU.) Wie der Pressedienst der NSDAP, berichtet, hat der Kirchen- senat der altpreußischen Mission Die Ditte der Rerchsleitung der Glaubensbewegung „Deutsche Christen", zu den Beratungen zwei Beo- b ach ter dieser Bewegung hinzuzuziehen, ab» gelehnt. Pfarrer Hoffens elder hat darauf einen Aufruf erlassen, in dem es u. a. heißt:
.'?*e Reichstagung hat im ganzen Lande und weit über die Grenzen Deutschlands hinaus wie mn Sturm gewirkt. Die Feinde des Dritten Reiches verstecken sich hinter die Kirche. Wir setzen ihnen ein gläubiges „Dennoch" entgegen. Ohne unsere Glaubensbcwegung bleibt die Reu- ordnung der Kirche ein Projekt in der Schublade.
Huchen Fragen in Deutschland können nicht oh neundnochwenigergegendos erwachte Volk gelöst werden. Die Glaubensbewegung Deutscher Christen steht zum Bekenntnis der Vater lutherischer und reformierter Prägung Die Glaubensbewegung wird aber nie und nimmer zulosfen, daß das Kirchenvolk mit dem theologischen Streit vergangener Jahrhunderte „Alm oder mit den Verirrungen un- biblischer Romantik unserer Tage belastet wird. Wir wollen nicht, daß die Kirche mit ihren Behörden und Aerntern so tut, als könne sie sich dem Schicksal ihres Volkes entziehen.
Gegenbesuch des Reichspräsidenten beim König von Schweden.
Berlin, 21. April. (WTB.) Reichspräsident von Hindenburg stattete heute mittag Sr. Majestät dem König von Sch weden, der sich auf der Rückreise aus dem Süden einen Tag in Berlin aufhielt, und in der schwedischen Gesandtschaft abgestiegen war, in Erwiderung srüherer Besuche ein en Gegenbesuch ab. Anschließend gab der König zu Ehren des Herrn Reichspräsidenten ein Frühstück, an dem außer dem Gefolge sowie den Mitgliedern der schwedischen Gesandtschaft u. a. der R e i ch s - kanzler, Vizekanzler v. P a p e n , der Reichs- Minister des Auswärtigen Freiherr von A e u rath. Staatssekretär Dr. Meißner. Oberst v. Hindenburg, der stellvertretende
Aus Anlaß des 15. Jahrestages des Heldentodes des berühmtesten Kampffliegers im Weltkriege. des Rittmeisters Manfred Freiherrn von D i ch t h o f e n, veranstaltete der Ring Deutscher Flieger in Berlin am Grabe auf dem Jnvaliden- friedhof eine Richthofen - Gedenkfeier. Am Grabe hatten Fahnen-Abordnungen der Fliegerverbände sowie eine Ehrenwache Aufstellung genommen, die vom Ring deutscher Flieger der Luftschiffer der SA.-, SS. und Stahlhelm-Fliegerstaffeln gestellt wurde. Dr. Knappe vom Ding Deutscher Flieger legte nach einer Gedenkrede einen Kranz nieder, worauf der Chef der Heeres- zleitung, von Hammer st ein, mit Worten der Dankbarkeit Richthofens gedachte und einen Kranz niederlegte. Pfarrer L ö r z e r, der Bruder des Präsidenten des Luftsportverbandes und selbst ehemaliger Kampfflieger, sprach Worte der Erinnerung. 2m Damen des Aero-Clubs von Deutschland legte Herr von Hoeppner einen Kranz nieder. Altmeister Oberleutnant a. D. Ernst übet, der mit den Angehörigen Richthofens erschienen war, legte im Damen der noch lebenden zwölf Angehörigen des Jagdgeschwaders Richthofen einen Kranz nieder.
Zur Richthofen'Gedenkfeier des Rings Deutscher Flieger im Fliegerverbandshaus waren fast alle führenden Persönlichkeiten der Luftfahrt er
Chef des Protokolls Legationsrat Dr. R ö h r - ecke, Reichsgerichtspräsident a. D. Dr. S i - mons und der Präsident der Preußischen Akademie der Künste Professor Dr. Max v. Schillings teilnahmen.
W,e der Reichskanzler Geburtstag feierte.
München, 22. April. (TU.) Unter der Heber« schrift: „W o verbrachte der Führer seinen Geburtstag?" berichtet der „Völkische Beobachter", daß sich der Reichskanzler am Mittwoch nach der Fahrt von Berlin nach München gegen Mitternacht in der Grütznerstube des Münchener Rathauses einsand, wo er sich, wie schon gemeldet, im Kreise der bayerischen Staatsregierung und des ersten Bürgermeisters der Stadt München eingehend über ein großzügiges Bauprogramm monumentaler Bauten in München unterhielt. Sodann begab sich der Kanzler in eine Ortschaft in unmittelbarer Nähe des Tegernsees. Hier verlebte Hiller seinen Geburtstag in völliger Zurückgezogenheit. Am Donnerstag gegen 18 Uhr kehrte der Führer nach München zurück, um den Nachtzug nach Berlin zu erreichen. Vorher fand in München noch eine längere Aussprache mit Reichsminister Göring statt. Sein engster Stab und der Reichspressechef der NSDAP., Dr. Dietrich, begleiteten den Führer auf der nächtlichen Fahrt nach Berlin. Am Freitag gegen 9 Uhr fraf der Zug auf dem Anhalter Bahnhof ein. Hier begab sich der Reichskanzler sofort in die Reichskanz- l e i und besichtigte dort mit herzlicher Freude die Aufstellung der Geburtstagsgeschenke. Darauf ging der Führer wieder an seine Arbeit.
Weitere Glückwünsche für den Reichskanzler.
Berlin, 21. April. Grohherzog Ernst Ludwig von Hessen hat an den Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Ihres Geburtstages, an dem ich dieWiedergeburtdesdeutschenVa- terlandes empfinde, gedenke ichinit besonderer Herzlichkeit und vielen guten Wünschen für Sie und eine goldene Zukunft der Ration. Heil!" — Das Präsidium des ADAC, hat zum Zeichen der inneren Verbundenheit seinem hochverehrten Mitglied dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler mit den herzlichen Glückwünschen zum Geburtstag für die Hitler-Geburtstagsspende den Betrag von 5000 Mk. übermittelt. — Der Reichsmini st er des Auswärtig en, Freiherr v. Deurath und Freifrau v. Deurath, haben aus Wildungen dem Reichskanzler telegraphisch ihre herzlichen Glückwünsche ausgesprochen. — Der Deutsche Industrie - und Handelstag richtete an Reichskanzler Adolf Hitler ein Telegramm, in dem er für die zu aufrichtiger Mitarbeit bereiten deutschen Industrie- und Handelskammern und die in ihnen vertretenen Berufsstände ton Industrie und Handel wärmste Geburtstagsglückwünsche ausspricht.
Oes Kanzlers Baupläne für München.
München, 21. April. (CDB.) Bei der in der Grütznerstube des Münchener Rathauses veranstalteten Ehrung hat Reichskanzler Adolf Hitler die Grundlagen und Ziele eures großartigen Programms monumentaler Bauten in München für die nächsten Jahre dargelegt. Wie die „Münchener Zeitung" hört, handelt es sich in erster Linie um zwei Monumentalbauten, die den Kranz der Münchener Baudenkmäler vermehren sollen. So ist ein gewaltiges Reichsparteihaus der D S D A P. bereits in den Plänen festgeleat, das in unmittelbarer Dähe des Braunen Hauses entlang der Arcisstraße gegenüber dem Königsplah errichtet werden soll. Der zweite Plan Hitlers gilt der Errichtung eines Kunstausstellungsgebäudes an der Prinzregenten st raße auf der Seite .des Englischen Gartens.
Oie Führertagung der NSDAP, in München.
Der Kampf um die Seele des deutschen Arbeiters.
v MLnch e n, 21. April. (XU.) Die Reichspressestelle teilt mit: Die große Führertagung der NSDAP, begann am Freitagoormittag mit einer Xngung der ©auleiter in Anwesenheit des Amtsleiter Heß, Schwarz, Bouhler, Buch und Grimm unter Vorsitz des Stabsleiters Dr. Ley. Die Beratungen befaßten sich vor allem mit organisatorischen Einzelfragen und mit den gewaltigen Aufgaben, die durch den Sieg der nationalen Bewegung der Partei gestellt worden sind. Die Tagung stand im Zeichen des einmütigen Willensbekenntnisses, die nationalsozialistische Erziehung als den Trä«
schienen. Worte für das Gedenken Richthofens sprach der erfolgreichste noch lebende Kampfflieger Ernst Übet. Staatssekretär Milch überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten Göring. Generalmajor Wilberg, einer der ersten deutschen Armeeflieger, hielt die Gedenkrede auf den roten Kampfflieger, den erfolgreichsten, den Deutschland und Die Welt hervorgebracht hätten. Darauf nahm Wilberg die Uebergabe des vom Ring Deutscher Flieger im Gedächtnis an den Kampfflieger gestifteten Richt- h o f e n p o k a l vor. Mit dieser Auszeichnung, die als Ehrung für die erfolgreichsten deutschen Sportflieger des Jahres gedacht ist, wurde der Bonner Arzt Dr. Ruff bedacht und zwar nicht für eine ausgesprochen fliegerische Einzelleistung, sondern für die aufopfernde Tätigkeit, die er im Interesse der Ausbildung des fliegerischen Nachwuchses im Laufe des Jahres vollbracht habe. Dr. Ruff hat im Jahre 1932 23 Schüler in über 800 Flügen geschult und davon mehr ^lls die Hälfte bis zum Erwerb des Pilotenzeugnisses gebracht.
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Die Funkstunde Berlin und die Schlesische Funkstunde veranstalteten im Rahmen der „Stunde der Nation" ebenfalls eine von allen deutschen Sendern übernommene Gedächtnisfeier für Richt- Hofen.
ger der nationalen Revolution und als das gewallige Fundament des Dritten Reiches mit immer neuer Kraft zu stärken und vorwärts zu treiben, um so dem Führer zu dienen und als Bindeglied des neuen Staates der Garant der deutschen Zukunft zu sein.
Am Nachmittag fand eine große Tagung der Landes- und Gauobleute der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation statt, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Stabsleiters Dr. L e y stand. Dr. Ley wies einleitend auf die tiefe Verbundenheit der politischen Führung der Partei mit den Fragen der deutschen Arbeiterschaft hin. Der Nationalsozialismus habe es sich in der ganzen Zeit seines Kampfes zur Aufgabe gestellt, den deutschen Arbeiter, der, verseucht durch das Gift des Marxismus, der Nation entfremdet worden war, wieder zum Volk zurückzu- führen. Es sei die innerliche Vollendung der nationalen Revolution, aus den Heimatlosen wieder deutsche Menschen zu machen. Die NSBO. habe die Aufgabe, den deutschen Arbeiter wieder zu dem zu machen, was er sein muß, e i n Glied des Volkes. Eine deutsche Arbeiter- front müsse aufgebaut werden, wie sie im Bauerntum bereits vorhanden ist. Diese Front müsse auch eine geistige Einheit darstellen und in Adolf Hiller den Führer sehen. Dr. Ley forderte die Führer und Unterführer der NSBO. auf, die historische Stunde in ihrer vollen Größe zu erkennen uni) sich ihrer würdig zu zeigen. Er schloß seine eindrucksvollen Worte mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer.
Am Samstag werben sich um 11 Hhr alle Führer der Partei, Amtsleiter, Gauleiter, höhere SA.- und SS.-Führer und alle übrigen Führer der Bewegung in dem historischen Saal des alten Rathauses zu einer Sitzung versammeln, in der Hitler den Vorsitz sührt. Um 20 Hhr ladet die Stadt München durch ihren ersten Bürgermeister Fiehler die Führer der RSDAP. zu einem Fe st a be nd in Gestalt eines Münchener Bierabends in demselben Saal ein. Am Sonntag finden Sonderbesprechungen des Führers und der Reichsleitung mit den einzelnen Gauleitern statt. Abends sind für die Führer der Bewegung etwa 100 Plätze für die F e st v o r st e l l u n g die „Meistersinger" im Rationaltheater bereitgehalten. Adolf Hitler wird dieser Festvorstellung beiwo- nen.
Kleine politische Nachrichten.
Reichspräsident v. Hindenburg empfing Freitagnachmittag den Reichskanzler Adolf Hitler zu einer Besprechung schwebender politischer Fragen.
Der Herr Reichspräsident empfing den auf einer Europareise befindlichen früheren amerikanischen Botschafter in Berlin Professor Schurmann.
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Im Gegensatz zu dem Vorgehen in Bayern, Württemberg, Baben und anderen Ländern sind bisher in Preußen keine Entlassungen von Schutzhäftlingen erfolgt. Die Zahl der in Haft befindlichen Personen beträgt in Preußen etwa 10 000. Es sind aber auch in Preußen Prüfungen der einzelnen Fälle eingeleitet, und es wird demnächst die Entscheidung darüber fallen, wie weit auck in Preußen Schutzhäftlinge aus der Haft entlassen werden können.
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Aach der Verhaftung des bisherigen Verbandsdirektors der Pommerschen landwirtschaftlichen Genossenschaften v. Knebel»Döberitz ist der landwirtschaftliche Gaufachberater der RSDAP. Dloedorn zum kommissarischen Verbandsdirektor ernannt worhen.
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Das Mitglied des Kuratoriums der Physikalisch-Technischen Reichsan. st a l t Professor Dr. Einstein hat zu der nationalen Erneuerung Deutschlands in einer Weise Stellung genommen, die seine weitere Zugehörigkeit zu dem Kuratorium der Physj. kalisch-Technischen Reichsanstalt unmöglich macht. Professor Einstein ist daher als Mitglied des genannten Kuratoriums gestrichen worden.
Dem Reichsarbeitsminister Franz Seldte ist von den Städten Bad Oeynhausen und Bad K ö s e n in Anerkennung seiner großen Verdienste um die nationale' Wiederaufrichtung des deutschen Volkes einstimmig das Ehrenbürgerrecht verliehen worden.
Professor Dr -Jng. Fritz G e r st e n b e r g, der Dorfttzende des Reichsbundes Deutscher Technik, hat sein Amt niedergelegt.
Sachso lg e r wurde auf einstimmigen Vorstandsbeschluß hin der Vorsitzende der ilnter- kommüsion Illi) der politischen Zentralkommission der Reichslettung der RSDAP. Reichstogsabge- ordnetet Diplomingenieur Gottfried Feder.
Der Polizeipräsident von Berlin hat mit Zustimmung des preußischen Staatsministeriums und nach Anhörung des Oberbürgermeisters der Stadt Berlin den Reichskanzlerplatz tn Adolf-Hitler-Platz umbenannt.
Es ist beabsichtigt, eine ordenlliche Professur für Wehrwissenschaft schon zum Sommersemester 1933 an der Technischen Hochschule Berlin zu schaffen.
Zur Durchführung der Gleichschaltung in den berufsständischen Vertretungen wurde Roland Hageneier, Schriftleiter der „Hessischen Landeszeitung", zum kommissarischen Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen im Reichsverband der Deutschen Presse ernannt. Er wird die nächste Hauptversammlung voraussichtlich auf den 7. Mai ein- berusen.
Kunst und Wissenschaft.
45. Kongreß
der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin.
Der 45. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin in Wiesbaden nahm mit den Beratungen über die Bedeutung der Schwermetalle für normale und krankhafte Vorgänge seinen Ausklang. Professor He u b ne r-Berlin führte über die chemisch- pharmakologische Grundlage aus, wie eng die Metalle mit der Entwicklung der menschlichen Kultur verknüpft sind. Heber die klinische Bedeutung der Schwermetalle erstattete Professor Martini- Bonn ein Referat. Heber gewerbe- toxikologische Erfahrungen referierte Professor Baader- Berlin an Hand des Manuskripts des erkrankten Professors Zangger- Zürich und eigener Erfahrungen. Pro Jahr werden in Deutschland gegen 1500 neue Fleischvergiftungen gemeldet. Da manche Präparate mit ihren Phantasienamen den Laien wie den Aerzten so gut wie nicht auf ihre Zusammensetzung und etwaige Schädlichkeit bekannt sind, forderte ' der letzte Referent einen gesetzlichen Deklarationszwang mit Giftvermerk und Angabe der chemischen Zusammensetzung.
Aus aller Welt.
Der Silberne Lhrenschild für Canbesöfonomieiat Johannssen.
In Anerkennung der hervorragenden Verdienste um die Landwirtschaft, insbesondere das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen, hat der preußische Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten dem Landesökonomierat Dr. h. c. Peter Johannssen in Hannover, Ehrenpräsidenten des Reichsverbands der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, am Tag der Vollendung seines 75. Lebensjahres, der mit dem Geburtstag des Reichskanzlers Adolf H i t - ler zusamme. fillt, den Silbernen Ehrenschild für die Landwirtschaft verliehen. Oberpräsident Lutze hat Dr. h. c. Johannssen die Auszeichnung persönlich mit den herzlichsten Glück- und Segenswünfchen überreicht.
27. ordentlicher Deutscher Sängertag in Dortmund.
Die Eröffnung des 27. ordentlichen Deutschen Sängertages in Dortmund in der Westfalen- Halle erfolgte durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Sängerbundes, Rektor G. Brauner. Er machte hierbei einige grundsätzliche Ausführungen über die Ausgabe des DSB. im Deutschland der nationalen Erhebung. An den Reichspräsidenten und den Reichskanzler wurden Huldigungstelegramme gesandt. Dr. h. c. Hans B o n g a r b « Saarbrücken, sprach über die kulturpolitische Lage im Saargebiet. Politisch und wirtschaftlich sei das Saargebiet zur Zeit völlig von den Franzosen abhängig, die die wichtigsten Negierungsposten innehaben. In kulturpolitischer Hinsicht sei die Eroberung der Saar durch Frankreich nicht geglückt. Die von Paris aus veranstalteten Konzerte und Ausstellungen würden von der deutschen Bevölkerung gemieden. Eine bedeutende Rolle spiele bei dem kulturellen Kampfe um das Deutschtum und die deutsche Volksgemeinschaft der Saar-Sängerbund. Weiter sprachen Dr. Heinrich Langemann - Hannover, und Dr. h. c. L a n g s - Kassel über musikalische Zeitfragen des DSB. Nach ausgedehnter Aussprache wurden die Verhandlungen vertagt. Der erste Tag wurde mit einem großen Festkonzert abgeschlossen. Der Deutsche Sängerbund umfaßt mehr als 16 000 deutsche Männergesangvereine im In» und Auslande.
Auslralienflieger Bertram in Köln gelandet.
Der deutsche Australienflieger Hans Bertram erschien, von Berlin kommend, mit seiner Junkersmaschine über der Stadt Köln. Rach einem kurzen Fluge in Richtung seiner Vaterstadt Remscheid landete er auf dem Kölner Flughafen. Zu seinem Empfang hatten sich seine Eltern, Angehörige und Freunde eingefunden. Dor dem Rollfeld hatte SA. Aufstellung genommen, deren Begrüßung Bertram mit dem Hitlergruß erwiderte.
Zwei Kinder verbrannt.
In Lokstedt bei Hamburg brach in einem Lagerschuppen einer Tauwerlfabrik Feuer aus. Aus dem brennenden Schuppen stürzte ein 12jähriger Knabe, dessen Kleider in Flammen standen. Mit schweren Brandwunden mußte der Knabe ins Krankenhaus gebracht werden. Dort ist er seinen Verletzungen erlegen. Die Leiche eines zweiten Knaben wurde verkohlt aus dem eingeäscherten Schuppen geborgen. Man vermutet, daß die Kinder mit Streichhölzern gespielt haben.
Wettervoraussage.
Der hohe Druck über den britischen Inseln breitet sich weiter über Deutschland aus, so daß die Störungstätigkeit für uns mehr ausgeschaltet wird. Wenn auch durch die Rückjeite des Polentiefs zeitweise noch Haufengewölk entsteht, so wird doch durch ihren hohen Druck auch stärkeres Aufheitern bewirkt. Infolge der sich durchsetzenden Sonnenstrahlung werden die Temperaturen tagsüber wesentlich höhere Werte erreichen als seither. Ob die Hochdruckwetterlage sich längere Zeit halten wird, läßt sich noch nicht vorausbestimmen, zumal über Rordskandinavien sich eine neue Störung südwärts drängt.
Aussichten für Sonntag: Neben Wollenbildungen auch stärker aufheiternd, tagsüber wärmer und meist trocken.
Lufttemperaturen am 21. April: mittags 6,3 Grad Celsius, abends 2,3 Grad; am 22. April: morgen» 2,7 Grad. Maximum 7,8 Grad, Minimum 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. April: abends 11,5 Grad; am 22. April, morgens 5,3 Grad Celsius. — Sonnenicheindauer 2% Stunden.


