Ausgabe 
21.12.1933 Zweites Blatt
 
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es blieb aflö Teil des Vereinigten Königreichs, wah. renb do» übrige Irland einen jrnftaat dem Range eines Dominions rm Rohmen des Britischen Weltreichs bildete und seine eigenen Gesandten un­ter bi. Der starte rode ko le Flügel unter de Valero wollte völlige Unabhängigkeit. Jo. es kam wegen der tiefgehenden Meinungsverschiedenheit innerhalb des Jrenwms pi einem förmlichen Bürgerkrieg, in den England mit Geld und Waffen zugunsten der Rrgierungsnchkung eingriff und der erst 1923 nie­dergeschlagen werden konnte. De Valero aber ruhte nicht, sammelte seine Anhängerschaft und propagierte den Gedanken der vollen irischen Unabhängigkeit mit dem Erfolg, daß er 1932 Präsident wurde und daß ihm die Neuwahlen im März dieses Jahres die ab­solute Mehrheit brachten. Jetzt steht Irland in einem neuen entscheidenden Stadium seiner unruhvollen und blutigen Geschichte. Die Forderung nach einer All-Irland-Republik", die also auch Nordirland ein- schließt, findet bei England und bei den sechs Graf­schaften. die heute nicht zum Freistaat gehören, er­bitterte Gegnerschaft. Der Verwirklichung des seit vielen Jahrhunderten erstrebten Einigungswerkes stehen also noch große Hindernisse im Wege.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Wintersonnenwende.

Dor zwei Jahren schrieben wir hier an dieser Stelle:Mir will scheinen, daß uns noch keine Sonnwendfeier der letzten Jahre so ernst angeschaut hatte, wie die diesjährige. Auf der Waage des deut- schen Schicksals sinkt die eine Schale immer tiefer, Not und Entbehrungen wachsen von Tag zu Tag, und auf der andern Seite bleibt nur noch, feder­leicht vielleicht, die Hoffnung. Soll man da noch

Weit und breit das Beste

Ist doch zum Weihnachtsfeste -Lieber Mensch, laß raten Oir- OieZwölferkarte"! Glaube mir!

von einer Feier sprechen?" ... Und weiter am Schluß:Doch soll es auch Heuer so sein: Trotz Not und Entsagung dürfen wir den Glauben nicht ver­lieren. Die innere Besinnung auf deutsche Art und Sitte, auf deutsches Hoffen und deutsches Streben muß uns erfüllen. Durch Nacht zum Licht! sagten unsere Vorfahren. Sagen wir dasselbe zu uns! Das Schicksal hat unferm Volke schon viel schlimmere Zeiten gebracht, aber immer wieder raffte es sich auf, immer wieder erstanden ihm Führer, die es aufrichteten. Vor uns foll immer ein Stern stehen, der Stern der Hoffnung .. ."

Und heute? Können, ja müssen mir nicht mit dankbarem Herzen diese Wintersonnenwende be­gehen? Unsere Hoffnung wurde nicht zu Schanden, es ging wirklich durch Nacht zum Licht. Wir haben , wieder einen Führer. Wir haben in diesem Jahre so Gewaltiges milerlebt, daß wir dem Schicksal da­für danken sollen. Wir wurden wieder zu einem Volk Wir faßten wieder Mut für die Zukunft. Wünsche und Hoffnungen, die uns Jahrzehnte er- füllten, sie sind nun keine Träume mehr. Schritt für Schritt wird es lichter im neuen Deutschland.

Und wir danken es der deutschen Jugend, die schon vor vielen Jahren das hohe Fest der Sonnen­wende wieder entdeckte. Am brennenden Holzstoß auf Bergeshöhe standen begeisterte Scharen unserer Wandervögel, sprachen ihre Feuersprüche und wag­ten den altdeutschen Sprung durch die lodernden Flammen. Eine Feier war auferstanden, davon einst schon Tacitus erzählt, dah unsere Vorfahren aus dieser Feier wieder Glauben und Mut schöpften für ein langes Jahr. So wurde alter Glaube neu geboren durch unsere begeisterte Jugend.

Aber schon die Sonnwendfeier im Juni dieses Jahres war in ganz Deutschland ein Volksfest, an dem sich alle nicht nur die Jugend beteiligten. Ein neues Volks- und Staatsgefühl durchglühte alle.

Sommersonnenwende, auf der Höhe des Jahres, inmitten der grünenden und blühenden Natur, ist Immer ein helles, frohes Fest.

Aber die Wintersonnenwende wird dafür um so ernster und dankbarer gefeiert Nach langen trüben Tagen, nach Tagen, an denen der Frost klirrend durch die Welt schreitet, soll nun wieder das golbne Himmelslicht länger erstrahlen. Die Tage werden länger. Baldur, der Sonnengott, kehrt wieder zurück.

Und so geht unsere Sehnsucht, besonders aber im härtesten Winter nach der Sonne, dem Licht. Ohne sie können wir nicht leben

Und die Wintersonnenwende bringt die Erlösung von der Qual der langen Nächte Das Feuer auf Bergeshöhe siegt über die Nacht ringsum. Wohl Hegt noch die Welt in tiefem winterlichen Schlaf, aber wir wissen, daß sich nun neue Kräfte regen, daß neues Leben erstehen wird.

Der Sonnwendfeier Flammenzeichen ium Himmel lodre hoch empor!

!aßt unsre Herzen ihnen gleichen, Begeistrung flamme braus hervor! Unb wie die Feuerzungen künden, daß wir bewahren deutsche Treu', so meine unfern Sang entzünden altdeutschen Heldenmut auf» neu! Z. Ausfallende Gprecbstunden.

Das Staatspreffeamt teilt mit: Die Sprech­stunden de» Herrn Staatsmini st er» stillen am Samstag, 23. Dezember 1933, und zwischen den Jahren aus. desgleichen die Sprechstunden sämtlicher Ministertalabteilungen in der gleichen Zeit.

Hessische Landesjugendwett, kämpfe 1933.

Ministerialrat 'JU n j s h a u f e n teilte den Dtrek- Honea der höheren schulen und den Kreis- und Stadtschulämtern mit:

In dielen Tagen gehen Ihnen die Urkunden für die Siegergruppen der hessischen Landessugendwett- kämpfe 1933 zu Dazu bemerken wir: Von der Au»- gäbe von Wimpeln de» Herrn Reichsstatthalters mußte in diesem Jahre abgesehen werden. Infolge der Kürze der Zeit, die zwischen der Bekanntgabe der Richtlinien und dem Tag der Wettkämpfe lag, er­gaben sich große Schwierigkeiten, die mdu immer überwunden werden konnten Es sind dadurch starke örtliche Verschiedenheiten entstanden, die einen klaren vergleich unmöglich machen. Wir sehen uns daher veranlaßt, an Stelle der Wimvel die Urkunden des Herrn Reichs st attyalters zu letzen. Sie sind bestimmt für den 1. Sieger des Man -d? mebrfampfes der Klassen gleicher Altersstufen <^im- pelfieger) Haben 2D unb mehr Ma m'dinten m ander gekämpft, so erhallen die zwei besten, bei 4u

Sonnenwende!

Deutschlands Jugend wird im Ge.ste der Deutschen Revolution den Tage der ^°nnenwende begehen. Im Scheine von lodernden Feuern wird sie Zurück- denken an die Jahre des Kampfes, wird ^-utchren toten Kameraden, den Gefallenen des Weltkrieges und den toten Freiheitskämpfern vom Annaberg. vom Baltikum geloben, zu kämpfen und zu sterben, wenn es um die deutsche Eh" geht.

Deutsches Volk! Auch du sollst m treuer Volks- Verbundenheit mit deiner Jugend an .mythischen Feuern die Sonnenwende begehen. Vergiß in dieser Nacht wenn prasielnd und knatternd lne Wammen zum bestirnten Himmel emporloderry die Jungens nicht, die später einmal die Trager der kommenden Taten sein werden. Gedenke in dieser feierlichen Stunde des Unbekannten, der einem verirrten und geknechteten Volke Den Glauben an Deutschland wie- ^Deutsche Jugend! Trage du ewig lebendiges Feuer im Herren. Als freie Jugend sollst du wach'cn: stark, wild und treu. Treu dem Volke, dessen Blut dein Blut ist. Treu dem Lande, das deine Vorfah­ren mit ihrem Blute verteidigten.

In dieser Sonnenwendnacht gelobe feierlichst, dah du mit unbeugsamer Willenskraft dich für Deutsch- land einsetzen wirst. H- R-

Veranstaltungen des Jungvolks zur Sonnenwende:

Stamm 1/116,'N Geusen am 21. Dezember in den

Eisteichen.

Stamm 1/116/1 Welfen am 22 Dezember in den

Eisteichen.

Slamml/116/III/l u. 3 am 23. Dezember bei Lang- Göns.

etamml/116/in 2 u. 4 am 23. Dezember Schiffen­berg.

Fähnlein 1/116/IV 4 am 23. Dezember zusammen mit HI. unb BdM. auf dem Steinheimer Berg.

Fähnlein 1/116/V/l am 21. Dezember Berg bei Lollar.

Fähnlein 1/116/V/3 am 23. Dezember Steinbruch auf dem Sternberg bei Großen-Buseck.

Der Jungbannpresiewart.

Gez.: H. R.

MMWsaktion der Gießener Sindenienschast.

Am Dienstagoormittag oeranftaftete dieGieße ° ner Studentenschaft in Kliniken. Instituten und in der Universität vier Kundgebungen zugunsten des Winterhilfswerks des deutschen Volkes.

Bei diesen Veranstaltungen sprach jeweils zunächst der Leiter des Gießener Studentenwerks, cand. theol. Ludwig Sattler, der u. a. folgendes aus­führte:

Die Deutsche Studentenschaft und das Deutsche Studcntenwerk fetzen sich mit allen nur verfüg­baren Kräften voll unb ganz für das große deutsche Winterhilfswerk ein.

Der Stubent ist ja heute selbst nicht wirtschaftlich unabhängig, sondern er ist auf die saft überall sehr beschränkten Mittel seiner Eltern angewiesen. Trotz- bem wird er in diesen Grenzen jede Hilfsmöglichkeit ausnutzen, so daß durch seine Arbeit der Erfolg des Winterhilfswerks mehr und mehr gewährleistet wird. Auch die Studentin wird zeigen können, daß sie neben ihrem Studium ihre Pflichten als Frau n.cht vergessen hat und sich ebenfalls in den Dienst des guten Werkes stellt. DerTag des Stuben- t e n", der in jedem Monat stattfindet, wird immer wieder zur Mitarbeit anregen unb J)er Öffentlich­keit zeigen, baß ber Stubent nicht rastet, Deutsch- lanbs Erneuerung mit zu vollenden.

Ferner sprach noch der Führer ber Gießener Stu­dentenschaft, cand. jur. H. I. Adam, zu den ver­sammelten Kommilitonen. Adam führte ungefähr

folgendes aus: Wenige Tage noch und wir feiern das erste deutsche Weihnachtsfest im Dritten Reich. Wie ganz anders soll doch dieses Jahr Weihnachten gefeiert werden. Früher saßen die einen Volksgenossen beim strahlenden Lichter­baume, während die anderen im dunklen Zimmer ihr Fest begingen, abseits von der Menschheit, und niemand dachte, an sie. Die Zeiten haben sich in­zwischen geändert.

heute darf es keine verschiedenen Klassen mehr geben, es geht nicht an, dah es dem einen gut gehl, während der andere hungert und darbt. Solche Zustande sind auf die Dauer unerträglich.

Auch die Studentenschaft setzt sich voll und ganz mit all ihrer Kraft für das große Winterhilfswerk ein. Wir geben nicht aus Mitleid, denn dann gäben wir Almosen. Der arbeitslose Volksgenosse verlangt nur Arbeit. Solange wir aber noch nicht allen Ar­beitsmöglichkeit geben können, müssen wir ihnen so helfen. Jeder Student muß wirklich etwas opfern, er muß auf etwas Verzicht leisten, dann kann er auch sagen, ich habe meine Pflicht gegenüber meinem Volke erfüllt.

Jeder gebe, damit das ganze deutsche Volk deutsche Weihnacht feiern kann.

Im Anschluß an die Reden wurden Sammel­büchsen herumgereicht, und so steuerte jeher Student mit einem Beitrag etwas bei zur Linderung mancher Not des jetzigen Winters.

Mitgliederversammlung der Bezirks» sparkaffe Gießen.

In Anwesenheit des Vertreters der Aufsichts­behörde, Regierungsrat Grein, fand in diesen Tagen die ordentliche Mitgliederver­sammlung der Bezirkssparkasse Gie­ßen statt. Fast sämtliche Vertreter der Bezirks­gemeinden waren erschienen.

Der Vorsitzende, Direktor Z a ch e i s, erstattete nach einleitenden Begrüßungsworten den

Geschäftsbericht für 1932,

mit dem der Rechnungsabschluß, die Bilanz, sowie die Gewinn, und Derlustrechnung 1932, ebenso die Aufwertungsrechnung nebst Aufwertungsbilanz 1932 vorgelegt wurden. Diese wurden sämtlich von der Versammlung genehmigt.

Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß das Geschäftsjahr 1932 immer noch unter der Nachwir­kung ber Julikrise 1931 zu leiben hatte. Auch in 1932 ist immerhin noch ein Rückgang ber Sparein­lagen von 347 364,69 RM. zu verzeichnen, ber aber in ben Herbstmonaten des Berichtsjahres stark zu­rückgegangen und zum Stillstand gekommen ist.

Don Oktober 1932 ab überwiegen die Ein­zahlungen im Spargeschäft die Rückzahlungen wieder.

Auch im Jahre 1932 konnte dke Sparkasse ohne fremde Hilfe (Akzeptbank) allen Rückforberun- gen genügen. Der Kontokorrent- (Giro-) Verkehr brachte im Geschäftsjahr 1932 eine Erhöhung ber Giroeinlagen (Kreditoren) um 591 445,98 RM. Die Kontokorrent-Debitoren erfuhren dagegen eine Ab­nahme um 257 384,99 Reichsmark.

Der Gesamtumsatz im Kontokorrent- (Giro ) ver­kehr betrug in 200 787 Posten 34 341 548,95 Reichsmark.

Reichsmark Die Debitoren betrugen Ende 1932 2 309 157,34 Die Kreditoren betrugen Ende 1932 2 756 966,68 Die Zahl ber Kontokorrent-Konten

2699 Stück.

Die reinen Spareinlagen betrugen

Ende 1932 13 284 073,97

Die Zahl der Sparbücher 20392 Stück

Der Gesamtumsatz betrug in 1932 82 732 355,85

Die Bilanzsumme beträgt 16 701 991,05

unb mehr die drei besten Gruppen eine Urkunde des Herrn Reichsstatthalters. Die in diesen Kämpfen un­terlegenen Gruppen, für die ebenfalls eine Urkunde vorgesehen war. gehefl leer aus, da ja auch der Sieger nicht den Wimpel, sondern die Urkunde er­halt. Die Siegergruppe des Wettkampfes innerhalb einer Klaffe erhalt, wie es in den Richllinien vor­gesehen ist. eine Urkunde der Ministerialadteilung für Dildungswesen, Kultus. Kunst und Volkstum.

3um Zusammenschluß der gesamten Technikerschast.

Die aus Rundfunkmeldungen und Zeitungsbe­richten der amtlichen Parteidienststellen hervoraeht, ist vom Stellvertreter des Führers, Pg Dr eng. Tobt (KDAL) beauftragt worden, die Bildung einer Reichskammer der Technik vorzude- reiten.

Ihm zur Unterstützung wurde ein Ausschuß ge- bildet, dem Pa Dr Jng. Schult (BDI.), Pg. J) o f f in n n n (KDAJ.). Professor Dr Garbotz, I Pg Dipl -Jng. Seehauer, ferner Pg von ! ,D f als Beauftragter des Staatssekretärs Pg

Um den Zusammenschluß der gesamten Techniker-

Die Gesamtausleihungen (einschl. der

Kontokorrentkredite) betrugen 16 227 014,20 Nach Abzug der Derwaltungskosten

und nach starken Abschreibungen auf Grundbesitz, Mobilien und Wertpapieren beträgt der Rein­gewinn 75 407,28

Die Rechnung schließt ab mit einem

Rechnungsrest von ' 324 976,85

Ferner wurden oorgetragen die Aufwertungs­rechnung nebst ber Aufwertungsbilanz 1932, Die ebenfalls von der Versammlung genehmigt wurden.

Bis Ende 1932 sind von der Sparkasse, welch« bis dahin die Spareinlagen mit 21,6 v. h. auf- werten konnte, 1 522 763,39 R7N.. ober runb 25 v. h. ber ursprünglichen Aufwertungssumme auf aufgewertete Spareinlagen zur Auszahlung gelangt.

Die Aufwertungsbilanzsumme beträgt 4 387 648,99 Reichsmark.

Die Versammlung genehmigte weiterhin einige, zu der ab 1. Oktober 1933 lt. Verfügung des Staats­ministeriums in Kraft getretenen neuen Satzung vom Verwaltungsrat ber Sparkasse beschlossenen Aenderungen und Ergänzungen.

In der daraufhin oorgenommenen Ergänzungs- wähl zum Derwaltungsrat wurde anstelle des fein Amt niederlegenden Vorsitzenden, Rechtsanwalt Lu- lei), der kommissarische Beigeordnete der Stadt Gießen, Bartholomäus, zum Mitgliede des Derwaltunsisratcs und in der darauffolgenden Sit­zung des Verwaltungsrates zu dessen Vorsitzenden gewählt.

Nach einem Schlußworte des neu gewählten Vor­sitzenden des Derwaltungsrates Bartholomäus, in welchem dieser auf die Bedeutung und Aufgaben der öffentlichen Sparkassen und ber Beftrkssparkafte Gießen im besonderen im nationalsozialistischen Staate hinwies und die anwesenden Vertreter zur tätigen Mitarbeit im Dienste ber Sparkasse auffor­derte, wurde mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler und unter Adsingung der ersten Strophe des Deutschlandliedes die Ver­sammlung geschlossen.

schäft, Architekten, Ehemiker und Ingenieure sicher- zustellen, ist es erforderlich, daß alle Volksgenos­sen, die für die Reichskammer der Technik in Frage kommen, sich den Weg hierfür freihalten.

Der Zusammenschluß der bestehenden Verbände ist im Gange. Die Mitalieder verbleiben zunächst in ihren bisherigen Organi­sationen. auch um zusätzliche finanzielle Be­lastungen zu vermeiden.

Der Bezirksleiter Oberhessen im KDAJ. Pg. Adolf Kurz bittet die Mitglieder und Freunde des KDAJ-Bezirks Oberhessen, die weiteren Ver­fügungen der Reichsleitung in aller Ruhe abzu- warten.

Reichsbund Volkstum und Heimat.

Das Staatspreffeamt teilt mit: Der in Heften- Raftau weit verbreitete Nassauische Verein für ländliche Wohlfahrts- und Heimaipilege hat in der Hauptversammlung am 16. Dezember in Wiesbaden seine Ueberführung in ben Reichsbund Volkstum und Heimat. Landschaft Rhein'ranken-Heften, be- schlossen. Seine gesamten Mitglieder werden ge­schienen in den Reichsbund übergeiührt ebenso geben feine gesamten Ginridii.inqen. seine Bücherei unb Lichtbildstell« in den Reichsbund über. Die

Zeitschrift des VereinsNaffauifche Blätter" wirb nicht mehr weiter erscheinen, sondern in der Zeit- schritt des ReichsbundesVolk und Scholle" auf­geben.

Gewerblicher Mittelstand unb Deutsche Arbeitsfront.

Die RS - HAGO Kreis-Amtsleitung Gießen gibt folgendes bekannt:

Auf Grund einer Verfügung des otabslerters ber PO , Pg. Dr. Robert Leo, vom 6. Dezember 1933, werden sämtliche im Mittelstand tätigen Volks­genossen durch den Gesamtoerband deutscher Hand­werker, Kaufleute und Gewerbetreibenden (GHG) in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert.

Alle Betriebsinhaber in Handel. Handwerk unb Gewerbe, alle Arbeiter. Angestellte und Lehrlinge, die in Betrieben des gewerblichen Mittelstandes tätig sind, müssen daher soweit sie noch nicht der NS.-HLGO. oder dem GHG. angehören ihr« Anmeldungen bei den örtlichen Amtsleitungen ber NS.-HAGÜ. vollziehen. Parteigenossen, die ber NS.-HAGO noch nicht angeboren, haben sich sofort bei bem juftänbigen Amtsleiter ber NS -HAGO. zur Aufnahme anzumelben.

Die Reichs-Amtsleitung ber NS HAGO. hat bi« Beitragssätze für die Deutsche Arbeitsfront (GHG.) nunmehr wie folgt festgefetzt:

Betriebsinhaber monallich 1,25 Mk.

Arbeiter, Angestellte,65

Lehrlinge,40

Außerdem ist eine einmalige Aufnahmegebühr z« zahlen.

Parteigenossen zahlen einen Monatsbeitrag von ,65 Mk.: von der Zahlung einer Aufnahmegebühr sind sie befreit.

Um allen Mißverständnissen entgegenzutreten, wird nochmals mit allem Nachdruck betont, daß auch alle Geschäftsführer und Referenten von mittelständischen Betrieben und Berufsvertretungen burd) den GHG. in die Deutsche Arbeitsfront ein- gegliedert werden.

Da ab 15. Januar 1934 für die Deutsche Arbeits­front eine Aufnahmesperre eintritt, empfiehlt es sich, die Anmeldung sofort vorzunehmen

gez.: Schimmel, stellv. Gau-Amtsleiter ber NS HAGO. An die Lehrmeister

und Lehrstelleninhaber in Oberheffen.

Dem Oberbann 4 der Hitler-Jugend in Oberhef­fen gehen Klagen über Lehrlingsausnutzung zu. So kennen wir eine ganze Reihe von Fällen, wo Lehr­linge in Geschäftsbetrieben über die gesetzliche Zeit allabendlich festgehalten werden zur Erledigung der Post u. ä., ohne daß ihnen da eine Sonderver­gütung gewährt wird. Es wird dies vielmehr von den Geschäftsleitern als selbstverständlicher Zustand betrachtet.

Ein Fall ist uns bekannt, wo ein Lehrling von seinem Meister statt in seinem Handwerk nur in der Landwirtschaft verwendet wird: ein anderer, wo ein Lehrling neben dem Handwerk auch noch di« Landwirtschaft des Meisters besorgt und bei bis­weilen 12- bis 14ftünbiger Arbeitszeit außer der Kost und der Wohnung keinerlei Vergütung erhält.

Daneben kennen wir freilich eine ganz überwie­gend große Reihe von Lehrstellen, in denen die Lehrlinge durchaus korrekt behandelt werden: von denen sich diese Einzelfälle um so peinlicher ab- heben.

Wir warnen dieses erste Mal ohne Namens­nennung die betr. Meister unb Geschäftsinhaber unb bitten unsere Freunbe in der Geschäftswelt und beim Hanbwerkervorstand barum. uns in unserem Kampf um die Reinhaltung ihrer Schilder zu unterstützen.

Pressestelle des Oberbannführers.

Hestvorffellung

,Otr Giea des Glaubens*.

Heute 20.30 Uhr findet im Lichtspielhaus Bahnhofstraße in einer Festvorstellunq die erste Gießener Aufführung des Films des Reichs- Parteitages 1933 in Nürnberg statt. Die SA -Ka­pelle R 116 hat ihre Mitwirkung zugesagt Nach dem Friedensmarsch von Richard Wagner wird P» Bartholomäus eine kurze Ansprache halten. Nach weiteren musikalischen Darbietungen (Fanfa­renmarsch, Badenweiler Marsch) gelangt ber Haupt­film zur Aufführung, der sicherlich allen Besuchern zu einem großen (Erlebnis werden wird Neben dem Hauptfilm kommen die Ufatonwoche unb ber FilmBlut und Scholle" zur Aufführung. Auf bi« heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.

Vie Weibnacktsgabenkarte des Winterhilfswerks.

Kälte ist hart Not ist kalt Liebe ist Wärme und Licht ... Opfer der Liebe bricht härteste Not! Opfern ist deutsch, helfen Pflicht!

Dies ist der Text einer ber drei Ausgaben der Weihnachtsgabenkarten des Winterhilfswerks. Di« Karte enthält außer diesem Tert noch einen Rupfer- druck des großen deutschen mittelattertichen Kunst- lers Martin Schongauer. Die Karten werden im Werte von 1 bis 2 Mk. ausgegeben.

Hast Du Deine schon gekauft?

Weihnachtsvorfreude.

Das schönste am Weihnachtsfest ist", so sagte ein Weiser,die Weihnachtsfreude!" Wir Deutsche reiften bas ganz genau, unb barum feiern wir ben Aboent. ben Festbereiter. Wir lassen die vorfteude zur Freube werden, und haben so eine längere Weihnachtsfreude. Zu ber biesfäbrigen Weihnacht kommt nun noch, außer der Geschenkbereitung für unsere nächsten Angehörigen, die Hilfe für die Armen und noch Arbeitslosen.

Manchmal reicht unser Geldbeutel kaum, um allen ein richtiges Geschenk machen $u können. Aber da gibt es noch ein Geschenk für alle, ein Geschenk, Das sich feder leisten kann unb leisten muß.

Die Lose ber II. Arbeitsbeschaffungs­lotterie ber NSDAP., bie soll dazu helfen, jedem noch arbeitslosen Deutschen Arbeit und Brot, also das ersehnteste Weihnachtsgeschenk, zu ver­schaffen. Sie will im deutschen Vaterland für froh« Gelichter sorgen.

LNo nicht vergessen: Die Vorfreude vor Weihnachten, mit jeder Mark einem noch ar­beitslosen deutschen Volksgenossen Brot und V e r d i e n st m ö g l i ch k e i t in der Weihnachtszeit geschenkt zu haben. Und schließllch bleibt uns je noch eine andere Vorfteude: Nämlich des Gewin­nes. Fast 300 000 Gewinne werden verlost. Das sind IV« Millionen Mark, und der Höchstgewinn beträgt 200 000 Mark'

Diese Weihnachtsoorfteude wird man sich doch nicht nehmen lassen' Am 2). unb 30. Dezem­ber l ft Ziehung.