finger. Mitwirkende ftünftier: Herr Opernsänger Jean Stern und der Lhor des städtischen Opern- bauses, Dirigent: Herr Wetzelsberger. c) ueberreichung eines Ehrenmeisterbriefes, Ehrung von Altmeistern, Freisprechung der Meister und Gesellen nach altem Zunftbrauch. d) Arie und Thor aus der „Schöpfung", Haydn. Ausführende Künstler: Frau Erna Sack, Landestheater Wiesbaden. Thor: Mitglieder der Frankfurter Chöre, e) Verteilung von Amtsketten an Obermeister. 0 Deutsches Hebet, ausgesührt vom Opernhauschor. g) Gemeinsamer Gesang des Deutschland- und Horst- Wessel-Liedes.
4. Schallplatten-Uebertragung der Ansprache des Präsidenten W. G. Schmidt, Wiesbaden: .^Handwerk und Staat".
5. Marschmusik.
6. Schallplatten-Ubertragung der Ansprache des Generalsekretärs Dr. Schild: „Das Handwerk baut die nationalsozialistische Wirtschaft".
7. Schlußmarsch.
Die Winterhilfsplakeiie.
Die Reichsführung des Winterhilfswerkes teilt noch einmal mit, daß die Plakette zur Befreiung von weiteren Spenden in all den Fallen ausgegeben wird, in denen ein freiwilliger Abzug in Höhe von 20 Prozent der Lohnsteuer erfolgt In allen Fällen, in denen zur Spende der zkbeit bereits 1 Prozent des Bruttolohnes zum Abzug kommt, wird diese Spende nicht voll angerechnet. Vielmehr sind in diesem Falle nur noch 10 Prozent der Lohnsteuer zu zahlen, jedoch keineswegs unter einer Mark je Monat.
250 Jahre Gießener Bäckerei in einer Familie.
Die Brot- und Feinbäckerei von August Roll, Mäusburg 12, befindet sich jetzt 250 Jahre in dem Besitze der Familie Roll. Das Haus in der Mäusburg wurde im Jahre 1683 gebaut und gegen Ende jenes Jahres bezogen. In dem Hause wurde eine Bäckerei mit Gastwirtschaft und Kolonialwarenhandlung von einem Glieds der Familie Noll eröffnet, die dann viele Jahrzehnte lang bestand. Von Anfang 1800 ab wurde nur noch die Bäckerei mit Gastwirt- schäft Im Besitz der Familie Noll betrieben, im Jahre 1887 wurde der Wirtschaftsbetrieb aufgegeben und lediglich die Bäckerei fortgeführt, die sich bis auf den heutigen Tag des besten Ansehens in der Bürgerschaft erfreut. Eine Reihe von Generationen der Familie Noll haben bisher im Geschäft eine auskömmliche Existenz gefunden. Der jetzige Inhaber, Bäcker- meister August Noll, macht anläßlich der Werbewoche des Handwerks durch eine Ausstellung von Familiendenkwürdigkeiten im Schaufenster seiner Bäckerei auf das 250jährige Bestehen dieses Fa- milienbesitzes aufmerksam. Man sieht dort die Bilder der letzten vier Generationen dieser alteingesessenen Gießener Bäckerfamilie, ferner die Ernennung des Vaters des jetzigen Inhabers zum Hofbäcker, die im Jahre 1891 erfolgte, sowie den im Jahre 1911 ausgestellten Meisterbrief des jetzigen Geschäftsinhabers. Im Streife unseres ehrbaren Siebener Handwerks nimmt die Bäckerei von August Noll einen achtunggebietenden Platz ein, der ihr durch die Tüchtigkeit ihres Meisters weiterhin er- halten'bleiben möge.
30 Jahre Freiwillige Saniiätskolomie vom CRofen Kreuz.
Aus Anlaß des dreißigjährigen Bestehens der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen findet am morgigen Samstag im Caf6 Leib ein Deutscher Abend statt. Den musikalischen Teil der Veranstaltung hat das Mufikkorps unseres Bataillons unter persönlicher Leitung von Ober« Musikmeister Krauße übernommen. Der Gesangverein „Heiterkeit" wird unter Leitung von Chor- meister Schöttler zur Verschönerung des Abends beitragen. Herr Paul Nieren vom Stadttheater hat ebenfalls feine Mitwirkung Augefagt. Der Vorsitzende des Landesvereins, Präsident i. R. von Hahn, wird eine Ansprache halten.
Am Sonntagoormittag findet eine Totenehrung am 116er-Denkmal statt. Um 14 Uhr wird eine große Gasschutzübun g auf den Eiswiesen an der Moltkestraße abgehalten, an der sich neben der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz auch die Feuerwehr und die Technische Nothilfe beteiligen werden. Dem Publikum wird Gelegen- heit gegeben sein, die grobangelegte Uebung von den erhöhten Straßen aus au das Beste zu beobachten. Es werden Hilfsmaßnahmen bei Gas- unfällen der verschiedensten Art gezeigt. Durch Lautsprecher werden die notwendigen Erklärungen gegeben. Aus die heutige Anzeige sei besonders hinge- wiesen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag: Stadt- theatcr, 20 bis 22.30 Uhr: „Die Hermannsschlacht". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Hitlerjunae Ouex".—Asloria-Llchtspiele, Seltersweg: „Die große
• r Baugenossenschaft 1894, 20.15 Uhr, Gewerkschaftshaus, außerordentliche Generalversamm- *un9 — 20.15 Uhr, Gewerkschaftshaus, Simultan- fpicl des Deutsch-Meisters Brinkmann.
— Au» dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr dritte Vorstellung im Freitag-Abonnement: „Die Hermannsschlacht", von Kleist: Spielleitung: Intendant Hanns Äönia Gewöhnliche Preise Ende: 22.30 Uhr. - Die Intendanz hat für Sonntag, 22. Oktober, „Die vier Nach- lichter" mit Ihrem Enfemble zu einem nochmaligen ©aflfplel Dcrpfltdjtct. Zur Ausführung gelangt das totud mit Musik in neun Bildern: „Der Esel ist los" nach dem Altgriechifchen des Plagiates. Die musikalische Ausführung hat das Orchester des Stadtthcatero Gießen übernommen. Die Intendanz glaubt mit derWiederaufnahme dieses Gastspiels in den Spielplan den Anfragen und Wünschen vieler Theaterbesucher Rechnung zu tragen, die bei dem ebten Gastspiel der „Vier Nachrichter" im Juli b. I. Ihrer Ferien wegen da» Theater nicht besuchen konnten. Die Veranstaltung ist daher außer Abon- nernent und au Preisen von 0,50 bis 2,50 Mark Ansang: 19,30 Uhr. Ende: 22 Uhr.
• • D o n b e r C a n b e ö u n i d e r f i t ä t. Von der Pressestelle ber Universität Gießen wird uns mitge- teilt: Der ao. Professor an der Universität Breslau Dr. Heinrich Bechtel hat den Rus auf den ordentlichen Lehrstuhl für praktiiche Nationalökonomie an der Landesunioersität angenommen und einen gleich, zeitigen Rui an die Universität Breslau abgelebnt — Der Privatdozenl für römisches und vergleichendes bürgerliche» Recht. Dr. Max Kaser, hat einen Ruf an die Universität Münster zum 1. November 1933 erhalten und angenommen.
"Ehrenvolle Auszeichnung. Der lang, jährige Hebammenlehrer Prof. Dr. Walther (Gießens wurde am 10. Oktober, gelegentlich ber letzten Tagung ber „Bereinigung zur Förderung ürs Hebammenwesen»" in Anerkennung seiner ^oßen
. Derbienste um die Bereinigung unb um bas beutle Hebammenwesen zum Ehrenmitglied dieser Vereint-
gung ernannt.
.. Postperfonalien. Dem Telegraphen- Afr.h,nf7n T ahmer wurde die Telegraphensekre- S"n 6Ä« (DberWien) und dem P°st- m a a e l aus Büdingen die Postverwalter- elle in ^Wöllstein übertragen. Die Postasiessoren T)infnm-3naenieur Karstensen und Diplom- Ingenieur e b e r in Darmstadt wurden als Post- birektoren planmäßig angestellt. Obertelegraphen- sekretär Karl Schäfer würbe von Darmstadt nach „(a g^enkonzert der SA.-Reseroe- Ka pelle. Am kommenden Sonntag 11 Uhr findet tum Abschluß der Handwerkerwoche in den Anlagen am Hindenburgwall ein Platzkonzert statt, das von der SA.-Rejeroe-Kapelle ausgeführt wird.
• • Spende für die Winterhilfe. Dem Winterhilfswerk 1933/34 wurden von der Altersver- einigung 18751925 50 RM. überwiesen. Der Be- schluß wurde in einer Dorstanossitzung gefaßt.
Die Glaubensbewegung „Deutsche C h r i ft e n" (Kirchengauleiter Pfarrer Sattler, Wieseck) empfiehlt ihren Mitgliedern die Teilnahme an dem vom Evangelischen Bund am Samstag, dem 21. Oktober, in der Stadtkirche veranstalteten „Evan-
gelischen Abend".
*• Reichsbund Volkstum und Heimat, Landschaft R he i n f ra n k e n-H e s s e n. Die Geschäftsstelle der unter der Leitung des Herrn Ministerialrats Ringshausen stehenden Land- schäft Rheinftanken-Hessen des Reichsbundes Volks- tum und Heimat befindet sich in Darmstadt, Neckarstraße 3, im 1. Stock des ehemaligen Gewerbe- mufeums. Sie ist an das Fernsprechnetz Darmstadt unter Nr. 3239 angeschlossen. Die seither in Darm- stadt, Hügelstrahe 29, befindliche Geschäftsstelle des Tierschutzoereins für Hessen, der mit dem gesamten Hessischen Heimatbunde im Reichsbund aufgegangen ist, ist mit ber bes Reichsbunbes vereinigt.
"AufgerufeneHehnmarkscheine. Das Reichsbankdirektorium gibt bekannt, daß die Reichsbanknoten zu 10 RM. mit dem Ausfertigungsdatum vom 11. Dezember 1924 eingezogen werden. Mit Ab- lauf des 31. Januar 1934 verlieren sie ihre (Eigen- chaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Bis zum 28. Fe
bruar 1934 werden fie bei allen Kaffen der R e I ch s- bank zum Umlauf4 angenommen. _
• • Warnung vor einem Betrüger. Der Vertreter Hans Mülbe bereift Frankfurt a. M. und nähere und weitere Umgebung und gibt sich als Vertreter einer Frankfurter Darlehensoermitt- [Ung aus. Als solcher verspricht er den Interessenten die Beschaffung von Darlehen und nimmt Darlehensanträge entgegen. Er läßt sich in jedem Falle Vorschüsse zahlen und verwendet diese für seine per- söhnlichen Bedürfnisse. Die Darlehensonträge gibt er nicht weiter. Vor dem Betrüger wird gewarnt. Bei seinem Austreten ist die nächste Polizeidienststelle zu benachrichtigen.
Große Strafkammer Gießen.
In einer mehrtägigen Sitzung hatte sich die Große Strafkammer mit dem in Gießen wohnhaften Bankier Wilhelm Bachmann zu beschäftigen, dem die Anklage Depotunterschlagung, Konkursoerbrechen und Betrug oorwarf.
Der Angeklagte war Mitinhaber der Firma Bach- mann & Schäfer. Nachdem letzterer ausgeschieden war, betrieb der Angeklagte das Bankgeschäft allein weiter. Während der Inflation erfreute sich die Firma eines recht gutgehenden Geschäftsganges, der aber nach ber Stabilisierung stark nachließ. Dazu kamen bie Zusammenbrüche verschiebener Gießener Firmen, so daß der Angeklagte schon im Jahre 1927 konkursreif war. Entgegen den Vorschriften der Konkursordnung unterließ er es aber, seine Zahlungs- Unfähigkeit anzumelden. Er vergriff sich jetzt, da ihm jeglicher Kredit fehlte, an dem Vermögen feiner Spar- und Depoteinleger und verkaufte deren Wertpapiere, ohne die Geschädigten auszuzahlen. Die 27 vernommenen Zeugen sowie das Gutachten des Sach- verständigen belasteten den Angeklagten schwer. Noch nachdem er nur mit fremden Geldern sein Geschäft „weiterführte", beliefen sich nach dem Gutachten des Sachverständigen die Ausgaben für seinen Privathaushalt auf 20 000 RM. jährlich.
Der Vertreter der Anklage beantragte eine Gesamtstrafe von fünf Jahren Gefängnis evtl. 3% Jahre Zuchthaus. Nach längerer Beratung erkannte das Gericht auf drei Jahre Gefängnis unter Anrechnung von fünf Monaten Untersuchungshaft. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte.
Senkung der landwirkschnstlichen Grundsteuer.
Zunächst vom 1. Oktober 1933 fcte 31. ^är3 1934. — Jetzt Bezahlung der rückständigen Staatssteuern.
WSN. Darmstadt, 19. Okt. Der Hessische Staatsminister teilt mit: Die Reichsregierung hat dem Lande Hessen einen Betrag zur Verfügung gestellt, der eine weitgehende Senkung der landwirtschaftlichen Grundsteuer ermöglicht. Hierzu ist folgendes bestimmt worden:
2Uit Wirkung vom 1. Oktober 1933 an fällt die staatliche Grundsteuer, die auf der^ landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken einschllehNch der Weinberge ruht, vollständig weg.
Grundsteuerpflichtig (und sondergebäudeteuerpflichtig) bleiben nur die Gebäude, der zttge- )örige Hofreitegrund und die damit zusammenhän- genden Grab- und Grasgärten, ferner solche Grundstücke, die nicht landwirtschaftlich, forstwirt- chaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, z. B. Bauplätze, Steinbrüche und Aehnliches, und zwar auch dann, wenn diese Grundstücke (Gebäude) in Eigentum eines Landwirts stehen. Die Oekonomie- gebäube sind schon traft Gesetzes grundsteuerfrei.
Diese Steuererleichterung wird zunächst für die Zeit vom 1. Oktober 1933 bis Ende März 1934, das ist für die 4.» 5. und 6. Rate der Staatssteuern zugesagt.
Die Steuersenkung wird sich auch noch auf die Heit nack dem 1. April 1934 erstrecken (voraussichtlich bis Ende September 1934), jedoch kann darüber
zur Zeit noch nicht endgültig verfügt werden. Ge- senkt wird nur bie Staats ft euer. Gemeinde-, Kreis- und Prooinzialsteuern, auch Kirchensteuern und sonstige Abgaben bleiben davon unberührt.
Die Steuererleichterung kann von der Steuer- behörde nur den unmittelbar Steuerpflichtigen, das ist in der Regel der Eigentümer des Grundstückes, bewilligt werden. Die Auseinandersetzung zwischen diesem und seinem Pächter Ist eine private Angelegenheit der Beteiligten. Näyere Auskunft erteilen die Finanzämter.
hiernach wird die hessische Bauernschaft in einem Blaße steuerlich entlastet, wie es früher niemals für möglich gehalten wurde. Diese Zeit muß zur Abdeckung der rückständigen Staatssteuern benutzt werden. Ls darf erwartet werden, daß die Bauernschaft dies ebenso als Ehrensache betrachten wird, wie künftig die pünktliche Zahlung der verbleibenden geringen Steuern vom Wohnhaus.
Wegen der erleichterten Tilgung der Steuerrückstände sind bekanntlich besondere Anordnungen vorgesehen, die ein ungewöhnliches Maß von Entgegenkommen bedeuten. Dies und die vorstehend bekanntgegebene Steuersenkung ab 1.0k- tober d. I. macht es jedem Bauern möglich, in ab- sehrbarer Zeit mit seinen Steuerzahlungen ins Reine zu kommen.
andere! funben
mcinnischen Angestellten werden durch die DAF. In Kürze geklärt werden.
OieStahiwerke^öchling-BuderuS AG. stellen den hochwertigen Edelstahl des gesamten Rhein-Main-Gebietes, sowie alle möglichen Legierungen — Nickel, Chrom, Wolfram usw. — her. Auch hier fand eine herzliche Begrüßung durch Direktor Rieckeberg im Namen des Vorstandes statt.
Wir befinden uns im Hammerwerk. Pressen mit einem Druck von 2000 Tonnen formen die rotglü- hende Masse. Riesige Dampfhämmer lassen Funken aufft>rühen.
Wir empfanden es als unzweckmäßig, daß der Arbeiter, der hier bei der großen Temperatur stark erhitzt ist, weite Wege zu seinen kalten Umtleiberäu- men zurückzulegen hat. Im Walzwerk beobachteten wir mit Interesse, wie ein riesengroßer Brückenkran unablässig an der Decke der ungeheuren Halle auf- und abfuhr, und mit seinen Greifern Bündel von armdicken Eisenstangen durch die Luft schwenkte, als wären es Streichhölzer, unter den Walzen, sich immer wieder verjüngend, zuckt das Eisen wie feurige Schlangen immer hin und her, bis es die ge- wünschte Breite und Stärke hat. Von unten durch laufende Rollen bewegt, wird es beim Herauskom- men aus der Walze mit Zangen in die nächste Laufbahn gezogen. Eine aufregende, schwere und gefährliche Arbeit!
Die Löhne schwanken zwischen 36 und 27 Mark die Woche. Neben diesen gelernten Arbeitern fiel uns ein ziemlich starker Prozentsatz von jugendlichen Arbeitern auf, deren Stundenlohn z. B. bei einem Acht- zehnjährigen 31 Pfennig beträgt.
Bei dieser Firma flieg während der Negierung»- zeil unsere» Kanzlers die Belcgschaflszlffer von 596 auf 830 Wann, die augenblicklich, teilweise durch die betrieblichen Verhältnisse bedingt, hier noch lleberflunben verrichten müssen
Unser letzter Besuch an diesem Tage aalt der Firma
Ernst Leitz
Wir gehen in die Betriebe!
Besuche in Wetzlar.
vpl'fche Werke Wetzlar, GmbH. Es ist die bisher ''NZlge von uns besichtigte Firma im rhein-maini- >chen Airl'ch^tsaebier, die keine Neueinstellungen auizuweuen hat. Die Firma stellt neben Mikroskopen eine Kleinbildkamera Marke Leica ber, die jetzt In ätschen Fabriken starke Konkurrenz ge-
Am elften Tage des Werbefeldzuges der Deutschen Arbeitsfront wurden, wie die Deutsche Arbeitsfront mitteilt, verschiedene Großbetriebe in Wetzlar besichtigt. Bei den
Buderusschen Eisenwerken wurde die Deutsche Arbeitsfront außerordentlich herzlich vom Vorstand begrüßt. Der Name Buderus ift ]eit über 200 Jahren piit dem Berg- und Hüttenwesen an Lahn, Dill und Oberhessen auf das innigste verbunden. Die Sophienhütte in Wetzlar blickt auf eine über 60jährige Vergangenheit zurück. Ursprünglich als reines Hochofenwerk mit zwei kleinen Hoch- osen zur Verhüttung der Eisenerze aus Wetzlars nadjfter Umgebung errichtet, hat sie im Laufe ber >Jat)re manche betriebliche Erweiterung und Verän- "uf9 ofaJ?ren- D>e aufzubringenden hohen Frach- lur ^01)1011i unb Koks, bie beibe von Zechen bes Jiuhrgcbietcs bezogen werben, zwangen bazu, um c!n*9erma6en gegen bie Konkurrenz ber großen rhemlsch,westfalischen Werke zu behaupten, neue Ar- be.tsgeb.ete zu suchen unb insbefonbere an eine Gp w-U°rung ber Verwertung ber im Hochofenbetrieb anfaUenben Nebenprodukte zu gehen.
»"! Regierungsantritt unsere» Kanzlers Ift bie velegschast, die auf 500 Arbeiter gesunken roar, »nb die sogar zum größten Teil nur in Kurzarbeit beschäftigt werden konnte, durch die umfassenden Arbcitsbeschafsungsmahnahmen der nationalsozialistischen Regierung auf den heutigen Stand von 865 Mann gebracht worden die in Vollarbeit schassen.
Unter biejen Arbeitern sind viele, bie auf eine ununterbrochene Tätigkeit von 20, 30 unb 50 Wen bei ber Firma zuruckblicken können. An F u r - <v£r0emafjnahmen fanden wir oor- Ein» TZlw!fUhd,er1 e‘Tc Derkaussraum zur Adgabe^der verschiedensten Erfrischungen zu Vorzugspreisen ein mit den neuesten Destrahlungsapparaien cingeritfa- tetes Verbandszimmer unter Leitung einer Werk, fester, sowie Wasch- und Babeeinr.chtüngenin allen Abteilungen: letztere sind aber nicht neueren Datums. Allem in Wetzlar verfügen die Buderus- ;chen Eisenwerke über mehrere hundert werkseigene Wohnungen: der Mietpreis einer solchen Vier- y.mmerroohnung nebst einem 80 Quadratmeter aro- »en Garten beträgt 43 Mark monatlich Daneben ütrb ne ‘B. *rieb*franteitfafie unb eine Hütten- aroe^1 • r.Unterstützunrkosse unterhalten. Verschiedene Beanstandungen über tarifliche Bezahlung der kauf-
Propagandafeldzug der Deutschen ArbeUs-Front!
Die Deutsche Arbeitsfront veranstaltet in der Zeit vorn 1. Oktober bis Anfang Dezember dieses Jahres einen großen Propaganbcneldzug, der im ganzen Deutschen Reiche durchgesührt wird. Der Leiter bet Deutschen Arbeitsfront persönlich befindet sich auf einer großen Vortragsreise unb besichtigt in allen Teilen Deutschlands die wichtigsten unb größten Betriebe, gleich welcher Branche. Alle Verbanbe, die ber Deutschen Arbeitsfront angeschlossen sind, nehmen teil an diesem Propagandafeldzug.
Auch der Deutsche Lederarbeiter-Verband hat seine Leitung in das Reich geschickt, um werbend unb ausklärend tätig zu sein. Auch unser Bezirk wirb große Veranstaltungen bieten. Es findet am Montag, 30. Oktober, in Offen- b a ch a. M., 14 Uhr, eine große Kunbgebung statt, bei welcher der Verbandsleiter Pg. Wohlleben, M. d. L., zur Arbeiterschaft sprechen wird. Da es für die organisierten Lederarbeiter unbedingte Pflicht ist, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen, müssen die Unorganisierten daraus aufmerksam gemacht werden, daß sie bei diesen Veranstaltungen Gelegenheit haben werden, den neuen Verbands- leiter sprechen zu hören unb aus seinem Munbe erfahren, welche Bebeutung die Arbeiter-Verbände im neuen Deutschland haben und welche Zukunstsaufgaben ihnen von der Führung der Deutschen Arbeitsfront erteilt sind.
Der Deutsche Lederarbeiter . Der- band fordert hiermit alle Lederarbeiter, Schuhmacher, Sattler, Tapezierer unb Portefeuiller, so- wie Linoleum- und Gummiverarbeiter auf, durch ihr Erscheinen den geplanten Veranstaltungen ungeheure Wucht zu verleihen unb damit das Bekenntnis zum nationalsozialistischen Staate zu bezeugen. Wer nicht mit uns ift, ist gegen uns! Bezirksleitung Hessen-Hessen-Nassau des Deutschen Lederarbeiter-Verbandes, Frankfurt a. M.
gez. Pg. Schilling.
Kreisleitung Wetzlar-Lahn des Deutschen fieber- arbeiter-Derbandes. gez. Pg. Faß.
Sozialismus ber Tai!
Die NS. -Dolkswohl fahrt bittet alle deutschen Volksgenossen um Gehör:
Die nationalsozialistische Betriebszelle der Firma Alfred Teoes, Maschinen- unb Armaturenfabrik GmbH., Frankfurt a. M., hat es sich schon lange zu ihrer vornehmsten Aufgabe gemacht, durch eigene Initiative helfend einzugreifen und alles das durchzuführen, was den deutschen Volksgenossen hilft.
In diesem Sinne wurde vor einigen Tagen ein Abend ooeranstaltet, der neben der Unterhaltung vor allen Dingen das Ziel verfolgte, für das W I n • terhilf swerk zu sorgen. Im Rahmen eines kleinen Festes wurde eine Tombola veranstaltet, die einen großzügigen Effekt auslöste, nicht nur allein in geldlicher Hinsicht. Der Reinertrag dieses Abends beziffert sich auf 815,28 Mark und wurde umgehend an die zuständige Stelle abgeführt.
Wir erleben pier wiederum eine Tat, bie deutlich beweist, in welcher Weise sich Arbeiter und An- gestellte für bas Allgemeinwohl einsetzen können. Selbstverständlich Helsen bie beutschen Volksgenossen ber Teoes-Werke nicht allein burch das Winterhilfswerk, fonbern chon feit geraumer Zeit spenden sie 0,5 o. H. hres Einkommens abwechselnd für das Winterhil swerk unb für bas Arbeits- befchaffungsprogramm.
Kameraden, Volksgenossen! denkt in diesen Tagen der einsetzenden Kälte daran, wie es der Führer befiehlt: „Keiner darf hungern unk frieren!"
Oderheffen.
Verlängerung
der Marburger Kreisbahn nach Mücke?
+ Rüddingshausen, 17. Ott Bekanntlich ist schon in den vergangenen Jahren erwogen worden, die Marburger Kreisbahn von Drei- Hausen weiterzuführen nach Mücke, um so den Anschluß an die Oberhefslsche Bahn herzustellen. Gegenwärtig ist dieser Plan wieder von neuem zur Erörterung gestellt. Don der Bürgermeisterei Wittelsberg wird die Verwirklichung des Projektes angestrebt. Die hiesige Einwohnerschaft wurde von dort aufgefordert, Stellung dazu zu nehmen. Zu diesem Zweck fand dieser Tage eine Versammlung im Schulhause statt. Es wurde einstimmig eine Ent- schließung angenommen, bie den Ausbau der Bahn fordert. Das Gelände für den Schienenweg, der dann unsere Gemarkung durchschneidet, wird zur Verfügung gestellt.
Landkreis Gießen.
8 Alten-Duseck, 19. Okt. Am Mittwoch- abend gelangte im Saale von (Einkäufer bas Volks- stück „Erst dann wird Deutschland frei" von H. Bartholomäus (Gießen) durch bie NS -Kamofbühne zur Aufführung. Die zahlreich er- fdjienene Einwohnerschaft folgte mit großem Interesse unb tiefer Ergriffenheit den Ablauf des von dem Geiste der neuen Zeit durchdrungenen Stückes unb spendete lebhaften Beifall. Zellenwart Becker bankte den Besuchern für ihr Erscheinen und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf unseren Führer Adolf Hitler aus. Der gemeinsame Gesang des Horst- Wessel-Liedes beschloß den genußreichen Abend. Der Erlös aus der Veranstaltung fällt zum großen Teil der NS.-Dolkswohlfahrt zu.
< 5 Allendorf a. b. fiumba, 19. Okt. Die Sammlung für das Winterbilfswerk in unserer Stadt brachte einen Ertrag von 325 Mark: allein für Abzeichen wurden 44 Mark eingenommen.
Kreis Büdingen.
5 Drtenberg, 18.Oft. In feierlicher Weise wurde in unserer Stadt am Samstag dieEinwei - hung des Arbeitsdienstlagers Orten- berg begangen Es ist durch größere Neubauten der alten Zehntscheuer, ber sog „Herrenscheuer", die die Stabt von ber Fürstlich Stolberg Roßla'schen Verwaltung gepachtet hat, seit Mai b. I. in Stand gesetzt worden. Die Sch'üssel wurden in Gegenwart der gesamten Belegschaft an den Vertreter ber Arbeitgeber, Forstmeister Dr. Künanz (Konrads- borf) feierlich überreicht. Don ber Einwohnerschaft, die an den Festlichkeiten großen Anteil nahm, mären außer 200 Mark Bargeld reichliche Mengen Kaffee und Kuchen gespendet, womit die Jnsasfen des Lagers im Kreise der geladenen Gäste bewirtet wurden. Ein geselliges Zusammensein mit Theater- aufführung unb Tanz im Saale bes Restaurants Mauergarten beschloß bie Einweihungsfeier.
K^ni^üment^


