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20.9.1933 Erstes Blatt
 
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- Durchführung des Projekts .°Kebr°cht werden, daß die ' ^°nde zu befonders gün. R Verfügung stellt, bah sie rlichen Materialien, soweit die. n Setrieben und Waldungen können, kostenlos überläsit rderlichen Mittel sollen von gebracht werden. Diese Forde- -gründet, daß die Beteiligten rge ausscheiden, wodurch Stabt e Ersparnisse erzielen mütbqt. der Siedlung würden von den > je 14 bis 15 Mark ausge- Mg des von Stadt und Reich ig zu stellenden Kapitals Ver- e, [o daß bif Beteiligten nach 'en Eigentümer her errichteten

habe bereits meitgefjcnbes ussicht gestellt. Insbesondere daß die Ausarbeitung der Mg durch die Tiadi erdige, y. und Nairriaifragr soweit siir die Enichiung der Stabt- .rundbesitz hinter Marburger Liesecker Weg in Aussicht g> er Krofdorser Straße stehe evtl, jung. Die Borarbeiten für die >b(unq sollten noch in diesem den. Bis 1. Oktober 1934 sollten in. Vorgesehen seien Fachwerk- lattenbims ausgefüllt wurden, :en und außen mit einer Schal- .enbffl Wrt»urte ta ts in anderen Städten in m wurde, durchweg gutgeheih n. SS® ft Äe tun der Erzeugn. e er h;» ,u erwartenden

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Oer neue Preußenadler.

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Oben: Der fliegende Adler, der für Standarten und Urkunden bestimmt ist. Unten: Das neue Dienst­siegel mit dem Adler, der in seinen SUauen Schwert und Blitz trägt.

liche Schwierigkeiten. Aus dem Meinungsaustausch wurde die Erkenntnis gewonnen, daß, um der Neuordnung des Arbeits- und Wirtschaftslebens im Geiste oes Nationalsozialismus willen, engste Zusammenarbeit mit der Politischen Organisation bA- Partei und der NSBO., sowie den sonstigen örtlichen Parteistellen angestrebt werden muh.

Bezirksvorsteher Pg. Stein (Frankfurt a. M.) stellte in seinem Schlußwort die Arbeit des D H V. als Dien st am Dolksganzen her­aus. Prn Stein führte aus, daß die nationalsozia­listische Revolution den verschütteten Brunnen inner­ster deutscher Bolkskräfte wieder aufgedeckt habe, daß jetzt vom Nationalsozialismus her der neue Mensch als wahrhafter Volksgenosse erzogen wer­den soll, der seine Arbeit als Dienst für das Volk aufsaht. Die Kaufmannsgehilfen leisten die Arbeit nicht, um als Berufsverband etwas zu gelten, sondern sie dient nur der Lebenserhaltung unseres Volkes. Pg. Stein ermahnte die versammelten Amtswalter überall draußen im Arbeitslcden für diese Grundsätze kämpfend einzutreten. Erziehen Sie den letzten Mann im letzten Dorf zum National­sozialismus, der eine urdeutsche, ganz einfache Sache des deutschen Herzens ist, die jeder verstehen kann, der guten Willens ist.

Daten für Mittwoch, 2v. September.

1863: Jakob Grimm gestorben (vor 70 Jahren), Begründer der deutschen Germanistik und deutschen Altertumswissenschaft! 1870: Einnahme Roms durch die italienische Armee; Ende des Kirchenstaates; 1898; der Dichter Theodor Fontane in Berlin ge­storben (geboren 1819); 1910; der Schauspieler Josef Kainz in Wien gestorben (geboren 1859).

* Herbstferien. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum teilt in einer Bekanntmachung an die Direktionen und Leiter der Höheren Lehranstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter mit, daß die restlichen drei Ferien­tage nicht an den Herbslferien, sondern am Anfang, dec Osterferien 1934 in Abzug zu bringen find.

** Aerztlicher Fortbildungskurs in Gießen. Wie die Medizinische Fakultät der Universität Gießen mitteilt, wird sich an den vom 15. Oktober bis 21. Oktober laufenden Fortbil­dungskursus am Samstag, 21. Oktober, insbeson­dere nachmittags, auf Wunsch des Hessischen Mini­steriums ein Kurs zur Fortbildung auf dem Gebiete des Impfwesens anschließen. Prospekte und Anfra- gen durch Herrn Professor Georg Herzog, Patho­logisches Institut, Klinikstraße 32g.

** Keine Haltestelle Erdkauterweg mehr. Vom kommenden Montag, 25. September, ab hält der Personenzug Nr. 51^ (nur werktags) HungenGießen (Hungen ab 5.45 Uhr, Gießen an 6.21 Uhr) nicht mehr am Erdkauterweg.

♦♦ Herb st pferdemarkt in Gießen. Am 27. September findet, wie wir gestern bereits berichteten, auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimer Straße der diesjährige Herost-Pferde­markt statt. Nichtarier finb vom Besuch des Mark­tes ausgeschlossen. Auf die heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei sei besonders aufmerksam ge­macht.

** Spende für das Winterhilfs­werk. Die Firma Bänninger GmbH, in Gie­ßen hat zu dem von der Reichsregierung veran­laßten Winterhilfswerk den Betrag von 5000 Mark als ihren Beitrag abgeführt.

** Erfolgreiche Razzia auf Bettler. Bei der im Laufe des gestrigen Tages von der Gendarmerie durchgeführten Razzia wurden in Lang-Göns, Allendorf, Wieseck, Alten-Buseck und Reiskirchen insgesamt 11 Bettler festgenommen und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Gegen die Bettler wurde Haftbefehl erlassen. Sie befinden sich im hiesigen Untersuchungsgefängnis.

* Deutsche Modenschau der Haus­frauenberatung. Die Hausfrauen-Beratung , Gießen veranstaltet am Donnerstag um 16 Uhr und um 20 Uhr eineDeutsche Modenschau". Neben sehr schöner farbiger Konfektion werden auch selbst- gearbeitete Kleider gezeigt. Aus den Kursen der Aliceschule kommen ebenfalls Kleider und Jacken zur Vorführung. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

** Die Städtische Maschinenbau­schule Darmstadt weist auf den Beginn des Winterhalbjahres hin, insbesondere auf die Neu­aufnahmen in die Mafchinenbauschule und Abend­kurse zur Vorbereitung auf den Besuch der Höhe­ren Maschinenbauschule. (Siehe heutige Anzeige.)

Reichsstatthalier Sprenger bei Darmstädter Veranstaltungen. WSN. Darmstadt, 17. Sept. In Anwesenheit des Reichsstatthalters Sprenger weihte heute bie Darmstädter Turnerschaft einen aus Granitfindlingen zusammengefügten Block als Zei­chen des Gelöbnisses und der treuen Gefolgschaft für den Führer. Die Weiherede hielt der Reichsstatt. Halter.

Vormittags sand ebenfalls in Anwesenheit des Reichsstatthalters am Großen Woog eine Ka ta­st rophen- Schuhübung der Darmstädter und Borortstürme statt.

Hände ans der Tasche!

Sträflicher Uebermut, maßlose Eitelkeit und tyrannische Herrschsucht waren die Beweggründe, die Geßler zur Anordnung der Grußpflicht eines aufgepflanzten Hutes veranlaßten. Für die geknech- teten und gepeinigten Schweizer wurde dies das Zeichen der Freiheit. Sie schafften sich die Symbole, deren Trager sie selbst waren, unter denen sie im Freiheitskampf ihr Blut vergossen, und die das 8anb in Ehren hielt.

Wieber sieht bie Geschichte ein Symbol, bas Män­nern aus dem Volke im Kampfe gegen verbreche­rische Ausbeuter bis zum endlichen Siege vorange­tragen wurde. Vierzehn Jahre waren seine Träger blutigstem Terror ausgesetzt. Unendliche Opfer muß­ten gebracht werden. Hunderte starben für das Wahrzeichen ihrer Idee in der Ueberzeugung ihrer gerechten Sache.

Das Hakenkreuz auf rotem Felde ist es, das über dcm Deutschland von heute leuchtet, Licht und fttaft spendet. Jeder ehrliche Volksgenosse achtet es, denn cs ist mit dem Blute der Besten des Landes hundertfach geweiht. Jeder Deutsche sieht in ihm ein Denkmal für die Blutopfer der Jahre des Ringens um die deutfche Seele, sieht in ihm die Ehre der Millionen Braunhemden, die hinter dem Freiheitsbanner stehen. Ja, mehr noch, er sieht im Hakenkreuzbanner seine eigene Ehre. Mit der Ehrung dieses Symbols ehrt er sich selbst.

Die Sturmfahnen der deutschen Bewegung sind kein Gehlerhut, son­dern das Feldzeichen derer, die als erste die Wege und Ziele des Führers erkannt und sich selbstlos mit aller Hingebung und Idealismus hinter ihn gestellt haben. Ihr den deutschen Gruß erweisen, wo es immer auch fei, und damit gleichzeitig die braunen Kämpfer und ihren Führer zu grüßen, ist keine Demüti­gung, keine Knechtung.

Alle, die die Fahne in den Jahren de^ Kampfes hochgehalten haben, nur um der Idee und des Volkes willen, ohne Absicht und Aussicht auf per­sönliche Vorteile, wollen auch keinen Gehlerhut aus

ihrem Symbol gemacht wißen. Sie sähen es als Beleidigung an, wenn ihre Banner jetzt von denen gegrüßt würden, die es nicht mit Ueberzeugung tun und anders denken als handeln. Sie würden es als Schmacht empfinden, Juden mit erhobener Hand zu sehen. Sie würden nicht zu halten sein, wenn ein glücklich aus seinen Pfründen vertriebe­ner fetter Nooemberbonze nunmehr seinnational­sozialistisches" Herz entdeckt.

Aber sie verlangen mit Recht, daß die Volks­genossen, die beim Aufmarsch brauner Kolonnen die Dege säumen, die Standarten und Fahnen durch würdige Haltung ehren.

Noch immer gibt es Frauen, die gerade beim Vorbeimarsch der Fahnen sich etwas Wichtiges zu erzählen haben, noch immer satte Bürger, die ausgerechnet diesen Augenblick zu einem kräftigen Zug an der Zigarre benutzen. Immer wieder sieht man junge Bengels, die auch nicht einen Augenblick ihr Mädel aus dem Arm lassen können: manchmal sogar zeigen sich Leute von hinten, weil gerade etwas Interessanteres im Schau­fenster, oder an der Häuserfront zu erblicken ist. Diese Arten der Stellung und Haltung werden be­liebig verbunden mit erhobenem Arm, Kratzen am Bart, Binden des aufgegangenen Schuhriemens und dergleichen. Das Schlimmste aber und das Beleidigendste ist das Versenken beider Hände in die Hosentaschen. Diese Schmähung der Fahnen wird sich von jetzt an niemand mehr gefallen lassen.

Wer nicht mit reinem Gewissen die Wahrzeichen des Dritten Reiches grüßen kann, bleibe den Auf­märschen fern, oder gehe denselben aus dem Wege. Duckmäuser und Heuchler sind ebenso verhaßt, wie die Neugierigen und Gedankenlosen, die in einem Aufmarsch eine billige Unterhaltung für sich er- blicken.

wer sich nicht außerhalb der Volksgemeinschaft stellen will, wer aus Ueberzeugung stolz auf sein Vaterland und seinen Führer ist, handle danach. Die Parole aber lautet:Hande aus der Tasche!"

Oie Büraersteuer 4934.

Wie bas DDZ.-Büro meldet, wird zugleich mit den neuen Bestimmungen über die Bürgersteuer vom Reichsfinanzministerium nochmals das gesamte Bürgersteuergesetz als Bürger st euergesetz 19 3 4 veröffentlicht.

Die Bürgcrfteuer wird von allen im Gemeinde- bezirk wohnenden natürlichen Personen für das Kalenderjahr erhoben. Maßgebend für die Steuerpflicht sind die Verhältnisse am 10. Oktober des vorausgegangenen Jahres. Die Bürgersteuer darf nicht erhoben werden von Personen, die am Fälligkeitstage Arbeitslosenunterstützung oder Krisenunterstühung empfangen, öffentliche Für­sorge genießen, insbesondere Kleinrentner oder eine Fusahrente aus dem Reichsversorgungs- geseh beziehen.

Ferner find von der Bürgersteuer befreit die Personen, deren gesamte Jahreseinkünfte 120 v. H. des Betrages nicht übersteigen, den der Steuer­pflichtige nach feinem Familienstand im Falle der Hilfsbedürftigkeit von dem zuständigen Fürsorge­verband nach den Richtsätzen der allgemeinen Für­sorge als Wohlfahrtsunterstützung in einem Jahre erhalten würde. Für die Bemessung der Bürger­steuer gelten im Gegensatz zu früher Reichs- s ä tz e. Die Staffelung gegenüber früher ist nicht geändert.

Der Reichssah beträgt für Personen mit einem Jahreseinkommen von nicht mehr als 4500 Mark sechs Mark, bis 6000 Mark neun Mark, bis 8000 Mark zwölf Mark ufro. Der Höchstsatz be­trägt 2000 Mark bei einem Einkommen von mehr als 500 000 Mark.

Der Reichssah ermäßigt sich für Personen, bie ein­kommensteuerfrei sind, auf die Hälfte des niedrig­sten Reichssatzes. Die Ermäßigung gilt nicht für Personen, deren landwirtschaftliches, forstwirtschaft­liches und gärtnerisches Vermögen, Grundvermögen

und Betrie vermögen zusammen 10 000 Mark über­steigt. Als Einkommen für die Berechnung der Bür- gerfteuer gilt das Einkommen im Sinne des Ein­kommensteuergesetzes für den Steuerabschnitt, dessen Ende mindesteps ein Jahr vor Beginn des Ka­lenderjahres liegt.

Gleichzeitig hat der Reichsfinanzminister eine Durchführungsverordnung zur Bürgersteuer erlas­sen. Von Minderjährigen wird die BSt. nur er­hoben, wenn sie am Stichtag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wenn sich bei der Berechnung der Freigrenze nach den Richtsätzen der allgemei­nen Fürsorge ein Betrag von weniger als 3000 Mark ergibt, so beträgt die Freigrenze 300 Mark.

Die Bürgersteuer ist auf Antrag zu ermäßigen bei Personen, von denen anzunehmen ist, daß sie für das Kalenderjahr 1934 einkommensteuerfrei sein werden, ebenso bei Personen, von denen anzunehmen ist, daß ihr Einkommen im Sleuer- adschnitt 1933 gegenüber dem Einkommen im Steuerabschnitt 1932, das für die Berechnung der Bürgersteuer zugrundegelegt wird, um mehr als 30 o. h. zurückgegangen ist.

Die Kürzung soll in diesem Falle entsprechend dem Hundertsatz des Einkommenrückganges erfolgen, wo­bei jedoch ein Rückgang von 30 v. H. außer Be­tracht bleibt. Im übrigen gilt für die Berechnung der Bürgersteuer das Roheinkommen; Son­derleistungen, steuerfreier Einkommensteil und Fa­milienermäßigungen sind nicht abfluMeljen. Beson­dere Vorschriften gelten für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft. Die Bürgersteuer wird, wie bisher, für Lohn- und Gehaltsempfänger in 24 b^w. 12 Teilbeträgen erhoben. Sie wird vom Steuerpflichtigen, tue neben dem Arbeitslohn kein sonstiges Einkommen oder ein solches von weniger als 500 Mark hatten, im vollen umfang auf der Steuerkarte angefordert.

Obecheffen.

Gemeinderat in Grünberg.

+ Grünberg, 19. Sept. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden zunächst die Steuersätze für das Jahr 1933 festgesetzt. Es wur­den folgende Ausschlagsätze für je 100 Mark Steuerwert beschlossen: a) Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen 34 Ps.; b) Grund­steuer von land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken 65,8 Ps.; c) Gewerbesteuer vom Oe- werbekapital 74,8 Pf.; d) Gewerbesteuer vom Ge- roerbeertrag 334 Pf. Der Ausschlag für die Son- bergebäubefteuer beträgt bei einem Steuerwert bis 7000 Mark 45,75 v. H?, bei einem höheren Steuer- wert 39,93 o. H. des staatlichen Steuersatzes. Es gelangen bamit bie gleichen Steuersätze wie 1932 zur Erhebung. Der ©emeinberat nahm bann eine Ortssatzung über bie Erhebung einer Filialsteuer an, nach ber ab 1. April 1933 biefe Steuer in der von der Regierung zugelassenen Höhe von 200 v. H. Zuschlag zur Gewerbesteuer erhoben werden soll. Der Waldwirtschaft s° plan für das Wirtschaftsjahr 1934 wurde in der vom Forftamt oorgefchlagenen Form mit kleineren Aenderungen, die Beigeordneter Möller beantragte, genehmigt. Vorgesehen ist ein Hiebsatz von 3200 Fe st meter. Die Einnahmen sind mit 39 400 Mark, die Ausgaben, in der Hauptsache Holzhauerlöhne, mit 10 975 Mark veranschlagt. Nicht mit eingerechnet bei den Aus­gaben sind hierbei die Kosten für die Forstbesol- düng, Steuern und Beitrag zur land- und forst­wirtschaftlichen Berufsgenosienschaft. Für An­bringung von Antennen auf städtischen Gebäuden wird die Erhebung einer Anerkennungsgebühr von 1 Mark beschlossen. Der Gemeinderat bewilligt die Mittel für die Anschaffung eines V o - gelsberger Bullen. Desgleichen wird der Betrag von 108,75 Mark bewilligt, um eine aus­reichende Beleuchtung des Gallusmarkt- p l a h c s herzustellen. Die Einstellung eines städtischen Pfandmeisters wird genehmigt. Die Stelle soll ausgeschrieben werden.Den ständigen städ­tischen Arbeitern soll bei Zahlung des Lohnes jähr»

lich ein Urlaub von sieben Tagen gewährt werden. Die itn Ortsbauplan vorgesehene Verbindungsstraße zwischen Gießener und Adolf-Hitler-Straße, die zwischen Turnhalle und Weberei Schmidt liegt, auf welche der Erweite­rungsbau der Turnhalle übergreift, soll aufgeho­ben werden, da ein Bedürfnis für sie nicht besteht. Die Instandsetzung des zweiten Pfarrhauses, die mit 1100 Mark veranschlagt ist, soll erfolgen, sofern die zu dieser Pfarrstelle zählenden Filialorte Lehnheim, Lumda und Stangenrod den auf sie ent­fallenden Betrag von 500 Mark hierfür übernehmen, den restlichen Betrag von 600 Mark übernimmt alsdann Grünberg.

Stadtratssitzung in Buhbach.

pb. Butzbach, 19. Sept. In der gestrigen Stadtratssitzung wurde solgendes beschlossen: Die Stadt besitzt für Randsiedlung kein geeignetes Gelände, es wird daher beschlossen, den staatlichen Acker Fl. IV Nr. 49, 11483 Quadratmeter groß, 3um Preise von 0,40 Mk. pro Quadratmeter zu kaufen. Weiterhin wurde beschlossen,die Filial­steuer für das Rechnungsjahr 1933 von 100 auf 200 v. H. zu erhöhen. Zur Abschätzung der Entschädigungen bei Viehverlusten werden dem Kreisamt als Schätzer Heinrich Sauerbier und Heinrich Eiif, und als Vertreter Heinrich Lei­dig und Adolf Sauerbier vorgeschlagen. In der Frage der Strompreise ist bis jetzt mit der Provinz noch keine Einigung erzielt worden. Die Stadt ist nunmehr von der Provinzialbirektion aufgefordert worden, sich bis zum 20. d. Mts., 12 Uhr, zu erklären, daß sie das Angebot der Provinz annehme, wenn nicht, würde der Strombezug gesperrt. Der Stadttat be­schloß: Die Stadt Butzbach ist nach wie vor bereit, die Verhandlungen wegen probeweiser Durchfüh. rung des Grund- und Arbeitsgebührentarifs fort- zusetzen. Sie will nur das Sachverftändigen-Gut- achten abwarten, um die Mitglieder der Orts­gruppenleitung und des Stadtrats ausreichend zu unterrichten. Die Fragen wirtschaftlicher, rechtlicher und tariflicher Art sind derart einschneidend, daß

ohne dieses Gutachten kein Entschluß gefaßt werden kann.

Große Iugendbundtagung in Ebentadt.

Eberstadt, 19. Sept. Am Samstag und Sonntag hielt der Rhein-Main-Gau des Jugendbundes für E. C. seine 23. Ver- banöstagung in Eberstadt ab. Der Samstag mittag war geschäftlichen Besprechungen gewidmet. Am Abend wurden mit zwei Filmstreifen Bilder aus der Arbeit des Iugenbbunbes gezeigt. Die Zu­hörer der voll besetzten Kirche folgten mit großem Interesse diesemGang durch den Jugendgarten". Was man sah, war Jugend bei verschiedener Ar­beit, auf Wanderung, beim Turnen, beim Basteln, bei Hilfe sozialer Virile u. a. Der Sonntag führte noch mehr evangelische Jugend herbei. Im F e ft gottesbienft sprach Pfarrer Lautenschlö - g e r - Dexheim von dem, wie evangeliiche Jugend sein soll. Nachmittags setzte sich ein stattlicher Fest- 3 u g in Bewegung. Voraus ein Wald von Fahnen und Wimpeln, begleitet von drei eigenen Musik­kapellen. Der Zug der frohen Jugend im stram­men Gleichtritt bot ein erhebendes Bild. Auf dem Marktplatz nahm der Zug in geschlossener Ordnung Aufstellung. Gauführer H i l d - Lich bekundete in kernigen Worten unsere Stellung und die alten Aufgaben der evangelischen Jugend im neuen Deutschland. Er brachte ein dreifachesSieg-Heil!" auf unseren großen Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, auf den verehrten Reichspräsiden­ten und die hessische Regierung aus, das von der begeisterten Jugend mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lieb brausend ermibert würbe. Danach begrüßte als Vertreter ber Kirche Super- intenbent Oberkirchenrat Dr. Müller die Teil­nehmer. Nach einer Ansprache von Stadtmissionar Inspektor Bringmann - Darmstadt über echtes Jugendglück schloß die Kundgebung mit einem ge- meinsamen Lied. Dann ging der ganze Zug tm Gleichttitt an den Führern vorbei, bie sie mit er­hobener Hanb grüßten. Mit einer Massenversamm­lung, in ber Inspektor Bringmann - Darmftabt und Prediger Kühne- Wetzlar überWehrhafte und wahrhafte Jugend" sprachen, sand die Tagung ihren Abschluß.

Nutzviehvermittlung der Äiehverwer- tungSgenoffenschasten.

O Butzbach, 19. Sept. Dieser Tage sand hier eine Vorstands- und Aufsichtsratssitzung der B c - zirks-Viehverwertungsgenossenschaft Butzbach statt. Bürgermeister Hildebrandt- Niederweisel leitete die Verhandlungen. Geschäfts­führer F a h n e y-Butzbach hielt einen Vortrag über die geplante Zuchtviehvermittlung. Es müsse erreicht werden, daß der Nutzviehhandel von Bauer zu Bauer erfolge. Um dies zu erreichen, müßten jetzt die Viehoerwertungsgenossenschaften die Vermittlung übernehmen. Das Vieh müsse in den Zuchtgebceten aufgekauft und bann auf Auktionen ober Märkten an bie ßanbroirte abgegeben werben Die Finan­zierung erfolge zweckmäßig über bie örtlichen Spar» unb Darlehenskassen. In ben größeren Orten seien wieber überall kleinere Nutzviehmärkte einzusühren. Es wurde dann eine Kommission gebildet, die die Vorarbeiten für die Zuchtviehver­mittlung weiter in die Hand nehmen solle und der angehören: Bürgermeister Hildebrandt- Nieberweisel, Geschäftsführer F a h n e y - Butzbach und Landwirt Philipps- Fauerbach. Es sollen stattfinden: Märkte in Butzbach am 12. Oktober und 13. November, in Hungen am 11. November. Kreisfachberater Dörschuk - Friedeihausen teilte mit, daß er am kommenden Sonntag in Lollar eine Viehoerwertunasgenosfenschaft ür das dortige Gebiet gründen werde. Lanbwirt- chaftsassessor P a st o r - Lauterbach, der Geschäfts- ührer des Rinderoereins Lauterbach, teilte mit, daß m Vogelsberg genügend Zuchtvieh vorhanden sei, das in den hiesigen Gebieten abgesetzt werden könnte. In der weiteren Aussprache kam noch zum Ausdruck, daß die gesamte Organisation berZucht- viehvermittlung über ben agrar» politischen Apparat ber NSDAP, ge­leitet werben soll. Den LOF. in ben einzelnen Orten liege es ob, bas gebrauchte Zuchtvieh anzuforbem und bie ganze eingeleitete Aktion durchzuführen.

Landkreis Giesren.

& Klein-Linden, 19 Sept. Der Hessische Sängerbund erwartet, daß sich die Männergesang- oereine, unter Ausschaltung jeder Wirtschafts- und Interessenpolitik, ohne Rückficht auf Traditionen und alte, jetzt unzeitgemäße Wünsche, in den einzelnen Orten zu einem leistungsfähigen, wirkungsvollen Klangkörper zufammenschließen, der nicht nur in gesanglicher Hinsicht als leistungsfähig erscheint, son­dern der auch in seinem äußeren Rahmen dem Sinn und dem Willen des Führers entspricht. Mit dem Willen, diese große und begrüßenswerte Idee in bie Tat umzusetzen, traten bie Vorstänbe der hiesigen drei Männergesangoereine,Eintracht", Harmonie" unbArion", in gemeinsamen Sitzun­gen zusammen. Es bestanb bie Absicht, bie drei Vereine mit insgesamt etwa 120 Sängern z u einem großen Chor zusammenzu- schließen. In der am vergangenen Sonntag ab­gehaltenen endgültigen gemeinsamen Sitzung, in der der hiesige Schulleiter Dr. G r ö ß m a n n als Ver­treter der NSDAP, anwesend war, gelangte man leider nicht zu dem gewünschten Erfolg. Während sich die GesangvereineEintracht" undHarmonie" alsNationale Sängervereinigung Eintracht-Har- monic Klein-Linden" zusammenschlossen, blieb der GesangvereinArion" als solcher bestehen. Als Füh­rer der Nationalen Sängeroereinigung wurde der seitherige Fürer des GesangvereinsHarmonie", Kaufmann Fritz Jung, bestimmt. Zum Chor- meister wurde der seitherige Dirigent des Gesang­vereinsEintracht", Musiker Köhler aus Großen- Linden, berufen. Der Führer ber neuen Nationalen Sängeroereinigung wirb seine Mitarbeiter ben stellvertretenben Führer, Schrift- unb Kassenwart, sowie bie weiteren Vorstanbsmitglieber in ber erst, am morgigen Freitag in ber WirtschaftZur Burg" ftattflnbenben Uebungsftunbe bestimmen. Die Uebungsstunben sollen im allgemeinen im Saale ber Wirtschaft3ur Burg" (bem seitherigen Ver­einslokal bes GesangvereinsHarmonie") stattfiii- ben. Uebungsstunben einzelner Stimmen will man in bem seitherigen Vereinslokäl bes Gesangvereins Eintracht" in Der WirtschaftZum brutschen Ho," abhalten. Die neue Sängervereinigung wird mit etwa 80 Sängern beginnen und bann weiter fort­fahren in bem Bestreben, burch bie Liedgemeinschast zur Volksgemeinschaft beizutragen unb bamit an Der Erreichung ber hohen Ziele, bie von unserem großen Führer unb Volkskanzler verkünbet finb, mit ganzer Kraft mithelfen.

! Aus bem südlichen Kreise Gießen, 18. Sept. Die Obsternte wird in diesem Jahre bald erledigt sein. Aepfel und Birnen gibt cs nur strichweise, dagegen viel Zwetschen. Ein Teil davon