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20.7.1933 Erstes Blatt
 
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Inhaltsübersicht:

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Bekanntmachung.

Bett.: Ehestandsdarlehen.

Die Bürgermeisterei Gießen hat das Wohlfahrtsamt der Stadt Gießen als zu­ständige Stelle für die Entgegennnahme der Anträge auf Gewährung von Ehe­standsdarlehen bestimmt. 4666V

Wir fordern diejenigen Verkaufsstellen, welche bereit find, Bedarfsdeckungsscheine auf Grund des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 1933, Ab­schnitt V, uno der Durchführungsverord­nung über die Gewährung von Ehestands­darlehen vom 20. Juni 1933 anzunehmen, auf, ihre Bewerbungen um Zulassung bis spätestens 25. 3uli 1933 schriftlich bei uns einzureichen.

Verkaufsstellen im Sinne des Gesetzes sind nicht nur offene Ladengeschäfte, son­dern auch solche Schreinereien und Hand­werksbetriebe, die offene Ladengeschäfte .nicht unterhalten.

Gießen, den 18. Juli 1933.

I Bürgermeisterei Gießen. (Wohlfahrtsamt.)

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in den Leunawerken erfuhr gegenüber dem I.Vier- teljahr 1933 eine Steigerung. Die Zufuhr von deut­schen Erdölen war nach wie vor gering. Der Ausfall

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nalobligationen waren gut behauptet. Aus bett Übrigen Gebieten des festverzinslichen Marktes waren Veränderungen nicht festzustellen.

Frankfurter Schlächtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 20. 3uli. Auftrieb: 135 Rinder, 884 Kälber, 75 Schafe, 482 Schweine. Es kosteten Kälber: beste Mast- und Saug- kälber 37 bis 40 Mk., mittlere Mast- und Saug­kälber 33 bis 36, geringe Kälber 24 bis 32; Schafe: Mastlämmer und jüngere Mastyammel (Weidemast) 24 bis 27, (Stallmast) 20 bis 23; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 37 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfd. 37 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfd. 35 bis 39 Mk. Marktver- lauf: Sn allen Mehgattungen ruhig, ausverkauft.

weitgehende Zurückhaltung, zumal aus der Industrie keinerlei nennenswerte Anreaungen vorlagen. Di Umsaktätigkeit bewegte sich mfolaedessennurm klei­nen Grenzen, wenn auch der Grundton nicht un­freundlich war. Nach den ersten Kursen kam wie der eine bessere Stimmung zum Durchbruch aller- dinas traten mehrfach Schwankungen auf. Das an­haltende Kaufinteresse im Revier jur Montanwerte waren der Gcsamtbörse eine starke Stutze -Beson­ders die Werte der Stahlvereinsgruppe blieben be- achtet und Phönix und Stahlverem eröffneten um 1 Prozent höher. Mannesmann ließen 1,13 Prozen nach, waren später aber wieder um 0,65 P-ozent erholt. Die übrigen Montanwerte gingen um,0,25 bis 0,50 Prozent zurück. Matt lagen jtah Aschers­leben mit minus 3 Prozent. Don Chemiewerten verloren Rütgers-Werke 1,25 Prozent IG warben 0 90 und Deutsche Erdöl 0,50 Prozent. Scheidean- st'alt waren leicht gebessert. Elektropapiere tendier- ten uneinheitlich.' Bekula mit plus 1,40 lagen fest. Velten und Lahmeyer waren gut behauptet, ande­rerseits büßten Siemens 2,50 Prozent, Schuckert und Gesfürel sowie AEG. je 0,65 Prozent em. Schwächer eröffneten Holzmann mit 1,65 und AG. für Verkehrswesen. Akkumulatoren Berlin und Zell-

deskeaeln von schönem und trockenem geller

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Das sportliche Programm des Tages war äußerst mannigfaltig. Die Deutschen g Meisterschaften konnten zum großen Teil oereil Läd-t w-rd-a. st-h-n hi°r "°-h w n g° Entscheidungen aus. Die Deutschen Glub-Mei|ler schäften wurden fortgesetzt. Dagegen konnte der Deutschen Mannschasts-Meisterschaft bereit ein Meister ermittelt werden. Das Kegeln aus den Ehrenbahnen und das um die Sportabzeichen wurden ebenfalls fleißig gefordert.

Schließlich wurden noch

zwei neue Länderkämpfe in Angriff genommen. Die Schweizer, die am Vormittag mit einem größeren Agebotei traten, traten gegen Deutschland aus -A'pöa baha an und waren hier fd>on ange tot T«- enSigung des Tretens auSft«*!« Dagegen führte Schweden auf der ^mer nationalen Dahn gegen Deutschland mit knap pem Dorsprung.

Die Schweden marschierten übrigens am Dor- mittag geschlossen ,um Gesallenen-Deudual aus dem Hohenzollernplah, um hier

zum Gedächtnis der deutschen Gefallenen einen Kranz mit Schleife in den schwedischen Lan- beSÄ "ÄrTd) aft-kärnpfen stand der

* Handelsverkehr mit den Vereinig, ten Staaten von A m e r l k a. Herr 9t ei n hardt vom Deutschen Konsulat in Seattle halt am Montag, 24. Juni, von 9.30 Uhr ab bei der Außen- Handelsstelle für das Rhein-Main-^ebiet, Frank­furt a.M., Börse, Sprechstunden über die wirt- chaftlichen Verhältnisse in seinem Amtsbezirk ab. Armen, die an den Sprechstunden teilnehmen wol- len werden gebeten, sich bis spätestens 21. Juli bei der Außcnhandelsstelle (Telephw, 20361) anzumel­den, damit eine Verteilung der Besucher aus die zur Verfügung stehende Zeit erfolgen kann.

Frankfurt uneinheitlich.

Frankfurt a. M, 20. Juli. (WTB.-Drahtmel- Luna.) Die auf den amerikanischen Warenmärkten und an der Newyorker Effektenbörse auf Grund des festeren Dollarkurses einaetretenen Besserungen blieben an der hiesigen Börse meist ohne Einfluß. Stimmungsmäßig zeigte sich aber doch eine gewnse Erschrockenheit, wenngleich diese Entwicklung nach der starken Aufwärtsb«wegung nicht ganz uner­wartet kam. Da von der Kundschaft nur kleinere Aufträge eingingen, und der Rentenmarkt zum Teil merklich schwächer war, bekundete die Kulisse

betrug die Steigerung des Gesamtabsatzes gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres etwa 6,5 o. H. Die auf Grund der Absatzentwicklung im 1-Viertel- fahr 1933 angenommene Steigerung für das am 30. Juni 1933 abgelaufene Düngejahr 1932/33 ist somit nicht in vollem Umfange eingetreten. Die Ver- ringerung in der Absatzsteigerung erklärt sich da­durch, daß infolge der günstigen Witterungsverhalt- nisse in den Monaten Februar und Marz der Schwerpunkt des Jnlandabsatzes im 1. Viertelzahr lag. Der Auslandabsatz nahm den erwarteten Ver­lauf. Er bewegte sich ungefähr in demselben Umfang, wie im Vorjahre.

Das 18. Deutsche Bundeskegeln.

[portlidje Vrufung 0.lt Die

diesem Jahre an Gruft e i ) Titel auf

ftnff Aschaffenburg konnten sich um 1 Prozent be» festigen Reichsbank und Deutsche Linoleum waren

- n t - n w ° - t - n waren IM-- Leichs- schuldbuchforderilngen angeboten und 1 Prozent schwäche? 2lltbesitz verloren 0,50 P^zent und Okeubesih 0,20 Prozent. Dagegen zogen Stahlver ein um 1 25 Prozent an. Reichsbahn-Dorzugsak­tien waren gut gehalten. 3n der zweiten Dorfen- tunk? stockte das Geschäft fast voll ommen. Et­was Interesse erhielt sich für einzelne Montan- mertei>e unveränderten Kursen. Dagegen bröckel- ^n die Übrigen Papiere meist von 0^5 bis 0 50 Prozent, IG. um 1 Prozent ab. Olud) ®eut- sche Anleihen und Späte Reichsschuldbuchforde- ^l^undAquMtto^fm^briefe s-W^Kommu- ZG.-Iakbenindustrie AG

Berlin 19.3uli. Die Belebung des deut­schen Marktes hat sich nach dem Bericht der 2G -Farbenindustrie QI®., Frankfurt a. M., im 2 Dierteljahr 1933 verstärkt. Diese Entwick- TÜna wird sich durch die toeitgreifenben Maß- nahmen aut Delampsung der 21rb=itilof.g weiter fortsetzen. Jlnsbeosndere darf man sich von den Regierungsmahnahmen zur Befreiung der Wirtschaft von produktionshemmenden Steuern und Lasten und von den großzügigen Arbeitsbeschaffungsprojekten eine nachhaltige Wirkung versprechen. Einer günstigen Entwick­lung des ausländischen Derkaufsgeschaftes im ganzen gesehen standen jedoch die anhaltenden Wrtschwieiigketien im Wege Aus den ein­zelnen Arbeitsgebieten der Gesellschaft wird fol­gendes berichtet:

Die Llmsätze in

Farben- und Färbereihilssprodukten

zeigten im 2. Dierteljahr im Inland, wie in den europäischen Industrieländern im allgemeinen eine erfreuliche Aufwärtsentwick­lung. Die überseeischen Rohstoffländer leiden allerdings noch außerordentlich unter den ge­drückten Rohstoffpreisen.

3k Chemikalien hat die langsam stei­gende Tendenz auch im 2. Dierteljahr angehalten.

im 2. Vierteljahr U33. konnte durch die Hydrierung der deutschen Braun­kohle, die jetzt nach Abschluß des Versuchsstadiums im regelmäßigen Betriebe durchgeführt wird, aus­geglichen werden.

Das Geschäft in

Pharmazeutika und Pflanzenschuhmitteln zeigte im wesentlichen einen Umfftng in vorjähriger Höhe. Dieser Umsatz gibt aber kein unbedingt ein­wandfreies Bild von dem tatsächlichen Verbrauch, denn die Unsicherheit der Verhältnisse führt in ein­zelnen Ländern zu Voreindeckungen. Im Export­geschäft traten erhebliche Schwierigkeiten durch Konkurrenzangebote aus Ländern mit entwerteter Währung ein. Die internationalen wirtschaftlichen Schwierigkeiten berühren infolge von Sonderbestirn- niungen in mehr als der Hälfte aller Länder der Welt nunmehr auch das Geschäft in pharmazeu­tischen Spezialitäten.

Photographika.

Im deutschen Absatz ist im Verhältnis zum gleichen Quartal des Vorjahres eine leichte «Steigerung vor­handen. Im europäischen Auslande machten sich die verschärften Wirtschaftserschwernisse, vor allem Kon­tingentierungen einzelner Länder, sehr stark fühl­bar. Gegenüber dem 2. Vierteljahr 1932 konnte der Absatz daher nicht gehalten werden. Das Ueberseegeschäft ist nach wie vor durch die Folgen des Pfund- und Dollarsturzes beeinflußt. Trotzdem konnte der überseeische Umsatz gegenüber den ent- sprechenden Monaten des vergangenen Jahres nahezu gehalten werden.

Im deutschen

viskose-kuustseide-Gefchäft

machte sich in vorliegendem Quartal im Verhältnis zum Vorquartal eine etwas stärkere Saisonbewe­gung als im gleichen Zeitraum 1932 bemerkbar. Das Auslandsgeschäft konnte, soweit sich die Zahlen bis heute überblicken lassen, nicht ganz auf der Höhe des ersten Vierteljahres 1933 gehalten werden. Distrafaser: Der deutsche Absatz zeigt, ver- glichen mit dem 2. Quartal 1932, eine gute Weiter- entwicklung. Das Auslandsgeschäft war unbefriedi- genb. Die Acetatseide weist gegenüber den ent- sprechenden Dorjahrsmonaten eine recht gute Steige­rung auf. Der Absatz nach dem Ausland ist nach wie vor behindert.______

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Ab heute Donnerstag:

Magda Schneider s

in dem Groß-Ton-Film

Liebelei

IEine Offiziersgeschichte aus M dem alten Wien, nach dem Schau- I spiel von Arthur Schnitzler 4650 c I

Darsteller:

Der alte Welring, Kammermusiker Paul Hörbiger I Christine Weiring, seine Tochter Magda* Schneider I Nizzi Schlager......................Luise Ullrich I

Baron Eggersdorf..............Gustaf Gründgens I

Baronin Eggersdorf.............Olga Tschechowa I

Oberleutnant Theo Kaiser.......Willi Eichberger I

Leutnant Fritz Lobheimer. .Wolfgang Liebeneiner I

bci ben Einzel-Meisterschaften

sidom.$erlin41412 s. 6d)umann=üatberftabi "S-n7°7°n: ülfpbalt: ^Wichm°nn.§EE

P°y2. Dünger-Remscheid 696 P.; 3. Diettrich-Braun- ^r?u e n?Ähle- Frau Mauer - Treuenbritzen 746 P; 2. Frau Roack - Berlin 742 P.; 3. Frau Dunkel-Hamburg 740 P. - Schere: 1. Frau Schulte- Hameln 702 P.; 2. Frau Lauts - Bremen 695, 3. Frau Pfeiffer-Apolda 694.

Um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft.

Auhei der Deutschen Klub-Meisterschaft wird auch noch eine Deutsche Mannschafts-Melsterschaft aus- »ekomoft Zuerst kam die Meisterschaft auf Bohle xur entf'dieibung. Hier konnte der Verband Ham­burg nur mit einem Plus von zwei Holz vor Berlin | ÄÄW [Ö Berlin 3715 P.1 3. Verband Hannover 3687 P.

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