Ausgabe 
20.3.1933 Erstes Blatt
 
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Holzversteigerung.

Am IHiltrood), dem 22. März 19j6, kom­men aus den Waldungen der Stadt Aven­dorf an der Lumda aus der Försterei I (Treis an der Lumda) aus den Forstorten: Kalkbeih Abt. 28a, Zimmerplatz Abt. 33a, Kalkberg Abt. 29e, Schuchardsgrab Abt. 35a und verschiedene nachstehende Holz- sortimente zur Versteigerung: 192 ID

Nutzholz.

Derbstangen: Fichte 1. Kl. 90 St. = 8,10 fm;

2. Kl. 62 St. - 3,72 fm; 3. Kl. 315 St = 9,45 fm.

Reisstangen: Fichte 4. und 5. Kl. 82 Stück - 1,57 fm.

Brennholz.

Scheit: Buche = 43,9 rm; Eiche = 4,5 rm;

Kiefer = 15,6 rm; Fichte = 14,7 rm; Lärche -- 1 rm.

Knüppel: Buche - 36,3 rm, Eiche = 2,8 rm;

Kiefer = 39,5 rm; Fichte = 20,9 rm.

Reisig: Buche - 193 rm; Eiche = 12 rm; Kiefer = 5 rm; Fichte = 29 rm.

Stöcke: Buche = 3 rm.

Die Zusammenkunft ist vormsttags 9 Uhr im Forstort Kalkberg 2lbt 29e, bei Brenn­holz Nr. 1239.

Allendorf a. d. Lda., den 18. März 1933. Hessische Bürgermeisterei: Schneider.

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Die rückständigen Beiträge für den Mo­nat Februar 1933 können noch bis zum 25. d. 7N. ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberech­nung und evtl. Beitreibung. 19281)

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ßei'Unbehagen.

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Den Schkuhvortrag hielt Privatdozent Eichler- Gießen über das Theama

Giftgase und deren Einwirkung auf den menschlichen Organismus".

Tagung oberhechschsr Sanitätskolonnen in Gießen.

Keine Börse am 21. März.

Berlin, 20.März. (WTB. Funkspruch.) Berliner Dörsenvorstand hat beschlossen.

Oie Reichsbank dementiert.

Berlin, 20.März. (WTB. Funlspruch.) Die Reichsbank teilt mit: 3n ausländischen Zei­tungen finden sich in den letzten Tagen wieder­holt Mitteilungen, wonach der Präsident Dr. Luther von der Leitung der Reichsbank zu- rück^etreten sei, weil er ein angeblich geplantes inflationistisches Arbeitsbeschaf­fungsprogramm der Reichsregierung nicht habe finanzieren wollen. Das Reichsbankdirek­torium erklärt hierzu, pah der Aeichsbank ein solcher Plan niemals Vorgelegen hat, so dah alle an die obigen Meldungen geknüpften Kom­binationen hinfällig sind.

Börse am Dienstag, 21. März, jeglichen Berkehr zu s ch l i e h e n. (Der gleiche Deschluh liegt für Frankfurt vor. D. Red.)

und unschädliche 'Hausmittel

In allen Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93, 134, t M. Nur echt mit dem Namens­zug auf jeder Packung.

Gestern fand hier unter der Leitung des stell­vertretenden Inspekteurs der Freiwilligen Sani­tätskolonne vom Roten Kreuz in Oberhessen, Re­gierungsmedizinalrats Dr. Kortüm, Gießen, eine Tagung der Aerzte und Führer der Kolonnen statt, die aus allen Teilen der Provinz stark besucht war.

Die Verhandlungen am Dormittag im Saale des ,Aquariums ', zu denen auch Dertrcter des Kreis- amts. der Stadtverwaltung und der Reichswehr erschienen waren, wurden von dem stellvertreten­den Inspekteur, Medizinalrat Dr. Kortüm, mit herzlichen Worten der Begrüßung an die Gäste und die Kameraden, sowie mit der Mitteilung eingeleitet, dah er an Stelle des erkrankten In­spekteurs, Danitätsrat Dr. Hahn, Bad-Rauhcim, vorläufig die Geschäfte führe. Der Redner betonte, er werde immer darauf sehen, dah treue Kamerad­schaft ohne Unterschied des Standes, der Herkunft und der Klasse in den Sanitätskolonnen herrsche, dah mit Freude und Liebe überall in den Ko­lonnen gearbeitet werde und sich dadurch ein festes Band der gemeinsamen, selbstlosen Arbeit im Dienste von Volk und Daterland um alle Glieder der Kolonnen schlinge.

Anschliehend sprach der Borsihende des Hessi­schen Landesvsreins vom Roten Kreuz, Präsident von Hahn, Darmstadt, über

gemeinsame Ausgaben der Zweigvereine und der Sanitäksko.onnen vom Roten kreuz.

Rachdem der Redner die Grütze des Landesver­eins an die Tagung übermittelt hatte, schilderte er, wie das Derhältnis zwischen den Zweig­vereinen und den Sanitätslolonnen auf Grund der Satzungen beschaffen sein solle. Gr teilte da­bei u. a. mit, dah in Hessen beim Ausbruch des Weltkrieges 32 Sanitätslolonnen bestanden ha­ben, heute, aber 90 Sanitätskolonnen, -Züge und -Gruppen in Hessen bestehen. Als besonders dringlich bezeichnete der Redner eng st es 3 u sammenarbeitenzwischendenZweig vereinen und den Sanitätskolonnen, damit hierdurch die Kolonnen finanziell gestützt werden, ihrerseits aber durch ihr Wirken in der Oeffentlichkeit den Zweigvereinen Sympathie und Förderung verschaffen könnten. Angesichts des Ernstes der Zeit sei diese Gemeinsamkeit der Arbeit besonders notwendig, denn nur dadurch könne das Ziel, für die Eanitätskolonnen und die Zweigvereine die größte Schlagfertig­keit zur Erfüllung ihrer Aufgaben herbeizuführen, erreicht werden. Ferner sei enge­res Zusammenarbeiten und straffere organisa­torische Bindung zwischen den einzelnen Bereinen und Kolonnen durch Kreisverbände sehr wün­schenswert. Der Redner machte zum Schluß noch

Beginn nicht mehr eingebaften werden. Es werde daher bestimmt, daß die Arbeiten vor dem 1. Jul, 1933 begonnen und spätestens am 1. September 1933 vollendet sein müssen.

Kriegerverein Gießen. Man be­richtet uns: Am Donnerstagabend sand zum erstenmal im Saale des neuen Bereinslokales ®af6 Ebel" eine WonatSversammlung statt, die einen sehr guten Besuch aufzuweisen hatte. In seinen BegrühungSworten wies der erste Bor- sitzende, Kamerad Landgerichtsrat Trümpert, einleitend auf die bedeutsamen Borgänge hin, die unser Daterland seit dem 5. März erlebte und die uns endlich die alte Reichsflagge Schwarz- weitzrot wiederbrachten, unter der die Krieger­vereine stets gestanden. Er gab der festen Hoff­nung Ausdruck, dah nunmehr ein Wiederaufstieg unsere- Daterlandes erfolgen werde. Die Aus­führungen klangen auS in einem .Hoch" auf daS Daterland und unseren verehrten Reichspräsi­denten, den Ehrenpräsidenten deS Kyffhäuser- bundes. Rach einigen geschäftlichen Mitteilungen gab der Vorsitzende das Scheiden des Kameraden Fenchel, eines langjährigen DereinSmitgliedes, bekannt, der als Postmeister nach Fürth im Odenwald verseht ist. Im Mittelpunkte des Abends stand ein Dortrag des Kameraden Ober­leutnant a. D. Bonhard über .Die Spionage im Weltkrieg". Der Dortragende, der während des Krieges einige Zeit in einer Rachrichten­abteilung gearbeitet hat, gab durchs seine sehr interessanten Schilderungen den Zuhörern einen Einblick in das Spionagewesen, das im Welt­kriege eine große Rolle spielte und geigte an vielen Einzelbeispielen, durch welche Personen

Spionage Betrieben wurde, und welcher Mittel man sich dabei bediente. Reicher Beifall lohnte den Dortrag. Rach einigen Abschiedsworten des Kameraden Fenchel gab der Dezirks-Schieh- leiter, Kamerad A. Klein, bekannt, dah in diesem Iahre das Khffhäuser-WertungSschiehen in Potsdam stattfinde. An diesem werden auch drei Hassia-Derbandsmeisterschühen auS dem Kriegerverein Giehen teilnehmen. Der Abend wurde verschönt durch Mufikvorträge der Ka­pelle Weller, die sich wie immer in kameradschaft­licher Weise zur Derfügung gestellt hatte.

Iugendsest auf dem Schisfenberg. Am Samstagnachmittag tagte auf dem Schissen- berg der Dorstand derHeimatvereinigung Schiffenberg" und der Festausschuh des für den 18. Iuni festgelegten Iugendfestes, um über die Ausgestaltung des Festes zu beraten. Als Dor- sitzender des Festausschusses wurde Herr Wei- d i g - Giehen, als Schriftführer Herr G e i l f u h - Dießen gewählt. Ferner wurden durch Wahl die einzelnen Ausschüsse, wie Finanz-, Presse-, Musik- und Bauausschuh zusammengestellt. Als Leiter des Schüler-Massenchors wurde Lehrer Mar- steller- Watzenborn-Steinberg bestimmt. Für das Fest, an dem sämtliche Schulen der um den Sch ffenberg gelegenen Ortschaften teilnehmen und auch zwei Iugendgruppen aus Garbenteich und Klein-Linden Mitwirken, hat man sich auf fol­gende Festordnung geeinigt: Aufstellung des Fest- zuges am Fuße des Schiffenberges, Zug zum Sch.ffenberg, Ansprache, gemeinsam gesungenes Dolkslied, Massenchor der vereinigten Schulen, Sondervorführungen der einzelnen Schul- und

Iugendgruppen, anschliehend Volksfest.

Wettervoraussage.

Der neue Wirbel ist sehr schnell bis zur deutschen Nordseetüste und nach Dänemark weitergezogen und verursacht unbeständiges Wetter. Da an seiner Rück­seite ziemlich tühle Ozeanluft südwärts befördert wird, hält auch die Wechselhaftigkeit des Witterungs­charakters zunächst noch an, so dah bei rasch wech­selnder Bewölkung weiterhin Schauer auftreten. Mit der Zufuhr der ÄalUuft ist aber Lustdruckanstieg ver­bunden, wodurch dann später mehr Aufheiterung einsetzt. Die Temperaturen bewegen sich dabei, in mäßigen Grenzen.

AussichtenfürDienstag: Noch unbestän­dig, wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, vereinzelte Regenschauer, nur mäßig warm, um West drehende Winde.

eine Gar-Rettungsübung der Kolonne Gießen in Gemeinschaft mit der Brandwache

stall. Der Hebung lag folgender Plan zugrunde: Durch defekten Kamin sind von der Heizungsanlage aus Kohlenoxydgase in einen Schulraum der Pcsta- lozzischule eingedrungen, wodurch eine Anzahl Schü­ler bewußtlos wurden. Die Freiwillige Sanitäts­kolonne und die Städtische Feuerwache wurden zur Hilfeleistung gerufen." Die Arbeit der Sanitäts- Mannschaften und der Feuerwehrleute ging mit aus­gezeichneter Präzision vor sich und zeigte, daß die Ausbildung in der Kolonne und bei der Feuerwehr auch nach dieser Richtung hin aute Ergebnisse ge­bracht hat. Zn einer kurzen Würdigung am Schlüsse der Hebung brachte der stellvertretende Inspekteur, Dr. Kortüm, seine Anerkennung über den Hebungsverlauf zum Ausdruck, jedoch mußte er mit Recht bemängeln, daß es bei der Hebung leider an jeder polizei lichenAbsperrung fehlte.

Im weiteren Verlaufe des Nachmittags hörten die Tagungsteilnehmer im Großen Hörsaal des Physio­logischen Instituts, nach Begrüßungs- und Dankes- warten von Dr. Kortüm an den Leiter dieses In­stituts Professor Dr. Bürker für die freundliche Ueberlaffung des Hörsaals und an die Hörer für ihr zahlreiches Erscheinen, zunächst einen Vortrag von Oberst Schröder (Darmstadt) über

Fragen des Gas- und Luftschutzes.

Wie schon von Dr. Kortum in seiner Eröffnungs­ansprache zu dieser Sitzung eindringlich auf den vollkommenen Mangel eines Luft­schutzes für Deutschland und die aus dieser Sachlage gegebenen Folgerungen hingewiesen wor­den war, so legte auch der Vortragende den Hörern eindringlich nahe, sich ernstlich mit diesem für unser Volk schwerwiegenden Problem zu beschäftigen. Er schilderte sodann eingehend die Möglichkeiten und die Grenzen des Gasschutzes, ferner die Maßnahmen des passiven Luftschutzes nachdem unserem Volke durch das Diktat von Versailles jeder aktive Luftschutz ge­nommen wurde. Nachdrücklich riet er, sich vor allem auf den eigenen gesunden Menschenverstand zu stützen, die behördlichen Anordnungen natürlich zu beachten, dabei aber nicht einem unzweckmäßigen Schematismus zu verfallen und im übrigen sich nicht durch Panitmacherei und gruselige Stimmungsmache beirren zu lassen. Der ganze Ernst der Luftqefahr dürfe nicht verkannt werden, aber vor einer Heber­schätzung sei trotzdem zu warnen. Die in Kürze zu erwartenden neuen Richtlinien des Reiches würden all" erforderlichen Aufschlüsse und Fingerzeige brin- gen, die jedermann und insbesondere die Sanitäts- kolonnen sich einprägen sollten.

noch durch besonders dafür bestimmte Fahrzeuge ausgcsührt werden. An den interessanten Dor­trag schloß sich eine kurze Aussprache an, in der die von dem Dortragenden dargelegten Gesichts­punkte warm unterstrichen wurden.

Den Abschluß der Dormittagssitzung bildete eine Besprechung von internen Kolonnenangelegenheiten.

Am Nachmittag fand zunächst an der Pestalozzi- schule in der Nordanlage

Wirtschaft.

Frankfurt fest.

F r a n k s u r t a. M.. 20. März. (WTB. Draht- meldung.) Die Börse setzte ihre Aufwärtsbewe­gung auf fast allen Marktgebieten auch zu Be­ginn des neuen Berichtabschnitts fort. Die Aus­führungen Dr. Schachts am Samstag im Rund­funk fanben allgemeine Zustimmung. Das erneute Bekenntnis für die Stabilität der Währung führte besonders am Rentenmarkt zu neuen Bescstigun- oen. Späte Reichsschuldbuchfordcrungen und Alt­besitz gewannen bis zu 1,50 Prozent, und Reu- besih 0,50 Prozent. Merklich erhöht waren auch Schutzgebiete, wobei man Hoffnungen hegt, daß das Reich etwas zugunsten der Inhaber von -Schuhgebietsanleihcn tun wird. Am Aktien­markt betrugen die durchschnittlichen Kursbesse­rungen 1 biS 1,50 Prozent. Eine ganze Anzahl von Papieren erschien mit Plus-Plus-Zeichen und lag zunächst mehrprozentig höher. Sehr fest la­gen Goldschmidt mit plus 5,75 Prozent, und AG. 1 ür Verkehrswesen mit plus 6 Prozent. Prägnante Befestigungen hatten ferner Zement Heidelberg (plus 4 Prozent), Bank für Drauindustrie (plus 3,50 Prozent), Phönix (plus 3,50 Prozent). Hebet 2 Prozent höher eröffneten Schiffahrtsaktien, Bu­derus, Stahlverein, Scheidcanstalt, I.-G., Deut­sche Erdöl und Reichsbank. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Später wurde es ruhiger, da die Kulisse wegen der morgigen Börsenunterbrechung durch die Reichstagsfeierlichkeiten einige Zurück­haltung bekundete.

Im Derlaufe setzten sich unter recht lebhaften Umsätzen die Befestigungen fürAktien fort. Der neue Durchschnittsgewinn betrug etwa 1 bis 1,50 Prozent. Spezialwerte, wie Reichs­bank usw. gewannen bis zu 3 Prozent. Die zu­nächst um 4,50 Prozent schwächer liegenden Rhei­nische Elektroaktien konnten sich um 2 Prozent er­holen.

Deutsche Anleihen und späte Reichs­schuldbuchforderungen lagen zunächst etwas leich­ter, zogen aber später erneut bis 0,50 Prozent an. Am Rentenmarkt kam in Gold- und Liqui­dationspfandbriefen, sowie verschiedenen Kom­mmunalobligationen etwas Angebot heraus. Li­quidationspfandbriefe unJ Kommunalobligationen waren dabei von 1 bis 2 Prozent schwächer, wüh.end Goldpfandbriefe ziemlich gehalten waren.

Krankfurter Lchiachtvieymarkt.

Frankfurt a. ÜR., 20. März. Auftrieb: 1280 Rinder (358 Ochsen, 103 Bullen, 408 Kühe, 344 Färsen), 566 Kälber, 74 Schafe, 4387 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischigc, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 29 bis 32 Mart, (ältere) 25 bis 28; Bullen: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 29, sonstige vollfteischige oder ausgemästete 22 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schsachtwerts 23 bis 26, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 20 vis 22, fleischige 16 bis 19, gering genährte 12 bis 15; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder) vollfleischige, ausge- mästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 32, vollftei- schige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24; Ib er : beste Mast- und Saugkälber 37 bis 41, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 36, geringe Kälber 26 bis 31; Schweine: oollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 38 bis 40, von etwa 200 bis 240 Pfund 37 bis 40, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige von etwa 120 bis 160 Psund Lebendgewicht 34 bis 38 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft, Kälber und Schafe mittel­mäßig, ausverkauft; Schweine ruhig, geringer Heber- stand.

Der Dortragende schilderte die verschiedenen ten des Gases und ihrer Einwirkung auf Menschen, wobei er von dem Krieg« als maßgeb­liche Crfahrungsgrundlage ausging. Er gab sei­nen Hörern wertvolle Aufklärung über die ver­schiedenen Grade der Gefährlichkeit des Gases und erläuterte zum Schluß die verschiedenen Ar­

ten von Gasmasken.

Mit einem kurzen Schlußwort und Dank des stellvertretenden Inspekteurs an die Dortragen­den fand die Tagung ihren Abschluß.

darauf aufmerksam, daß die ministerielle Geneh­migung des diesjährigen R o t»K r e u z-T a g e s jetzt erfolgt sei, und zwar für zwei Tage (10. und 11. 3 u n i), an denen für das Rote Kreuz durch Haussammlung und Strahensammlung ge­worben werden solle. Eine kurze Erläuterung von organisatorischen Fragen schloß den Dortrag ab, an den sich eine kurze Aussprache anknüpfte, in der Kolonnenführer Kratz (Gießen), Präsi­dent von Hahn (Darmstadt) und Kolonnenarzt, Medizinalrat Dr. B a l s e r (Büdingen), kurz über Fragen der weiteren Stärkung der Kolonnen­arbeit sprachen.

Die Grüße der Behörden brachte Regierungsrat Grein vom Kreisamt Gießen und im Einverständnis mit dem äls Dertrcter der Stadt anwesenden Bürgermeister Dr. Hamm zugleich auch für die Stadt Gießen zum Ausdruck. Der Redner wies dabei auf das große Interesse hin, das die Kreis- und Kom­munalbehörden bisher schon durch die Tat den Sanitätslolonnen vom Roten Kreuz bekundet gäl­ten und dem sie auch in Zukunft nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten gerne durch Taten Ausdruck geben würden.

Den zweiten Dortrag hielt hierauf Prof. Dr. K l i e w e , Gießen, Leiter des hessischen Sinter* suchungsamtes für Infektionskrankheiten, über das Thema:

vTBas ist beim Transport von Dnfefflons- kranken zu beachten?"

Der Dortragende machte zunächst auf die große Verbreitung der Insektionskrankhcilen aufmerk­sam, betonte aber auch, daß die Arbeit der Wissenschaft und der Forschung gutes Rüstzeug zur Bekämpfung dieser Kranlheiten geschaffen hat. Er schilderte weiter in aufschlußreicher Weise die wichtigsten Bekämpfungsmöglichkeiten und vorbeu­genden Maßnahmen bei ansteckenden Krankheiten, wobei er für die Tätigkeit der Kolonnenangehöri­gen zahlreiche wertvolle Winke gab. Eindringlich betonte er vor allem die strenge Be­folgung des Gebots der peinlichsten Sauberkeit bei jedem Umgang und Trans­port in Fällen von Infektionskrankheiten, er warnte aber auch vor übertriebener Ängstlich­keit. Ferner forderte er eine Revision der jetzt bestehenden Kreissahungen zur Be­kämpfung von ansteckenden Krankhei- te n, sowie ein striktes Verbot der Beför­derung von Personen mit übertragbaren anmelde­pflichtigen Krankheiten durch Fahrzeuge, die zum Gebrauch der Allgemeinheit, oder gar zum Transport von Lebensmitteln bestimmt sind. Derartige Transporte dürften grundsätzlich nur

Ortsbausatzung

für das Gelände hinter den Schiehgärten nördlich der Rodheimer Straße.

Aus Beschluß der Stadtrates vom 15. De- zember 1931 wird nach Begutachtung durch den Kreisausschuß mit Genehmigung des Herrn Hessischen Ministers des Innern vom 31. Oktober 1932 zu Nr. 43 184 M. d. I. auf Grund des Artikels 21 der Hessischen Gemeindeordnung vom 10. Juli 19"1 und der Artikel 2 und 8 der Allgem. Bauordnung vom 30. April 1881 und der §§ 3 bis 5, 7 und 9 der Ausführungsver­ordnung zur Allgem. Bauordnung vom 1. Februar 1882, zu dem Bebauungsplan für das Gelände Hinter den Schießgärten nördlich der Rodheimer Straße folgende Ortsbausatzung erlassen:

§ 1.

Zu Artikel 29 der Allgem. Bauordnung.

Gewerbebetriebe die unter § 16 der RGO. fallen oder die durch Staub, Rauch, Dünste und üble Gerüche, Geräusche oder Erschütterungen Nachteile, Gefahren oder Belästigungen für die Anwohner herbei­führen, sind für das ganze Gebiet grund­sätzlich verboten. Diese Vorschriften gelten auch für eine wesentliche Erweiterung bo- stehender Betriebe und Anlagen.

§ 2.

Zu Artikel 59 der Allgem. Bauordnung

Für die Bebauung wird die offene Bau­weise vorgeschrieben. Außer Einzelhäusern können Doppelhäuser und Gebäudegrup­pen bis zu 40 m errichtet werden.

Die Gebäude entlang der Krofdorfer und Rodheimer Straße sind dreigeschossig, an allen übrigen Straßen zweigeschossig zu errichten.

Die einzelnen Straßenzüge müssen archi­tektonisch einheitlich durchgeführt werden

§ 3.

Die Entfernung der Gebäude von der Nachbargrenze hat bei der zweigeschossigen Bauweise mindestens 3 m und bei der drei- g:schossigen Bauweise mindestens 4 rn zu betragen. Bei Gebäuden entlang der StraßeHinter den Schießgärten" wird dieser Abstand auf 2,50 m ermäßigt.

§ 4.

Zu Artikel 37 und 59 der Allgemeinen Bauordnung und S 78 der Ausführungs­verordnung zur Allgem. Bauordnung. Die Errichtung von Seiten- und Hinter­gebäuden ist nur auf den Grundstücken entlang der Rodheimer und Krofdorfer Straße gestattet. Stallungen oder Kraft­wagenschuppen, sofern sie dem eigenen Be­darf der Wohnungsinhaber dienen, dürfen auch in den übrigen Gebieten errichtet wer- den; die Ausführung derselben muß jedoch der Bauweise des Hauptgebäudes angepaht sein.

Die Grundstücke entlang der Rodheimer und Krofdorfer Straße (innerhalb der drei­geschossigen Bauweise) dürfen nicht, mehr als 8/io und bei Eckgrundstücken nicht mehr als/io ihrer Gesamtfläche bebaut werden. In den übrigen Gebieten mit zweigeschossi­ger Bebauung darf die Ausnutzungsziffer nicht mehr als/io und bei Eckgrundstücken nicht mehr als e/io betragen. Bei Gruppen-

bauten kann die zulässige Bebauung der Grundstücke um */io erhöht werden. Lei Gebäuden innerhalb der zweigeschossigen Bauweise dürfen in Dachgeschossen nur Räume, die zu den unteren Stockwerken gehören, ausgebaut werden.

Die Errichtung selbständiger Dachaeschoß- wohnungen in dreigeschossigen Häusern be­darf der besonderen Genehmigung der Bürgermeisterei Gießen.

Die Gebäude müssen allseitig gut durch­gebildet sein und architektonisch ein gefäl­liges Aeußere erhalten.

§ 5.

Vorstehende Ortsbausatzung tritt mit dem Tage ihrer VeröffenlUchung in Kraft.

Der Nachtrag zur Ortsbausatzuna oom 20. November 1925 wird hierdurch auf­gehoben. 1925C

Gießen, den 18. März 1933.

Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Or. Hamm.

Arbeitsvergebung.

Das Oelen der Fußböden in den Schulen während der Osterferien soll vergeben wer­den. 1921D

Angebote auf Vordruck, der bei uns er­hältlich ist, sind verschlossen und mit ent­sprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröfsnungstermin am

Freitag dem 24. INarz 1933 vormittags 10 Uhr

bei uns einzureichen.

Gießen, den 18. März 1933.

Städtisches Hochbauamt: Gravert.