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Dienstag, (9. September M3
Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Nr. 219 Drittes Blatt
Alder von der Gefechtsübung und dem Mak der Reichswehr.
Während des Gefechts: Der Feind zieht sich hinter künstlichen Nebelwolken zurück.
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^ieichsstatthalter Sprenger (der Siebente von links) besucht die Gießener Reichswehr im Biwak zu Wetzlar. Links neben ihm der Bataillonskom- mandeur Major von Wachter. Der Vierte von rechts: Adjutant Oberleutnant B e i t h a u p t
Biwakplatz zu Wetzlar: Der Feuerbaum des Nachrichtenzuges.
Das Bataillon auf dem Marsche nach Wetzlar.
Mittagsrast bei Waldgirmes: Kleine Kostprobe aus der Feldküche. („Ha, das schmeckt aber fein!")
Aus -er Provinziathauptsta-t.
^Betteln un'ö Hausieren verboten!"
Biele Häuser in den deutschen Städten und Dörfern sind mit dem Schild „Betteln und Hausieren verboten!" geziert, an anderen prangt die Aufschrift „Mitglied des Vereins gegen Hausbettelei", das Strafgesetzbuch verbietet ausdrücklich die Bettelei, und die Organe der öffentlichen Sicherheit sind seit Jahr und Tag bemüht, Gesetzesverächtern mehr oder weniger nachdrücklich das Verbot in Erinnerung zu bringen. Aber was ist bisher damit schon erreicht worden? Aus der Bettelei ist ein Bettel». Unwesen geworden, die Hilfsbereitschaft des Menschen wurde so ausgenutzt, daß die Bettelei eine schwere Plage wurde. Der Großstädter kennt das Klingeln und Klopfen dieser „fahrenden Gesellen" zur Genüge, vom frühen Morgen bis zum späten Abend geht das so, und Sonn- und Feiertage werden anscheinend deshalb besonders dafür in Anspruch genommen, weil die „ansprechenden" Erscheinungen sich von der natürlicherweise oorhande- nen besseren Laune der Menschen für sich mehr Erfolg versprechen. Dem Landmann auf dem Dorfe geht es kein bißchen besser. Alle Tage erscheinen die ungebetenen Gäste und sind dann schwer wieder loszuwerden.
Wo offensichtlich Not und Elend vorhanden ist, gibt jeder Mousch gern und schnell entschlossen. Und es soll hier auch nicht bestritten werden, daß Not und Elend immer noch in Teilen unserer Bevölkerung zu finden sind. Aber keinen Augenblick dürfen wir darüber die Tatsache vergessen, daß kein Volks- genösse bei uns Hunger zu leiden braucht. Dafür ist denn doch gesorgt, daß für jeden dos Allernotwendigste an Lebensbedarf bereitsteht, um wenig- Ens Hunger und Durst zu stillen. Unsere Wohl- hrtsämter, die Kirchengemeinden, die Unterkunfts» itten aller Art, die Asyle und die Herbergen zur Heimat können davon erzählen, wie umfassend der Hilfsdienst der Allgemeinheit ist und wie er für jeden offensteht, der seine Bedürftigkeit nachweisen kann.
Es wird sich darum bei den Bettlern — soweit sie nicht ojis bestimmten, sehr naheliegenden Gründen ihre Existenz den Behörden verschweigen wollen — oft genug, ja fast immer darum handeln, zu der Unterstützung für den schlimmsten Fall noch ein zusätzliches Einkommen aus dem Ertrage der Bettelei zu erzielen. Und weil dem so ist, erleben wir
die häßlichen Ueberraschungen, daß dargebotene Lebensmittel von den Bettlern und voraeblichen Hausierern zurückgewiesen werden oder daß ein Stück Brot zwar angenommen, aber dann irgendwo hingelegt wird, wo es verkommen muß. Jeder von uns ist schon dadurch abgeschreckt worden, und wenn er trotzdem noch etwas abgab, so nur darum, weil er fürchtete, er könne einem wirklich Hungernden Unrecht tun.
Die Bettelei muß aufhören, die Plage muß beseitigt werden. Das wird möglich sein, wenn wir fortan alle Spenden nur den behördlichen Stellen zuführen, damit sie die Not und das Elend da mildern können, wo es wirklich vorhanden ist. Unsere Härte allein kann zur rechten Wohltätigkeit führen!
Oie Werbewoche des deutschen Handwerks.
„Segen der Arbeitsbeschaffung im kleinen. Auf den Einzelnen kommt es an".
Nur noch wenige Wochen trennen uns von der Reichshandwerkswoche, die mit Unterstützung des Reichspropagandaminifteriums seitens des Reichsstandes des deutschen Handwerks in der Zeit vom 15. bis 22. Oktober überall in Deutschland zur Durchführung gelangt. Diefe Werbewoche des deutschen Handwerks unter dem Motto: „Segen der Arbeitsbeschaffung im Kleinen. — Auf den' Einzelnen kommt es an", will in erster Linie durch restlosen Einsatz der Organisationen, sowie jedes einzelnen Berufsangehörigen durch die Mobilisierung auch des kleinsten Auftrages den Kampf des Führers gegen die Arbeitslosigkeit unterstützen, darüber hinaus aber für das Handwerk und feine Wertarbeit roefben, auf daß dem Handwerksmeister und dem Handwerksgesellen wieder Arbeit und Brot wird.
Die Reichswerbewoche will aber auch Die deutschen Volksgenossen aus dem materialistischen Denken der Vergangenheit wieder hineinführen zu beseelter Handwerksarbeit und der Bedeutung des Handwerks für die deutsche Kultur. Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden und des Reichs- verbandes des deutschen Handwerks, Pg. Schmidt, hielt aus diesem Grunde im Frankfurter Handwerkerhaus einen Mobilmachungsappell sämtlicher Orqanisationsleiter für den Gau Hessen-Nassau ab.
Zelte werden aufgeschlagen.
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wobei er in ausführlicher Weise über Ziel und Zweck der Reichshandwerkswerbewoche und ihre Durchführung referierte. Presse, Rundfunk und Film werden in dieser Woche für das deutsche Handwerk mobil gemacht werden, auf daß auch hier Der letzte Volksgenosse begreife, wie wichtig Die Aufrechterhaltung des Handwerks für den gesamten Wieder- aufbau des deutschen Volkes fei. Diese Propagandaarbeit werde aber nur bann von Erfolg begleitet sein, wenn das Handwerk selbst auch dazu beitrage. Das Volk wieder mehr als bisher von feiner Bedeutung und Volksverbundenheit zu überzeugen.
Bunter Abend im Stadttheater auSverkaust!
Aus dem Stadttheater-Büro wird uns gefchrie- ben: Der von der Intendanz für heute angekun- digte „Bunte Abend" erfreute sich einer so regen Nachfrage, daß bereits um 11 Uhr sämtliche Karten verkauft waren. Die Intendanz entschloß sich daher, für Donnerstag, 20 Uhr, eine Wiederholung anzu- setzen, die bis frühnachmittag ebenfalls bereits ausverkauft war. Da beide Werbeveranstaltungen restlos ausverkauft sind, erübrigt sich jegliche Karten- nad)frage. Wir erhoffen dasselbe Interesse auch für den weiteren Verlaus der Spielzeit.
AGOAp. Gießen.
Die Ortsgruppenleiterin der NS.-Frauenschast, Frau Wrede, teilt mit, daß am heutigen Dienstag, 20.30 Uhr im Cafs Ebel eine Besprechung sämtlicher Ortsgruppen- und Zellenleiterinnen der NS.- Frauenschaft wegen der „Braunen Messe" stattfindet. NS.-Frauenschast Gießen-Ost: Zellenabend der Zellei, Mittwoch, 20. September, 20.30 Uhr bei Böß; Zelle 2, Donnerstag, 21. September, 20.30 Uhr, Schützenhaus.
DerObmann fürVolkswohlfahrtder Ortsgruppe Mitte erwartet von allen Blockwarten der Ortsgruppe Mitte bis spätestens Samstag, 23. September, die Angabe der Zahl der zu seinem Block gehörigen Haushalte. Ferner sind für jeden Block geeignete Parteigenossen (kinderreiche Familien) zu melden, die den Verkauf von Druckschriften gegen Entgelt übernehmen können.
NG.-Lehrerbund, Kreis Gießen.
Der Kreisobmann teilt mit, daß die nächste Kreis- verfammlung des NS.-Lehrerbundes am kommenden Freitag, 15.30 Uhr im Caf6 Leib stattsindet. Professor Dr. Volkelt (Leipzig) spricht über „Die neue Lehrerbildung". Der Kreisobmann spricht über „Das Wesen und Wollen des NS.-Lehrerbundes im neuen Staat". Das Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Die Sänger erscheinen zu einer Probe eine Stunde früher im Versammlungslokal, die Teilnehmer des Orchesters treffen sich eine Stunde vorher in ihrem Uebungslotal.
Bornotizen.
Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 Uhr, Bunter Abend. — Lichtfpielhaus, Bahnhofstraße: „Das Ende von Maradu".
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 19. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 Mark, Malte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 11, Wir-- fing (grün) 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen (grün) 15 bis 25, (gelb) 20 bis 25, Unterkohlrabi 4 bis 6, Tomaten 10, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 6 bis 8, Pilze 25, Kartoffeln 3, der Zentner 2,30 bis 2,50 Mark, Frühäpfel, das Pfund 15 bis 20 Pf-, Falläpfel 5, Pfirsiche 25 bis 40, Preißelbeeren 25 bis 30, Aepfel 12 bis 15, Birnen 8 bis 15, Zwetschen 6 bis 8, Mirabellen 15, junge Hähne 70 bis 80, Suppenhühner 65 bis 70, Gänse 60, Tauben, das Stuck 40, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 10, (Salatgurten 15 bis
Das Gefecht wird abgebtafen.
30 Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, das Bund 8 Pf.
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** Der Verkehrsoerein h a t damit nichts zu tun ! Wie wir erfahren, werden in Gießen von Haus zu Haus Briefmappen nut Brief- bogen, auf welchen Gießener Ansichten aufgedruckt find, vertrieben. Bei dem Vertrieb wird angegeben, daß derselbe im Auftrage des Verkehrs- und Der- fchönerungsoereins erfolge. Der Verkehrs- und Ver- fchönerungsoerein weift darauf hin, daß diese Angabe nicht zutrifft und daß er mit dem Vertriebe Der Briefbogen nichts zu tun hat.
*♦ E i n Verkehrsunfall ereignete sich gestern gegen 15.30 Uhr an der Ecke Hindenburg- wall und Gartenstraße. Dort stießen ein Automobil und ein Motorrad zusammen, zum Glück verlief aber der Unfall noch glimpflich. Eine Mitfahrerin des Motorradlers erlitt einen Bluterguß, im übrigen entstand nur an dem Auto und dem Motorrad geringer Sachschaden. Die Polizei war zur Klärung des Tatbestandes rasch zur Stelle.
** „Mütter kämpft für eure Kinder." Von der Oberpoftdirektion Darmstadt wird uns geschrieben: Auch die Deutsche Reichspost hat sich in den Dienst der für die Herbstmonate vorgesehenen bevölkerungspolitischen Propaganda gestellt und beteiligt sich am Vertrieb der zu Gunsten der NS.-Volkswohlsahrt herausgegebenen Broschüren. Die zunächst erschienene Broschüre „Mütter kämpft für eure Kinder" ist an allen Postfchaltern zum Preise von 10 Pf. zu haben. Auch die Landzufteller nehmen Bestellungen auf die Broschüre entgegen und überbringen sie auf ihren Zustellgängen, fo daß der Weg nach der Postanstalt erspart wird. Jedermann sollte diese Broschüre erwerben, die ihm sagt, wie das Deutsche Volk vor dem drohenden Untergang zu retten ist.
** 2 5 Jahre Firma Carl Schunck. Der Inhaber des Elektrotechnischen, ^Technischen und Haushaltungswarengeschäftes Carl Schunck, Bahnhofstraße 64, konnte in diesen Tagen aut ein 25jähriges Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. Der Jubilar hatte Die Firma im September des Jahres 1908 gegründet, nachdem er sich bei angesehenen führenden Unternehmen der elektrvtech- nischen Branche ein umfassendes fachliches Wysen ungeeignet hatte. Zur Erweiterung seines Geschäfts- Betriebes erwarb er eine bereits bestehende Fabrik


