Ausgabe 
19.1.1933 Erstes Blatt
 
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Das erste geschloffene Arbestsdienstlager für Mädchen

Oberheffen

Die

| in Apotheken und Drogerien ÄM 0-30, 0.55, 1.10J

Rauhe Haut: Penaten-Creme

roie* von

in der Gemarkung Grüningen liegende Stück des Feldweges nach Garbenteich zu einer Straße ausgebaut. Im März wird ein neues Projekt in Angriff genommen, bei dem etwa 50 Arbeitsdienstwillige Verwendung finden. Hierbei sollen Abfuhrwege aus dem Grümnger Dorf-Giller Markwald, sowie schlecht fahrbare Feldwege chauf­fiert werden. Der O b st b a u o e r e i n hatte am Sonntag zu einem Vortrag eingeladen. Nach Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden Bürgermeister Euler sprach Obstbauinspektor E n k l e r (Gießen) über die in den letzten Jahren

50 Bienenstöcke.

Kreis Schotten.

dieser Tage von der Landwirtschaftskam­me r in Anbetracht seiner treuen, vierzigjährigen Dienstleistungen die silberne Medaille nebst Urkunde der Kammer zuerkannt und vom Bürgermeister überreicht. Bemerkt sei hierbei, daß auch der verstorbene B a t e r des Jubilars, Georg Rudolph, nahezu 50 Jahre als Ge- meindcbaumwart und Obstbaumzüchter tätig und allgemein bekannt und geachtet war. Den Obst- baumbesitzern ist Gelegenheit gegeben, am nächsten Sonntag, 22. Januar, dem tüchtigen Baumwart ihre Glückwünsche darzubringen. Es findet eine Bersammlung statt, in der Obstbaumspektor E n k l e r (Gießen) über wichtige Fragen des Obstbaues sprechen wird. 3m vergangenen Jahre starben in der hiesigen Gemeinde 23 Per­sonen (1931: 25), Trauungen fanden 24 (19) statt. Die Zahl der Geburten betrug 37 (22). Dieser Tage fand die erste Hv 1 zvei >i e i g e r u n g im hiesigen Gemeindewald, DistriktHardt", statt. Die Zahl der Steigerer war groß, auch aus den umliegenden Ortschaften. In der Hauptsache wurde Brennholz versteigert. Es kosteten je zwei Raum­meter Duchenscheit: 18 bis 20 Mk., Eichenscheit: 12 bis 14 Mk., Kiefernscheit: 12 Mk. Je 100 Buchenwellen: 15 Mk., Eichenwellen: 12 Mk., Kiefern- und Fichtenwellen: 6 Mk.. Stöcke: 10 Mk.

Zum Mitglied des Derwaltungs gerichtshofs ernannt. Der Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität Gießen, Dr. Otto Eger, ist am 14. Januar 1933 zum Mitglied des Derwaltungsgerichtshofs für die Dauer des zur Zeit von ihm bekleideten Amts ernannt worden.

' Weitere Brennholzversteige- r un gen der Stadt Gießen finden am Montag, 23. Januar, am Mittwochs 25. Januar und am Freitag, 27. Januar statt. Ääheres dar- über ist aus der heutigen Bekanntmachung ersicht­lich.

" Monatsverfammlung im Tv. 18 4 6

Gießen. Die als Reuerung eingeführte erste Monatsversammlung, die dieser Tage imBay­rischen Hof" abgehalten wurde, fand bei den Mit­gliedern großen Anklang. Durch zwei Borträge Gaufrauenturnwart Paul überDie idealen Ziele der DT." und Gauschriftwart Wiegand überDas Leben Jahns" wurde den geistigen

In der Volkshochschule Schloß Hohen­solms bei Wetzlar begann am 10. Januar das erste geschlossene Arbeitsdienst­lager für Mädchen des Landcsarbeitsamts Hessen. Träger des Lagers Schloß Hohensolms sind der Christdeutsche Bund und dieDolksho chschulc. Die Aufsicht hat das Arbeitsamt Wetzlar. Die praktische Arbeit der 30 jungen Mädchen, die auf die Dauer von 13 Wochen im Arbeitsdienstlager

(2 Raummeter).

.nWahenborn-Steinberg.18. Jun. 3n zwei von Bürgermeister Schäfer einberufe­nen und gut besuchten öffentlichen Versammlungen der Haushaltungsvorstände unserer Gemeinde sprach dieser über das Jugend-Rot w er k und insbesondere über die geplanten Maßnah­men der im Arbeitsamtsmeldebezirk Gießen zu- sammengeschlossenen Gemeinden. Im Allgemein­interesse empfahl er dringend, das Jugend-Rot- werk nach besten Kräften zu fördern und zu unter­stützen. Richt unerwähnt blieb, daß gerade unsere Gemeinde, die sich fast ausschließlich aus Arbei­tern und Kleinbauern zusammenseht, ganz bcson- ders hart unter den derzeitigen Verhältnissen leide. Die Arbeiterschaft ist überwiegend erwerbs­los. Durch vorübergehende einschränkende Maß­nahmen im freiwilligen Arbeitsd enst schieden vor einigen Tagen rund 70 Arbeiter aus diesem aus. Die kleinbäuerlichen Betriebe kämpfen schwer um ihr Dasein. In beiden Versammlungen wurde aber die Auffasiung vertreten, daß eine Unter­stützung des Jugendnotwerks erfor­derlich sei. Cs wurden Kommissionen gebildet, die mit der Entgegennahme der Einzeichnungen zur Sammlung beauftragt wurden. Das be­reits vorliegende Ergebnis kann für unsere Verhältnisse als recht befriedigend bezeich­net werden. Das Ergebnis hat bewiesen, daß die Einwohnerschaft die Bestrebungen des Jugend- Rotwerks zu würdigen versteht, wenn sie auch in der Arbeitsbeschaffung für die Jugendlichen selbst das Mittel zur Bekämpfung der Rot der Jugend erblickt.

(D Grüningen, 18. Jan. Die Arbeiten des Freiwilligen Arbeitsdienstes, bei denen etwa 20 Arbeitsdienstwillige Beschäftigung sanden, wurden vergangene Woche beendet In diesem Rahmen wurde in den letzten Wochen das

ist Fräulin Roth (Alsfeld).

V Gedern, 18. Jan ^ie fett Monaten hier aufgeire enen Paratyphuserkrankungen scheinen zu einem gewissen Stillstand ge­kommen zu sein. Zur Zeit sind noch sechs ärzt­lich festgestellte Fälle vorhanden, darunter vier noch nicht schulpflichtige Kinder.

Kreis Alsfeld.

ch Flensungen, 18. Jan. Die alte Kirche des Kirchspiels Flensungen befindet sich seit Jahren in sehr schlechtem Zustand Mit Rücksicht hieraus und angesichts der wachsenden Zahl der Gemeindeglieder war schon vor dem Kriege der Neubau einer Kirche in Aussicht genommen. Die Kirche geriet im Laufe der Zeit in immer größeren Verfall, so daß sie aus baupolizeilichen Gründen geschlossen pnd der Gottesdienst in den Schulsaal zu Flensungen verlegt werden mußte. Auf die Dauer konnte dieser Zustand nicht aufrechterhalten werden Die drei baupslichtigen Gemeinden des Kirchspiels beschlossen daher, eine zweckmäßige Wiederher st ellung und Erweiterung der Kirche, die angesichts des Umfangs der not- wendigen Bauarbeiten einen erheblichen Kostenauf­wand erfordert Zur Tragung der Kosten sind jedoch die Kirchspielsgemeinden allein nicht imstande, es soll ihnen deshalb von der hessischen Landeskirche eine größere Beihilfe zuteil werden. Dem-

Verantwortlich für Politik:

I D.. Ernst B l umschein. äirebtiebe Jtacbnditen.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 21. Januar. Vorabend 5 Uhr, morgens 9; abends 5.10 und 5.50.

Israelitische Religionsgelellschaft. Sabbatfeier den 21. Januar 1933; Freitag abend 4.35 Uhr: Sams­tag vormittag 8.30; nachmittags 5.10; Sabbataus­gang 5.50; Wochengottesdienst: morgens 7.00; abends 4.30 Uhr.

v. Schotten, 18. Jan. In der gutbesetzten Turnhalle gab der Sdjottener Männerchor 183 7 sein diesjähriges Winterkonzert. Unter der Stabführung feines Dirigenten Süffel hat sich der Chor außerordentlich gut entwickelt Das be­wies die ausgezeichnete Wiedergabe verschiedener großer Kunstchöre Das zeigten auch die innig bergegebenen Volkslieder Ein Heimatchor Elard B r i e g I e b , vertont von Adam Spanier, erlebte seine Uraufführung. Herr W. A p p e l, Te­nor aus Büdingen, sang mit feiner frischen, sym­pathischen Stimme, von Bürgermeister Menget begleitet, mehrere auserlesene Lieder von Richard Wagner, Richard Strauß, Humperdinck. Das Phil­harmonische Orchester, das unter Leitung seines Dirigenten Dr S e u l i n g in einer Stärke von 36 einheimischen musikalischen Kräften eine Reihe sehr ansprechender Streichmusikstücke oortrug, fand noch besonderen Beifall.

+ Eichelsdorf, 18. Jan. Die Holzver­steigerung aus der hiesigen Försterei, die immer zahlreiche Steigerer aus der Wetterau anlockt, so daß höhere Preise erzielt werden, erhob sich in die- fern Jahre kaum über das Preisniveau der übrigen. Buchenscheit 1. Klasse wurde mit 7 bis 7,50 Mark gesteigert. Die Verwalterin der 3. Schulstelle, Fräulein B a y e r e r . wurde auf ihr Nachsuchen aus dem Schuldienst entlassen. Ihre Nachfolgerin

30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3. Aepfel 18 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 60 bis 80, Rüsse 35 bis 40; bai Stück; Käse 5 bis 10, Tauben 40 bis 60, inländische Eier 11, Blumen­kohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 2,50 Mark.

Vornotizcn.

Tageskalender fürDonnerstag. Gießener Koi^ertverein, 20 Ahr, Stadttheater. 2. Symphonie-Konzert. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, 20.15 Ahr, Reue Aula, Licht­bildervortrag überWanderungen in Jnsulinde". Cafö Leib, 20 Ahr. Filmvortrag überDom Erd- innetn bis zur Tankstelle". Lichtspielhaus, BahnhofstraßeDer träumende Mund"; 22.45 Ahr,Frankenstein". Astoria-Lichtspiele, Sel­tersweg ..Der Draufgänger".

Menscken vom Westen nach dem Osten bringen. Die Rot werde zu diesem Marsch« antreten lehren. Der Staat müsse den Weg ebnen. Roch mancherlei Probleme bringe dieser große Sied­lungsgedanke mit sich: es müßte in vorbereitenden Zusammenkünften schon eine Gemeinsamkeit unter den Siedlern geschaffen weri en, es müsse ein Stück Heimat mitgenommen werden, die neuen Dörfer müßten aus der vorbereiteten Gemeinschaft sofort ein Stück Heimat bedeuten. Der Plan Artur Mahrauns sei bisher sehr günstig ausgenom­men worden. Hüten müsse man sich lediglich vor Kompromissen, vor Verwässerung. Wenn sich die Menschen, die es angeht, zusammenfinden, wenn alle, die mitzuhesien am Werte berufen seien, mit- helfen, bann werde sich das große Werk im In­teresse unseres Volkes und des Vaterlandes durch­führen laflen. Mit einem Appell an die Zuhörer, nach Kräften mitzuwirken, schloß der Vortragende seine Ausführungen. Der Vortrag löste eine rege Aussprache aus.

Oie Geldzuftellung durch Geldbriesträqer bleibt.

Wie von der Hauptverwaltung der Reichspost erklärt wird, haben sämtlich« 45 Oberpostdirektio­nen Deutschlands einschließlich der acht bayerischen die vor einigen Wochen vom Reichspostministerium angeregte Reform der Geldzustellung durch die Geldbriefträgech die die Abholung durch die Geld­empfänger selbst vorsah. nach eingehenden Bespre­chungen mit Wirlschaftsvertretem sowie mit Ver­tretern der Deamtenorganisationen abgelehnt und sind für die Beibehaltung der Geldzustellung durch die Briefträger eingetreten. Voraussichtlich wird das Rcichspostministerium den Oberpostdirektionen anheimstellen, die Gcldbriefträger, die z u m T e i 1 schon mit Derlei digung sm itteln, Schlagringen oder Alarmpistolen, ausgerüstet sind, in gefährdeten Gegenden m i t richtigen Schußwaffen zu versehen. Dar­über hinaus sott den Oberpostdirektionen gestattet Werdern, den Geldbriefträgern, die in unsicheren Gegenden ober in mehreren hintereinanber liegen­den dunklen Höfen ihre Bestellgänge auszuführen haben, i oh einen zweiten Mann als Bewachung mitzugeben.

Gictzcncr Wochenmarktprcifc.

* Gießen. 19. Jan. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt das Pfund: Süßrahmbutter 120, Landbutter 100 bis 110, Kochbutter 80 bis 90, Matte 20 bis 25, Wirsing, gelb 8 bis 10. grün 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bi" 1^ o*e Rüben 8 b s 10 S -inat 20, Aneclohlrabi 6 bis 8. C runkohl 15, Ros nkohl 25, Feldsala: 8. c m .00, Zwiebeln 10, Meerrettich

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 18. Jan. Dieser Tage hielt der hiesige Ortsgewerbeoerein im Gasthaus Joj. Gentner eine gut besuchte Mitgliederver­sammlung ab. Syndikus Röhr von der Hand- wertskammer-NebensteUe Gießen referierte ein­gehend übet die Form der Verteilung von Zufchüs- sen zur Instandsetzung von Häusern, ferner über das System der «teuergutscheine und oerfchiedene aktuelle Handwerkerfragen. Der Vortrag löste eine rege Aussprache aus

* Heuchelheim, 18. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige Ob st- und Gartenbauoerein in der WirtschaftZum Treppchen" feine Gene­ralversammlung. Vorsitzender Jacob Krei­ling VL, der Gründer des Vereins, wurde in An­betracht feiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden er­nannt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Heinrich K r ö ck gewählt, der übrige Vorstand wurde ein­stimmig wiedergewählt. In der Versammlung wurde der Wunsch geäußert, mehr Mitglieder zu werben.

Q] Collar, 19. Jan Am morgigen Freitag, 20 Januar, kann Zimmermeister Balthasar Nuhn (Lollar) sein 5 0jähriges Meister- und Geschäftsjubiläum begehen Der Jubilar i,t weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt. Noch heute steht er mit in der Leitung des Werkes, das sich in den fünf Jahrzehnten feines Wirkens wesentlich vergrößert hat.

Großen-Buseck, 18. Ian. Am Sams­tagabend hielt der GesangvereinSän­ge r k r a n z" bei Gastwirt W a g n e r sein Win­tervergnügen ab. Der geräumige Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Rach dem Er­öffnungsmarsch begrüßte der 1. Vorsitzende Wilh. Seipp die Besucher. Er dankte dem langjähri­gen Dirigenten K. R i c o l a i für sein Bestreben, den Verein in gesanglicher Hinsicht auf der Höhe zu erhalten. Zwei Mitgliedern, Heinrich Volk und Wilh. Harbach U überreichte er anläßlich ihrer 25jährigen Zugehörigkeit zum Verein je eine Ehrenurtunde. Die zum Vortrag gebrachten Chöre fanden den ungeteilten Beifall der Zuhörer. Zur angenehmen Abwechslung wartete das Orchester mit guter Musik aus. Im weiteren Verlaus des Abends kam ein dreiaktiges Theaterstück zur Aufführung und fand viel Bei­fall.

X Klein-Linden, 17. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige Kriegeroerein in der Gast­wirtschaft Pauly feine diesjährige Generalver­sammlung ab. Nach der Begrüßung gab der 1. Vor­sitzende Schimmel einen Rückblick über das ver­flossene Vereinsjahr, wobei er insbesondere auf die immer stärker sich entwickelnden Jugendgruppen im Hassia-Verband hinwies. Weiter gedachte er der im letzten Jahre verstorbenen Kameraden. Die Jahres­rechnung. von den Kameraden Kehl und B e ch t - hold geprüft, wurde genehmigt. Der 1. Vorsitzende gab im weiteren Verlauf der Versammlung Aufklä­rungen über die Kranken-, Sterbegeld und Lebens- versicherungsabschlüsse, die durch Vermittlung des Hassiaverbondes abgeschlossen werden können. Die Neuwahl des Vorstandes findet in der nächsten Monatsversammlung statt. .

Z Grohen-Linden, 17. Jan. 3n der jüngsten Gemeinderatsfitzung stand u. a. die Herabsetzung der Vergnügungs­steuer auf der Tagesordnung, die ledoch ab­gelehnt wurde. Die Gewerkschaft der Gießener Braunsteinbergwerke hatte einen Antrag auf Be­zahlung der Pacht für den in Benutzung befind­lichen Steinbruch bei den Kalköfen gestellt. Der Antrag wurde abgelehnt und an dem früheren Vertrag sestgehalten. Bürgermeister Lang teilte mit daß eine neue Krankenschwester aus dem Diakonisscnhaus Ronnenweier angefordert und zu Ostern zugesagt sei, da die seitherige 70- jährige Krankenschwester bis dahin in den wohl­verdienten Ruhestand treten will. Die Chaus­sierungen durch den F r ei w i 111 gen A r - b e i t s d i e n st im hiesigen Walde sind feit eini­ger Zeit eingestellt worden, nachdem die Maß»

bleiben, besteht in Räharbeit für daS Kreiswohlfahrtsamt Wetzlar

Die im Bild wiedergegeben« Kaffeetafel findet an historischer Stätte statt. Es ist das ehemalige fürstliche Speisezimmer, das u. a. auch den er­mordeten Zaren von Rußland bei seinem letzten Besuch in Deutschland beherbergte. Schloß Hohen­solms befindet sich im Besitz des Fürstenhauses Hohensolms-Lich.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )

Jlr. 995. Zur Beantwortung Ihrer Anfrage kom­men die verschiedensten Bestimmungen in Betracht, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann. Wir empfehlen Ihnen, sich (unter Darlegung Ihrer Absichten in Einzelheiten) an das Städtische Hoch­bauamt, Gießen, Asterweg 9, zu wenden.

gemäß hat die Kirchenregierung die Erhebung einer Landeskirchenkollekte angeordnet und sich in diesem Sinne an alle hessischen Pfarreien gewendet

Unterschlagungen

bei der Landeskommunalbank.

WSR. Darmstadt, 18. 3an. Die Lan­deskommunalbank-Girozentrale für Hessen teilt mit: Am 4. 3anuar 1933 ist durch unsere 3nnenrevision ein Kassenfehlbetrag non 13 500 Mark festgestellt worden, dessen Entstehung der Kassierer mit Mankobeträgen erklärt«, deren Meldung er unterlassen hatte. Der Arbeitsaus­schuß der Bank hat am 5. 3anuar 1933 das nach § 17 der Banksatzungen erforderliche Cinverstaiid- nis zur vorläufigen Cnthebung vom Amte erteilt und die sofortige Einleitung der Antersuchung angeordnet. Der Kassierer ist am 6. 3anuar 1933 schriftlich von der vorläufigen Amtsenthebung in Kenntnis gesetzt worden Das Ergebnis der Antersuchung wurde dem Rrbeits-

ausschuh in der Sitzung vom 12. 3anuar 1933 nvtgctcilt, worauf er den Beschluß faßte, daß bis zum 17. 3anuar 1933 der Ersah des Fehl­betrags sichergestellt und der Verzicht auf Ge­halt. "Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung von dem Kassierer erklärt werden sollte. Der Ersah des Fehlbetrages von 1 3 500 Mark ist inzwischen sichergestellt worden. Außerdem ist der Beamte unter Verzicht auf alle seine Rechte a u s g e s ch ie d« n. Die Dar­stellung eines Teils der Presse, daß die Bank keine besondere Eile mit der Aufklärung gehabt habe, ist unrichtig. Ebenso unrichtig sind die Be­hauptungen über die Entstehung des Schadens wie die Anterschlagung von Poststücken. Die Zah­lung einer Weihnachtsgratifikation an den Kas­sierer ist nicht erfolgt. Der Kassierer erhielt iin ganzen ein Mankogeld von monatlich 25 Mark, also 300 Mark im 3ahre, und nicht, wie be­hauptet wurde, ein Mankogeld von 60 Mark mo­natlich und außerdem 3000 Mark Mankogeld im 3ahre.

Revision auch im Mordprozeß Knirsch.

WER. Frankfurt a. M.. 18.3an. Gegen das Todesurteil, das das Schwurgericht gegen den Geldbriefträgermörder Willi Knirsch ge­fällt hat, ist von feiten seines Verteidigers Dr. Elle Revision eingelegt worden. Der Fall wird also auch das Reichsgericht beschäftigen.

Wettervoraussage.

Durch die Jslandstörung einerseits und durch das Mittelmeerfallgebiet anderseits hat sich eine über Deutschland laufende Rinne tieferen Druckes ae- bildet. Von den britifchen Jnfeln fließt infolgedessen maritime Luft abwärts und vom Mittelmeer her drängt sich wärmere vor Wenn auch die Luftbe­wegung schwach und namentlich über Deutschland eine Beruhigung der Luftmassen zu erkennen ist, so dürfte immerhin der Störungseinfluß ausreichen, um sowohl auf die Temperaturen mildernd einzu­wirken, als auch Bewölkung und etwas Schnee her­vorzurufen.

Aussichten für Freitag: Schwankender Frost, zeitweise Ausstieg bis in Nullpunktnähe, be­wölkt und dunstig, stellenweise auch etwas auf­klarend, vereinzelte Schneefälle.

Aussichten für Samstag: Fortdauer des winterlichen Witterungscharakters.

Lufttemperaturen am 18. Januar: mittags mi­nus 1,7 Grad Celsius, abends 1,7 Grad; am 19. Januar: morgens 2,1 Grad. Maximum minus 0,5 Grad, Minimum minus 9.6 Grad. Erdtemperatu- ren in zehn Zentimeter Tiefe am 18. 3anuar: abends minus 1 Grad: am 19. 3anuar: morgen« minus 0,9 Grad Celsius.

Bestrebungen in der DT. Rechnung getragen. Beide Vorträge sanden lebhaften Beifall. Solch« Vorträge sotten daher auch in den folgenden Ver­sammlungen gehalten werden. Zwischendurch wur­den Anfragen gestellt und beantwortet, und ins­besondere über die bisher schon getroffenen Vor- , Bereitungen zum Deutschen Turnfest in Stuttgart in Oberhessen durchgeführten Spritzungsversuche an Auskunft gegeben. Turnerlieder umrahmten Vor- Obstbäumen zur Bekämpfung der Obstbaumschad- träge und Besprechungen, in denen auch die I singe und zur Verbesserung der Qualität des Obstes. Freude der anwesenden Mitglieder über die .ttrciö itrtCDbcr«.

Reuerung und der Wunsch zum Ausdruck kam, , » re ä n ä ir ^nn Am Montaanach- daß die nächsten Versammlungen eine noch gro- Kirch- G o ns, 18. Jan. Am Montag ck) Bete Z°hl det Mi.gl-edet »ufammenfuBrcn möd>. mittag erdete M>

lcn gen für Diehtransport. der gerade in dem Augen-

_____________________ blick rückwärts fuhr, als eine ältere tftau die Straße passieren wollte. Die Frau bemerkte den Vorgang zu spät und erhielt von dem Kraft­wagen einen heftigen Stoß, so daß sie an Armen und Beinen Verletzungen erlitt, die allerdings nicht sehr schwerer Ratur zu sein

, . ... . . . IioA<. scheinen. Die Schuldfrage ist noch nicht völlig

nähme zweimal verlängert worden war. Es siegt ' y.- .

jedoch die Vermutung nahe, daß im FrüMhr die 9cna i. «itbirtOClt

angefangene Schneise fertiggestellt wird. Die Rot- MtCtÖ {MlPinflCn

standsarbriten gehen weiter. Der Geflügel- * Ridda, 18. 3an. Die Obstbaumz ah und Kaninchenzuchtverein hielt am I u n g in unserer Gemarkung ergab folgendes Re- Samstag seine Jahreshauptversammlung in der fultat an tragfähigen Räumen : 2981 Wirtschaft Faber ab Der erste Vorsitzende, Tafeläpfel, 1659 Wirtschaftsäpsel. 4 2 iaflb r- Hch. Würz, erstattete den Geschäftsbericht. Der nen, 382 Wirtschaftsbirnen, 99 Stämme Sutzsir- Mitgliederbestand beträgt 62 Mitglieder und schen, 71 Stämme Sauerkirschen. Fruhzwetschen 5 Ehrenmitglieder; ausgcschieden sind 11, Reuauf- waren 40 und späte 1653 Bäum« vor)anden nahmen waren 5 zu verzeichnen. Der Rechner Mirabellen wurden 137 und Reineclauden 112 Ivhs. Diez berichtete über den Stand der Ver- Bäume, Aprikosen 9. Fruhpsirsiche 16. Säatvsir- einskasse Der gesamte Vorstand wurde einftim- siche 16, und Walnüsse 102 Bäume sestgestellt. mig wiedcrgewählt. Zu Ehrenmitgliedern wurden Roch nicht tragfäh, ge Baume waren Ludwia Weigand und Hch. Peter ernannt. 1906 Tafeläpfel-, 5">0 Wirtschaftsapfel-, 183 -^a»

_ o _ _ n resnÄ ir <'tnn ilnferm Ge- felbirnen- und nur 3 W rtschaftsbiri eiibaume vo -

schen, 71 Mirabellen, 45 Reineclauden, 13 Apri­kosen. 12 Frühpfirsiche, 23 Spätpsirfiche und von t , Walnüssen 93 Bäume noch nicht tragfähig. Die Viehzählung in unserer Stadt ergab 198 ' 1 Pferde, 261 Stück Rindvieh, 286 Schafe, 316 Schweine, 92 Ziegen, 2206 Stück Federvieh und