Ausgabe 
18.8.1933 Erstes Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

bei

Großes SA.-Sporlsest der Standarte 116

der

28-

am

Mann

des Pro-

Pfund

Aus aller Welt.

Sühne für einen Raubmord.

Übungen hervorragendes zu leisten vermag. Die Wettkämpfe sollen zugleich Bekenntnis und

Das größte Interesse beansprucht der 20-Kilometer-Gepäckmarsch mit 25 Belastung.

Handballwettspiel

des Sturmbanns 1/116 gegen den Sturm­bann 11/116 mit einer Spieldauer von 2 mal 20 Minuten. Auch hier läßt sich der Sieger im vor­aus nicht mit Sicherheit bestimmen. Der Sturmbann 1/116 setzt sich in der Hauptsache aus Stürmen, die auf dem ßanbe ihren Standort haben, zusammen.

Tschechischer Größenwahn.

Die Revision für die Tschechoslowakei nur eine militärische Frage.

Prag, 17. Aug. (TU.) Im Rahmen der Pribina- feier in Neutra fand die Grundsteinlegung zu einer neuen staatlichen Bürgerschule statt, die den Namen Pribina-Schule tragen wird. Für die Regierung nah­men an dieser Feier Unterrichtsminister Dr. Derer teil, der u. a. ausführte:Unser Staat ist kein zu­fälliges Gebilde, das bei nächster Gelegenheit in seine Elemente zerfallen würde. Unser Staat und seine Existenz sind in ferner glorreicher und staats­bildender Vergangenheit verankert. Wir sind kein Volk von Diplomatengnaden, wir sind ein Volk, das feinen Staat, seine Kultur und sein Christentum schon läng st hatte, noch ehe die, die ihm nun nach dem Leben trachten, von der christlichen Zivili­sation eine Ahnung hatten.

Für die Tschechoslowakei und die Tsche­choslowaken besteht keine Revisionsfrage. Um mich ganz klar auszudrücken: Für uns ist Die Re- , Vision weder eine diplomatische noch eine wirtschaft- j liche oder politische Frage; für uns ist die Re- Vision einzig und ausschließlich eine militärische Frage. Unsere einzige Vorberei­tung zur Revisionsfrage ist, daß wir bestrebt sind, unsere tschechoslowakische Armee zu vervollkommnen und zu verstärken, heute, da im Westen diel germanische Angriffslust wiederum ihr Haupt erhebt, müssen vor allem wir Tschechoslowaken daran denken, daß sich die Geschichte ! nid)1 wiederhole. Wir müssen unser tschechoslowaki­sches Leben so einrichten, daß keine deutsch­ungarische Intrige unseren Staat schädigen kann."

Im Juli 1932, dem entsprechenden M o - nat des Vorjahres, waren an Besitz- und Verkehrssteuern 287,9 Mill. Mark (12,6 Mill. Mark weniger als im Juli 1933), an Zöllen und Ver­brauchssteuern 290,1 Mill. Mark (11,3 Mill. Mark mehr als im Juli 1933) aufgekommen. Im Juli 1933 sind mithin insgesamt 1,3 Mill. Mark mehr aufgekommen als im Juli 1932, im ganzen 578,0 Mill. Mark gebracht hatte.

Fahnen heraus!

Unsere Mitbürger werden hiermit dringend gebeten, anläßlich der Jeier des 120jährigen Bestehens unseres früheren Gießener Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Rr. 116 und des mit die­ser Jeier verbundenen großen Aufmarsches der Standarte 116 die Häuser m i t flaggen- schmuck zu versehen. Kein Haus sei ohne s ch w a r z w e l h r o t e und ohne Haken­kreuzflagge! Jedermann bekunde durch diesen Schmuck seine innere Verbundenheit mit der großen nationalen Veranstaltung am Samstag und Sonn­tag!

In der Medizinischen Fakultät wird man seine still gefaßte und geprüfte, stets auf Wohlwollen be­gründete Meinung schwer vermissen. Wir können uns ihn nicht wegdenken aus unserem Kreise. Wir hatten an ihm einen Kameraden, einen besseren gibt es nicht! Den Studierenden galt sein Herz von je; wo er konnte, sprang er mit Rat und Tat für sie ein; nie hat wohl ein Student, mag er sich in bedrängter Lage irgendwelcher Art befunden haben, bei ihm eine Fehlbitte getan. In seiner Klinik sei, wie man mir versicherte, von ihm nie ein hartes Wort gefallen; über den einfachen SatzEs war

Wettervoraussage.

Das Biskayahoch hat einen weiteren Vorstoß gemacht und über dem Festlande allgemeinen Da- rometeranstieg verursacht. Da aber noch vorwie­gend westliche Winde wehen, bleibt das Wetter zunächst etwas wechselhaft und mäßig warm, wo­bei vereinzelt sogar geringe Niederschläge möglich sind. Mit zunehmendem Aufbau des hohen Druckes wird jedoch die Wetterlage in ruhigere Bahnen ge­langen.

Aussichten für Samstag: Teils wech­selnd bewölkt und teils aufheiternd, mäßig warm, vereinzelt geringe Schauer.

Aussichten für Sonntag: Weitere Be­ruhigung der Wetterlage wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 17. August: mittags 22,6 Grad Celsius, abends 17 Grad; am 18. August: mor­gens 17,4 Grad. Maximum 23,3 Grad, Minimum 14 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. August: abends 23,1 Grad; am 18. August: mor­gens 18,6 Grad Celsius. Sonnenscheinoauer 5% Stunden.

Bei sämtlichen Behörden und Dienststellen werden sofort durch die Obleute der Beamtenfachschaften Einzeichnungslisten in Umlauf gesetzt, die der ge- Holts- pp. zahlenden Kasse übermittelt werden. Allen Beamten, Angestellten usw. wird anheimge­stellt, dem Ruf des Führers des deutschen Volkes zu folgen, und durch Einzeichnen ihren Opfersinn und Willen zur Mitarbeit am Neuaufbau des Stoa, tes zu bekunden.

Hindenburg ehrt einen alten Kriegskameraden.

Herr Leutnant a. D. Knobel, über dessen heu­tigen 89. Geburtstag wir in unserer Frühausgabe bereits berichteten, erhielt anläßlich dieses Tages im Auftrage des Herrn Reichspräsidenten Generalfeld, marschalls v. Hindenburg folgendes Schreiben aus der Kanzlei des Reichspräsidenten:

Sehr geehrter Herr Knobel!

Zu Ihrem 89. Geburtstag, den Sie heute feiern, läßt der Herr Reichspräsident Ihnen als ehemaligen Feldzugsteilnehmer von 1864, 1866 und 1870/71 seine herzlich st en Glück­wünsche nebst kameradschaftliche Grüße übermitteln.

Gleichzeitig läßt der Herr Reichspräsident Ihnen aus diesem Anlaß fein Bild mit eigenhändiger Unterschrift anbei zu- gehen.

Mit dem Ausdruck der vorzüglichsten hoch- achtung Unterschrift."

Daten für Freitag, 18. August.

1830: Kaller Franz Joseph I. von Oesterreich, König von Ungarn, in Wien geboren (gestorben 1916); 1870: Sieg der Deutschen bei Gravelotte- St. Privat; Schlacht bei Metz.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. VHC. Gießen: 20.30 Uhr,Hotel hopfeld", außerordent­liche Mitglieder- und Monatsversammlung. Licht- spielhaus (Bahnhofstraße):Die Tänzerin von Sans­souci".

** Aus dem Staatsdienst entlassen. Wie das Hessische Personalamt bekanntgibt, wurde am 3. August mit Wirkung vom 28.3uni auf Grund von § 4 des Reichsgesehes zur Wie­derherstellung des Berufsbeamtentums der Me­dizinalrat Dr. Adolf Schneider bei der Lan­des-Heil- und Pflege-AnstaltPhilippshospital" bei Goddelau- entlassen.

** Straßen sverruno. Die Polizeidirektton Gießen teilt mit: Anläßlich der 13. Herbstregatta des Lahn-Regatta-Verbandes am 27. August wird die Bootshaus st raße zwischen Bootshaus und der Unterführung an der Ederstraße am 27. August von 14 bis 19 Uhr für den Durchgangsverkehr ge- sperrt.

" Spende zur Sörberung bet natio­nalen Arbeit. Das Lanbeskirchenamt ver­öffentlicht in seinem Verordnungsblatt Ar. 21 einen Erlaß bc8 Reichsfinanzministers vom 1. 3uli bett,freiwillige Spenbe zur Förderung ber- nationalen Arbeit" mit empfehlenben Worten. Ehe jeboch bieses amtliche Schreiben bekannt würbe, haben 26 Geistliche bes evangelischen De­kanats Gießen von sich aus freiwillig be­schlossen, einen monatlichen Gehaltsabzug von 1 Prozent bis auf weiteres burch die Landes­kirchenkasse zur direkten Abführung an das Fi­nanzamt für diese Spende vornehmen zu lassen.

**DieAusstellungvonKriegerfried- Hofmodellen und -bildern, die anläßlich der Anloy-Feier des Infanterie-Regiments 116 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Orts-

Peter Poppert.

Nachruf von Georg Herzog, Direktor des Pathologischen Instituts und stcllvertt. Dekan der Med. Fakultät.

Herr Geh. Medizinalrat Professor Dr. P. P o p - I pert, Direktor der Chirurgischen Klinik an der | hessischen Landes-Universität zu Gießen, ist am 15. August 1933 19 Uhr nach kurzer schwerer Krank- I heit im 74. Lebensjahre gestorben.

Diese Kunde schlug in Gießen, selbst bei nahe- I stehenden Bekannten, und weit über Gießens und Hessens Grenzen hinaus überraschend ein. Jugend- I liche Frische hat den Verstorbenen immer ausge­zeichnet, und man konnte ihn für einen Fünfziger halten, wenn man ihn bis vor wenigen Wochen auf seinem täglichen Gang zur Klinik elastischen Schrit­tes, voll Spannkraft und frohen Mutes begegnete, ihn in seiner Klinik walten ober an Sitzungen teil­nehmen sah.

Selbst ein geborener Hesse und echt deutsch ge­sinnt, war er mit dem schönen Hessenlande und den nachbarlichen preußischen Provinzen verwachsen, wie kaum ein anderer. Er hatte es in einer für den Arzt und Dozenten der Landesuniversität vorbild­lichen Weise verstanden, die Verbundenheit mit Land und Bevölkerung herzustellen. Ueberall, wo­hin man kam, in entlegenen Dörfern des Vogelsber­ges, wurde man gefragt:Wie geht es Herrn Ge- Heimrat Poppert? Ich habe in seiner Klinik gelegen, er hat mich operiert!" Voll Bewunderung und an­hänglicher Siebe sprachen Männer und Frauen un­seres nicht leicht zugänglichen, dafür aber Gutes und Großes um so treuer bewahrenden hessischen Volkes von seinem chirurgischen Können und seinem warmen ärztlichen Herzen.

Peter Poppert war Arzt in vollem und bestem Sinne des Wortes! Er behandelte kranke Menschen, jeden so wie er es nötig hatte! Mit den notwendigen Mitteln der chirurgischen Technik und des Labora­toriums und mit gleichzeitiger Erfassung und Be­einflussung seines seelischen Zustandes! Er wachte über den einzelnen Patienten, ob hoch ober niebrig, j in gleichmäßiger Menschenliebe bis zu seiner Ge­nesung. Das Vertrauen seiner Kranken war einem solchen Mann von vornherein sicher. Die Persönlich­keit Popperts ist ein Gegenbeweis gegen bie An­schauung, bie Schulmedizin wolle nur Laborato­riumsmediziner heranziehen und rücke ab von der Sorge um den Patienten als ganzen Menschen. Wohl dem Arzte, der solche Eigenschaften sich erhält trotz der täglich auf ihm lastenden Geschäfte und Mühen! Wenn sie sich so sichtbar und so im Vorder­gründe allen ärztlichen Tuns erhalten wie bei Ge­heimrat Poppert, dann müssen sie tief verankert sein im Charakter.

Treue und Güte waren die Haupteigenschaften feines Charakters; sie waren für ihn bie Leitmotive m allen Lebenslagen, in allem seinem hanbeln!

Die Regierung hat davon abgesehen, durch einen allgemeinen Gehaltsabzug der Opferwilligkeit der Beamtenschaft vorzugreifen. Ste überläßt es dem Einzelnen, vor seinem Gewissen und unter seiner Verantwortung vor Volk und Vaterland nach bestem Können zur Spende beizutragen. Bei dem hohen und dringenden Zweck der Spende wird angenom­men werden können, daß sich alle Beamten und im Staatsdienst beschäftigten Personen zu einem fort- laufenden Abzug an ihren Bezügen auf eine An­zahl von Monaten entschließen. In den bevorstehen- den Wintermonaten wird der Kampf gegen die Ar-

Zu dieser Hebung stellt jeder Sturm eine Mann­schaft, die aus 4 Mann einschließlich Führer besteht, iöet Start erfolgt auf dem Sportplatz der SpVgg. 1900, mit einem Zeitunterschied von 1 Minute für

Zwei politische Borde aufflctlä'rf

Die Täter legen volles Geständnis ab.

Berlin. 18. Aug. (ERB.) Der ES. in Landsberg a. d. W. ist es gelungen, zwei poli­tische Morde aufzudecken, die 1931 die ganze Ostmark in Aufregung versetzt haben. Am zwei­ten Psingstseiertag 1931 wurde der 17jährige Hitler-Junge Gerhard Liebsch in Dühringshos (Ostmark) aus viehische Art von Kommuni st en ermordet. Durch syste­matische Arbeit gelang es nun der SS. d i e Mörder Gustav Rudolf und Erich Ru­dolf restlos zu überführen. Die Tä­ter sowohl als auch die Komplizen haben ein volles Geständnis abgelegt. Gustav Ru­dolf stach den ahnungslosen Hitler-Jungen von hinten mit einem langen Dolchmesser nieder, worauf der Bruder des Mörders hinzusprang und auf dem am Boden liegenden Hitler-Zun­gen so lange mit den Füßen herumtrampelte, bis alles Leben erloschen war.

Der zweite Morbfall trug sich am 20. September 1931 in Meseritz (Grenzmark) zu. Dort mürben bei einem SA.-Aufmarsch aus einem kommu­nistischen hause mehrere Schüsse auf bie S A. abgegeben, wobei ber SA.-Scharsührer , Seiblitz aus Schwiebus sterbend zusammenbrach. | Sämtliche beteiligten Personen haben jetzt ein vol­les Geständnis abgelegt. Danach hat sich diese Tat als ein systematisch vorbereiteter UeberfaU feststellen lassen. Den tödlichen Schuß auf den SA.-Scharführer gab ber Kommunist Fritz Wittchen ab.

Auch bie Ausdeckuna eines brüten Falles ge­lang ber SS. in biefen Tagen. Im Jahre 1931 würbe in ber Nähe von Z i e l e n z i g der Dberlanb« jägermeister Marienseld von Kommunisten be­schossen. hierbei würbe ber Oberlandjägermeister nicht getroffen, sein Pferd aber schwer verwundet. Die Tat hat nunmehr derselbe Mörder Wittch en eingeftanben, ber seinerzeit ben löblichen Schuß auf ben SA.-Scharführer Seidlitz abgab.

Oie Bewegung der Reichssteuer- einnahmen.

Berlin, 17. Aug. (WTB.) Die Einnahmen des Reiches im Monat Juli 1933 betrugen bei ben Be­sitz- unb Verkehrssteuern 300,5 Mill. Mark, bei ben Zollen unb Verbrauchssteuern 278,8 Mill. Mark, zu­sammen 579,3 Mill. Mark. Im Juli waren viertel­jährliche Vorauszahlungen auf bie Umsatzsteuer ber Betriebe mit einem steuerpflichtigen Jahresumsatz von nicht mehr als 20 000 Mark sowie bie Zölle aus ben vierteljährlichen Zollagerabrechnungen zu ent­richten.

hohes Glück fanb Geheimrat Poppert im Kreise seiner Familie. Wie glänzten seine Augen, brückten seine Gesichtszüge inniges Beglücktfein unb bant­bare Zusriebenheit aus, wenn er von Frau unb Kinbern sprach! Wie freute er sich, von ihnen Sor­gen unb Mühen bes Alltags abhalten zu können! Unb als bie löbliche Krankheit, beren Schwere er selbst wohl erkannte, ihn ergriff, war er bemüht, feiner Familie bie quälenbe Erkenntnis zu ersparen. Ich bin nur froh, baß meine Angehörigen unb meine Frau über ben Ernst meiner Lage nicht in­formiert finb", waren seine Worte zu einem Freund in ben letzten Tagen. Dieser Ausklang in Liebe unb ®üte zeigt uns Peter Poppert gleichzeitig als einen innerlich starken Menschen, ber seine Person immer

Beamtenschaft und Spende zur Förderung der nationalen Arbeit.

Staatssekretär Jung hat an alle hessischen Staatsbehörden folgenbes Ausschreiben über bie Spende zur Förderung der nationa­len Arbeit erlassen:

Der Kanzler des deutschen Volkes, Adolf Hit- l e r, hat zu einer Spende zur Förderung ber natio­nalen Arbeit aufgerufen, um auch auf btefem Wege unseren arbeitslosen Mitbrübern unb -schwestern roieber Arbeit unb Brot zu schaffen. Es ist Pflicht aller noch in Arbeit stehenden Deutschen, sich nach bestem Können an dem Kamps gegen die Arbeite lofigteit zu beteiligen. Die Beamtenschaft als Trä­ger des Staates muß hierbei an ber Spitze mar­schieren.

unb überall hintangesetzt hatte, zeigt uns in ihm ein echt ärztliches heroentum.

Alle, bie ihn kannten, werben Herrn Geheimrat Poppert als Menschen von nie ermübenber Arbeits- kraft unb höchstem Pflichtbewußtem, von äußerster Zuverlässigkeit, voll reiner Menschenliebe und wah- rer Liebenswürdigkeit, als vorbildlichen Arzt in treuem Gedächtnis behalten, seine Kranken, seine Freunde, die Aerzte, die ihn zur Beratung baten, seine Studierenden und Assistenten und nicht zuletzt wir Mitglieder der Medizinischen Fakultät! Er war wohl einer der wenigen, Die in ihrem ganzen Leben nie einen Feind hatten.

Gerade die Turnvereine auf dem Land spielen aber einen ausgezeichneten Handball, so daß mit einer wurfkräftigen Mannschaft gerechnet werden muß. Der Sturmbann 11/116 nimmt seine Spieler fast ausschließlich aus den Handballmannschaften ber Stürme 11 und 19, die über ein gutes Spielmaterial verfügen und auch in Wettkämpfen mit ber Spiel- Vereinigung 1900 und dem Bataillon bie nötige Er­fahrung gesammelt haben. Wir erwarten deshalb den Sturmbann 11/116 mit einem geringen Tor- unterschied in Front.

Im Anschluß an das Handballspiel zeigt ber Mo­torsturm ber SA.

motorsporttiche Vorführungen,

bie sicherlich viel Interesse bei ben Zuschauern fin« ben werben. Der Motvrsturm wirb ben Beweis er­bringen, baß er in ber verhältnismäßig kurzen Zeit feines Bestehens eifrig gearbeitet hat unb sowohl im Schnelligkeitsfahren, als auch im Geschicklichkeits- fahren allen Ansprüchen gerecht werben wird. Im

Einzelwettkamps

finbet Johann ein 100-Meter-Laufmit Gas­maske im Dienstanzug unb ein Weüwurs statt. Für jebe biefer Hebungen stellt jeher Sturm einen Mann. Um unnötige Zwischenläufe zu oermeiben, kommen bie 6 Zeitbesten in ben Enblauf. Beim Weitwurf hat jeher Teilnehmer brei Würfe, ber weiteste wirb gewertet. Auch hier läßt sich eine Vor­aussage nicht treffen. Die Feststellung bes Siegers dürfte wesentlich davon abhängen, wie sich die Leichtathleten mit ben gestellten neuen Bebingungen abfinben.

Besoicheren Reiz versprechen bie beiden letzten Nummern ber Veranstaltung. Der Reitersturm wirb

reitsportliche Darbietungen

oorsühren, bie bartun werben, baß auch auf diesem - Gebiet bie^ langsam an Boden gewinnt. Es ist zu hoffen, baß (rotz ber gerabe jetzt im Gang befinb- lichen Grntearbeiten eine stattliche Anzahl SA.» Reiter erscheinen werben. Von befonberem Inter­esse ist enblich für alle bie

VorführungAlte Gruppe" undReue Gruppe".

Mit der technischen Durchführung unb Leitung der Wettkämpfe ist der Vorsitzende der Spiel­vereinigung 1900, Pg. Dr. Guyot, beauf­tragt, bem erfahrene Mitarbeiter zur Seite stehen, so daß mit einer reibungslosen unb pünktlichen Abwicklung der Wettkämpfe gerechnet werden kann. Zielgericht unb Schiedsgericht: 6 t anbar* tenabjutant Münker, Sturmbannführer Den­der, Pg. Dr. G u h o t.

Wie das Programm erkennen läßt, verspricht das Sportfest der SA. der Standarte 116 ein be­sonderes Ereignis zu werden, das in seiner Viel­gestaltigkeit einen lebendigen Ausdruck von dem Geist und der Ausbildu.'g der SA. vermitteln wird.

jebe Mannschaft. Die Marschroute geht durch bie Kaiserallee, Moltkestraße, Hitler-Wall, Marburger Straße, Wieseck, Alten-Buseck, Großen-Buseck, Räd- gen unb 1 Runde auf bem Sportplatz ber Spiel­vereinigung 1900. Gewertet werben nur bie Mann­schaften, bie geschlossen burch bas Ziel gehen. Heber bie Siegesaussichten ber einzelnen Stürme läßt sich eine genaue Voraussage nicht machen, da ein ver­gleichbarer Maßstab nicht oorliegt unb bie einzelnen Marschleistungen zu wenig bekannt sind. Vielleicht ist ber Sturm 11 in ber Lage, seinen Sieg beim 10- Kilorneter-Gepäckrnarsch beim Abenbsportsest ber Spieloereinigung 1900 zu wieberholen. Auf alle Fälle finb bei Den vielen Mannschaften unb bem ausgeglichenen Material spannenbe Kämpfe unb gute Zeiten zu erwarten. An zweiter Stelle steht ein

Heerschau sein, sollen darüber Zeugnis ablegen, daß Kamps und Sport zusammengehören, so wie es der Reichssportführer v. Tschammer» r,------ .... .......... ^u9 , O st e n bei Uebernahme seines Amtes ausgedrückt

nicht richtig" ging fein Tadel nie hinaus. Er hing °<jj *,® V. S A. . G e l st

an feinen Assistenten unb seinen übrigen Mithelfern JB Kameradschaft. Einsatz- und Opferbereitschaft." unb -Helferinnen, wie sie an ihm. Er bilbete mit dieser Erkenntnis heraus ist auch die Zu- ihnen eine innige Gemeinschaft, sie fühlten sich ge- sammenstellung der Wettkampfe erfolgt, die nicht borgen unter feiner väterlichen Fürsorge. In großer auf Spezialubungen und einzelne Höchstleistungen Zahl hat Poppert unter seinen Assistenten tüchtige abzielen sondern eine gute allgemeine zweck- Fachärzte für Chirurgie herangebilhet, viele von Durch- und Ausbildung, den Geist der

ihnen bekleiden hervorgehobene Stellen an Kranken- Unterordnung und Gemeinschaft vermitteln sollen. Häusern unb Kliniken. Daß viele seiner Schüler ihr deshalb eine Selbstverständlichkeit, daß

Können während des Krieges mit großem Erfolg in neben wenigen EinzelkämPfen der ----

den Dienst des Vaterlandes gestellt haben, hat ihn fchaftskampf im Vordergrund stets mit besonderer Freude und Befriedigung er- I grarnms steht, füllt; der Heldentod seines Schülers Prof. Thies war ihm sehr nahe gegangen. Gern beteiligte er sich auch als Dozent an ber Fortbilbung ber Aerzte; mehrfach versicherten bem Schreiber biefer Zeilen Teilnehmer ber Fortbildungskurse ber Meb. Fakul­tät, daß Poopert ihnen gerabe bas sage, was sie als praktische Aerzte brauchen. Die Medizinische Gesell­schaft zu Gießen hat ihn zu ihrem Ehrenmitglied gemacht. Für seine Person war Poppert anspruchs­los; er verbat sich alle Ehrungen. Sein vierzigjähriges Dozentenjubiläum durste 1929 nur in kleinem Kreise gefeiert werden. So war auch in seinem Sinne am Grabe von allen Feiern und Reden abgesehen wor­den, trotz allseitigen Verlangens darnach und einer wahrlich vorhandenen Berechtigung! Selbst diese Zeilen dürfen erst nach erfolgter Beerdigung ver­öffentlicht werden.

sanamus", die er dem Eingang zur Chirurgischen Klinik gab, legte er als echter Arzt zweifellos den Nachdruck auf das zweite Wort und wollte besonders auch die Mahnung und Warnung die in dem ersten I Die S t a n b a r t e 1 1 6 veranstaltet im Rahmen W°rt enthalten ist zum Ausdruck bringen Als Ope- ihres großen Aufmarsches am kommenden Sonn* rateur her ©allenleiben unb Mitbegründer biesbe- tag, im Abschluß an den Gottesdienst, auf dem Auglidjer Operattonsmethoden hat er sich einen Sportplatz der Spielvereinigung 1900 gem^t. DcUt^lanb unb hinaus | sportliche Wettkämpfe.

Sie will damit vor aller Oeffentlichkeit bekunden, daß die körperliche Ertüchtigung unseres Volkes gerade in den Reihen der SA. ihre eindeutige und zweckmäßige Förderung findet, und daß nach den langen Jahren des Kampfes um die Macht die SA. auch auf dem Gebiete der Leibes-

Das Schwurgericht in Stabe verurteilte den jährigen Arbeiter Walter Schulze, der an. 24. April d. I. in Harburg bie Witwe Sötte in bestialischer Weise ermordet unb beraubt hat, unter Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte, Aum Tobe. Die Mitangeklagten Harburger Arbei­ter Thiemann unb Reimers wurden wegen Hnterschlaguna zu je zwei Jahren G e f ä n g- n i s verurteilt. Sie hatten Schulze auf die Möglich­keit eines Einbruches bei ber Witwe Volke aufmerk­sam gemacht unb waren ihm bei einer zweiten Durchsuchung ber Wohnung nach Wertgegenständen behilflich gewesen, ohne indessen von der Mordtat Kenntnis gehabt zu haben.

Seit seinem Studium und seinerÄpprobations- prüfung" im Jahre 1883 war Poppert der Medizini­schen Fakultät der Hessischen Landesuniversität zu , ^llllHllluIluull wuu uei ÄUllip| qeqen t ©ie&en treu geblieben; zuerst als Assistenzarzt, dann beitslofigfeit besondere Bedeutung gewinnen als Oberarzt Prioatdozent (1889) und außerordent- Als R i ch t s ä tz e für diesen Abzug können LlC^tr^rOw °cr ./1892), schließlich ab 1900 als or« I einem Nettoeinkommen o/utächer Professor unb Direktor ber Chirurgischen bis zu 200 Mark Spenden von W>/6 monatlich Hniversitats-Klinik. Ehrenvolle Rufe lehnte er ab. 400 l°/0

In eisernem Pflichtbewußtsein unb leidenschaftlicher " " 600 " " " 1%°IO "

Hingabe an fein Fach hat Poppert bie Chirurgische 800 * * 2°/0

Klinik auf ihre heutige Hohe geführt unb ihr 1907 über 800 3®/0

Einern totalen Neubau vorbildliche Räume ge- gelten. Der Einzeichnung höherer Beträge steht schaffen. Poppert war kein kaltblütiger, harter Chi- selbstverständlich nichts im Wege, rurg. Er war weichsten Gemütes und deshalb viel- 1 leicht gerade ein so subtil arbeitender, ausgezeichne- ter Operateur. In der HeberschriftVulnerando