Gtenographentagung in Hungen
Aus der Provinzialhaupistadi
Wiederhören!
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Stärkster Eindmck der Kanzlerrede im In- und Ausland.
Ansager ober hört seine Gemeinde nicht: er dürfe nur sagen: Eie werden mich (ober uns» wieder hören! — Run, das ist etwas kleinlich: so wörtlich darf man die Redensart nicht nehmen. Kann man einem wirklich ins Herz sehen. Gedanken lesen, sprechen Augen, schreien Farben denn wirklich? 3n unserem Falle will doch der Sprecher nur andeuten: es besteht ein enger geistiger Zusammenhang zwischen ihm, als Vertreter der Künstler, und den Zuhörern, er glaubt sie vor sich zu sehen und ihren Beifall zu Hörem Deshalb wird gegen feinen Abschiedsgruh nichts einzuwendcn sein. 3n diesem Sinne allo: Au
der Vorstand in seiner letzten Sitzung als Wärter für Berlin Herrn TI ün ft er, Hattenrod, bestimmt und den Ausstellern von Ziegen wieder, wie ii früheren Zähren, ein Milchgeld von 10 Mark pro Ziege bewilligt hat. Dieser Beschlutz sand einflim« miqe Annahme
Den Voranschlag für 1933 trug der Vorsitzende Fenchel vor. er ichlietzt in Einnahme und Aus» gäbe mit 3018,53 Mark Es erfolgte einstimmige An» nähme ohne Aussprache.
Bei der Festlegung des Ortes für die nächstjährige Generalversammlung beantragte Geschäftsführer Philipp, dem Ikjein Watzenborn-Steinberg die Generalversammlung zu übertragen. Der Antrag fand einstimmige Annahme.
Unter Punkt „Anträge" iand zunächst ein Antrag von Münster Annahme, daß alle drei Jahre eine Revision der Herdbuchtiere stattsinden soll, die erstmalig bei der Körung im Herbst zur Durchführung
Der Reichstag geschlossen hinter der Regierung.
Oie Entschließung wird von allen Parteien des Hauses einstimmig angenommen.
Danksagung
des T^eichsstatthalters Sprenger.
Deichsstatthalter Sprenger veröffentlicht folgende Danksagung: „Anläßlich meiner Ernennung zum Reichsstatthalter in Hessen sind mir Aufmerksamkeiten in so austergewöhnlicher Zahl ertoiejen und Glückwünsche ausgesprochen worden, dah es mir unmöglich ist, alle Eingänge einzeln zu erledigen. 3d) danke daher auf diesem Wege allen und fasse die Kundgebungen als erneuten Beweis auf, dah jeder einzelne gewillt ist. mit mir in Treue zum Führer zu stehen, um sein Werk zu vollenden."
„2hif Wiederhören!"
3n den Blättern des Deutschen Sprachvereins lesen wir folgendes: An dem bekannten Ab- fchiedsgruh der Randlunkansager nehmen manche Leute Anstost. Sie sagen so: Auf Wiedersehen! heißt: lebe wohl, bis wir uns Wiedersehen. Wenn man sich am Fernsprecher mit: Auf Wiederhören! verabschiedet, haben beide einander gehört. Der
Der im 3ahre 1930 gegründete Verein für Cinheitskurzschrift in Hungen hatte bic Tagung des Bezirks Diesten des Hes- sen-RassauifchenKurzschristenoer- bandes übernommen. 3n der Unterrichts- leiter - Besprechung referierte Studienrat Vetter (Bad-Rauheim). über die Wertung schnellschriftlicher Arbeiten und Diplom- Handelslehrer Schmer lGiehen), über stenographische Knacknüsse. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an. 3n der
Vertreterversammlung
tarnen wichtige Entscheidungen zur Sprache. Der Bezirksvorsihende K. H. Kuhl (Gießen), erstattete den 3ahresbericht, aus dem hervorging, dast die Vereine in Alsfeld und Lauterbach, die seither dem Verband Hessen-Waldeck angehörten, sich nunmehr dem Hess.-Rass. Kurzschriftverband und damit dem Bezirk Giesten anaeschlos- sen haben. Reue Vereine wurden in Leihgestern und Klein-Linden gegründet. Der Bezirk zählt nunmehr 21 Vereine mit 1560 Mitgliedern gegen 1374 im Vorjahr. Auch die Zahl der Unterrichteten ist weiter gestiegen. Herr Kuhl wies darauf hin, dah der Deutsche Stenographenbund als körperschaftliches Mitglied dem RS.-Lehrerbund beigetreten sei und in feinen Vorstand als Vertreter des RE-Lehrerbundes Herrn Kolb (Münchens, und den Sachverständigen der RSDAP. für Kurzschrift, Handelsoberlehrer Lang (Kulmbach), ausgenommen habe. Der Verbandsvorsihende, Landtagsdirektor Werner (Darmstadt), berichtete ausführlich über die
Gleichschaltung des Deutschen Stenographenbundes, und seiner Verbände, Bezirke, Gaue und Vereine. Er betonte, dast die Stenographen geschlossen hinter der Regierung ständen und sie in jeder Hinsicht unterstützen. Für dos Land Hessen sei ihm von Oberschulrat Ringshauscn, dem Leiter des Hessischen Schulwesens, die Führung der gesamten Stenographenvereine in Hessen übertragen worden, und er habe für den Bezirk Diesten den seitherigen Vorsitzenden K. H. Kuhl bettellt. Der Bezirksvorsihende werde den Bezirksvorstand und die Vorsitzenden der einzelnen Etenegraphenvercine positiv bestimmen. Eine Reuregelung erfolge auch insofern als sich an Orten, wo seither zwei Stenographenvereine bestanden, diese zusommenschliehen müstten. Da die RSDAP. sich entschieden für die Einheitskurzschrift einsehe, werde dem Gedanken der Kurz- schriftpslegc eine bisher unerhörte Geltung verschalst werden. Mit der den Rationalsozialistrn eigenen Energie sei mit einem Schlag der Systemstreit auf die Dauer beseitigt.
Landtagsdirektor Werner gedachte dann der Verdienste, welche sich der Bezirksvorsihende K. H. Kuhl und der Rechner, Ludwig Grave- l i u s um die Stenographie erworben hätten. Als Anerkennung überreichte er beiden im Auftrag des Deutschen Slenographenbundes Dresden den Ehrenbrief nebst goldener Radel.
Herr Gravelius trug den Kassenbericht vor. Daraus ergab sich, dast die Kassen- verhältnisse des Bezirks recht gut sind. Als Ort für die nächste Bezirkstagung wurde Dod-Rau- heim gewählt. Der diesjährige Derbandstag findet in Friedberg statt.
3m Anschluß an die Vertreterversammlung hatte der rührige Kurzschriftverein Hungen einen wohlgelungenen Hnterhaltungsabend veranstaltet. Der Vorsitzende des Hungener Vereins, 3akob Steiger, begrüßte bic Gäste unb bankte
Roosevelt sehr befriedigt.
Ausgezeichneter Eindruck der Kanzlerrede in den Vereinigten Staaten.
Man erwartet jetzt mit Zuversicht eine erhebliche Besserung b c r Atmosphäre sowohl in Genf, wie auch bei den bevorstehenben Beratungen der Weltwirtschaftskonferenz. Roosevelt gab benjenigen, bie schlecht beutsch verstanden, kurze Erklärungen schwieriger Stellen Die amerikanischen Regierungsmitglieder waren durch die unerwartete Mäßigung Hitlers angenehm überrafdjt und glauben, daß bic Rede dazu angetan ist, Roosevelts Vier-Punkte- Programm zur baldigen allgemeinen Anna h m e zu verhelfen. 3n politischen Kreisen stand man ganz unter dem Eindruck der Hitlerrede, die das Tagesgespräch bildete. EnglischeHeber- s e t) u n g c n wurden so schnell wie möglich an Roosevelt, Hüll, die übrigen Mitglieder des Staatsdepartements und die amerikanischen Vertreter für die Londoner Weltwirtschaftskonferenz ausgegeben. Es fiel auf, daß bic beutschen Anleihen unmittelbar nach dem Dekanntwer- ben ber Rede des Reichskanzlers um 1 und mehr Punkte stiegen.
Der Pressechef Roosevelts erklärte dem hiesigen Vertreter des WTB.: „Sie können sagen, daß ber Präsibent von Hitlers Eingehen auf seine Vorschläge begeistert war." Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundessenats, der demokratische Senator Pitwan, der Amerika neben Hüll unb Cor auf ber Weltwirtschaftskonferenz vertritt, erklärte, Me Rebe bes beut» schen Reichskanzlers habe i tn Bundessenat einen außerordentlich guten Sin- druck gemacht. Die nervöse Spannung, die während der letzten Woche hier geherrscht habe, sei mit einem Schlage beseitigt worden. Senator Wagner betonte, bic Rede Hitlers sei eine große staatsmännische Tat gewesen, bie Amerika unb ber übt"gen Well die Politik Deutschlands in so klarem unb fairem Licht gezeigt habe, daß an Deutschlands Willen zum Frieden und an Deutschlands Opfersinn zugunsten ber Gesundung der Welt k e i n Z w e i f e l mehr bestehen könne.
„Eine historische Stunde."
Tie Nationalso;ialistische Partci- korrcfpondenz zur Kanzierrcde.
Berlin, 17. Mai. (CRD.) Heber bic Dedeu- tung der heutigen Sitzung des Reichstags schreibt die RSK. u. a.: Die Größe unb Bedeutung dieses Tages, an dem sämtliche Parteien mit Einschluß der Sozialdemokratie sich hinter die Regierung Adolf Hitler stellten, ist um so höher einzuschätzen, als diese Kundgebung der deutschen Volksvertretung tief verankert ist in dem Willen der ganzen Ration, die feit Monaten Tag für Tag der Welt gezeigt hat, daß bie beutscheRegierung unb bas deutsche Volk eins find. Das brachten bic gewaltigen Ovationen, die Adolf Hitler brausend vor der Kroll-Oper von den harrenden Massen bereitet wurden, symbolhaft zum Ausdruck.
Es ist das Werk und die Kraft der Persönlich- lichkeit Adolf Hitlers, der draußen im Volk den großen Bau ber nationalen Einigung geschaffen unb vollenbet hat, baß heute der Deutsche Reichstag sich der historischen Stunde würdig erwiesen und. in einer ge-
Washington. 17. Mai. (WTB.) Die Rundfunkübertragung ber Rebe bes deutschen Reichskanzlers vor dem Reichstag war ausgezeichnet. Wegen der frühen Morgenstunde — die Zeitdifferenz zwischen der mittel- europäischen Zeit und der östlichen Zeit beträgt sechs Stunden - hatte die Rational Broadcasting Co. nur d i e letzten 35 Minuten der Rede übertragen. Auch die in englischer Sprache übermittelte Zusammenfassung war überaus klar verständlich. Der Eindruck, den die Kanzlerrede in Washington hinterließ, war vor- züglich. „Associated Preß" veröffentlicht den wörtlichen Text der Rede, ber von allen größeren Blättern ber Vereinigten Staaten mit Rücksicht auf bic außerordentliche Bedeutung der Ausführungen des Reichskanzlers angefordert wird.
Die Rachmittagspresse bringt die Rede des Reichskanzlers in großer Aufmachung mit ganzseitigen Heberschriften wie „Hitler bekennt sich zum Frieden", „Hitler akzeptiert den Antikriegspakt. verlangt aber Waffengleichheit", „Hitler stimmt den Vereinigten Staaten bei", „Der Roosevelt-Plan von Hitler unterstützt". 3n hiesigen Dankkreisen wird betont, daß die Rede ausgezeichnet gewesen sei, daß sie sehr günstig gewirkt und eine ausgesprochene Entspannung herbeigesührt habe.
Präsident Roosevelt, der einen Teil seiner 3ugendzeit in Deutschland verbrachte und bic deutsche Sprache gut versteht, schaltete sich während der Hebertragung der Rede des Reichskanzlers durch die Rational Broadcasting Company ein und hörte, umgeben von seinem gesamten Sekretariat, die Rede a n. Sowohl im Weißen Hause, wie auch in Kreisen des Staatsdepartements wurden die Ausführungen deS Reichskanzlers mitgroßem Beifall ausgenommen. Man erkennt Hitlers weitgehendes Entgegenkommen in ber Frage der Angriffswaffen hoch an und begrüßt seine Zustimmung zu Roosevelts Vorschlag eines Richtangriffspaktes.
bigen festgestellt, daß die Selbstabgabestelle der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen einen wirtschaftlichen Vorteil nicht bringt. Alle obenerwähnten, bisher von der Selbftabgabeftcllc bezogenen Artikel muffen fortan auf kaffenärztliches Rezept von den öffentlichen Apotheken bezogen werden.
Kreisziegenzuchtverein Gießen.
Ä?r Kreisziegenzuchtoerein Gießen hielt in Hattenrod feine diesjährige Hauptverjammlung ab. Der Ortsoerein Hattenrod veranstaltete bei dieser Gelegenheit eine Ortszieyenschau, bei der ganz hervorragendes Zuchtmaterial gezeigt wurde. Vor Beginn der Hauptversammlung bewegte sich ein Zug durch die Ortsstraßen, bei dem zwei Ziegenböcke im Ge spann gezeigt wurden.
Der Vorsitzende Fenchel. Ober-Hörgern, eröffnete die Versammlung und widmete zunächst besondere Worte der Begrüßung dem Vertreter des Land». Wirtschaftskammer Ausschusses, Oberlandwirtschafts- rat Dr. Wc> gne r. Gleichzeitig hieß Bürgermeister N e e b , Hattenrod, die Vertreter der Vereine und Gemeinde aufs herzlichste willkommen.
Den Geschäftsbericht erstattete ber Geschäftsführer des Vereins, Obersekretär Philipp Man konnte daraus entnehmen, daß auch infolge der wirtschaftlichen Rot einige Mitglieder im Lause des Jahres ausgetreten sind. Die Mitgliederzahl an persönlichen Mitgliedern beträgt 472, die der korporativen Mit- glieber 54. Unterstützungen wurden dem Verein sek tens des Kreises und des Landwirtschaftskammer Ausschusses gewährt: dafür wurde der Dank des Vereins ausgesprochen. Für das Herdbuch wurden im Geschäftsjahre 195 Tiere neu gekört und 235 Bock- unb Mutterlämmer gekennzeichnet. Die Zahl ber ausgestellten Lämmer, besonbers ber weiblichen Tiere, wurde als zu gering bezeichnet, da ber Verein den Nachfragen nach weiblichem Material nicht gerecht werben kann. Der Absatz betrug 123 Tiere im Gesamtwerte von 4565 Mark. Auf ber Wanberausstel lung in Mannheim war ber Verein mit 2 Tieren vertreten, er konnte hierauf zwei II. Preise erringen. Die Märkte in Lich, Hungen und Gießen konnten ebenfalls zur Zufriedenheit durchgeführt werden. Michleistungsprüfungen wurden in den Ortsvereinen Großen-Buseck, Hattenrod, Lich, Watzenborn-Steinberg und Wiefeck durchgeführt.
Die Rechnungsablage erstattete ebenfalls der Geschäftsführer. Die Rechnung schloß in Einnahme mit 3954,21 Mark, in Ausgabe mit 3105,68 Mark ab. Der Rechnungsprüfer Dem, Lang-Göns, der die Rechnung geprüft hatte, beantragte Entlastung des Rechners unb Vorstandes, da sich Anstände nicht ergeben hatten. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Als Rechnungsprüfer für 1933 wurde Dem, Lang-Göns, wiedergewählt, für J»en ausgefchicdenen Rechnungsprüfer Hcberer, Staufenberg, wurde Heinrich Harbach VIII., Grpßen-Bufeck, neugewählt.
Heber die Wanderausstellung in Berlin berichtete Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner. Er gab be- fannt, daß Oberhessen neun Tiere für Berlin stellt, wovon auf den Kreis Gießen 4 Tiere entfallen. Geschäftsführer Philipp gab noch bekannt, daß
über diese Entschließung. Diejenigen Abgeordneten, die dieser Entschließung beitreten wollen, Bitte ich, sich von den Sitzen zu erheben.
Eserheben sichsämtüche Reichstays, abgeordneten, so daß die Entschließung ein» ftimmig angenommen ist.
Rauschender Beifall durchbrauft das Haus. Auch Reichskanzler Hitler beteiligt sich am Händeklatschen Die nationalsozialistische Fraktion stimmt bas Deutschlandlied an, bas von allen Fraktionen und von allen in dem überfüllten Saal Anwesenden begeiftert mitgefungen wird. 3m Anschluß daran erklärt Reichstagspräsident Göring, er habe denz, was sich im Reichstage soeben ereignete, nichts mehr hinzuzusetzen. Die Welt, so rief ber Reichstagspräsident, hat gesehen, bah das deutsche Volk einig ist, wenn es fein Schicksal gilt. Der Präsident schließt damit die Reichstagssitzung. Die Nationalsozialisten fangen noch das Horst-Wesfel-Lied, ehe sie den Sitzungssaal verließen. Am Schluß ber Sitzung stellte Reichstogs- präfident Göring fest, daß im Protokoll vermerkt wird, daß die Annahme ber Entschließung ein- ftimmig durch sämtliche Parteien erfolgt ist.
Aufhebung der Selbstabgabestelle der Allg. Ortskrankenkasse.
Wie man uns mitteilt, ist seit gestern die Selbstabgabestelle für Arzneimittel, Nährmickel, Verband ftoffe, Artikel zur Krankenpflege usw. bei der 2111- gemeinen Ortskrankenkasse ber Stadt Gießen restlos aufgehoben worden. Es wurde durch den vom Der- sicherungsamt ehrenamtlich gestellten Sachoerstän-
toaltigen Manifestation vor der ganzen Welt die Einheit und den Lebenswillen der deutschen Ration proklamiert hat. Mit diesem unerhört eindrucksvollen Ereignis hat die Regierungstätigkeit Adolf Hitlers und der Kamps seiner Bewegung um die Einigung der Ration ihre gewaltige Krönung erfahren.
Es war eine Stunde, die in der deutschen Geschichte fortleben wird, als Adolf Hitler vor dem in atemloser Spannung harrenden Hause m i t zwingender Logik und mit heißem Herzen von der Stellung der deutschen Ration in der Welt sprach, als er das Lebensrecht und die Lebenswürde unseres Volkes verteidigte. Die Rede des Führers — unangreifbar in ihrer historisch begründeten Argumentation — war ein politisches Meisterstück, das das Haus und darüber hinaus die ganze Welt in feinen Dann zog. Riemand in der Welt wird an den Worten Adolf Hitlers, niemand an der gewaltigen Willenskundgebung des deutschen Volkes, das in ihm seinen großen Führer erblickt und wie ein Mann hinter ihm steht, vorübergehen können. Deutschland und Adolf Hitler sind völlig ein Begriff geworden, das ist der große Sinn der historischen Stunde des 17. Mai.
für die Hnterstützung, welche ihm zuteil geworden sei. Landtagsdirektor Werner wies in einer Ansprache auf die große Bedeutung der Stenographie hin und auf die Erziehungsarbeit, welche die Kurzschriftvereine an der deutschen 3uacnd leisten. Besonders beifällig wurden seine Schlußworte ausgenommen, daß die ganze stenographische Bewegung und besonders die 3ugend alles tun werde, um das Werk der neuen Regierung. Deutschland wieder zur Größe und Macht emporzuführen. zu vollenden. Die Begeisterung der Anwesenden kam zum Ausdruck in dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes. Herrliche Darbietungen der Hungener Gesangvereine, Liederkranz und Eintracht, musikalische und humoristische Vorträge, sowie ein flottgespieltes Theaterstück trugen zur Hebung der Stimmung bei.
Große Scharen von Wettschreibern aus den Kreisen Gießen, Friedberg. Schotten. Alsfeld. Büdingen, Wetzlar und Marburg hatten sich in Hungen eingefunden. Die Prüfung und Wertung der 328 We11schreib arbeiten erforderte eine riesige Arbeit Dank der vorzüglichen Organisation konnte unter der Leitung des Prokuristen August Siebert. Gießen, das Ergebnis des Wettschreibens noch am gleichen Tag bekannt- gegeben werden.
3m ..Darmstädter Hof" fand eine D e g r u. - ßungsfeier durch den sestgebenden Verein statt. Der Vorsitzende des Hungener Vereins. Steiger, begrüßte die Erschienenen und dankte der Stadtverwaltung und Schulleitung für die dem Verein gewährte Hnterstützung. Er gab einen Rückblick über den Werdegang des Hungener Vereins und wies auf die große Bedeutung der Stenographie hin. Hieraus wurde das Deutschlandlied gesungen. Bürgermeister Fendt dankte für die Einladung unb begrüßte alle auf das herzlichste Er ermahnte die Jugend, sich mit der Beherrschung der Stenographie für ihr späteres Fortkommen ein gutes Rüstzeug zu schassen. Er gedachte dann der Männer, die heute an ber Spitze der Regierung stehen und brachte ein Heil aus auf den Reichspräsidenten von Hindenburg, den Volkskanzler Adolf Hitler. den hessischen Staatspräsidenten Werner und den Staatsminister Müller. Rach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes sprach der Bezirksvorsihende Kuhl seinen Dank aus für die freundliche Aufnahme der Stenographen durch die Hungener Bevölkerung und für die Stiftung der Ehrenpreise Er dankte dem Hungener Verein für die Arbeit, der er sich durch die Heber» nähme der Bezirkstagung unterzogen habe und wünschte ihm ein weiteres Blühen und Gedeihen. Abends fand die Preisverteilung statt- Ein bunter Abend mit Tanz beschloß die Tagung.
Wettschreibergebniffe.
60 Silben.
1. Preis und Ehrenpreis: 3ohanna Scholz. Friedberg, Roland Grauling. Grünberg: Dina Michel. Grünberg: Helga Trommershäuser. Friedberg: Helmut Müller. Gießen 1861: Hans Herrmann, Gießen Gesellschaft: Albert Kreicker, Laubach: Willi Strack, Hungen: Hch. Jacobi, Bad- Rauheim: Waltraut Müller, Gießen 1861. — 1. Preis: Wilhelm Hempel. Büdingen: Katharina Albach. Grohen-Linden: Karl Ruppel, Marburg: Lina Hertel, Laubach: Ernst Busch, Friedberg: Edith Geist, Marburg: Helmi Zachrih, Bad- Rauheim: Matthias Schnitzler, Friedberg: Werner Decker, Wetzlar: Ludwig Holler, Friedberg;
kommt.
Degenhardt, Gießen, beantragte, daß die Ortsvereine verpflichtet werden, jährlich einmal Stallschauen durchzuführen und dem .Kreisziegenzuchtverein hierüber Bericht zu erstatten haben. Der Antrag fand einstimmige Annahme.
Ein Antrag des Ortsvereins Wiefeck wegen bes Ziegenmarktes in Gießen fand nach Erläuterung^" durch den Geschäftsführer ebenfalls Annahme. 21 Termin wurde der erste Mittwoch im September
gewählt.
Unter „Verschiedenes" gab der Vorsitzende des Ortsoereins Gießen, H ö b e I, bekannt, daß diejenigen Züchter, die auf dem Markt in Gießen Ziegen verkaufen, vom Ortsverein Gießen einen Zuschuß erhalten.
Geschäftsführer P h i I i p P gab ein Schreiben des Landwirtfchastskammcr Ausfchusses über die Durch sührung von Leistungsprüfungen bekannt. Er bat diejenigen Vereine, die hiervon Gebrauch machen wollen, sich umgehend zu melden
Degenhardt. Gießen, sprach noch über die Einrichtung von Ziegenweiden. Hiergegen sprachen Oberlandwirtschastsrat Dr. Wagner, M ü n ft e r , Hattenrod, und Naumann, Laubach, da man hier schlechte Erfahrungen mit Ziegenweiden ge macht hat.
Es wurde dann noch eine Preismunze von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft für eine mit einem ersten Preise prämiierte Ziege, die von Schäfer, Lindenstruth, gezüchtet wurde, über geben. Hieran schloß sich die Gratisverlosung von einem Ziegenbock an die vertretenen Gemeinden, sowie von drei Mutterlämmern und Gebrauchs gegenständen. Gewinner des Bockes war die Stadt Grünberg. Die Lämmer wurden von Keil, Lin- denftruth, Röhrig, Gießen, und Naumann, Laubach, gewonnen.
Der Vorsitzende schloß hierauf die sehr zahlreich besuchte Versammlung.
Bornotizcn.
— Tageskalender für Donnerstag. Obcrheffischcr Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe auf den ersten Ton".
Die Schlußworte des Kanzlers begleitet stürmischer Deisall und Händeklatschen. Die Mitglieder der nationalsozialistischen Fraktion erheben sich von ihren Plätzen und bringen immer wieder stürmt d)i Seilrufe au den Kanzler aus
Äeichstagspr»iident Göring Männer und Frauen deS Deutschen Reichstages! Durch die Initiative der Parteien des Deutschen Reichstages ist mir folgende Entschließung zugegangen, die ich hiermit zur Verlesung bringe:
„Die Fraktionen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, der Deutschnationalen Partei, des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei haben folgende Entschließung ein- gebracht: Der Reichstag wolle beschließen: Der Deutsche Reichstag als die Vertretung des deutschen Volkes billigt die Erklärung der Reichsregierung und stellt sich in dieser für da» Leben der Ration entscheidenden Schicksalsfrage der Gleichberechtigung des deutschen Volke» geschlossen hinter die Reichsregierung."
Männer und Frauen, so fährt der Reichstagspräsi- denk fort, wir kommen jetzt zur Abstimmung


