Ausgabe 
17.8.1933 Erstes Blatt
 
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Angora: Ehrenpreis und 1. Preis Karl Fißler.

Derbandspreis für besten Zuchtstamm und Wanderpreis für beste Gesamtleistung erhielt Karl Kirchner.

Gictzcner Wochcnmarktpreise.

* Sieben, 17. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 bis 1,30 Mark, stochbutter 1, Mark, Matte 25 Pf., Köse, das Stück 4 bis 10, Wirsing (grün), das Pfund 8, Weißkraut 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spinat 15, Römischkohl 5 bis 8, Bohnen (grün) 15 bis 20, Bohnen (gelb) 15 bis 20, Erbsen 20, Mischgemüse 10, Tomaten 18 bis 25, Zwiebeln 10, Pilze 25, Kartoffeln (neue) 3 Pf., der Zentner 2,30 bis 2,60 Mark, Frühäpfel, das Pfund 25 bis 35 Pf., Falläpfel 6, Pfirsiche 35 bis 40, Birnen 15 bis 35, Pflaumen 12, Zwctschen 25, Mira- bellen 20 bis 25, Reineclauden 15 bis 25, junge Hahne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 40 bis 50, Eier (inländische) 8% bis 9, Blumenkohl 5 bis 40, Salat 5 bis 10, Salatgurken 5 bis 40, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 5 Pf.

Bornotizen.

Tageskalenderf ü rDonnerstag: Dergfchenke, 20 Uhr, Künstler-Konzert. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: »Die Tänzerin von Sanssouci".

Bur noch Kugelschuß auf Rot-, Dam - u » d Rehwild in Hessen. Wie der Hessische Iagd-Elub Darmstadt mitteilt, hat die zuständige Stelle des hessischen Staatsmini­steriums verfügt, daß auf Rot-, Dam- und Reh­wild ab 1. Oktober nur noch der Kugelschuß an­gewendet werden darf.

Gleichschaltung der Bürgerver­einigung Sachsenhausen Dießen-In der am SamStag abgehaltenen Generalversamm­lung der Bürgervereinigung Sachsenhausen- Gießen zum Zwecke der Gleichschaltung wurde der langjährige 1. Vorsitzende, Herr Dierlamm, erneut zum Dereinsführer bestimmt. Ferner wur­den bestellt: aum 2. Dereinsführer Herm. Tho­mas: 1. Schriftwart W. Bogel: 2. Schrift- wart Gustav Schlosser: 1. Kassenwart An­ton Wagner, 2. Kassenwart Wilh. Decker: Beisitzer Adam Zinn, Valentin D i t t m a r, Paul Dchuldt, K. Spruck. Kassenrevisoren Curt S ch ü ß l e r und R. Kirchner.

** U n g l ü ck s f a l l beim kindlichen Spiel. Gestern nachmittag ereignete sich beim Spielen einiger Buben in der Wilhelmstraße ein Unalücksfall, der für das betroffene stind zum Glück noch glimpflich verlaufen ist. Die Buben spielten an einem Zaun, wobei der 9 Jahre alte Sohn der Witwe Weigand, Frankfurter Straße wohnhaft, beim Herrunterrutschen an dem Staket sich die Spitze der Stange in den Leib stieß. Ein älterer Junge holte den bedauernswerten Knaben schnell herunter und verbrachte ihn zu einem Arzt, von wo er nach erster Hilfeleistung der Ehirurgischen Klinik zuge- K wurde. Der Junge hat eine Verletzung an der hdecke davongetragen, zum Glück besteht aber keine Gefahr für ihn. Der Vorfall möge anderen Kindern eine Warnung sein!

** Bauliche Veränderungen auf dem T a u f st e i n. In einer Sitzung des Gesamtvorstan­des des Vogelsberger Höhen-Clubs wurde der Be­schluß gefaßt, die Feuerschale auf dem Bismarck- türm auf dem Taufstein entfernen zu lassen und den Turm mit einem Kupferdach zu decken. Die Beibe­haltung der Feuerschale war unmöglich geworden, nachdem sich gezeigt hatte, daß zwischen der Schale uni) dem Mauerwerk Regen- und Schneewasser in den Turm eindrang und diesen schadhaft machte. Ferner konnte auch wegen der Gefahr von Wald- dränden die Feuerschale seit Jahren nicht mehr benutzt werden. Durch die bauliche Veränderung dürfte die Erhaltung des Bismarckturms noch auf viele Jahre hinaus gesichert sein. Während der Um­bauzeit ist der Besuch des Turmes gesperrt.

** Die Radfahrer sollen versichert werden. Die neue Führung des Deutschen Rad­fahrerverbandes, in dem alle deutschen Radfahrer­vereine zusammengefchloffen sind, hat sich die Auf­gabe gestellt, für alle Radfahrer eine großzügige Haftpflicht- und Unfallversicherung zu schaffen. Für einen geringen Jahresbeitrag (nicht mehr als 3 Mk.) will man jeden deutschen Radfahrer vor allen wirt- ichaftlichen Schäden, die durch einen Unfall verur- sacht werden, schützen. Die Hilfe soll sogar soweit gehen, daß an Schwerverletzte Tagegelder bis zu ihrer Genesung gezahlt werden. Der DRV. ist der erste Verband, der bewußt die Nichtsportler unter den Radfahrern durch wirtschaftliche Vorteile als Mitglieder werben will. Auch derTag des deut­schen Radfahrers" am 27. September, der zu einer imposanten Kundgebung für den deutschen Radsport werden wird, liegt in der gleichen Linie.

Obecheffen

Der Stand der Ernte Anfang August

in Millionen Tonnen

Preußen.

Kreis Metzlar.

Winterroggen Sommerroggen Winterweizen Sommerweizen Spelz Wintergerste Sommergerste Hafer

(8,27) (0,09) (4,35) 0,65) (0,16) (0,62) (2,59) (6,65)

Beneiden könnte man einen Menschen, der so recht herzhaft in eine dicke Stulle beißt und auf beiden Backen kaut. Und doch würde ein jeder dazu imstande fein, der regelmäßig abends und morgens seine Zähne mit der hochwertigen Oualitätszahnpaste Ehlorodont pflegt. Richt nur die Mühe ist gering, sondern auch die Ausgabe, denn Ehlorodont ist eben eine Zahnpaste von höchster Dualität, und darum ist sie sparsam und billig im Gebrauch. 4907V

8,35 0,09 4,60 0,54 0,15 0,68 2,64 6,58

I1 ner ober polizeilich getöteter seuchenkranker wurde oorgeschlagen: Eduard Leib (Haus Rr. 6), Wilh. Leib (82), Ludwig Meiling, Karl Ben­der (62), Wilhelm Winter- Gleiberg.

Zum 1. Führer wurde der seitherige Dorsitzends Hermann Stotz, zu seinem Stellvertreter Ernst Wonnig gewählt. Der Dorstand seht sich im übrigen zusammen aus: Otto Braun, Karl Otto Säger I. (Führer der Schicßabteilung), Reinhold Obst, Ludwig S ch u d t (Schriftführer). Phil. Hch. Stotz, Da. T r ö l l e r sen. (Rechner) und Karl D o n E i f f I. Altveteran Konr. Salz­mann wurde zum Ehrenvorstandsmitglied er­nannt.

zeugung in vollem Umfange gedeckt werden. Für die Landwirtschaft ergibt sich unter Berücksichtigung des Futterbedarfes der deutschen Viehwirtschaft beim Vergleich mit den Vorjahren aus mindestens zwei Gründen ein der Preis­entwicklung günstigeres Bild. Einmal kommt im Wirtschaftsjahr 1933/34 die im Vorjahre erfolgte Einfuhr von rd. 1 Mill. Tonnen (Betreibe in biefem Jahre in Fortfall. Zum anberen wirb in Auswirkung des inzwischen geschaffenen Reichsaus­gleiches zwischen Oelkuchen und (Betreibe die im ver­gangenen Jahre sestgestellte Verdrängung von Fut- tergetreibe aus dem yuttertrog im Umfange von mehreren 100 000 Tonnen in diesem Jahre unter­bleiben. Einer etwaigen Mehrer zeugung von einigen 100 000 Tonnen (Betreibe in diesem Jahre wird also im Laufe des Jahres eine M i n d e r e i n- fuhr von etwa 1,5 Mill. Tonnen Getreide und (Be- treideerfatz (Eiweißfuttermittel) gegenüberftehen. Die (Betreiocmarttlage ist demnach innerlich durchaus gesund. Soweit auf Grund der Vor­schätzung der Getreideernte eine besondere Markt- pflege erforderlich erscheint, wird die Reichs» regierung die nötigen Folgerungen sofort ziehen.

Ferner werden die am Getreideumschlag be­teiligten Wirtschaftskreise und Derbände unter allen Umständen die Zahlung von Unter- preis en gegenüber den öffentlichen Markt- preisen ver hindern. Wenn beispielsweise, wie kürzlich gemeldet, für Roggen im Einzelsalle ein Preis geboten wurde, der aus spekulativen Absichten heraus um 36 Mk. je Tonne unter dem Marktpreis der Gegend lag, so werden solche Personen künftig als Saboteure des natio­nalen Aufbaues behandelt werden. Mit der Leitung der Börsen ist zur Unterbindung der­artiger Methoden die engste Derbindung her­zustellen. Gleichzeitig wird dafür Sorge ge­tragen, daß örtlich ein enges Zusam­menarbeiten zwischen Landwirtschaft, Ge­nossenschaften und Handel durchgeführt wird, um zeitweiliges Ueberangebot und stoßweise Be­lieferung der Märkte zu verhindern. Den Müh­len- und Backbetrieben wird es zur nationalen Pflicht gemacht werden, in der Zeit des natür­lichen verstärkten Angebotes von Getreide ent­sprechende Mengen an Brotgetreide und Brot­mehl aufzunehmen.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Z Krofdorf, 16. Aug. Aus der letzten Sitzung der Gemeindevertretung von Krofdorf- Gleibera ist folgendes xu berichten: Da» Rat- bau® soll mit neuem Außenputz versehen werben. Aus bem Arbeitsbefchafsungsprogramm wird ein Darlehen von 500 Mark beantragt, das zinslos gegeben wirb und von 1934 ab in 5 glei­chen Jahresbeträgen xurückxuzahlen ist. Der über 500 Mark hinausgehende Kostenbetrag wirb von der Gemeinde aufgebracht. Die Verputzarbeiten sollen Hermann Schleenbecker zu Krofdorf und Ernst Mandler zu Gleiberg, welche die Wenigstsor- bomben sink), gemeinsam ausführen. Der Bezahlung ber Arbeit werben bie Durchschnittssötze der Ange­bote Schleenbecker und Mandler zugrunde gelegt. Die Klempnerarbeiten (oll Robert Schleen- decker zu Krofdorf ausführen. Das von der Stadt Wetzlar voraeschlagene Abkommen über den Gewerbeloh ns ummen st eueranteil der Gemeinde für 1933 wurde angenommen. Als Kommisfionsmitylieder für die Abschätzung gefalle- ***" " täteter seuchenkranker Tiere

Gründung der Laubacher Bant.

Laub ach, 16. Aug. 3m Anschluß an die leiden Liquidationsversammlungen deS durch emen Staatszuschuß sanierten Laubacher Bor- schuh-Bereins eGrnbH. sand die Gründung der Laubacher Bank statt. Der Dorstand fetzt sich zusammen au»: Direktor Ludwig Hoh­mann sen., Stellvertreter Otto Braun, Rech­ner Hermann K r ö ck. 3n den Aufsichtsrat wurden gewählt: Frdr. Döll, Wilh. Slbe, Bürgermeister Hch. Graf (Gonterskirchen), Wil­helm K r e i ck e r, Otto Müller (Ruppertsburg) und Paul Schumann (Ruppertsburg). Der Ge­schäftsanteil der neuen Kasse betragt 100 Mark, die Haftsumme 250 Mark. Mehr als zwei Ge­schäftsanteile können von einem Genossen nicht er­worben werden. ®ine große Anzahl von Mit­gliedern deS früheren Laubacher Dorschuß-Der- eins erklärten ihren Beitritt.

Landkreis Gießen.

t Treis ad. Lumda, 16. Aug. Der 22jährige ledige Karl D p p e r von hier, der sich am Sonntag- nachirnttag aus seinem elterlichen Hause entfernt hatte, wurde heute nachmittag ertrunken in einer tiefen Stelle d e r Lumda gefunden. Ob er beim Baden einem Herzschlag erlegen ist ober ob Selbstmord oorliegt, ist zweifelhaft, da er ent­kleidet war und seine Kleider geordnet am Ufer lagen. Bei einer am Sonntag vorgenommenen Wahl eines weltlichen Ab geordneten unserer Gemeinde und seines Stellvertreters zum Dekanatstag wurden die seitherigen Abgeord­neten, Lehrer Heinrich Walter und Gemeinderech­ner Sinne ft ruth durch Zuruf c i n ft i m m i g wiedergewählt.

x Lich, 16. Aug. In ber gestern Abend unter dem Vorsitz von Stiftsdechant Kahn abgehaltenen Sitzung der Gefamtkirchengemeindever- t r e t u n g wurden die Wahlen zum Dekanats- t a g vorgenommen. Durch Zuruf wurden die bis­herigen Abgeordneten Rektor Erb und Schreiner- meister Menges (Stellvertreter) einstimmig wie- dergewählt.

Streik Büdingen.

* Büdingen, 16. Aug. In dem Nachbarorte Bückes ereignete sich am Sonntagnachmittag ein em ft er Verkehrsunfall. Dort stießen ein Automobil aus Drtenberg und der 52 Jahre alte Motorradfahrer Karl Heinrich Volz aus Düdelsheim so heftig zusammen, daß Volz mit schwe­ren Kopfverletzungen und einem komplizierten Unter- schcnkelbruch in das Mathildenhospital in Büdingen eingeliefert werden mußte. Hier ist ber bebauerns- werte Mann nach mehrtägigem Schmerzenslager an seinen schweren Verletzungen gestorben.

L Aus dem Kreise Bübingen, 16. Aug. Dieser Tage würbe in Büdingen eine P f l i ck t - innung für die Friseure des Kreises Büdingen gegründet. Nachdem die Richtlinien für den organischen Aufbau des Handwerks eingehend erläutert worden war, wonach das Führerprinzip auch für bas Frifeurhandwerk gilt, wurde Friseur­meister Karl Appel- Büdingen xum Führer be­stimmt, der dann seine Kollegen Theodor Ferro- Nidda zu feinem Stellvertreter, Georg Liebe- g o 11 - Büdingen zum Rechner, Karl Schmid- Büdingen zum Schriftführer und Fritz Bauer- Drtenberg zum Beisitzer ernannte. Von den bann folgenden Verhandlungen ist ber Beschluß des Vor­standes, daß vom 1. September an die öonn- tagsruhe auch im Frifeurges chä f t ein- geführt wird, von besonderem Interesse. Mit einem Sieg-Heil" auf Reichspräsidenten und Volkskanz­ler und nach dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die Gründungsfeier geschlossen.

* Ridda, 16. Aug. Die Glaubensbe­wegung .Deutsche Christen" veranstaltete gestern abend in der Turnhalle eine Kundgebung, die sehr gut besucht war. Der Kirchenkreisleiter, Dekan S c r i b a von hier, eröffnete im Ramen der Glaubensbewegung .Deutsche Christen" die Dersammlung und begrüßte die Erschienenen. Dann hielt Pfarrer Rühl von Reichelsheim einen Dortrag über .Kirche und Dolk" und führte u. a. aus: Was wir in diesem Lahre erlebt haben, ist etwas Gewaltiges. Es ist die größte Revolution des letzten Jahrtausends. Der Mann, der uns die Umkehr gebracht hat, ist unser Dolks- kanzler Adolf Hitler. Er stellt auch die Kirche vor neue Aufgaben, denn er betont immer wie­der, daß unser Dolk auch eine religiöse Erneue­rung durchmachen muß. Gott redet mit jedem seine eigene Sprache. Dolkstum und Rasse sind etwas Gottgewolltes. Deshalb muß jedes Dolk sein Dolkstum rein erhalten. Die deutschen Christen wollen das Führertum, durch das uns Gott erkennen lassen will, daß die verschiedenen

An Brotgetreide würden sich hiernach rund 13,83 Mill. Tonnen gegen 13,52 Mill. Tonnen im Vorjahre, und an Getreide insgesamt rund 23,73 Mill. Tonnen gegen 23,38 Mill. Tonnen im Vor­jahre ergeben. Mit Ausnahme von Hafer und Spelz, deren Anbau in diesem Jahre in größerem Umfange eingeschränkt wurde, steht somit bei fast allen Haupt- getreibearten ein ungefähr ebenso großes Gesamtergebnis wie im Vorjahre zu erwarten. Bei Beurteilung der vorstehenden Zahlen ist allerdings zu berücksichtigen, daß auch bei der Durchführung ber Erntevorschätzung zu Anfang August das (Betreibe größtenteils noch nicht ein­gebracht war, so baß sich je nach dem weiteren ©er­lauf des Erntewetters mehr oder minder große Ausfälle ergeben können.

An Frühkartoffeln hat die Augustschätzung im Reichsdurchfchnitt einen Hektarertrag von 122,9 Doppelzentner, gegen 125,4 Doppelzentner im Jahre 1932 ergeben. Auf Grund der Nachweise über die Anbauflächen ist mit einer Gesamternte an Frühkartoffeln von rund 3 Mill. Tonnen zu rechnen, das ist um rd. 150 000 Tonnen weniger als im Vorjahre.

Der nach dieser neuesten Erntevorschätzung zu er- wartende Ertrag der Getreideernte 1933 muß vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus ent. schieden begrüßt werden. Die Ernte ist zwar noch nicht in der Scheune und noch mancherlei Wit- terungseinflüffe können den Ertrag vermindern. So­viel ist jedoch sicher: Der Brotbedarf des deutschenVolkeskannauseigenerEr-

evangelischen Kirchen sich xu einer ReichSkirche zusammenschließen müssen. Die Zeit ist ernst, der Kampf ist schwer. Möge die evang. Kirche diesen Ruk hören und möchten sich doch alle evangelische Christen in den Kampf einreihen. Für seine Aus­führungen erntete der Redner großen Beifall der Zuhörer. Dekan S c r i b a dankte Pfarrer Rühl für feinen Dortrag, ebenso dem Schülerchor, der den Abend durch passende Lieder und Choräle umrahmt hatte, und dem Organisten Acker- mann, der zu Beginn der Tagung ein Musikstück für Dioline vorgetragen hatte. Mit dem Wunsche, daß der Abend einen bleibenden Einfluß bei allen anwesenden Glaubensgenossen hinterlassen und xu der Gründung einer Ortsgruppe .Deutsche Christen" in unserem Kirchspiel führen möchte schloß der Kirchenkreisleiter die Dersammlung, die vor Aufbruch zum Weggehen noch daS Luther- lied: .Sin' feste Burg" anstimmte.

y Bad Salzhausen, 16. Aua. In unterem Badeorte herrscht feit Juli in unveränderter Weise bis jetzt Hochbetrieb. Sämtliche Gasthofe und Fremdenoenfionen sind von Kurfremden voll be- wohnt. Im Kaufmanns-Erholungsheim sind 170 Kurgäste untergebracht. Auch in Nidda und den benachbarten Orten wohnen Badegäste. Die Zahl ber Passanten hat gegen früher in biefem Sommer erfreulich zugenommen, wodurch die täglich abge­gebenen Bäder eine Steigerung erfahren. In den letzten Wochen wohnten hier stets durchschnittlich über 400 Kurfremde.

Kreis Schotten.

Laubach, 16. Aug. Der hiesige Krie­ger- und Militärverein wurde am Samstagabend im .Schützenhvf" gleichgeschaltet.

Nach den im Statistischen Reichsamt zusammen- gestellten Ergebnissen der Zweiten) Erntevor­schätzung zu Anfang August haben sich die Aussichten für die diesjährige Getreideernte gegenüber bem Stanbe zu Anfang Juli infolge der günstigen Juliwitterung noch etwasaebefsert. Nach den Meldungen der amtlichen Saatenstands­berichterstatter ergeben sich für den gesamten Reichs- durchschnitt zu Aanfang August folgende Hektar- ertrüge: Winterroggen 18,7 dz (gegen 18,3 dz bei ber Julischätzung), Sommerroggen 14,1 (14,2) dz, Winterweizen 22,7 (21,4) dz, Spelz 13,4 (13,0) dz, Wintergerste 25,3 (23,5) dz, Sommergerste 20,1 (19,3) dz, Hafer 20,7 (19,4) dz. Unter Zugrunde- legung ber Anbauflächen würden sich hiernach fol- genbe Gesamterträge für die diesjährige Ernte (im Vergleich zu den endgültigen Ergebnissen der Ernte 1932) errechnen:

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