i918 vermutlich noch eine bescheidene Mehrheit zugunsten Deutschlands erbracht, 1913 wäre diele Majorität überwältigend grob gewesen, während es als sicher gelten kann, daß sich heute nur eine Minderheit gegen Frankreich auSsprechen würde. Mcht aus Liebe zu dem einen oder anderen Land, sondern aus Ruhebcdür4niS. Die Leute wollen nicht der Preis des jeweiligen Siegers sein, sie haben es satt, ihr Leben alle 50 Jahre aus einer völlig veränderten Grundlage auszubauen.
Frankreich braucht sich wegen des Elsaß keine Sorgen zu machen, vorausgesetzt, dah eS die deutsche oder auch nur alemannische Eigenart des Lande- nicht antastet. Die Derwelschung war vor 1870, ohne daß sie von der französischen Regierung in besonderem Mähe betrieben wurde, im besten 3ug«; die 47jährige Zugehörigkeit zu Deutschland hat trotz aller Mißgriffe den Erfolg gehabt, dah die Elsässer wieder deutsches Wesen kennen gelernt haben und dah ihnen dadurch ihr eigenes Deutschtum klar zum Bewußt- sein gekommen ist. Sie wollen sich ihren Anteil an deutscher Kultur, deutscher Kunst und deutscher Religiosität auch unter französischer Herr- schast nicht rauben lassen. Der stürmische Dei- sall, der die ersten, nach dem Krieg wieder zu- gelassenen deutschen Theatervorstellungen begrüßte, läßt an der Energie dieses Willens keinen Zweifel, eS war eine gewaltige Kundgebung für Deutschland, wenn auch nicht für das politische Deutschland. Das Ruhebedürfnis der Elsässer lehnt jede französische Kulturpropaganda als unerwünschte Störung mit der gleichen Entschiedenheit ob wie eine politische rechtsrheinische, wenn der Versuch einer solchen gemacht würde, e Kann Frankreich den Elsässern die gewünschte Sonder st ellung gewähren? Kann eS innerhalb seiner Grenzen eine deutsche Provinz dulden? DaS ist die Frage. Eine Heimatbewegung (RegionalismuS) besteht nicht nur dort, sondern auch die Korsen, die Flamen, die 'Bretagner, Basken und Provenzalen besinnen sich auf ihre geschichtliche und völkische Eigenart und treten der
von der Revolution geschaffenen, von Rapoleon l. gefestigten Pariser Zentralisation mehr oder minder schroff entgegen. Dis jetzt hat die Regierung die Formen, die diesen berechtigten Ansprüchen entgegenkommt, noch nicht gesunden. Die Schwierigkeiten sind auch kaum überwindbar. Man betrachtet noch heut« in Frankreich die straffe Zusammenfassung der Verwaltung, den einheitlichen und gleichen Ausbau des Staates ohne jede Rücksicht aus die Sonderart und die geschichtlichen Eigentümlichkeiten der verschiedenen Landesteile als eine Crrungenschast der Revolution, a l s einen Fortschritt, den man nicht rückgängig machen will. Die Regierung würde die überwältigende Mehrheit der Franzosen vor den Kops stoßen und ihrem Staats- bewußtsein einen schweren Schlag versetzen, wenn sie einigen zersplitterten Minderheiten zuliebe an den Grundlagen des »einheitlichen und unteilbaren Frankreichs'' zu rütteln wagte.
Flamen, Basken und di« durch den Erfolg der stammverwandten Iren aufgeregten Bretagner sind zahlenmäßig viel zu schwach, um eine Gefahr zu bedeuten, der RegionalismuS der Prvvencalen ist unpolitisch, ernster ist die Bewegung bei den Korsen und den Elsässern, da ihr die unmittelbare Rachbarschaft eines gleichsprachigen Großstaates — in dem einen Fall Italien, in dem anderen Deutschland — einen starken Rückhalt bietet. Eine dauernde Verstimmung könnte die Bevölkerung hier wie dort dazu bringen, sich die Frage vorzulegen, ob nicht eine Verbindung mit diesen Ländern der mit der „rafcre patrie“ vorzuziehen sei. 2st es aber erst so weit, daß diese Frage aufgeworfen wird, so ist auch die Antwort nicht zweifelhaft.
3n Frankreich wird das Elsaß die gewünschte Autonomie kaum erreichen. Deutschland hätte sie ihm bewilligen können, ohne seinen bundesstaatlichen Charakter anzutasten und die Grundlagen seiner Verfassung zu erschüttern. Um so bedauerlicher ist es, daß es nicht zur rechten Zeit geschehen ist.
Aus der proviuzialhaupistadt.
Vereinte Kraft.
Schön ist es, in sroher Gesellschaft durch Feld und Wald zu streifen. Roch schöner, will mir scheinen, sind aber die Stunden, die man allein irgendwo still im deutschen Walde verlebt, in denen man auf einem moosigen Fleck liegt, über sich das grüne Blätterdach. Die Sonne malt belle Kreise auf daS Moos, vom Himmel ist nur hier und da ein Stückchen zu sehen.
Das herrliche Pfingstwetter lockte. Und so wanderte ich freudigen Herzens zum Wald, durchstreift« alle mir wohl bekannten Wege und hielt Umschau. Auf einem grasbewachsenen Seitenpfad fand ich ein schönes Plätzchen zum Ruhen. Allein ich blieb nicht lange sitzen: Senn rund um mich wimmelte es von Ameisen, diesen fleißigen Tierchen, die auch am Sonntag zur Arbeit liefen. Ich habe sie gern, doch nur von weitem. 3n meinen Kleidern sind sie mir unangenehm. Aber ich konnte nicht weg von dem schönen Fleckchen, die kleinen Läufer weckten meine ganze Aufmerksamkeit. Lange saß ich in tiefer Kniebeuge und schaute und schaute. Die kleinen Kerlchen arbeiteten tatsächlich. Wenn man nur oberflächlich hinsieht, meint man, diese Tierchen laufen nur so da herum. Aber wenn man schärfer prüft, dann wird einem allerlei klar.
Da tarn eine Ameise über ein welkes Blatt und schob ein kleines, dickes Räupchen vor sich her. Don der Seite rannte eine zweite Ameise herbei, packte das Räupchen am anderen Ende und zog mit allen Kräften. Dabei lief sie rückwärts. Es ging geschwind über das dürre Laub, durch Vertiefungen, über kleine Hügel, über einen dürren Ast, an Grashälmchen in die Höhe. Das Räupchen war mindestens doppelt so groß und schwer wie die Ameisen. Aber unermüdlich schoben und Aogen sie weiter. Ich war neugierig und wollte fepen, ob das Räupchen noch lebte und hob es in die Höhe. Die Heinen Jäger hatten sich so fest- gebissen, daß ich sie nun mit in meiner Hand hielt. Als sie die veränderte Umgebung bemerkten, ließen sie rasch ihr Opfer los und rannten davon Das Räupchen lebte tatsächlich noch. Ich ließ es einige Zeit in meiner Hand, dann setzte ich es wieder auf die Erde. Wie der Blitz schoß eine Ameise hervor und packte es fest mit ihren Kiefern. Plötzlich ließ sie ihre Deute los und lief auf eine andere Ameise zu. Dann sah ich, wie beide von neuem die Raupe packten und weiterschleppten. Wieder ging es über Halme, Erdbrocken, Holzstückchen. Dann waren sie am Rande de- Grabens. Sie hatten den schwersten Teil ihres Weges hinter sich.
Inzwischen sah ich nach den andern Ameisen. Auch sie liefen zum Teil mit einem Käferchen. Eine hatte eine Fliege, eine andere eine Spinne. Wohin wollten die kleinen Läufer diese für sie doch ungeheuren Lasten schleppen? Ich schaute mich nach allen Seiten um. konnte aber nirgends einen Ameisenhaufen entdecken. Aber ich hatte Zeit und Geduld und fing an zu suchen. Da endlich, neben einem Iägerpfad, tief im Tannendickicht versteckt, fand ich den Dau der Ameisen.
Er lag von meinem Ruheplatz mindestens dreißig Meter entfernt.
Wie staunte ich, als ich näherkam und ihn betrachtete! Auf dem Erdboden betrug der Durchmesser wohl zwei Meter, die Höhe überstieg 1,50 Meter! Ich stand still und lauschte. War das ein tausendfaches leises Rascheln der vielen, vielen schlanken Beinchen, die hier über den Waldboden liefen, hinauf zur Höhe des Baues fliegen und wieder herunter! Der Ameisenhaufen war rund um einen Tannnstamm gebaut. Auch an diesem liefen die Tirchen auf und ab.
Welche Arbeit mag es gekostet haben, bis dieser gewaltige Dau vollendet war! Alles, was irgendwie brauchbar war, hatten die Tierchen zusammengeschleppt, in der Hauptsache aber Tannennadeln. Die Gänge und kleinen Gewölbe, die man von außen erkennen konnte, waren mit größeren Holzstückchen abgestützt. Hälmchen und Blattstücke wurden beim Dau verwandt. Gar merkwürdig sah es aus, wenn Hunderte von Ameisen herbeiliefen, die je eine Tannennadel trugen. Cs war so, als ob sie ein Schwert schwängen! Dann wieder sah man eine ermüdet stillhalten, die Last war zu schwer. Schon aber kam eine andere zu Hilfe. Wohl gefaßt, halbe Last!
Mit vereinter Kraft bringen diese kleinen Tierchen solche Arbeit zustande. Sie säubern den Wald ton schädlichen und toten Insekten, sind die Hilfspolizei des Försters. Darum verstehen wir auch, daß sie geschützt werden müssen.
Ich muß meine Kinder einmal an den versteckt liegenden Ameisenhaufen führen. Sie sollen — wie ich — Ehrfurcht vor den kleinen Lebewesen empfinden, sie sollen erkennen, daß der Mensch vor vielen kaum beachteten Tierchen still- und mit Andacht stehenbleiben muh. Wie viel können wir von dem Völklein der Ameisen lernen! Was wissen wir von ihrer Fühlersprache, ihrem Staat, in dem eine Königin, wie bei den Dienen, herrscht? Eins zeigen sie uns: Wie man sich unterordnet in einem lebendigen Gemeinwesen, wie man Gehorsam und Arbeit lernt. Wie eine der andern hilft, wie Eindringlinge in gemeinsamem Kampfe vernichtet werden. Solche Arbeit und solche Leistungen können nur durch vereinte Kraft verrichtet werden. Ist eine solche stille Stunde, die man im Wald allein verbringt, fein Gewinn für das Leben? W-r.
Deutscher Protest gegen Versailles.
Zum Zeichen der Ablehnung des vor 14 Jahren beschlossenen Diktates von Versailles und zum Ausdruck der Trauer, daß das deutsche Volk noch immer unter dem harten Druck dieses Diktates stehl, setzen am Mittwoch, 2 8. Juni, die Behörden des Reiches, der Länder und der Gemeinden die Flaggen auf Halb- m a st. Die Reichsreoierung ruft das gesamte deutsche Volk auf, sich dem Vorgehen der Behörden anzuschließen.
Zn Abänderung seines Runderlasses über die Beteiligung der Schulen und, der Schülerschaft an Kundgebungen am 2 8. Juni, dem Tage der Wiederkehr der Unterzeichnung des
Versailler Diktates, hat der o r e u ß i s ch e Äul- 1 u 9 m i n t ft e r angeordnet, daß an diesem Tage lediglich in allen preußischen Schulen in der letzten Dormittagsstunde die versammelte Schü- lerschast in würdiger Form auf die Bedeutung dieses Tages und des Versailler Diktates durch den An- staltsleiter hingewiesen wird. Die ursprünglich vorgesehene Teilnahme der Schülerschaft an Kundgebungen ist dagegen aufgehoben.
Lustschuh tut Not!
Gestern abend fand im Rahmen des ersten Luftschuh-JlnformationSkurses für Lehrer und Lehrerinnen der Gießener Schulen der dritte Schulungsabend zur Einführung in den zivilen Luftschutz statt. Dor einer sehr zahlreiche^ Zuhörerschaft sprach zunächst Privatdozent Dr. Eichler über daS Thema .Wirkung der Gasbomben". Der Redner machte in aufschlußreicher Weise mit den wichtigsten Grundlagen des Wissen- auf diesem Gebiete bekannt. Anschließend sprach Prof. Dr. B e h a g h e l über das Thema .Erkennen der Gasbomben". Auch bei diesen Darlegungen konnten die gespannt lauschenden Hörer wertvolle Belehrungen entgegennehmen. Am Schlüsse des interessanten Vortragsabends machte Privatdozent Dr. Eichler noch darauf aufmerksam, dah auch in Gießen die Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Luftschutzbundes geplant ist, und erforderte zu zahlreichem Beitritt in diese Organisation aus, die sich in besonderem Maße mit der Aufklärung der Bevölkerung über den zivilen Luftschutz befassen soll.
Die Harburger Festspiele: „Das Wintermärchen".
Ucber die Besetzung der Rollen Shakespeares „Wintermärchen", das am 20. Juni zum ersten Male auf der monumentalen Marburger Festfpiclbühne auf dem Schloßberg gespielt werden wird, schreibt man uns aus Marburg: Das Königspaar Leontes und Hermian wird dargestellt von Lothar Körner (Dresden) und Rense S t o b r a w a (Berlin). Körner, der 1929 als „Tel!" so großen Beifall erntete, spielt zur Zeit beim Reformationsspiel den Eckelsbach, Rense Stobrawa wird von ihrem Auftreten als Gretchen im vorjährigen „Faust" noch in guter Erinnerung sein. Den König Polyxenes Tpielt Sj. F i r m b a ch (Frankfurt) mit der schönen männlichen Sicherheit, die ihn als Landgrafen im Reformations- spiel auszeichnet. Den jungen Florizal verkörpert Hans Georg Laubenthal (Köln), während seine geliebte Perdita bei Hansi Nässte in den besten Händen ist. Nach allem, was man bisher von diesen beiden Schauspielern sah, darf man wohl sagen, daß so leicht kein Paar gefunden werden kann, das den jugendlichen Liebreiz und die adlige Schönheit dieser Shakespeareschen Gestalten besser darstellen könnte. (Siehe heutige Anzeige.)
Gictzcncr Dsochcnmarktpreise.
* Gießen, 17.2uni. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter 90 bis 110 Pf., Landbutter 110 b. 120, Sührahmbuttr 130 b. 135, Matte 25, Wirsing (grün) 15, Spinat 10 bis 12, Römischkohl 10, Dohnen (grün) 35. Tomaten 50, Spargel 30 bis 40, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüfe 10 bis 12, Rhabarber 8 bis 10, Zwiebeln 12, Äartoffeln (alte) 3 (Z r. 2 5) b. 3 Mk ), Kirschen 35 bis 40, Stachelbeeren 15 bis 20, Erdbeeren 35 bis 60, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hahne 90 bis 100 Pfennig pro Pfund: Tauben 50 bis 60, Eier (inländische) 8 bis 8,5, Blumenkohl 10 bis 60, Salatgurken 30 bis 40, Salat 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Käse 4 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10 Pfennig pro Stück: Rüben (gelbe) 10, (rote) 15, Radieschen 5 bis 10 Pfennig pro Bund.
Lornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Realgymnasiums zu Gießen: 20 ilf>r, »Hindenburg", Herren-2lbend. — Kurzschriftverein von 1861: „Karlsruhe", Vereinsabend. — Turnverein 1846: 20.30 Llhr, »Bayerischer Hof", Monatsversamm- lung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Die blonde Christl".
— Tageskalender für Sonntag. Oberhessifcher Kunstverein: Turmhaus am Drand- platz, Ausstellung. — Reues Schloß: 11 bis 13 Llhr, Werbe-Ausstellung hessischer und rheinischer Kunsttöpfereien. — Dolkshalle: 20 Ahr, Sommerfest der Gießener Studentenschaft zugunsten der Gießener Studentenhilfe. — Heimatvereinigung Schiffenberg: 15 Ahr, Schiffenberg, Fest der Fügend. — Volkshochschule, heimatkundlicher Ausflug nach Kloster Arnsburg und Burg Münzenberg, Abfahrt 8.28 Ahr. — Waldbühne: 15 Ahr, Christliches Waldfest. — »Waldeslust" am Flughafen: Rachmittags Konzert. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Die blonde Christl".
** In den Ruhestand tritt auf Grund des Altersgrenzegesetzes der Oberbaurat Jean Kessel zu Bensheim am 1. Juli. — In den Ruhestand versetzt wurde auf sein Nachsuchen der Amtsgerichts- direktor beim Amtsgericht Worms Eugen Funk mit Wirkung vom 1. August ab.
** D i e Verkaufsplätze auf dem Wocken- markt sollen neu vergeben werden. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei besonders hingewiesen.
•* Eine öffentliche Mahnung der Gießener Stadtkasse an säumige Zahler ist in unserem heutigen Anzeigenteil enthalten. Wer
mit seinen Zahlungen rückständig ist, versäume die gestellt« Frist zur Erledgiung seiner Verpflichtungen nicht.
" Die Museen und Sammlungen im Allen und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
•• Siedlung am Stadtrande. Aus dem (Srbbaugelänbc an der Licher Straße, das die Stadt zur Anregung der Bautätigkeit freigege- ben hat. beginnt e- lebhaft zu werden. Die Bau» firma Abcrmann hat es unternommen, in vertrauensvollem Zusammenwirken mit interessierten Siedlern und mit Anterstützung durch die in Frage kommenden Architekten, eine Baugruppe von mehreren Häuschen aufzuziehen. Durch ihre Ausgestaltung haben diese Heimstätten den Charakter solider Eigenheime, die in schöner Lage am Walde und mit schöner Aussicht auf den Schifsenberg alle Vorbedingungen behaglicher Wohnlichkeit erfüllen. Für Siedler mit einem angemessenen Eigenkapital, daS ihnen auch ein billiges Wohnen gewährleistet, ist durch die öffentliche Förderung solcher Bauvorhaben jetzt die günstigste Gelegenheit gegeben, sich das langersehnte eigene Heim zu gründen und damit Zugleich das Streben nach Arbeitschaffung an seinem Teil wertvoll zu unterstützen. da alle Dauhandwerker in den Häusern zu tun bekommen. Die gewonnenen Erfahrungen setzen die Firma Qlbermann in die Lage, Interessenten so zu bedienen, daß ihnen die oft beim Bauen auftretenden Enttäuschungen erspart bleiben. Die Zufriedenheit der ersten Siedler bestätigt dies. Man beachte den Hinweis der Firma auf der Baustelle.
” Das alljährliche Sommerfest auf dem Schifsenberg wird, wie man uns mit- teilt, in diesem Jahre zusammen mit dem Jugend- und Sommersest der Heimatoereinigung Schiffenberg am morgigen Sonntag begangen. Zu der Veranstaltung ist ein außerordentlich abwechstungs- reiches Unterhaltungsprogramm vorgesehen, das den Besuchern genußreiche Stunden bereiten wird. Spiclplan vcr Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 18. Juni: Götterdärn- merung. Anfang 18 Uhr. Montag, 19.: Fünf Opern- lzeneit aus „Amelia", „Der fliegende Holländer", „Don Pasquale", „Die luftigen Weiber von Windsor", „Die verkaufte Braut" und „Die Opernprobe". Anfang 20 Uhr. Dienstag, 20.: Der fliegende Holländer. Anfang 20 Uhr. Mittwoch, 21.: Der Was- fenschmied. Anfang 20 Uhr. Donnerstag, 22.: Ri- aoletto. Anfang 20 Uhr. Freitag, 23.: Fidelio. Anfang 20 Uhr. Samstag, 24.: Der Vetter aus Dingsda. Anfang 20 Uhr. Sonntag, 25.: Lohengrin. Anfang 18 Uhr. Montag, 26.: Geschlossen.
Schauspielhaus. Sonntag, 18. Juni: Na- tionalsozialistische Gastspielbühne, Berlin: Familien- väter. Anfang 20 Uhr. Montag, 19., bis Donnerstag, 22. Juni: Geschlossen. Freitag, 23.: Fault I. Anfang 19 Uhr. Samstag, 24.: Faust 11. Anfang 19 Uhr. Sonntag, 25.: Faust II. Anfang 18 Uhr.
Taten für Samstag, 17.Iuni
1810: Der Dichter Ferdinand Freiligrath in Detmold geb. — 1897: Pfarrer Sebastian Kneipp, Förderer des Wasserhellversahrens, in Wörishofen gest.
Taten für Sonntag, 18.Juni.
1845: Der Entdecker des Malaria - Erregers, Charles Alphonse Laveran, in Paris geb. (gestorben 1922). — 1885: Der Maler Wilhelm Camphausen in Düsseldorf gest. (geb. 1818). — 1905: Der Dichter Hermann Lingg in München gest. (geb. 1820).
Snefkaften Oer Xeöaffion.
$r. Sch. Der Impftermin steht noch nicht fest. Es ist aber auf Grund besonderer Umstände nicht damit zu rechnen, daß Impfungen innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden. Frühester Impftermin könnte also erst in etwa 3 Wochen sein.
Wettervoraussage.
Nachdem die Jslandstörung feit mehreren Tagen ihre Lage nicht verändert hat, ist sie jetzt unter Energiegewinnung südöstlich weitergerückt. Infolge- dessen hat der Einfluß ihrer Südseite, d. h. die Zu- fuhr ozeanischer Luft, nach Westdeutschland eingelegt unter gleichzeitiger Mitführung eines Niederschlagsfeldes, welches in den heutigen Morgenltun- gen bas Nordseeküstengebiet berührte. Der Äitte- rungsumschlag wird an den nächsten Tagen an- halten, denn weitere Ozeanluft bringt uns außer schauerartigen Niederschlägen teils gewittterhaster Art auch Abkühlung.
Aussichten für Sonntag: Wechselnd wolkig und etwas kühler, zeitweise Riederschläge.
Aussichten für Montag: Weiterhin wechselhaftes Wcstwetter, mäßig warm, noch Regenschauer.
Lufttemperaturen am 16. Juni, mittags, 23,4 Grad Celsius, abends 16,9 Grad Celsius: am 17. Juni, morgens, 15,4 Grad Celsius. Maximum 27,3 Grad, Minimum 10,4 Grad. Sonnenscheindauer 141/» Stunden. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe: Am 16. Juni, abends, 25,8 Grad Celsius, am 17. Juni, morgens, 17,8 Grad Celsius.
ZAHNPASTA erhält die Zähne J schön weiss gesund
f JAHRE 'DEUTSCHE QUALITÄTS-
DUNLOP 189 3-1933


