Ausgabe 
17.6.1933 Erstes Blatt
 
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i918 vermutlich noch eine bescheidene Mehrheit zugunsten Deutschlands erbracht, 1913 wäre diele Majorität überwältigend grob gewe­sen, während es als sicher gelten kann, daß sich heute nur eine Minderheit gegen Frank­reich auSsprechen würde. Mcht aus Liebe zu dem einen oder anderen Land, sondern aus Ruhebcdür4niS. Die Leute wollen nicht der Preis des jeweiligen Siegers sein, sie haben es satt, ihr Leben alle 50 Jahre aus einer völlig veränderten Grundlage auszubauen.

Frankreich braucht sich wegen des Elsaß keine Sorgen zu machen, vorausgesetzt, dah eS die deut­sche oder auch nur alemannische Eigenart des Lande- nicht antastet. Die Derwelschung war vor 1870, ohne daß sie von der französischen Regie­rung in besonderem Mähe betrieben wurde, im besten 3ug«; die 47jährige Zugehörigkeit zu Deutschland hat trotz aller Mißgriffe den Er­folg gehabt, dah die Elsässer wieder deutsches Wesen kennen gelernt haben und dah ihnen da­durch ihr eigenes Deutschtum klar zum Bewußt- sein gekommen ist. Sie wollen sich ihren Anteil an deutscher Kultur, deutscher Kunst und deut­scher Religiosität auch unter französischer Herr- schast nicht rauben lassen. Der stürmische Dei- sall, der die ersten, nach dem Krieg wieder zu- gelassenen deutschen Theatervorstellungen be­grüßte, läßt an der Energie dieses Willens kei­nen Zweifel, eS war eine gewaltige Kundgebung für Deutschland, wenn auch nicht für das poli­tische Deutschland. Das Ruhebedürfnis der El­sässer lehnt jede französische Kulturpropaganda als unerwünschte Störung mit der gleichen Ent­schiedenheit ob wie eine politische rechtsrheinische, wenn der Versuch einer solchen gemacht würde, e Kann Frankreich den Elsässern die gewünschte Sonder st ellung gewähren? Kann eS inner­halb seiner Grenzen eine deutsche Provinz dul­den? DaS ist die Frage. Eine Heimatbewegung (RegionalismuS) besteht nicht nur dort, sondern auch die Korsen, die Flamen, die 'Bretagner, Basken und Provenzalen besinnen sich auf ihre geschichtliche und völkische Eigenart und treten der

von der Revolution geschaffenen, von Rapoleon l. gefestigten Pariser Zentralisation mehr oder min­der schroff entgegen. Dis jetzt hat die Regie­rung die Formen, die diesen berechtigten An­sprüchen entgegenkommt, noch nicht gesunden. Die Schwierigkeiten sind auch kaum überwindbar. Man betrachtet noch heut« in Frankreich die straffe Zusammenfassung der Verwaltung, den ein­heitlichen und gleichen Ausbau des Staates ohne jede Rücksicht aus die Sonderart und die geschichtlichen Eigentümlichkeiten der verschiede­nen Landesteile als eine Crrungenschast der Re­volution, a l s einen Fortschritt, den man nicht rückgängig machen will. Die Regierung würde die überwältigende Mehrheit der Fran­zosen vor den Kops stoßen und ihrem Staats- bewußtsein einen schweren Schlag versetzen, wenn sie einigen zersplitterten Minderheiten zuliebe an den Grundlagen des »einheitlichen und unteil­baren Frankreichs'' zu rütteln wagte.

Flamen, Basken und di« durch den Erfolg der stammverwandten Iren aufgeregten Bretagner sind zahlenmäßig viel zu schwach, um eine Gefahr zu bedeuten, der RegionalismuS der Prvvencalen ist unpolitisch, ernster ist die Be­wegung bei den Korsen und den Elsässern, da ihr die unmittelbare Rachbarschaft eines gleichsprachigen Großstaates in dem einen Fall Italien, in dem anderen Deutschland einen starken Rückhalt bietet. Eine dauernde Verstimmung könnte die Bevölkerung hier wie dort dazu bringen, sich die Frage vorzu­legen, ob nicht eine Verbindung mit diesen Län­dern der mit derrafcre patrie vorzuziehen sei. 2st es aber erst so weit, daß diese Frage auf­geworfen wird, so ist auch die Antwort nicht zweifelhaft.

3n Frankreich wird das Elsaß die ge­wünschte Autonomie kaum erreichen. Deutsch­land hätte sie ihm bewilligen können, ohne sei­nen bundesstaatlichen Charakter anzutasten und die Grundlagen seiner Verfassung zu erschüttern. Um so bedauerlicher ist es, daß es nicht zur rechten Zeit geschehen ist.

Aus der proviuzialhaupistadt.

Vereinte Kraft.

Schön ist es, in sroher Gesellschaft durch Feld und Wald zu streifen. Roch schöner, will mir schei­nen, sind aber die Stunden, die man allein ir­gendwo still im deutschen Walde verlebt, in denen man auf einem moosigen Fleck liegt, über sich das grüne Blätterdach. Die Sonne malt belle Kreise auf daS Moos, vom Himmel ist nur hier und da ein Stückchen zu sehen.

Das herrliche Pfingstwetter lockte. Und so wanderte ich freudigen Herzens zum Wald, durch­streift« alle mir wohl bekannten Wege und hielt Umschau. Auf einem grasbewachsenen Seitenpfad fand ich ein schönes Plätzchen zum Ruhen. Allein ich blieb nicht lange sitzen: Senn rund um mich wimmelte es von Ameisen, diesen fleißigen Tier­chen, die auch am Sonntag zur Arbeit liefen. Ich habe sie gern, doch nur von weitem. 3n meinen Kleidern sind sie mir unangenehm. Aber ich konnte nicht weg von dem schönen Fleckchen, die kleinen Läufer weckten meine ganze Aufmerksam­keit. Lange saß ich in tiefer Kniebeuge und schaute und schaute. Die kleinen Kerlchen arbeiteten tat­sächlich. Wenn man nur oberflächlich hinsieht, meint man, diese Tierchen laufen nur so da herum. Aber wenn man schärfer prüft, dann wird einem allerlei klar.

Da tarn eine Ameise über ein welkes Blatt und schob ein kleines, dickes Räupchen vor sich her. Don der Seite rannte eine zweite Ameise herbei, packte das Räupchen am anderen Ende und zog mit allen Kräften. Dabei lief sie rückwärts. Es ging geschwind über das dürre Laub, durch Ver­tiefungen, über kleine Hügel, über einen dürren Ast, an Grashälmchen in die Höhe. Das Räup­chen war mindestens doppelt so groß und schwer wie die Ameisen. Aber unermüdlich schoben und Aogen sie weiter. Ich war neugierig und wollte fepen, ob das Räupchen noch lebte und hob es in die Höhe. Die Heinen Jäger hatten sich so fest- gebissen, daß ich sie nun mit in meiner Hand hielt. Als sie die veränderte Umgebung bemerk­ten, ließen sie rasch ihr Opfer los und rannten davon Das Räupchen lebte tatsächlich noch. Ich ließ es einige Zeit in meiner Hand, dann setzte ich es wieder auf die Erde. Wie der Blitz schoß eine Ameise hervor und packte es fest mit ihren Kiefern. Plötzlich ließ sie ihre Deute los und lief auf eine andere Ameise zu. Dann sah ich, wie beide von neuem die Raupe packten und wei­terschleppten. Wieder ging es über Halme, Erd­brocken, Holzstückchen. Dann waren sie am Rande de- Grabens. Sie hatten den schwersten Teil ihres Weges hinter sich.

Inzwischen sah ich nach den andern Ameisen. Auch sie liefen zum Teil mit einem Käferchen. Eine hatte eine Fliege, eine andere eine Spinne. Wohin wollten die kleinen Läufer diese für sie doch ungeheuren Lasten schleppen? Ich schaute mich nach allen Seiten um. konnte aber nirgends einen Ameisenhaufen entdecken. Aber ich hatte Zeit und Geduld und fing an zu suchen. Da endlich, neben einem Iägerpfad, tief im Tannen­dickicht versteckt, fand ich den Dau der Ameisen.

Er lag von meinem Ruheplatz mindestens dreißig Meter entfernt.

Wie staunte ich, als ich näherkam und ihn betrachtete! Auf dem Erdboden betrug der Durch­messer wohl zwei Meter, die Höhe überstieg 1,50 Meter! Ich stand still und lauschte. War das ein tausendfaches leises Rascheln der vielen, vielen schlanken Beinchen, die hier über den Waldboden liefen, hinauf zur Höhe des Baues fliegen und wieder herunter! Der Ameisenhaufen war rund um einen Tannnstamm gebaut. Auch an diesem liefen die Tirchen auf und ab.

Welche Arbeit mag es gekostet haben, bis dieser gewaltige Dau vollendet war! Alles, was irgendwie brauchbar war, hatten die Tierchen zu­sammengeschleppt, in der Hauptsache aber Tannen­nadeln. Die Gänge und kleinen Gewölbe, die man von außen erkennen konnte, waren mit größeren Holzstückchen abgestützt. Hälmchen und Blattstücke wurden beim Dau verwandt. Gar merkwürdig sah es aus, wenn Hunderte von Ameisen herbeiliefen, die je eine Tannennadel trugen. Cs war so, als ob sie ein Schwert schwängen! Dann wieder sah man eine ermüdet stillhalten, die Last war zu schwer. Schon aber kam eine andere zu Hilfe. Wohl gefaßt, halbe Last!

Mit vereinter Kraft bringen diese kleinen Tier­chen solche Arbeit zustande. Sie säubern den Wald ton schädlichen und toten Insekten, sind die Hilfspolizei des Försters. Darum verstehen wir auch, daß sie geschützt werden müssen.

Ich muß meine Kinder einmal an den versteckt liegenden Ameisenhaufen führen. Sie sollen wie ich Ehrfurcht vor den kleinen Lebewesen empfinden, sie sollen erkennen, daß der Mensch vor vielen kaum beachteten Tierchen still- und mit Andacht stehenbleiben muh. Wie viel können wir von dem Völklein der Ameisen lernen! Was wis­sen wir von ihrer Fühlersprache, ihrem Staat, in dem eine Königin, wie bei den Dienen, herrscht? Eins zeigen sie uns: Wie man sich unterordnet in einem lebendigen Gemeinwesen, wie man Ge­horsam und Arbeit lernt. Wie eine der andern hilft, wie Eindringlinge in gemeinsamem Kampfe vernichtet werden. Solche Arbeit und solche Lei­stungen können nur durch vereinte Kraft verrichtet werden. Ist eine solche stille Stunde, die man im Wald allein verbringt, fein Gewinn für das Leben? W-r.

Deutscher Protest gegen Versailles.

Zum Zeichen der Ablehnung des vor 14 Jahren beschlossenen Diktates von Versail­les und zum Ausdruck der Trauer, daß das deutsche Volk noch immer unter dem harten Druck dieses Diktates stehl, setzen am Mittwoch, 2 8. Juni, die Behörden des Reiches, der Länder und der Gemeinden die Flaggen auf Halb- m a st. Die Reichsreoierung ruft das gesamte deutsche Volk auf, sich dem Vorgehen der Be­hörden anzuschließen.

Zn Abänderung seines Runderlasses über die Be­teiligung der Schulen und, der Schüler­schaft an Kundgebungen am 2 8. Juni, dem Tage der Wiederkehr der Unterzeichnung des

Versailler Diktates, hat der o r e u ß i s ch e Äul- 1 u 9 m i n t ft e r angeordnet, daß an diesem Tage lediglich in allen preußischen Schulen in der letzten Dormittagsstunde die versammelte Schü- lerschast in würdiger Form auf die Bedeutung dieses Tages und des Versailler Diktates durch den An- staltsleiter hingewiesen wird. Die ursprünglich vor­gesehene Teilnahme der Schülerschaft an Kund­gebungen ist dagegen aufgehoben.

Lustschuh tut Not!

Gestern abend fand im Rahmen des ersten Luftschuh-JlnformationSkurses für Lehrer und Lehrerinnen der Gießener Schulen der dritte Schu­lungsabend zur Einführung in den zivilen Luft­schutz statt. Dor einer sehr zahlreiche^ Zuhörer­schaft sprach zunächst Privatdozent Dr. Eichler über daS Thema .Wirkung der Gasbomben". Der Redner machte in aufschlußreicher Weise mit den wichtigsten Grundlagen des Wissen- auf diesem Gebiete bekannt. Anschließend sprach Prof. Dr. B e h a g h e l über das Thema .Erkennen der Gas­bomben". Auch bei diesen Darlegungen konnten die gespannt lauschenden Hörer wertvolle Beleh­rungen entgegennehmen. Am Schlüsse des inter­essanten Vortragsabends machte Privatdozent Dr. Eichler noch darauf aufmerksam, dah auch in Gießen die Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Luftschutzbundes geplant ist, und erfor­derte zu zahlreichem Beitritt in diese Organisation aus, die sich in besonderem Maße mit der Auf­klärung der Bevölkerung über den zivilen Luft­schutz befassen soll.

Die Harburger Festspiele: Das Wintermärchen".

Ucber die Besetzung der Rollen Shakespeares Wintermärchen", das am 20. Juni zum ersten Male auf der monumentalen Marburger Festfpiclbühne auf dem Schloßberg gespielt werden wird, schreibt man uns aus Marburg: Das Königspaar Leontes und Hermian wird dargestellt von Lothar Körner (Dresden) und Rense S t o b r a w a (Berlin). Kör­ner, der 1929 alsTel!" so großen Beifall erntete, spielt zur Zeit beim Reformationsspiel den Eckels­bach, Rense Stobrawa wird von ihrem Auftreten als Gretchen im vorjährigenFaust" noch in guter Er­innerung sein. Den König Polyxenes Tpielt Sj. F i r m b a ch (Frankfurt) mit der schönen männlichen Sicherheit, die ihn als Landgrafen im Reformations- spiel auszeichnet. Den jungen Florizal verkörpert Hans Georg Laubenthal (Köln), während seine geliebte Perdita bei Hansi Nässte in den besten Händen ist. Nach allem, was man bisher von diesen beiden Schauspielern sah, darf man wohl sagen, daß so leicht kein Paar gefunden werden kann, das den jugendlichen Liebreiz und die adlige Schönheit die­ser Shakespeareschen Gestalten besser darstellen könnte. (Siehe heutige Anzeige.)

Gictzcncr Dsochcnmarktpreise.

* Gießen, 17.2uni. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter 90 bis 110 Pf., Landbutter 110 b. 120, Sührahmbuttr 130 b. 135, Matte 25, Wirsing (grün) 15, Spinat 10 bis 12, Römischkohl 10, Dohnen (grün) 35. Tomaten 50, Spargel 30 bis 40, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüfe 10 bis 12, Rhabarber 8 bis 10, Zwiebeln 12, Äartoffeln (alte) 3 (Z r. 2 5) b. 3 Mk ), Kirschen 35 bis 40, Stachelbeeren 15 bis 20, Erdbeeren 35 bis 60, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hahne 90 bis 100 Pfennig pro Pfund: Tauben 50 bis 60, Eier (inländische) 8 bis 8,5, Blumenkohl 10 bis 60, Salatgurken 30 bis 40, Salat 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Käse 4 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10 Pfennig pro Stück: Rüben (gelbe) 10, (rote) 15, Radieschen 5 bis 10 Pfennig pro Bund.

Lornotizen.

Tageskalender für Samstag. Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Real­gymnasiums zu Gießen: 20 ilf>r, »Hindenburg", Herren-2lbend. Kurzschriftverein von 1861: Karlsruhe", Vereinsabend. Turnverein 1846: 20.30 Llhr, »Bayerischer Hof", Monatsversamm- lung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Die blonde Christl".

Tageskalender für Sonntag. Oberhessifcher Kunstverein: Turmhaus am Drand- platz, Ausstellung. Reues Schloß: 11 bis 13 Llhr, Werbe-Ausstellung hessischer und rhei­nischer Kunsttöpfereien. Dolkshalle: 20 Ahr, Sommerfest der Gießener Studentenschaft zu­gunsten der Gießener Studentenhilfe. Heimat­vereinigung Schiffenberg: 15 Ahr, Schiffenberg, Fest der Fügend. Volkshochschule, heimatkund­licher Ausflug nach Kloster Arnsburg und Burg Münzenberg, Abfahrt 8.28 Ahr. Waldbühne: 15 Ahr, Christliches Waldfest. »Waldeslust" am Flughafen: Rachmittags Konzert. Licht­spielhaus Bahnhofstraße: »Die blonde Christl".

** In den Ruhestand tritt auf Grund des Altersgrenzegesetzes der Oberbaurat Jean Kessel zu Bensheim am 1. Juli. In den Ruhestand ver­setzt wurde auf sein Nachsuchen der Amtsgerichts- direktor beim Amtsgericht Worms Eugen Funk mit Wirkung vom 1. August ab.

** D i e Verkaufsplätze auf dem Wocken- markt sollen neu vergeben werden. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung der Bürger­meisterei besonders hingewiesen.

* Eine öffentliche Mahnung der Gießener Stadtkasse an säumige Zahler ist in unserem heutigen Anzeigenteil enthalten. Wer

mit seinen Zahlungen rückständig ist, versäume die gestellt« Frist zur Erledgiung seiner Verpflichtungen nicht.

" Die Museen und Sammlungen im Allen und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

Siedlung am Stadtrande. Aus dem (Srbbaugelänbc an der Licher Straße, das die Stadt zur Anregung der Bautätigkeit freigege- ben hat. beginnt e- lebhaft zu werden. Die Bau» firma Abcrmann hat es unternommen, in ver­trauensvollem Zusammenwirken mit interessierten Siedlern und mit Anterstützung durch die in Frage kommenden Architekten, eine Baugruppe von meh­reren Häuschen aufzuziehen. Durch ihre Ausge­staltung haben diese Heimstätten den Charakter solider Eigenheime, die in schöner Lage am Walde und mit schöner Aussicht auf den Schifsenberg alle Vorbedingungen behaglicher Wohnlichkeit erfül­len. Für Siedler mit einem angemessenen Eigen­kapital, daS ihnen auch ein billiges Wohnen ge­währleistet, ist durch die öffentliche Förderung solcher Bauvorhaben jetzt die günstigste Gelegen­heit gegeben, sich das langersehnte eigene Heim zu gründen und damit Zugleich das Streben nach Arbeitschaffung an seinem Teil wertvoll zu un­terstützen. da alle Dauhandwerker in den Häu­sern zu tun bekommen. Die gewonnenen Erfah­rungen setzen die Firma Qlbermann in die Lage, Interessenten so zu bedienen, daß ihnen die oft beim Bauen auftretenden Enttäuschungen erspart blei­ben. Die Zufriedenheit der ersten Siedler bestä­tigt dies. Man beachte den Hinweis der Firma auf der Baustelle.

Das alljährliche Sommerfest auf dem Schifsenberg wird, wie man uns mit- teilt, in diesem Jahre zusammen mit dem Jugend- und Sommersest der Heimatoereinigung Schiffen­berg am morgigen Sonntag begangen. Zu der Ver­anstaltung ist ein außerordentlich abwechstungs- reiches Unterhaltungsprogramm vorgesehen, das den Besuchern genußreiche Stunden bereiten wird. Spiclplan vcr Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 18. Juni: Götterdärn- merung. Anfang 18 Uhr. Montag, 19.: Fünf Opern- lzeneit ausAmelia",Der fliegende Holländer", Don Pasquale",Die luftigen Weiber von Wind­sor",Die verkaufte Braut" undDie Opernprobe". Anfang 20 Uhr. Dienstag, 20.: Der fliegende Hol­länder. Anfang 20 Uhr. Mittwoch, 21.: Der Was- fenschmied. Anfang 20 Uhr. Donnerstag, 22.: Ri- aoletto. Anfang 20 Uhr. Freitag, 23.: Fidelio. An­fang 20 Uhr. Samstag, 24.: Der Vetter aus Dingsda. Anfang 20 Uhr. Sonntag, 25.: Lohengrin. Anfang 18 Uhr. Montag, 26.: Geschlossen.

Schauspielhaus. Sonntag, 18. Juni: Na- tionalsozialistische Gastspielbühne, Berlin: Familien- väter. Anfang 20 Uhr. Montag, 19., bis Donners­tag, 22. Juni: Geschlossen. Freitag, 23.: Fault I. Anfang 19 Uhr. Samstag, 24.: Faust 11. Anfang 19 Uhr. Sonntag, 25.: Faust II. Anfang 18 Uhr.

Taten für Samstag, 17.Iuni

1810: Der Dichter Ferdinand Freiligrath in Det­mold geb. 1897: Pfarrer Sebastian Kneipp, För­derer des Wasserhellversahrens, in Wörishofen gest.

Taten für Sonntag, 18.Juni.

1845: Der Entdecker des Malaria - Erregers, Charles Alphonse Laveran, in Paris geb. (gestorben 1922). 1885: Der Maler Wilhelm Camphausen in Düsseldorf gest. (geb. 1818). 1905: Der Dichter Hermann Lingg in München gest. (geb. 1820).

Snefkaften Oer Xeöaffion.

$r. Sch. Der Impftermin steht noch nicht fest. Es ist aber auf Grund besonderer Umstände nicht da­mit zu rechnen, daß Impfungen innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden. Frühester Impf­termin könnte also erst in etwa 3 Wochen sein.

Wettervoraussage.

Nachdem die Jslandstörung feit mehreren Tagen ihre Lage nicht verändert hat, ist sie jetzt unter Energiegewinnung südöstlich weitergerückt. Infolge- dessen hat der Einfluß ihrer Südseite, d. h. die Zu- fuhr ozeanischer Luft, nach Westdeutschland einge­legt unter gleichzeitiger Mitführung eines Nieder­schlagsfeldes, welches in den heutigen Morgenltun- gen bas Nordseeküstengebiet berührte. Der Äitte- rungsumschlag wird an den nächsten Tagen an- halten, denn weitere Ozeanluft bringt uns außer schauerartigen Niederschlägen teils gewittterhaster Art auch Abkühlung.

Aussichten für Sonntag: Wechselnd wolkig und etwas kühler, zeitweise Riederschläge.

Aussichten für Montag: Weiterhin wechselhaftes Wcstwetter, mäßig warm, noch Re­genschauer.

Lufttemperaturen am 16. Juni, mittags, 23,4 Grad Celsius, abends 16,9 Grad Celsius: am 17. Juni, morgens, 15,4 Grad Celsius. Maximum 27,3 Grad, Minimum 10,4 Grad. Sonnenschein­dauer 141/» Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe: Am 16. Juni, abends, 25,8 Grad Celsius, am 17. Juni, morgens, 17,8 Grad Cel­sius.

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