Ausgabe 
16.10.1933 Erstes Blatt
 
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9nd und Verlag: MVW UnwersttÄs-vach- und S.eindruckerel R. Lange in Sieben. Schrist.eitung und S-schäfteft-II-- Schulstratze^.

Reichstag und einer

europal

Das Echo im Ausland

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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für denAn« zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Biegen.

Oie deutsche Delegation hat Genf verlassen.

Deutschlands Absage an Genf.

Erschein» rügltch, autzei Sonntags und Feiertag», vetloyen: Die Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl«

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ZeLNsprechanschlüsfe anterSammelnummer225I. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Stehen.

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Frankfurt am Main 11686.

Berlin, den 14. Oft. 1933.

Der Reichskanzler: Adolf Hitler.

Der Reichsminister des Innern: Dr. Frick.

Was sagt Paris?

Bolonts" für eine deutsch-frayzösische Aussprache.

Paris, 16. Okt. (WTB. Funkspruch.) Aus der Fülle der Pressestimmen, die sich mit den Ereig­nissen in Deutschland befassen, istDo lo nts be­sonders zu erwähnen, dessen verständnisvolle Hal­tung ausfällt. Das Blatt schreibt: Deutsch and ladt Frankreich zu direkten Verhandlungen ein. Man muß dazu Stellung nehmen, und zwar mit einem Ja, weil wir Deutschland innerhalb der europäischen Gemeinschaft erhalten wollen. Un­sere Nationalisten beginnen sich zu regen und b e - fürro orten Repressalien mit der Behaup­tung, daß dadurch der Krieg vermieden würde. Glauben sie etwa von der Karte Europas ein großes Feld kurzerhand ausstreichen zu können, das 70 Millionen Einwohner zahlt und in so starkem Maße aum Aufschwung der Künste und Wissenschaften beigetragen hat? Sind sie der An­sicht, daß unsere Geschäfte besser gehen wurden, wenn Deutschland kommunistisch werden würde?

DieAuflösung desReichsiagS.

Berlin 14. Okt. (WTB.) Um dem deutschen mn[f Geleaenheit zu bieten, selbst zu ben gegen* märtiqTn eÄl5fraqen der Nation Stellung zu nehmen und seiner Verbundenheit mit der Reichs regierung Ausdruck zu geben, lose ich auf Grunh des Artikels 25 der Reichsverfaffung den Re.cys ^Berlin, den 14. Oktober 1933.

Der Reichspräsident, gez.: v. Hindenburg.

Der Reichskanzler, gez.: Adolf Hitler.

Der Reichsminister des Innern, gez.: Dr. Frick.

Genf, 14. Okt. (WTB.) Staats ekretar Freiherr v Rh ei nbaben, der in Abwesenheit des Bot­schafters Nadolny die deutsche Delegation für die Abrüstungskonferenz leitet, hat in Begleitung wei­terer Mitglieder der Delegation Samstag um 18 Uhr Genf mit bem fahrplanmäßigen Berliner Schnellzug verlassen. Der Rest der Delegation reist heute abend oder morgen nach Berlin zuruck.

Die Stimmabgabe erfolgt in der Weise, daß der Stimmberechtigte, der die zur Abstimmung gestellte Frage bejahen will, unter bem oorgeDrudten WorteI a", der Stimmberechtigte, der sie vernei- , nen will, unter bem vorgedruckten WorteRem in den dafür vorgesehenen Kreis einK reu z f e tz t. Der Stimmzettel wird in demselben Umschlag abge­geben, in dem auch der Stimmzettel zur Reichs- tagswahl abgegeben wird.

Das Reichsgesetzblatt enthalt weiter unter dem 14.Oktober die erste Verordnung zur Reichs­tag s w a h l und Volksabstimmung (Wahl- und Ab- stimmungsverordnung). Für die Reichstagswahl und die Volksabstimmung werden darin die Bestimmun­gen für die A u s l e g u n g d e r S t i m m l i st e n, die Ausgabe der Stimmscheine für Aus­land d e u t s ch e und Angehörige der Besatzung von See- oder Binnenschiffen veröffentlicht. Ein weiterer ' Abschnitt befaßt sich mit der Stimm ab gäbe i m Reiseverkehr, den Seemannswahlen und der Abstimmung auf Seefahrzeugen. Der Reichsmmi- ster des Innern hat angeordnet, daß die Stimm­listen und Stimmkarteien vom 2. dis 6. No­vember auszulegen sind.

Wie die Volksabstimmung vor sich gehen wird.

Berlin, 15. Okt. (TU.) Jrn Reichsgesetzblatt vorn 14. Oktober ist die Verordnung zur Durchführung der Volksabstimmung über den Aufruf der Reichsregierung an bas beut che Volk erschienen. Zur Durchführung dieser Volks­abstimmung, bie gleichzeitig mit der R^n)stag^ wähl am 12. November stattsinbet, wirb danach verordnet: Die Abstimmung erfolgt burch Die A b - qobe eines Stimmzettels, ber aus grünem Papier besteht unb folgenben Aufbruck erhält:

Billigt das deutsche Volk die ihm im Auf- ruf der Reichsregierung vom 14. Oktober 1933 vorgelegte Politik der Reichsregierung unb ist es bereit, diese als den Ausdruck feiner eige­nen Auffassung und seines eigenen Willens zu erklären und sich feierlich zu ihr zu be­kennen?

Genf, 16. Okt. (CNB. - Funkspruch.) Die am Sonntag abgehaltenen Besprechungen der Haupt­mächte standen im Zeichen einer b etr ad) t - lidjen Verlegenheit und Unentschlos­senheit, aus der aud) in den Mitteilungen ae- genüber der Presse kein Geheimnis gemacht wurde. Einige Mächte, die sich von dem deutschen Vorwurf der Abrüstungssabotage getroffen fühlten, verlang­ten eine energische Antwort auf das Telegramm des Reichsaußenministers; befonders Sir John S - mo n befürwortete einef e ft und e n t fch l o - jene" Tonart gegenüber Deutschland. Schließ- lich einigte man sich jedoch, wie hier erklärt wurde, auf eine ziemlich gemüßigteFo der Be­antwortung dessen, was man in französischen Krei­sen seit vorgestern diedeutsche Anklage" nennt.

Noch größer waren die Meinungsverschiedenheiten über die weitere Gestaltung der Abru- ftwngskonferenz. Das Projekt einer Konven­tion ohne Deutschland ist stillschweigend fallen gelassen worden, weil viel dringendere Sorgen zu erörtern waren. Schon die Inszenierung der heu­tigen Sitzung des Hauptausschusses machte die größ­ten Schwierigkeiten. Der englische Außenminister, der wiederum eine entschlossene Geste gegenüber Deutschland empfahl, drang nicht durch. Die realpolitische Auffassung Italiens, daß k e i n e Tür zugeschlagen und keine Brücke abgebrochen werden dürfe, hat fid)-allem An­schein nach schon am gestrigen Somttaa m starkem Maße geltend machen können. Es wurde nach end­losen Beratungen allgemein für das Richtige ge­halten, die Sitzung des Hauptausschusses, die aus formellen Gründen nicht mehr abgesagt werden kann, so kurz und geräuschlos wie mog- lich zu gestalten. Der Hauptausschuß soll von den Vorgängen im Büro lediglich Kenntnis neh­men und sich dann ohne grundsätzliche Aussprache möglichst bald auf eine Woche vertagen.

Die Großmächte sind freilich nicht so sicher, ob die Sitzung so glatt, wie sie es selber.jetzt wünschen, über die Bühne gehen wird. Schon bei Vorlegung der Fünfmächteerklärung hat es eine ausgespro­chene Revolte derKleinen" gegeben und niemand weiß, ob diese Staaten sich diesmal dem

Stichwort ohne weiteres fügen und auf Erklärun­gen zur materielles Seite des Abrüstungsproblems verzichten werden. Die Vertagung um eine Woche oll den Delegationen Gelegenheit geben, sich mit hren Regierungen in Verbindung zu setzen unö untereinander Besprechungen aufzunehmen.

So bietet sich das seit bald zwei Jahren ge­wohnte Bild der Ratlosigkeit bei jedem neuen Zu- ammentritt der Konferenz, diesmal in fast nntleiD« erregenden Form dar. Jede der maßgebenden Delegationen hat eine andere Auffassung über das, was jetzt geschehen soll. Am undurchsichtigsten ist merkwürdigerweise die Haltung Frankreichs, über die nur feststeht, daß Frankreich unter allen Umständen den offiziellen Uebergcmg der Ab­rüstungsverhandlungen auf den Kreis der Groß' möchte verhindern will, weil es von solchen Verhandlungen zu vieren oder fünfen eine hoff­nungslose Isolierung befürchtet. Die 3bee einer Konferenz der Großmächte, also unter B etei - liqung Deutschlands, die bekanntlich der italienischen Politik entspricht, ist zwar heute noch nicht offiziell zur Sprache gebracht worden hat aber unausgesprochen bereits eine erhebliche Rolle gespielt. Der amerikanische Vertreter hat sich in Prioatgesprächen entschieden gegen Die Beteiligung an einer Fünferkonferenz gewandt, wie Amerika überhaupt feit vorgestern die Tendenz zeigt, die Abrüstung als eineim höchsten Maße ------ x : $ e Angelegenheit" zu betrachten. Au­st hier bekannt, daß der englische Premier-

Auf Grund des § 6 des Reichswahlgesetzes vom 6. März 1924 wird verordnet:

Die Hauptwahlen zum Reichstag fin­den am 12. November 1933 statt.

Was wird mit der AbrüstungslUferenz?

Ratlosigkeit in Genf-Oie von England empfo^ene scharfe Tonart dringt mcht durch.- Undurchsichtige Haltung FrankreichS.-Oer Gedanke einer Funfmachte- konferenz der Großmächte im Hintergrund.

Rr 242 Erstes Blatt 185. Jahrgang Montag,16- ®ftober 1955

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Wir müssen Ja sagen, weil wir uns jedem ver- dächtigen Kuhhandel und allen perfiden Kniffen entziehen wollen. Wir müssen Ja sagen, weil wir trotz allem Anschein die Stunde für günstig hacken. Die Rede des Reichskanzlers enthält über die Not des deutschen Volkes, wie über die Bemühungen der nationalsozialistischen Regierung Stellen von herzbewegender Aufrichtigkeit. Gegenüber unserem Land hat der Führer das ge­tan, was der fromme Brüning, der unseren Sozia­listen so nahe stand, niemals gewagt hätte. Er hat den Verzicht des Reiches auf Elsah-Lothringen be­kräftigt. Wir vergessen weder frühere schriftliche Erklärungen, noch die militärischen Paraden, noch den Unterricht in der Schule, und verkennen keines­wegs, wie brüst und ernst die letzte Geste 'st- De­witz, die-Wachsamkeit muß unsere Maschine! ble ben, aber mir dürfen nicht das Mißtrauen zur Regel machen. Oiirii.

Excelsior" will trotz der großen Zurück­haltung, die am Quai d'Orsay herrscht, erfahren haben, daß die französischen Regierungskreise kernen Grund dafür sehen, daß die Abrüstungsverhandlun- gen vertagt ober gar abgebrochen wer- den sollen. Frankreich vertrete mit Recht tue Aus-

bererfeits ist hier bekannt, daß der englilche Premier­minister Macdonald im Gegensatz zu seinem hier weilenden Außenminister sich von einer Kon­ferenz der Großmächte sehr viel verspricht, obwohl dieser Gedanke in England gegenwärtig außerordentlich unpopulär ist. In Genfer Kreisen hat der Gedanke einer Großmächtekonserenz inso- fem gewisse Aussichten, weil seine An­nahme zunächst einmal den auf allen Seiten be- stehenden Wunsch nach einer langfristigen Unterbrechung der Abrüstungskonferenz in einwandfreier Weise erfüllen würde. Auch eine Der- Itagung der Konferenz aus 'unbeftimmte Zeit wurde am Sonntag ausgiebig erörtert, soll aber, wie es gestern abend hieß, fast ausgeschlossen sein.

< I haften Schutz gereichen. Der Viererpakt gibt

ttttollitL uns die Möglichkeit, diefe Verhandlungen von Staat xlzUl VIjU/v I 6taat aufzunehmen. Deutschland ist heute viel-

Wenn eine politische Situation unhaltbar gewor- leicht das letzte B 0 l l w e r k g e a e n ein den ist, wenn eine dumpfe und schwule Atmo- Weltchaos, gegen das auch die Uanzost che fpbäre nach bem reinigenden Blitz verlangt, dann Festungslinie nichts nutzt. Deutschland, bisher unter 1 hilft nur die befreiende Tat. Mit dem Austritt drückt und einseitig behandelt, bisher seiner Rechte Deutschlands aus dem Völkerbund und Abkehr beraubt und nieder gehalten, verlaßt Genf uno ge- 1 von der Abrüstungskonferenz hat Adolf Hitler winnt damit feine wahre Freiheit wieder. Es w den Gordischen Knoten dur ch hau en, diese Freiheit bis zum letzten Blutsttopfen vertei < der auf dem bisherigen Wege nicht mehr zu ent- digen, wenn sie ihm freventlich genommen roeröen wirren war. Nur Denen, Die abseits Der Zeit leben, soll, aber es wird dies ist das Eiligste Frie- 1 ober die im Auslande immer noch an die Unver- densbekenntnis Adolf Hitlers, nie und nimm Kindlichkeit der deutschen Politik glauben, kommt den geringsten Schritt tun, um d>e Freiheit anderer unser Ausscheiden aus dem Völkerbund überraschend. Staaten und Völker zu beeinträchtigen.

Bereits in seiner berühmten Friedensrede vom WUfotflinfl

17. Mai hat Adolf Hitler angefunbtgt, baß CtjtC dttllllCPC /4UiCUUU9«

Deutschland Genf .verlassen werde, ~ rfin 14 MTB.) Die Reichsre-

falls 6er Seift non VerfaMes Nicht enölid) einer B er I,t n ,14 Ott. W ^m,ÜH8cni)en Lage auf

er A un g s k ° n t e r e n de n ;

Ä < a f. 7. Um b-r Ma.wn gS°n.

zu tun gewußt, als uns aufs neue ^.emuttgende und 3u ben Lebensfrage ^gpVäfibent burd) Ver- entehrende Zumutungen zu stellen. Wenn letzt "^93 J m J4 Oktober 1933 den Reichstag praktisch mit Deutschlands Ausscheiden die Volker- orönung vorn -Parlamente ausge- bundsepoche der europäischen Politik ein klägliches un , (en um Reichstag sind

Ende genommen hat, jo liegt die Allelnverantwor- lost, ^Re u^ro vem^ber ausgeschrieben War­tung bei den Staatsmännern Englands unb Frank t .. Reichsstatthalter angewie en wor-

rei^s. Diefe Feststellung kann n'cht laut und em- d n, während LaLerparlamen-

dringlich genug getroffen werden, z,,, s-n einMeilen adzufehen..

Deutschlands Abschied von Genf ist ein Zi ft ... Kl»

der Friedenspolitik. Dies ist die zweite MlttellUNg Otl VU

Feststellung, die zu machen ist. Von Anfang an hat VltUlUIV »

Deutschland im Völkerbund etwas grundsätzlich an - AbrUNUNQSk0NfereNZ.

der es gesehen als Frankreich. War der Volker- I . ... .

bunb etwas für Frankreich und die englischen Dor- Berlin, 14. Okt. (WTB) Reichsminister des triegspolitiker der alten Schule niemals anderes Auswärtigen, Freiherr von Neurath, yar als ein Siegerkonfortium zur Verewigung der deut- nQmen6 her Reichsregierung an den Wremen scheu Unfreiheit.und zur Aufteilung der deutschen ber Abrüstungskonferenz Henderson folgendes ^eie Beute, so glaubte Deutschland einmal allen Ernstes, gramm gerichtet: .

von Genf aus eine hiftorifche Epoche friedlicher » ^^rr Präsident! Namens ber deutschen Reichs-

Zusammenarbeit aller europäischen Nationen em- regierung habe ich die Ehre, Ihnen folgendes mit«

leiten zu können. Nur aus diesem Frie- ^ilen: Nach dem Verlaust den die letzten Be

bens willen heraus konnte es gerechtfertigt Ölungen ber beteiligten Mackste über die Ab-

werben, daß Deutschland 1925 und 1926 die en - rüstungsfrage qenommen haben fteht nunmehr enb^ würdigenden Umstände seiner Volkerbundsauf- gütt:g fest, daß dre Abrüstungskonferenz nähme hinnahm. Rur aus dem manchmal schon ; h r e einzige Ausgabe die allgememe Ab- an-Selbstaufgabe erinnernden Friedenswillen des rustung burchzuführen n , ch t erfüllen wiro. Reiches war es zu verantworten, daß w.r die ^gleich - steht fest, daß dieses Scheitern- der Ab- Komodie der 3 4 A b r Ü stu n g s k o n f e r e nz e n, rüstungskonferenz a l l e. n a u f d e n ma na el n deren Ergebnis den einwandfreien Rechtsbeftim- b e n Villen ber hochgerustete n S t a a mungen ber Verträge Hohn sprach, über uns er- ^en z ur ü ckz u h r en ist. ihre vertrag iche Ver­gehen ließen. Der Volkerbunb wurde, entgegen ben Pachtung zur Abrüstung letzt einzulosen. Da- deutschen^ Hoffnungen, jedoch von Jahr zu Jahr auch die Verwirklichung des anerkannttn

statt einesFreien Bundes der Nationen" em Anspruchs Deutschlands auf Gsteich- Ausführungsoraan der französischen Hegemonie b e r e ch t i g u n g u n m o g 11 ch gemacht worden über Europa. Aus dem Parlamente freier Volker, unb bie Voraussetzung f o r t g e f n 11 en, unter als das ber Völkerbund von Wilson gebacht war, ber sich hie deutsche Regierung Anfang dieses Jay- wurde ein Instrument zur Unterdrückung der bes zu r W i ed e r b e t ei 1. g un g °ri^den Ar- ^Das^eutschs Volk hat die mannhafte Erklärung Di'e^deutsche Regierung sieht sich daher ge^oung^n, £ H&Ä » »W« äK« sssssÄftä: ».>»

daß es sich zur Politik des Fri eb 11ns uijb der Gleichberechtigung bekennt. Die Volks­abstimmung, die in Verbindung mit der Reichs- tagswahl am 12. November stattfinden wird, kennt in der deutschen Geschichte kein Beispiel. Dadurch, I daß Adolf Hitler die ganze Nation teilhaben laßt an der Verantwortung, widerlegt er am besten die Lüge, in Deutschland bestehe Die Diktatur einer I kleinen, kriegslüsternen Schicht. Noch niemals hat I es eine Wahlperiode gegeben, die so voll und ganz der innersten Meinung Des Gesamtvolkes entspricht, wie die Parole: Frieden und Gleichbe­rechtigung! In einer Stunde, da Japan un­mittelbar vor kriegerischen Verwicklungen mit Ruß­land steht, da England, Frankreich und Italien ihre Rüstungen verstärken, da die Kleine Entente sich einen neuen Oberbefehl über ihre vereinigte Kriegsmacht gibt, in dieser Stunde, da der Geist des Krieges unheilvoll über der ganzen Erde sein Haupt erhebt, bekennt sich Deutschland »um Frieden. Aber gleichzeitig bekennt Deutsch­land, daß es keinen Frieden der Schwache will der nur einen Anreiz für die Stärkeren bil­det diesen Friede, bei erster Gelegenheit zu durch­brechen, sondern, daß es sich nur dann einen Mieden vorstellen kann, wenn dieser zwischen gleichberechtigten Nationen aufrecht er­halten und durch die notwendigen Abwehrmittel ^De"u!fchland^fchließt sich durch seinen Austritt aus dem Völkerbund nicht aus dem Ge riebe der Welt­politik aus. Es bejaht im Gegenteil die Zusam­menarbeit mit allen Nationen, die guten Willens s7nd und zur Erhaltung des Friedens be.tragen wollen. Deutschland hat seine volle a n b (unftafroihfit jetzt wiedergewonnen, und es wttd außerhalb der non ben M-i-men be- Diktatur.

"eiste- - fällten Genfer üllmofpljare barangeben unmittelbar oon Staat -.»Staat, von Volk xu Volk neue Fäden zu knüpfen, die dem Frieden und Wohlstand der Welt zu einem dauer-