Ausgabe 
16.6.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

24 Fortsetzung

Nachdruck verbotenI

folgt)

Z i

Herren-Netzjacken

t

1.75

2.50, 1.95,

1.10

3S30A

Bahnhofstraße 31

3968 A

Kinderbademäntel

Alle Schweine, S'SÄS"?.';

163D

RASSOL

Volkstümliche Naturwissenschaft Mercedps

In reichbebilderten, leichtverständlich cresrhri<*h^n«-n _______.... VWUWQ

Aussuchen

jedes Stück

Hugo Bermühler Verlag - Berlln-Llchterfelde

Modehaus

rf

AM OSWALDSGARTEN

und- Capes aus vorjähriger Saison, helle Farben, für das Alter von 2 bis 8 Jahren, zum

i gr. ffi. MK. 1.50

Herren-Hosen

porös oder dicht.

Herren-Poloblusen oder -Hemden mit halbem oder langem Arm, 2.25, 1.95,

an?"

und fest:Ich! Gebe

Herren-Kniehosen

porös oder dicht.....

Herren-Hemdhosen porös oder dicht.......

in passenden Größen wird Ihnen leicht, wenn Sie sich in meinem Fachgeschäft beraten lassen!

Dabei so billig wie nie!

,1.75, 1.40, 95 Pf.

2.25, 1.75, 1*25

Für die heißenTage

Badeanzüge

laiche mit steifen Beinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes

Die Wahl richtiger

Unterzeug«

auf die Münze.Wer fängt Der Amtmann sagt kurz Gott, daß es gelingt!"

(Fortsetzung

Ein vaterländischerRoman vonHansDietzKe

Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau.

Wenn er mit Hille der vielerlei praktischen Gartengeräte seine Arbeit vollbracht hat. wenn alles sprießt und lustig gedeiht, dann steht er auf dem Standpunkt:

Nach der Arbeit die Bequemlichkeit

Deshalb hat er sich eine wunderhübsche Eckemit Garten­möbeln eingerichtet, in der sichs nach Feierabend und Sonntags urgemütlich sitzen läßt. Meints die Sonne mal zu gut klapp, hat er den bunten Gartenschirm schon aufgespannt und sitzt im Schatten.

Lustige Gartenfiguren schauen ihm zu WWb und em paarStein-Pilze schaffen mit einer Tanne zusammen einen Privat- Wald. Eine Idee was? Die paar Mark für Gartenmöbel bringen Sie doch auch noch auf ? Kommen Sie mal in meine Gartenmöbel-Ausstellung.

S.B/aeäuteM

GIESSEN

Frisch-dufiende Wäsche!

Nie habe ich über muffige oder vergilbte Wäsche kla­gen müssen. Stets war sie blütenweiß und frisch. Das verdanke ich dem vor­züglichen Dr. Thompson's Schwanpulver in dem be­kannten roten Paket. Es wäscht schonend u. leicht Und billig war Schwanpul­ver immer. Sehr vorteilhaft ist das Doppel-Paket. Auch für alle Reinigungsarbeiten in Küche und Haus ver­wende ich besonders gerne

fck*-''

für Damen und Kinder aus la B'woll-Trikot, in allen Größen, zum Aussuchen

jedes Stück

u. andere Markenschreib­maschinen z. günstigsten Bedingungen. U67A Franz Vogt&Co. Seltersweg 44, Ruf 2464.

MaEM-Gwffe

uni und gestreift, stets vorrätig

mengen. Verlangen Sie nur echtes Rassol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: (Engel» opotbehe Gießen. Ju haben in allen Apotheken.

..................................................................................... ...........

Am gleichen Tag, an dem der Freiherr vom Stein t Breslau eingetroffen ist, landet auch General meisenau, der nach der Entlassung Steins ins Aus- nd gegangen war, von England kommend, in Kol- berg. Mit ihm schließt sich der Kreis deutscher Män­ner, die Frankreichs Schicksal besiegeln.

Preußen kann marschieren!

18.

Ueber Schloß Löbau senkt sich im stumpfen Glanz der hinter Nebelschleiern vorsinkenden Wintersonne früher Abend hernieder. Grau und tot liegt das wuchtige Mauerwerk im fahlen Licht, ab und zu hallt gedämpft der Ruf der Wachen, die seit Verkündung des Todesurteils über Hauptmann Döllnitz Tag und Nacht die Tore besetzt halten. Wochen sind vergangen, ohne daß man das Urteil vollstreckt hat. Morgen abend aber läuft die letzte Frist ab, die dem Gefan­genen und Todgeweihten bleibt.

Hauptmann Lesevre sitzt in seinem Arbeitszimmer. Seine Frau ist bei ihm. Kein Licht erhellt den Raum. Die beiden fühlen nicht das Hereinbrechen des Abends, die langen Schatten, die stetig über allen Dingen wachsen. Ihr Schweigen ist beredter als Worte, ihre Gedanken sprechen lauter als Stimmen es vermögen.

Frau Jeannette sitzt reglos in der Tiefe des Ses­sels vergraben. Ihr Herz ist voll namenlosem Leid, als müßte sie allen Schmerz der Erde tragen. Was waren das für Wochen, die hinter ihnen liegen! Auf den Knien haben Menschen, die ihrem Herzen nahe stehen, um Hilfe gefleyt, um Erlösung von furcht­barem, kaltem Todesspruch, den nichts in aller Welt hat abwenden können. Jeannette hat das Urteil, das drohend seit Wochen über Döllnitz' Haupt schwebt, nicht wandeln können um ihres eigenen Mannes willen. Was galt hier aller Schmerz, alle Wehmut, alles Leid der anderen, wenn sie selbst dafür das eigene Liebenswerteste hätte opfern müssen? ... Sie hat es versucht mit allen Mitteln, mit allem Mut, bis an die Grenze des Möglichen. Schon damals wäre ihre Liebe an diesem Wagnis zerbrochen, um Haaresbreite hätte das Schicksal ihren Rens statt des anderen gerichtet. Ein Stöhnen entringt sich ihr, ihre Augen suchen ihren Gatten. Er hat die Hände gegen die Schläfen gestemmt, starrt schweigend vor sich hin.

Jeanette spricht zu ihm hinüber, fast erschrocken über den Laut ihrer eigenen Stimme in der toten Stille des dunklen Raumes:Ren6 könntest du nicht doch noch einen letzten Versuch machen, der die Vollstreckung des Urteils hinauszögert und wenn es Tage sind, jede Stunde ist gewonnene Zeit für den Unglücklichen ..."

Lefevre erhebt sich schwer. Langsam kommt seine Antwort, voll Hoffnungslosigkeit:Ich weiß keinen Ausweg mehr! Es ist alles umsonst. Morgen abend ist die Frist abgelaufen wenn bis dahin der Kom­missar Rambeaux nicht lebend zurück ist, muß ich übermorgen früh vor Sonnenaufgang das Urteil vollstrecken lassen." Er seufzt tief auf, sein Blick ist durch das hohe Fenster in die Weite gerichtet.Es besteht keine Hoffnung, daß sie uns den Kommissar lebend ausliefern, wenn wir nicht ihren Hauptmann dafür herausgeben. Der Oberst in Glogau hat alle

1.10, 75, 50 Pf.

meine Vorstellungen auf das entschiedenste abge­lehnt."

Jeannette nimmt alle Kraft zusammen, ihrer Stimme Festigkeit und Ueberzeugung zu geben:Du mußt morgen noch einmal zum Oberkommando. Schildere ihnen die Zwecklosigkeit, was ist für die Armee gewonnen, wenn dieser preußische Haupt­mann stirbt? Nichts! Solange ihr chn hier in siche­rem Gewahrsam habt, ist er ungefährlich und gibt Hoffnung, den Kommissar noch lebend in eure Hand zu bekommen!"

Lefevre tritt zu Jeannette und nimmt ihre Hände, eine tiefe Trauriakeit ist in seinem Blick.Ich werde den Preußen nicht retten können, ch6rie so gern ich es möchte. Er ist ein tapferer Soldat, der alles für sein Vaterland opferte. Meine letzte Hoffnung war die Frist, die bis zur Auslieferung Rambeaux' blieb, aber sie werden ihn nicht herausgeben lebend nicht!" Mit Schaudern muß er an das Päck­chen denken, das eines Morgens auf seinem Schreib­tisch lag niemand wußte, wie es dorthin ge­kommen war. Es enthielt alle Papiere des Kom­missars und die Zeilen von seiner eigenen Hand: Um der Barmherzigkeit willen schonen Sie das Leben des vreußischen Kuriers! Sonst ist seine Todes­stunde auch die meine."

Lefevre hält die Hände seiner Frau fest um­schlossen. Er spricht vor sich hin, als spräche er Furchtbares, das nur er ertragen kann:Der Oberst will auf die Rettung Rambeaux' verzich­ten wenn nur dem Gesetz Genüge getan ist. Ich aber kann nicht noch einmal Repressalien von solcher Schwere wie damals androhen ich habe nicht die Kraft und nicht den Mut dazu." Er macht eine Pause, fein Atem setzt aus, dann wendet er sich mit aller Zärtlichkeit an Jeannette, die voll Angst an seinem Blick hängt.Vielleicht, chsrie, kommt dem Gefangenen das Schicksal in letzter Minute zu Hilfe. Es steht leider schlimm um unsere Sache! Was ich täglich von Breslau melden höre, läßt das Schlimmste befürchten vielleicht müssen wir uns in Tagen schon trennen. Unsere Truppen werden das Land räumen müssen, bevor die Gefahr aufs höchste ge­stiegen ist. Und wenn ick marschieren muß, dann will ick dich hier in Sicherheit und Obhut wissen. Ick ersehne daher nichts dringender, als dem preu­ßischen Offizier das Leben zu schenken ich will um deinetwillen in Frieden von hier ziehen."

Jeannette kämpft mit den Tränen. Sie hat es geahnt, seit Tagen schon fühlt sie die bedrückte Stimmung bei Rens. Die schwerste Prüfung steht ihr bevor, es sind noch nicht genug der Leiden ge­wesen ...

Du wirst es gut haben. Die Menschen hier lieben dich. Die Baronesse ist dir eine Freundin, wie du sie dir nicht aufrichtiger wünschen kannst." Renss Stimme spricht zärtlich und tröstend, wie zu einem Kinde, in das stille Weinen Jeannettes.

Im Forsthaus im Eulengrund hält man gehei­men Rat. Der junge Jürgen Thorn ist dort, Karl von Löbau, Schmied Wemper und der Amtmann Günther, der seit der Festsetzung des Barons alle Obliegenheiten des Tugendbundes im Landkreis zu vertreten sucht.

Als endlich Freiherr vom Stein das Schloß ver­lassen kann, ist es mit seiner Kraft zu Ende. Die Erregung der letzten Stunden hat den kranken Kör­per von neuem aufs äußerste erschüttert. Mühsam gelangt er zu seinem Wagen zurück.

Eine neue Tragikomödie hebt an: Ueberall, wo man nach Quartier fragt, spricht man vergeblich vor. Breslau, das Zentrum der Freiheitsbewegung, ist mit Menschen überfüllt. Halb verzweifelt läßt sich der Baron zum Markt fahren. Da trifft er unver­mutet auf den Major Lützow, der die Freischar organisiert. Voll Freude begrüßt ihn der Major.

Stein, kaum noch fähig sich zu rühren, reicht ihm unter Schmerzen die Hand:Ein böses Wiedersehen, Major! Sie finden mich krank aber dennoch froh: Meine Mission ist nun wohl für immer beendet komme eben vom Schloß. Heute nackt noch reift Scharnhorst nach Kali^ch zum Zaren. Das Bündnis mit Rußland steht!"

Lützow starrt ihn an, als höre er Himmelsbot­schaft.Enolich! Gott habe Dank!"

Nun möchte ich nur einen Platz haben, lieber Major, wo ich meine kranken Knochen, vielleicht zur letzten Ruhe, hinlegen kann. Nirgends ein Quartier zu finden können Sie mir helfen?"

Ich habe für mich zwei bescheidene Dachstuben im GasthofZum goldenen Zepter" belegt wenn Sie mit denen zufrieden sind, Herr Baron?"

Stein lächelt müde:Hauptsache ist ein Dach über dem Kops. Führen Sie mich hin, Major!"

Mit Mühe hat man den Schwerkranken die steilen Treppen zu seinem ärmlichen Quartier hinaufge­bracht. Stein ist so entkräftet, daß er sofort zu Bett muß. Wohltätiger Schlaf empfängt bald daraus den Mann, der Preußen auf die Bahn der Freiheit ge­lenkt hat. Sein Werk ist vollendet. Es war mühselig und entbehrungsreich. Nun kann sein Leben zu Ende gehen, denn der Sieg ist sein!

Und während der Schlummernde ausruht, macht das Gerücht von feinem Eintreffen in Breslau die Kunde. Kurze Zeit darauf sind die Leute des fran­zösischen Gesandten St. Marfan am Werk, das Quar­tier des alten Erbfeindes napoleonischer Willkür auszuspionieren. In dem kleinen Hause eines Drechs­lers, das gegenüber dem GasthofZum goldenen Zepter" liegt, mieteten die Spitzel für vieles Geld eine Kammer und beobachteten fast eine Woche hin­durch die ärmliche Dachstube, in der der kranke Baron liegt. Aber nichts ist von feiner Anwesen- heit zu erhaschen.

Unten im Gasthaus ist das Werbebureau der Lützower Jäger. Ein gefährlicher Boden für fran­zösische Spione, die schließlich das Spiel verloren geben.

Julius Schulze

(Begründet 1859 Kreuzplatz

397 <A

i Während Ne Männer in erregter Debatte be­raten, liegt nebenan, gefesselt, in der kleinen stvck-

v finsteren Kammer der Spitzel Rambeaux. Wemper I bat für seine Sicherheit gebürgt und dem verhaßten 1 Kommissar geschworen, daß er hier nicht heraus- kommt, solange Jochen Wemper noch einen Atem­zug tut. Woche um Woche ist der Kommissar als Gefangener im Forsthaus, jeden Tag dem unge­wissen Schicksal von neuem ins Auge sehend. Was wird das Ende sein? Tod oder weiter das Leben als Gefangener, dem kein 'Pardon wird? Bis jetzt hat man sein Leben bewahrt, als Pfand gegen das Leben dieses anderen, den er hassen gelernt hat: Döllnitz! Der Teufel selbst muß ihn auf die Fährte dieses verfluchten preußischen Kuriers gesetzt haben, damit er hier, schlimmer als ein Hund, zwischen Angst und Hunger verreckt! Sein Gesicht ist nod) bleicher, die Falten auf seinen Zügen noch tiefer, der Blick feiner Augen stier und tot. Angst und Qualen der langen Wochen haben einen sterbenden Mann aus ihm gemacht mon dieu, wenn es doch erst zu Ende wäre! Er lauscht angespannt, was sie dort nebenan wieder reden. Immer das­selbe: Döllnitz und er ... deutlich hört er die Stimme des Amtmanns Günther.

Es ist unsere verdammte Pflicht, diesen Schritt genau zu überlegen wir wollen nicht noch mehr Unheil anrichten, es ist genug!"

Erregt fährt die Stimme des jungen Thorn da­zwischen:Ich glaube, Amtmann, wir wissen genau, wie es steht! Morgen abend ist die Frist um wenn wir bis dahin Döllnitz nicht heraus haben, ist es zu spät."

Karl von Löbau erklärt ruhig und überzeugt: Es ist alles vorbereitet für heute abend. Wenn wir gegen acht Uhr am Schloß find, können wir auf das Zeichen des Burschen Jean warten er ist mit uns. Haben wir den Hauptmann erst einmal draußen, dann können wir ihn auch noch so lange verstecken, bis er heil nach Breslau gelangen kann dort werden sie nicht mehr wagen, ihm auch nur ein Haar zu krümmen."

Für mich gibt's da nichts mehr zu überlegen Amtmann!" sagt der Schmied und schlägt mit der Faust auf den Tijch.Ich könnte keine Ruhe mehr finden bis zum jüngsten Tatz, wenn die unseren Hauptmann so abknallen verdammt nochmal! Auf den Lumpenhund da drin scheinen sie ja nun doch keinen großen Wert mehr zu legen den lassen sie kaputt gehen, wenn sie nur den Haupt­mann endlich alle machen können diese Mord­bande, diese verfluchte!"

Jürgen Thorn springt auf und zieht eine Münze aus der Tasche, die klirrend auf her Holzplatte in den Lichtschein der Kerze springt.Machen wir Schluß mit dem Gerede! Jetzt heißt es zum erstenmal sich wirklich opfern -wenn es uns ernst ist mit dem Bund, dann soll es die Tat beweisen! Drei Mann genügen, einer wartet hier der Spitzel braucht eine Wache heute nacht." Er legt die Hand

In reichbebilderten, leicht verständlich geschriebenen Werken und in verschie- Fh^hnrldÄLaain r un1Un*7'e Ve.rl>8seraeugnisse.Sie vermitteln einen tiefen Einblick Ri die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch 5! n erhöhe Freude an den vielfältigen Schönheiten

der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift Der Naturforscher

Thompson! I

MwmWvelÄ

3978 A

Salomon xn