Ausgabe 
16.6.1933 Erstes Blatt
 
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im Schuh-Haus

Weidemann

Selterweg 59

Gute Schuhe hoben= längere Lebensdauer. Dorum sollten Sie steOd OüaJääl kaufen}

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ruf5organi|anon ,ur Die toenoröenangeitcUien güt nach ber Entscheidung des Führers der Verband deutscher Büro- und Behördenangestellten, Berlin SB. 57, Potsdamer Strafte 75, an den alle Zuschriften und Anmeldungen zu richten sind.

Regelung öer Gruß- und Kokarden- fragen der hessischen Feuerwehren.

Der LandcSvorsihcnde der Sreitoilligcn Feuer- wehren Hessens, Knapp, Birkenau, hat aus Grund eines Beschlüsse- des Landesausschusses der hessischen Feuerwehren angeordnet, baft bei der Feuerwehr nach wie vor der militärische Gruft gilt. Bei Teilnahme in Uniform bei natio­nalen Veranstaltungen ist beim Gesang des Horst» Wcssel-Liedes und des Deutschlandliedes der militärische Gruft anzuwenden, und zwar stehen Mannschaften und Führer im Freien still, Achselstücke tragende Füh-er mit Anlegung der rechten Hand an die Kopfbedeckung. 3n ge­schlossenen Räumen haben Mannschaften und Führer in Uniform beim Singen des Deutsch­landliedes und des Horst-Wessel-Liedes, sowie beim Huldigungsrus Sieg-Heil die rcchteHand zu erheben.

Außerdem sind die Freiwilligen Feuerwehren und die uniformierten Pflichtfeucrwehren ge­halten, neben der hessischen auch die schwarz-weift-rotc Kokarde zu tragen. Am Helm ist die schwarz-weift-rote Kokarde recht- und die rot-weiftc links anzubringen. Bei den Mützen wird die hessische Kokarde am Besatz­streifen, darüber, kurz auf der Biese aufsihend, das Feucrwehrabzeichen und in der Mitte des oberen Teiles die Reichskokarde getragen. Die Feuerwehrmannschaften tragen die flache, die Führer die hohe Kokarde. Da Rechner und Schriftführer einer Freiwilligen Feuerwehr zum Kommando gehören, können nach der Gleich­schaltung Richtarier und Marxisten nicht mehr derartige Remter übernehmen.

BornoNzen.

Tageskalender für Freitag: Licht­spielhaus:Die blonde Christi".

" Familienforschung. Die jetzt in Fluft gekommene Besinnung auf die Vorfahren der Familien zeigt in den meisten Fällen, daft die Erinnerung kaum über die Grofteltern zurück­reicht. Wo die Familienbibel den Stammbaum aufweist, oder wo eine Familienchronik mit Fest­haltung der wichtigsten Ereignisse im Familien­leben geführt wird, mag es leicht sein, von Generation zu Generation hinabzusteigen und dos Dunkel aufzuhellen: aber auch, wo alles das nicht da ist, kann die Liebe zur Familien­forschung in die früheren Zeiten und Verhältnisse hineinleuchten. Die Sommerferienzeit sollte ein Anlaft werden, beim Aufenthalt in der alten Heimat oder durch briefliche Rachfrage die Ab­stammung der Familie klarzustellen. Legt euch ein Familienbuch an und sammelt das Wissen über euere Familie, soweit es noch greifbar ist! Dringt Licht in die Entwicklung euerer Familienl 2hr werdet selbst die gröhte Freude und den schönsten Gewinn davon haben.

** Fest ber 3 u g e n b auf bem Schiffen- berg. Bei bem am Sonntag auf bem Sdjiffenbcrg ftattfinbenben Heimattag ber Helmatvereinigung Schiffenberg wirken etwa 1200 Kinder aus Gießen und der näheren Umgebung des Schiffenbergs mit. Ein Schulchor, turnerische Vorführungen, Stuf- Märsche und Reigen der Jugend werden Heimatliebe und Heimatpflege in bester Weise veranschaulichen. Daneben ist auch für Unterhaltung der älteren Jugend weitgehend gesorgt. Der Autobus verkehrt ab 14 Uhr vom Lubwigsplatz nach Bedarf. (Siehe heutige Anzeige.)

** Der Kaninchenzuchtverein Gießen hielt dieser Tage, wie man uns berichtet, im Caf6 Ebel eine vollbesetzte Generalversammlung ab. Das langjährige Ehrenmitglied L. Kreiling eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis auf die Gleich- schaltungsbestimmungen des Fachbearbeiters für Kleintierzucht Da der seitherige Gesamtvorstand seine Aemter niedergelegt hatte, wurde zur Gleich­schaltung, die auf Antrag einstimmig beschlossen wurde, geschritten. Zum 1. Vorsitzenden wurde Lud­wig Kreiling einstimmig gewählt, der seine Mit­arbeiter wie folgt bestimmte: K. Melius 2. Vor­sitzender, Otto Steift, Kassierer, Gust. Harig, 1. Schriftführer, Joh. Nicolai 2. Schriftführer, Wilh. Ullrich Zuchtwerbewart. Just. Volz Fell- fachwart. Sämliche Vorstandsmitglieder wurden ein­stimmig gewählt, 57 Prozent des Vorstandes ge­hören der NSDAP, an. UnterVerschiedenes" wurde über Futterbeschaffung, sowie über Verbote der Haltung der Kaninchen gesprochen. Für die Zu­kunft soll dafür eingetreten werden, daß die Ab- schassung der Kaninchen nicht mehr ausgesprochen werden darf, denn Kaninchenzucht lindert die Not. Aus diesem Grunde sind die Mitglieder des Ka­

ten an bem graften Werk Adolf Hitlers.

* Deutsche Lederarbeiten durch Jahrhunderte. Die große Ausstellung Deutschen Ledermuseums in Offenbach a. M., (eine Bestände alter deutscher Handwerkskunst deutscher Volkskunst in einer geschlossenen Schau führen wird, stehl vor ihrer Eröffnung. Außer den reichen eigenen Beständen des Museums werden in

der Heidelberger, Darmstadter, Frankfurter und teilweise sogar Gieftener Korporationen.

Gegen 15X Uftr wurde die Festfolge eingeleitet durch Begrühungsworte des Vorsitzenden der DAL, Frankfurt a. TL, Derbandsbruder Nies Chat- tiae-Gießen in der er etwa folgendes aus­führte: Auch die Deutsche Landsmannschaft habe sich auf ihrem an Pfingsten in Äoburg stattgehabten Kongreß einheitlich hinter die nationale Regierung und das Führerorinzip gestellt, so daß auch" fie be­reit und in der Lage sei, an dem Wiederaufbau un­seres geliebten deutschen Vaterlandes mitzuarbeiten.

Die Festansprache hielt sodann Herr Derbands­bruder Ministerpräsident Professor Dr. Werner, Chattiae-Gießen in der er folgendes her- oorftob: Hessentreue und unser Hessenstamm seien Wurzeln unserer hessischen Eigenart, die trotz aller Gleichschaltung als Krastspender deutschen Dolks- tums erhalten bleiben müsse. Ebenso sei die Rassen- frage mit ein Hauptpunkt der nationalen Regierung. Um diese höchsten Ideale müsse gekämpft werden, bis sie auf mühevollem Weg zur Höhe erreicht seien. Die Fesseln deutscher Dolksgesundung, die Main­linie, die konfessionelle Linie und der Klassenkampf seien überwunden. Dem Ständestaat mit einem ge­sunden Standesbewußtsein gehöre die Zukunft. Dann werde unser Volk auch wieder emporgehoben aus dem Wellental, und ein neuer deutscher Geist werde wehen über Deutschlands (Bauen. Ein starkes, stol­zes, schwertgewaltiges Volk werde erstehen, das sich innerlich zum friedlichen Ausbau der Nation hm- durchgerungen habe. Hierbei mitzuhelfen sei höchste Pflicht auch der Deutschen Landsmannschaft. Der Redner schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf die D. L. Hejsen, die Nation und unsere überragen­den Führer Hindenburg und Hitler, In das die Versammlung begeistert einstimmte.

SS.-Mann Z e i l f e l d e r, Teutoniae-Heidelberg, überbrachte die Grüße und Wünsche ber Stadtver­waltung Zwingenberg, die schon von jeher mit der D. L. verbunden gewesen sei, und besondere Wünsche auch ihrem verehrten Ministerpräsidenten Professor Dr. Werner entbiete, dessen Person und Name cs nicht zum geringsten gewesen seien, die Zwingen­berg geschlossen hinter die nationalsozialistische Be­wegung geführt hätten.

Nach den Dankesworten Professor Dr. W e r n e r s und einigen kurzen, aber eindrucksvollen Ausführun­gen über die Bedeutung unseres geliebten Hefsen- landes und feiner Aufgaben für die Gesamtnation stimmten die Teilnlehmer ergriffen das Deutschland­lied an.

Nach einigen Stunden gemütlichen Beisammen­sein^ in bester Stimmung, wobei auch die Jugend zu ihrem Rechte kam, brachten die Züge und Autos die Teilnehmer wieder in die Heimat zurück. So hatte auch die 40. Zwingenbergfahrt 1933 ihren harmonischen Ausklang gesunden.

Werkmeister- und Betriebsangestellten- Hundgebunq.

Gestern abend fand im Cast Leib eine sehr gut besuchte Werkmeister- und Betriebsangestellten' Kundgebung statt. He?r Stimmer (Gießen) leitete die Versammlung. Redner des Abends war das Hauptoerwaltungsmitglied des Deutschen Werk- meisterverbandes Dr. Goerrig (Düsseldorf) Er sprach über das Thema:Die Einheitsfront der Werkmeister in der nationalsozialistischen Angestell­tenschaft" und führte u. a. aus. Die Revolution von 1918 habe sich katastrophal für die Arbeitnehmer- schäft ausgewirkt. Die gegenwärtige Revolution sei entgegen allen anderen Behauptungen eine Revolu­tion der Arbeit und der Träger der Arbeit. Arbeit und Arbeitnehmerschaft nehmen nunmehr die vor- nehmste Stellung im Staate ein. Die Führung durch die Arbeitnehmerschaft fei gesichert. Die Arbeitneh­merschaft fei Säule im Staat. Niemand wolle die wertvolle Arbeit der Gewerkschaften vernichten Problem sei nur die Ausschaltung der Irrungen und Wirrungen im Gewerlschaftswesen gewesen. Die wertvollen Kräfte in den Gewerkschaften wolle man nicht entbehren. Der bisherige Kampf habe nicht den Gewerkschaften als solchen, sondern dem Jnternationaltsmus in diesen Institutionen gegol­ten. Der Marxismus mußte ausgeschaltet werden. Die Gewerkschaft müsse nunmehr dem Gemein- schaftsinteresse und nicht dem Einzelinteresse allein nutzbar gemacht werden. Der Gedanke der Zusam­menfassung liege tief im Volkstum begründet. Der Taa des 1. Mai fei begrüßt worden, weil ihm die Zusammenfassung der Gewerkschaften zur Deutschen Arbeitsfront folgte. Es solle dabei nicht Gleich­macherei, sondern tatkräftigere Vertretung gemein­samer Interessen angestrebt werden. Volksgemein- schäft, Solidarität verlange, daß jeder an seinem Platze das Höchste leiste. Jeder müsse im besten Sinne dienen können, aber so gesichert sein, daß er sich restlos entfalten könne. Deshalb erfolge auch eine klare berufsständische Gliederung in der Ar­beiterfront. Dabei dürften jene, die außerhalb der Betriebe stehen, nicht außer Acht gelassen werden. Sie müßten einbezogen werden in die Arbeitsfront.

Anderes wurde den Grundgedanken des iHauouai- sozialismus widersprechen Die grofte Austeilung ftabe erfolgen müssen nach Arbeitnehmern der Stirn und Arbeitnehmern der Faust So sei nun auch der Deutsche Werkmeisteroerband entftanben, in dem 17 Verbände vereinigt seien. Dabei sei keine Drgani- ation in der anderen aufgeganacn, niemand habe ßffiegt, niemand sei unterlegen. In der Front solle eher bas finden, was er längst wünsche:" eine ver­nünftige, tüchtige Vertretung. Das sei etwas sehr Wertvolles. Es werde viel Leerlauf vermieden. Es könne nun entweder die Seitragsleiftung herabge­setzt oder aber die Leistung gesteigert werden. Der Verwalkungsapparak könne reduziert, die Drgani- fation vervollkommnet werden Berechtigte Belange würden nachdrücklichere Verfechtung erfahren, denn einer der wichtigsten Vorteile des Zusammenschlus­ses sei die gröhere-Stoßkrast.

Man werde in Zukunft nicht cklehr nur Antrag- steiler, sondern Mitgejeggeber sein. Sämtliche in den bisherigen Verbanden erworbenen Rechte seien gesichert. Das neue Arbeitsrecht werde übrigens anders aussehen als das bisherige Es werde dem wahren Willen des Volkes entsprechen und sich auf wenige Punkte beschränken. Die Gesetze sollen ge­geben werden durch die Organe des ständischen Aus­baues. Die aus der Vielheit der Verbände geschasfene Werkmeisterfront bilde eine große Einheit. Das Gute, das bisher wirksam war, solle gefördert, aus- gebaut werden, solle Baustein sein un berufsftän- bischen Aufbau. Vom Deutschen Werkmeisterverband, ber eint 50jährige Tradition habe, könne man be­haupten, daß er auf gesunder Grundlage stets deutsch war. Im Verband werde man aber Fachgruppen schassen, Fachschaften, die in ihren Untergliederungen olle erfassen würden Der Unorganisierte werde nicht mehr ungesäte Früchte ernten. Im neuen berufs- ständischen Ausbau gebe es niemandes mehr, der ohne eigenes Opfer an Errungenschaften teilnehme. Vorteile habe in Zukunft nur der Mitarbeiter. Er­wähnenswert sei, daß das Krankenkassenwesen ein­heitlich nach großen Richtlinien organisiert werde

9h feinen abschließenden Ausführungen charakte­risierte ber Redner das 'öerhältnis des Werkmeister- nerbanbes zur NSBO. Gegensätze zwischen beiden gebe cs nicht Die NSBO. habe politische, der Werk- meifteroerbanb gewerkschaftliche Ausgaben. Die Zu- sammenarbeit sei sehr gut. Die neue Organisation ber Werkmeister solle die Grundgedanken des Natio- nalsozialismus in jedem einzelnen wachrufen, da­mit er sich mit ganzer Kraft für das Dolksganre ein» fetze Der Werkmeisterverband sei bisher schon immer vorbildlich für soziale, aufbauende, verantwortliche Tätigkeit gewesen. Weitere Erfüllung gemeinsamer Aufgaben fordere die Mitarbeit eines jeden einzel­nen. Jeder müsse sich einsetzen für Stand, Kollegen, Arbeiterschaft, für die Volksgemeinschaft überhaupt, denn erst bann werbe bie Arbeit wertvoll sein für ben Aufbau im Vaterlande. (Lebhafter Beifall!)

Der Leiter ber Versammlung betonte, baß ber Redner auch aus Oberhessen und ben angrenzenden Gebieten das Bewußtsein aus der Versammlung mitnehmen möge, daß im Sinne seiner Worte ge­wirkt werde. Im Schlußwort forderte Herr Plan- t i u s - Frankfurt a. M. zur Einfügung in die Werk- meisterfront auf. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Herrn Reichspräsidenten von Hinden- bürg, den Volkskanzler Adolf Hitler und auf das deutsche Volk, sowie mit dem gemeinsamen Ge­sang des ersten Verses des Deutschlandliedes wurde die Versammlung geschlossen.

Oie Behördenangestellten in der 7ISA.

Vom Reichsverband der Bureauangestellten und Beamten, Landesgeschäftsstelle Frankfurt a. TL, wird uns geschrieben:

In weiten Kreisen der Behörbenangestelltenschaft besteht Unklarheit darüber, ob sie zu den Fachschaften ber Beamtenschaft, ober zu ben Berufsorganisationen in ber Nationalsozialistischen Angestelltengewerkschaft gehören. Wie ber politische Aufbau ber Arbeitneh­merschaft sich in bie Fachschaften für bie Beamten­schaft unb in ber NSBO. für bie Angestellten glie­dert, so gliebert sich auch bie berufsmäßige Erfassung der Arbeitnehmerschaft in der Neuorganisation der Gewerkschaften.

Da unter ben Behördenangestellten die Meinung verbreitet ist, daß sie als Beamtenanwärter zu be­trachten seien und dementsprechend zu den Fachschaf, ten gehören, hat das Reichsfinanzministerium mit dem Aktenzeichen S 4360 4622 IB ausdrücklich erklärt:

Die Gerüchte, wonachin Zukunft der Be­griff Behördenangestellter bei Reich, Ländern, Kommunen sowie der Begriff Angestellter bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften verschwinden soll und sämtliche Angestellte entweder sofort zu Beamten, ober zumindest zu Beamtenanwärtern ernannt werben", entbehren jeder tatsächlichen Grundlage."

Da nach ben Auslassungen des Führers der Deut­schen Arbeitsfront, Dr. Ley, künftig alle Arbeit­nehmer ihrer Berufsorganisation angehören müssen, dürfte mit der obigen Auslassung des Reichsfinanz. Ministeriums jeder Zweifel behoben fein. Als Be-

Fotografien die besten Stücke aus bem Besitz an- berer Museen gezeigt, so ba& hier zum erstenmal ein Ucbcrblicf über bas gesamte Gebiet beutscher Leberarbeiten durch viele Jahrhunderte hindurch ge­boten wird. Der historischen Schau schließt sich eine Ausstellung moderner Loberarbeiten aus ber Offen­bacher Kunstgewerbeschule schone Bucheinbände, D-mentaschen, Taschenbügel und dergl. an. Die gleichzeitig veranstaltete Geldlotterie zu Gun- hon des Museums dient der Unterstützung seiner Arbeit im Dienste der deutschen Lederindustrien. Es werden 4974 Geldgewinne ausgespielt, der Höchst­gewinn beträgt 5000 Mark. Lose sind in ben be­fanden Vertriebsstellen zu haben. (Siehe heutige Anzeige.)

** Billige Reise zum Artilleristen» t a g. Die hessischen Artilleristen treffen sich am 1. bis 3. Juli in Darmftabt, mit ihnen alle biejenigen Artilleristen, die aus Ersatz- ober Reserveformationen hessischer Artillerieregimenter hervorgegangen sind. Es werben 10000 Menschen erwartet. Die Reichs­bahn hat einem Antrag stattgegeben, nach bem Sonntagsrückfahrkarten im Umkreis von 250 Kilo­meter von Darmftabt gültig sinb. Die Hinfahrt nach Darmftabt kann in ber Zeit von Freitag, 30. Juni, 12 Uhr, bis Montag, 3. Juli, angetreten werben. Die Rückfahrt von Samstag, 1. Juli, bis Dienstag, 4 Juli, 12 Uhr. Am Schalter ist entroeber ein TLli- tärpaft ober bas Einlabungsschreiben vorzulegen. Wo keine Fahrkarten nach Darmftabt aufliegen, werben Blankofahrscheine ausgestellt.

Verbilligte G i s e nb a ft n f a h r t zu den Dillenburger Fe st spielen. Zum Gedenken des vor 400 Jahren auf dem Schloß in Dillenburg gebotenen Wilhelm von Rassau-Ora» nien, des Befreiers ber Olieberlanbe, wird an allen Sonntagen in den Monaten 3uli und August im Hofe des Dillenburger Schlosses ein historisches Festspiel aufgeführt. Die Erstausführung war am Pfingstsonntag: sie fand ungeteilten Beifall. Ilm die Eisenbahnfahrt nach Dillenburg zum Besuch dieser Festspiele zu verbilligen, gibt die Reichs­bahn für alle Sonntage im Juli und August auch für Mittwoch, 9. August von allen Bahn­höfen, deren Entfernung von Dillenburg nicht mehr als 175 Kilometer beträgt (also auch von Gießen) Sonntagsrückfahrkarten aus. Diese gel­ten jeweils zur Hinfahrt von Samstag 12 Ahr an; die Rückfahrt ab Dillenburg muft spätestens Mon­tag um 12 Ahr angetreten sein. Die für Mitt­woch, 9. August, ausgegebenen Rückfahrkarten gel­ten zur Hinfahrt ab Dienstag 12 Ahr: späteste Rückfahrt ab Dillenburg Donnerstag 12 Ahr. Zum Besuch der Hauptseierlichkeiten am 5. und 6. August am 6. August findet auch der große historische Festzug statt werden von allen Bahn­höfen bis zu einer Entfernung von 250 Kilometer von Dillenburg Sonntagsrückfahrkarten mit ver­längerter Gültigkeit ausgegeben. Die Hinfahrt kann damit bereits von Freitag, 4. August, an er­folgen.

rScttcrvoraussaqc.

Die Luftdruckverteilung ist über dem Festland ziemlich ausgeglichen, so daß eine wesentliche Ver­änderung des herrschenden Wetters zunächst nicht bevorsteht. Die Temperaturen werden dabei tagsüber weiter ansteigen. Da aber die Luftzufuhr noch ver- fchiebenartia ist und auch infolge der starken Er- wärmung Luftdruckfall bevorsteht, ist mit der Bil­dung von Gewitterstörungen zu rechnen.

Aussichten für Samstag: Noch vielfach aufheiternd und heiß, doch Neigung zu Gewitter- ftörungen.

Aussichten für Sonntag: Keine wesent- lüfte Aenderung.

Lufttemperaturen. Am 15. Juni: mittags 22,7 Grad Celsius; abends 17,6 Grad. Am 16. Juni: morgens 15,4 Grad; Maximum 24,6 Grad, Mini- mum 10 Grad; Sonnenscheindauer 10J4 Stunden. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 15. Juni: abends 23,6 Grad; am 16. Juni: morgens 16,6 Grab Celsius.

Der rechnet und an der richtigen Stelle sparen will, der wird zur Wäsche Dr. Thompson's Schwan- Seifenpuloer in dem bekannten roten Paket ver- wenden. Schwan-Pulver ist bekanntlich feit über 50 Jahren bewährt und nicht nur für alle Wäsche, son­dern auch zum Abseifen, Schrubben und Scheuern

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