Ausgabe 
16.3.1933 Erstes Blatt
 
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* Evangelischer Landeskirchentag. Der Hessische Evangelische Londeskirchenlag wird Mitte Mai in Darmstadt zu einer mehrtägigen Sit­zung ^usammentreten.

Gießener Früh in brs-Pf erdemarkt. Am Mittwoch, 29. März, findet auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimer Straße der dies­jährige Fruhjahrs-Pferdemarkt statt. Veranstalter ist die städtische Pserdemarkt-Deputation unter Mitwir­kung des Hessischen Landes-Pferdezuchtve/eins und des Landwirtschaftskommer-Ausschusses für Oderhes­sen. Für den Pferdemarkt ist auch diesmal wieder eine Prämiierung vorgesehen, für die Geldpreise von über 2000 Mark zur Verfügung stehen. Der Land- wirtschaftskammer-Ausschuß für Oderhessen hat 150 Mk., der Hessische Landespferdezuchtoerein 100 Mk. für die Prämiierung gestiftet. Nach Beendigung des Pferdemarktes (gegen 12 Uhr) bringt der Verkehrs- verein Gießen auf den Wiesen hinter dem Schlacht- Hos reitsportliche Veranstaltungen, Jagdspringen, Sattelrennen usw., die von der hiesigen Reichswehr und den Reitervereinen des Oberhessischen Prooin- zialoerbandes ausgeführt werden. In der Zeit von 11 dis 13 Uhr findet außerdem Konzert statt. Ferner findet wieder die übliche Pferdemarkt-Lotterie statt.

* Herrichtung der Bahnhofshalle. Die Empfangshalle unteres Bahnhofsgebäudes wird in den nächsten Wochen einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Zur Zeit ist man mit dem Aufbau deS hohen Gerüsts beschäftigt, das bis an die Decke der Halle heranreichen wird. Aach dem Abschluß dieser Arbeit wird die Halle vollkommen neu gestrichen werden, damit sie bei Beginn der Reisezeit, auf jeden Fall aber noch vor Ostern, ein freundlicheres Aussehen hat, als bisher. Diese Erneuerung kann nur begrüßt werden, denn die Halle war in ihrem bisherigen Aussehen wenig geeignet, auf die ankommenden Fremden repräsentativ zu wirken.

** Dienstjubiläum bet der Reichspost. Postasfistent Jean Na^el, wohnhaft Ederstraße 4, konnte dieser Tage auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Deutschen Reichspoft, insbesondere beim Gieße­ner Postamt, zurückblicken. Dem Jubilar wurde durch den Leiter des hiesigen Postamts ein Glück­wunsch- und Dankschreiben des Herrn Reichspräsi­denten übermittelt.

** Turnverein 1846 Gießen. Man be­richtet uns: Eine von vielen Mitgliedern sehr be­grüßte Einrichtung sind die Monatsversammlungen. Der Kreis der Besucher wächst von Veranstaltung zu Veranstaltung. Es ist dies das beste Zeugnis dafür, daß der Vorstand es sich angelegen fein läßt, die Veranstaltungen jedes Mal anregend zu geftal- ten. Der Dereinsabend am vergangenen Samstag war in der Hauptsache ausgefüllt von drei Dar­bietungen. Es sprach Turnbruder Wiedemeyer überAmateur Photographie" und Turnbruder H e i n st a d t überKraftspeicheranlagen". Beide Redner lösten ihre Ausgaben in trefflicher Form und erwarben sich verdienten Beifall und Dank. Turn- bruder Turnwart Müller berichtete über das be­vorstehende 13. Deutsche Turnfest in Stuttgart. Er stellte die Vorteile heraus, die bei frühzeitiger Mel- duna und bei guter Ausnutzung aller Möglichkeiten, die Die Festlegung in Verbindung mit der Feststadt bietet, zur Verfügung stehen. Besonders werbende Worte sand er für das großzügige Entgegenkommen der Reichsbahn in bezug auf Einstellung von Son­derzügen und vor allem bei der Festlegung des Fahrpreises. Ein Sonderzug durch den Gau Hessen ist zu erwarten. Eine Sammlung zugunsten der Turner, die bei dem großen Unglück in Reunkirchen zu Schaden tarnen, ergab einen ansehnlichen Be­trag, der doppelt begrüßenswert ist, einmal wegen des guten Zweckes, zum andern aber weil er vor­wiegend aus den Notgroschen jüngerer Turner und Turnerinnen gsstistet wurde.

** Der Sanitätsverein Gießen hielt, wie man uns berichtet, am Sonntag Im Kaufmän­nischen Vcreinshaus seine 49. Generalversammlung ab. Der Geschäfts- und Kassenbericht ergab ein zu­friedenstellendes Bild. Auch in der schweren Zeit hat sich der Verein durchgesetzt, und er sieht vertrauens­voll in die Zukunft. Die Vorstandswabl ergab die einstimmige Wiederwahl des 2. Vorsitzenden C. Bender, des Rechners H. Stimmer und des Beisitzers A. Meister. Neugewählt wurde an Stelle des Vorsitzenden, der freiwillig ausgeschieden war, Herr E. Simon, Crednerstraße 19. Zum Schriftführer wurde Herr A. Köhler, zum Bei­sitzer Herr Ehr. Fleischmann gewählt. Reviso­ren für 1933 sind die Herren Leonard. Kof­fert, Aßmann und Frl. Peter. Das 50. Stif­tungsfest des Vereins soll in schlichter Weise gefeiert werden. Der Vorstand wurde mit den Vorarbeiten beauftragt. Die Leistungen des Vereins, die z. Zt. in freier Arzthilfe, Zuschuß zur Krankenhausbehand- lung, Operation, Röntgenaufnahmen usw. bestehen, sollen durch Gewährung von Arzneimitteln noch verbessert werden. Daneben gibt es noch eine Be­gräbnisbeihilfe in Höhe van 50 Mark Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 14 März. Wegen Kuppelei hatte das Schöffengericht Gießen eine Frau zu sechs WochenGesängnis verurteilt. Auf die ein­gelegte Berufung gegen das Urteil wurde die Sache jetzt nochmals unter Ausschluß der Oesfcnt- lichkcit verhandelt. Das Gericht kam wieder zu der üeberaeugang, daß die Angeklagte von dem unzüchtigen Treben ihrer Tochter wußte, daß sie sogar durch Gewährung von Gelegenheit der ^Inzucht - ihrer Tochter Vorschub geleistet hat- Die Berufung wurde kostenfällig verworfen.

Ein wiederholt vorbestrafter Arbeiter, der aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde.^hatte sich wegen Diebstahls und wegen Zuhälterei zu verantworten. In einer Wirtschaft in Friedberg hatte sich der Angeklagte an einen Mann heran,- gemacht, der über 200 Mk. fremdes Geld, das er an diesem Tage einkassiert hatte, mit sich führte und mit dem Geld in einer Weise grohtat. daß die Gäste auf ihn aufmerksam wurden. Als er dann in später Abendstunde stark an­getrunken nach Hause gehen wollte, drängte sich ihm der Angeklagte mit dem Anerbieten auf. ihn nach Hause zu begleiten- Unterwegs sollen beide mehrmals hingefallen sein. Bei dieser Gelegenheit ist dann auch das Geld verschwunden, das wahrscheinlich der Angeklagte im gegebenen Augenblick beiseite geschafft hat, da der Ange­klagte in jener Rächt auch in anderer Hinsicht sich sehr verdächtig gemacht hat. Das Gericht konnte sich trotz erheblicher Verdachtsmomente nicht zweifelsfrei davon überzeugen, daß der Angeklagte der Dieb war, und sprach ihn man­gels ausreichenden Beweises von der Anklage des Diebstahls frei. Die Verhandlung wegen der Anklage der Zuhälterei wurde wegen Ge­fährdung der Sittlichkeit unter Ausschluß der Oesfentlichkeit geführt. Aus der öffentlich ge­gebenen lirtciläbegrünbung ging hervoü. daß das Gericht den Angeklagten nur der vollendeten Nötigung für überführt ansah. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Sec/fac/te 1932.

Zahlen m Millionen RH Deutsche Einfuhr Deutsche Ausfuhr

RUSSLAND

270, Q

GROSS BRITANNIEN

591,8

446.0

258.S

4117 159.$

ZfÜ. TSCHECHO5LOW. 139.8

Sf Ä BRHINDIEN M 65.4 109,4 158.8

BELGIEN MS 146.1

ATALIEN " 223.1

FRANKREICH

<82.S

SCHWEIZ

Unsere Statistik gibt einen Ueberblick über die letzt- jährige Ein- und Ausfuhr nach und von einigen Ländern, die für den deutschen Außenhandel am wichtigsten sind. Faßt man Ein- und Ausfuhr zu­sammen, so nahmen 1932 die Niederlande den ersten Platz ein, den 1931 wie in allen Jahren

zuvor England besetzte. Dicht auf folgten 1932 Rußland und die Vereinigten Staaten, während England diesmal auf den vierten Platz zurückgefallen ist. Insgesamt hatten wir im letzten Jahr noch einen Ausfuhr-Ueberschuß von 1,2 Mil­liarden Mark zu verzeichnen.

Der große Sprengstoff diebstchl bei Minz.

WSR. Mainz, 15. März. Wie durch die Untersuchung der Mainzer Staatsanwaltschaft im Zusammenwirken mit der hiesigen Kriminalpoli­zei feststeht, handelt es sich bei den Tätern des großen Spreng st offdieb st ahls um eine

wohlorganisierte Einbrecherbande, deren Mit­glieder sämtlich eine führende Rolle bei der

KPD. einnehmen.

Dis jetzt ist es gelungen, von der Bande fünf Haup11äter hinter Schloß und Rie­ge l zu bringen, während zwei weitere Komplicen noch nicht ermittelt werden konnten. Der Ver­dacht, daß der Sprengstoffdiebstahl von Mitglie­dern der KPD. ausgeführt wurde, fand seine Be­stätigung durch ein Gespräch zweier Kom­munisten aus Gonsenheim aus der Fahrt mit der Straßenbahn nach Mainz. Ein Fahrgast be­lauschte die Unterhaltung der beiden ihm unbe­kannten Kommunisten und machte der Polizei so­fortige Mitteilung. Unter Zuhilfenahme der Mainzer Bereitschaftspolizei, zahlreicher Krimi­nalbeamten und der Gonsenheimer Polizei wur­den durch die Mainzer Staatsanwaltschaft in der ehemaligen 2 e r Feldartillerie- Kaserne und den anliegenden W o h n ba­rocken in Gonsenheim mehrfach größere Unter­suchungen vorgenommen, die sich durch den Wald bis zu dem anschlieheizden Schloß Waldhausen bei Heidesheim ausdehnten. Bei der ersten die­ser Gelegenheiten war es auch, als die Kommu­nisten S t e i g n e r und Lukas, die in den Ba­racken wohnten, beim Erscheinen der Polizei flüchtig gingen und trotz mehrerer abgegebenen Schreckschüsse nicht mehr einzuholen waren. Eines Tages gelang es dann zwei Peamten der Gon­senheimer Polizei,

das versteck, In dem sich der gefährliche Spreng­stoff befand, in einem 4 Meter tiefen Schacht bei Schloß Waldhausen aufjufinben. Fast restlos.

bis auf 133 Sprengkapseln, konnte das gestohlene Material wieder herbeigeschafft werden.

Kurz darauf konnte auch der eine Haupttäter ©teigner verhaftet werden. Wie in allen Fällen, übte auch hier die ausgesetzte Beloh­nung von 1000 Mark ihre Wirkung aus. Beson­ders wurden aus Kreisen der KPD. der Staatsanwaltschaft Andeutungen zugeleitet, wer sich an den Sprengstoffdiebstahl beteiligt hatte. So gelang es recht bald, fast sämt­liche an dem schweren Sprengstoffdiebstahl betei­ligten Kommunisten bis auf Lukas und Peif­fer festzunehmen. Bei dieser Gelegenheit fand die Polizei in den Wohnungen der Verhafteten, in den Baracken, eine Unmenge aus Einbrü­chen herrührende Lebensrnittel und Gebrauchs­gegenstände.

Als man den verhafteten Steigner fettens der Staatsanwaltschaft vor die vollendeten Tatsachen stellte, legte er ein umfassendes Geständnis ab.

3n ausführlicher Weise schilderte er besonders den Diebstahl des gefährlichen Sprengstoffs. Da die Täter wußten, daß der Schießraum, in dem sich der Sprengstoff befand, durch sog. Selbst- schüsse gesichert war, gingen sie mit äußerster Vorsicht beim Erbrechen der Zugangstüre zu dem Echießraum vor. Die Selbstschüsse waren derart angebracht, daß sie sich beim Öeffnen der Tüve von selbst lösten und die Eintretenden trafen. Die Täter öffneten deshalb die eiserne Türe zu dem Schießraum nur um einen kleinen Spalt, lösten den zum Selbstschuh führenden Draht an der Türe ab und verlängerten ihn mittels eines Stückes mitgeführten weiteren Drahtes. Sodann legten sie den Draht um einen vor dem Schieß- Haus angebrachten Pfosten und zogen kräftig an, worauf sich der Selbstschuß auslöste. Die Täter konnten sich sodann ungehindert in den Schieß» raum begeben und den Diebstahl aussühren.

Obecheffen.

Landkreis Gießen.

cT A11endorf a. b. Lumda, 15. März. Am Samstagabend hielt der hiesige Kriegerverein in der Gastwirtschaft Eb. Ranft Wwe. seine Jah­reshauptversammlung ab. Aus Dem vom Vorsitzen­den Lehrer Strack vorgetragenen Jahresbericht ging hervor, daß der Verein durch Tod zwei Mit­glieder verlor. Die verstorbenen Kameraden wurden in der üblichen Weise geehrt. Sodann wurde durch den Rechner Ranft die Jahresrechnung vorgetra- gen. Diese ergab einen Ueberschuß von 41 Mark. Die Dorstandswahl ergab die Wiederwahl des bis­herigen Vorstandes. Es gehören zur Zeit dem Vor­stände an: Lehrer Strack, 1. Vorsitzender: Land­wirt Ld. Becker, 2. Vorsitzender; Weißbindermei- fter Ehr. Ranft, Rechner; Landwirt Ehr. Wal- l e n f e l s, Schriftführer; Maurermeister Ehr. Pau­lus II., Schumachermeister Ld. Krieb, Eisenbahn- assistent Wilh. Nachtigall, Rechner Ehr. Form­hals und Landwirt Andreas Wagner, Bei­sitzer. Der Vorsitzende teilte mit, daß der Frühjahrs­bezirkstag im Mai in Allendorf stattfindet.

' Watzenborn-Steinberg, 14. März. Dcr Gesang» VereinGermania" Watzenborn-Steinberg veranstaltete am Sams­tag im SaaleZum goldenen Löwen" sein 6 5. Stiftungsfest. Ein reichhaltiges Pro­gramm unterhielt die zahlreich erschienenen Gäste. Der 1. Vorsitzende, Karl Kolmer, begrüßte die Teilnehmer und betonte, daß sich der Verein die Pflege des deutschen Liedes zur Aufgabe gemacht habe. Unter der Leitung des Chor- meisters Georg Harnisch- Steinberg hörte man sodann verschiedene Ehöre und Volkslieder, die mit großem Beifall aufgenommen wurden. 3m Mittelpunkt des Abends stand die Aufführung einer Operette, die von den Darstellern sehr gut wiedergegeben wurde und ebenfalls starken Beifall erntete. Die Kapelle Harnisch füllte die Pausen mit guter Musik aus und fand dank­bare Zuhörer. 3m weiteren Verlause deS Abends wurden 11 Mitglieder durch Herrn Wols- Duybach für 25äfjrige aktive Sang?stätigkeit mit der Ehrennadel des Lahntalsängerbundes aus­gezeichnet.

Kreis Büdingen.

!! Büdingen, 15.März. 3n der Reihe der Torträge des Geschichtsvereins Büdin­gen setzte dieser Tage Etudienrat Dr. 'Karl Kraft seinen DvrttagErlebnisse auf einer Griechenlandreise" fort. Die Leitung des Abends lag in den Händen des 2. Vorsitzenden, Lehrer

Heusohn. Herr Dr. Kraft behandelte in diesem Dortrage seine Reisen zu Wasser und zu Lande. Auch diesmal wurden alt- und neugrie­chisches Wesen, Landschaft, Geschichte, Kultur«, Religions» und Kunstgeschichte wechselnd gewür­digt. Der Höhepunkt des 2. Vortrages war die Schilderung der Sehenswürdigkeiten des von eng­lischen Forschern ausgegrabenen Palastes des Königs Minos in Knossos. Der Vortrag wurde durch zahlreiche Lichtbilder ergänzt und mit großem Beifall aufgenommen.

# Hirzenhain, 15. März. Direktor Mor- Henn, der langjährige Leiter der hiesigen C i - s e n w e r k e , verabschiedete sich gestern von der Belegschaft, um in seinen neuen Wirkungskreis (Leipzig) überzusiedeln. Mit großem Bedauern sehen ihn die Mitarbeiter scheiden.

Kreis Alsfeld.

IL Aus dem Ohmtal, 15. März. Bei dem Wertungssingen des Ohm-Lumda- tal-Sängerbundes wird seit 3ahren zum ersten Male ein Wechsel in der Person des Wertungsrichiers eintreten. Das Singen findet am 21. Mai in Kesse Ibach statt. Da der seit­herige Wertungsrichter, Oberreallehrer Blaß (Gießen), an diesem Tage dringend verhindert ist, wird Prof. Werner (Frankfurt a.M.) die­ses Amt übernehmen.

ll. Nieder-Ohmen, 15. März. Die beiden kirchlichen Jugendvereine hielten am Sonntagabend im Saale von Söll einen Deut­schen Heimatabend ab. Der Abend besann mit einer Begrüßungsansprache von Pfarrer A l t. Es folgten zwei ernste Theaterstücke, die recht gut zur Aufführung gelangten. Die Darsteller ernteten reichen Beifall. Der Reinertrag der Veranstaltung wird einem Fonds für die B e sch a f f u n g e i n e r Kirchenheizung zugeführt.

preutzen.

Zahrplanverbefferung auf der Strecke Herborn-Niederwalgern.

Zur Ausfüllung von Zugpausen auf der Strecke zw.schon Gladenbach und Herborn wird mit Beginn des neuen Sommerfahrplans am 15. Mai der schon jetzt Sonn- und Feiertags zwischen Gladenbach und Herborn verkehrende Personenzug, Gladenbach ab 9.49 Uhr. Her­born an 11.03 Uhr, auch werktags gefahren. <3n Herborn besteht dann Anschluß in Richtung

DillenburgStegen. Als Degenzug wird der be­reits zwischen Gladenbach und Riederwalgern verkehrende Personenzug, Gladenbach ab 12.29 Uhr, Riederwalgern an 12.51 Uhr, werktags ab Herborn 11.21 Uhr gefahren. Dieser Zug nimmt in Herborn den Anschluß aus Richtung BetzdorfDillenburg auf.

G. A -Sport.

V f. X tid).

VsR. Cid) I Garbenleich I 3:1 (0:0).

Die 1. Mannschaft des Vereins für Rasenspiel« hatte am Sonntag einen beachtlichen Erfolg zu ver­zeichnen. Es gelang ihr auf heimischem Platze, die in letzter Zeit von öieg zu Sieg eilende Mannschaft des Sportvereins Garbenteich zu schlagen. Etwa 500 Zuschauer wohnten dem Spiele bei. Es wurde hart­näckig gekämpft. Noch zur Halbzeit stand das Spiel unentschieden, aber abwechselnd lagen die Mann­schaften vor dem gegnerischen Tor. Die Erfolge blie­ben aber aus. 15 Minuten nach der Pause gingen die Platzbesitzer durch einen Prachtschuß ihres Rechts­außen in Führung. Wenige Minuten später glichen aber die Gäste aus, allerdings durch ein Selbsttor des rechten Läufers von Cid). Unentwegt ging der Kampf weiter. Ein fchjjner Alleingang des Halblinken brachte die Licher wieder in Führung. Ein Foulelf­meter besiegelte die Niederlage der Gäste. Es wurde sehr fair gekämpft. Schiedsrichter Böcher leitete einwandfrei. Der Licher Mannschaft gebührt ein ®e- famtlob.

^4.Ahön-Sege!flug-Wettbewerb193Z

Die Rhön-Rossitten-Gesel.schäft veröffentlicht soeben die Ausschreibung für den 14. Rhönsegel­flug-Wettbewerb, der in diesem 3ahr« vorn 6. bis 20. August auf der Wasserkuppe durchgesührt wird. Für die einzelnen Wettbewerbe, deren Teilnehmerzahl auf 40 Flugzeuge beschränkt wer­den kann, stehen insgesamt 25 000 Mark Geld­preise zur Verfügung, die für die besten ßei< stungen im Fernsegelflug, Fernzielflug, Höhen- und Dauerflug zur Verteilung gelangen.

Für den Höhenflug ist als Mindestmarke 2000 Meter vorgeschriebeu, während im Dauerflug wenigstens 12 Stunden überschritten werden müs­sen. Für den Fernzielflug müssen die Bewerber von der Wasserkuppe nach den Schwarzen Ber­gen über die Kissinger Hütte und zurück fliegen, wobei die Landung innerhalb eines Kreises von 1000 Meter um den trigonometrischen Punkt auf der Wasserkuppe zu erfolgen hat. Als Etart- methode werden Seil- und Flugzeug-Schleppstarts angewandt.

Kurze Sportnotizen.

Einen neuen We11reko »d im Gewicht­heben stellte der Oesterreicher Janisch im beidarmigen Reißen der Federgewichtsklasse mit 97,5 Kilogramm auf.

Die Neuyorker Boxkommifsion hat nun, nachdem sie seinerzeit beim Tode von Ernie Schaaf den Italiener Camera nicht mei)r boxen lassen wollte, dessen Kampf gegen Sharkey nicht nur genehmigt, sondern ihn sogar als Welt­meisterschaftskampf anerkannt.

*

Der Deutsche Tennisbund hat seine dies­jährigen Termine festgelegt. Die internationalen Meisterschaften finden vom 5. bis 13. August in Ham­burg statt, die nationalen Meisterschaften werden vom 23. bis 27. August in Braunschweig abgewickelt, die Junioren ermitteln ihre Meister vom 8. bis 11. Juni in Frankfurt a. M. und die Senioren-Tleffter- schaften gehen vom 14. bis 16. Juli in Düsseldorf in Szene.

Wettervoraussage.

Die Siorungstätigkeit im Rorden und Rord- westen hat sich stärker ausgeprägt, so daß dec Einfluß, des hohen Druckes eingeschränkt wird. Ein kräftiges Tief ist über den britischen 3nseln erschienen und führt dort, wie auch über Rord- frankreich zu Riederschlägen. Seine Zugrichtung hat mehr nordöstliche Tendenz nach Skandinavien zu, immerhin wird durch seine südlichen Aus­läufer feucht-milde Lust bis in unseren Bezirk vorgeschoben. Bei zunehmender Luftbewegung aus Südwesten kommt daher zeitweise stärkere Bewöl­kung auf, die vereinzelt auch etwas Riederschlag mit sich bringen wird. Eine durchgreifende Ver­schlechterung der Wetterlage findet jedoch vorerst nicht statt.

Aussichten für Freitag: Bewölkungs­zunahme, im ganzen mild und vereinzelt etwa- Riederscblag.

Aussichten für Samstag: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, vereinzelt noch Reigung zu Riederschlägen.

Lufttemperaturen am 15. März: mittags 12,7 Grad Celsius, abends 4,6 Grad; am 16. März: morgens 1,3 Grad. Maximum 13 Grad, Minimum 1 Grad. Sonnenscheindauer 6l/< Stunden. Erd­temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 15. März: abends 8,2 Grad, am 16. März: morgens 2,9 Grad Celsius.

kirchliche Jlodiricbfen.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 17. März.

Kapelle des Alten Friedhofs. 18 Uhr: Passions­andacht; Pfr. Lenz. Petruskapelle. 20: Pafsions- andacht; Pfarrassistent Knell.

katholische Gemeinden.

Freitag, den 17. März.

Gießen. 20.15 Uhr: Fastenpredwt.

Samstag, den 18. März.

Gießen. 7.15 Uhr: Amt; 9.30: Gelegenheit, bet einem fremden Priester zu beichten.

Israelitische Gemeinden.

israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 11. März. Vorabend 6.15 Uhr; morgens 9; Predigt; abends 6.30 und 7.10 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 18. Marz. Freitag abend 6.05 Uhr; Samstag, vor­mittags 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 7.20. Wochengottesdienst: morgens 7; abends 6 Uhr.

Gegen spröde Haut

. reise RM 0.15*1.00

NIVEA CREME