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15.9.1933 Zweites Blatt
 
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Hers

nr. 217 Drittes Blatt________________Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Samstag, w. September 1933

Bilder von der Eröffnung des preußischen Giaatsrais.

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Die Mitglieder des Staatsrates beaeben sich nach der historischen EröffnungBtzung zu dem Denkmal Friedrichs des Großen Unter den Linden, wo das Staatsministenum in Treue und Dankbarkeit fur Ln König einen Kranz niederlegte. - In der ersten Reihe: General L i etzm a n n, Generalseldmarschall von Mackensen und Admiral von Trotha.

Der Kanzler an derVrandWe von Oeschelbronn

Der Führer mH feinem Gefolge zwifchen den eingeüfcherten Läuferreihen de- badifchen Ortes . Oeschelbronn.

Die

Weihe von sieben neuen Polizeifahnen durch den Mlmfierpräsidenten Goring.

Amtseinführung des neuen Frank­furter Polizeipräsidenten.

Frankfurt, 15. Sept. (WSN.) Am Donnerstag­nachmittag erfolgte durch den Regierungsprasioen. ten die Einführung des vom Preußischen Minister des Innern zum kommissarischen Polizeipräsidenten in Frankfurt a. M. ernannten SA.-Gruppenführers B e ck e r l e. Der Regierungspräsident begrüßte den neuen Polizeipräsidenten und beglückwünschte ihn zu seiner künftigen Amtsführung. Er hob hervor, daß die schweren Aufgaben, die den neuen Polizei­präsidenten erwarten, nur zu lösen seien, wenn er

das Vertrauen seiner Beamtenschaft und der Frankfurter Bevölkerung besitze, hieraus begrüßte der ständige Vertreter des Polizeiproswen- ten Regierungsrat Dr. 5) e r b t den neuen Chef. Der neue Polizeipräsident übernahm sein Amt mit der Versicherung, daß er es im Sinne des obersten Führers führen werde. Drei Voraussetzungen seien es, die er selbst mitbringe und die er auch von jedem Beamten fordere, nämlich Vertrauen, Ka­meradschaft und nationalsozialistischen Geist. Er werde bemüht sein, fein Amt im Sinne seiner vorgesetzten Dienstbehörde zu erfüllen und das Verhältnis zwischen der Frankfurter Bevölkerung

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Der grob- geftatt in bet -Reuen Aula der Berliner Unwerfität während der Anfprache des Minifler- M D 1 Präsidenten.

Amerikanische Hockey-Spielerinnen in Berlin.

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In Berlin traf eine amerikanische Damen-Hocken-Mannschaft ein und siegte in einern Gastspiel gegen eine kombinierte Berliner Mannschaft mit 3:2. Die Amerikanerinnen berichtigen eine Rundrers« durch Sahl- reiche Städte Europas zu unternehmen, um gegen die besten europäischen Damenmannschasten anzutreten.

und der Polizei noch enger zu gestalten. Nach einem dreifachenSieg-Heill", das der Regierungsprasi- deut auf den Reichspräsidenten, den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler und das deutsche Va­terland ausbrachte, begrüßte der neue Polizeiprasi- deut alle anwesenden Beamten, Angestellten und Arbeiter.

Kommunistenterror vor Gericht.

WSN. Mainz, 14.Sept. Vor der großen Fe­rienstrafkammer hatten sich gestern mehrere Kommunisten wegen eines Heb er f alles auf Nationalsozialisten zu verantworten. Die Kommunisten hatten in der Nacht zum 13. Fe­bruar mehrere Nationalsozialisten, die einen Kame­raden nach Hause begleitet hatten, überfallen und einen durch Fußtritte und Messerstiche so schwer ver­letzt, daß sich dieser heute noch in ärztlicher Behänd- (ung befindet. Als seinerzeit die Polizei am Tatort eintraf, waren die Kommunisten bereits geflüchtet, so daß die Feststellung der Täter erst einige Mo­nate später möglich war. In der gesttigen Verhand­lung gab ein Angeklagter zu, an der Schlägerei be­teiligt gewesen zu (ein, er gab aber zu seiner Entlastung an, von den Nationalsozialisten angegriffen worden zu fein. Mehrere Zeugen, die zur Entlastung der an­geklagten Kommunisten vor Gericht erschienenen, wurden wegen ihrer verschißenen Aussagen nicht vereidigt. Das Gericht hielt drei Angeklagte des schweren Landfriedensbruchs für über­führt und verurteilte unter Versagung mildernder Umstände den Tüncher Wünschermann zu zweiJahrenZuchth auss, ben Arbeiter ße 1 ft- l e r unter Einbeziehung einer früher erkannten sechs­monatigen Gefängnisstrafe zu zwei Jahren br ei Monaten Zuchthaus unb ben Ange- klagten Sieben, der auch die Messerstiche verübt haben sott, zu drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus.

Johann Heinrich W i ch e r n, der von 100 Jahren in Hamburg dasRauhe Haus", eine Anstalt für ver­wahrloste Kinder, gegründet hat.

Von der Anklage des Hochverrats sreigesprochen.

D a r m ft a b t, 15. <5ept. (WSN.) Unter Aus« fchluh der Oefsentlichkeit wurde heute vor dem Slral» fenat des Oberlandesgerichts gegen den früheren kommunistischen preußischen ßanbtagsabgeorbneten Albert Kunz und den Studenten Walter Fisch aus Heidelberg wegen Vorbereitung au m Hochverrat verhandelt. Das Gericht sprach die Angeklagten mangels Beweises frei, weil es sich nicht davon überzeugen konnte, daß die am 12. Marz 1933 in Dreieichenhain abgehaltene Versammlung kommunistischer Bezirksfunktionäre verbotenen Zwecken, insbesondere der Vorbereitung zum Hoch­verrat, gedient habL