Ausgabe 
15.9.1933 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft

Die Entwicklung der Preise

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interesianten Einblick in die bereits jetzt getroffenen Vorbereitungen, die einen einzigartigen Verlauf die­ser für das ganze kulturelle Leben bedeutungsvollen Veranstaltung gewährleisten. Ein Festzug der K ü n ft l e r s ch a f t, der eine Länge von über zwcr Kilometer haben wird, führt durch die Straßen Münchens. In dem Festzug werden 14 Gruppen vertreten sein. Der Zug wird eröffnet von Pauken­schlägern und Fahnenträgern, dann kommen die Gruppen der Architektur, der Malerei und Plastik, Festwagen, die Pallas Athene und andere Figuren darstellend. Es handelt sich um keine Faschingsauf­machung, sondern der Zug soll eine streng künstle­rische Note zum Ausdruck bringen. Die Kostüme zu dem Festzug werden neu angeschafft. Die Aufträge sind bereits an zahlreiche Münchener Schneiderwerk­stätten vergeben. Daneben haben Hunderte von Zimmerleuten und Dekorateuren Aufträge erhalten. Eine große Zuschauertribüne wird in der Prinz­regentenstraße errichtet. Die gesamte deutsche Künst- lcrschaft wird an der Grundsteinlegung teilnehmen, ebenso sämtliche Kultusminister der Länderregie­rungen. Die Gauleitung hat am Vorabend sämtliche Theater Münchens gemietet, in denen Festausfuh- rungen zu ganz niedrigen Eintrittspreisen statt- finden, die auch dem ärmsten Volksgenossen die Teil­nahme ermöglichen. Sämtliche Straßen, durch die der Festzug führt, werden einheitlich ausgeschmuckt werden. Eine besondere Ausschmückung erfährt die Ludwigstraße, wo zum Gedenken König Ludwigs!.

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wird Deutschland wieder frei" zur Auf­führung. Mit großer Spannung und Anteilnahme folgten die zahlreich Erschienenen, die zu Beginn vom Ortsgruppenfüyrer Ludwig Metzger begrüßt worden waren, dem packenden und lebendigen Spiel. Die Ausführung stand unter der Leitung des früheren Mitgliedes des Gießener Stadttheaters Pg. Richter. Die wertvolle Veranstaltung fand ihren Abschluß mit dem begeistert gesungenen Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied. Hoffentlich geht die Erwartung, daß uns auch das zweite Werk von Bartholomäus:Arbeit! Dienst! Pflicht!" geboten werde, bald in Erfüllung.

Kreis Büdingen.

* Nidda, 14. Sept. Die Apfelernte fällt in unserer Gegend sehr gering aus. Die Hauptsorte Schöner von Boskop", hat völlig versagt, nur Goldparmäne, Schafsnase und Landsberger Reinette bringen einigen Ertrag. Sehr reichlich fällt dagegen die Zwetschenernte aus. Bei der gestern ab­gehaltenen Versteigerung der Zwetschen an rund 500 städtischen Bäumen wurden 775,90 Mark gelöst. Der Zentner Zwetschen stellte sich durchschnittlich auf 5 Mark am Baum. Roch teuerer waren die Preise bei der Versteigerung der Zwetschenernte von den fiskalischen Bäumen in unserer Gemarkung. Rach ziemlich genauer Schätzung kam dabei der Zentner auf 6,70 Mark am Baum. Die Befürch­tung, daß bei der großen Ernte sich das Abmachen nicht lohnen würde, war irrig. Für geschüttelte und weniger ansprechende Früchte zahlen die Händler 4 Mark pro Zentner frei Bahnhof.

Q Nidda, 14. Sept. Auch in unserer Stadt hat man die öffentliche Anprangerung von Felddieben beschlossen. Heute mittag wurde zum, erstenmale dieser Beschluß durchgeführt. Ein in den fünfziger Jahren stehender Mann und ein 15 Jahre alter Junge wurden von der Ortspolizei durch die Straßen der Stadt geführt, wobei die Diebe ein großes Schild mit der Auf­schrift:Wir haben Aepfel gestohlen" tragen mußten. Ein in den zwanziger Jahren stehender hiesiger Jude wurde in Haft genommen, weil er versucht hatte, eine deutsche Frau zu schänden.

Landkreis Gießen.

ch Aus der Rabenau, 14. Sept. Der Sturmwind, der in der vergangenen Nacht über unsere Gegend brauste, hat an den Obstbäu­men nicht unbeträchtlichen Schaden an- gerichtet. Fast ein Drittel bis die Hälfte des gesam­ten Behanges ist in einzelnen Gemarkungsteilen von den Bäumen heruntergefallen. Von. allen Obst- sorten bringen die Zwetschen einen guten Er- trag, mancherorts sogar eine Vollernte. Die ersten Zwetschenoersteigerungen haben in einzenlen Ge­meinden bereits stattgefunden. Die Frucht- preise sind seit einigen Tagen etwas fester. Der Doppelzentner Weizen gilt gegenwärtig 17 bis 18, Roggen 14 bis 14,50, Gerste 16 bis 16,50 Mark; Hafer ist kaum gefragt. Noch ijt die Grum- meternte nicht restlos beendet, beginnen unsere Landwirte schon mit dem Ausmachen der K a r t o f - fein. Die Spätkartoffeln versprechen eine gute Mittelernte.

s. Aus dem mittleren Horlofftal, 14. Sept. In unserer Gegend bringen dieZwetschen dieses Jahr einen lange nicht dagewesenen Ertrag. Infolge der sommerlichen Hitze der letzten Zeit sind sie schon jetzt reif und werden bereits von Händlern aufgekauft, der Zentner zu 4 Mk., anzu­liefern an die Bahnstation. Der Behang ist der­artig, daß vielfach die Aeste unter der Last brechen. Auch Mirabellen tragen so reichlich, daß allenthalben das Pfund für 5 Pf. zu haben ist.

s. Utphe, 14.Sept. Der hiesige Turnverein Frischauf" hat für die Förderung der nationalen Arbeit 50 Mark gespendet, der MännergesangvereinLoreley" für den gleichen Zweck 30 Mark. Bei der Grum­metgras - Versteigerung auf dem Ge- meindewiesengelände wurden für die besseren Mor­gen 15 bis 20 Mark erzielt, während die gering­wertigeren auf 12 bis 15 Mark kamen.

Kreis Friedberg.

S Münzenberg, 14. September. Die N S. - KampfdühneGießen brachte hier im Saal des GasthausesZur Burg" das schon Dieierorten gegebene und bekannte Volksstück des jetzigen Beigeordneten von Gießen Bartholomäus:Erst dann

Frankfurt still.

Frankfurt, 15. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Durch den feierlichen Eröffnungsakt des preußischen Staatsrats erfuhr der heutige Börsenbeginn eine Verzögerung. Das Geschäft kam daher zunächst nur sehr schleppend in Gang. Die Stimmung war in- dessen weiter freundlich, da neben neuen Kunden­aufträgen auch günstige Nachrichten aus der Wirt­schaft vorlagen, wie beispielsweise neue Arbeiter­einstellungen bei der JG.-Farben-Jndustrie und die erhöhten Außenhandelsziffern für den Monat Au­gust. Das Interesse wandte sich indessen heute mehr dem Rentenmarkt zu, an dem besonders Gold- und Liquidationspfandbriefe gesucht waren. Die Taxen lauteten bei Beginn der Börse etwa 1 o. H. und mehr höher. Von Deutschen Anleihen eröffneten Neubesitz gut behauptet, wogegen Altbesitz nur nut 77 v. H. d.h. 0,13 v.H niebriaer zur Notiz kamen. Stahloereinbonds gaben 0,50 v. H. nach, späte Reichsschuldbuchforderungen waren mit 77,25 o. H.

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qut gehalten Soweit an den Aktienmärkten Kurse zunächst zustande kamen, lagen sie zwar meist noch etwa 0,50 bis 1 v. H. höher, doch vermißte man eine Einheitlichkeit der Auswärtsbewegung. Chemiewerte setzten 0,50 v.H. höher ein, Elektroaktien waren etwas mehr befestigt, so z. B. Lahmeyer und Schuckert mit plus 1,13 v. H. Am Montanmarkt blieben die Kurse dagegen meist nur knapp gehal­ten. Mannesmann und Phönix sowie Klöckner unb Rheinstahl lagen bis zu 0,75 v. H-, Harpener sogar 1,25 v.H. höher. Im übrigen eröffneten (Konti- Gummi 1,13 v. H., Bemberg 1,50 v. H., Reichsdank 0,50 v. H., Hapag unb Daimler je 0,65 v. H. freund­licher, dagegen Zellstoff Waldhof 0,75 v. H. niedri­ger. Im Verlaufe lagen einige Spezialwerte fester, so IG.-Farben mit plus 1,50 v.H. unb Scheide- anstatt plus 1 v. H. Auch einzelne Montanpapiere waren um 0,25 bis 0,50 v. H. erholt, während das Gros der Papiere gegen den Anfang kaum verän­dert war. JG.-Farben ließen später wieder den im Verlauf erzielten Gewinn nach.

eine besondere Dekoration errichtet wird. Jede Straße erhält eine eigene farbige Note. Die Aus­schmückung des Braunen Hauses in der Brienner Straße wird die Verbundenheit des neuen Staates mit der Kunst zum Ausdruck bringen. Der Zug endigt am Königsplatz, wo riesige Pylonen mit dem Hoheitsadler zur Ausstellung gelangen, Statsmim- ster Wa gner wird hier zu den Künstlern sprechen. Anschließend findet im Löwenbräu-Keller ein Kunst- lerabenb statt. 60 Sonderzüge aus dem ganzen Reich laufen nach München. Für unbemittelte Volks- genossen aus der Provinz werden Freiquartiere zur Verfügung gestellt. Die ganze Veranstaltung soll der Auftakt sein zu weiteren Maßnahmen, die alle dar­auf abzielen, den Ruf Münchens als Kunststadt wiederherzustellen und neu zu befestigen.

Carl Dulsbergs Lebenserinnerungen.

Geheimrat Carl D ui s berg, der langjährige Leiter der IG. Farbenindustrie, hat seine Bebens­erinnerungen geschrieben, die auf Grund weiterer Dokumente von Jesco v. P u 111 a m e r zu einem Buch ausgearbeitet wurden, das zum 50. Berufs- jubiläum Dulsbergs am 29. September im Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, erscheint. Es schildert den Lebensweg dieses deutschen Mannes zum Führer des größten deutschen Industrieunternehmens, und gibt gleichzeitig eine aus persönlichster Teilnahme erwachsene Darstellung einer großen Periode deut­scher Wirtschaftsgeschichte.

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Das Institut für Konjukturforschung weist in seinem Wochenbericht darauf hin, daß die längste Entwicklung der Dreise auf den ersten Blick Das ungewohnte Bild schwacher Tendenz auf den ausländischen Rohstafsmärkten und steigender F e r t i g w a r e n p r e i s e auf dem Binnen­markt bietet. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine vorübergehende Konstellation. Der Rück­schlag der Rohstoffpreise ist keineswegs von grund­sätzlicher Bedeutung. Er ist nur eine jener Reaktio­nen, die sich auf den Märkten immer wieder nach spekulativen Ueberfteigerungen einstellen.

3n Deutschland bahnen sich, in der großen Linie gesehen, auf beinahe allen Gebieten der Mrt- schäft Preissteigerungen an.

Darin wäre zunächst nichts Unnatürliches zu sehen, denn Preissteigerungen sind Begleiterschei­nungen jedes Aufschwunges. Nun sind aber in der gegenwärtigen Depression die entschei­denden Faktoren der Nachfrage auf den Waren­märkten, die Kaufkraft der Bevölkerung auf den Verbrauchsgütermärkten und die Finanzierungs- möglufJeiten der Unternehmungen auf den Pro- buftionsgütermärtten, noch schwach. Allzu rasche Preissteigerungen könnten sich auf bie Dauer nicht behaupten, ohne bie mengenmäßige Belebung ber Probuktion unb bes Absatzes zu gesährben. An ben großen auslänbischen Rohstoffmärkten sinb bie Preise seit Mitte Juli gesunken, liegen aber im Durchschnitt weiter beträchtlich höher als zu Jahres­beginn.

Die Tenbenz auf ben Weltmärkten ist jeboch keineswegs einheitlich, obwohl auf wichtigen Teil­gebieten schon eine beachtliche Konsolibierung fest­zustellen ist. Diese Fortschritte haben sick) unab­hängig von allen Währungseinflüssen usw. durch- gesetzt (z. B. auf bem Eisenmarkti, während auf anderen Gebieten (z. B. auf dem Baumwollmarktj wieder trotz währungs- und kreditpolitischer Ein­griffe eine Preiserhöhung nicht durchzusetzen war.

3n Deutschland sind Preisrückgänge auf den (3e- treidemärkten und Preisbesserungen für Schlacht­vieh und tierische Erzeugnisse die beiden Haupt­züge der Preisentwicklung feit der 3ahreswende.

Die Preise für Getreide haben seit Jahresbeginn von etwa 95 v. H. des Vorkriegsstandes auf etwa 90 v. H. Anfang September nachyegeden. Der Grund für diese Preiseinbußen liegt m der S t e i- gerung der heimischen Produktion in

.....und der Anzug wächst mit; denn er Ist eln^ZeyZsund der läßtslch bekanntlich In der Fabrik nahtlos . verlängern und wenn er lange getra­gen ist fast un­sichtbar reparieren. Bel einem

den letzten Jahren. Die z. T. beträchtlichen Preis­besserungen für Schlachtvieh sind einerseits saison- mäßig bedingt, anderseits ergeben sie sich aus einem Rückgang des Angebots bei etwas ansteigender Nachfrage. Die Butterpreise sind seit Mai/Juni höher als im Vorjahre.

Große Preisveränderungen sind bei den land­wirtschaftlichen Produkten vorläufig nicht zu er­warten. Entsprechend einer Steigerung der Ein­kommen wird sich auch eine allmähliche Besse­rung der Agrarpreise durchsehen.

Die Preise der inbuftriellen Rohstoffe unb Fertigwaren haben, im ganzen betrachtet, leicht angezogen. Das Niveau ber industriel- len Rohstoffpreise liegt aber noch immer um runb ein Drittel unter bem letzten konjunkturellen Höchst- ftanb vom Juli 1928. Entscheibenb ist aber, baß Die Bewegung im ganzen langsam a u f- wärts gerichtet ist. Demzufolge läßt sich teil­weise eine Erhöhung der Lagerbestände beobachten. In einigen Branchen hat bie Preissteigerung be­reits auf bie Halbwaren übergegriffen, die weiter­verarbeitenden Industrien setzen gegenwärtig jeder Preissteigerung für Vorprodukte Widerstand ent­gegen, die sich in steigenden Fertigwarenpreisen aus­wirken müßten. Diese aber bedeuteten eine starke Belastung der immer noch schwachen Kaufkraft.

Die Iertigwarenpreise sind erst seit April d. 3. gestiegen, die Preiserhöhung bleibt hinter der der Rohstoffe beträchtlich zurück.

Dieser frühzeitige Anstieg der Fertigwarenpreise schasst Gefahren erneuter Konjunkturrückschläge. Wenn die mit einer Zunahme der Produktion ver- . bunbene Kostensenkung nicht ben Konsumenten zu­gutekommt, so muß bies ben Mengenabsatz beein­trächtigen. Die freien Preise, bie seinerzeit desonbers früh unb scharf zurückgegangen waren, haben sich stärker als bie gebunbenen Preise erhöht.

Das Charakteristische der gegenwärtigen Bewe­gung besteht darin, daß Preisbindungen auf solchen Gebieten der 3ndustrie sich durchsetzen werden, die bisher als freie Marktgebiete galten.

Die freien Preise sind von 45,1 im Juli 1932 auf 52,1 im Juli 1933 (1926 = 100) gestiegen, haben allerdings im August wieder auf 50,8 nachgegeben. Die Indexziffer der gebundenen Preise hat sich von 83,5 im Juli 1933 auf 83,7 im August 1933 erhöht.

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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben, unvergeß­lichen Vaters und Bruders

Herrn Ludwig Ulm III.

sprechen wir allen hiermit unseren herzlichen Dank aus.

Die lieltranernden Hlnierhliehenen.

Aliendorf a. d. Lahn, den 15. September 1933.

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