Ausgabe 
15.4.1933 Frühausgabe
 
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Rundsunkprogramm

Verdi.

Ostermontag, 17. April.

verständigen die seinerzeit geführten Bücher und Belege nachgeprüft, und die sich ergebenden in­neren Zusammenhänge aufgeklärt werden können. I

fand

Drei Mitglieder. Bei der Vorstandswahl tour- j Den als 1. Hauptmann Georg Kaiser und als ,

s h st e m . sowie alle ähnlichen Einrichtungen f a L l e n zu lassen.

Generalversammlung der KreiSland- bund-Oenostenschast Weilar

Der stärkste musikalische Eindruck in der Ju­gend, sei es von einem Werk selbst, sei es durch einen hervorragenden Interpreten, kann für die ganze spätere Entwicklung eines Künstlers be­stimmend sein. Es ist deshalb aufschlußreich zu erfahren, welchen Eindruck führende Persönlich- [eiten des deutschen Musiklebens als ihren ersten und stärksten bezeichnen.

Dr. Richard Strauß

der repräsentative deutsche Komponist:

Die erste Oper, die ich hörte, war derFrei­schütz". Diese Aufführung vermittelte mir dre Bekanntschaft mit der deutschen Romantik. Das entscheidende Erlebnis meiner Jugend bedeutete jedoch die Persönlichkeit Hans von Bülows. Seine fanatische Wahrheitsliebe in der Kunst, sein edles Menschentum, seine Unbestechlichkeit, sein treuester Dienst am Werke das waren Eigenschaften, die diesen Mann zu einem wahren Ritter ohne Tadel auf dem Gebiete der Kunst stempelten. Er nahm fich meiner in wärmster Weise an, obwohl er mit meinem Vater oft Differenzen in mufikalifchen Fragen hatte. Wah­rend der Proben zu der von Bülow geleiteten Uraufführung desTristan" im Münchener Hof- theater, bei denen mein Vater das erste Horn blies, tarn es beispielsweise zu heftigen Zusam­menstößen zwischen dem Dirigenten und dem Mu­siker von dem Richard Wagner selbst das launige Wort geprägt hatDer alte Strauß kann mich nicht leiden, aber das Horn bläst er ausgezeichnet".

profefforDr Maxv Schillings

Präsident der Preußischen Akademie der Äünste:

Der stärkste bewußte musikalische Eindruck meiner Jugend war derTristan" von Wag­ner, dieses in seiner Eigenart einzige Werk, unter der Leitung des unvergeßlichen Wagner- I jüngers Felix Mottl, der sich des jungen Musikers, der ich damals war. liebevoll annahm und der später auch mein Erstlingswerk3ng- weide" aus der Taufe hob. Felix Mottl war wie kein anderer mit dem titanischen Werke des Bayreuther Meisters innerlich verbunden. Seine Tristaninterpretation, die mich so tief erschütterte, war eine Deutung der letzten und feinsten Ge­fühlsregungen, die in jedem Takt dieses Wunder­werks verborgen sind. Die Fieberschauer dieses Hohen Liedes von Tod und Liebe schlugen mich in ihren Bann. Schon im Vorspiel begann das Wunder. Mottls außerordentlich gedehnte Tempi, wofür er oft von der Kritik angegriffen wurde, erschienen nie zu langsam, denn jeder Takt war mit einer unerhörten Spannung erfüllt. Unbe- | schreiblich ist auch die Zartheit der lyrischen Stellen, ein Klangzauber ohnegleichen. Erschüt­ternd dagegen die ekstatischen Höhepunkte, zer- I schmetternd die gewaltige Wucht dramatischer Auftritte, glühend der Klang der Tonsprache dieses persönlichsten Werkes des Meisters. Heute noch sind alle Nuancen und Akzente, durch die für mich derTristan" zu klingendem Leben erweckt wurde, in mir nach diesem jugendlichen

I Erlebnis lebendig.

prof.Dr. Georg Schünemann

Direktor der Ltoatlichen Hochschule sür Musik in Berlin:

Weister Richard Strauß war es, der mir den überwältigendsten musikalischen Eindruck meiner Jugend vermittelt hat. Allerdings nicht durch eines seiner von mir hochgeschätzten Werke, son­dern als Interpret eines Meisters, den Richard Strauß stets geliebt und verehrt hat Mo­zart Richard Strauß war damals General­musikdirektor am Königlichen Opernhaus inBer­lin. Ich hörte als junger Student eine ..Fi­garo"- Aufführung, bei der Strauß auch die Rezitative am Klavier begleitete. Die Auffüh­rung war von letzter Vollkommenheit, und der Geist Mozarts erlebte hier seine Auferstehung. Bei der Begleitung der Rezitative pflegte der Meister am Klavier zu improvisieren, jedoch waren seine Improvisationen stets durchaus im Stile des Werks. Diese künstlerische Leistung hat auf mich einen Eindruck gemacht, der mir eigentlich erst die Augen für die Bedeutung der Kunst und der vollkommenen Darstellung eines Kunstwerkes geöffnet hat.

Mreie Kevlar

0 Niederkleen. 10. Avril. Die in der hiesigen Schule veranstaltete Handarbeits­ausstellung der Mädchenschulklafse erfreute sich regen Interesses. In geschmackvoller Weile hatten die Mädchen unter Leitung der be­währten Handarbeitslehrerin Haub ihre im Laufe des Schuljahres geschaflenen Handarbeiten ausgelegt. Die Ausstellung, die die Vielseitigkeit der Ausbildung der Mädchen zeigte, war recht gut besucht.

Große Strafkammer Gießen.

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6.30 Uhr von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Cho- ralblasen 8.30 von Kassel. Morgenfeier, veranstaltet von der Ev. Landeskirche Hessen-Kassel. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Zehn Minuten Deutscher Almanach 10 40: Walter von Molo spricht über fein BuchEin Deutscher ohne Deutschland". 11: Die Meldung, eine Novelle von Max Jungnickel. gelesen vom Autor 11.30 von Leipzig: Reichssendung: Kan­tate von Joh. Seb Bach. 12 von Königsberg: Ost- preußische Kinder fingen Heimat-, Oster- und Früh- lingslieder. 13: Konzert der Reichswehrkapclle 14 40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16 ^0 von Wiesbaden Konzert des Städtischen Kur- orchesters 16 50: Rugby-Spiel Sportklub 80 gegen Orford Greyhounds. 18 vom Deutschlandfender: Reichssendung: Stunde der Nation:Parsifal von Richard Wagner. 20: Konzert des Rundfunkorche­sters. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Dienstag, 18. April.

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten 12: Mittagskonzert I auf schallplatten. 13.30: Mittags­konzert II. 15 20 bis 15.50: Hausfrauen-«tunoe. 16.30: Von Trier: Nachmittagskonzert 18:Bis­marck" Persönliche Erinnerungen des Dichters Hans Hoffmann. Vorgetragen von Dr. Rudolf Hoffmann. 18 25: Englischer Sprachunterricht 19: Reichssendung: Stunde der Nation.Der National­sozialismus als geistiges Problem" Bon Professor

Zum Bezirksführer für den Arbeitsdienst für Hessen und Hessen-Nassau hat der Reichskommissar den Kammerdlrektor Wilhelm Faatz in Darmstadt (NSDAP.) bestimmt. Dem Bezirkssührer obliegt tue Organisation des Arbeitsdienstes, seine Haupttang- keit besteht zunächst darin, eine gründliche Schulung Der Führer für den Arbeitsdienst durchzusührcn. Das künftige Gesamtkontingent der Arbeitsdienst- Pflichtigen in Hetzen und Hessen-Nassau wird etwa 20 000 junge Männer betragen.

. 2. Hauptmann Heinrich Grün IV. wiedergewahlt. Ebenso wurden durch Zuruf sämtliche Gerate­führer wiedergewählt. nämlich Adam K r atz (Steigmannschaft). Lehrer Sern «c?chlauch- toagen), Heinrich Seibert «große cbn5e),Hein­rich Dörr (kleine Spritze), Heinrich B ö ck (Mo­torspritze). Heinrich Graulich!. «Wachmann- schäft) und K- E a r l e und Otto D e d e r wurden zu Führern der Pflichtfeuerwehr bestimmt. Als Vereinsrechner blieb Otto Erb und als Schrift­führer Heinrich 2 roller, ebenso Philipp Laub

jahres 531 Mitglieder.

Der Gesamtumsatz der Genossenschaft ging von 3,7 Millionen im Vorjahr auf 3,2 Millionen RM. im Berichtsjahr zurück. Dieser Rückgang kann wohl als mäßig bezeichnet werden, zudem von der Genossenschaft die Parole ausgegeben war:Kauft nicht mehr an Waren, als ihr sofort bezahlen könnt". Die Genossenschaft konnte während des Berichts­jahres an Warenmengen rund 76000 Zentner umfehen. Beteiligt hieran sind Mehle mit 1700 Zentner, Futtermittel mit 27 000 Zentner, Düngemittel mit 21000 Zentner, Brennstoffe mit 20 000 Zentner, Saatgut mit 2700 Zentner, Ver­schiedenes (Heu, Stroh, Tors usw.) mit 3300 Zent­ner.

Die Entwicklung des Geldverkehrs wurde | van dem Berichterstatter als eine Vertrauenskund- gebung zur Kreislandbund Genossenschaft bezeichnet. Während in der Bankenkrise im Juli 1931 andere Kredit und Bankinstitute außerordentlich stark un­ter der Abhebung der Einlagen zu leiden hatten, hielt die Landwirtschaft auch in dieser Zeit ihrem Unternehmen die Treue. Die Abhebungen hielten sich in durchaus erträglichen Grenzen. Selbstver­ständlich brachten die allgemeinen Verhältnisse stei­gende Abziehungen von Einlagen. Die Genossen­schaft konnte ohne Inanspruchnahme von Bankkre­diten oder Ueberbrückungskrcditen allen Anforde­rungen gerecht werden. Der Gelüverkehr an sich nahm etwas zu.

Nach längerer Aussprache wurden folgende B e - s chlüsse einstimmig gefaßt: Vornahme einer Wert­berichtigung in Höhe von 7000 RM. bei den Inventar- werten von Hof Richberg, Genehmigung der Bilanz und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Verwaltung, Vorstand und Aussichtsrat erhielten einstimmig das Vertrauen für ihre Tätigkeit aus­gesprochen. Der aus dem Vorstand turnusgemäß ausscheidende Hauptgeschäftsführer Dornberger wurde einstimmig auf weitere sechs Jahre wieder­gewählt. Gleichzeitig wurde eine Satzungsänderung vorgenommen, die zum Ziel hat, daß für die Zu­kunft der jeweilige Geschäftsleiter der Genossenschaft dem Vorstand satzungsgemäß angehören soll. Die in diesem Jahr ans dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder wurden sämtlich einstimmig wiederge­wählt.

! Nieder-Ohmen. 11. April. Am Samstag fand im Vereinslokal die Hauptversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt Aus dem Jahresbericht, den der 1. Hauptmann Kaiser erstattete, ging hervor, daß die Wehr rund 90 aktive Mitglieder zählt. Es wurden sechs Hebungen abgehalten. 2m Mai vorigen Jahres sand eine Besichtigung durch den Kreis- feuerwehrinspektor K n i e r i e m, Alsfew. statt, bei der die Wehr recht gut abschnitt. Die An- spräche des Hauptmanns klang aus m einem dreifachen Heil auf den verdienten Führer des deutschen Volkes Adolf Hitler. Der Rechen­schaftsbericht ergab in Einnahme 121 Mk., . in Ausgabe 103 Mk. Das Vereinsvermogen be­trägt 110 Mk. Für 25jährige Dienstzeit wurden ausgezeichnet die Wehrleute Karl K e 11 und Heinrich Seibert. Das Dienstabzeichen für 10jährige Dienstzeit erhielten Karl ® r u n 11L, Heinrich Söll 11., Konrad Carle Friedrich Katz II., Otto Kreider, W Reih!.. Ludwig Reitz. W. Reih II Neuaufgenommen wurden

Mein stärkster musikalischer Eindruck in der Jugendzeit.

Eine Umfrage unter hervorragenden deutschen Komponisten und Dirigenten.

(Sieben. 12. April. Die Verhandlung gegen Den ehemaligen Rechner einer Feldbereinigungs- gesellfchast wegen Unterschlagung ihm anvertrau­ter Gelder, die, wie wir bereits berichteten, vorige Woche unterbrochen worden war, wurde heute fortgesetzt. In der Zwischenzeit waren auf Veranlaffung des Gerichts weitere Ermittlungen über den Verbleib der Gelder und wegen Auf­finden von Belegen angestellt worden. In der heutigen Verhandlung hielt die Staatsanwalt­schaft ihren Antrag auf Verurteilung des An­geklagten zu einer mehrmonatigen Gefängnis­strafe aufrecht, während die Verteidigung die Freisprechung des Angeklagten beantragte, weil dieser damals dem Trünke ergeben war und in dieser Verfassung von anderer «Seite hinterga^ gen worden sei. Das Gericht konnte sich auch heute weder von der Schuld noch von der Nicht- schuld des Angeklagten ausreichend überzeugen. Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, damit zunächst durch einen Buchsach-

Professor Or. Paul Graener

Komponist desFriedemann Bach":

Nicht immer ist es ein Interpret, der einem jugendlichen Qllufiter den Weg weist Die stärkste musikalische Erschütterung, die ich in meiner Ju­gend erlebt habe, hat ein Dirigent verschuldet, dessen Name mir heute sogar vollständig ent­schwunden ist Es war die Ausführung der fünften Symphonie von Beethoven in einem alltäglichen Konzert in Berlin unter der Leitung einesnormalen" Dirigenten, die mich m den Zustand einer richtigen Ekstase verseht hat Ochon bei den ersten Takten der gewaltigen Sym­phonie fühlte ich mich von einem unbeschreib- lichen Gefühl gebannt. Ich habe die ganze Sy,n° phonie innerlich miterlebt, die Wanderung durch Nacht zum Licht, den Kampf mit den bösen Dämonen des Lebens. Als die dunklen schatten im Finale der Symphonie verschwanden, jauchzte mein junges Herz mit dem strahlenden Triumph­gesang. Nachdem die letzten Akkorde längst ver- hallt waren, löste sich erst sehr viel später - der Bann meiner Seele Zu den Werken unseres anderen großen Meisters Johann Sebastiail Bach, die mir heute als Leitstern leuchten, bin ich viel später gekommen, aber wenn ich mich so ausdrüden darf um sodoller".

Professor Hugo Rüdel

Erster Ehordirettor der Ltaatsopcr Berlin «nd Leiter des Domchors:

Als ich noch in meiner Heimatstadt Havelberg in der Mark lebte, hörte ich eines Tages unter Der Leitung meines Vaters das Vorspiel zu Wagners We.hesestspiel ..P a r s i f a l". Dieses Werk, von einem tiefen religiösen Gefühl er­füllt padte mich mit unbeschreiblicher Gewalt. Die musikalischen Symbole des Vorspiels, von dem Meister selbst so schön bezeichnet Liebe. Glaube. Hoffnung sprachen von einer mensch­lich-ethischen Auffassung der hohen Aufgaben einer Kunst, die sich nicht nach dem Publilums- gefdjmad richtet, sondern die Zuhörer zu einer Gemeinde erzieht. Ein anderes unvergeßliches Erlebnis war mir der berühmte deutsche HeldLn- tenor Albert Niemann. Es war wohl das erste Mal auf der Opernbühne, daß ein Tenor eine Partie nicht nur sang, sondern zugleich eine dramatische Rolle gestaltete. Besonders stark war der Eindrud von Niemanns Tannhäuser, der Partte. die der deutsche Sänger bei der denkwürdigen, von einem unerhörten Theater­skandal begleiteten Erstausführung in Paris kre­iert hatte. Die Wiedergabe der Romerzählung war eine Meisterleistung des dramatischen Ge­sanges. die mir unvergeßlich in Erinnerung blei­ben wird.

Generalmusikdirektor Eugen Jochum

Erster Dirigent der Fnntstnnde Berlin:

Es ist eigentl'ch sonderbar, daß nicht der un­mittelbare Eindrud einer Opern- oder Konzert­ausführung mir Die Wunderwelt der Musik er­öffnet hat. sondern die Bekanntschaft mit einem Klavierauszug, und zwar der Auszug von Ri­chard WagnersTristan", den ich bis dahin noch nie gehört hatte. Nicht nur die ungeheure Ausdruckskraft und Leidenschaftlichkeit dieser Mu­sik. sondern auch ihre heute noch kühne Form waren es. die mich geradezu erschütterten. Tage- lang lief ich. mit DerTristan'-Musik im Kopf, wie ein Besessener herum. Ein anderes fugend- liches Erlebnis waren für mich die Besuche in Der Opernklasse der Bahr-Mi Idenburg in München. Diese unübertroffene Gestalterin der Opernbühne verstand es. jede Geste, jedes Wort in Einklang mit der Musik zu bringen. Die Lieber- Menschlichkeit einer Isolde, die Göttlichkeit der Brünhilde. das Leiden Der Amneris und Die harmlose Koketterie einer Agathe gewannen in ihrer Darstellung Der Rolle vor Den Schülerinnen Die Kratt IcbenDigftet Plastik. Eine Opernaul- führung. Die ich m meiner Jugend erlebt habe und die ich nie vergessen werde, war Die Erst­ausführung Der6 l c f t r a" unter Der Leitung von Richard Strauß anläßlich feines 60. Geburts­tages in München, bei Der Anna Bahr-Milden- bürg ihre beste Rolle die Klylemnästra ver­körperte.

0 Wetzlar, 11. April. In derAlten Post" ' nd die Generalversammlung der K r e i s l a n d - bundgenofsenschaft Wetzlar statt. Der Vorsitzende Allmenröder leitete die Sitzung.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, H e n o p p - Garbenheim, führte aus, daß das Ergebnis des | Geschäftsjahres 1931'32 unter Berücksichtigung der schlechten Zeitoerhältnisse als zufriedenstellend be- zeichnet werden könne, da es auch in btefem Jahre gelungen sei, einen wenn auch kleinen Gewinn zu erzielen. Ein Umsatzrückgang sei. festzustellen, der sich jedoch in bescheidenen Grenzen halte.

Hierauf erstattete Hauptgeschäftsfuhrer Dorn­berger den Geschäftsbericht, die Bilanz und den Revisionsbericht. Er streifte in großen Zügen die politische Entwicklung. Die wirtschaftspolitische Ent­wicklung sei im Berichtsjahr außerordentlich ungün­stig für die Landwirtschaft gewesen. Die Auswir­kung komme bei der Genossenschaft im Rückgang des Gesamtumsatzes zum Ausdruck. Es fei den Der- waltungsorganen auch in diesem Geschäftsjahr ge­lungen, die Genossenschaft durch alle Fährnisse zu führen. Der Redner ging in seinen weiteren Aus­führungen auf die verschiedenen Maßnahmen ein, die die Genossenschaft während des Geschäftsjahres getroffen hat, und gab bekannt, daß während des Geschäftsjahres ein Zugang von 51 Mitgliedern zu verzeichnen war, dem ein Abgang von 15 Mitglie­dern gegeniiberftanb. Der Einzelmitgliederbestand der Genossenschaft betrug am Ende des Geschäfts-

als Dereinsdiener.

Preußen.

Zührerwechsel im DHL. Gau Main-Weser.

WLN. Frankfurt a M. 14. April. 3m Rahmen des Sleichschaltungsprozesies des Deutschnationalen Handlungsgehllfen-Verbandes mit der nationalen Regierung ist Der Gau- Vorsteher Des Gaues Main-Weser im DHV.. Heinrich Auerbach- Frankfurt a. M D0UL^I bandsvorsteher zur Führung des größten Gaues im DHV.. des Gaues Brandenburg- Pommern, nach Berlin berufen worden. Als sein Nachfolger auf dem Frankfurter Posten wurde Bezirksgeschäftsführer Walter Pisce, bisher Berlin, berufen.

Das Ende der Rabatte und Zugaben.

WEN. Frankfurt a. M.. 14 April. Sie maßgebenden Persönlichkeiten des F ran k - futter Einzelhandels fanden sich ge­stern zusammen, um Die Frage des Rabatt- und Zugabewesens zu besprechen. 3n der vom Vor­sitzenden der Einzelhandelsgemeinschaft Helfen - Nassau Süd. Karl geidert, geleiteten Sitzung wurde einstimmig beschlossen, von Dienstag, den 18 April ab, das Rabatt - und Zugabe-

Oberhessen

Landkreis Giesten

* Lang-Göns, 13. April. Gestern gegen 23 Uhr kam es hier zwischen zwei jungen Leuten zu einer heftigen Auseinandersetzung. Der etwa 25jährige Dienstknecht Richard P o pj> lauerte dem etwa gleichaltrigen Dienstknecht Karl «uppes auf und schlug mit einer Wagenrunge so heftig auf ihn ein, daß der Ueberfallene erhebliche Verletzungen erlitt und sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Eine bestimmte Aeußerung des Supp es dem Popp gegenüber soll der Anlaß der gewalt­tätigen Auseinandersetzung gewesen sein. Popp wurde durch die Gendarmerie festgenommen und zur polizeilichen Untersuchung nach Gießen gebracht

Kreis Alsselv

Ofterfountag, 16. April.

635 Uhr von Bremen: Hofenkonzert. 8.25: Ge­kaute der Katharinenkirche in Oppenheim a.Rh. 8.30: Katholische Morgenfeier. 9.30: Geläute der Katha­rinenkirche in Oppenheim a. Rh. 9.40:Die Katha­rinenkirche in Oppenheim in Gefahr", Vortrag von Ernst Jungkcnn. 10: Philippshaus Marburg: Stunde des Chorgesangs. 11.30 von Leipzig: Reichssendung: Kantate von Joh. Seb. Bach. 12:Brahms und Frankfurt", Vortrag von Dr. Karl Holl. 12.30: Feierliche Enthüllung des Denkmals für Karl Benz auf den Augusta-Anlagen. Ansprachen u. a. Reichs­kanzler Adolf Hitler. 13: Mittagskonzert. 14.30: Plauderei eines alten Imkers: Operierte Königin­nen", Vortrag von Karl Becker, Offenhach. 15: Peler und Lau, die Geschichte einer Liebe. 15 30: Öfter- Grenzlandtreffen der Hitler-Jugend. Ansprachen: .Kultusminister Rust, Reichsführer der Hitler-Jugend Baldur von Schirach. 17 von Baden-Baden: Unter­haltungskonzert. 18: Schwäbische OsternUm den Hasentag". 18 30: Marienlieder, ein Zyklus von We­bern für eine hohe Singstimme und Strcichquar- tet, op. 52b, von Hermann Zilcher. 19: stunde der NationGermanische Ostern". 20.30 aus der Mai­länder Scala:Aida". Oper, Musik von Giusepve

Krieck. 20: Liederstunde. 20.30: Dortrag von Staats- kommisiar Dr. Wagner. 21: Unterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters. 22.35: Karlsruhe: Virtuose Flötenmusik. 23 bis 24: Nachtmusik.

Mittwoch, 19. April

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert des Rundfunk-Orchefters. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 16.55: Nachmittagskon- zerl. 18:Montroyal Die Mosel Zwingburg Ludwigs XIV.", Vortrag von Dr. Hans Delling- häufen, Koblenz-Lüyel. 18.25: Hörbericht von der Rheinischen Feuerwehrschule in Koblenz. 19: Von Breslau: Stunde der Nation Sonnenberg. Hör- spiel von Arnoll Bronnen. 20.30: Freiburg: Der Verschwender. Zaubermärchen. Musik von Konradin Kreutzer. 20: Die nationale Erhebung im Lied. Aus­führung: Sepp Summer. 22: Zehn Minuten Deut­scher Almanach 22.45 bis 24: Nachtkonzert.

Donnerstag 20. April.

7.15 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusi­ker. 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 16.30: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 18:Bücher als Kunstwerke , Vortrag von Dr. Josef Theele, Direktor der Landes­bibliothek Fulda. 18.25:Heimatlose Landsknechte Erinnerungen aus schwerer Zeit". Von Ernst Pfanschilling. 19: Berlin: Stunde der Nation. Adolf Hitler zum Geburtstag. 20: Zur Zeitgeschichte des Soldaten: Wir zogen in das Feld. Leitung: Paul I Laven. 21: Werke von Max v. Schillings.

Freitag, 21. Aprii.

7.20 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Frei bürg: Mittagskonzert I. Klassische Musik. 13.30: Mittagskonzert II. 16 30: Konzert. 18:Landwirt­schaftliche Politik", Vortrag von Otto Weber-Krohse, Hann. - Münden. 18 25:Grundzuge nordischer Rechtsgestallung", Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Danielcif, Mannheim 19: Reichssendung: stunde der Ration, Richthofen-Feier. 20: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 21 20: Deutsche Burgen. Burg Rothenfels. Hörfolge. 22.45 bis 24: Nachtkonzert.

Samstag, 22. April

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13 30 bis 14.40: Mittagskonzert II des Symphonie- Orchesters Pforzheim 15.30 bis 16.25: Stunde der Fugend. 16 30: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 18:Reklame als Mittel zur Belebung der Wirt- schäft", Gespräch zwischen Dr. E Stickler und Heinz Nieth. 1825:Die deutsche Entscheidung", Vortrag von Dr. Graach, Trier. 19: Von Leipzig: Reichs- sendunq: Stunde der Nation. Richard-Wagner- Konzert 20: Lustiger Abend. 22: Flüge Erinne­rungen an Fliegerschule 4. Von Richard Euringer. 22.45 bis 24: Von Leipzig: Nachtkonzert