geforderte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Wenn Ungarn die Revision verkündet, so hofft es, daß nicht nur die öffentliche Meinung der Welt, sondern auch die Herren Benesch und Titulescu die Rechtmäßigkeit der ungarischen Forderungen anerkennen werden.
paraguayfeiertdenGiegim Arc n Lhaco
London, 13. Dez. (TU.) lieber die Lage in Bolivien und im Gran Chaco liegen sich widersprechende Meldungen vor. Aus Asuncion wird berichtet, daß die paraguayanische Bevölkerung bereits den endgültigen Sieg Paraguays im Gran Chaco feiert. Der paraguayanische Kriegsminister teilt mit, daß der Gran-Chaco-Kriea so §ut wie beendet und daß die bolivianische lrmee vollkommen geschlagen sei. In einem Bericht aus Santiago d e Chile wird
diese Meldung bestätigt. Die Waffenstreckung von 13 000 bolivianischen Truppen habe dem boli- oianisch-paraguayanischen Krieg ein Ende gesetzt, lieber der bolivianischen Hauptstadt La P az hänge eine schwarze Wolke der Trauer und Verzweiflung. Die bolivianische Regierung hat zunächst dementiert, daß eine Revolte in Bolivien ausgebrochen sei. Um den Verlust der 13 000 bolivianischen Truppen wettzumachen, die sich den Paraguayanern im Gran Chaco ergeben haben, hat die bolivianische Regierung die Rekrutenjahrgänge 1917 bis 1920 einberufen. Der bolivianische Kriegsminister teilte mit, daß Oberst Penaranda mit seinem Stab und 3000 Mann Truppen die feindlichen Linien durchbrochen und sich wieder dem Gros der bolivianischen Truppen angeschlossen hat. Penaranda ist dafür zum General ernannt worden.
Auslandsreise GirIohn Simons.
London, 14. Dez. (WTB.-Funkfpruch.) Sir John Simon wird am 21. Dezember eine E r» holungsreife nach Italien antreten, wo er zehn Tage zu verbleiben gedenke. Er werde die Gelegenheit zu einer Aussprache mit Mussolini benutzen. Auf der Hin- oder Rückreise werde er auch in Paris Aufenthalt nehmen. Ein Blatt spricht von der Möglichkeit, daß Simon seine Reise auch auf Berlin ausdehnen werde. In der gestrigen Kabinettssitzung wurde dieser Plan endgültig gutgeheißen.
In einer Meldung aus London berichtet die Agentur H a o a s über die Auffassung der offiziellen englischen Kreise hinsichtlich des Ergebnisses der bisherigen diplomatischen Fühlungnahme in der Abrüstungssrage. In diesem Bericht, der sehr stark die französischen Wünsche wiederzugeben scheint und auf alle Fälle der Entwicklung ooausellen dürfte, heißt es, die Hoffnung, die man in London auf direkte deutsch-französische Besprechungen gesetzt habe, fei zum großen Teil verflogen. Deshalb glaube man in England jetzt, vor der Alternative zu stehen, entweder eine längere Vertagung der Abrüstungskonferenz ins
Auge zu fassen, oder sich für eine Wiederaufnahme der Genfer Arbeiten auszusprechen. Die erste Möglichkeit scheine bereits jetzt ausgeschaltet zu sein. Unter diesen Umständen, so werde heute abend von gewissen politischen Persönlichkeiten erklärt, könne man damit rechnen, daß England dafür eintreten werde, gemeinsam mit Frankreich nach einem Kompromiß zwischen dem ursprünglichen Plan Macdonalds und dem ab« geänderten Plan vom 14. Oktober zu suchen. Da der Macdonald-Plan Deutschland nicht die von ihm geforderten Effektivbestände gewähre, trete man dem Gedanken näher, Deutschland eine gewisse Genugtuung vielleicht dadurch xu geben, daß man die sogenannte Bewährungsperiode neu gestalte. Es herrsche jedenfalls die Auffassung vor, daß man zur Abfassung eines Abrüstungs- abkommens-Entwurfes gelangen müsse. Wenn Frankreich und England sich auf ein derartiges Abkommen einigen würden, wäre es, so meine man, Sache Deutschlands, darüber zu entscheiden, ob es dem beitreten wolle oder nicht.
Verkündung des Deutschen Rechtsstands.
Berlin, 13. Dez. (TU.) Aus Anlaß des Abschlusses der organisatorischen Arbeiten der Deutschen Rechtsfront und des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen versammelte der Reichsjuristenführer Reichsjustizkommissar Dr. Frank die Reichs- fachoruppenleiter der sämtlichen Berufsgruppen des deutschen Juristentums und aller mit dem Recht verwurzelten Amtsträger einfchl. der Wirtfchaftsrechtler im Hause der Deutschen Rechtsfront. Der Reichs- juristenführer proklamierte den einheitlich organifier- ten, gleichberechtigt neben die anderen Stände des deutschen Volkes tretenden und als solchen reichs» wie parteiamtlich anerkannten Deutschen Rechtsstand. Der Deutsche Rechtsstand umfaßt alle Arbeiter am Recht, deren charakteristische Funktion in der Betreuung und Durchsetzung des Rechts in allen Lebensbereicyen des deutschen Volkes liegt, ohne daß ein irgendwie gearteter sozialer Wertungs- unterschied anerkannt werden ‘ n. Der Deutsche Rechtsstaat) hat die Aufgabe, t tnglieberung des einzelnen Volksgenossen im Si die Beziehungen der deutschen Volksgenossen untereinander, sowie die Verbindung der Lebens- und Arbeitsorganismen des nationalsozialistischen Lebenskörpers auf den Boden des Rechts zu stellen und zu bewahren. Der deutsche Rechtsstand ist nicht nur unterstellt unter die Staatsführung Adolf Hitlers, sondern verpflichtet und berufen, sich zur Schaffung eines neuen Rechts urib einer neuen Wirtschaftsordnung mit allen ihm innewohnenden Kräften einzufetzen, ohne Unterschied und ohne Rücksicht auf die fachliche Vorbildung. Im Sinne des gliederpnasmäßigen Aufbaus des Nationalsozialismus umfaßt der deutsche Rechtsstand die akademischen und nichtakademischen Rechtsdiener, ganz gleichgültig, ob sie in Reichs-, Länder-, Gemeinde- oder Privatdienst oder in freien Berufen stehen, vom Höch st en Richter bis zum jüngsten Iustizanwörter. Der Bund nationalsozialistischer Deutscher Juristen und die Deutsche Rechtsfront als die Träger des Deutschen Rechtsstandes umschließen alle auf dem Gebiet des Rechts ehrlich schaffenden arischen Volksgenossen.
Der Deutsche Rechtsstand ist im äußeren und inneren Aufbau eine Einheit nach nationalsozialistischen Organisationsgrundsätzen, aufgebaut nach dem Führergrundsatz mit Autorität nach unten und Verantwortung nach oben. Der Führer des Deutschen Rechtsstandes, der Reichsjuristenführer, ist dem Führer Adolf Hitler unmittelbar unterstellt und ihm unmittelbar verantwortlich. Der Deutsche Rechtsstand wird in völliger Selbständig- feit und klarer Abgrenzung von den übrigen st ä n d l s ch e n Organisationen des deutschen Volkes der Arbeit, des Bauerntums, der Erzieher ufw. gleichzeitig aber im engsten Einvernehmen mit diesen, alle Fragen des Rechts umfassend behandeln. Seine Einheit ist durch die Berufung des Nationalsozialismus, das Lebensrecht des deutschen Volkes zu sichern, begründet. Im Rahmen des inneren Aufbaues wird der Deutsche Rechtsstand die Betreuung der zu
ihm Gehörigen auch in sozialer Hinsicht als Ehrenpflicht auffassen und im Interesse der Lebenssicherung des einzelnen die gebotenen Einrichtungen schaffen.
Führer der Deutschen Rechtsfront ist Neichs- justizkommissar Dr. Hans Frank. Seine Stellvertreter sind der preußische Justizminister Dr. K e r r l und Staatssekretär Freister. Reichsgeschäftsführer ist Dr. W. He über, dessen Stellvertreter Rechtsanwalt G o n e l l a. Den Führer- st a b bilden die Reichsgeneralinspekteure Rechts- anwalt S ch r ö r und Rechtsanwalt Dr. Noa ck. Zur besonderen Verwendung sind neun Beauftragte bestimmt. Des ferneren sind sieben Fachgruppen gebildet, und zwar:
Richter und Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Notare, Hochschullehrer, Verwaltungsbeamte, Wirtschaftsrechtler, Rechtspfleger und Justizbeamte und als achte Gruppe eine Gruppe Referendare, die demnächst zur Gruppe „Juristischer Nachwuchs" werden wird. Jeder Reichsfachgruppe steht ein Fachgruppenrat, der aus neun Personen besteht, zur Seite.
Die Deutsche Rechtsfront ist in 2 7 Gaue entsprechend den Grenzen der Oberlandesgerichtsbezirke eingeteilt. Jeder Gau hat einen juristischen Gauführer und je nach der Größe des Gaues mehrere Bezirksobleute. Zu diesen Gauen gehört auch der Gau „Ausland" mit dem Gauführer Rechtsanwalt Dr. Römer (Hagen).
Die Reichsgeschäftsstelle ist in drei Hauptabteilungen gegliedert. Die Abteilung I besteht aus dem Personalamt, Propaganda- und Sozialamt mit verschiedenen Unterabteilungen. Der Abteilung II unterstehen die Finanzverwaltung und Revision, während die Abteilung III aus dem Presseamt und dem eigentlichen ' Zeitschriftenamt, der Organisation der juristischen Zeitschriften besteht.
Es wird den beamteten Mitgliedern des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen freigestellt, die Einzelmitgliedschaft im Reichsbund der deutschen Beamten zu erwerben. Soweit von Mitgliedern des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen die Mitgliedschaft zum Reichs- bund der deutschen Beamten schon besteht oder er« worben wird, besteht jedoch keine Beitragspflicht. Die beitragsfreien Mitglieder haben aber anderseits feine vermögensrechtlichen Ansprüche an den Reichsbund der deutschen Beamten. Den Mitgliedern des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen, die gleichzeitig Mitglieder des Reichsbundes der deutschen Beamten sind, steht das Recht zum jederzeitigen Austritt aus dem Reichsbund der deutschen Beamten zu. Die der Deutschen Rechtsfront korporativ angeschlossenen Verbände der Justizbeamten werden im Einvernehmen mit diesen Verbänden aufgelöst und in einer Einheitsorganisation zusammengefaßt, die korporativ zur Deutschen Rechtsfront gehört. Hinsichtlich der Mitgliedschaft dieser Beamten zum Reichsbund der deutschen Beamten gilt das oben gesagte.
Aus aller Welt.
Lohn und Gehalt bei der post noch vor ÄZeitmachten.
Berlin, 13. Dez. (VdZ.) Der Reichspostmimster hat angeordnet, daß wegen des Weihnachtssestes die am 25. Dezember fälligen Dienstbezüge für die An- gestellten, die Pofth. ,er und Posthelferinnen bereits am 20. Dezember und die am 22. Dezember fälligen Löhne für die Arbeiter der Reichs- post bereits am 21. Dezember zu zahlen sind.
Hiller hilft einem allen Kriegskameraden.
Ein neuer edler Zug des Reichskanzlers kommt in einer soeben bekannt werdenden Begebenheit zum Ausdruck In einer niederbayerischen Gemeinde lebte bis zum Jahre 1922 der Zimmermann Ignaz W e st e n f > r ch n e r. Dieser war im Kriege mit Hitler Meldegänger beim gleichen Truppenteil, und die beiden waren gute Kriegskameraden geworden. Nach Kriegsende kehrte Westenkirchner in seinen Heimatsort zurück und übte dort das Zim- mermannshandwerk aus. Als er aber bald nach der Gründung der NSDAP, für die Idee seines Freundes Hitler werben wollte, fand er wenig Ver
ständnis, und schließlich veranlaßten ihn Nahrungssorgen, im Jahre 1922 nach Amerika auszuwan- dem. Es vergingen elf Jahre. In dieser Zeit erkundigte sich Hitler regelmäßig nach seinem Ergehen. Kaum hatte Westenkirchner von dein Siege der nationalsozialistischen Bewegung und von dem Aufstieg seines Freundes zum Kanzler erfahren, als er wieder nach Deutschland zurückwollte. Aber es ging nicht, denn er hatte feine Ersparnisse mehr und konnte an eine Rückkehr mit seinen drei Kindern nicht denken. Dies erfuhr der Kanzler und ließ nun feinem ehemaligen Kriegskameraden d i e Schiffskarten z u g e h e n. Westenkirchner hat sie bereits und wird demnächst in Deutschland ein« treffen. Er hat aus Amerika geschrieben, daß die Amerikaner es rückhaltlos bewundern, daß der Kanzler sich so edel seines einstigen Frontkameraden annimmt.
Uraufführung des 5 2L-Jilins „Hans weflniar".
Im Berliner „Capitol" fand die Uraufführung des SA.-Films „Hans W e ft m a r" statt, der nach dem Buch „Horst Weffel" von Hanns Heinz Ewers gedreht worden ist und ursprünglich als „Horst»Wessel - Film" herauskommen sollte. Der
Film ist, wie erinnerlich, seinerzeit auf Veranlassung von Reichsminister Dr. Goebbels als „Horst- Wessel-Film" verboten worden, da man die Zeit zur Verfilmung des Schicksals Horst Wessels, Des Märtyrers und Vorbildes der nationalsozialistischen Bewegung, noch nicht für gekommen erachtet. Der Film ist teilweise abgeändert worden und in der neuen Form freigegeben. Zur Uraufführung im Capitol waren zahlreiche höhere SA.-Führer er- schienen, ferner führende Männer der nationalsozia- listischen Bewegung sowie der frühere Kronprinz. Der Film wurde vom Publikum mit außerordent« lich großem Beifall aufgenommen. Besonders eindrucksvoll ist die vom Auslandsprefsechef der NSDAP. Dr. Ernst Hanfstaengl komponierte Trauermusik.
Müller-Scheld im Bundesausschuß des Reichvbundes der jreillcht- und Volksschauspiele.
Der Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums jür Dolksaufklärung und Propaganda, Pg. Muller-Scheld, wurde von Herrn Ministerialrat Laubinger in den Bun« desausschuß des Reichsbundes der deutschen Frei- licht- und Volksschauspiele berufen.
Schwerer Sturm an der englischen Säfte und im Kanal.
Ein außergewöhnlich schwerer Sturm wütete am Mittwoch an den englischen Küsten und besonders über dem englischen Kanal. Der Schiffsverkehr zwischen Dover und Calais mußte unterbrochen und auf die Strecke Folkestone—Boulogne verlegt werden. Der Nachmittagsdampfer von Boulogne nach Folkestone wurde jedoch wegen hohen Seeganges abgesagt. Die Passagiere mußten die Linie Calais—Folkestone benutzen. Der gesamte Frachtdampferverkehr zwischen der englischen und der französischen Küste wurde eingestellt. Mehrere Schiffe gerieten in Seenot. Die Rettungsboote der englischen Kanalhäfen waren ununterbrochen beschäftigt. Zwei Fischerboote werden vermißt. Die Barke „Sepoy" wurde bei Cromer von den Wogen zerschmettert, die Besatzung konnte jedoch gerettet werden. Das finnische 4000-Tonnen-Segel- schiff „Lawhill" wäre beinahe an die Küste getrieben worden, konnte aber im letzten Augenblick von einem englischen Schlepper wieder auf die hohe See befördert werden. Zwei Flieger werden vermißt. Der französische Flieger Vicomte Charles de Manneoille, der von London nach Paris ieflogen war, ist verschollen. Die bisherigen Nach- orfchungen blieben ergebnislos. Ein englischer Zrivatslieger, der am Mlttwochvormittag von London nach Paris abgeflogen war, wird ebenfalls vermißt.
Raubmord an der eigenen Großmutter.
In der Anklamer Straße in Berlin wohnte die 69jährige Ernestine Andryßewfki in äußerst kümmerlichen Verhältnissen. Da die alte Frau feit dem 10. Dezember nicht mehr gesehen worden war, ließ man jetzt die Tür gewaltsam öffnen und fand die Frau in ihrem Bett liegend t o t auf. Es bestand Verdacht, daß sie ermordet worden war, da ihr 20jahriger Enkel Kurt V o g e l m a n n , der bei ihr wohnte, verschwunden war. V., der seine Großmutter schon früher mehrmals bestohlen hatte, kam seiner Festnahme dadurch zuvor, daß er sich bei der Kriminalpolizei stellte. Er gibt zu, in der Nacht auf den 10. Dezember, nachdem er festgestellt hatte, daß seine Großmutter fest schlief, ihr ein Kopfkissen auf den Kopf gepreßt und dasselbe so lange festgehalten zu haben, bis ihr Widerstand nachließ. Er suchte nun nach Geld und fand bei der bereits Gestorbenen einen Geldbeutel mit 18 Mark, den er an sich nahm. Dieses Geld hat der Bursche in kurzer Zeit durchgebracht.
Explosion in einer Kölner Jabrif. — Jünf Schwerverletzte.
In der Gummiwarenfabrik M. Steinberg in Köln-Braunsfeld ereignete sich eine heftige Explo« sion, die ein schweres Schadenfeuer im Gefolge hatte. Mehrere Feuerwehrabteilungen eilten zur Brandstätte, denen es nach dreistündiger Tätigkeit gelang, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Infolge der Explosion trugen zwei Arbeiterinnen und drei Arbeiter sehr schwere Verletzungen davon. Die Explosion erfolgte, wie ergänzend gemeldet wird, in der Saugerabteilung im Erdgeschoß: sie war von einer mächtigen Stichflamme begleitet. Das Feuer breitete sich sehr schnell aus. Außer den fünf Schwerverletzten find fünf ober sechs Leichtverletzte zu verzeichnen. Die im ersten und zweiten Stock Beschäftigten konnten sich über Die Freitreppe in Sicherheit bringen. Das Befinden von zwei der Schwerverletzten ist sehr bedenklich. Als Ursache des Unglücks nimmt man Selbstentzündung an. Das Feuer ist inzwischen vollkommen gelöscht.
heldenmütige Rettungslal deutscher Matrosen. — Drei Seeleute ertrunken.
Eine heldenmütige, mit dem Tode besiegelte Ret- t u n g s t a t deutscher Seeleute, wird aus Reykjavik gemeldet: Drei deutsche Seeleute sanden den Tod in den Wellen, als sic die Besatzung des schottischen Fischdampfers „Margareth Clark" zu retten versuchten, der an der felsigen Südküste Islands Schiffbruch erlitt. Die gesamte Besatzung der „Mar- gareth Clark" wurde gerettet. Ein deutscher Dampfer, dessen Name nicht genannt wird, setzte ein mit sechs Mann besetztes Boot zur Rettung der englischen Seeleute'aus. Das Boot kenterte jedoch, wobei drei Mann ertranken, während es den drei anderen gelang, an die Küste zu schwimmen. Unter der Ueberschrift „Deutscher Heldenmut" und „Deutsche sterben bei der Rettung englischer Seeleute" berichtet die englische Presse über das Ereignis.
Raubüberfall auf eine Lhikagoer Bank.
Sieben Banditen überfielen die Chikagoer Unity Trust-Sparbanf, überwältigten fünf Bankbeamte, verbanden ihnen die Augen, sprengten 335 Stahlkammern aus und entkamen mit einer reichen Deute an Schmuckfachen, Wertpapieren und Bargeld. Die Verbrecher hatten einen tragbaren Rundfunkempfangsapparat bei sich, mit dessen Hilfe sie während der Plünderung den Polizeirundfunk überwachten, um festzustellen, ob Alarm geschlagen werde.
Polnische Arbeitslose verschüttet und lebend geborgen.
In der Nähe von Sosnowitz im polnischen Kohlenrevier ereignete sich in dem Notschachtsgelände der Mortimer-Grube ein U n f a 11, der jedoch einen glücklichen Ausgang nahm. Nachdem eine Gruppe Arbeiter die Notschächte in der Gegend durch Sprengungen verschlossen hatte, wurde bekannt, daß in einem Notschacht von 36 Meter Tiefe sechs Arbeitslose gewesen seien. Unter großen Anstrengungen wurden die Bergungsarbeiten vorgenommen. Erst nach zehnstündigem Arbeiten wurden die Verschütteten freigelegt. Alle waren noch am Leben, aber sehr erschöpft. Zwei von ihnen mußten ins Krankenhaus gebracht werden.
Kleine politische Nachrichten.
Reichspräsident von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler haben Seiner Exzellenz dem apostolischen Nuntius Orfenigo zur Vollendung seines 60. Lebensjahres herzliche Glückwünsche übersandt.
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Die Oberste SA.-Führung teilt mit: Stabschef Röhm hat sich zur Wiederherstellung feiner Gesundheit auf einen etwa dreiwöchigen E r - holungsurlaub begeben. — Die Erledigung irgendwelcher an den Chef des Stabes gerichteten Schreiben kommt während dieser Zeit nicht in Frage. Es wird daher gebeten, von irgendwelchen Zuschriften an den Stabschef bis zum Iahresfchluß abzusehen.
Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt hat sich auf einige Tage nach England begeben, um an einer Trauung in einer befreundeten Familie in London teilzunehmen. Während seines Aufenthalls wird sich Gelegenheit bieten, mit maßgebenden Persönlichkeiten der englischen Politik und Wirtschaft in zwangloser Weise persönliche Fühlung aufzunehmen.
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In Berlin trat der Ehrenausschuß für die „Stiftung für Opfer der Arbeit" zusammen. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß die Summe der eingegangenen Spenden 7 Millionen Reichsmark erreicht hat. Bisher sind rund eine halbe Million Unterstützungen ausgezahlt worden.
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Eine Uebersicht über die Entlastung des Arbeitsmarktes für Angestellte ergibt, daß Ende April 1933 noch 612 743 Angestellte erwerbslos waren, Ende Oktober indessen nur noch 519 083, so daß ein Rückgang von mehr als 93 000 oder 15,3 Prozent zu verzeichnen ist.
Der Generalinspekteur für das deutsche Straßen- . wesen hat die zuständigen Stellen davon unterrichtet, daß weitere 30 Milionen Mark aus Mitteln des Gesetzes vom 1.Juni 1933 für Winterarbei- ten im Straßenbau zur Verfügung gestellt würden. Während bisher nur Arbeiten auf Provinzial- bzw. Staatsstraßen in Aussicht genommen waren, hat der Generalinspekteur nunmehr auch wichtige Arbeiten auf Kreis- und Bezirksftraßen und auf Gemeindestraßen vorgesehen. Be anders sollen in der Unterhaltung der Gemeinde ttaßen Ortsdurchfahrten im Zuge wichtiger Provinzial- und Staatsstraßen berücksichtigt werden.
Der Gesamtverband deutscher Arbeite- opfer in der Deutschen Arbeitsfront, dem bisher bereits mehr als 600 000 Mitglieder angehören, hat feinen korporativen Anschluß an di e N S. - V o 1 k s w o h lf a h r t vollzogen.
Wie der Reichsverkehrsminister zur Vermeidung von Mißverständnissen mitteilt, hat der Reichs- bund der Kraftverkehrs-Technik" (RKT.) keinen Auftrag, die an der Kraftverkehrswirtschaft beteiligten Kreise zusammen- zu s ch 1 i e ß e n und ihre Interessen vor Behörden und Wirtschaft zu vertreten. Damit sei vielmehr Obergruppenführer Major a. D. Huhnlein betraut.
Der Reichsinnenminister hat den „Berliner Tierschutz-Verein E. V. für alle Länder deutscher Sprache" im Berlin SW 61 als Spitzenvertretung beauftragt, unter der Bezeichnung „Reichstierschutzbund" die Neuorganisation der deutschen Tierschutzvereine durchzuführen.
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Die Staatliche Polizeistelle Kasiel teilt mit: Die „F u l da e r Z e! t u n g" ift bis zum 20. d. M. polizeilich verboten worden.
Der Verlag der Berliner Börsenzeitung hat die Tageszeitung „Berliner Börsen- kurier" durch Kauf erworben.
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König Boris von Bulgarien, der zur Zeit in Belgrad weilt, wird im Januar auch Bukarest einen Staastbesuch abftatten. Die Könige von Rumänien und Südslawien werden dann Ende Januar zu gleicher Zeit Sofia einen Gegenbesuch machen. Dieses Dreikönigstreffen wird am 30. Januar, am Geburtstag des Zaren Boris, feinen Höhepunkt erreichen.
Wettervoraussage.
Da wir im Bereich des Hochdruckgürtels liegen, der sich von den britischen Inseln nach Rußland erstreckt, dauert die Kälte fort. Allerdings besteht die Möglichkeit, daß sowohl durch das Mittelmeertief feucht-milde Luft, als auch durch das Baltikumtief ozeanische sich einmischt und über Deutschland ausbreitet. Dabei dürften zeitweise neben Bewölkung auch in unserem Gebiet einzelne Schneefälle auftreten.
Aussichten für Freitag: Zeitweise bewölkt, sonst Aufklaren, Fortdauer des ftrengen Frostes, vereinzelt Schneefälle.
Aussichten für Samstag: Wenig Aende- rung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags — 4,7 Grad Celsius, abends —8,3 Grad: am 14. Dezember. morgens —11,9 Grad. Maximum —2,3 Grad, Minimum —12,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Dezember: abends —4 Grad: am 14. Dezember: morgens —6,3 Grad Celsius
Amtliche Wintersporlnachrichlen.
Vogelsberg. Hochwaldhausen: klar, — 18 Grad, 15 bis 20 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit im Walde noch gut.
Sauerland. Winterberg: wolkig, —15 Grad, 14 Zentimeter Schnee, 1 vis 2 Zentimeter Neuschnee, verweht, Ski mäßig, Rodel gut.
2.60
3.00
schön, kräftig
Jubiläums-Kaffee
zus. m.Dose|
sehr fein, aromatisch
Indische Mischung 3.40 aromatisch, erlesener Geschmack
Köstlicher Tee in hübschen Geschenkbosen, Scho- tfmmeriifipr foInben' $raünen ufro- VllUllU lUJll Selteröwen 49 75iM


