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für bte Zukunft fchickfalsverbunden. Möge die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beiden Wirtschastsständen wie bisher so auch künftig beherrscht sein von dem Grundsatz, daß die Interessen der einzelnen Wirtschastsstände s i ch stets dem Gemeinwohl und damit den Notwendigkeiten unseres Vaterlandes unterzuordnen haben." — Dr. v. Ren- teln hat dieses Schreiben zum Anlaß genommen, Herrn Krupp v. Bohlen-Halbach persönlich für seine Bereitwilligkeit zur Zusammenarbeit zu danken.
Deutsches Jugendtreffen in Kaiserswerth.
Baldur von Schirach entzündet die ewige Flamme zum Gedächtnis Schlageters.
Düsseldorf, 13. Okt. (WTB.) Tausende von Hitlerjungen und deutschen Mädels trafen sich heute in der alten Kaiserpfalz zu Kaiserwerth, um der Weihe der Gedenkstätte und der Anzündung der ewigen Flamme in der alten Barbarossa-Pfalz beizuwohnen, in der auf granitenen Tafeln die 21 Namen der im Kampf für Deutschlands Erneuerung und Befreiung gefallenen Hitlerjungen verzeichnet sind.
Don der Golzheimer Heide aus brachten Stafettenläufer der Hitlerjugend mit Fackeln das Feuer, mit dem der Reichsjugendführer auf der Ruine die ewige Flamme anzündete, die wie das Kreu^ auf der Heide den Namen Albert Leo Schlageter trägt. Auf der obersten Krönung der trutzigen Ruinen ruht auf großen Blöcken, die dem Rhein entrissen sind unb die unzweifelhaft aus den Trümmern der Pfalz stammen, die bronzene Schale, die nur den Namen Albert Leo Schlageter trägst und aus der die glutrote Flamme emporsprüht. Während die ewige Flamme zum ersten Male in die dunkle Oktobernacht leuchtet, spielte die Musik das Lied vom guten Kameraden und die Fahnen senkten sich. Reichsjugendführer Baldur von Schirach wies die deutsche Jugend auf die ewige Flamme hin, die sie auch leuchtend im Herzen tragen müsse, um das vollenden zu können, was unser großer Führer begonnen hat. Die nationalsozialistische Jugend sei die junge Garde der deutschen Erhebung und des geeinten Volkes, die sich über Klassen- und Konfessionsgegensätze hinweg zu einer unbedingten Einheit verschmolzen habe, und die die Pflicht habe, zu einem Leben von der Klarheit und Reinheit solcher Flamme und von der Größe und dem Bekennermut ihrer Toten.
DieHttlerjugendunddasAusland
Eine Nnterredung mit dem Reichsjugcndführer.
A m st e r d a m, 13. Okt. (TU.) „Allgemeen Handelsblad" veröffentlicht den zweiten Tal der Unterredung seines Berliner Korrespondenten mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Auf die Frage, ob Deutschland noch auf Jahrzehnte hinaus aus rein innerpolitischen Gründen ein Heer von Millionen politischer Soldaten nötig haben werde, erklärte der Reichsjugendführer u. a., Hauptziel sei die Erziehung der deutschen Jugend zu dem Bewußtsein der Zusammenge- yörigkeit auf Grund der Bande des Blutes. Die Hitlerjugend habe stets in dem Bewußtsein gelebt, eine Gemeinschaft zu politischer Erziehung zu sein, die den Klassengegensatz in der Jugend überwinden wolle. Dies Ziel sei w e d e r kriegssüchtig noch aufhetzend. Es stehe vielmehr int Zeichen der allgemeinen großen Versöhnungsgesinnung, durch die die Jugend beherrscht werde. Dies finde auch seinen Ausdruck in dem freiwilligen Beitritt zahlloser deutscher Jugendbünde zur Hitlerjugend. Die körperliche Erziehung habe durchaus keinen militärischen Charakter. Dagegen treffe es zu, daß auch in der deutschen Jugend der moderne Sportgei st lebe, den man bei der Jugend aller Völker der Erde beobachten könne.
„Ich glaube", erklärte Baldur von Schirach, „daß gerade der Eifer, mit dem die Hitlerjugend nach Freundschaft mit den Jugendorganisationen anderer Länder strebt, der beste Beweis für die Bereitwilligkeit zur Annäherung ist, die man als für diese Jugend bezeichnend betrachten darf. Die Auslandreisen, die die Hitlerjugend in diesem und im nächsten Jahre organisiert, haben dies deutlich bewiesen und werden, wie ich hoffe, immer mehr davon überzeugen, daß unsere große Losung nicht Krieg heißt, sondern Arbeit. Wir predigen nicht den Haß gegen an« b-re Rassen, fonbern'b i e Liebe zur eigenen Rasse. Alles, was die Jugenb zur Liebe für das eigene Volk erzieht, ist von erzieherischem Wert unb auch zweckmäßig. Denn es gibt nichts cbleres als die Vaterlandsliebe.
Den Kameraden vom We^r- ffahlhelm zum Abschied!
Frankfurt a. M., 13. Okt. (WEN.) Der Führer bes Lanbesverbandes Groß-Hessen bes Stahlhelms, Bunb ber Frontsoldaten, erläßt fol- genben Ausruf:
Kameraben! In biesen Tagen verlaßt Ihr enb» gültig unfern Bunb, um in bie braune Armee Aböls Hitlers, bes Deutschen Reiches Volkskanzlers, eingegliebert zu werben. Nachdem ich Euch bereits am 15. September aus meinem Befehlsbereich entlassen habe, wirb Euch Euer Obergruppenführer in feierlicher Form übernehmen. Wir alle stehen noch unter bem gewaltigen Gin« brück bes historischen Erlebens in Hannover unb ber unvergeßlichen Worte unseres gemeinsamen Führers unb seines Stabschefs Röhm. Wir Stahlhelmer banken ihnen für bie Anerkennung unserer langjährigen nationalen Arbeit unb sinb stolz barauf, bem Führer unsere festgefügten, felbgrauen Wehrstahlhelmeinheiten zuführen zu können zur Förberung unb Vollendung seines beulten Befreiungswerkes!
Kameraben vom Wehrstahlhelm! Seib Euch bewußt, baß bas in Euch gesetzte Vertrauen nur durch höch ste Pflichterfüllung unb rest - lose Hingabe gerechtfertigt werben kann. Ich erwarte, baß Ihr auch fernerhin Eurer Stahlhelmerziehung Ehre macht! Das bisherige Banb ber Kcimerabschaft aber soll uns auch weiterhin fest umschließen, benn Trennenbes gibt es im neuen Reich nicht! Für uns alle, ob im Wehrstahlhelm ober Stahlhelm, gibt es nur eines: In eiferner Entschlossenheit hinter dem gemeinsamen Führer stehen! Wir alten und jungen Feldgrauen in den Gauen Groß- Hessen sind ihm verbunden auf Gedeih und Verderb, bereit, sein großes Befreiungswerk zu fördern und wenn es not tut, zu schützen! Und nun im alten Stahlhelmgeist an die neuen
Der Prozeß gegen die Reichsiagsbrandsiister.
Das Ergebnis des Lokattermms. — Oie Zeugenaussagen über den Brand im Plenarsaal.
Berlin, 13. Okt. (WTB.) Im Reichstagsbrand- ftifterprozeß erklärte der Vorsitzende zur gestrigen Augenscheinnahme am unb im Reichstagsgebäude, daß öie Zeugen zum Teil in Abweichung von ihren früheren Aussagen nicht bekunben können, daß es mehr als einer gewesen ist, ber eingestiegen ist, auch nicht, daß mehr als einer im Erdgeschoß hinter den Glasfenstern entlanggelaufen ist. Der Oberreichsanwalt behält sich vor, später darauf zurückzukommen, ob es wirklich als bereits feststehend angesehen werden kann, daß unten nur ein Mann gelaufen ist.
Der Verteidiger der drei Bulgaren, Rechtsanwalt Dr. T e i ch e r t, überreicht bann eine Reihe von Beweisanträgen. Es sollen verschiedene Zeugen neu geloben werden, die Dimitroff gleichzeitig an verschiedenen Stellen ber Stadt gesehen haben wollen, womit bewiesen werbe, baß eine Verwechslung der Person Dimitroffs auch praktisch v o r gekommen ist.
Der nächste Zeuge ist Polizeiwachtmeister L o s i g - k e i t. Er erinnert sich daran, daß Polizeileutnant Lateit sofort Befehl zum Großalarm gegeben hat, und zwar bereits 21.17 Uhr. Weitere Bra n d st ifter ober irgendwelches Brand- material wie Werg ober mit Flüssigkeit getränkte Lappen hat ber Zeuge nicht gesehen. Auch SA. oder SS. waren nicht im Reichstag. Auch ber Zeuge Wachtmeister Pöschel hat kein Brand- material gesehen unb bestätigt, daß die Feuerwehr schnell zur Stelle war.
Die Festnahme des Angeklagten van der Lübbe schildert der Zeuge in folgender weise: Ich hatte schon vorher die Pistole schuhfertig gemacht. An der Tür zum Umgang stieh i ch aus van derLubbe, der offenbar von links nach rechts laufen wollte. Als er mich entdeckte, stuhteer erschreckt und trat einen Schritt zurück. Ich tief „Hande hoch!", und dieser Aufforderung kam van derLubbe sofort nach. Ich ging an ihn heran, fühlte ihm die Hosentaschen nach, fand aber nur ein gewöhnliches Taschenmesser und ein Portemonnaie. Außerdem nahm ich ihm aus der Gesähkasche seinen Pah. Er leistete gar keinen widerstand. (Er hatte nur eine Hose und Schuhe an, weiter nichts, auch kein Hemd. (Er war schweihüberströmt und vollkommen nah. Die haare hingen ihm ganz wirr ins Gesicht. — Vorsitzender: (Er soll eine gewisse befriedigte Miene gezeigt haben, als wenn er sich freute, dah ihm die Brandstiftung gelungen sei. — Zeuge: Das kann ich niu,i sagen. Als ich ihn mit dem Polizeigriff abführte und zur Vrandenburger-TorWache brachte, zeigte er einen gleichgültigen Ausdruck.
Angeklagter Torgler: Haben Sie beobachtet, bah
Lateit bie Tür 3um Plenarsaal aufgemacht hat? IU
Zeuge: Ich weiß nicht, wer bie Tür aufgemacht lch selbst habe es nicht getan. Die Tur war wett geöffnet. Angeklagter Torgler: Als Sie aus dem Settengang in ben Plenarsaal hineinschauten, haben Sie ba einen merkbaren Luftzug gespurt? Zeuge: Nein.
Angeklagter Torgler: Haben Sie außer bem Paß irgenb etwas bei van ber Budde gefunben, was man als Mitgliebsduch ober Mitgliebskarte ansehen könnte? Zeuge: Nein, ich habe nur ben Paß gefunben. Ich habe aber nicht in bie Hosentaschen hineingegriffen, sondern habe sie nur abgetastet, ßanbgericbtsbireftor Parisius: Es kann also möglich sein, baß er in ber Hosentasche irgenb em zusammengefaltetes Flugblatt gehabt hat? Vor- sitzenber: Den Paß haben Sie nicht aufgemacht. Ist es ba nicht möglich, baß zwischen einer Seite noch ein Schriftstück gelegen hat? Der Zeuge nickt zustimmenb.
Der nächste Zeuge, Nachtpförtner Wenbt, erklärt: Ich habe um 20 Uhr meinen Dienst angetreten. Nach etwa 20 Minuten mürbe mir vom kommunistischen F r a k t i 0 n s z i m m e r aus bc ft eilt, wenn ein Anruf für bie Fraktion kommt, möchte ich ben Slbgeorbneten Sorg- l e r benachrichtigen. Nach einiger Zeit kam auch ber Anruf. Der Abgeorbnete Torgler führte in meiner Anwesenheit ein Gespräch. Ich erinnere mich nur, baß er babei Jagte, man wolle sich auf ber entgegengesetzten Seite treffen. Torgler ging bann roieber nach oben, unb kurze Zeit kamen bie Abgeorbneten Torgler unb Koenen unb bie Sekretärin Frau Rehme herunter, um ben Reichstag zu verlassen. Sie gaben bie Schlüssel zu ihrem Fraktionszimmer ab, etwas Auffälliges habe er nicht bemerkt. Es komme oft vor, baß Abgeorbnete erst nach 20 Uhr bas Ge- bäube verlassen, auch wenn keine Sitzung ist. Ob ber Angeklagte Torgler eine Aktentasche bei sich gehabt habe, könne er nicht sagen. Zehn Minuten nach 21 Uhr fei er bann von einem Schupobeamten benachrichtigt worben, baß ber Reichstag brenne. Darauf habe er bas Portal abgeschlossen. Der Polizeibeamte habe ihm gesagt, baß bie Feuerwehr schon alarmiert sei. Gleich barauf fei biefe apch schon erschienen. Vorsitzenber: Das war also Schlag auf Schlag. Wieviel Minuten können ba wohl vergangen sein? Zeuge: Etwa zwei Minuten. Aus bie Frage bes Vorsitzenden, ob in biefer Zeit vielleicht ein Zivilist in bas Haus ober aus bem Haus geschlüpft sei, sagt ber Zeuge: Nein. Auf eine Frage, ob ber Abgeorbnete Torgler fluchtartig ben Reichstag verlassen habe, antwortet biefer: baß er genau wi e f 0 n ft ben Reichstag verlassen habe. Auf weitere Fragen Dr. Sacks gibt ber Zeuge an, baß er ba« mals ben Nationalsozialisten nahegestanben habe, baß er aber nicht zur Partei gehöre, wie er benn
auch früher niemals parteipolitisch organisiert gewesen sei.
Dec hausinspeklor bes Reichstages, Obervec- waltungsfekretär S c r a n 0 w i h , schildert ausführlich feine Eindrücke beim Betreten des Gebäudes, nachdem er zu Haufe erfahren hatte, daß der Reichstag brenne. (Er habe die Tür zum Plenarsaal aufgerisfen und in diesem kurzen Rloment gesehen, dah d i e d r e i P 0 r t i e r e n hinter dem P r ä f i d e n t e n p t a h hell brannten. Die Holzverkleidung selbst hatte noch nicht Jeuer gefangen. Rechts und links von dem Stenographenplatz brannten die Portieren ebenfalls lichterloh. Zur Rechten und Linken in den ersten drei Reihen der Abgeordnetensitze brannten etwa 2 0 bis 25 kleine Feuer von etwa 25 Zentimeter Breite, sie waren alle ungefähr gleichmähig geformt und unter sich abgetrennt. Auch auf dem Platz des Präsidenten und auf dem Tisch des Hauses flackerten ruhige Flammen. Als kurze Zeit darauf die Feuerwehr gekommen fei, da habe schon der ganze Saal gebrannt. In einem Klubsessel habe eine brennende Fackel gesteckt, die er ftiit dem Fuß weggesiohen habe. Ungefähr unter dem Kronleuchter habe er van derLubbe getroffen, der gerade von einem Wachtmeister festgenommen worden sei. Auf seine Frage, warum er das getan habe, habe dieser nur gesagt:
Protest! Protest!
Oberreichsanwalt: Sie sollen geäußert haben, baß unten noch weitere Täter seien. Haben Sie etwas gesehen? Zeuge: Ich habe gesagt, bas könne doch nicht einer getan haben, bas müßten minbeftens sechs bis acht gewesen ein, bas war aber nur eine Vermutung. Ge- ehen habe ich nichts. Der Zeuge wirb bann geragt, ob er vorzeitig Beamte an bem Tag entlassen habe. In ber Presse habe ge- ftanben, baß bies in außergewöhnlicher Weise geschehen sei unb bah bie Beamten sogar bagegen protestiert haben. Zeuge: Dazu habe ich gar feine Befugnis. Ich habe auch nicht gehört, baß irgenb jemanb anberes Angestellte ober Arbeiter an jenem Tage beurlaubt hat.
Rechtsanwalt Dr. Sack stellt bann noch eine Ergänzungsfrage an ben Polizeileutnant Lateit. Es werbe behauptet, Lateit hätte bie brei Polizeibeamten, mit benen er zuerst in ben Reichstag kam, befonbers zusammengestellt. Der Zeuge verneint bas unb betont, baß es sich um Beamte hanbelte, bie gerabe am nächsten ftanben. Dr. Sack: Also nicht brei Tage vorher oerabrebet? Der Zeuge lacht unb verneint. Die Verhanblung wirb bann auf Samstag vertagt.
Aufgaben mit bem Ruf: „Nichts für uns, aber alles für Deutfchlanb!" Es lebe ber Füh- ter! Frvntheil! Heil Hitler!
gez. Keßler, Hauptmann a. D., Lanbesführer. Wettere 18 Millionen für die Arbeitsbeschaffung bewilligt.
Berlin, 13. Okt. (TU.) In biefer Woche finb, wie vom Reichsarbeitsministerium mitgeteilt wirb, von ber Deutschen Gesellschaft für öffentliche Ar- b-iten AG. (Oeffa) im Arbeitsbeschaffungsprogramm vom 1.Juni 1933 weitere Darlehen im betrage oon runb 18 Millionen Reichsmark bewilligt worben. Davon erhielten die „Königsberger Hafengesellschaft" 460000 RM., für Erneuerung ber Uferbefestigung am Pregel unb bie frie unb Hansestabt Bremen 500 000 RM. für Modernisierung ber Hafenanlage. Der Elb - strombauverwaltung würbe für Herstellung Des Saaledurchstichs bei Gnölbzig.Trebnitz unb bei Rumpin ein Betrag von über 600 000 RM. zur Verfügung gestellt. Für Bauten an ber Donnersberger Brücke mürbe ber Stabt München ein Darlehen von runb 2,1 Millionen RM. bewilligt. Weiterhin erhielten bie Stabt Essen für Kanalisationsarbeiten 480 000 RM. unb die Stabt Wuppertal für Erneuerung unb Ausbau von Derforgungsbetrieben 500 000 RM. für Jnstanb- fetzungs-, Ergänzungs- unb Umbauarbeiten an öffentlichen Gebäuden. Dem Lande Württemberg wurde ein Darlehen von runb 900000 RM. gewährt. Daneben wurden für eine Reihe kleinerer Maßnahmen in notleidenden Gebieten namhafte Beträge zur Verfügung gestellt.
Oie Reicbsvost als Funkheffer.
Fast 150000 Rundfunkstörungen beseitigt.
Berlin, 13. Okt. (VdZ.) Die Deutsche Reichspost hat jetzt ihre erste Bilanz in ihrer noch jungen Eigenschaft als Funkhelfer aufgestellt. Die Bilanz umfaßt die ersten neun Monate ber Funk- hilsetätigkeit ber Reichspost. In biefer Zeit hat bie Reickspost runb 148 000 Störungen bes Runbfunk- empsanges beseitigen können.
Von ber Gesamtzahl ber erlebigten Störfälle kam ber größte Teil mit 26 0. H. auf Störungen, bie burch Kleinmotors unb elektrische Geräte in Gewerbe, Lanbwirtschaft unb Haushalt verursacht würben. Dabei handelt es sich um Motoren, Signalanlagen, Bügeleisen, Heizkissen, Staubsauger, zahnärztliche Maschinen, Näh- unb Zu- schneibemaschinen, Haarschneibemaschinen, Kühlschränke, Fahrstühle usw. Fast ebenso groß jeboch, nämlich 25 v. H. aller Fälle, war ber Anteil jener Störungen, bie auf Fehler in ber eigenen Anlage bes Beschwerbeführers zurückgeführt werben konnten, hervorgerufen burch schlechte Kontakte, lose Stecker, Drahtbrllche, alte Rohren, verbrauchte Anobenbcttterien, schabhafte Lautsprecher unb burch bie Art ber Antennenanlage.
Mehr als verboppelt hatten sich bie Störungen, bie durch die eigenen Rundfunkanlagen entstanden, nicht zuletzt ein Zeichen dafür, baß viele Ge- rätemitbenJahren veraltet sind.
Kleine politische Nachrichten.
Gegen bie beutsche Gesandtschaft in Bukarest warfen Kommunisten in rote Tücher gewickelte Steine unb Flaschen, in denen sich eine rote Flüssigkeit befand. Zwei der Attentäter würben festgenommen. Der beutsche Geschäftsträger würbe im rumänischen Außenministerium vorstellig.
Die Wiener Polizei hat den Kampfbunb für Deutsche Kultur mit sofortiger Wirksamkeit aufgelöst. Der Kampfbunb wollte Samstag unter Leitung des Generalmusikdirektors Reichwein ein Konzert veranstalten.
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Die Deutsche Kali-Synbikats GmbH., Berlin, hat für bie Winterhilfe einen Betrag von 250 000 Mark gefpenb’t.
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Der Herr Reichspräsibent hat feinen Aufenthalt auf Gut Reubeck beenbet unb ist wieder in ber Reichshaupistabt eingetroffen.
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Bei einem Empfang ber höheren Beamtenschaft ber Provinz Bozen im Palazzo Venezia hat Mussolini erklärt, baß er im faschistischen Jahre 12, also in bem am 28. Oktober beginnenben Jahre, Stabt unb Provinz Bozen selbst besuchen werbe.
In Berlin finb Vertreter ber polnifchen Regierung eingetroffen, um eine Derstänbigung mit Deutschland über bie beiberfeitige Roggenaus- fuhr burchzusühren. Die Verstänbigung soll bazu bienen, künftig gegenseitige Preisunterbietungen beim Absatz oon Roggen am Weltmarkt auszuschließen.
Aus aller Wett.
kriminalpolizeiral Schlotter, Lharloktenburg, verhaftet.
Der bisherige Leiter ber Kriminalinspektion Char- fottenburg, ber 55 Jahre alte Kriminalpolizeirat Heinrich Schlotter würbe in seinen Diensträumen verhaftet unb mit sofortiger Wirkung feines Amtes enthoben Schlotter hat in ben Jahren 1920 bis 1924 bas Spielerbezernctt geleitet. Er wirb beschulbiat, in biefer Eigenschaft bestimmte Spielklubs begünstigt unb ihre Inhaber unb bie bort verkehrenben Gäste vor devorstehen- ben Polizeiaktionen gewarnt zu haben. Schlotter unb feine Freunbe, bie sich ben wohlklingen Namen „ßa Taragona" zugelegt hatten, haben von ben Klubs Gelbzuwenbunaen bekommen, ebenso auch bie berüchtigte Frau Daisy Grzesinski unb ber Bruber bes ehemaligen Polizeivizepräsibenten Kon- rab Weiß.
Jleue Führung im Reichskuratorium für Technik in der Landwirtschaft.
3n einer außerordentlichen Mitgliederversammlung bes Reichskuratori ums für Technik in ber ßanbwirtschaft würbe bie Aenberung ber Satzungen im Sinne bes Führerprinzips beschlossen. Der erste Vorstanb auf ©runb ber neuen Satzung wirb vom Reichsernährungsminister eingesetzt, um sich künftig mit Zustimmung bes Ministers selbst zu ergänzen. Die Führung bes neuen Vorstanbes wirb bem Vernehmen nach ber bisherige mecklenburgische Ministerpräsibent Gran- zow übernehmen.
Schwere Bluttat in Innsbruck. — Zwei Tote, ein Schwerverletzter.
Eine schwere Bluttat ereignete sich in Innsbruck. Der 35jährige Rechtsanwalt Dr. Walter ß e 0 n a r b i gab auf feine beiben Gläubiger, ben Rechtsanwalt Dr. Karl Nieberwiefer unb Frauenarzt Dr. Felix Kröll Schüsse ab. Dr. Kröll würbe am Oberschenkel schwer verletzt. Dr. Nicderwieser erhielt mehrere Schüsse in ben Unterleib unb ft a r b auf bem Transport ins Krankenhaus. Nach der Tat flüchtete Dr. Leonardi
unb verübte in bem Dorf Patsch noch einen Revol- veranschlag auf ben Innsbrucker Kaufmann Reb - lich, dem er gleichfalls Geld schuldete. Der Schuß ging fehl. Der Täter kehrte später nach Innsbruck zurück unb erschoß s i ch auf einem Friedhof. Der Grund zur Tat ist in finanziellen Schwierigkeiten Dr. ßeonarbis zu suchen, der kurz zuvor eine Zusammenkunft mit seinen Gläubigern hatte. Diese lehnten seine Vorschläge jedoch ab. Außerdem rosten sie nicht dazu zu bewegen, oon einer Straf- anzeige gegen Dr. ßeonarbi Abstand zu nehmen.
Ehrung des Reichskanzlers durch die Akademie der bildenden Künste in München.
Die Akademie ber bildenden Künste in München hat ihre Ehrenmedaille erstmalig, unb zwar in goldener Ausführung, bem Reichskanzler Adolf Hitler verliehen. Nachdem der Führer, wie der „Völkische Beobachter" meldet, sich bereit erklärt hat, diese Ehrung entgegenzunehmen, findet die lieber- reichung ber Mebaille aus Anlaß bes Tages der Deutschen Kunst statt. Die Verleihungsurkunbe hat folgenden Wortlaut: „Dem Führer des deutschen Volkes, bem Kanzler bes Reiches Adolf Hitler, ber ben nationalen Gebauten als Brennpunkt bes geistigen Bebens und Richtschnur ber Künste in sein altes Recht einsetzte unb in weitschauenden Plänen ber Kunst ihre eigene Aufgabe, Sprache bes Volkes zu [ein, erneut zuweist, verleiht bie Medaille für Verdienste um die Kunst bie Akademie ber bilbenben Künste in München." — Die Mebaille ist ein Werk bes Akabemieprosefsors Hermann Hahn.
Amerikanische „Teufelsinsel" für Schwerverbrecher.
Die amerikanische Regierung hat beschlossen, nach französischem Muster eine „Xeufelsinfel" für Schwerverbrecher bereitzustellen, wo 600 ber gefährlichsten Banbiten untergebracht werden sollen. Die amerikanische Teufelsinsel Alcatras Island befindet sich in der Bucht von San Francisco. Sie ist von außerordentlich gefährlichen Strubeln umgeben, so baß jegliche Fluchtversuche ber Verbrecher hoffnungslos finb.
Vsettervsransfage.
Ein Hochdruckkern mit Barometerständen von über 770 mm Luftdruck lagert über Deutschland unb be- stimmt bie Wetterlage. In seinem Bereich kommt es zur Bildung verbreiteter Frühnebel, bie aber infolge der abfintenben ßuftberoegung tagsüber aufgelöst werben. Die Temperaturen erfahren babei zwischen Tag unb Nacht stärkere Gegensätze unb kommen nachts in Gefrierpunktnähe, in srastgefährbeten ßagen sogar etwas darunter zu liegen. Späterhin bürsten aber Ranbstörungen bes nördlichen Tiefs unter Zufuhr ozeanischer Luft sich vorübergehend bemerkbar machen.
Aussichten für Sonntag: Nach kalter Nacht und Frühnebel tagsüber aufheiternd unb trocken.
Aussichten f ü r Montag: Weiterhin Frühnebel tagsüber teils wolkig, teil beiter, noch trocken.
Lufttemperaturen am 13. Oktober: mittags 13,1 Grab Celsius, abenbs 6,1 Grad: am 14. Oktober: morgens 1,6 Grad. Maximum 16,3 Grad, Minimum 1,3 Grab. — GrStemperaturen in 10 cm liefe am 13. Oktober: abends 10,4 Grad; am 14. Oktober: morgens 7,8 Grab Celsius. — Niederschlage 0,2 mm. — Sonnenscheinbauer 6% Stunden.
ODO1W
ERPROBT • BEWAHRT- SPARSAM


