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14.7.1933 Erstes Blatt
 
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Nr. 162 Erstes Blatt

185. Jahrgang

Sreitag.U. Juli 1935

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Chefredakteur

Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den An» zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen.

zur Fiktion und Farce geworden. Die Zwischenlage der Bölter, der Druck zwisch/n Ost und West, ver­schärft die Situation außerordentlich und stört das europäische Gleichgewicht. Manche westeuropäische Diplomaten glauben, diese zwischeneuropäischen Böl­ter wie Schachfiguren in dem Kraftfeld der inter­nationalen Politik verschieben zu tönnen. In dieser Beziehung leistet insbesondere Frankreich Hervor­ragendes. Dieser Zustand wird vor allem von der studentischen Jugend dieser Bölter als entehrend

Dresden, 13. 3u(i. Gelegentlich der An­wesenheit des Vizekanzlers von Papen in Dresden veranstaltete der Stahlhelm, Landes­verband Sachsen, im Zirkus Sarrasani eine große Kundgebung, auf der der Vizekanzler u. a. ausführte:

Die Aufgaben unserer Volkswerdung sind wahrlich hart genug, und die Schwierigkeiten zu groß, als daß wir etwa mutwillig die Bande tausendjähriger Reichstradition verletzen, die Erinnerung an die Kampf - undVlut- gemeinschaft des größt en aller Kriege trüben könnte. Deutschland verlangt in diesem Augenblick von seinen Brüdern im Süd- o st e n nichts anderes, als die Anerkennung, daß hier eine neue geschichtliche Entwick­lung eingesetzt har, oie Europa von der Geißel des Bolschewismus gerettet hat und unser Volk von Innen her über die Reugestaltung der geschichtlichen Ordnungzu neuem volklichen Bewußtsein er-

Kirchenwahlen voraussichtlich am 23.3uli.

Berlin, 14. Juli, wie Reichskanzler Adolf Hitler in seiner Rede vor den Gaulettern bet NSDAP, und den Treuhändern der Arbeit mitteitte, werden die evangelischen Kirchenwahlen auf der Grundlage der neugeschaffenen Kirchenoerfassung vermutlich am übernächsten Sonntag, 23. Juli, ftalt- finben. 3m preußischen Kultusministerium wird von den Kirchenführern geprüft, ob sich die Durchfüh­rung der Wahlen mit einem fo kurzfristigen Termin technisch ermöglichen läßt. Sollte die Frist bis zum 23. 3u(i nicht genügen, so würde man mit einer Verschiebung von a ch 1 Tagen rech­nen müssen, wie vieleParteien" innerhalb des Kirchenvolkes zum Gang an die Urne antreten wer­den, steht heute noch nicht fest. Es sind Bestrebungen im Gange, das gesamte Kirchenvolk auf einer Linie, der Linie der Deutschen Christen, zu sammeln. Vorausgesetzt, daß eine völlige (Einigung nicht zustande kommt, würden also £ i ft e n aufgestellt werden. Auf Grund des Wahlergebnisses würden bann bie kirchlichen Gemeindevertretungen, die Synoden, sowie der Kirchensenat zufammengefeht wer­den. Der kirchensenat wiederum hätte den Reichsbischof zu wählen.

Eine verständige Mahnung zur Einsicht.

Wie würde England zu Mute sein, wenn bis vor vier Jahren Negerbataittone in Kent und Surrey gelegen hätten?

^Ausrottung gung, die Herst- Lid) e n Fundc Deiches durch d mus.

Dazu darf ich i Vatikan sich e; Deiche unter Hitler ein R. dann liegt in Deiches durch i Macht der Kirche der säkular.! Windung de

In den innerpr t Ischen Verhältnissen müssen U eher lief er^g^n mit neuem wol-

; Anerkennung des jungen 2000jährige übernationale "gleich die Anerkennung atsache der Heber* Bolschewismus, der Gottlosen-Bewe- eines wahren, christ - /ntes für den Dau des l deutschen Rationalsozialis-

l en verf chm o*h e n werden. Kunst der Füh­rung ist es, beide Richtungen mitein­ander zu versöhnen, was eine Revolu­tion verlangt, muß vollzogen werden, und es gibt nichts Rngeschichtlicheres, als eine Revolu­tion in ihrem Ablauf hemmen zu wollen. Aber man soll das Leben eines Volkes organisch betrachten und nicht willkürlich. Cs ist ein einzig­artiger Beweis füt den Konservati­vismus des deutschen Volkes, daß der Reichspräsident von Hindenburg und der Volkskanzler Adolf Hitler gemeinfam die Geschicke des deutschen Volkes lenken.

Dort ein Edelmann preußischer Prägung, der aus der Vergangenheit, aus der altpreußischen Tradition in dies neue Zeitalter hineinragt wie ein erratischer Block, hier der junge Kriegsfreiwillige aus dem Welt­kriege, der die heimkehrende Kriegsgeneration zu- sammenreißt, um mit ihrer Hilfe das zusammen- gebrochene deutsche Volk zu erneuern. Der Sohn der südöstlichen Grenzmark reicht den großen preußl- chen Volkern die Hand zum gemeinsamen Werke

Unsere Revolution darf nicht begriffen werden als ein Aufstand der Massen gegen d.e Ooerschicht. Sie hat zwar auch eine sozialrevolutionare Seite, indem sie weite Volksmassen, die durch den Marxismus dem Volkstumsgedanken, dem Staat und dem Bater- lande entfremdet waren, für die völkische Ge­meinschaft zurückerobert.

Die Stände und kreise, die sich bisher von Volk und Vaterland ausgeschlossen fühlten, wollen in die Arme der Volksgemeinschaft zurückkehren. Dies alle in kann Sinn des revolu­tionären Geschehens fein und in die­sem Sinne ist Adolf Hitler der Volkskanzler. Dieser Vorgang dec Annäherung und der Ver­schmelzung darf nicht von denen unter­brochen werden, die am liebsten die Re v o- lution in Permanenz erklären moch­ten. (Eine Revolution in Permanenz trägt d i e Gefahr der Anarchie in sich, die ein außenpolitisch gefährdetes Volk sich am wenig­sten leisten kann.

Der Kanzler hat in seinem klaren Denken längst er­kannt, daß der Erringung der äußeren Macht die noch schwerere Aufgabe der g e i st i g e n Er z i e - hung des deutschen Menschen folgen muh. Dazu bedarf es der Ruhe und Ordnung, denn die große gesetzgeberische Arbeit, die zu leisten ist, um bie gesellschaftliche und wirtschaftliche Ordnung neu zu formen, muß von der A u t o r i t a t d e r 318 gierung geleistet werden und diese Autorität fest zu stabilisieren, das ist der entschlossene Wille des Kanzlers, dem er in seiner großen Rede an bie Statthalter Ausdruck gab. Wer der deutschen Revo­lution in den Arm fallen will, macht sich vor der Geschichte schuldig. Eine solche Bremse ist aber nicht in dem Bestreben zu sehen, ewige Werte durch die deutsche Revolution h i n d u r ch - z u r e t t e n. Dieses ist am leichtesten zu erreichen, wenn d i e K r ä f t e d e r T r a d i t i o n u n d d e r Revolution sich achten und verstehen lernen, in tätiger Hingabe an Volk und Reich der deutschen Zukunft zu dienen.

bestätigt zu erhalten. Die Abwicklung der Geschäfte der einzelnen Unterorganisationen und der Zentral­organisationen der DVP. wird nach Möglichkeit be­schleunigt. Auch in diesem Punkte wäre ich beson­ders dankbar, wenn der Wille des Herrn Reichs­kanzlers, diese Liquidationsarbeiten ohne (Ein­greifen von außen und in aller Stille sich abroicfeln zu lassen, mir gegenüber noch einmal bestätigt werden würde.

Genehmigen Sie, Herr Reichskanzler, den Aus­druck meiner ganz besonderen Hochachtung, Ihr er- \ gebener gez. Dinge 1 dey.

Darauf hat der Herr Reichskanzler am 12. Juli wie folgt geantwortet:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter! In Erwide­rung Ihres Briefes vom 7. Juli b e st ä t i g e ich Ihnen gerne, daß nach der Auflösung der Deutschen Volkspartei deren bisherige Mitglieder undWähler wegen ihrer Zu­gehörigkeit zur Deutschen Volkspartei und wegen ihrer Betätigung in dieser keinerlei beruf­liche und staatsbürgerliche Zurück­setzungen erfahren sollen. Ich nehme von Ihrer Erklärung der loyalen Mitarbeit an der Wiederaufrichtung der Größe und Freiheit des Vaterlandes gerne Kenntnis und bestätige Ihnen, daß den A b w i ck l u n g s g e s ch ä f t e n der Or­ganisationen der Deutschen Volkspartei durch Ein­griffe von außen kein e Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden sollen.

Mit vorzüglicher Hochachtung ihr sehr ergebener gez.: Adolf Hitler."

Sofia, Anfang Juli.

Es ist nichts Reues, daß die st u d e n t i sch e Jugend sich mit Politik beschäftigt, auch stu­dentische Außenpolitik schien eine Zeit nach dem Kriege manchmal eine Annäherung der einzelnen Völker und Staaten anzubahnen, die jedoch auch auf diesem Abschnitt zwischen-- staatlicher Beziehungen an den französischen He­gemonialgelüsten scheiterte. DieDeutsche Studentenschaft", als einzige anerkannte Vertretung der deutschen Studenten^ hatte sich nach den skandalösen Vorgängen in BrusselI93I wo man Deutschland in unerhörtester Wei,- brüskierte, von der im wesentlichen unter fran­zösischem Einfluß ftebenben Confederation Inter­nationale des Etudiants (CIE.) z u r u ck g e z o - g e n. Sie mußte es ablehnen, den auf den be­stehendenVerträgen" basierenden Status quo stabilisieren zu helfen, um so mehr als d'.e Dts» kussion über den Eintritt der tn der großdeut- schcn , Deutschen Studentenschaft vereinigten reichsdeütschen und österreichischen Studenten völ­lig negativ verlies.

Der K am ps gegen die Frredeni]b 11- tate wird auf allen Fronten mit verstärkte In- tensivität ausgenommen. Die Erkenntnis daß diese Diktate eineOrdnung" in Europa geschaffen ha­ben die einer Anarchie verzweifelt ähnlich sieht, gewinnt in allen einsichtigen Kreisen immer mehr Raum. Eine hervorragende Propaganda gegen

die Diktate wird seit langer Zeit in Ungarn betrieben, wo in jedem Straßenbahnwagen auf die Unmöglichkeit der Lösung von Trianon hin­gewiesen wird. In Deutschland konnte der inten­sive Kampf gegen das Versailler Diktat tn den vergangenen Jahren nur mit unzulänglichen Mit­teln geführt werden. Auch der Kamps der Deut­schen Studentenschaft, die immer in nationalen Fragen in vorderster Linie gestanden hat, war durch die Lauheit der verflossenen Regierungen stark gehemmt und konnte sich nicht auswirken.

muß. Die Verantwortung für das, was kommen wird, muh denen überlaßen bleiben, bie in sturer Einseitigkeit an derHeiligkeit der Verträge" feft- kalten, an Verträgen, die aufgezwungen sind und jeder Gerechtigkeit Hohn sprechen.

Das geistige unb wirtschaftliche Leben der Völker des mitteleuropäischen Raumes ist durch diese Dir- täte in einer Weise zerrissen worden, deren Unmög­lichkeit jeden Tag durck) die realen Tatsachen demon- ftriert wird. Von den 400 Millionen Menschen in Europa müssen 6 0 Millionen d. h. 15 Pro­zent als Minderheiten in fremden Staaten leben. Der aus der französischen Auf- klärungsphilosophie entstandene Gedanke des Natio­nalstaates, der alle Volksangehörigen in einem Staate vereinigen will, unb einen wesentlichen Be­standteil der Wilsonschcn 14 Punkte bildete, wurde gerade von seinen geistigen Vätern bei der Grenz­ziehung und Staatenbildung aufs gröblichste verletzt. Die Einheit von Staat unb Nation ist hier im völlig desorganisiertenZwischeneuropa"

Volksgemeinschaft und Giaatsauion'iäi.

Vizekanzler von Papen fordert die Verschmelzung der Kräfte der Revolution und der Tradition

London, 14. Juli. (WTB. Funkspruch.l In einem Brief an dieTimes" richtet sich Lord Roel B u x t o n zur letzten Unterhausdebatte über Deutschland. Er sagt: Diejenigen Unterhausmit- glieder, die für ein deutschfeindliches Verhalten eingetreten seien, würden wohl eine andere Hal­tung einnehmen, wenn sie D e u t s ch l a n d n e u- erdings persönlich besucht und auch daran gedacht hätten, wasDeutschland f ei t demKriege durchgemacht habe. Man be­haupte, daß die bisherigen Handlungen der deut­schen Regierung seinen Gegnern das Recht geben, die Revision der Verträge zu verweigern und die Abrüstungskonferenz zu schließen. Hierzu bemerkt Lord Buxton: Die außergewöhnliche Lage in Deutschland, der innere Zustand wurde durch Demütigung, Blockade und Ver- zweiflung immer bitterer. Hierdurch entstand eine Gärung, in der Meinungsverschie­denheiten buchstäblich zum D ü r g e r k r i e g wurden. Ist es ein verständiger Vorschlag, diese Gemütsverfassung dadurch heilen zu wollen, in­dem wir den Deutschen zeigen, daß die eigentliche Tlrsache dazu verewigt werden wird?

wieviel wir auch bei unserer englischen Ueber- lieferung in der deutschen Lage beobachten mögen, was uns beklagenswert erscheint, so müssen wir doch zugeben, daß die alliierte

Jur Auslösung der Deutschen Volkspartei.

Ein Briefwechsel zwischen Tingcldeh und dem Reichskanzler

Berlin, 13. Juli. (WTB.) Der Führer der jetzt aufgelösten Deutschen Volkspartei, Reichstagsabge- orbneter Dingeldey, hat am 7. Juli folgendes Schreiben an den Herrn Reichskanzler ge­richtet:

Sehr verehrter Herr Reichskanzler! Nachdem ich die Deutsche Volksparteiaufgelo ftjjabe, da das Fortbestehen von Parteien im alten Sinne mit dem Wesen des jetzigen nationalsozialistischen Staates nicht vereinbar ist, ist es mir selbstverständ­liche Pflicht, Sie zu versichern, daß die Mitglieder und Wähler der bisherigen DVP. entsprechend ihrer lleberiieferung im verantwortungsfreu­digen vaterländischen Bewußtsein und selbstverständlicher Loyalität an der Größe und Freiheit des Vaterlan­des Mitarbeiten werden. Ich darf dabei ent- prechend dem von Ihnen, sehr verehrter Herr Reichskanzler, wiederholt bekundeten Willen anneh­men, daß Sie in voller Anerkennung der vaterlän­dischen Gesinnung dieser Menschen dafür Sorge tra­gen werden, daß fein Mitglied der bisherigen DVP. aus dieser seiner Mitgliedschaft irgendeinen Nachteil in seinem beruflichen Fort- kommenundseinerstaatsbürgerlichen Stellung erfährt. Ich wäre besonders dankbar, wenn ich in die Lage versetzt würde, diese Aufassung

Nachdem die innerpvlttische Neuordnuna auch an den deutschen Hochschulen klare Verhältnisse geschaf­fen hatte, war der Weg frei für eine Akti­vierung der Kräfte, für eine Neuorientie­rung der studentischen Außenpolitik. In diesen Tagen versammelten sich in Sofia, einer Einladung des Bulgarischen nationalen Studenten­verbandes folgend, die Vertreter verschiedener Nationen, die eine gerechtere Ordnung m (Europa erstreben. Deutsche aus dem Reiche und aus Oester­reich, Ungarn, Kroaten, Ukrainer, Albaner, Maze­donier, sowie auch Amerikaner und Holländer als Gäste,'hatten der Einladung Folge geleistet. Sie alle wollten vor der ganzen Welt die Unmöglich­keit der Losung von Versailles, St. Germain, Trianon, Neuilly und der anderen Nach- friegsoerträge demonstrieren und gleichzeitig zum Ausdruck bringen, daß dieser Zustand notwendiger­weise zu weiteren Auseinandersetzungen führen

Der Kamps der Mend gegen die Mate. ............

Studentische NevisionStagung in Sofia. - Gründung einerInternationalen Z

Studentischen Liga für die Treugestaltung Europas". päischen Raum die vorhandenen Spannungen

verschärft unb neue größere geschaffen Lon Ludwig Frch. | worben.

Junge Menschen sind im allgemeinen unbelastet mit diplomatischen Vorurteilen und sehen die Dinge unbefangen und vereinfacht. Taktische Erwägungen treten oft hinter den Regungen des Herzens zurück. Jedoch müssen wir uns vor jeglichem Ressentiment hüten. Das gilt insbesondere in der Außenpolitik, die leider oft mit innerpolitischen Maßstäben ge­messen wird. Es geht auch nicht um Teillösungen, sondern nur bie Totalität einer völlig neuen Ordnung kann Europa und der Welt den Frieden bringen. Diese Totalität entspricht zu­gleich dem Prinzip des nationalsozialistischen Denkens.

In gemeinsamer Aussprache erörterten in Sofia die vertretenen Studentenschaften ihre besonderen nationalen und völkischen Nöte unb fanben eine gemeinsame A k t i o n s b a s i s. Die gemein­same Arbeit zur Bekämpfung ber Friedensdiktate vereinigt bie studentische Jugend der unterdrückten Völker und die Einsichtigen aller Nationen. Lebens­raum unb Lebensaussicht ber jungen Generation stehen gegen bie resignierte Ergebenheit ber allen, bie sich mit bem bestehenben mehr ober weniger ab« gefunben hat. Die in ber Jugenb schlummernden ir­rationalen Kräfte konnten von der in der naturaüftf» scheuratio" befangenenIntelligenz" nicht ver­standen werden. Die unter einem gemeinsamen Schicksal groß gewordene junge Generation der unterdrückten Volker (Europas '.st bereit, an einer schöpferischen Neuordnung m i t .3 u arbeiten, die das Lebensrecht ihrer Völker aus«

wecken wird. Man hat uns ost gesagt, daß der Rationalsozialismus eine Prote st antische Angelegenheit ist und daß der katholische Süd­osten deshalb keine Liebe zu ihm haben könne, dieser Stunde sagen: Wenn der .eben hat, mit bem Deutschen ng des Reichskanzlers Adolf k 0 n k 0 r d a t abzuschließen,

Politik feit bem Kriege hauptsächlich für die heutige anormale Geist es- verfasfung verantwortlich ist. Wie würde uns zu Wüte fein, wenn wir im An­schluß an einen deutschen Sieg der Lebens- mittel beraubt worden wären und u n - fete Kinder verhungern sähen, wenn vier Jahre nach dem Kriege Porkshire beseht und eine Schreckensherrschaft er­richtet worden wäre, wenn bis vor vier Jah­ren in Kent und Surrey Jlegerfolbaten aus Afrika in Garnison gelegen hätten, wenn bas versprechen unserer ehe­maligen Feinde, abzurüsten, völlig unerfüllt geblieben wäre? Würben wir klaren Kopf be­halten unb unsere Grunbsähe aufrechterhatten haben? I unb unhaltbar empfunben.

®ine W unterer PoNt»

rustung wurde verhängnisv s $ -Ruhe kann uns nicht darüber Hinwegtäuschen, daß

den künftigenFrieden- wndem Er unteJrirbifd> eine gefährliche Glut schwelt und nur

bolung Deutschlands vom inneren Hader. Jede manchmal, wenn die Pistolenschüsse heißblütiger Politik entölt em Mfo Qlbet b.e J3 d gQnQtifcr ^llen, öann gcbt es wie ein fernes

111.11 x f 0 L9 aiirfvLrfShmn unseres ans- Wetterleuchten über Europa und wir können das mor& i^S^hrpfhen ist sicherlich unangenehme Gefühl nicht loswerden, daß hier, drucklichen Abrustungsversprechen ist sicherlich I Oberfläche, unberechenbare

s die riskanteste von allen. I Kräfte tätig sind, die eines Tages in einer

furchtbaren Explosion hervorbrechen können. Es wäre falsch zu behaupten, daß diese Spannungen erst durch die Pariser Vorortverträge entstanden wären. Die panslawistische Bewegung der Vor-