Ausgabe 
13.11.1933 Erstes Blatt
 
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Montag, 13. November 1935

183. Jahrgang

Hl 26 6 Erstes Blatt

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Vom Volk zur Nation

irung

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Das amtliche Gesamtergebnis

96,3%

Wahlbeteiligung

Der Dank des Führers

Za Nein Ungültige

Reichstagswahl:

Stimmberechtigte Abgegebene Stimmen Wahlbeteiligung Zahl der Mandate NSDAP.

Ungültige '

Volksabstimmung:

Abgegebene Stimmen 43 439 046

ünander und an st mündig ge-

45427969

42 975 009

95,2 %

660

39 626 647

3 348 362

40 588 804 (95,1 %)

2100181 (4,9%)

750 061

Der Reichsstatthalter in Hessen. Gauleiter Spren­ger, erläfjt folgende Kundgebung:

Rationalfozialisten! Deutsche Volksgenossen!

Der G a u h e s f e n - 7l a s s a u ist feiner bewähr- (en Tradition freu geblieben. Wir stehen mit dem Ergebnis dcs gestrigen Tages wieder einmal über dem Reichsdurchschnitt. Wit Genugtuung

bestehen. Der Erfolg wird uns nicht ruhen taffen; der Kampf für Arbeit und Frieden geht von heute ab mit verdoppelter Kraft weiter.

Frankfurt a. W.. 13. November 1933.

Der Gauleiter: gez.: Sprenger.

Ein einiges Deutschland!

Das deutsche Volk bekennt sich einmütig zur Friedenspolitik des Führers und zum nationalsozialistischen Gtaatsaedanken

gern im Land, der SM., SS. und HI. sowie allen weiteren Rebengliederungen und Amtswaltern sei hier Dank und Anerkennung ausgesprochen für den restlosen Einsatz aller Kräfte. Ich weih, datz allen Aktivisten des Gaues der herrliche Erfolg des 'i gestrigen Tages der höchste Dank ist, höchster Dank ! deswegen, weil er uns mit dem stolzen Bewußtsein : erfüllt, vordemFührerbestehen zu können. 1 $o wie die Bewegung vor dem Führer, so kann die

An das deutsche Bock

Berlin, 13. Nov. (MTB.) Deutsche Volksgenos­sen und -genofjinnen! 15 Jahre lang habe ich, erfüllt von einem unzerstörbaren Vertrauen auf den inne­ren Wert des deutschen Volks, gläubig für seine Zu­kunft gekämpft, heute danke ich ben Mil­lionen deutscher v o l k s gen offen aus Übervollem Herzen für das geschichtlichem- tiqartige Bekenntnis zu einer wahr­haften Friedensliebe, genau so aber auch }u unserer Ehre und zu unseren ewig gleich en Rechten.

Weine MUarbetter und ich aber wollen, damit er­neut gestärkt, mutig und unverdrossen unsere P f l i d) t e n e r f ü 11 e n.

An die R6OAP.

Rationalfozialisten! Rationalsozialistinnen! Weine Parteigenossen! ... .

Ein unvergleichlicher Sieg ist erkämpft worden Das deutsche Volk verdankt ihn in erster Linie eurer gläubigen Treue und eurer nimmermüden Arbeit!

Männer unserer Organisation, unserer Propa­ganda, der SA., SS. und des St., ihr habt, unter­stützt durch die Tätigkeit unserer Jugend, unserer Frauen, zahlloser Parteigenossen und unserer Presse in knapp vier Wochen Unerhörtes ge-

Die einzigartige Gröhe des Erfolgs ist f ü r e u ch

lich der ILdlkskanzler an einem Fenster der Reichskanzlei erschien. Mit emporgestreckten Armen und entblößten Hauptes rief man ihm «sieg- heil donnernd und brausend immer.wieder zu. Als dann der Kanzler vom Fenster zurucktrat, sang die MengeNun danket alle Gott!" Alle, die diese Stunde miterlebt hatten, gingen tief ergriffen heim­wärts.

Reichsrmnister Or. Goebbels dankt dem deutschen Do k.

bet hinfort alle Deutschen untere den Führer.Das deutsche Volk ist ..

worden!" Diese Behauptung, mit der im Novem­ber 1918 falsche Propheten über die Schmachwürdig­keit ihrer Revolte hinwegzutäuschen suchten, ist erst heute nach langer harter und schwerer Schule Wirk­

gefunden. .,.,,

Diese Wahl hat aber auch gleichzeitig eine geschicht­liche Tatsache geschaffen, über die das Ausland nicht hinwegsehen kann. Wie die Problemstellung war, be­deutete die Entscheidung des deutschen Volkes zugleich auch das ist in der Geschichte noch nicht dagewesen eine Abstimmung für denFrieden. Dieses Bekenntnis zum Frieden k a n n im Auslande nicht übersehen werden. Wir geben uns der Hoff­nung hin, daß der Eindruck in den fremden Haupt­städten stark genug sein wird, um auch die andern Völker davon zu überzeugen, daß die Grundlage ihrer bisherigenPolitik falsch war, daß eineWelt des Friedens nur auf der Grundlage der Ehre und Gleichberechtigung aller Völker aufgebaut werden kann wie sie der Reichskanzler in seiner letzten Rede

Der Rhein-MaiNM über dem Durchschnitt

OeS Gaufeirers Dank an Hessen-Nassau.

Berlin, 13. Nov. (WTB.) Nachdem das Wahl- eraebnis feststand, versammelte der Reichspropa- ganbaleit?r Reichsminister Dr. Goebbels feine engeren Mitarbeiter aus der Reichspropaganda­leitung und aus dem Reichsministerlum für Volks- aufklärung und Propaganda, um ihnen den Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen. Dr Goebbels dankte besonders der ga n - gen deutschen Presse, die in diesem Wahl- kampf manches von dem wieder gutgemacht habe, dessentwegen der Nationalsozialismus ihr in ver­gangenen Zeiten der Opposition bittere Vorwurfs habe machen müssen. Ebenso galt der Dank des Reichspropagandaleiters dem Deutschen Rundfunk, den Landespropagandastellen, den Rednern und Propagandaleitern der Partei und jedem ein- zelnen Parteigenossen, der an der Pro- paganba in diesem Wahlkampf in aufreibender Kleinarbeit, Hingabe und Opferbereitschaft uner­müdlich mitgearbeitet hat. Schließlich aber dankte der Reichspropagandaminister Goebbels vor allen Dingen dem deutschen Volk s e l Hst, das der Regierung Adolf Hitler einen unerhörten Ver­trauensbeweis gegeben hat, einen Vertrauensbe­weis, der eine'f ehr große Verpflichtung für die Partei bedeute.

Wir empfinden so erklärte der Minister es als ein ganz großes Glück, diesem Volk die­nen zu können, und spätere Geschlechter werden uns um unsere Zeiten beneiden müssen. Das deutsche Volk hat in dieser Wahl mit einer Ein­mütigkeit, die noch vor wenigen Monaten nie­mand für möglich gehalten hätte, bewiesen, datz es hinter Hitler und seiner Regierung sicht. Was wir erreicht haben, verdanken wir der ziel­klaren Führung des Volkskanzlers Adolf Hitler, der konsequenten Arbeit seiner Regierung und der Intelligenz und dem Fleiß aller Mitarbeiter am deutschen Aufbau. Unser Kamps geht weiter, wir denken nicht daran, auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Dieser Wahlausgang mit seinem grandiosen Ergebnis wird der Beginn nicht nur einer neuen innerpolitischen Entwicklung sein, sondern wird auch neue außenpolitische Perspek­tiven eröffnen.

Nach der Rede des Reichsvropagandaleiters unb Reichsministers sprach Staatssekretär Funk Dr. Goebbels den persönlichen Dank der Mitarbeiter­schaft aus. Er betonte, daß die unerhörten Propa­gandaleistungen dieser Wahl nur möglich gewesen seien unter der zielklaren Führung e i n e s M i n i st e r s , der a l l e K r a f t e bara n gesetzt habe, durch sein Ministerium in ständiger Verbindung mit dem Volk diesem die großen Aus­gaben der nationalsozialistischen Revolution Tag für Taq nahezubringen, zu erklären und jeden einzelnen Deutschen für diese Ziele zu entflammen. Propa- ganbaminifterium und Reichspropagandaleitung der NSDAP, könnten mit Dank, Verehrung und Be­wunderung auf diesen Mann schauen. Der Staats­sekretär schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil aus Dr. Goebbels.

Magdeburg huldigt dem Gründer des Siablhe'm.

M a g b e b u r g , 12. Nov. (CNB.) Die Wähler der Altstadt zogen nach Erfüllung ihrer Bürgerpflicht nach dem Marktplatz, um dort ihren Mit­bürger, der vor genau 15 Jahren in Magdeburg den Stahlhelm gegründet hatte, dem Reichsarbeitsminister Franz Seldte zu huldigen. Von den Spitzen der Stadtverwaltung ge­leitet, betrat Franz Seldte den Bürgersaal des alt- städtischen Rathauses, wo ihm von Bürgermeister Dr. Becher die Urkunde überreicht wurde, die ihn zum Ehrenbürger seiner Vater st a d t ernennt. Nach Überreichung der Ehrenurkunde trug sich Franz Seldte in das Goldene Buch der Stadt ein.

Ruhiger Verlauf im ganzen Reich bei außerordentlich starkerWahlbeteiligung

Berlin, 12. Nov. (TU.) Die Wahlen im ganzen Reich standen bereits seit den frühen Mor­genstunden im Zeichen außerordentlich starker Be« teiligung. Die Bevölkerung aller Landesteile ging freudigen Herzens zur Wahlurne, um den Führer in feinem Kampf um Deutschlands Ehre und G.eich« berechtigung mit ihremJa" zu unterstützen. lieber« , einstimmend wird berichtet, daß die Wahlen unter , ungeheuerer Beteiligung ohne lebe Zwischenfalle i zum Abschluß gebracht werden konnten. Die meiften i Wahllokale melden Wahlbeteiligungen von 95 v. h., : jedoch sind Beteiligungen von 100 v. h. ebenfalls nicht selten.

kann bei uns eine nahezu 1 0 0 p r o j e n f i g e 5o rote öie yeroeguug out vtm juym, Wahlbeteiligung festgestellt werden, ein stol- -gevölkerunq mit diesem Ergebnis vor der Geschichte zer Beweis für das politische Erwachtfein der rhein- mainifchen Bevölkerung. Riemals wäre dieser Sieg unserer Friedensschlacht möglich gewesen ohne die unermüdliche Arbeit der Bewegung mit all ihren Dienststellen und Sondergliederungen. Dem Stab des Gaues, den Rednern und den hoheitsträ- I

Aus dem deutschen Volk ist die deutsche Nation geworden. Man muß schon des Frühlings von 1813 oder des August 1914 gedenken, wenn man jener Einmütigkeit gerecht werden will, die sich gestern so wundervoll offenbart hat. Aber was im März 1813 und auch im August nur einseitig blieb, das Be­kenntnis des Volkes zu feiner Aufgabe, das ist nun eine unzerstörbare Einheit geworden. Volk und Füh- ......... " " ri bin«

in der Linie der ausgegebenen Parole Weiter­arbeiten kann. Die Vorausfetzung für eine Politik des inneren Ausgleichs ist geschaffen. Die Zeit der Revolution ist übergeleitet in die Zeit der Evolu­tion. Die Bahn ist frei für eine Politik der Ver­söhnung, wie sie der Führer Adolf Hitler unb Vize­kanzler von Papen in ihren letzten Reben bereits in Aussicht gestellt Haden. Damit stehen wir vor neuen gigantischen Ausgaben.Eine Schlacht ist geschlagen. Der Tag geht weiter." So hat es in der nationalsozialistischen Bewegung immer geheißen, fo war ihre siegoerkünbenbe Parole. Ein ernstes Verweilen, ein Besinnen auf die Größe des ver­gangenen Tages wirb gefolgt von der neuen Arbeit an neuen Ausgaben, die sich scharf urnrissen bereits abheben. Wir haben vor uns den Neubau eines Reiches, die Erziehung eines neuen deutschen Men­schen, den Kampf um unseren nationalen Lebens­raum. Eine der wichtigsten Arbeiten wird die Neuorganisation des Reiches darftellen, die nach den Worten des Reichsinnenministers von dem neuen Reichstag beschlossen werden soll. Es müssen alle Ueberbleibsel einer andersdenkenden Zeit verschwinden, die wie hie unzähligen Exklaven und Enklaven und Grenzziehungen hemmend auf

lichkeit geworden.

Die denkwürdige Wahl des 12. November hat mit einem Erfolg der Regierung geendet, wie ihn In diesem Umfange niemand erwartet hatte. Bei der vollkommen neuartigen Konstellation fehlte jedes Vergleichsmoment. Der einzig sichere Punkt, von dem man ausgehen konnte, waren die reich­lich 17 Millionen, die den Nationalsozialisten bei der Wahl am 5. März zugefallen waren, dazu als selbstverständlichen Zuwachs die Stimmen der Schwarzweißroten Front. Selbst wenn man aber die gesamten bürgerlichen Parteien und die Reste der bürgerlichen Mitte dem Nationalsozialismus zu­sprach, blieben immer noch die 12 Millionen, die vor neun Monaten für den Marxis­mus gestimmt hatten, von denen man also immerhin annehmen konnte, daß ein mehr oder minder großer Teil entweder zu Hause bleiben ober wenigstens bei der Wahl für den neuen Reichstag sich der Stimme enthalten würde.

Der Wahlausgang hat gezeigt, wie falsch diele Rechnungen gewesen sind. Wir Haden eine Wahl­beteiligung von über 96 Prozent, wie sie in der parlamentarischen Geschichte aller Zeiten wahrschein'ich noch nie zu verzeichnen gewesen ist, und von diesen Millionen haben mehr als 95 Pro­zent ihre Zustimmung zu der Regierungspolitik ausgesprochen, während die Wahlbeteiligung für den Reichstag nur wenig geringer gewesen i t. Die Nationalsozialisten erreichen für sich alle n die

Friedens nur auf der Grundlage der Ehre uno Gleichberechtigung aller Völker aufgebaut werden kann, wie sie der Reichskanzler in feiner letzten Rede gezeichnet hat. Vierzehn Jahre lang konnte man die entwürdigenden Bestimmungen des Versailler Dik­tats aufrechterhalten, vierzehn Jahre lang durfte man es wagen, uns jedwede Gleichberechtigung vorzuenthalten, denn es gab keine Macht der Erbe, die nicht gewußt hätte, daß der Deutsche am leich­testen durch den Deutschen niedergehalten werden konnte. Das alle^ gehört fortan einer unsagbar trü­ben Vergangenheit an: in Zukunft muß die Welt mit einer deutschen Nation rechnen, die eher unter« acht, als daß sie sich ehrlos machen läßt. Das deutsche Volk, das angeblich kriegerischeDritte Reich" ist in Wahrheit heute der Hort des Friedens unb der Bürge einer ehrlichen Verständigung auf der Grund­lage gleicher Rechte. Böswillige Hetzer mögen diese Erkenntnis noch ein paar Wochen im Ausland hin- auszögern können, die Erkenntnis der Wahrheit wird sich sehr bald Bahn brechen.

Mit dieser Wahl stehen mir an einem Wende­punkt der europäischen Geschichte, an einem Wende­punkt unserer inneren Politik. Die Prophezeiung des Reichskanzlers, daß er den Marxismus ver­nichten würde, ift in Erfüllung gegangen Das ganze Volk hat sich zu feiner Politik bekannt in der Erkenntnis, daß die Reichsregierung nur noch

Nationalsozialisten erreichen für sich

Stimmzahl, die am 5. März für den ge amten Reichstag von allen Parteien aufgebracht worden ist. Die nationalsozialistische Fraktion allein wird also stärker als der letzte Reichstag. Der Totalitätsgedanke des nationalsozialistischen Staates hat damit eine überraschende Auswirkung erlebt, die 12 Millionen Marxisten sind fast rest­los verschwunden. Auch in ihren ehemaligen Hochburgen haben die Sozialdemokraten und die Kommunisten zusammen nirgend mehr als 200 000 aufgebracht, eine vernichtende Niederlage also, wie sie in diesem Umfange nach fo kurzer Zeit nicht erwartet werden konnte. Das ist ein Beweis, wie innerlich aufgewühlt das deutsche Volk durch die politische Entwickelung, zumal der letzten Wochen gewesen ist. Das gesamte Volk hat nicht nur der Außenpolitik, wie sie in Genf geführt worden ist, sondern auch der innenpolitischen Arbeit der Re­gierung feine restlose Zustimmung gegeben. Es hat diesmal tatsächlich nur eine Parte i gegeben, die Partei Deutschlands, und in die em Bekenntnis zu dieser Partei hat sich bas ganze Volk

die Entwicklung Deutschlands wirkten. Eine andere große Aufgabe ist der Neubau des deutschen Rechts, der schon in Angriff genommen und tn wenigen Monaten zu Ende geführt fein wird. Eine ganz große Arbeit und kulturelle Leistung wird die Schaffung des ständischen Auf­baues sein. Ebenso wie diese Arbeit zeichnen sich schon in großen Umrissen die Beiseitigung der Arbeitslosigkeit und die Durchführung der Siedlungsbeweguna ab, ohne daß m t diesen Dingen die Reihe der Aufgaben erschöpf wäre. Die Wahl des 12. November leitet also e ne neue Periode größter Krastanfpannung und weitgehender Verantwortungspflicht des gesamten Volkes ein. Es find noch immer neue Siege zu erringen, die Schaffensfreude und Einsatzbereitschaft aller Volks­genossen verlangen. Wir haben in einer gewaltigen Kundgebung der Welt bewiesen, daß das deutsche Volk vom Jahre 1933 etwas anderes, etwas neues ist ein Volk, das einem Willen und einer Aufgabe lebt und das keine Brücke zu der alten Zwietracht kennt. Wir haben uns mit diesem Be­kenntnis die Kraft geholt, die für unsere Friedens­arbeit nötig ist und wir find entschlossen, sie restlos für eine große Zukunft einzufetzen.

alle die größte Anerkennung, die Ket­tung des Vaterlandes aber wirb dereinst euer Dank (ein!

Stürmische Ovationen für den Rubrer.

Tausende harren stundenlang vor der Reichskanzlei.

B e r I i n , 12. Nov. (CNB.) Die Straßen der Hauptstadt boten in den Abendstunden ein leb- i Haftes Bild. Aus allen größeren Plätzen fanden sich die Berliner zu Tausenden ein, um an den großen Lautsprechern auf die Bekanntgabe der Resultate zu warten. Als die ersten Zahlen bekanntgegeben wurden, brach die Menge in spontanen Begeiste­rungssturm aus. Oft bildete sich, ohne daß jemand ein besonderes Kommando dazu gegeben Hätte, di­rekt aus den Kundgebungen heraus Demonftrations« züge, die singend durch die Stadt zogen.

Einen besonderen Anziehungspunkt bildete der W i 1 h e l m s p 1 a tz , auf dem unmittelbar vor dem Kanzlerpalais eine nach Tausenden zählende Menge ich bereits in den Nachmittagsstunden emgefun« den hatte, um den Führer zu sehen. Die Menge fand wie eine Mauer und wich nicht vom Platz. Wie eine Traube klebte sie an der dem Palais gegen­überliegenden Straßenseite unb rief immer roieber der Berliner kann auch dichten: Ems, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun zehn, wir wollen unseren Führer sehn. Tausende von Berlinern harrten vor der Reichskanzlei trotz des strömenden Regens unentwegt aus. Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als schließ«