Mrktsragen und Landsrauenschulung.
Don Elli Heese, Reichsverband landwirtschaftlicher Hausfrauenvereine.
Der deutsche Markt und die notwendigen Grundlagen seines Bestandes stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt unserer Sorgen. Bon einsichtigen Volkswirten und führenden Landwirten ist häufig betont worden, daß der Käufer nicht allein durch überlegten Einkauf die Gesundung unseres Marktes und damit die Einschränkung überflüssiger Einfuhr hcrbeisühren kann. Es bleibt ihm schließlich nur als wirksamstes Verteidigungsmittel der Kaufstreik, der aber doch niemals völlig geschlossen durchzusühren wäre. Wirksamer sind die Maßnahmen der Erzeuger und Händler. Sie haben ein starkes Angriffsmittel in der Hand:
Die Schaffung vorbildlicher Ware, die die Auslandsware unentbehrlich macht.
Seit langem schmiedet die Landwirtschaft erfolgreich an diesen Waffen des Wirtschaftskampfes, in dessen Front sich auch die Landfrau einreiht. Auf ihre Bundesgenossenschaft kommt es in diesem Kampf sogar entscheidend an. Denn sie ist ja gerade an der Lieferung der Lebensmittel» die die Hausfrau auf dem Wochenmarkt oder im Laden täglich kauft, als Lieferantin überwiegend beteiligt: Eier — ein besonders schwieriges Kapitel! — Geflügel, Obst, Gemüse — auch Milch, Butter, Käse — in der Zubereitung all dieser Waren steckt viel Fleiß und Können der Landfrau. Dieses Können nun immer vielseitiger und erfolgreicher für unseren deutschen Markt zu gestalten, daran arbeiten — unterstützt von landwirtschaftlichen Behörden und Berufsverbänden — besonders eifrig die landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine, die Berufsorganisationen der Landfrauen.
Als wirksamstes Mittel, die Landfrauen mit allen Anforderungen des neuzeitlichen Marktes vertraut zu machen, und in der vorbildlichen Erzeugung ihrer Ware zu schulen, haben sie sich ein vielseitiges Beratungswesen geschaffen. Unsere Vorkämpferin, Elisabeth Boehm, hatte gleich bei der Gründung des ersten Vereins — 1898 in Rastenburg in Ostpreußen — die Einrichtung getroffen.
daß für jedes Arbeitsgebiet der ländlichen Hauswirtschaft eine besonders erfahrene „Beraterin" ernannt wurde, die nun ihre Vereinsschwestern belehren und beraten sollte. Als aus der Berufsorganisation der Landfrauen allmählich Landesund Prooinzialverbände und schließlich der Reichsverband entstand, und als die Verantwortung der Landfrauenarbeit gegenüber dem Volksganzen immer stärker ein gründliches Fachwissen verlangte, konnte diese Art der Beratung nicht mehr genügen. Run gingen die Prooinzialverbände mit Unterstützung der Landwirtschaftskammern dazu über, für das gesamte Gebiet einer Provinz sachlich geschulte Kräfte als Beraterinnen einzustellen. Reben Vorträgen und Lehrgängen werden die Landfrauen besonders durch Besichtigung ihrer Betriebe und praktische Beratung gefördert. Auf diese Art sind schon viele Geflügelställe, die neuzeitlichen Anforderungen nicht mehr genügten, umgeändert worden, und zwar nur mit eigenen Arbeitskräften und wirtschaftseigenen Mitteln.
Manche Bauersfrau hat allein durch diese Beratung mehr Wintereier als vordem auf den INarkt liefern können und hat ihrer eigenen und der deutschen Wirtschaflskasse dadurch geholfen.
Die Gartenberaterin konnte manchen Garten so anlegen lassen, daß er zu rechter Zeit, also noch vor Auslandswaren, Frühgemüse auf den Markt liefert; auch die Beratung über Fragen und Bestimmungen des Milchgesetzes ist von besonderer Bedeutung. Wirksam gestützt wird diese praktische Beratung durch Lehrgänge im Marktfertigmachen der Ware. Bei den Lebensmittelmessen der Deutschen Wochen haben die Landfrauen die Erfolge dieser Belehrung in Gestalt von zahlreichen Bestellungen ihrer Ware erleben dürfen, denn die Stadtfrauen haben gesehen, daß ihnen der deutsche Lebensmittelmarkt genau das Gleiche wie der ausländische liefern kann.
Obecheffen.
Gedenkfeier
für einen gefallenen SA-Mann.
< Alsfeld, 11. Sept. Am Samstagabend fand in der hiesigen Festhalle eine Gedächtnis- st u n d e für den vor Jahresfrist an den Folgen des kommunistischen Feucrüberfalls bei Rieder-Ofleiden verstorbenen SA.-Mann Willy Weber statt. Die weite, mit trauerumflorten Hakenkreuzfahnen und Lorbeer geschmückte Halle war von der ergriffenen Menge bis auf den letzten Platz besetzt. Ein ernstes Konzert der Alsfelder Sturmbannkapelle leitete die Gedenkstunde würdig ein. Der Sturmführer des Toten, Hermann Trips, gedachte in soldatischen Worten des toten Kameraden und gelobte, den Kamps sortzuführen in der opker- bereiten Pflichterfüllung des Toten. Danach sprach der Kreisleiter von Darmstadt, Pg. Z ü r z, der in längerer Ausführung den Lebensgang Adolf Hitlers schilderte, des Mannes, für dessen Werk auch Willy Weber sein Leben hingegeben habe. Rach dem Deutschland-Lied ergriff Oberbürgermeister Dr. Müller (Darmstadt), der mit der Als
felder SA. besonders herzlich verbunden ist, das Wort zu feierlichem Gedenken an den toten Kameraden. Das Horft-Wesfel-Lied und ein dreimaliges „Sieg-Heil" auf den Führer beschlossen die eindrucksvolle Weihestunde. Am Sonntagvormntag fand ein Gedächtnisgottesdien;t vor der Alsfelder Friedhofskapelle statt, den Pfarrer Ollf aus Bodenheim abhielt. Rach dem Gottesdienst begab sich die Trauergemeinde an das Grab Willy Webers; die Sturmfahnen senkten sich, während zahlreiche Kranzniederlegungen erfolgten.
Landkreis Gießen.
T Lich, 12. Sept. Am Samstagabend wurde in der Turnhalle vor allen Parteigenossen, der SA., SS.. SA.-Reserve, St., RSKK., RSBO., Frauen- chaft, BdM., HI. und einem großen Teil der hie- iqen Einwohnerschaft durch das Stadttheater Gieren das Theaterstück „Arbeit! Dienst! Pflicht!" von Pg. Bartholomäus (Gießen) zur Ausführung gebracht. Starker Beifall der Zuschauer dankte dem Autor für dieses Werk und lohnte die Künstler für ihre hervorragenden Leistungen.
ch L i ch, 12. Sept. Ein hiesiger Metzgermeister schlachtete dieser Tage ein Rind, einen Rotscheck im Alter von kaum drei Jahren, das nach dem amtlichen Wiegeschein das seltene Gewicht von 1496 Pfund auswies. Der Züchter des Tieres war der Landwirt Christian A l b a ch.
oo Langsdorf, 12. September. Die kürzlich offengelegte Rechnung unserer Gemeinde für das Rechnungsjahr 1931 weift einen durchweg erfreulichen Zustand der Finanzen auf und redet von einer vorsichtigen und verständigen Gemeindeverwaltung. Sie zeigt im ersten Teil (Betrieb) eine Gesamteinnahme von 63 386,96 Mark, der in Ausgabe 54 723,05 Mark gegenüberstehen, so daß ein Rechnungsrest von 8663,91 Mark verbleibt. Im zweiten Teil (Vermögen) werden in Einnahme nachgewiesen 27 565,63 Mark, in Ausgabe 14 983,59 Mark, so daß ein Rcchnungsrest von 12 582,04 Mk. zu buchen ist. Wie gesund die Finanzgebarung der Gemeinde ist, erhellt daraus, daß selbst in dem schwierigen Wirtschaftsjahr 1931 an unserer Wasser- leitungsschuld 8000 Mark getilgt werden konnte.
ch Aus der nördlichen Wetterau, 12. Sept. Von Händlern werden gegenwärtig die ersten Zwetschen aufgekauft und für die Bahn verladen. Der Zentner wird mit 3,50 Mark bezahlt, doch ist damit zu rechnen, daß der Preis in den nächsten Tagen, wenn das Angebot steigt, noch heruntergeht. Für Birnen werden 4 Mark, für ganz erstklassige Ware 4,50 Mark bezahlt. Fettschweine, an denen zur Zeit starkes Angebot vorliegt, kosten im Lebendgewicht pro Zentner 40 Mark. Die Ferkelpreise sind im Steigen begriffen.
Kreis Schotten.
§ Ulrich stein 12. Sept. Am Sonntag wurden hier die Reichsjugendwettkämpfe für die Schulen von Ulrichstein, Rebgeshain, Feldrücken und Kölzenhain im vorgeschriellenen Rahmen ausgetragen. In stattlichem Zug, in dem auch die hiesige SA. mitmarschierte, ging es am Nachmittag unter den Klängen einer Musikkapelle zum Turnplatz. Unter Leitung der Lehrer beganneif die Hebungen, die einen Hindernislauf, Klettern und Steigen, Springen, Zielwurf und einen größeren Geländemarsch umfaßten. Die Leistungen waren sehr befriedigend. Der Wanderpreis für die Knaben wurde von Rebgeshain, der für die Mädchen von Ulrichstein gewonnen. Eine große Menge Zuschauer umsäumte den Platz. Der festliche Tag war von schönstem Herbstwetter begünstigt. Leuchtenden Auges Zogen die Kinder abends wieder ihren Heimatorten zu.
Oie Verfehlungen bei der Ziegenhainer Ortskrankenkasse.
Marburg, 9. Sept. (WSR.) Wie notwendig die von den nationalsozialistischen Amtsstellen allerorts angeordneten Nachprüfungen der Kranken- kassen-Geschästssührungen gewesen sind, zeigte wieder eine umfangreiche Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer. Dort hatten sich gestern der frühere Vorsitzende Cordes, Geschäftsführer O e st e r - reich und Kassenbote Wettläufer wegen in den letzten Jahren begangener Unterschlagungen und Urkundenfälschungen zu verantworten. Eine gründliche Nachprüfung der Geschäftsführung ergab, daß sich der Geschäftsführer und der Vorsitzende gegenseitig, wenn sie Geld benötigten, fortwährend Vorschüsse aus der Kasse anwiesen. Das Gericht verurteilte Oesterreich zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis, Cordes zu neun Monaten Gefängnis und Wettläufer zu zwei Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist. Der Staatsanwalt hatte für Oesterreich und Cordes je zwei Jahre vier Monate Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust beantragt.
Wirtschaft.
Frankfurt werter erholt.
Frankfurt a. M., 13. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Die Erholung an der Effektenbörse machte heute weitere Fortschritte, und bei verhältnismäßig lebhaftem Geschäft ergaben sich gegenüber der Abend- börse durchschnittliche Befestigungen von 1—1,5 o. H. Vertaufsorders lagen nur noch in ganz geringem Umfange vor, dagegen hat sich die Kaufneigung der Kundschaft auf dem ermäßigten Niveau fehr verbreitert, wobei die gestrige Jnteroentionstätigkeit der Banken viel zur Beruhigung der Lage beigetragen haben dürste. Auch die Spekulation nahm weitere Meinungskäufe vor, so daß die Tendenz im Verlaufe ausgesprochen fest war. Neben IG., die bei lebhaftem Umsatz während der ersten Börsenstunde 2 v. H. anzogen, waren Montanaktien ebenfalls in erhöhtem Maße gesucht, wobei Mannesmann plus 2,5 v. H., Buderus plus 2 v. H. und Stahlverein plus 1,25 v. H. stärkere Gewinne aufzuweisen hatten. Von Elektroaktien lagen vor allem Lahmeyer mit plus 4 v. H. und Licht & Kraft mit plus 2 v. H. über das Durchschnittsmaß höher, während Siemens noch etwas unter Angebot lagen und 0,5 v. H. verloren. Ferner kamen Ctzadeaktien 1,75 Mark niedriger zur Notiz. Von Spezialwerten sind noch Daimler mit plus 2,75, Deutsche Erdöl und Reichsbank mit je plus 1,75 v H. und Conti-Gummi mit plus 1,65 v. H. zu erwähnen. Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich Erholungen im Ausmaß von 0,5 bis 1 v. H.
Am Rentenmarkt waren Altbesitz und späte Neichsschuldbuchforderunaen mit je plus 0,75 v. H. ziemlich lebhaft. Neubesitz und Stahlvereinbonds lagen gut behauptet, Reichsbahnvorzugsaktien zogen 0,40 v. H. an. Am Pfandbriefmarkt waren Gold- Pfandbriefe unverändert, Liquidationspfandbriefe lagen teilweise noch etwas schwächer, teilweise aber auch leicht erholt. Dagegen waren Kommunalobligationen überwiegend um 0,5 v. H. gedrückt. Staatsanleihen waren, soweit zu erkennen war, unverändert, während Stadtanleihen eher etwas höher lagen. Von -Auslandwerten konnten sich Anatolier um 0,25 v. H. erhöhen, während Bosnier Eisenbahn nach Pause etwa 1 v. H. verloren. Im Verlaufe war die Tendenz weiter befestigt, und die durchschnittlichen Kursbesserungen betrugen 1 v. H. IG. unterlagen mehrfachen Schwankungen, waren aber per Saldo 0,5 v. H. höher. Das Geschäft wurde indessen etwas ruhiger. Deutsche Anleihen und späte Re.chs- schuldbuchforderungen erfuhren keine Veränderung gegenüber dem Anfangsniveau. Tagesgeld war zu 3,5 v. H. unverändert.
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Die Störungstätigkeit hat sich mit verschiedenen Kernen nordöstlich ausgebreitet und sehr schnell einen Witterungsumschlag eingeleitet. Da an der Rückseite des Tiefdrucksystems über die britischen Inseln nunmehr kühlere Luftmassen abwärts fließen, dürfte das Wetter sich zunächst unfreundlich gestalten, wobei weiterhin Niederschläge auftreten, die aber mehr in Schauer übergehen.
Aussichten für Donnerstag: Wechselnd wolkiges und kühleres Wetter, noch schauerartige Niederschläge.
Aussichten für Freitag: Bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, Rückgang der Niederschlagstätigkeit, doch noch einzelne Schauer.
Amtsverkündigungen aus den oberhefsischen Kreisen.
Kreis Gießen.
Anordnung, betr. die Milchpreise im Verbandsgebiet des Milchoersorgungsverbandes Rhein-Main.
Vom 30. August 1933.
Auf Grund der Paragraphen 4 und 5 der Anordnung des Reichskommiffars für die Milchwirtschaft, betr. die Bildung des Milchversorgungsverbandes Rhein - Main, vom 2. August 1933 bestimme ich nach Anhörung des vorläufig eingesetzten Preis- ausschusses in Ergänzung und Abänderung meiner Preisanordnung vorn 12. August 1933 folgendes: 5640C
I. Zu 3iff. 1 Abs. 4 der Pre'.sanordnung:
Die Preise für Flaschenmilch betragen: a) in Orten mit einem Kleinverkaufspreis von 0,26 RM. je Liter für gewöhnliche Vollmilch
für pasteurisierte Vollmilch 0,28 RM.
je Liter,
für Markenmilch 0,30 RM. je Liter;
b) in Orten mit einem Kleinoerkaufspreis von 0,24 RM. je Liter für gewöhnliche Vollmilch
für pasteurisierte Vollmilch 0,26 RM.
je Liter,
für Markenmilch 0,28 RM. je Liter;
c) in Orten mit einem Kleinverkaufspreis bis zu 0,22 RM. je Liter für gewöhnliche Vollmilch
für pasteurisierte Vollmilch 0,24 RM.
je Liter,
für Markenmilch 0,26 RM. je Liter.
Dir Preise für Halbliter- und Viertelliterflaschen stellen sich, ohne Rücksicht auf die Höhe der Kleinverkaufspreise für offene Vollmilch, wie folgt:
Halbliterflaschen: pasteurisierte Vollmilch 0,14 RM., Markenmilch 0,15 RM.
Viertelliterflaschen: pasteurisierte Vollmilch 0,07 RM., Markenmilch 0,08 RM.
Für den Vertrieb van Viertelliterslaschen in Schulen, Kantinen und dgl. darf eine Vergütung für den Verteiler gewährt werden die 0,005 RM. je Viertelliter nicht übersteigt.
II. Zu Ziss. 1 Abs. 6 der Preisanordnung:
Der Abgabepreis für Markenmilch >n plombierten Kannen an Großverbraucher (Hotels, Kantinen, Krankenanstalten und dgl.) in Mengen über 10 Liter täglich liegt 0,04 RM. über dem Einkaufspreis des Kleinhändlers.
III. Ziff. III Abs. 4 der Preisanordnung erhält nachstehenden Zusatz:
„bei dem Bezug von Markenmilch in Flaschen 0,23 RM. je Liter".
IV. Der Ziff. III der Preisanordnung werden als Abs. 5, 6 und 7 nachstehende Bestimmungen hinzugefügt:
a) eine Vergütung für Nachbehandlung | bezogener molkereimäßig bearbeiteter Vollmilch darf nicht in Rechnung gestellt werden. Trifft molkereimäßig bearbeitete Milch nicht in handelsüblichem Zustand beim Empfänger ein, ist dieser berechtigt, die Milch an den Absender zurückgehen zu lassen. Geschieht dies nicht, und wird eine Nachbehandlung übernommen, kann eine Vergütung hierfür nicht in Rechnung gestellt werden;
b) eine Vergütung für Kannengestellung seitens des Lieferers oder Empfängers kann nicht in Rechnung gestellt werden, da sie bei Bemessung der in der Preisanordnung festgesetzten Spannen in diesen einbegriffen und daher bereits berücksichtigt ist;
c) als Vergütung für die Zufuhr oon Milch oon der Bahn- bzw. Molkereirampe zum Kleinhändler ist, vorbehaltlich anderweiter Regelung, eine Zubringeroergütung von 0,005 RM. je Liter von dem Empfänger zu zahlen
V. Ziff. V der Preisanordnung
erhält folgende Fassung:
„Milch mit einem Fettgehalt oon mindestens 3,2 v. H., die als Trinkmilch nicht abgesetzt werden kann, wird als Werkmilch zu einem Preis berechnet, der dem 10,5ten Teil des Durchschnittes der Berliner Butterhöchstnotierung des laufenden Monats entspricht, es sei denn, daß die Bezahlung nach Fettgehalt erfolgt." Frankfurt a. M., dsn 30. August 1933. Milchoersorgungsverband Rhein-Main.
Der Beauftrage: Birkenholz. *
Der Reichsluftschutzbund ist zur Unterstützung seiner Arbeit vielfach darauf angewiesen, daß seinen Untergliederungen (Landes-, Bezirks- und Ortsgruppen) für Vortrags- und Schulungszwecke Räume in staatlichen und kommunalen Schulen zur Verfügung gestellt werden.
Diesbezügliche Anträge der örtlichen Gliederungen des Reichsluftschutzbundes sind verschiedentlich von Schulleitern abgelehnt worden.
E wird hiermit angeordnet, daß den Landes-, Bezirks- und Ortsgruppen des Reichsluftschutzbundes jede Unterstützung seitens der Schulleitungen gewährt wird, sofern der Unterricht dabei nicht Not leidet.
Zur Vermeidung von Betriebsstörungen und aus grundsätzlichen Erwägungen beamtenpolitischer Natur verbietet der Herr Ministerpräsident im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminister des Innern die Durchführung von Geldsammlungen jeglicher Art bei den staatlichen Behörden. Ausnahmen hiervon können nicht zugelassen werden, auch nicht für Zwecke vaterländischer, wohltätiger ober gemeinnütziger Art.
Dein Heim.
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Lediglich für die von dem Herrn Reichskanzler ins Leben gerufene „Stiftung für die Opfer der Arbeit" und für die durch das Arbeitsspendengesetz geschaffene ^Freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit" ordnet der Herr Ministerpräsident im Hinblick auf die große nationalpolitische und nationalwirtschaftliche Bedeutung dieser beiden Stiftungen an, daß das Verbot, wonach Geldsammlungen in den Räumen der Dienstgebäude nicht zugelassen sind, auf sie keine Anwendung findet:
*
An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Das Hespsche Staatsministerium, Mini- fterialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum, hat nachstehende Verfügung erlassen, die wir Ihnen zur Kenntnisnahme mitteilen.
„Bei zahlreichen Schulen besteht die Uebung, daß Schulfeiern und vaterländische Weihestunden mit einer religiösen Andacht verbunden werden.
Wir bestimmön hiermit, daß auf Anfordern des Schulleiters bei derartigen Veranstaltungen die im Schuldienst befindlichen Geistlichen beider christlichen Konfessionen der Anordnung des Schulleiters entsprechend mitzuwirken haben."
Kreis Schotten.
Es finden folgende Beratungsstunden für Lungenkranke statt:
Für den Bezirk Laubach:
Dienstag, den 19. September 1933, vormittags von 10—12 Uhr, im Rathaus in Laubach.
Für den Bezirk Ulrichstein:
Dienstag, den 19. September 1933, nachmittags von 2—3 Uhr, im Gemeinderatszimmer des Schulhauses in Ulrichstein.
Für den Bezirk Schotten:
Mittwoch, den 27. September 1933, vormittags von 10.30—12 Uhr, im städtischen Krankenhaus in Schotten.
Die Bürgermeistereien wollen den Termin der für ihre Gemeinde in Betracht kommenden Beratungsstunde 3 Tage vorher ortsüblich bekanntgeben und die ihnen bekannten Lungenkranken noch besonders darauf Hinweisen.
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