Aus der provinzialhaupistadt.
Oie Ausstellung von Reisepässen.
Das Polizeiamt Gießen weist auf folgendes hin: Mit Rücksicht auf die bald einfetzende Reisezeit ist es vorteilhaft, die Reisepässe rechtzeitia, spätestens fünf Wochentage vor Antritt der Reise, bei dem zuständigen Polizeibezirk zu beantragen, damit ste nach dieser Zeil auf dem Poltzeiamt, Zimmer Rr. 40 (Paßstelle) in Empfang genommen werden können. Rur in ganz dringend gelagerten Fällen (schwere Erkrankung, Todesfall) kann die Äusstelluna eine» Passes In kürzerer Zeit vorgenommen werden.
Bereits auf die Dauer von fünf Jahren ausgestellte Pässe werden mit Ablauf ungültig, eine Ber- länaerung ist nickt mehr möglich. Die Paßbilder müssen au» neuester Zeit sein, die Gleichheit der dargestellten Person mit dem Paßinhaber Zweifels- frei erkennen lassen und dürfen einen Stempel oder Teile eine» solchen nicht tragen. Bei der Beantra- B muß die oetresfende Person, auf die der Paß n soll, selbst erscheinen, auch die Abholung des Passes muß vom Inhaber aus dem Polizeiamt (Paßstelle) erfolgen, da eine eigenhändige Unterschrift zu leisten ist.
Minderjährige bedürfen zur Ausstellung eines Passes der Einwilligung de» gesetzlichen Vertreters Maiers oder gerichtlich bestellten Vormundes). Personen, welche noch keine sechs Monate hier ge- meldet sind, müssen eine Unoedenklichkeitsbescheini- aung ihre» letzten Aufenthaltsortes bei der Antrag- stellung oorlegen.
Gckwerkriegsbeschädigtenfahrt der AG.-KriegSopferversorgung.
Don der NS. -Kriegsopfer Versorgung ber Kreisleitung Gießen der NSDAP, wird unS mitgeteilt:
Alle schwerkriegsbeschädigten Kameraden wollen sich am Sonntagvormittag um 9 Uhr an der Universität, Ludwig st raheundLud- w i g s p l a tz , einfinden. Abfahrt findet pünktlich 10 Uhr statt. Die Kameraden, die von der Wohnung geholt werden müssen, wollen uns dies SamStag nachmittag bekanntgeben. Kosten sind mit der Fahrt nicht verknüpft.
Die Ortsgruppenleiter des Kreises Gießen wollen dasür Sorge tragen, daß die Teilnehmer rechtzeitig nach Gießen befördert werden, gegebenenfalls unS die- mitteilen.
Anfahrt der Wagen ab 8 Uhr. Erwünscht ist es, daß dieselben bereits geschmückt sind.
Heil Hitlerl Pape.
Oberhessischer Kunstverein.
Dom Oberhessischen Kunstverein wird uns geschrieben:
Die neue große Ausstellung des Kunstvereins, die am 14. Mai beginnt und nur drei Wochen läuft, zeigt eine reiche Auswahl von Arbeiten verschiedenster Künstler. Den Mittelpunkt bildet die große Kollektion von Gemälden Eugen Spiros, des 1874 in Dreslau geborenen, und schon vor dem Kriege durch eine Reihe bedeutender Porträts bekannten MalerS. Auch hier in Dießen werden seine Arbeiten sicherlich bei allen Kunstfreunden große Anerkennung finden. 25 große Bilder geben eine ausgezeichnete Ueber- sicht über daS Schaffen deS Künstlers in den letzten Zähren.
Ihm gegenüber steht der junge Professor Rudolf Hellwag, Berlin, alS Landschaftsmaler, der vor allem am Neckar viel gemalt hat und seine Kunst in etwa 15 Bildern zeigt.
Kleinere Arbeiten zeigen der Maler Rudolf Poeschmann, Dresden, 1878 in Plauen geboren, Schüler von Karl Bantzer, mit 15 Aquarellen deutscher Städtebilder, und der junge Graphiker Herbert Knorr, Braunschweig, mit einer großen Auswahl von Radierungen und Holzschnitten.
Ganz für sich steht neben diesen vier Künstlern die Malerin Else Luthmer au« Frankfurt a. M. mit einer Reihe von farbigen Skizzen au« Deutschland und aus dem Süden.
3m ganzen bietet diese Ausstellung eine gegenüber früheren Ausstellungen große Reichhaltigkeit und Dielseitigkeit, so daß sie sicherlich in Gießen
An die Mutter.
Don 3. W. von Goethe.
Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir So lang dir kommt, laß keinen Zweifel doch In» Herz, als wär' die Zärtlichkeit des Sohns, Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust Entwichen. Nein, so wenig als der Fels, Der tief im Fluß vor ew'gem Anker liegt. Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut Mit stürm'schen Wellen bald, mit sanften bald Darüber fließt und ihn dem Äug' entreißt, So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom, Vom Schmerz gepeitscht, bald stürmend drüber sließt Und, von der Freude bald gestreichelt, still Sie deckt und nie verhindert, daß sie nicht Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.
Oie deutsche Mutter.
Don Maria Kahla, GOS. .
grünen Daumschattcn des Warmbrunner Parks steht das Ehrenmal der deutschen Kriegs- mutter: eine nur in großen Umrissen aus Stein gehauene schlanke Frauengcstalt. ganz cinge- schlossen in ihr Mutterweh, und dennoch erhoben und entrückt, wie über sich selbst erhöht in ihrer stolzen Haltung Sie hat cs gesehen, das „Haupt voll Blut und Wunden", aber sie ist nicht vor ihm zufammengebrochen, sie trägt cs in ihrem Herzen: sie hat das bleiche zerrissene Todesblld in ihr Herz gebettet: ihr Blut, das neue Söhne gebären soll, strömt das heilige Blut des geopferten in das werdende Leben. Darum steht sie aufrecht, mit hegenden Armen umschließt sie in sich Unsterblichkeit.
Um ihr schmales leicht geneigtes Haupt. _bem der Bildner in Ehrfurcht vor dem Unauskündbaren keine Züge verlieh, das ganz nach innen gerichtet ist, fließt das Dämmerlicht laubiger Baumkronen träumerisch und vereinsamend. Dies
reiches Interesse und damit eine große Besucherzahl finden wird.
Ab 15. Mai Angabezwang für die Verwendung von Margarine- und Kunftfeiten.
Wie das DDZ.-Düro meldet, ist in einer neuerlichen Verordnung des Reichsministers für Er- nährung und Landwirtschaft und des Reichs- innenministerS nochmals unterstrichen worden, daß mit dem 15. M a i der Deklarierungszwang fürdieDerwendungvonMar- aarine- und Kunstfpeisefetten in Bäckereien, sowie in Gast- und Schankwirtschaften in Kraft tritt. Die gesetzliche Bestimmung geht dahin, daß in allen Fällen, in denen in Gastwirtschaften, Schank- oder Speisewirtschaften bei Bäckereien und Konditoreien Lebensmittel feil- gehalten oder verkauft werden, die unter Verwendung von Margarine, Kunstspeisefetten, Speiseölen usw. hergestellt oder zubereitet werden. diese Tatsache in einem besonderen AuShang den Verbrauchern zur Kenntnis gebracht werden muh. Der Aushang muß darlegen, welche Oele oder Fette verwendet werden. Solche AuShänge müssen in genügender Zahl so angebracht sein, daß sie für den Verbraucher deutlich sichtbar sind. Sie müssen in deutscher Sprache und in leicht lesbarer schwarzer Schrift auf weißem Grunde erfolgen. Gleiche Hinweise in derselben Art sind auf den Speisekarten, Preisschildern oder Preisverzeichnissen zu machen. Wer diesen Vorschriften vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark bestraft. Die neue Verordnung sagt, daß im übrigen die früheren Bestimmungen über die Kenntlichmachung von Behältern für Margarine und Kunstspeifefette erst zu einem vom Landwirtschaftsminister zu bestimmenden Zeitpunkt in Kraft treten sollen. Hierbei handelt es sich um die auf Behältern deutlich sichtbar anzubringenden Angaben über die Hundertteile aller für die betreffende Margarine oder Kunstspeifefette verwendeten Rohstoffe.
Zwang zur Preisauszeichnung für Kaffee ab 1. Zuli.
Wie das DDZ.-Bureau meldet, veröffentlicht der Reichskommissar für Preisüberwachung soeben eine Verordnung, in der vorgeschrieben wird, daß beim Äleinoertauf von Kaffee In vorbereiteten Packungen auf der Packung die Menge des Inhalts in Gramm, ferner der Abgabepreis Der Packung und der sich hiernach errechnende Preis je Pfund der Ware anzugeben ist. Die Angaben müssen in einheitlicher Schrift von mindestens sechs Millimeter Schristhöhe erfolgen. Die Verordnung tritt am 1. Juli d. I. in Kraft.
Bornotizcn.
— T a g e s k a le nd e r für Samstag: Stadttheater, 15.45 bis gegen 19 Uhr »Die Räuber". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Ein Lied für Dich". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Geheimagent".
— Aus dem Stadttheaterbüro wird unS geschrieben: Heute 15.45 Uhr letzte Schülervorstellung .Die Räuber". Schülerpreise. Erwachsene ermäßigte Preise. Anfang 15.45 Uhr, Ende gegen 19 Uyr. — Sonntag, 14. Mai, als Fremdenvorstellung außer Abonnement zu ermäßigten Preisen letzte Aufführung des Volksstücks: „Die vier Musketiere" von Sigmund Graff: Spielleitung Peter F a f f o 11. Anfang 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. — Am Dienstag, 16. Mai, bleibt das Theater geschlossen. — Mittwoch, 17. Mai, als 30. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement das Lustspiel „Die deutschen Kleinstädter" von Kotzebue mit Frau Auguste Prasch-Greven- berg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters als Gast. Gewöhnliche Preise. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. — Freitag, 19. Mai, 31. Vorstellung im Freitag-Abonnement letzte Aufführung deS erfolgreichen Lustspiels .Die deutschen Kleinstädter" von Kotzebue unter der Leitung von Oberspielleiter Peter F a s s o 11 und mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg als
Haupt ist noch erfüllt von Bildern, umrauscht von Gesängen. Für immer eingegraben ist das Bild des Auszuges der grauen Soldaten 1914, der lachenden, winkenden Schar, von Fahnen überflattert, die das Volk in jäh aufgebrochener Gemeinschaft umringte: daS Bild der singenden Jünglinge und der mit langem schweren Blick von Weib und Kind sich lösenden Männer- Das Sturmlied der Knaben von Cangcmard Hingt darin, daS selbstvergessene lichtüberschüttete Singen des Lieberschwangs der deutschen Seele, — und der Trotzgesang der verlassen auf fernen Ozeanen untergehenden Männer, die sinkend die Fahne umklammern: „Dir woll'n wir treu ergeben fein, getreu bis in den Tod!"
Aber ganz in sich verschlossen, hegt dies Haupt auch die marternden Winternachtsträume der Mutterangst, die um grausige Schlachtfelder irrt, in zerschossenen Schützengräben, verschütteten Unterständen, im Todeshagel der Geschosse nach den Verwundeten sucht, die im Fieber schreien, nach Heimat und Mutter stöhnen. Und das wehe Neigen des Frauenhauptes klagt um die letzte bitterste DolkSnot, als das Grau immer bedrückender, zermürbender wurde, bis die Fahnen, die stolzen, blutgeweihten. ruhmvollen Fahnen, sich senkten, bis Novemberwind sie zerfetzte über einer dunkel wandernden, verratenen Schar.
Und dennoch steht sie aufrecht, die Mutter, die Vergangenheit und Zukunft ihrer Kinder in ihrem Herzen umschließt. Deshalb steht sie aufrecht, weil sie nicht nur das Leid des Vergangenen, weil sie auch die Größe und die junge Kraft des Neu-Werdenden des Kommenden trägt. —
3n dieses Neu-Werden, das sich im Volke seit jenen grauen Novembertagen vollzog, hat die deutsche Frau in all den 3ahren ihre Sehnsucht und ihre mütterlichen Kräfte strömen lassen. Die große Umwertung aller Werte griff auch in ihr Leben ein, wandelte ihre Haltung. Wie Deutschland feit 1914 in bewußtem Ringen auf dem Wege zur Nation ist, so erlebten auch deutsche Frauen, vor allem in der Zeit des Krieges, und seitdem fortwirkend, innerste Verwandlung: aus dem engen Kreis ihres Einzellebens wurden sie hineingerissen in die Mitte des Volkes, das sie in neuerwachter Mütterlichkeit umfaßten. Die Welle der Frauenbewegung, einst vom stürmischen Kampfe hochgetragen, ebbte
f'af1. "ewohn^ch? Pre'^e Cbt?Ttaucr von 20 bis 22 Uhr.
— Weiß Ferdi mit f e i n c n 2 0 Lands- senken i ft da! Man fchreibt und: Wer sich einmal recht von Herzen unterhalten will, wer Tränen lachen will, der benütze daS heutige Weiß-Ferdi-Gastspiel, das pünktlich um 20 Uhr in der Volkshaiie beginnt Karten-Dvrverkaus bei: Verkehrsverein, Seltersweg 89. und Ernst Ehallier. Neuenweg. «Siehe Anzeige.)
— D i e Heimatvereinigung „Schis- f e n b e r g“ hält am Sonntag im Heimatsaal des Schiffenbergs ihre Hauptversammlung ab. Anschließend findet eine Famii.enzufammenkunft statt. (Siehe gestrige Anzeige.)
** Sic Superintendenturkonferenz für Obe treffen tagt am nächsten Montag, 10 30 Uhr im 3ohannessaal. Zur Verhandlung steht das Thema: „Die Not unserer Verkündigung in der Zeit geistigen Umbruchs". Den Vortrag hat Pfarrer Schäfer, Bad-Nauheim, übernommen.
*♦ Maienblasen. Bei dem heute um 1 8 Uhr vom Turme der Johanneskirche aus stattjindenden Maienblasen werden folgende Stücke zu Gehör ge- bracht: 1. Ehoral: O Gott, du frommer Gott: 2. Nachtlager von Granada von Kreutzer: 3. Der Lindenbaum (Am Brunnen vor dem Tore).
SS. und SA - Reiterstürme huldigen ihrem Führer.
00 Londorf, 12. Mai Gestern versammelten sich in der Burgstraße die Reiterabteilungen und ein großer Teil der passiven Mitglieder des Reiteroereins Rabenau, um ihrem allverehr- len 1. Vorsitzenden, Rittmeister >a. D. Freiherrn Roeder von Diersburg die herzlichsten Glückwünsche zu seinem neuen Amte als oberfter Führer der im Zusammenhang mit der Gleich schaltung der Reiteroereine geschaffenen S A. -und SS.-Reiterstürme für Hessen zu übermitteln.
Unter Dorantragung der Vereinsstandarte und der Hakenkreuzfahne und unter Vorantritt des Fan-
sarcnkorps bemogle sich der Zug zum Roeder-Hos. Nachdem hier die Reiter in üanlicher Zahl Ausstellung genommen hatten, beglückwünschte Herr Philipp M ö ck st namens des Vereins Herrn Ritt, meister Roeder von Diersburg auf da» herzlichste zu seinem neuen Amt: er gelobte, daß die Reiterkameraden auch fernerhin ihrem Führer die Treue halten und ihre Pflicht tun wurden zum Wohle der deutschen Reiterei und unsere» geliebten Vaterlandes.
Rittmeister a. D. Freiherr Roeder von Diersburg dankte seinen heimatlichen Kameraden in bewegten Worten fiir die ihm erwiesen» Ehre und betonte besonders, es sei ihm nicht schwer gefallen, sein neues Amt zu übernehmen, da er wiße, daß ihm die Reiterstürme in gan\ Hessen, genau wie in der Rabenau, auch aus dem neuen Wege die Treue halten wurden. Er ermahnte jeden, an seinem Platze seine Pflicht bei der großen Aufbauarbeit zu tun. Weiter wies er daraus hin, daß es in Deutschland leider eine Zeit gegeben habe, wo jeder, Der das Wort „Jugendertüchtigung" gebraucht habe, als Hochverräter bezeichnet worden lei; damit fei es nun dank der Braunen Armee unb dem Führer Adolf Hitler vorbei. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Reichspräsidenten von Hindenburg und den Dolkskanzler Adolf H i t« l e r fand die eindrucksvolle Feier unter den Klängen des Horst-Weffel-Liedes und des Deutschland- Liedes ihren Abschluß.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schützt die Anlagen!
Jeder Naturfreund wird sich freuen, daß unsere Anlagen in letzter Zeit schön in Ordnung gebracht werden Bedauerlich ist aber, wie diese mühevolle Arbeit durch Kinder und Hunde wieder demoliert wird. Hier wäre eine exemplarische Bestrafung am Platze. Außerdem dürften unter keinen Umstanden Hunde frei in den Anlagen herumlaufen Hoffentlich wird die Aufsichtsbehörde sobald wie möglich diesem Unfug ein Ende machen. C.
Rundfunkprogramm.
Sonnlag, 14. Mai.
6.35 Uhr. Hafenkonzert. 8.20: Choralblasen. 8.35: Morgenfeier. 9.20: Nationale Feierstunde. 10.15: Stunde des Chorgesangs. 11.05: Konzert. 11.30: Reichssendung: Kantate: „Wir danken dir, Herr" von Bach. 12: Einweihung des Ehrenmals in Bad Ems. 13 von der Ronneburg bei Büdingen: Konzert. 14.30: Zehnminutendienst der Landwirt- schastskammer Wiesbaden. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Kinderstunde zum Muttertag. 16 30: Blasmusik. 17.30: Stunde des Auslandsdeutschtums. 18.20: Gespräch über Carl Hauptmann. 18.50: Sportnachrichten. 19: Reichssendung: Der deutschen Mutter. Ansprache Frau Dr. W. M. Goebbels. 20: Volks- tümlich-Alpenlandisches. 20.30: Operettenkonzert. 23 bis 24: Nachtkonzert.
Montag, 15. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Dichter der nationalen Revolution. 18.25: Englischer Sprachunterricht. 19: Reichssendung: Stunde der Nation. „Rothschild siegt bei Waterloo", Hörspiel von Eberhard Wolfgang Moeller. 20: Unterhaltungskonzert. 21.15: Beethoven-Konzert. 22.45: Nachtmusik.
Dienstag, 16. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: Für die Hausfrau. 16.30: Nachmittagskonzert. 18:„ Der Himmel im Mai und Juni. 18.25: „Die Bedeutung der deutschen Mystiker für unsere Zeit". 19: Reichssendung: Stunde der Nation: Die Thomaner fingen. 20: Stunde der Wehrmacht. „Aus der Welt des Soldaten". 21: Deutscher Almanach. 21.15: Unterhaltungskonzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Mittwoch, 17. mal.
7.15 Uhr: Frühkonzen 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: Stunde der Jugend.
16.30: Nachmittagskonzert. 18: „Reste altgcrmani- scher Sitten und Bräuche in unserer Zeit". 18.25: Zeitfunk. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: „Das Glatzer Bergland". 20: Unterhaltungskonzert. 21: „Zwei Soldaten unterhalten sich: Mit der 76. Re^ serve-Division durch Siebenbürgen und Rumänien". 21.35: Stunde der Kammermusik. 22.45 bis 24: Nachjmusik.
Donnerstag, 18. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 9 bis 9.40: Lchulfunk. 12: Mittagskonzcrt 1. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert der SA.-Standartenkapelle 98, Hanau. 18: „Goethe und die französische Revolution". 18.30: „Jagd auf deutsche Wildpferde". 19: Reichssendung: Stunde der Nation: „Neurode". 20: Unterhaltungskonzert. 21.15: Konzert. 22: Deutscher Almanach.
Freitag, 19. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Aerzte-Vortrag. 18.25: „Triers Grenzlandwirtschaft und das Versailler Diktat". 19: Reichsjendung. Stunde der Na- tion: „Der Kölner Dom". 20: Konzert. 20.30: Schall- platten. 21: Deutscher Almanach. 21.10: Gen Ostland wollen wir reiten. 22.45 bis 24..Nachtkonzert.
Samstag. 20. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I. 13.30 bis 14.30 Mittagskon zert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18.25: Zeitsragen. 19: Stunde der Nation: „Symphonie der Arbeit". 20: Richard Benz spricht über fein letztes Buch. 20.15: Hochzeit im Hause Hampelmann, Hörposse von Toni Impekoven und Carl Mathern. 22.45: bis 24: Nachtmusik.
zurück, ihre Ziele waren erreicht: eine neue 3ugcnb, die das Wort „Gemeinschaft" um des Volkstums willen auf ihre Fahnen geschrieben hatte^ wanderte neuen Zielen zu.
Die deutsche Frau sucht heute nach ihrer Form. Sie wird sie nur finden inmitten des gleich suchenden, sehnenden Volkes, das zurück will zu seinen Quellen, um wieder urtümlich zu werden, ganz und echt. Das deutsche Volk sucht das ihm Wesensgemähe, und auch die deutsche Frau will nach den — bislang so oft von einseitigem 2n-< tellektualismus überbauten — Gesetzen ihres eigensten Wesens leben und sich gestalten. Die Freiheit des geistigen Mitarbeitens, die ihr die Frauenbewegung erstritt, will sie einsetzen für ihr Volk, dem sie verantwortlich ist durch ihr Hineingeborensein, ihr Herausgeborensein aus dem deutschen Volkstum.
Das Herz des Volkes ist die Mutter. An der Wiege des Volkstums raunt die graue Bauernahne, die Groß-Mutter, große Mutter der Geschlechter, dem jungen wachsenden Leben alte Lieder, Weisheitssprüche, Sagen und Märchen zu.
Mutter-Erde, Mutter-Sprache nennen wir den heiligsten Besitz eines Volkes
Volkstum ist das mütterliche Element einer Nation- 3n feiner Brunnenstube ist die Frau Wächterin, Hüterin des Lebendigen.
Hüterin des Lebendigen, Beseelerin im Volksleben zu sein, das ist ihre Berufung. Die Kultur eines Volkes verfällt, wenn die Frauen sie nicht zu schätzen und zu bewahren wissen. Wenn sie die Familie nicht mit dem Lebensatem dieser Kultur erfüllen, wird sie ein Museumsstück, ein Schullehrsach. eine Staatsparade. Die Ausländsdeutschen, deren Dasein heute vom Kampf um die Behauptung ihrer ererbten Kultur erfüllt ist, wissen um diese heiligste Berufung der Frau aus stolzen und bitteren Erfahrungen, ilnb aus ührem Wissen webt sich ein geheimnisvoller Mythus um das Wort Muttersprache — Mutterland
Der Staat aber ist männlich, und der Mann ist Wächter und Gestalter des Staates, seine» Besitzes und seiner Ehre: doch immer, wenn der Mann vom männlichen Geiste ber die Nation formt, gewinnt die Mutter in ihrem Volke den Hochsitz, den Ehrenplatz.
Mutter, — dieses Wort weist aber noch über Sippe uni) Volk, Heimat und Vaterland hinaus
ins zeitlos Menschliche, in unauskündbare Reiche des Religiösen. Denn nicht nur der Erde, dem Naturhasten, dem Urgründe der Volkheit nahe ist das Weib Mutter, verwurzelt ganz, selig und unselig, in den Triebkräften des Seins, — sondern auch nahe dem unbegreifbar Ueberfinn- lichen, mütterliches Haupt im Sternenglanze ewiger Höhen.
Alle Sehnsucht und alles Suchen und Beginnen unserer Tage hat doch den tieferen kvoy vielen wohl noch nicht erkannten) Sinn, Glanz der Ewigkeit in den kargen Alltag unseres Lebeüs zu ziehen- Wir sind so leer und wirr geworden in jenen langen Jahren, als wir nur die Dinge, die äußeren Güter des Daseins erstrebten und mit ihnen spielten, sie als hohe Werte in unser armselig mühevolles Leben setzten und um solcher Dinge willen Verrat und Lüge und Schuld auf uns nahmen (denn die Schuld der einzelnen, selbst die, gegen welche wir uns auf bäumen, tragen wir als Volk dennoch). Wir sind leer und wirr geworden in der Hast und in dem blinden Wettlauf um diese betrügerischen falschen Werte- Aber nun ist eine Stimme aufgehallt aus den geheimsten Tiefen unserer Seele, die ruft. „Ewigkeit!" ilnb es wird einer kommen, der uns sagt: „Mit all Eurer Sehnsucht sucht ihr in Tiefsten Gott Auch Eure nationale Sehnsucht ist Religion, ilnb erst, wenn Ihr Gott erkanntet, werbet Ihr wahrhaft ewiges Volk"
Das soll unseren Kinbern bie deutsche Mutter sagen.
Zeitschriften.
— „M uttcr unb K i n b", Zeitschrift für Ernährung, Pflege unb Erziehung bes Kindes. Verlag Elwin Staude, Osterwieck a. Harz. Vierteljährlich i3 Hefte) 1,65 Mk. einschließlich Porto. — Das Maiheft dieser bekannten und beliebten Zeitschrift bringt wieder eine Fülle interessanter unb lehrreicher Beiträge z. B : „Vertraue bein Kind nur gefunben und zuverlässigen Menschen an" von Prof. Dr. Köhler, „Spielend lernen" von Leni Rahlss-Wenh, „Der Magen des Schulkindes" von A. Kreipe, „Säuglingspflege-Neuheiten", „Vater-Werden" von Lotte Baumann- Schönheim. „Fotografieren ohne Kamera" von H. Verden usw. Fast alle Artikel find wieder reich bebildert, so daß auch dieses Heft neue Freunde werben wird.


