ein volkstümliches Schauspiel, da- fast Fortsetzung der „Endlosen Straße" ist, erlebt am Ostermontag, 17. April, unter der Spielleitung von Peter F a s s o t t seine Erstaufführung- Ermäßigte Preise, Fremdenvorstellung außer Abonnement. Spieldauer von 19 bis 21.30 LIHr. — Für Dienstag, 18. April, verzeichnet der Spielplan die Erstausführung des Schwanke- „Hasenklein kann nichts dafür" von Mahner-Mons. Spielleitung hat Karl Heyser. Die Titelrolle des Schneioermeisters Tazitus Hasenklein spielt Ludwig L i n k m a n n vom Reichlichen Theater zu Gera als Gast. Die Dorstellung ist die 27. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22.45 älhr.
•• Dienstjubiläum in der Augenklinik. DerwoltungSsekretär Wilh. Strauch, wohnhaft Friedrichstraße 16a, kann heute auf eine 25jähriae Tätigkeit im Dienste der Augenklinik zurückblicken. Der Jubilar trat al» Lehr
ling dort ein und ist heute in der AbfertigungS- stelle tätig. Er erfreut sich wegen seines gediegenen Charakters und seine- Pflichteiscrs allgemeiner Wertschätzung.
** Sein 25. Arbeitsjubiläum begeht morgen, Freitag, der Bureaudiener Heinrich Dorsche!- Der Jubilar wurde am 14. April 1908 al- Straßenhandarbeiter bei dem Städtischen Tiefbauamt eingestellt und war noch bei der KanalreinigungSkolonne tätig. Am 1. November 1910 wurde er Diener beim städtischen Hochbauamt. Diese Tätigkeit hat er bis heute ununterbrochen au-geübt. Seine Arbeiten hat er stets zur Zufriedenheit seiner Behörde auS- geführt.
** DerStraßenbahnverkehr noch dem Neuen Friedhof wird, nach einer Mitteilung der Straßenbahndirektion. oom Karfreitag bis einschließlich 2. Osterfeiertag nach folgendem Dienstplan abgewickelt werden: Don 11 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr.
Der Kampf geht weiter.
Unter diesem Motto standen zwei Derfamm- lungen, die von der NSDAP, in Gießen gestern abend für Mitglieder und geladene Gäste der Ortsgruppen Gießen-Mitte und Gicßen-Süd veranstaltet wurden.
Ortsgruppe Mitte.
In der Dersammlung der Ortsgruppe G test e n - M i t t e im Cafe Leib betonte der Orts- gruppenleiter H o r st, daß man nach dem errungenen Siege nicht etwa ans Ausruhen denken dürfe, sondern sich zu unablässiger Fortführung des Kampfes bereithalten müsse. Sodann sprach Herr Bartholomäus zu der Dersammlung. Er wieS zunächst kurz auf den Kampf der letzten Jahre hin. Nunmehr gelte es, den Führer bei einer Aufbauarbeit mit allen Kräften zu unter- tützen, vor allem auch dadurch, daß jedermann ich bemühe, die Beweggründe zu verstehen, die ür die Maßnahmen und für das Tempo der Arbeit der nationalen Regierung bestünden. Das Kampfziel der NSDAP., eine rein nationalsozialistische Regierung zu schaffen, um das Programm der NSDAP, ohne Behinderung durch andere Parteien vollkommen durchführen zu können, bestehe nach wie vor. Jetzt sei als wichtigste Aufgabe zunächst eine Generalreinigung in Deutschland vor^unehmen, bei der natürlich auch im Deamtenkörper gründlich gesäubert werden müsse.
Dabei werde ganz planmäßig verfahren, versäumt werde nichts, auch wenn es nicht immer so rasch gehe, wie mancher wünsche. In Zukunft könne nur der Mann noch Beamter fein, der von der Idee des Nationalsozialismus vollständig durchdrungen sei. Der Redner WieS sodann auf den disziplinierten Verlauf der nationalen Revolution hin, nahm mit Entschiedenheit gegen die Greuelhetze Stellung und machte dafür das 3u- dentum verantwortlich, da- auf diese Weise die nationale Ausbauarbeit durch Diskreditierung der nationalen Regierung habe stören wollen. Der Plan des internationalen Judentum-, durch die Greuelhetze das deutsche Wirtschaftsleben zum Ruin und dadurch die deutschen Menschen zur Verzweiflung zu bringen, sei aber durch die wirksame Abwehr des von der NSDAP, veranstalte- ten und geführten Boykotts gescheitert. Wenn heute irgendwo noch daran gedacht werde, etwa in Polen oder sonstwo die Hetze gegen Deutschland wieder beginnen zu können, so sei zu betonen, daß die NSDAP, unter keinen ilmftänöen passiv bleiben und die nationale Einigkeit in Deutschland gefährden lassen werde. Der Redner forderte zu unablässigem Kampf gegen das Judentum auf, damit der deutsche Mensch in seiner Entfaltung und Entwicklung geschützt werde.
In diesem Zusammenhang erklärte der Redner, daß der Kampf gegen die Warenhäuser auch in Zukunft mit aller Entschiedenheit geführt werde, ebenso
gegen die Einheitspreisgeschäfte, damit man dem Mittelstand und der Arbeiterschaft auch auf diese Welse Schutz verschaffe. Die gesetzgeberische Arbeit der Regierung Hitler sei in jahrelanger sorgfältiger Tätigkeit gründlich vorbereitet worden. Beste sachverständige Kenntnis sei darin enthalten. Ein Haupt- gesichtspunkt dabei sei der, immer die deutsche Einigkeit zu wahren und sie nicht durch jüdischen Einfluß stören zu lassen. Zu diesem Zwecke sei das Judentum auch aus der Beamtenschaft, aus der Iu- stiz und der Aerzteschaft auszuschalten, ferner sei daran zu denken im Handel die jüdische Vormacht- stellung zu beseitigen.
Der Redner wies zum Schluß noch kurz auf das große nationale Einigungswerk Adolf Hitlers durch die politische Gleichschaltung aller deutschen Länder auf dem Wege der Reichsstatthalterschaft hin und betonte, daß Adolf Hitler dadurch mit einem Feder- zug die vom Freiherrn oom Stein begonnene große Reform getränt und vollendet habe. Die Versammlung begrüßte dieses Werk mit lebhaftem Beifall. Der Redner forderte abschließend auf, immer mit aller Liebe und mit voller Kraft mitzuarbeiten an dem von Adolf Hitler begonnenen Werk der großen deutschen Einheit. (Lebhafter Beifall.)
Schließlich gab Herr Bartholomäus noch auf verschiedene Anfragen Auskunft, wobei er u. a. die Verhinderung der Wühlarbeit der ernsten Bibelforscher forderte,^ nochmals entschiedenen Kampf gegen die Warenhäuser verkündete, das Wirken der großen Konzerne verurteilte, den hohen Sinn des „Tages der Arbeit" am 1. Mai barlegte und für Unterstützung der nationalen Aufführungen im Gießener Stadttheater war. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und mit dem Gesang des Horst-Westel-Liedes schloß die Versammlung.
Ortsgruppe Süd.
Die Dersammlung der Ortsgruppe Gießen- S ü d eröffnete der Dorsihende, Herr Schwarz, mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, weiter zu kämpfen, bis in Deutschland auch die letzten Reste eines vergangenen Systems beseitigt seien.
Als erster Redner sprach sodann Herr Nickel, der sich besonders mit der Iudenfrage beschäftigte. Man müsse sich darüber klar sein, dast die jüdische Seele anders geartet sei, als die deutsche. Jüdisches Denken sei immer nach dem Gclde orientiert. Die deutsche Dolksseele sei in den letzten 14 Jahren eine Bahn geführt worden, die ihrer natürlichen Richtung nicht entsprochen habe. Hitler habe die Dernichtung deutschen Wesens ver- bindert. Leute wie Einstein dürften mit dem deutschen geistigen Leben nichts mehr gemein haben. Heute sei es notwendiger denn je zuvor, dem Volke
die wahren Feinde zu zeigen. Der Reichskanzler Advls Hitler werde da- deutsche Volk nicht nur auS dem wirtschaftlichen, sondern auch auS dem geistigen Elend heraussühren. (Lebhafter Beifall!)
Zweiter Redner war Herr Jung. Er wies zunächst auf die deutsche Geschichte hin: sie lehre immer wieder, daß sich der Deutsche immer erst dann aufgerasst habe, wenn er in Not und Elend lag. Grundstock des Volke- sei der Bauernstand. Da- Geschlecht unserer Tage, aus dem Bauernstände hcrvorgegangen, habe sich nun die innere Freiheit erkämpst. Der Weltkrieg habe einen großen einigen Geist geschaffen. während man In der Heimat den Klassenkamps gepredigt habe, der das Reich zerstörte. Der Geist des Kameraden, der nationale Sozialismus, der im Weltkrieg lebendig wurde, habe jetzt den Geist derer von 1918 überwunden. Das erwachte Volk werde ferner nicht mit seiner Ehre Schindluder treiben lassen. Adolf Hitler sei bereit, dem Volle seine ganze Kraft zu geben. Dem Volke sei neuer Glaube und neuer Wille geworden. An Stelle der älnpersönlichen sei der verantwortliche Führer getreten. Die Bewegung der NSDAP, habe den Sieg errungen, die Opfer seien nicht umsonst gewesen. Aus den Gräbern sei ein neues Deutschland erwachsen. Die Opser verpflichteten Mann und Frau der Gegenwart und die Generationen der Zukunft. Das Ziel sei, daS Reich zu festigen, das Volk glücklich zu machen. In vier Jahren werde der Kanzler vor das Volk treten, damit es über ihn urteile. Das g anze Volk müsse Adolf Hitler als den Führer auetieimen. 3m Symbol des Hakenkreuzes müßten die Kinder ein einiges, freies, reines, starkes Deutschland finden, von dem sie wissen, daß es die Väter schufen. Die Väter und Mütter müßten im Bewußtsein erfüllter Pflichten gegen Volk ynb Vaterland vor der zukünftigen Generation bestehen können. (Lebhafter Beifall.)
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Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo Jedermann nach des Alltags Mühen und Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes Weben und sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bieten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zn solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem S nn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Naturfreundes nicht fehlen darf.
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Die Bekanntmachung bezüglich der Firma hirschapotheke Fritz Bauer in Gießen in Nr. 66 vom 18. März 1933 wird wie folgt berichtigt: Die Firma ist übergegangen auf: a) Ilse Mettenheimer geb. Bauer, Ehefrau des Or. Hans Mettenheimer in Gießen; b) Horst Bauer in Hainichen (Sachsen).
Gießen, den 8. Aprll 1933. (1869D
Hessisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Die Nuhhoizoersteigerung vom 3. April 1933 (Nr. 1) wurde genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis fpäleffens 1. Mai 1933 tn Empfang zu nehmen. 2538C
Gießen, den 11. April 1933.
Bürgermeisterei Gießen. I.D.: vr. Seid.
Bullenverkauf.
Die Gemeinde Watzenborn.Steinberg verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots einen jungen, zum Sprung untaug- lich gewordenen Simmentaler Bullen.
Angebote per Zentner Lebendgewicht können bis zum Dienstag, dem 18. April 1933, nachmittags 6 Uhr, auf der Bürgermeisterei eingereicht werden, woselbst auch die Derkaussbedingungen eingesehen werden können. 2559O
Watzenborn-Steinberg, 12. April 1933.
Hessische Bürgermeisterei.
Schäfer.
Oberförffetel Marburg-Süd zu Marburg, Bismarckstraße 16b, Fernsprecher 2960 Marburg, verkauft am Samstag, 22. April 1933, im Distrikt R 45, Kahlschlaa der Försterei Roßberg an Ort und eteile von 10.30 Uhr vormittags ab folgende Lichen- stämme stammweise öffenllich mwftbie- tend: 25470
A 3 0,88 fm; A 4 0,77 km, A 6 1,19 fm;
N 1 1,02 fm; N 2 26,57 fm; N 3 7,72 fm;
N 4 3,15 fm; N 5 1,57 fm; N 6 2,78 fm. Forstkasse im Termin nicht anwesend. Klassifizierung nach Homa. Holzschlag oom Bahnhof Dreihausen Yi Stunde Fußmarsch entfernt. G. m. b. Haftpflicht und unbekannte Bieter haben Nachweis ihrer Zahlungsfähigkeit zu bringen, sofern nicht durch Regierung in Kastel davon befreit. Vorzeigung der Holzer durch Staatsförster Finger zu Roßberg, Marburg-Land, Fernsprecher Ebsdorf 22. Nummernoer- zeichms Im Geschäftszimmer der Ober- förfterei anfordern.
~~r. m- . . i >
Amtsverkimdlgungen aus den
oberhessischen Kreisen.
Kreis Gießen.
Bei der Schafherde der Zuchtgenosten- schast der Gemeinde Garbeuteich ist die Schafräude festgestellt worden. Die Schutz-' Maßnahmen der §§ 248 ff. der Ausßch-' rungsverordnung zum Reichsoiehseuchen- gesetz werden angeordnet. 2546C
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