Ausgabe 
12.9.1933 Frühausgabe
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

Neue deutsche Tanzmusik. 20: Opernhaus Frank'

Der Arbeitsdienst und seine volkspädaqogische surl a M. (Eröffnung der Spielzeit«: Don Gio- gäbe", Vortrag von Dr. Stellrecht, Oraani- vanni; Oper in 2 Akten. 23 bis 24: Untcrhaltungs- msleiter des deutschen Arbeitsdienstes und Fach- konzert.

Aufgabe

ationsleiter des deutschen Arbeitsdienstes und Fach-

OJl.-tfpott

3. Hopfner, 7,27

2. Rinn,

Oie Heilkraft unseres Obstes

Vereinsführer tagen

bearbeitet für Arbeitsdicnstpflicht der NSDAP.

19: Dom Deutschlandsender: Stunde der Nation:

2. Rinn, Schneider,

Meter.

Jugendklasse.

müsse dem Jugendlichen Vatev. Berater und Freund sein können und ihm vorleben. Ader nicht nur das Wettspiel solle in Zukunft gepflegt werden, sondern auch die Wanderung, das Zelten, es sollten für den Winter Heime geschaffen werden, in denen sich bei guten Büchern und Zeitschriften die Jugendlichen kameradschaftlich finden könnten. Wichtig sei aber, daß der Führer immer in engster Verbindung mit seinen Gruppen bleibe. Für die Zukunst werde für das Ansehen eines Vereins nicht mehr der Tobcllen- stand, sondern seine Charakterhaltung und das Ausmaß der an der Jugend geleisteten Arbeit aus­schlaggebend sein.

Der Fußballfachwart des Kreises, Herr Michel, gab in gedrängter Form die notwendigsten Rlchl- linien über die Durchführung der Derbandsspiele bekannt. Er referierte über Spielberechtigung, Klei­dung, Form des Antritts zum Spiel, über den Platzaufbau, über das Verhältnis des Schieds­richters und des Linienrichters zu den Kampfinann- fchaften, ferner über Versicherungsfragen ufm. Er gab ferner bekannt, daß voraussichtlich für den Be­zirk Gießen ein Trainer gestellt werde, der für einige Tage die befähigten Fußballspieler des Kreises vereinigen und ausbilden werde. Die dabei zu leistende Arbeit werde der Hebung der Spiel­kultur im Kreise zu dienen haben.

Einen Ueberblick über den Handballbetrieb im Kreise gab der Handballfachwarl, Herr Bauern schuh (Wetzlar). Er ging aus den Handballsport ein, wie er bisher in unserer näheren Umgebung gepflegt worden ist, und sprach dabei besonders der Spielvereinigung 1900 ein Lob aus, die sich aus dem Gebiete des Handballsports sehr erfolgreich betätigt habe. Daß der Handballsport in unserem Gebiet nicht die Verbreitung und Popularität gefunden habe wie an anderen Orten, habe verschiedene Ur­sachen. Nicht zuletzt sei das Gebiet auch von feiten des Verbandes manchmal etwas vernachlässigt wor­den. Zum Schluß forderte er ba-iu auf, das Hand­ballspiel in den Kreisen der Jugendlichen zu fördern.

Der Athletikfachwart, Herr Lipp (Gießen), sprach zunächst über die im Kreise Gießen erstmals durchgeführten leichtathletischen Pflicht klub- tämpfe, bei denen recht beachtliche Leistungen gezeigt worden seien. Gleichzeitig seien auch die Olympiasichtungswettbewerbe durch­geführt worden. Er forderte dazu auf, die Leicht­athletik in den Fußballoereinen etwas mehr zu pflegen. In seinen weiteren Ausführungen beschäf­tigte er sich mit der geistigen Haltung des Sportlers im dritten Reich.

Der Jugend- und Geländesportwart Herr P r e s - der wies in seinen Ausführungen zunächst auf das Verhältnis zwischen Hitler-Jugend und Jungvolk einerseits und den Vereinen andererseits hin. Es müsse Sorge dafür getragen werden, daß den Ver- einen die Jugend erhalten bleibe Der Oelänöcfport* fei für die Sportvereine noch ein unbeschriebenes Blatt. Besondere Anweisungen für die Durchsüh- rung des Geländefportes seien bisher nicht ergan-

Gau-Parteitag Heffen-Naffau.

GPA. Der Aufruf in der Tagespresse, wonach sich die Parteigenossen deralten Garde bet der Adjutantur des Gaues melden sollen zwecks Einladung zum Gau-Parteitag, bezieht fid) lediglich auf alte Parteigenossen, die sich nicht mehr im Bereich des Gaues aufhalten. Alle Parteigenossen innerhalb des Gaues dzw. im Ge- diel der einstigen Gaue Heffen-Nafsau-Sud und Hessen-Darmstadt werden durch ihre zuständigen Gliederungen ersaßt und erfahren durch diese Näheres.

100 Meter: 1. Schneider, 12,9; 2. Rinn, 13,4 Sekunden.

2 00 Meter: 1. Schneider, 27,3; 2. Rinn, 28

Stunde der Jugend. 16.30: Nachmitlagskonzert. 18: ,

spiegel; ein Spiel für die Grundschule. 12: Mit­tagskonzert. 14.30: Kleines Wochenend. 15.30:

Oie OT. behäti den Handball

Die Presse ft eile des Reichssportfüh­rers teilt zur Frage um die Führung im Handball folgendes mit:

lieber die Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Turn- und Sportgemeinschaft (Arbeitsgemeinschaft der Fachoerbände IV) sind auf Grund unmaß­geblicher Veröffentlichungen in den letzten Tagen Unklarheiten entstanden. Eine in diesem Zusammenhang von dem stellvertretenden Vorsitzenden der DSB. herausgegebene Presse­meldung ist unrichtig. Sie wird hiermit von mir widerrufen.

Zur Erläuterung sei nochmals mitgeteilt, daß die die Deutsche Turn- und Sportgemein­schaft geschaffen ist, um alle Angelegenheiten, an denen mehrere Fachoerbände interessiert sind, ge­meinsam zu regeln. In den Angelegenheiten der Leichtathletik ist der Deutsche Leichtathletik-Verband, in denen des Handballs die D T., in allen Fragen des Schwimmsports der Deutsche Schwimm- sport-eDrband, in denen des Fußballs der Deutsche Fußball-Verband und in allen Fragen der Athletik der Deutsche Athletik-Verband federführend. Die Führer der Fachoerbände, die an dieser gemein­samen Arbeit beteiligt sind, erhalten nunmehr den Auftrag, umgehend Verhandlungen aufzunehmen, damit die Führer einheitliche Richtlinien und Er­läuterungen für alle Einzelheiten bekommen.

Niederwald-Gedenkftaste! des 9. Turn- gaues (OT ).

MSN. Rüdesheim, 11. Sept. Der 9. Turn­gau veranstaltete aus Anlaß der 50. Wiederkehr der Einweihung des Nationaldenkmals auf dem Niederwald zum Gedächtnis der gefallenen Helden und im Glauben an des geeinten Deutsch­lands unüberwindliche geistige, seelische und mo­ralische Kraft am 24. September eine große Nie - derwald-Gedenstaffel, die in fünf Haupt- läufen zur Durchführung gelangt: 1. von Saar­brücken, 2. von Worms, 3. von Aschaffenburg, 4. von Marburg, 5. von Koblenz. Zu den Haupt­läufen können von den nicht eingeteilten Bezirken Nebenstaffeln geführt werden. Die ungefähren Laufzeiten für Die einzelnen Strecken betragen für Lauf 1 8 Stunden, Lauf 2 4 Stunden 20 Minuten, Lauf 3 6'/- Stunden, Lauf 4 103/< Stunden und Lauf 5 4 Stunden. Außerdem fahren die Wasser­fahrer zwei Staffeln, beginnend in Worms und Hanau.

Städte-Wettkampf der Turnergilden im OHV., Bezirk Main-Weser.

Mit der Durchführung des diesjährigen Städte­wettkampfes ist die Gilde Gießen beauftragt. Die Veranstaltung wird, wie in früheren Jahren, als Volkssport-Mannschaftskampf" abge­halten. Es beteiligen sich daran sämtliche Gilden des Bezirkes Main-Weser, wie Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Hersfeld, Kassel,

Sekunden.

8 0 0 Meter: 1. Schneider, 2:38,9;

2:38,9 Sekunden.

Weitsprung: 1. Schneider, 4,88;

4,65 Meter.

Kugel st oßen: 1. Rinn, 9,29; 2.

8,43 Meter.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Palast-Lichtspiele, 9 bis 21 Uhr, Zinnsoldaten- Truppenschau. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der Stern von Valencia" mit Liane Haid.

g e ft a 11 e t ist. Entgegenstehende Bestimmungen aus älterer Zeit sind entsprechend abgeändert worden.

zettverb^li.gungS.cye.ne werden noch im September emge.öst.

Wie das VDZ.-Bureau meldet, hat das Reichs- finanzministerlum die Landesfinanzämler davon oer- standlgt, daß die Fettverbilligungsicheine, die an sich bis zum 31. August aogeliefert werden mußten, noch im Laufe des Monats September einzulosen sind. D e Fleifcheroerbandszeitung" erklärt dazu, daß in einer Reihe von Fällen von den Stellen, die die Feltorr- billigungsfcheine in Zahlung genommen haben, ver­absäumt wurde, die Scheine bis zum 31. August auf den Finanzämtern abzuliefern. Für die Zukunft allerdings fei nicht damit zu rechnen, daß die Ab­lieferungsfristen nochmals verlängert werden. Eine nachträgliche Einlösung würde nur dann in Frage kommen, wenn nachgewiesen werde, daß den Ge­schäftsinhaber an der Fristoersäumnis kein Verschul­den treffe.

Pflaster, in kritischster Lage. Sofort eilten verschie- bene Fußgänger hinzu, auch aus den umliegenden Geschäften kamen junge Leute, und mit vereinten Kräften wurde von vielen Händen der Straßen- bahnwagen gehoben und das Kind aus seiner un­angenehmen Lage befreit. Die herbeigeholte Mutter brachte bas Kinb sofort zum Arzt. Es stellte sich her­aus, baß bas Mädchen mit Ausnahme einiger un­wesentlicher Hautabschürfungen wie burch ein Wun- ber keine ernstere Verletzung erlitten hat.

** Das Fundsachen-Verzeichnis. Don ber Polizeibirektion wirb uns mitgeteilt: Das Ver­zeichnis über bie im Monat August gefunbenen bzw. abgelieferten Oegenftänbe kann an ber Anschlagtafel im Flur ber Polizeibirektion, Lanbgras-Philipp- Platz 1, eingesehen werben. Die Empfangsberechtig­ten werben aufgeforbert, ihre etwaigen Rechte inner­halb zwei Monaten beim Funbbureau während ber Dienststunden geltend zu machen.

** Verbot des Schrot- und Pfosten­schusses auf Rot-, Dam - und Rehwild. Auf Grund des Artikels 6 Abs. 2 des Naturschutz­gesetzes hat das Hessische Staatsministerium den Schrot- und Pfostenschuß und den Schuß mit ge­hacktem Blei auch als Fangschuß auf Rot-,

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fuge derMchsbahn.

epi (WTL.) Auf einer Reihe en hat der bedauerliche 33er- Sluöfall fchnellfahren- t Um ben ttzpreßguloerkehr 13u tönnen, wirb bie Reichs- einigen strecken, auf benen eßgutoerkehr besteht, mehr- fing zeuge einstellen,deren dem DurWM der

, Die von der Mchsdahn ein- .^treten für lLMeßgutverkehr aflhansa betrieben wer- mehrmotorigen Frachtstugzeuge, den eingesetzt werden, haben die ' in Friedrichshafen in Sine solche Frachtflugstreite wirb iin und Königsberg em- uf ber die Maschinen des Rachts eie dient dazu, den Ausfall des Königsberg (ab Bahnhof Frred- Uhr), ber der Königsberger Ge- rliner Post gebracht hat, nneber

Wie bas VDZ -Bureau melbet, hat der Reichs­wehrminister verfügt, daß das Tragen von Uni - f o r m e n d e r N S D A P. den Beamten, Angestell­ten und Arbeitern der Wehrmacht im Dienst 1 Dam- und Rehwild während des Jahres verboten.

Die Staatspolizei stelle Gießen berichtet: Ein 31 Jahre alter Arbeiter aus Gießen sprach in der Nacht zum 10. September in einer Wirtschaft bie gemeinsten Beleidigungen gegen die Reichsregierung und gegen die NDAP. aus. Die in der Wirtschaft erschienene Polizeistreife nahm den Mann sofort fest. Auch den Polizeibeamten gegenüber bekundete ber Festgenommene noch feine kommunistische Gesinnung mit bem Bemerken, sie kämen doch noch ans Ruder, und die anderen würden alle aufgehängt. Hierbei hob er den Arm mit gebauter Faust. Der Festgenom­mene wurde nach Aufklärung der Staatsanwaltschaft vorgeführt, die Haftbefehl beantragte, der auch vom Richter erlassen wurde.

Am Samstag wurde von einem Schornsteinfeger auf dem Speicher eines Hauses eine Kiste mit Hand­granaten und sonstigen Geschossen beobachtet. Durch das Sonderkommando der Staatspolizeistelle wurden die Geschosse abgeholt und sichergestellt. Der Besitzer steht noch nicht fest. Die Eigentümer von Grund­stücken werden gut tun, ihre Gebäulichkeiten nachzu­sehen. ob nicht hier und da noch Sprengstoffe usw. lagern, damit ihnen Unannehmlichkeiten erspart werden.

NSOAp.-Liniformen dürfen im Dienst getragen werden.

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polizeiderichte.

Die Kriminalpolizei st eile Gießen meldet: Am 7. September wurde durch die Kriminalpolizei- stelle ein 20,ähriger 'Diann aus Grünberg wegen Erpressung festgenommen und dem Amtsgericht zu- aesührt. Der Festgenommene hatte ein Grünberger Mädchen in einem Schreiben in ber ungehörigsten Weise beleidigt, ohne den geringsten Beweis für seine Behauptungen erbringen zu können. Am Schlüsse seines Schreibens sicherte er dem Mädchen Verschwiegenheit zu, wenn ihm unter der angegebe­nen Chiffre ein Betrag von 20 RM. hauptpostwgernd Gießen zugejandt würde. Beim Versuch, den Betrag in Empfang zu nehmen, wurde er festgenommen.

Wegen dringenden Verdachts, ein Sittlichkeitsver­brechen an einem Kinde begangen zu haben, wurde am 9. September der 57jährige Chemiker und Kauf­mann Otto Friedberger von Gießen festgenom­men. Er wurde dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft. Der Kriminalpolizei war schon längere Zeit bekannt, daß Friedberger kleinen Mäb­chen nachstellte, eine strafbare Hanblung konnte ihm aber seither nicht nachgewiesen werden.

Unser Obst ist nicht nur ein Genuß- und Nah­rungsmittel, sondern ihm ist auch ein bedeutsamer und nicht zu unterschätzender Heilwert zuzuschrci- ben. Es ist erfreulich, zu beobachten, wie alle Be­völkerungsschichten immer mehr diese Wirkung "bes Obstes schätzen und in steigendem Maße dem Rufe Eßt mehr Obst!" nachkommen.

Der Apfel bildet unser Hauptobst. Da wir heute genügend haltbare Wintersorten in geeigneter Weise aufbewahren können, brauchen wir eigentlich das ganze Jahr hindurch nicht auf ihn zu verzich­ten. Er ist stark eisenhaltig und aus diesem Grunde blutbildend. Bleichsüchtigen Menschen ist er unent­behrlich. Bekannt ist feine beruhigende Wirkung. Menfchen, die an Schlaflosigkeit leiden, finden nach dem Genuß von Aepfeln bald den ersehnten und erquickenden Schlaf. Es ist keine üble Angewohn­heit, wenn man allabendlich vor dem Schlafen­gehen einen oder einige Aepfel ißt. Gerade Kindern soll man reichlich Aepfel geben; sie fördern die Verdauung. Das Apfelfleisch enthält viel Sauer­stoff, ist infolgedessen der Atmungstätigkeit der Lunge förderlich und ein Balsam für quälendes Asthma. Nicht zu unterschätzen sind die kräftigen­den Eigenschaften des Apfels. Sein Phosphorgehalt regt die Gehirn- und Neroenarbeit an. Es ist des­halb eine Kost aus kräftigem Bauernbrot und Aepfeln jedem Nervenkranken zu empfehlen. Schließ­lich reinigt die Apfelsäure Mund und Gebiß.

Die Birne weist stärkere Mengen Kalisalze aus und ist aus diesem Grunde ber Entwicklung des gefajnten Muskelgewebes dienlich. Ihre Kalk­bestandteile sind zum Aufbau der Knochen notwen­dig.

Das Fleisch und der Saft der Kirsche sind als Stärkungs- und Blutreinigungsmittel hinreichend erprobt. Menschen mit nervösem Herzleiden erfah­ren nach ihrem Genüsse Beruhigung.

Die Pflaume, der .P f i r s i ch und die Apri­kose enthalten fast dieselben Bestandteile, die ebenfalls blutbildend und oerdauungsfördernd wirken.

Hasel- und Walnüsse sind reich an Phos­phor und Magnesium, deshalb recht wertvoll zur Bildung der Knochen, Nerven und Gehimmasie. Vergebens suchen wir nach einer heimischen Frucht, bie in solcher Menge nahrhaftes Eiweiß beim Ge- nuß dem menschlichen Körper zuführt.

Am reichsten an blutbildenden Salzen ift die Erdbeere, die Natrium, Eisen, Kieselsäure, Kalk usw. enthält. Sie üben eine reinigende und kräftigende Wirkung aus. Stoffwechs-lrückstände werden durch sie ausgeschieden. Erdbeerkuren be­heben Darmkrankheiten, insbesondere Darmträgheit.

Außerordentlich bekömmlich und gesund sind die Weintrauben, die ähnliche Heilkraft wie Pfir- sich und Aprikose aufweisen. Die Blutreimgung, so­wie die lösende Wirkung auf Lunge, Leber (Harn­stein, Harngrieß) und Darm werben burch ihren Genuß günstig beeinflußt. Gichlleibenbe verspüren nach Weintraubenkuren halb Linberung

Während die Himbeere bei Oallenleiben als schmerzstillend und wirksam geschätzt wird, erfreut sich die verwandte Brombeere bei Darmerkran­kungen besondere Beachtung. Ihr hoher Frucht- Zuckergehalt heilt bie Darmträgheit in bester Weise.

Auf Veranlassung bes Kreisführers bes Kreises Gießen (Bezirk Gießen, Gau XII) bes DFB., Herrn Henkel, würbe am gestrigen Sonntag im Cafö Ebel eine Vereinsführertagung abgehalten. Die Tagesorbnung, bie lebiglich Referate ber Fachwarte brachte, fanb schnelle Erlebigung.

In feierlicher Form würben zunächst vom Kreis­führer bie Mitarbeiter (Fachwarte) burch Hanb- schlag verpflichtet. Sobann vielt ber Kreisführer selbst eine kurze Ansprache, in ber er u. a. aus­führte: Es fei kein Zufall, baß bie Jugenb zu SA., SS. unb HI. gegangen sei. Man habe es bei ben Sportvereinen versäumt, ber Jugenb Jbcale zu geben, nach benen bie Jugenb immer bränge. Aus­gabe ber Bereinsführer fei es, bie Jugenb erneut für bie Sportsache zu begeistern.

Obgleich ber DFB. keine Richtlinien über bie Jubensrage erlassen habe, so ergebe sich boch aus ber ganzen Bewegung unb ben Forderungen unserer Zeit, daß für sie kein Platz mehr innerhalb ber Vereine sei. Eine Zusammenlegung mehrerer Ver­eine sei unbedingt zu fordern; auf der andern Seite werde man auch nicht etwas zerschlagen, was Tradition habe und so aufgebaut fei, daß es Lebens­fähigkeit garantiere. In nächster Zeit würden für die Vereinsführer Schulungskurse abgehalten wer­den, in denen alles das durchgesprochen werde, was unbedingt burchzuführen fei. Jeder Verein müsse in Zukunft eine Pflegestätte des Kameradschaftsgeistes und des Idealismus werden. Eng damit verbunden sei die Forderung nach Disziplin. Innerhalb ber Vereine gebe es nur noch einen Willen, unb zwar ben bes Vereinsführers. Allerbings bürfe Diese Macht nicht bazu führen, sich erhaben zu fühlen über bie Sportkameraben. Jeber Vereinsführer müsse von Pflichtbewußtsein nach unten unb Ver­antwortlichkeit nach oben getragen fein. Wenn jeber die gegebenen Richtlinien einhalte, werde die abso­lute Volksgemeinschaft bald Wirklichkeit.

Der Gaujugenbsachwart Sonbran (Gießen) referierte sodann über die Jugenderziehung durch die Sportvereine im neuen Deutschland". Seinen Ausführungen sei das Wesentlichste entnommen: Der Sport habe nunmehr ein anderes Gesicht be­kommen. Die bisherige Art der Jugendführung sei ungesund und zu materialistisch gewesen. Der Wett­kampf habe zuviel im Vordergrund gestanden. Adolf Hitler unb feine Bewegung habe auch hier Wanbel geschaffen. Abolf Hitler bejahe ben gefunben Geist im gefunben Körper. Die Jugenbertüchtigung mit allen Mitteln zu betreiben, sei eine Forberung ber Selbst­erhaltung bes deutschen Volkes. Es gelte, den jungen Menschen zur Disziplin, zu Kameradschaft und Unterordnung, zu Ordnung und Zucht überhaupt zu erziehen, ihn bewußt einzuschalten in bie Volks­gemeinschaft. In ber vergangenen Zeit habe ber jetzt schulentlassene junge Mensch am meisten ge­litten; ihm ben Lebensmut wieberzugeben sei eine bankbare Aufgabe für Vereins- unb Jugendführer. Für diese Arbeit an der Jugend sei aber nur ber Beste gut genug. Der Führer müsse Idealist sein.

** Militärpersonal ie. Hauptmann von Stockhausen vom hiesigen Bataillon wurde mit Wirkung vom 1. Oktober ab nach Berlin versetzt.

** E i n Kind unter dem Straßenbahn­wagen. Gestern gegen 14.30 Uhr ereignete sich in der Walltorstraße unweit des Asterwegs ein aufregender Vorfall. Ein etwa zweijähriges Mäd­chen wollte plötzlich über die Straße laufen und zwar in dem gleichen Augenblick, als eine Straßen­bahn in der Richtung Walltor gefahren kam. Der geistesgegenwärtige Führer brachte seinen Wagen auf eine Entfernung von nur zwei Meter zum Stehen, hatte aber nicht mehr verhindern können, daß das Kind trotzdem unter den Wagen geriet. Das Zweijährige befand sich, eingeklemmt zwischen dem breiten Eisenband bes Fahrgestells und dem

Limburg, Marburg, Gießen usw., ungefähr 30 Mannschaften.

Gestartet wird in zwei Klassen, unb zwar m der A-SIaffe für sämtliche Aktive unb in ber L-Klasse für sämtliche Jugenbliche. In beiben Klassen geht ber Kamps um einen Wanderpreis, der in Klasse A von der Gilde Gießen unb in B von ber Gilde Offenbach verteidigt wird. Außerdem ist eine Gäste - Klasse vorgesehen, an der sich Turn- und Sportvereine beteiligen können. Meldungen hierfür sind an die Geschäftsstelle des D. H. V., Gie­ßen, Lonystraße, zu richten.

Leichtathletische Klubmeisterschasten des OSC.

Der OSC. kann mit dem Ergebnis seiner Klub- meisterschaften sehr zufrieden sein. Die Anzahl ber Teilnehmer war erfreulich groß unb bie gezeigten Leistungen gut.

Aktive. Klasse I.

100 Meter: 1. Robriguez, 11,4; 2. Paulus 11,7; 3. Siegmund 11,8 Sekunden.

200 Meter: 1. Rodriguez, 23,5; 2. Fischer, 24; 3. Siegmund, 24,3 Sekunden.

1000 Meter: 1. Hamm; 2. Knctsch.

4 mal 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l: 1. I. Mann­schaft, 47; 2. II. Mannschaft, 47,4 Sekunden.

W e i t s p r u n g: 1. Luh, 6,17; 2. Fischer, 5,60; 3. Mohl, 5,59 Meter.

Dreisprung: 1. Luh, 11,53; 2. Fischer, 10,90; 3. Siegmund, 10,69 Meter.

Kugelstoßen: 1. Luh, 13,30; 2. Mohl, 13,04; 3. Jakob, 10,80 Meter.

Steinst oßen: 1. Mohl, 8,32; 2. Luh, 8,12; 3. Siegmund, 6,42 Meter

Speerwerfen: 1. Jakob, 49,60; 2. Mohl, 45,55; 3. Luh, 41,10 Meter.

Diskuswerfen: 1. Luh, 36,85 ; 2. Mohl, 34,85; 3. Rodriguez, 32 Meter.

Hammerwerfen: 1. Mohl, 31,60; 2. Luh, 26,61; 3. Fischer, 20,76 Meter.

Klasse II.

Kugelstoßen: 1. Jakob, 11,20; 2., Rodriguez, 10,92; 3. Fischer, 9,38 Meter.

Klasse III.

100 Meter: 1. Mohl, 12,2; 2. Schmidt, 12,3;

3. Höpsner, 12,4 Sekunden.

Weitsprung: 1. Knetsch, 4,89; 2. Hamm, 4,87;

3. Schmidt, 4,60 Meter.

K u g e l st o ß e n: 1. Siegmund, 9,89; 2. Fischer, 9,56; 3. Knetsch, 8,54 Meter.

Klasse IV (für Anfänger).

Kugel st oßen: 1. Paulus, 8,48; 2. Hamm, 8,25;

Dtunbfunfprogramm.

Donnerstag, 14. September.

7.10 Uhr: Bad Kreuznach: Frühkonzert. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.30: otunbe der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: .Leh­ren der australischen Wirtschaftskrise", Vortrag von Dr. Hans Schmidt, Forst. 18.25: Herybert Menzel lieft. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Relchssen- bung: Stunbe ber Nation: Neue Erbe; Hörspiel von A. Weinberger. 20: Weltpolitischer Monats- bericht; von Univ.-Professor Dr. Karl Haushofer. 20.25: Orchesterkonzert. 22: Zeitdienst.

Freitag, 15. September.

7.10 Uhr: Bad Kreuznach: Frühkonzert.12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musi- kalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18: Die Schlange; eine Erzäh­lung von Richard Sitlinger. 18.10: Spesfartgeschich- ten; von Valentin Pfeifer. 18.25: Sortrag ,,2Bir fangen an!" Die Arbeit der Städtischen Buhnen. Es spricht Generalintendant Meißner. 19: Funk- ftunbe Berlin: Reichssendung: Stunde der Nation: Werkmeister Ohle. 20: Das Abendprogramm der Kurzsendungen. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Samstag, 16. September.

7.10 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusi- ter. 10.10: Vom Deutschlandsender: Till Eulen-

Die lufttrockenen Blätter und Blüten ergeben einen wohlschmeckenden Tee und angenehmes Gurgel- wasser.

Heidelbeeren besitzen in frischem Zustande bie Eigenschaft, abzuführen; in getrocknetem be­wirken sie bas Gegenteil; sie finb ein vorzügliches Mittel gegen Durchfall. Heibelbeeren regeln also in bester Weise den Stuhlgang. Ihr Vetter, die P rei­ße l b e e r e , gibt eine hervorragende Arznei für Gicht- und Magenleidende. Ihr Saft stillt das Fieber.

Die Stachelbeere ist reich an Kalk und Eisen, also zur Blutbildung und zum Knochenaufbau ge­eignet. Die würzig, säuerliche Johannisbeere regt die Verdauung an und wird von ihrer Schwe­ster, der schwarzen Johannisbeere, in die­ser Eigenschaft noch weit übertroffen, von dem etwas herben Geschmack allerdings abgesehen.

Wir sehen also, daß jede Obstart ihre besondere Heilkraft aufweist. Nur muß vor dem Genuß un­reifer Früchte dringend gewarnt werden. Lor dem Rohgenuß ist das Obst gründlich zu waschen, damit der etwa anhaftende Schmutz beseitigt wird. Beson­dere Erwähnung verdienen die aus den Früchten hergestellten Fruchtsäfte (Süßmoste), die einen hohen gesundheitfördernden unb heilenben Wert barstellen. Eine Mahnung noch an bie Obstverbraucher: Wenn irgend möglich, sollten ausländische Obstarten, wie Apfelsinen und Bananen gemieden werden, da nach neuesten Gutachten ihnen nicht der Nährwert inne­wohnt, ber ihnen im allgemeinen zugeschrieben wirb. Ein würziger beutscher Apfel ist viel angenehmer als eine Apfelsine unb eine saftige Birne besser als eine Banane unb dazu weit billiger. B.