Ausgabe 
12.9.1933 Erstes Blatt
 
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I

wurden die ersten drei Preise für Wassermelonen ver­teilt, die 40, 38 und 35 kg wogen. Dabet handelt es sich aber nur um Gröhe und Gewicht. Es folgte eine Würdigung und Auszeichnung des Geschmacks durch blondere Sachverständige und den wegen ihrer Gröhe preisgekrönten Wassermelonen, die sich als die wohl­schmeckendsten erwiesen, wurde dann noch ein Zusatz­preis zuerkannt.

OaS hessische Baugewerbe und der Autostraßenbau.

WSN. D a r m st a d t, 11. Sept. Die Staats- Pressestelle teilt folgendes mit: Gestern fand im Staatsministerium unter Vorsitz von Ministerialrat Prof. Knapp eine Besprechung der im Reichs- verband des Ingenieurbaues und im Mitteldeut­schen Arbeitgeberverband für das Baugewerbe, so­wie den dazugehörigen Organisationen zusammen­geschlossenen Baufirmen statt, bei der eingehend über die Beteiligung an den Bauarbeiten für die Autostraße Frankfurt Heidelberg Mannheim verhandelt wurde. Auch Dr. Lindemann von der Abteilung III nahm an der Besprechung teil. Nach langen Verhandlungen einigte man sich schließ­

lich über die Grundsätze, die bei der Einreichung von Angeboten gewahrt werden sollen. Der Vor­sitzende sprach am Schluß die Hoffnung aus, daß dadurch den Interessen des hessischen Baugewerbes gedient werden möge.

Kundgebung der hessischen Friseure in Darmstadt.

D a r m st a d t, 10. Sept. (WSN.) Der Landes­verband Hessen und Hessen-Nassau der Friseure hielt in Darmstadt eine große Kundgebung ab Die Grüße der hessischen Regierung überbrachte Dr. Lindemann, die der Stadt Darmstadt J:.>pek- tor K r a u s k o p f. Nach der Weihe vonroci 9n- nungs-Sturmsahnen für den Krei-werbond D irm- stadt-Stadt und Darmstadt-Land sprach der Vertre­ter des Ortsgewerbevereins und der Haqo S ch ä' f e r, woraufLandtagsabgeordneterFrifeurobermei- ster Renz (Alzey), der Führer der deutschen Fri­seure, überWirtschaftsmoral im neuen Deutsch­land und der Friseure im Ständestaat" sprach. Die Kundgebung schloß mit einem dreifachen .Sieg- Heil!" auf den Reichspräsidenten, den Reichstanzli-r und die deutsche Nation.

MiläiimMgungdttHessischenSamMolomen

Offenbach a. M., 11. Sept. (WSN.) Aus allen Gauen des Hessenlandes kamen am Samstagnach­mittag die freiwilligen Sanitäter vom Roten Kreuz nach Offenbach, wo vor 25 Jahren der Landes­verband Hessen vom Roten Kreu^ gegründet wurde. Der Abend vereinigte sie in der großen Halle des Stadtgartens zu einer Begrüßungs­feier, zu der die- Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden erschienen waren. Kolonnen- arzt Dr. G r o s ch (Offenbach) hielt die Begrüßungs­ansprache, die mit dem Gelöbnis schloß, dem Füh­rer, dem sich die Sanitätskolonnen des Roten Kreu­zes freudig unterstellt haben, auch weiterhin treue Gefolgschaft zu leisten. Ein begeistert aufgenomme­nesSieg-Heil!" auf Volk und Vaterland beschloß die Ansprache. Nach dem Deut chlandlied hielten weitere Begrüßungsansprachen Oberbürgermeister Dr. S ch ö n h a l s (Offenbach), der der Offenbacher Freiwilligen Sanitätskolonne einen Scheck über 100 Mark aus dem Dispositionsfonds der Stadt über­reichte, Polizeioberst a. D. Schröder im Namen des Hauptoorstandes des Landesverbandes Hessen vom Roten Kreuz und Brandinspektor W. Frankl für die Gashauptschutzstelle für Hessen.

Der eigentliche Festakt des Jubiläums fand am Sonntag statt. Der Tag wurde mit einer Totengedenkfeier im Stadtgarten ein­geleitet. In der darauf folgenden Tagung hielt Studienrat Weiß (Darmstadt) die Festansprache. Er verlas den Bericht des durch Erkrankung ver­hinderten Ehrenvorsitzenden Hauptmann a. l. s. Lotheissen und kam auf die Gründung des Verbandes zu sprechen, der ein Kind des Hessi­schen Landesvereins sei. Der Redner verwies auf die mustergültigen Satzungen für die Kolonnen und die Verbandssatzung, ferner auf die Mitarbeit an der 1930 erschienenen Dienstordnung, auf die Ar­beiten im Versorgungs- und Versicherungswesen der Kolonnenmitglieder, die Abhaltung von Vor­

trägen usw. Aber das Ziel, das der Verband seit langem verfolge, sei noch nicht erreicht. Immer wie­der fänden sich neue Aufgaben und neue Arbeits­gebiete. Dyr Redner brachte zum Schluß den Wunsch zum Ausdruck, daß sich der Verband in den kommenden 25 Jahren im Dritten Reich weiter ge­sund entwickeln möge und die nationalen Bestre­bungen auch die des Verbandes sein möchten. Ge- heimrat von Hahn überbrachte darauf im Auf­trag des Hessischen Landesvereins die herzlichsten Gruße und Glückwünsche. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, daß der Verband noch viele Jabre in gleicher Tätigkeit bestehen möge. Ob das in der bisherigen Form geschehen könne, werde die Zu­kunft zeigen. Das eine wisse man aber, daß auch in Zukunft mit den Kolonnen eine enge und stete Verbindung gehalten werde, die man niemals ent­behren könne. Der Führer des Reichsverbandes deutscher Sanitätskolonnen Dr. Koch überbrachte die Glückwünsche des Reichsverbandes und betonte, daß Reichsverband und Landesverband Hessen feft zusammengehören. Nach weiteren Ansprachen von Kreisdirektvr Dr. Merck und Kommandant Schulz, der die Glückwünsche der hessischen Frei­willigen Feuerwehren überbrachte, überreichte der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes, Pro- vinzialinspekteur Dr. S ch l i n k einigen verdienst­vollen Herren Ehrenurkunden, und zwar den Ka­meraden Schneider, Dr. Grosch (Offenbach) und dem ehemaligen Kolonnenführer Georg W > l f. In der Tagung des Landesverbandes teilte Ge­heimrat von Hahn mit, daß der P"üsident des Deutschen Roten Kreuzes die 2. Klasse des Ehren­zeichens des Deutschen Roten Kreuzes dem Provm- zialinspekteur für die Provinz Starkenburg Dr. med. Hans Simeth und Georg Griesheimer ver­liehen habe. Polizeioberst a. D. Schröder hielt dann einen Vortrag über das ThemaGaskrieg und Luftschutz".

Denkmaisweihe der ehem. 27er IeldaMensten.

Eindrucksvolle Feier in Gegenwart des Reichsstatthaliers Sprenger.

Mainz, 10. Sept. (WSN.) Im nahen Gon­senheim, in dem viele Jahre hindurch die erste Abteilung und der Regimentsstab des ehemaligen 1. Nassauischen Feldartillerie-Regiments Nr. 2 7 (Dranien) gelegen hatten, wurde heute aus Anlaß des 100jährigen Bestehens des Regiments in der Horst-Wessel-Anlage zur Erinnerung an das. Regiment und seine Ge­fallenen ein Gedenk st ein eingeweiht. Das von der Ortsgruppe Gvnsenbeim gestiftete Ehrenmal, eine über 4 Meter hohe Säule aus Muschelkalk, von Klinkersteinen flankiert, trägt in seinem Oberteil ein Relief mit einem auffahrenden Geschütz und der Widmung.

Die Ortsstraßen trugen reichen Flaggenschmuck. Den Auftakt zu der Feier bildete die.Faynen- weihe der Ortsgruppe Mainz. Nach den G o t tesbienften am Sonntag fand in der Turn­halle in Anwesenheit des Reichsstatthalters Spren­ger, der Vertreter der staatlichen, kommunalen und kirchlichen Behörden, sowie Der Abordnungen der nationalen Verbände, Militär- und Ortsoereine, ein

Seftaft

statt, in dessen Mittelpunkt die Festrede des Stu­dienrats Dr. Kaiser- Wiesbaden stand. Der Red­ner warf in markanten Worten einen Rückblick auf die ruhmreiche Geschichte des Regiments und schloß seine Ausführungen mit dem Appell an die Festteilnehmer, den Führern des Deutschen Reiches als den Vorbildern echter Vaterlandsliebe nachzu­eifern. Nur bann könne Deutschlanb ben Aufstieg erleben. Sein Hurra auf bas Regiment unb seine Bruber- unb Tochterformationen würbe begeistert ausgenommen. Dann erklang bas Deutschlanblieb.

Nach bem Festakt fanb unter starker Beteiligung der Bevölkerung

die Weihe des Ehrenmals

statt. Um bas Denkmal herum hatten Vertreter ber Irabitionsbatterie, ber nationalen Formationen unb ber Militärvereine mit ihren Fahnen Auf­stellung genommen. Einen Ehrenplatz vor bem Denkmal nahmen bie alten Veteranen ein. Nach bem Eintreffen bes Reichs st atthalters unb ber Ehrengäste spielte bie SA.-KapelleDie Him­mel rühmen bes Ewigen Ehre". Ein Chorgesang leitete zur Weiherebe Des Majors a. D. Pfeif­fer- Mannheim über. Als er ber Gefallenen bes Weltkrieges unb ber für bas neue Reich Gefallenen als ber Wegbereiter beutfdjer Zukunft, deutscher Größe unb Ehre gebuchte, spielte bie Kapelle bas Lieb vom guten Kameraben. Nach ben Worten: Leuchtenb soll bas Denkmal vor uns stehen als Gedenkstein für unsere Gefallenen, als Erinnerung an unsere alte Garnison, als Zeichen unverbrüch­licher Verbunbenheit ber 27er mit ber Gemeinbe Gonsenheim unb zwischen Volk unb Heer unb als Mahnstein für bas lebende und kommende Ge­schlecht, das walte Gott!" fiel unter Salutschüssen unb unter ben Klängen bes Präsentiermarsches bie Hülle. Der Festrebner verlas fobann ein Begrü- fjungstelegramm bes Reichspräsibenten unb Begrüßungsschreiben bes ehemaligen Kaisers unb bes Großherzogs von Hessen. So- bann ergriff

AeichSstatihatter Sprenger

bas Wort. Er führte u. a. aus: Ein solcher Tag, der uns Gelegenheit gegeben hat, ben Opfer- unb

Helbensinn unserer Väter zu verehren, muß uns auch Veranlassung geben, einen Blick in bie Zukunft zu werfen. Deutschlanb ist, wie immer in seinen besten Tagen, umgeben von Feinbeshaß, ber nimmer Deutschlanb sich entfallen lassen will. Eine neue Zeit tritt an, bie nicht weniger hart sein barf als bie Vergangenheit.

Unb ist es uns nickst vergönnt, bas deutsche Volk in Bataillonen zu formen, so formen wir uns zu friedlicher Arbeit. Dieser neue Weg ist uim ersten Male von einem Führer aus dem Volk beschritten worden. Dieser Weg hat uns die innere Freiheit gebracht, yat bie Zwietracht überwunden. Das deutsche Volk ist von sich aus und von sich heraus durch den Freiheitskampf

Adolf Hitlers eine Einheit geworden, die niemals zerstört werden kann.

Die Vergangenheit soll uns richtunggebend sein. Die Zukunft weist uns neue Wege. So wird dieses neue Deutschland seinen Weg gehen und durch Die Organisierung der Arbeit wird es die Anerkennung ber ganzen Welt erreichen. Die kurze Zeit von Januar bis heute wirb auch bem letzten Volksgenossen gezeigt haben, baß bieser Weg g e - rabe unb sauber ist, ein Weg, ben jeber Volksgenosse gehen kann unb gehen barf unb mit Stolz gehen muß. So wollen wir gebenfen bes Helbentums bes beutfdjen Volkes, bas fortleben wirb im Volk ber Arbeit. Dieses Volk ber Arbeit ist sich bewußt, baß, wenn es hart ist an Geist unb an Körper, es eine Kraft barstellt, bie in ber Lage ist, wenn es sein muß, Lanb unb Ar­beit zu sichern unb zu erhalten. Nachbem ber Reichsstatthalter ber zwei Millionen deutschen Sol- baten, bie im Weltkriege gefallen sind, unb ber Ge­fallenen bes Freiheitskampfes gebacht hatte, rief er zu einem Treugelöbnis für ben Reichspräsi- Deuten auf. Er schloß mit einem von ber Ver­sammlung stürmisch aufgenommenen breimaügen Hell auf ben Volkskanzler Abolf Hitler, bem jungen Führer ber Deutschen. Unter ben Weisen bes Horst-Wessel-Liebes würbe fobann ein Kranz bes Statthalters am Ehrenmal niebergelegt.

Nach bem Deutschlanb-Lieb übernahm ber kom­missarische Bürgermeister von Gonsenheim, I a - cobi, das Denkmal in bie Obhut ber Gemeinbe. Es folgten bann unzählige Kranzniederlegüngen. Ein Vorbeimarsch ber nationalen Derbänbe, der Militär- und Ortsvereine vor dem Reichs- st a 111) a 11 e r und den Ehrengästen beschloß die feierliche Veranstaltung.

Todessturz eines SA-Mannes mit dem 2Roi).

Fulda, 11. Sept. (WSN.) Zwei hiesige SA.° Leute, die mit ihren Fahrrädern zur Einweihung der Amtswalterschule nach Weyhers gefahren wa­ren, kamen heute nacht auf ber Rückfahrt in ber Nähe von Memlos zu Fall. Sie wurden in das Landeskrankenhaus nach Fulda überführt, wo ber eine, ber schwere Schäbelbrüche unb i n - nere Verletzungen erlitten hatte, unb zu- bem noch ins Wasser gestürzt war, heute nacht gegen 3 Uhr verschieb. Es handelt sich bei dem auf so tragische Weise um sein junges Leben Gekommenen um ben 18jährigen Duchbinder- lehrling Otto Fleck. Die Verletzungen bes zweiten jungen Mannes erwiesen sich als ungefährlich.

Oie Opfer von Monza.

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Beim Rennen um den Großen Preis von Monza ereigneten sich wir berichteten bereits barüber mehrere schwere Unfälle, benen bie Sieger aus zahlreichen Autorennen, bie Italiener Campari unb Bor- zacchini unb ber französische Weltrekor^sahrer Graf Czaikowski zum Opfer fielen. Links: Giuseppe Campari. In ber Mitte: Mario Borzacchini. Rechts: Graf Czaikowski.

DerTag des Pferdes" in Darmstadt.

2) ar mftab t, 10. Sept. (WSN.) Der unter bem Protektorat von Reichsstatthalter Sprenger unb Ministerpräsident Dr. Werner stehenbeT a g bes Pferbes" war für ben Veranstalter Darmstäbter Reiterverein wie auch für bie hessische Pferbezucht unb Rei­terei ein ungeahnter Erfolg.

Hatten sich bereits am Samstag zu ben Zug­leistungsprüfungen, ber Stuten-Prämiierung unb ber Hufbeschlag-Prämiierung zahlreiche Zuschauer eingefunben, bie babei außerorbentliche Leistungen sahen, fo waren am Sonntagnachmittag ungezählte Tausende bei ben Hauptvorführungen anwesend, bie beim Einmarsch Der einzelnen Abteilungen ber Turnierteilnehmer, insbefonbere ber SA.-Reiter- ftürme, lebhaften Beifall fpenbeten.

Am Sonntagvormittag würben bie am Samstag begonnenen Vorprüfungen unb Volkssportübungen beenbet. Lebhaftes Interesse erweckte bann ber

Umzug von etwa 100 Gespannen

burch bie Straßen ber Stabt nach bem Turnierplatz. Hier reihten sich in bunter Folge bie Wertung ber Fahrzeug-Gruppen, ein von erfreu­lichem reiterlichen Können unb liebevoller Ver­bunbenheit mit dem vierbeinigen Kameraden zeu­gender Aufmarsch der hessischen SA.-Reiter und Schaunummern an. Besonders eindrucksvoll war der Aufmarsch von zwölf Kriegspferde. Von ihren Haltern ober Felbzugsreitern unter lebhaftem Bei­fall vorgeführt, würbe bie Vorführung zu einer dankerfüllten Ehrung für ben Helfer im Weltkrieg. Außerordentlich stark beseht waren bie verschobenen

Dressurprüfungen und Springkonkurcenzen.

die zahlreiche fehlerfreie Ritte über die zum Teil recht schweren Parcourse brachten. Die Schau­nummernDas Pferd in seinen Rassen", begin­nend mit den kleinen Shettlandponies bis zu unse­ren ganz schweren Zuchtschlägen",Das Pferd in seinen Leistungen",Jung-Darmstadt" unb bie Schul-Quabrille ernteten viel Anerkennung. Unter ben Ehrengästen sah man auf ben Tribünen u. a. ben Reichsstatthalter Sprenger, ben Minister- präfibenten Dr. Werner, ben ehemaligen Groß­

herzog mit bem Erbprinzen, ben ßanbesbauern- präfibenten Dr. Wagner unb ben Darmstäbter Oberbürgermeister Dr. Müller.

Bei ber Großstadt-Gespannparade erhielt jede Gruppe für bas beste Gespann eine golbene Schleife unb einen Ehrenpreis unb jeber Fahrer eine silberne Erinnerungsmebaille. Der Göring-Preis, eine Vielseitigkeitsprüfung für Anfänger, holte sich bie Patrouille Nieberramstabt vor Walbmichelbach 1. In ber vorgeschrittenen Ab­teilung fiel ber Preis an bie Patrouille Gries­heim 99 vor Groß-Umstabt. Den Prinz-Fried- rich - S i g i s m u n b - Erinnerungspreis, eine Eignungsprüfung f ür Reit- p f e r b e, holte sich Hauptmann Rettig auf Dr. WienanbsFahnentreue" vor Frl. M. aufFlip".

Die Höchstleistungen im Zuge an dem ameri­kanischen Zugkraftmeßwagen blieben unent­schieden, da die Gespanne der Brauerei Hildebrandt in Pfungstadt und des Land­wirts Schultheiß- Heuchelheim das Gewicht von 294 Zentner über die oorgeschriebene Strecke zogen.

Der Arnazonen-Preis, ein Damen» Schaufahren für Einspänner, fiel außer Konkurrenz an die Hengststation Trebur, Fahre- rin Frau Dr. Sender. Der 1. Preis fiel an K. A. v. Baur, Hof Stubenwald, Fahrerin Frau v. Baur. Der Landstallmeister-Spörke- Preis, eine Dressurprüfung ergab ein totes Rennen. Der erste Preis fiel an Dr. H. W i e n e n d aufFlip" vor Wachtmeister Trautmann von der Bereitschaftspolizei aufFeith". Die G e - mischte Stafette, bestehend aus Trabreiter, Läufer, Radfahrer, Galoppreiter, Motorradfahrer holte sich Polizeisportoerein vor Sturmbann I bes Stahlhelms unb ber SA. Stanbarte Sturm 17 Darmstadt. Der Preis bes neuen Deutfd)- lands, ein G l ü ck s j a a b s p r i n g e n über 20 Hinbernisse, holte sich ebenfalls H. W i e n e n b auf Meise". Der Preis ber Stabt Darm- stabt, ein Jagdspringen ber Klasse I, fiel an Hauotmann Spatz von ber Bereitschaftspolize« aufAdler".

Oer neue Landrat des Kreises Biedenkopf.

B i e b e n k o p f, 11. Sept. (WSN.) Rechtsanwalt Pönisch in Winbecken (Kreis Hanau) ist zum Landrat des Kreises Biebenkopf ernannt worben.

Wegen Preiswuchers ins Konzen­trationslager.

Dillenburg, 11. Sept. (WSN.) Wegen Preiswuchers unb beleibigenber Steuerungen gegen bie Regierung mürbe Der hiesige Hänbler Herz verhaftet und dem Konzentrationslager zu­geführt.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 11. Sept. (WSN.) In der Röhren- gießerei der Buderusschen Eisenwerke verunglückte Der 23jährige Arbeiter Erich Bill aus Naunheim schwer. Er wurde von einem Elektrokarren, den er führte, in voller Fahrt gegen einen Eisenbahnwaggon gedrückt. Dabei erlitt er einen schweren Schädelbruch und meh­rere Rippenbrüche. Sein Zustand ist be­denklich.

* Bieber, 12. Sept. In der Kurve unweit des Bahnhofes ereignete sich gestern gegen 17 Uhr ein schwerer Verkeyrsunfall Der 28jährige Fritz S t e i n m ü 11 e r von Rodheim, der mit sei­nem Motorrad unterwegs war, nahm anscheinend die Kurve zu kurz, fuhr auf einen Steinhaufen und stürzte dabei so unglücklich von seinem Kraftrad, daß er einen Schädelbruch erlitt. Er wurde zunächst in das Bahnhofsgebäude gebracht und bann durch die Gießener Freiwillige Sanitäts­kolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik in Gießen übergeführt. Der Zustand des be­dauernswerten Mannes ist ernst.

Kunst und Wissenschaft.

Preußens Intendanten zu Göring berufen.

Wie derAngriff" meldet, sind sämtliche Inten- danten, gegebenenfalls deren erste Stellvertreter, von Ministerpräsident Göring für Dienstag, 11 Uhr, nach Berlin in den Preußischen Landtag berufen worben. Ministerpräsident Göring unb Kultusminister Rust werben bei bieser Gelegen­heit Ansprachen halten. Den Vorsitz ber Tagung wirb Staatskommissar Hinkel führen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbtnblichkeit der Schriftleitung.)

6. S. Kriegselterngeld kann im Falle der Bedürf­tigkeit gezahlt werden, wenn nachgewiesen wirb, bah ber Gefallene ber Ernährer seiner Eltern gewesen ist ober voraussichtlich geworden tdäre. Der Gefallene muß nicht der erstgeborene Sohn sein.

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'XX'

Frankfurt beruhigt, zum Teil kräftig erholt.

Frankfurt, 12. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) An der heutigen Mittagsbörse kam bie Abwärts­bewegung ber letzten Tage zum Stillftanb, unb bie Stimmung war sichtlich beruhigt. Zwar lagen bei Eröffnung noch einige Abgaben vor, bie aber nicht nur glatt ausgenommen wurden, sondern dar­über hinaus bestand bei der Kundschaft auf der er­mäßigten Basis Kaufinteresse, bem sich auch bie Spe- fulation mit Meinungskäufen anschloß. Ob seitens ber Banken etwas nachgeholfen wurde, war nur schwer zu erkennen.

Die Kursbildung war noch uneinheitlich, es über­wogen aber meist Befestigungen um durch- schnittlich 1 bis 1,50 o. H., denen vereinzelte Rück- Bim gleichen Ausmaß gegenüberftanben. Die

Jjtätigfeit war relativ lebhaft. Die Farben­aktie eröffnete mit 106,25 o. H. um 1,25 o. H. fester und zog rasch auf 107,75 v. H. an, während die Nebenwerte des Chemiemarktes noch um 0,25 bis 0,50 o. H. nachgaben. Am Elektromarkt waren Be- kula um 2,50 v. H. unb Licht & Kraft um 2,75 v. H. fester, wogegen Siemens, Schuckert unbOeffürel noch bis zu 1 v. H. niebriger einsetzten. Kräftig erholt waren bie meisten Kurse bes Montanmarktes, so u a. Mannesmann, Stahloerein unb Rheinstahl mit je plus 3 v. H., sowie Gelsenkirchen mit plus 2,25 v. H. Im übrigen eröffneten u. a. Conti-Gummi 3,50 v. H., Aku unb Daimler je 1,13 v. H Reichs- bank 1 v. H. hoher, bagegen AG. für Verkehr 1,40 o. H. unb Allgemeine Lokal unb Kraft 1,25 vH. niebriger. Schiffahrtsaktien, Zement Heibelberg, Zellstoff Walbhof unb Sübbeutfche Zucker waren gut gehalten.

Am Rentenmarkt trat ebenfalls eine Befestigung ein. Altbesitz gewannen 0,75 v. H., späte Reichs- schuldbuchforderungen 0,38 v. H., Neubesitz 15 Pf., Stahlvereinbonbs gaben 0,13 v. H. nach, Reichs­bahnvorzugsaktien lagen im selben Ausmaß hoher. Am Pfandbriefmarkt kam überwiegend noch etwas Angebot heraus, so daß die Kurse für Goldpfand- briefe und einzelne Kommunalobligationen noch bis zu 0,50 v. H. nachgaben, während Liquidations­pfandbriefe meist etwas befestigt waren. Stadtan­leihen lagen unverändert, Staatsanleihen ruhig. Von fremden Werten bröckelten Bagdad - Bahn Serie II etwas ab.

Im Verlaufe war die Haltung recht uneinheitlich. Während IG. wieder bis auf 106 o. H. zurück­gingen, waren andere Werte, besonders am Mon­tanmarkt, nochmals fester und zwar bis zu 1,50 v. H. Das Geschäft wurde wesentlich ruhiger. Deut­sche Anleihen unb Reichsschuldbuchforberungen blie­ben auf bem Anfangsniveau behauptet. Tagesgeld war zu 3,50 v. H. etwas gefragt

AmtSverkündisurrsEatt für die Rrovinzialdirektion Oberdeffen und W das (Sieben