einem Konzentrationslager zugeteilt, lieber die Gründe der Verhaftung ist bisher nichts bekanntgeworden.
Nach Osnabrück übergeführi.
Breslau, 11. 2lug. (WTB.) Das Konzentrationslager in Breslau-Dürrgoy ist aufgelöst worden. Die 343 Lagerinsassen wurden nach Osnabrück übergeführt.
Französische Angst vor einer faschistischen Internationale.
Paris, 11. Qlug. ($11.) Senator Arm - b r u st e r gibt in einem Dries an den Außen- minister der Meinung Ausdruck, daß infolge der Zurückweisung der Deutschland von Frankreich und England gemachten Vorhaltungen der V i e r- m ä ch t e p a k t bei seiner ersten Velastungsprobe die bereits früher geäußerten Befürchtungen gerechtfertigt habe, da in dem Pakt keinerlei Sanktionen im Falle der Nichteinhaltung der Verpflichtungen durch die Unterzeichner vorgesehen seien. Bei dem Wiederzusammentritt der Kammer werde er den Außenminister deswegen interpellieren.
3n der nationalistischen „Libertö" warnt der bekannte deutschfeindliche L e m e r y mit dem Zweck, der Negierung den Rücken zu stärken, vor den Folgen des Viermächtepaktes, da sein Urheber das Ziel verfolge, den Faschismus auf internationalem Gebiet intervenieren zu lassen.
Es trete eine Propaganda in Tätigkeit, die eine Umformung der inneren Verfassung der mitteleuropäischen Staaten und eine Abänderung der gebietmähigen Lage durch zwingende Kundgebungen gewandt geleiteter und gut organisierter Volkswillen anstrebe.
Wenn das Ergebnis gereift sei, werde durch Anwendung des Artikels 19 des Versailler Vertrages der Zustand verankert werden, denn dann würde durch die Gärung der Geister eine „internationale Lage entstehen, deren Fortdauer den Frieden der Welt in Gefahr bringen könnte". Mtt Beweisen in der Hand werde man den Nachweis erbringen, und
Frankreich werde sich beugen müssen, und die Leitung der Angelegenheiten Europas und der Welt der Faschistischen Internationale überlassen müssen.
Das erniedrigte Frankreich werde dann nicht einmal mehr die Kraft haben, sich dem Aufbau seines überseeischen Reiches zuzuwenden. Die Revision des Kolonialbesitzes werde unwiderstehlich folgen. Wie klein erschienen die armen Finosserien des Quai d'Orsay vor diesem Spiel größten Stiles. Zusammen mit E n g l a n (ei es noch nicht zu spät, der Propaganda, die den Frieden bedrohe. Halt zu gebieten.
Oer mecklenburgische Landesbischof beurlaubt.
Schwerin, ll.Aug. (WTB.) Ministerpräsident Engel! empfing heute den Landesbischof D. R e n d t o r f f. Er teilte ihm mit, es sei dem Staats- Ministerium nicht möglich, mit ihm in dem Vertrauensverhältnis zusammenzuarbeiten, wie es für die Interessen der Kirche erforderlich wäre und dem Wunsche des Staatsministeriums durchaus entsprechen würde. Der R e i cy s st a t t h a l t e r hat den Landesbischof wissen lassen, daß er die Stellungnahme des Staatsministeriums billige. Der Lande s b i s ch o f hat darauf eine Sitzung des Oberkirchenrates einberufen und seine Beurlaubung beantragt. Diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben und dem Staatsministerium entsprechende Mitteilung gemacht.
Militärrevolte in Kuba.
Präsident Machado zurückgetreten?
Neuyork, 12. Aug. (DTB.) 3n ID af fji n g- l o n sind amtlich noch unbestätigte Meldungen eingegangen, wonach dieGarnison von Havanna revoltiert habe. Machado sei nach dem Militärlager von Eolumbiageflüchtet.
Ultimatum der Armee au Machado.
Havanna, 12. Aug. (DTB.-Funkspruch.) Dem Präsidenten Machado ist von feiten der Armee ein Ultimatum gestellt worden mit der Aufforderung, bis heute 12 Uhr fein A m t niederzulegen.
Machado bei den Truppenführern.
Havanna, 11. Aua. (TU.) Wie bekannt wird, hat sich Präsident Machado mit dem Kriegsmini- ftcr Herrera zu einer Konferenz mit den Truppenführern ins Militärlager von Camp Columbia begeben. Das Präsidentenpalais und die K a s e r n e n wurden mit großenSand- sackbarrikaden umgeben und mit M a s ch i - nengewehren gesichert. Das Palais gleicht einem großen Munitions- und Handgranatenlager.
Ausdehnung der Truppen Meuterei.
Havanna, 12. Aug. (WTB. Funkspruch.) Ein Offizier der aufständischen kubanischen Truppen erklärte, daß die Truppenteile, die in Castillo de la Fuerza und in der Festung C a b a n a in der Nähe von Havanna stationiert sind, Freitag abend gemeutert und von den beiden befestigten Plätzen Besitz ergriffen hätten, ohne daß auch nur ein Schuh abgefeuert worden wäre.
Machado zurückgetreten?
Santa Clara (Kuba), 12. Aug. Die Offiziere der hier stationierten Truppen erklärten, ist
der kubanische Präsident Machado von seinem Po st en zurückgetreten, von anderer Seite wird diese Meldung aber nicht bestätigt.
Herrera Militärdiktator von Kuba.
Havanna, 12. Aug. (TU.) Der Kriegsminister herrera ist Militärdiktator von Kuba geworden. Nach der Besprechung mit den Truppen- sührern im Lager Columbia verlieh herrera den Versammlungsort, wobei ihm von den Truppen alle dem Präsidenten zustehenden Ehren erwiesen wurden. Machado verabschiedete sich händeschüttelnd von den Offizieren und fuhr, von einer kleinen IHilifärabteilung begleitet, ins Präfidentenpalais zurück, während sich herrera zum Hauptquartier begab. Als er dort ankam, jubelten ihm die Truppen zu. 3n militärischen Kreisen wird erklärt, daß herrera zunächst für 72 Stunden Militärdiktator fei. Machado werde während dieser Zeit auf dem Präfidenten- posten bleiben und weitere Verhandlungen zur endgültigen Lösung der Krise führen.
Kriegsminister Herrera provisorischer Präsident Kubas?
Neu York, 12. Aug. (Reuter- Funkspruch.) Staatssekretär Herrera hat erklärt, der kubanische Vorschlag aus die Vorschläge der Vereinigten Staaten sehe vor, daß Machado unverzüglich seinen Abschied nehmen werde. Sein Nachfolger sei schon bestimmt: der Name werde sofort nach Annahme des kubanischen Gegenvorschlages bekanntgegeben. Sn der Zwischenzeit werde Kriegsminister H e r r e r a die provisorische Regierung leiten.
Aus aller Well.
Das Balbogeschwader auf der Höhe von Tanger.
Gibraltar, 12. August. (WTB. Funkspruch. > Das Balbo-Geschwader ist um 9.20 Uhr auf der Höhe von Tanger gesichtet worden.
Lin neuer Weltrekord im Rückenflug.
Ein neuer Weltrekord für Rückenflug ist, einer Meldung aus Los Angeles zufolge, von dem Flieger Milog Burcham in Long Beach aufgestellt worden. Burcham flog eine Stunde 46 Minuten 59 Sekunden lang auf dem Rücken und schlug damit den bisherigen Weltrekord des Italieners F a l c o n i um 39 Minuten 59 Sekunden.
170 englische Schüler in Berlin.
Der Magistrat der Stadt Berlin empfing wiederum eine Gruppe von 17 0 Schülern desLon - don-Evening-Jnltituts, die sich 8 Tage in Bad Freienwalde aufhielten. Es ist dies die letzte von vier Gruppen, die in diesem Jahre im Aus- taufchverkehr in Deutschland weilte. Die Be- suche haben in England bereits einen solchen Anklang gesunden, daß man nach den bisher erfolgten Anmeldungen für das nächste Jahr mit einer Zahl von 1000 Schülern aus England rechnet.
Paratyphus in Halle.
In dem Altersheim Martinstift in Halle e r ° krankten insgesamt 64 Personen, Pfleglinge und Schwestern, unter Erscheinungen von Paratyphus. Ein 90jähriger Konsistorialrat ist gestorben. Ob der Paratyphus hier die alleinige Todesursache war, ist allerdings zweifelhaft. Als Bazillenträger wurde ein neu eingestellte Mitglied des Personals einwandfrei feftgefteltt
Todesopfer der hihe in Dien.
Die seit Tagen anhaltende Hitze in Wien hat am Freitag einen Höhepunkt erreicht. Rach den Angaben der meteorologischen Zentralanstalt wurden am Nachmittag in der Sonne 46 Grad Celsius festgestellt. Direkt und indirekt hat die Hitze in Wien 8 Todesopfer gefordert. Sieben Personen sind beim Baden ertrunken. Ein älterer Mann erlitt im Bade einen tödlichen Hihschlag. In der Nähe von Wien, in Baden, ist der Wirt eines bekannten Ausfluglokals
ein Opfer des Hitzschlags geworden. In 29 Fällen mußte bei Anfällen von Unwohlsein auf der Straße erste Hilfe geleistet werden.
Tropische hiße in Sübflaroien.
Die Hitze, die sich auf dem Balkan in den letzten Wochen immer unerträglicher gestaltete, hat in Südslawien tropische Grade erreicht. In Belgrad zeigte das Thermometer 40 Grad im Schatten und 50 Grad in der Sonne.
Kunst und Wissenschaft.
Uraufführung im Mainzer Stadttheater.
Zur Uraufführung in der Festwoche des Mainzer Stadttheaters aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums wurde die Tragödie „Thomas Tor- quem a d a" von Hanns F. G e r h o l d erworben Der völkische Dichter Hanns F. Gerhold ist erster Dramaturg und Leiter des Jntendanzbllros um Stadttheater Mainz.
Die ersten Arbeiten des „Reichsbundes der deutschen Freilicht- und volksschauspiele".
Durch die Initiative des Herrn Reichsministers für Lolksaufklärung und Propaganda find nunmehr die Voraussetzungen für die seit Jahren erstrebte planmäßige und großzügige FörderungdesFrei- lichtspiels und des chorifchen Volksschauspiels in seinen verschiedenen Arten gegeben. Der präsidierende Vorsitzende des Reichs- bundes, Ministerialrat Otto L a u b i n g e r , richtet an alle Spielunternehmungen innerhalb des beut- schen Reiches das Ersuchen, sich dem „Reichsbund der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. -23." als Unternehmer-Mitglied anzuschließen. Die Unterlagen für den Erwerb der Mitgliedschaft sind durch die Geschäftsstelle des Reichsbundes, Berlin-Charlottenburg 4, Mommsenstraße 49, erhältlich. Auch diejenigen Unternehmungen, die in diesem Sommer nicht spielen, werden ersucht, ihren Anschluß sofort zu vollziehen.
3tallenif(f)e Auszeichnung für einen deutschen Gelehrten.
Professor Dr. med. H. Fischer am Kaiser-Wil- Helm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch, der der SA. angehört, ist von der Königlichen Medizini- schen Akademie in Rom derTitel eines „Accademico corrispondenten" verliehen worden.
Aus der provinzialhaupistadi.
Unser täglich Brot
Alles hat feine Zeit, denken unsere Bauern. Und mit Ruhe haben sie an unfreundlichen Sommertagen zugesehen, wenn finstere Regenwolken am Himmel dahinzogen und herbstliche Kuhle herrschte.
Aber nun ist die Erntezeit da. Ueberall in deutschen Landen fingen die Sensen und Sicheln Die Tage, auf die sich der Landmann am meiften freut — trotz schwerster Anstrengung und härtester Arbeit —' sind gekommen. Zu keiner Zeit des Jahres fühlt er sich freier und stolzer als in der Ernte. Er ist gerüstet. Ueberall da, wo kein Hagelwetter, kein Wolkenbruch den Segen vernichtete, hören wir frohe Stimmen.
In allen Dörfern herrscht regstes Leben. Vom frühen Morgen bis spät in den Abend hinein wimmelt es von fleißigen Menschen in den Feldern, aus den Wegen. Ueberall erschallen frohe Zurufe, Lachen erklingt, und die jungen Mägde beginnen mit dem Schnittergesang: „Goldne Aehre, du mußt (allen . Sie fingen mit ihren Hellen Stimmen genau noch so, wie sie es in der Schule gelernt haben. Und die Sensen und Maschinen tun ihre Arbeit. In langen Reihen fallen die reifen Halme zur Erde nieder, werden von fleißigen Händen ausgenommen, gebunden und ausgestellt.
Ein Duft von frischem Brot liegt über dem Felde. Unser täglich Brot! Haben die Städter eigentlich jemals bedacht, welche Arbeit, welche Mühe es macht, bis das kräftige Brot, die duftenden Brötchen und Kuchen vor ihnen auf dem Tisch stehen?
Dor Monden schon, als kalte Novemberwinde bliesen, gab der Landmann die Körner der harrenden Erde. Stürme, Schnee und Eis kamen. Aber die kleinen grünen Hälmchen standen aufrecht und wiesen hoffnungsvoll in das neue Jahr. Der Frühling erschien, und die Sonne zauberte neues Leben aus der braunen Scholle. Die Hälmchen wuchsen und streckten sich, die Aehren schossen hervor über Nacht. Der Sommerwind wehte, und wogende Kornfelder standen in Blüte. Wie Wellen auf dem See rauschten und flüsterten die Halme.
Und nun leuchten die weiten Flächen der deutschen Ebenen in ihrer goldenen Pracht, durchstickt mit dem Blau der Kornblumen und dem grellen Rot des Klatschmohns. Diese Getreidefelder sind das Bild Deutschlands. So denken wir uns die Heimat, wenn wir in weiter Ferne weilen, wenn tropische Sonne auf uns niederbrennt, wenn die Wogen des Meeres unser Schiff in fremde Länder tragen.
An manchen Tagen hat der Landmann soraenvoll seine Getreidefelder umschritten. Wie oft schaden noch die letzten Frühlingsfröste, wenn sie die Erde aufheben und die Würzelchen haltlos in der Luft hängen! Dann wieder kommen schwere Wetter gezogen, Hagel rasselt herab, Wassermassen legen die Halme nieder. Auch Ungeziefer und schädliche Pilze drohen oft.
Aber voll Hoffnung und Gottvertrauen hat der Bauersmann die goldenen Körner der Erde anvertraut. Er weiß, daß alles Wachsen und Gedeihen in den Händen des Schöpfers liegt. Und wenn ein »Fehlschlag kommt, wenn eine Ernte vernichtet wird, so verzagt er nicht. Er hat auch nicht verzagt in den letzten Jahren, in denen er für seine Arbeit und Mühe kaum so viel erhielt, daß er leben konnte. Aber mit verbissener Ruhe und zäher Ausdauer schaffte er weiter. Wie mancher hätte schon alles im Stich gelassen und wäre hoffnungslos untergangan- gen, wenn ihn das Schicksal so grausam angepackt hätte. Aber nicht so unsere Bauern.
Und in diesem Jahre gehen sie wieder mit mehr Mut und Freude an die schwere (Erntearbeit. Denn sie wissen, daß ihre Arbeit zuerst gefördert werden soll, daß ihnen die Wege in die Zukunft zuerst geebnet werden sollen. Unsere Bauern sorgen für unser tägliches Brot, sie sind die Hüter des deutschen Bodens. Darum Ehre und Achtung dem deutschen Bauernstand, der unermüdlich schafft, damit auch alle anderen Volksgenossen wieder gläubig in die Zukunft schauen können! B.
Wer will sich ausschließen?
„Wir wissen, daß unsere Wirtschaft nicht emporkommt, wenn nicht eine Synthese gefunden wird, zwischen Freiheit des schöpferischen Geistes und Verpflichtung dem Volksganzen gegenüber."
Dieses in die Zukunft weisende Wort ist von grundlegender Bedeutung und verdient von allen Berufen beherzigt zu werden. Es verkündet das freie Recht der schöpferischen Arbeit, es verlangt aber gleichzeitig Verpflichtung der Gesamtheit gegenüber. Knapp und klar wird der Grundsatz wirtschaftlichen Lebens umrissen, der im schärfsten Gegensatz zur liberalistischen und marxistischen Einstellung steht.
Zu allen Zeiten hat der deutsche Geist revoltiert gegen Materialismus, gegen Verflachung und Eigennutz. Große Taten deutscher Geschichte wurden stets dann vollbracht, wenn Eigennutz ausgeschaltet war und sich das ganze Volk gemeinsam einer großen Aufgabe widmete. So war es 1813, so war es 1914, so soll es heute wieder sein. Nicht gegen einen äußeren Feind: heute gilt es, die Massenarbeitslosigkeit endgültig zu überwinden.
Dieser Kampf kann nicht lediglich mit Gesehen und Verordnungen durchgeführt, nicht vom Staat allein siegreich ausgefochten werden. Es bedarf der freiwilligen opferbereiten Mitarbeit aller Volksschichten. Es bedarf vor allem schöpferischer Initiative und opferbereiter Pflichterfüllung der Nation gegenüber. Der Unternehmer, der Gewerbetreibende, der Kaufmann erfüllt seine Pflicht gegen die Volksgesamtheit nur dann, wenn er alle Kräfte daran setzt, um die Regierung in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu unterstützen.
Wer jedoch die Zeichen der Zeit nicht versteht, wer nur sein eigenes Ich und seinen Nutzen kennt, der schließt sich von der Volksgemeinschaft aus. Er handelt wie Drückeberger oder Kriegsgewinnler, der reich wurde, als deutsche Jugend aller Stände aus den Schlachtfeldern verblutete. Wer in der Wirtschaft führt, ist sich bewußt, daß er besondere Verantwortung dem Volksganzen gegenüber trägt. Er kann sich nicht ausschließen, wenn der ärmste Arbeiter sein Scherflein für die Spende der nationalen Arbeit gibt. Er opfert deshalb im Dienste seines Volkes für die Spende der nationalen Arbeit. Annahmestellen der Spende: Finanzämter, Zollämter. Ueberweisung an diese Annahmestellen durch Post, Bank, Sparkasse usw.
Abzeichen für die Arbeitsfront-Jugend.
Wie das VDZ.-Bureau meldet, hat der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, für die in der Arbeitsfront organisierte Jugend ein besonderes Abzeichen genehmigt, welches einen halben Zahnkranz mit
einem in der Witte überragenden Hammer und auf der Grundbasis ein aufsteigendes Hakenkreuz zeigt mit der Inschrift D. A. F. I. Damit hat Heinz Otto, der Leiter des Jugendamtes und der Deutschen Arbeitsfront, einen weiteren Schritt zur Zusammenfassung der arbeitenden Jugend getan. Die Neuaufnahmen von jungen Arbeitern in den einzelnen Verbänden beweisen, daß die werktätige Jugend für den Neuaufbau des Staates gewonnen wird.
Oie Einwohnerzahlen im Kreise Gießen.
Die Ergebnisse der Volkszählungam 16. Juni in den Gemeinden des Kreises Gießen liegen nunmehr der Öffentlichkeit vor. Danach wurde an diesem Stichtag in den Kreisorten die nachstehend verzeichnete ortsanwesende Bevölkerung gezählt:
Ortsanwesende Bevölkerung männlich weiblich insgesamt
Albach
184
181
365
Allenborf (Lahn) Allenbors (Lba.)
436
633
459
707
895
1340
Allertshausen
186
190
376
Alten-Buseck
653
675
1328
Annerob
354
351
705
Bellersheim
329
308
637
Beltershain
188
178
366
Bersrob
225
218
443
Bettenhausen
172
170
342
Beuern
492
554
1046
Birklar
242
241
483
Burkhardsfelden
326
384
710
Climbach
114
122
236
Daubringen
507
521
1028
Dorf-Gill
211
215
426
Eberstadt m. Arnsburg
279
322
601
Ettingshausen
340
323
663
Garbenteich
521
497
1018
Geilshausen
254
270
524
Gießen
17432
18913
36345
Göbelnrod
177
161
338
Großen-Buseck
1214
1098
2312
Großen-Linden
1325
1314
2639
Grünberg
1239
1292
2531
Grüningen
362
408
770
Harbach
220
208
428
Hattenrod
211
221
432
Hausen
293
324
617
Heuchelheim
1424
1518
2942
Holzheim
576
607
1183
Hungen
861
r<940
1801
Inheiden
261
244
505
Kesselbach
225
251
476
Klein-Linden
1036
1049
2085
Langd
312
289
601
Lang-Göns
935
971
1906
Langsdorf
451
495
946
Lauter
247
250
497
Leihgestern
Lich mit Hof Albach,
957
934
1891
Colnhausen u. Mühl-
•
2936
(achsen
1389
1547
Lindenstruth
176
177
353
Lollar
1215
1283
2498
Londorf
537
507
1044
Lumda
214
217
431
Mainzlar
367
356
723
Münster
171
169
340
Muschenheim mit Hof- Güll
319
339
658
Nieder-Bessingen
169
169
338
Nonnenroth
160
162
322
Obbornhofen
332
343
675
Ober-Bessingen
196
192
388
Ober-Hörgern Odenhausen mit Ap
170
166
336
336
penborn
162
174
Oppenrod
176
178
354
Querfborn Rabertshausen mit
341
316
657
Ringelshausen
117
93
210
Reinhardshain
156
168
324
Reiskirchen
487
536
1023-
Rodheim m. Hof Graß
200
175
375
Rödgen
389
386
775
Röthges
118
133
251
Rüddingshausen
Ruttershausen mit
430
404
834
500
Kirchberg
256
244
Saasen mit Bollnbach,
Veitsberg u. Wirberg
294
293
587
Stangenrod
175
183
358
Staufenberg mit
Friedeihausen
466
505
971
Steinbach
609
567
1176
Steinbeim
257
265
522
Stockhausen
84
75
159
Trais-Horloff
244
230
474
Treis a. b. Lba.
625
667
1292 A
Trohe
127
120
247
Utphe
282
266
548
Dillingen
551
492
1043
Watzenborn mit
Steinberg
1229
1308
2537
Weickartshain
220
211
431
Weitershain
271
273
544
Wieseck
1837
1991
3828
Winnerod
33
30
63
Summe
51955
54283
106238
Blitzschlag in Laufdorf.
Heute früh schlug der Blitz in die Besitzung des Landwirts Wilhelm Werner in Laufdorf (Kr. Wetzlar) ein. Im gleichen Augenblick standen die Stallungen, sowie eine Doppelscheune in Helle n F l a m m e n, die auch auf das Wohngebäude Übergriffen. Ten vereinten Bemühungen der sofort herbeigeeilten Feuerwehren von Wetzlar, Laufdorf, Schwalbach und Nauborn gelang es nur, den Brand des Wohnhauses zu verhüten, während die Scheune und die Stallungen vollständig niederbrannten.
Nur deutsche Erzeugnisse in öffentlichen
Betriebe^ und Anstalten!
Wie das VDZ.-Bureau meldet, hat der Reichsernährungsminister auf eine Eingabe des Deutschen Gemeindetages mitgeteilt, daß eine stärkere Verwendung von Margarine in Anstalten usw. nicht im Sinne des Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung liege, daß er es vielmehr lebhaft begrüßen würde, wenn auch die Gemeinden und Gemeindeverbände dem Vorgehen einzelner Länderregierungen folgen und anordnen würden, daß in ihren Betrieben und Einrichtungen nur noch landwirtschaftliche Erzeugnisse deutschen Ursprunges verwendet werden dürften. Der Minister verweist insbesondere auf das Beispiel


