H|d)e ez &«!!»•
WZ
■‘SyS AKZ wurde £ B*fai. An Uchtum y Ze und elob |einem 0,,*4Ö^ in ScDilia.
3cDpc!in" , Sevilla ein unhrof am an bemOfnp »Nie
hörbti?A p”« Off“ Um auf. ^iur fRütf, et der Serge
'Wng des £Ä?’ <n abgestf?.?^
1Ä3* bon Ane- V Lb?l9Unfl Io. L A°Wn hatten, i r?n tltoQ 300 J’* Nom ih., h?ctIe!>unm ltur- daß man bei einigen I,en »lt. Ae Z TAa6te®,iitr i“ ^steigung größte Se- Dahrend drei der ttetzung ihres Dorhabens >ge Leute und zdei junge
Regenschauer rflfoanb so glitschig gc. Kundin die Tiefe stürz- nisen sre die zuiüctgeblie. U M Hilfe leisteten und Laufame nach Ane.
in glück ereignete sich, idet wird, Beim Aufstieg Jm Münchener Haus auf cit noch sehr viel Lchnre i zwei Samen und zwei 62 Meter vor dem Zug. xi tarnen, die sich auf licht mehr intiterlonnten, en Rus der Aussteigen, oben seien, antwortete )amen, \vt bm ,t sie aus und rutschte uM. 3m Fallen llarn- Dame und rih diese mit ter und rissen noch einen ürzten nun zunächst über mn über steile Felswände Platt zu liegen. Eine der i Fräulein Ottilie Leb« -t a. M. konnte nur noch retten. Sie zweite Same al; aus Merseburg trug ivon, während der Sauf« aus Frankfurt O.M. mit en liegen Blieb.
tums werden sichtbar, die, versinken lassen, ober den gelweide herausbeschworen, e M sorgt und bongt, verwirft in Spruch und aus heimlichem Gesetz n- Mde..."UndW - eorae W ^mann dos ungsvott ausklingen.
[ogner brüdem, i und eig und laU' Zen, » den mann gebiert Lauf trutn«*“!n iSS"Ä
!d grausige signa .
MN. Zeit'
'n DWrs A Bertram »«Ä - 5;*»sX« ®ebeubing £
rsÖ&SS 8-rt Kn 6»
leü
itische" 5
Aus der Provinzialhauptstadt
Nach einer kurzen Pause wurde eine Reihe Licht- kder aus dem Leben und Wirken unserer Marine
bilder
■
im
Gesang über W
mit Zupfgeigenbegleitung der Heimweg ieseck angetreten.
reich anwesenden Kinder gut unterhielten. Die Veranstaltung sollte eigentlich am nahegelegenen hölzernen Vorn beim Daubrinaer Paß abgehalten werden, mußte jedoch der Witterung wegen im
Saale stattfinden. Kinderspiele, Ansprachen, Gesang und humorvolle Vorträge sorgten reichlich für Abwechslung. ein Kasperltheater führte einige lustige Stücke vor zum großen Ergötzen der Kleinen, wie auch — der Erwachsenen. Nur zu schnell verflogen die Stunden und gegen Abend wurde unter frohem
** Hessische S ch u l p e r | 0 n a l i e n. An der Volksschule zu Nieder-Wiesen (Kreis Alzey) ist eine Stelle für einen evangelischen Lehrer frei geworden. Eine Dienstwohnung ist vorhanden. — Mit sofortiger Wirkung wurde der Handelsstudienrat Wilhelm Barthel zu Bad-Nauheim beurlaubt. — Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Le- russbeamtentums wurde der Handelsstudienrat Dr. Fritz E i ch an der Berufsschule zu Offenbach a. M. mit Wirkung 00m 1. August aus dem hessischen Staatsdienst entlassen.
** Verkehrsunfall. In der vergangenen Nacht gegen 24 Uhr ereignete sich an der Ecke Bleichstraße und Ludwigstraße ein Verkehrsunfall. Zwei Prioatkraftwagen stießen mit großer Wucht zusammen; beide wurden schwer beschädigt. Die Insassen der beiden Fahrzeuge kamen noch glimpflich davon. Lediglich einer der Beteiligten erlitt kleinere Verletzungen und wurde durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgifchen Klinik gebracht. Der Verunglückte konnte sich jedoch nach erster Behandlung wieder nach Hause begeben. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht völlig geklärt.
** Kraftpost fahrt in den Taunus. 2lm Sonntag. 16. Juli, findet mit bequemen Autobussen eine Ausflugsfahrt statt, welche die Teilnehmer in den landschaftlich reizvollen Taunus bringen wird. Die Abfahrt erfolgt um 8 Ahr vom Hauptpostamt. Vorgesehen sind Aufenthalte in Ufingen, Saalburg, Königstein und in Bad Homburg. Der Fahrpreis stellt sich für die ganze Fahrt auf 4,50 Mark. Teilnehmerkarten sind erhältlich durch Theodor Loos, Vertretung des Norddeutschen Lloyd, Kirchenplah. Auf die gestrige Anzeige sei hingewiesen.
** VH C. -Wanderfahrt nach Alten- B u s e ck. Eine Wanderfahrt ins Blaue mit dem Ziel Alten-Buseck veranstaltete am Sonntag der VHC. Gießen mit einer Beteiligung von nahezu 90 Personen. Die Führer hatten die Teilnehmer über den Weg im unklaren gelassen; um so größer war die Erwartung. Die Wanderfahrt, als Familienwanderung gedacht, ging durch den Philosophenwald und den Stolzenmorgen hinauf nach Rödgen, das bei den ersten Häusern durchschritten wurde, um auf den ßäusberg zu gelangen. An einer Waldlichtung wurde ausgiebig Rast gemacht, doch war der sonst so prächtige Blick von dieser Stelle leider stark verschleiert. Der Weitermarsch führte hinab in das Busecker Tal durch die Großmühle hindurch zum Hauptziel des Tages, Alten-Buseck, das glücklicherweise noch vor Ausbruch eines schweren Unwetters erreicht wurde. Im Saale der Gastwirtschaft „Zur Waldlust" entwickelte sich bald ein fröhliches Treiben, bei dem sich namentlich die zahl-
„Heidelbeeren!"
Wieder sind vor kurzem die Heidelbeeren auf dem Markte erschienen, die kleinen, runden, .schwarzen Früchte eines Sträuchleins, das in Gesellschaft von Besenheide und Erika, von Preißelbeere und Wa- cholder die Nadelwaldheiden, Gebirge und Bergwälder Europas und Norasiens in ausgedehnten Beständen durchziehen. Tausende von Menschen, Wäldern und Heidebewohnern, Sammlern und Händlern verschafft die Ernte der Früchte Beschäs- tigung und Verdienst, denn bei der mannigfaltigen Verwendung dieser Beeren herrscht eine so starke Nachfrage, daß sie in Gegenden, wo sie in Menge wachsen, als Handelsartikel von großer Wichtigkeit und in der Zeit der Ernte ganz erstaunliche Men» gen ins Flachland, in die Städte und Dörfer, besonders in die Industriegebiete gehen.
Im Absatzgebiet erscheinen dann die Sammler und Händler mit ihren gefüllten Körben auf den kleinen Wagen in den Städtchen und Dörfern, um das gesunde Obst, das Zahn, Zunge und Lippe wie mit Tinte färbt, feilzubieten, und „Heidelbeeren!" tlingt’s und singt's durch die Straßen. Das ist dann allemal für die Kinder eine besonders Freude, und heute noch klingt mir aus der Jugendzeit des langen, sehnigen Alten Sang:
„Halebeer'n! — Halebeer'n! Wer will es mir oerwehr'n, Daß laut ich ruf’ Halebeer'n! Halebeer'n! — Halebeer'n!"
gezeigt, die die interessanten und teilweise mit Humor gewürzten Ausführungen des Redners veranschaulichten. In einem kurzen Schlußwort dankte Studienrat Pros. Dr. Schmoll dem Redner und wies auf die außerordentliche Bedeutung unserer Marine hin.
Taten für Mittwoch, den 12. Inti.
100 0. Ehr.: der römische Feldherr und Staatsmann Cajus Julius Cäsar geboren; — 1694: Eröffnung der Universität Halle; — 1868: der Dichter Stefan George in Büdesheim geboren; — 1874: der Dichter Fritz Reuter in Eisenach gestorben; — 1919: Aufhebung der Blockade gegen Deutschland.
Lornonzeu.
— Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Stolz der 3. Kompanie".
Missionen. Abgesehen davon, daß diese Reisen zur Vervollkommnung der Ausbildung der Mannschaften dringend erforderlich seien, müsse Deutschland im Ausland zeigen, daß es noch lebe. Es solle aber auch mit den Kriegsschiffen dem Ausland bewiesen werden, was deutsche Technik $u leisten imstande sei. Unsere blauen Jungens fänden im Ausland überall gute Aufnahme. Der Redner schildert ferner an einer Reihe von praktischen Beispielen den bewundernswerten Kameradschaftsgeist in der Marine, die gegenseitige Unterstützung und Aufopferung in höchster Not. Er empfehle, in dieser schweren Zeit dem Beispiel unserer blauen Jungen zu folgen und zusammenzustehen im Vertrauen auf den Führer.
** Altersvereinigung 1883 — 19 3 3. Aus Anlaß des ersten Svmmerfestes hatten sich am vergangenen Samstag die Alterskameraden zahsi reich zum Kommers im Saale des Hotel Hindenburg eingefunden. Der 1. Vorsitzende Herr Appel hielt dazu eine Ansprache. Am Sonntag nahm man geschlossen am Gottesdienst in der Stadtkirche teil, der durch gut zu Gehör gebrachte Lieder des Bauer- schen Gesangvereins verschönt wurde. Arn Mvntag- nachrnittag fammelten sich die Alterskameraden mit ihren Angehörigen auf dem Ludwigsplatz, um von hier aus, unter Vorantritt der Kapelle Einbrodt den Marsch nach dem Philosophenwald anzutreten. In einer Ansprache wies der 1. Vorsitzende A p - p e l die Anwesenden auf die Ziele und Bestrebungen einer Altersoereinigung hin. Ernste und heitere Vorträge, sowie Tänze wechselten miteinander ab, ein Kunstfahrer des Radfahreroereins 1885 trug zur Verschönerung des Festes bei.. Eine Anzahl Alterskameraden unterhielten sich mit dem Schießen auf dem Scheibenstand, die Gesangsabteilung 1883—1933 trug verschiedene Lieder vor. Ein Kinderreigen und allerlei andere Kinderspiele sorgten für die Unterhaltung der Jugend. Bei lana und gemeinschaftlichem Gesang blieb man noch lange beisammen.
** Verbilligte Fahrten zu den Kriegs- grobem. Im Rahmen der Herbstveranstaltungen der Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Volksbunoes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V finden am 9. August, 6. September sowie 31. Oktober viertägige Fahrten nach Verdun—Reims statt, die einschließlich Fahrt (Reiseomnibus) und voller Verpflegung 78 Mark kosten. Die sechstägigen Fahrten nach Verdun — Champagne — Flandern — Nordsee — Reims — Verdun (am 14. August und 30. Oktober) kosten einschließlich Fahrt und voller Verpflegung 128 Mark, die letzten sechstägigen Führten (11. September und 30. Oktober) nach Verdun—Champagne
Nutzen und Verwendung der Heidelbeeren sind recht groß und vielseitig. Sie wird für sich allein roh mit Zucker, Wein oder Milch, auch gekocht als Beilage, Mus und Kompott, sowie als Heidelbeerkuchen gegessen. Getrocknet sind sie gegen Ruhr und Durchfall ein altes, bewährtes Haus- und Heilmit- tel. Aus den Früchten wird auch ein herbfchmecken- ber Rotwein hergestellt, der als Glühwein mit Zucker, Zimt und Gewürznelken Verwendung fin- bet. Ferner gibt es Heidelbeerenlimonaden-Essenz, die mit frischem Wasser ein angenehm schmeckendes, burststillendes Mittel ist und zitriert noch mehr Wohlgeschmack besitzt. Auch ein Heidelbeeressia wird bereitet, sowie ein Likör, der Heidelbeergeist. Früher hat man aus den Früchten mit Hilfe von Alaun auch eine Farbe (violett, rot, blau), das Heidelbe^r- blau hergestellt. Am wichtigsten aber ift heute noch die unschädliche Rotfärbung des Weißweins.
Häher, Drosseln, Amseln, wilde Tauben, Birk- und Rebhühner fressen die Früchte sehr gern und tun so das ihrige zur Verbreitung der Pflanzen, auch Krähen stellen sich zur Reisezeit gern im Walde ein und fressen die Heidelbeeren mit großer Gier.
Ebenso rechnen zu dieser Pflanzenfamilie die Kronsbeere, die Sumpfheidelbeere, die Moosbeere unb die Preißelbeere, welch letztere einen ganz bedeutenden Handelsartikel bildet. 3- Gr.
Achtung! Ümsatzfteuer-Voranmeidung!
Von zuständiger Seite wird uns geschrieben; .Sämtliche umsatzsteuerpflichtigen Personen hatten am 10. 3uli Hmfatzsteuer-Doranmeldungen über die Hmfätjc im abgelaufenen Vorauszahlungsabschnitt (Monatszahler; Für den Monat 3um; Dierteljahrszahlcr: Für die Zeit vom 1. April 1933 bis 30. 3uni 1933) abzugeben. Die Abgabe der Voranmeldungen kann bei den Finanzämtern ohne Rechtsnachteile noch bis zum 17. Juli 1933 erfolgen. Die Finanzämter sind streng angewiesen, Bei später eingehenden Voranmeldungen wegen verspäteter Abgabe oder wegen Richt- a b g a b e von Voranmeldungen neben der Steuer Zuschläge bis zu lOProzent der Steuer sestzusetzen. Diese Zuschläge werden unabhängig von den etwa wegen verspäteter Zahlung der am 10. 3uli 1933 (Schonfrist bis 17. 3uli 1933) fällig gewesenen Umsatzsteuer-Vorauszahlung entstandenen Verzugszinsen erhoben."
Einheitliche Führung im NSLB. Hessen-Nassau und Hessen.
Der Reichsleiter des Rationalsozialistischen Lehrerbundes, Staatsminister Schemm, hat dem bewährten Führer der hessischen Lehrerschaft, Ministerialrat Ringshausen, auch die Gesamt- leitung des RSLD. für die Provinz Hessen Rassau übertragen. Hiermit ist der Reichsleiter dem schon längst gehegten Wunsch einer engeren Zusammenarbeit der drei hessischen Gaue aus arbeitstech- nischen, Wirtschafts- und kulturpolitischen Gründen gerecht geworden. 3n Ausübung seines neuen Amts berief Ministerialrat Ringshausen die Gauobleute und Kreisleiter der RSLB. der Provinz Hessen-Rassau zu einer ersten Tagung nach Gießen ein, auf der er in einer längeren Ansprache den Versammelten die großen Aufgaben des Erziehers im nationnalsozialistischen Staat vorzeichnete und in großen Zügen den Organisationsplan nach hessischem Vorbild entwickelte.
„Unsere heutige deutsche ^eichmarme"
Der Evangelische Bund veranstaltete am Sonntagabend im Saale des Cafs Leib einen Vortragsabend. Nach kurzer Einleitung durch den Universitätsprofessor Stu'oienrat D. Dr. Frh. von Gall sprach Marinepfarrer Haupt-Kiel über „Unsere heutige deutsche Reichsmarine". Der Redner, der früher hier einige Jahre für den Evangelischen Bund wirkte, sprach zunächst von den Heimatgedanken der Besatzung draußen auf hoher See, von der Liebe der Matrosen zu ihrer Heimat und von dem guten Geist, der in der Marine herrsche. Wenn im November 1918 die Revolution bei der Marine ausgebrochen sei, so liege das nicht an der Marine schlechthin, sondern an ihrem Wesen. Bei der Marine gebe es kein Für-sich-sein, sondern nur das Zusammensein auf engem Raum. Es sei daher auch begreiflich, daß leicht entzündbarer Stoff hier gute Nahrung fände.
Der Redner kommt sodann auf die ruhmreichen Taten unserer Marine zu sprechen, die sich auch im Weltkrieg selbst bei unseren Gegnern Achtung und Respekt verschafft habe. Der Krieg zur See sei ganz anders als auf dem Land; die Schwierigkeiten feien viel größer, jeder Verlust bedeutete Schwierigkeit. Bei der Marine spiele auch die Tradition eine bedeutende Rolle. Die heutige Marine baue auf den Grundlagen der alten Marine auf.
Der Redner sprach sodann von den heutigen Verhältnissen bei der Marine. Wir seien durch den Vertrag von Versailles auch bei der Marine wesentlich in unserer Bewegungsfreiheit beschränkt. In der Ostsee halte die Marine Wacht, selbstverständlich bilde sie auch Rückendeckung für Ostpreußen, ebenso werde von ihr die Küchenwache durchgeführt. Bei der Marine kämen nur einwandfreie Persönlichkeiten mit echt nationaler Gesinnung zur Einstellung. Es lei eine Freude, Pfarrer bei der Marine zu fein. Die Auslandsreisen unserer Kriegsschiffe bedeuteten
—Paris einschl. Fahrt und Verpflegung 112 Mark. Anmeldungen an die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Volksbundes, Frankfurt a. M., Münzgasse 3.
Oie großen Hessischen Zuchtfohlenmärkte 1933.
Seit einigen 3ahren sind die Zuchtfohlenmärktc der größeren Pfcrdezüchtcr-Vcrcinigungcn in Hessen wieder neu ins Leben gerufen worden und haben sich besonders gut eingeführt. Auch in diesem 3ahre werden die Veranstaltungen in vollem Umfange zur Abhaltung kommen, und zwar zu folgenden Terminen:
Groh-Dieberau: Donnerstag, 13 3uli, 9 Uhr.
Rieder-Weisel bei Vutzbach: Freitag, 14. 3uli, 9 Uhr.
illfa bei Ridda: Donnerstag, 20. 3uli, 930 Ähr.
Die Anmeldungen zu den diesjährigen Veranstaltungen sind sehr zahlreich eingegangen. Besonders in Rieder-Weisel wird ein zahlreicher Auftrieb Zustandekommen. Aber auch Groh-Bieberau und Ulfa werden eine recht gute Beteiligung haben. 3n erster Linie kommen gute Absatzsoh- len, sowohl Kaltblut als auch starkes Warmblut, zur Versteigerung. Den Landwirten bietet sich hier beste Gelegenheit, gutes, bodenständiges Tiermaterial im Lande selbst zu kaufen. Bekanntlich wird der alljährliche Pferdebedarf in Hessen, also der notwendige Rachwuchs, bei weitem nicht im Lande selbst gedeckt. Es müssen immer große Beträge auher Landes gehen. Es empfiehlt sich daher, zur rechtzeitigen 3ungerhaltung der Pferdebestände schon jetzt sich Absatzfohlen einzustellen. Auf den diesjährigen Fohlenauktionen bietet sich beste Gelegenheit, sowohl Fohlen für Zuchtbedarf als auch solche für Gebrauchsansprüche in großer Auswahl anzutreffen und sicherlich auch preiswert zu kaufen.
£ein Fehlbetrag im Oberwesterwaldkreis.
W«N. Westerburg, 11. Juli. Der Etat des Kreises Oberweslerwald für das neue Rechnungsjahr wurde jetzt in Einnahme und Ausgabe gleichlautend auf 2190 200 RM. festgesetzt. Dank scharfer Sparmaßnahmen wurde ein Fehlbetrag vermieden.
Oer Hauptverein der Gustav-Adolf- Stiftung in Friedberg.
.1-
. M-W
■
Das Treugelöbnis für Kirche und Volk am Kriegerehrenmal.
Ist -as Atlantis-Rätsel gelöst?
Kann die versunkene Stadt in Nord-Afrika gelegen haben?
Von Or. A. Berger.
Auf dem Sockel des verschleierten Bildes der Göttin Reith zu Sais in Aegypten stand der Spruch: „3ch bin das All, das gewesen, das ist, das sein wird, — kein Sterblicher hat meinen Schleier gelüftet.“ Ein merkwürdiger Zufall tooilte es, daß gerade die Priester dieser Re.th es waren, die der Menschheit eines der größten geographischen Rätsel aufgaben, an dessen Lösung die Gelehrten bereits seit mehr cus zwei 3ahrtausenden arbeiten: das Atlantis- Rätsel.
Altlantis, die Hauptstadt eines gewaltigen Reiches, soll auf einer 3nsel gelegen haben und „innerhalb eines einzigen Tages und einer einzigen bösen Rächt" ins Meer gesunken sein, wie uns Plato berichtet. Run leben im Sagenkreis vieler Völker Heberlieferungen von verschwundenen, vom Meer verschlungenen Städten fort, so dah die Frage schon aufgeworfen wurde, ob nicht alle diese Sagen einen gemeinsamen Ursprung haben, durch Seefahrer verbreitet worden sind, und ob nicht die meisten dieser Völker die versunkene Stadt ohne Berechtigung für sich in Anspruch nehmen. Diese Ansicht indessen dürfen wir als irrig bezeichnen, denn zweifellos liegen Rachrichten über untergcgangenc Städte geschichtliche Tatsachen zugrunde, die sich allerdings über Zeiträume von 3ahrtausenden erstrecken. Hm sie hat die Volkssage ein Rankenwerk von allen möglichen Ausschmückungen go schlungen, die teilweise ungemein poetisch sind.
Vor allem der Stadt Vineta bemächtigte sich die Sage in erstaunlichem Maße. Abei während wir über die Lage dieser nordischen Stadt, die im 3ahre 840 von einer Sturmflut weggespült wurde, nachdem sie schon vorher von den Dänen mehrfach ausgeplündert und teilweise zerstört worden war, ziemlich genau unterrichtet sind, ist die Lage der der Sage nach größten versunkenen 3nselstadt Atlantis heute immer noch strittig.
Die erste Kunde von dieser Stadt stammt aus dem 3ahre 570 v. Ehr. Solon erhielt sie von den Priestern der Reity. Diese als ungemein wissenschaftlich gebildet bekannten Männer berichten von einem gewaltigen „Heiligtum“ des Poseidon, das einst auf der 3nsel Atlantis inmitten einer gewaltigen Stadt gelegen habe, welche das ganze Land weithin in Afrika, bis Aegypten und jenseits des Mittelländischen Meeres gewaltige Länderstrecken beherrschte. Diese Stadt lag angeblich in einem früher schiffbaren, jetzt (500 v Ehr ) bereits versch ammten Meere, , vor den Säulen des Herkules, die den Eingang zum äußeren Meere bilden“. Die Säulen des Herkules stellen bekanntlich die Meerenge von Gibraltar dar, das äußere Meer kann nichts anderes fein als der heutige Atlantische Ozean, denn alle Geographie des Altertums wurde ton Aegypten, Griechenland oder 3talien aus gerechnet. Ein gewaltiges Erdbeben, das man neuerdings mit dem im 3ahre 1250 v. Ehr. statt- gefunöenen zusammenbringt, hat nach Angabe dieses Priesters dec Reith „in einem Tage unfr in einer schlimmen Rächt“ die große Stadt versinken lassen, so daß nicht einmal ihre einstige Lage in der Erinnerung der umliegenden Völker, die vermutlich auch durch das Erdbeben ungemein heimgesucht wurden, erhalten blieb
Von Solon übernahm Platon die Rachricht von Atlantis und berichtet darüber in seinen beiden Werken Tinmäus und Kritias; von ihm schrieben alle späteren Geographen ab. Rim steht aber in seinem Bericht, dah es sich um eine 3nsel handelte, die größer als Asien — gemeint ist natürlich Kleinasien — war und vor den Säulen des Herkules lag. Das ist natürlich ein Ding der Hnrnöglichkeit, denn im Mittelländischen Meere kann es eine so große 3nfel nie gegeben haben. Also verlegten die Geographen kurzerhand Atlantis hinaus in den Atlantischen Ozean und vermuteten, daß die „Cop- verdischen oder Kanarischen 3nfeln“ die Reste dieses einstigen Festlandes barftellten, was ganz wahrscheinlich klang. Rachdem aber in neuerer Zeit dieses gewaltige Meer ausgelotet war, zeigte es sich, daß selbst in der nächsten Rähe dieser 3nselgruppen die Tiefe des Ozeans gleich 3000 bis 4000 Meter betrug, ohne dah sich irgendwelche Untiefen feststellen liehen. Hiermit war der Beweis gegeben, dah die Annahme, Atlantis
habe in der Rähe der genannten 3nselgruppe gelegen, unmöglich richtig sein konnte, ganz abgesehen davon, daß Atlantis ja, von Griechenland aus gerechnet, nicht vor, sondern hinter den Säulen des Herkules gelegen hätte.
3m Laufe der 3ahrhunderte wurden die merkwürdigsten Hypothesen ausgestellt-. Rach der Entdeckung Amerikas lag es auf der Hand, anzunehmen, daß dieser große Erdteil schon vor 3ahrtausenden von den Phöniziern entdeckt worden sei; auch Alexander v-Humboldt verschloh sich dieser Annahme nicht ganz. Später wurden der Reihe nach Schweden, Südafrika, Spitzbergen, Ceylon, der Kaukasus, Attika, Sardinien und andere Länder mehr als Atlantis gedeutet. 3a, ein Amerikaner legte sogar eine Handschrift des Majavolkes, in der von einem gewaltig?n Länder und Städte verschlingenden Erdbeben die Rede ist, als auf Atlantis bezüglich aus.
In neuerer Zeit hat die von Professor Adolf Schulten in Erlangen aufgestellte Behauvtung, daß Atlantis an der Mündung des Gua- d a l q u i v i r zu suchen sei, große Ausinemerksamteit erregt. Dieser Gelehrte hat nach jahrelangen Untersuchungen die Ansicht angesprochen, daß wir Atlantis mit dem den Griechen wohlbekannten Tarte s s o s identifizieren müssen. Nur ergab sich die Schwierigkeit, daß wir auch nicht wissen, wo einst diese gewaltige Handelsstadt gelegen hat, die aus Britannien das Zinn, von der germanischen Küste den Bernstein, aus Spanien aber Silber in ungeheuren Mengen auf den Weltmarkt brachte. So reich waren die Bewohner, daß die Pferdctrippen und die Schiffsanker aus Silber waren, während die Wände der Häuser, wenn nicht mit Silber, zumindest mit Bronze belegt wurden. Diese Stadt wurde von den handelsneidischen Karthagern im 6. Jahrhundert v. Chr. zerstört und zwar so gründlich, daß auch die Ueberlieferung nichts mehr von ihrer Lage weiß, zumal die Karthager anscheinend jede schriftstellerische Erwähnung unterdrückten. Indessen ist die Annahme von Professor Schulten, daß Tartessos mit Atlantis identisch märe, schon deshalb sehr unwahrscheinlich, weil ja bereits Solon durch die ägyptischen Priester im Jahre 570 v. Chr., von dem versunkenen Atlantis als von etwas ganz Besonderem hört. Auch wissen wir, daß Tartessos nicht versunken ist.
Die Gelehrten mußten also weiter suchen. Vor einiger Zeit ist von dem Orient Geographen Paul Borschardt in München die Meinung ausgesprochen und belegt worden, daß wir Atlantis im nordwestlichen Afrika, in Tunis, in der Nähe des heutigen Gabes zu vermuten haben, und zwar verlegt er das Meer, in dem die Stadt versunken sein soll, in den Schott Djerid in Tunis. Es ist dieser Schott einige der wenigen Wasserflächen im nördlichen Afrika, die, von ungemein fruchtbaren Oasen umgeben, großenteils Salzsümpfe bilden, die teilweise sogar unter dem Spiegel des Mittelmeeres liegen.
Dieser Schott Djerid heißt auf den alten Karten Triton-See, ober, wie Borschardt gleichfalls nachweist, wurde er auch als Bahr-Atala bezeichnet, auf deutsch: „Meer der Atlanten". Dabei brauchen und dürfen wir unter „Meer" durchaus nicht einen Ozean verstehen. Im Arabischen bedeutet „Bahr" lediglich soviel wie „Großes Wasser", heißt doch der Nil bei ihnen einfach „el Bahr". Es wird also mit dem Wort eine große offene Wasserfläche bezeichnet. Vermutlich ist dieses Wasser allmählich immer mehr versumpft, ober aber von bem großen Erbbeben, bas 1250 v. Chr. biese Gegenb, wie ganz Norbwest-Afrika heimsuchte, samt ben barm liegenben Inseln mit ber Hauptstadt unb bem großen Pofeibon Tempel, verschlungen worben.
Auch sprachwissenschaftliche Vergleiche sprechen für bie Borschardtsche Hypothese. In Atlantis ftanb, wie wir von ben Priestern ber Neith wissen, das Hauptheiligtum b e s P o s e i b o n, unb heute noch führen eine Reihe der in ber Nähe bes Schott Djerid wohnenben Völker Namen, bie benen der Söhne bes Poseidon ungemein ähnlich sind, oder aber sich sprachwissenschaftlich einwandfrei von diesen ableiten lassen. Nur ein Volksstamm sei ge-, nannt: die Eunor, deren Name sich zweifellos von Uenor, dem Sohn bes Poseibon, ableitet.
Fassen wir alle biese Borscharbtschen Erwägungen zusammen, so besteht große Wahrscheinlichkeit dafür, daß seine Ansicht über die einstige Lage von Atlantis die richtige ist.


