Ausgabe 
12.6.1933 Frühausgabe
 
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S.A.-'Sport

Neue Siege

der Gießener Hudergesellschast.

Mainz-Kastel im Achter zweimal geschlagen.

Die große mittelrheinische Jubiläums-Regatta in Mainz-Kastel stand sehr unter der Ungunst der Wit- terung. Die Vorrennen mußten bei strömendem Regen ausgetragen werden, während der Haupt­rennen ging zeitweise ein wolkenbruchartiger Regen nieder. Trotzdem sah mgn ausgezeichneten Sport. Die Gießener Rudergesellschaft reihte ihren bis­herigen Erfolgen wieder sehr beachtliche Siege an. Der Große Achter am Samstag brachte einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf, den die Gießener mit 5:38,8 Minuten vor Mainz-Kastel mit 5:39,8 Minuten für sich entschieden. Im Gastvierer kottnte ebenfalls ein 1. Sieg errungen werden.Rassovia"- Höchst undSaar"-Soarbrücken landeten im ge­schlagenen Feld. Im Carmen-Sylva-Einer wurde Friedel I ö d t Zweiter. Der Sonntag brachte den Gießenern wieder einen eindrucksvollen 1. Sieg. Im Mittelrhein-Achter sah man sie abermals dem Achter von Mainz-Kastel gegenüber. Mit 5:50,4 Minuten behielten die GRG. den Sieg vor Mainz-Kastel mit 5:54,4 Minuten. Ausführlicher Bericht folgt.

Kußball auf dem Waldsportplatz.

Die beiden Begegnungen auf dem Waldsport­plah wurden zu sehr torreichen Treffen. Die Spielvereinigung 1900 konnte das Spiel gegen eine

21m Samstagabend und am Sonntagmorgen wurde auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 erstklassiger Handballsport gezeigt. Die 1. Mann­schaft des Polizeisportvereins «Darmstadt gab ein Gastspiel und trat gegen die 1. Elf der Spielverei- nigung 1900 und gegen den Dataillonsmeister, die 1. Mannschaft der 2. Kompanie an. Die zahl­reichen Zuschauer bekamen großartigen Sport zu sehen. Sicherlich gastierte bisher in Gießen noch keine so ausgezeichnete Mannschaft wie die des Polizeisportvereins Darmstadt.

Dos Spiel der Gäste war beispielgebend. Dor allem war ihre körperliche Gewandtheit ebenso be­achtenswert wie erstaunlich. Sie zeichneten sich vor allem durch schnellen Start, durch eine hervorra­gende Fangtechnik und durch glänzende Kombi- Nationsarbeit aus. Die Mannschaft hatte keinen schwachen Punkt aufzuweisen. Das Stellungsspiel, das sie pflegten, war vorbildlich: ihre Deckungs- arbeit nicht weniger gut. Das Verständnis, das sie untereinander bewiesen, war nicht zuletzt aus­schlaggebend für die ziffernmäßig hohen Siege, die sie auf Gießener Boden erringen konnten. Wer sich schon nach fünf Spielminuten noch einer Hoff­nung auf einen Sieg der Gießener Mannschaften hingegeben hätte, wäre einer groben Selbsttäu­schung zum Opfer gefallen. Die beiden Spiele waren für die Hondballmonnschaften der Spielver­einigung 1900 sowohl wie für die Mannschaft der zweiten Kompanie sehr aufschlußreich, denn es wurde ersichtlich, welches Ausmaß an Spielkul­tur zu erreichen möglich ist.

1900 I JJSU. Darmstadt I 5:14 (2:8).

Eine stattliche Zuschauermenge harrte des Spieles. Mit großem Beifall wurden die Mannschaften emp­fangen. Dr. G u y o t, der Borfitzende der Spielver­einigung, hielt eine kurze Begrüßungsansprache und überreichte einen Blumenst. .iuß. Der begleitende Offizier der Polizeimannschaft erwiderte mit herz­lichen Worten.

Das Spiel begann. 1900 hatte Anwurf. Die Poli- 3iften übernahmen aber schnell den Ball. Bald darauf siel das erste Tor. Der Ball sprang, der Tormann der 1900er warf sich, der Ball ging aber unter ihm hindurch. Die Blauweißen spielten zunächst reichlich nervös. In der 6. Minute hieß es schon 2:0. Ver­teidigung und Läuferreihe waren glatt überlaufen worden. Das 3. Tor fiel im Anschluß an einen Freiwurf. Ein Strafwurf von Betz wurde vom Darmstädter Tormann sicher gehalten. Rach glän­zender Kombinationsarbeit und blitzschnellem Ab- spiel fiel das 4. Tor für PSD. Ein fcharf in die linke untere Ecke geschaffener Ball brachte den 5. Er­folg. Der Tormann war machtlos. Jetzt erst kamen die Gastgeber zum ersten Tor. Rach kurzem Ge­plänkel vor dem Gäftetor schoß Betz von links her aus ziemlicher Entfernung knapp unter die Latte 5:1. Die Polizisten schossen in kurzen Abständen Zwei weitere Ueberraschungstore. Wolf (1900) brachte einen schönen Wurf an, der aber gehalten wurde. Betz schoß im Strafwurf ein zweites Tor. Mit 2:8 wurden die Seiten gewechselt.

ersatzgeschwächte Mannschaft von DfD. Kurhes­sen--Marburg mit 6:0 (4:0) Toren gewinnen, die 1. Mannschaft des VfB. verlor gegen die Liga- Elf des VfB. Friedberg mit 1:5 (1:0) Toren.

Das Feldberg-Turnfest verregnet.

Das 80. Feldberg-Turnfest, das älteste und tradi­tionellste der deutschen Bergfeste, ist am Sonntag ein Opfer des Wetters geworden. Zum ersten Male seit 1914 war der meist bei diesem Feste übliche Regen so stark, daß man sichzumAbbruchent- schließen mußte. Voraussichtlich wird das Fest am 2 7. A u g u st n a ch a e h o l t. Als einziger Wettbewerb wurde der Kampf um dasVölfungcn- horn" abgewickelt. Dieser Mannschaftskampf wurde allerdings bereits am Samstag bei gutem Wetter, aber schlechten Bodenverhältnissen durchgeführt. Sieger wurde der Turnverein Bieber bei Offenbach.

Um den Davispokal.

Deutschland von Japan endgültig besiegt.

Wie man es nach den Ergebnissen des ersten Tages vorausgesehen hatte, so wurde Deutschlands Niederlage im Kampf gegen Japan schon am zwei­ten Tag endgültig festgestellt. Das deutsche Doppel von Cramm Nourney kam in keiner Beziehung an die japanischen Spitzenspieler Sato/Nunoi heran und wurde glatt in vier Sätzen 6:2, 6:3, 3:6 61 besiegt.

I Bis dahin hatten sich die Blauweißen nicht sehr | gut gefunden. Nach der Pause wurde das Spiel ausgeglichener. Die 1900er kamen etwas auf, arbei­teten gute Torchancen heraus, vergaben aber man­chen Ball selbst. Die Gäste erhöhten auf 2:10. Nun brachte Schott einen glänzend placierten Schuß an und verkürzte auf 3:10. Die Polizisten schufen bald wieder die alte Differenz. Wolf konnte nun feiner- feits auf 4:11 verkürzen, Schott war ebenfalls noch einmal erfolgreich, so daß die Tordifferenz nur noch 6 Tore betrug. Im Endspurt legten die Polizisten aber noch einmal mächtig los und schossen drei wei­tere Tore, so daß die Spielvereinigung mit 5:14 Toren geschlagen wurde. Bei den Gastgebern man-

Das Endspiel um die Deutsche Fußball-Meister- schast gestaltete sich in Köln zu einem Ereignis, wie man es im gleichen großen Ausmaß im deutschen Fußball wohl noch nicht erlebt hat. Es war ein magres Volksfest, dem leider nur das nötige schöne Wetter fehlte. Schon am Samstagabend fetzte ein starker Zustrom auswärtiger Besucher ein und am «onntagoormittag kamen Zehntausende aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein. Schon in der Mittagsstunde waren Zehntausende auf dem Weg jum Stadion und um 13 Uhr, eine Stunde vor Spielbeginn war bereits das Stadion mit 55 000 Personen dicht gefüllt. Jugendmannschaften und eine S«.-Kapelle unterhielten die Massen. Mit den Mannschaften erschien im Kreise des DFB.-Var- standes auch der Reichssportkommissar. Vom Jubel der Massen begrüßt, marschierten die Mannschaften mit dem Hitlergruß nebeneinander ins Stadion ein.

Beide Klubs traten in den vorgesehenen Auf­stellungen an.

Jlad) anfänglich nervösem Spiel sah man schon bald, daß die Düsseldorfer Elf zu diesem Kampf die besseren Nerven mltgebracht hatte.

Sie spielte ruhig ihr gutes, flaches Kombinations- spiel. Ganz hervorragend arbeitete von Beginn bis Schluß die Läuferreihe der Fortuna mit ihrem überragenden Mittelpunkt Bender. Schalkes Spiel ging zu sehr in die Breite, ^zepan und Kuzorra wühlten mit allen Kräften, aber die übrigen Stür­mer gingen viel zu oft nicht auf die Ideen der beiden Internationalen ein. Vor allem schoß Schalke zu wenig. Fortunas Führungstreffer fiel bereits in ber 11. Minute. Nach schönem Aufbau durch die Läuferreihe schloß Zwo la n ow ski den guten Kombinationsangriff mit einem präzisen Schuß ab. 3m weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sah man säst stets die produktiver arbeitenden Düsseldorfer mehr im Angriff.

gelte es etwas an der Aufbauarbeit, das Schluß­dreieck war überlastet. Für die Blauweißen stellte der Kampf eine schwere Kraftprobe dar.

2. Kompanie I PSD. Darmstadt I 2:10.

Geteiltes Leid ist halbes Leidl Es erging den Soldaten nicht viel besser als den 1900ern. Sie muhten eine Niederlage von 2:10 Toren hinneh- men, die allerdings in dieser Höhe nicht gerecht­fertigt ist. Die Mannschaft der 2. Kompanie hatte sich sehr schnell gesunden und belagerte in den ersten Minuten das Tor der Gäste mit viel Ge­schick. Der Tormann der Polizisten mußte ver­schiedentlich eingreifen und hatte einige gefähr­liche Situationen zu meistern. Schon in der 4. Mi­nute fiel, wohl zur großen äleberraschung der Gäste, das erste Tor für die Soldaten. Ein scharfer Wurf vom linken Flügel her war für den Gäste- tormann nicht zu halten. Bereits eine Minute später fiel der Ausgleich. Zwar mußte in der Folge der Gästetormonn noch einigemale eingrei­fen, er meisterte aber alle noch so gefährlichen Bälle. Die Polizisten liefen nun zu ihrer eigent­lichen Form auf und nach jeweils hervorragender Kombinationsarbeit fielen, ohne daß die gegnerische Verteidigung ernsthaft eingreifen konnte, drei wei­tere Tore. Aber die Soldaten kämpften mit zähem Eifer. Sie hielten das Spiel offen, schufen auch noch manche kritische Situation vor dem Dann- städter Tor, aber sie konnten nicht verhindern, daß bis zur Halbzeit noch weitere drei Tore fielen. Mit 1:7 wurden die Seiten gewechselt. Die Poli­zisten schossen aus jeder Lage.

Llnverändert heftig ging der Kampf weiter. Die Soldaten boten äußersten Widerstand und waren im Feldspiel fast gleichwertig. Aber es schien, als wollte das Glück nicht mit ihnen sein. Mancher Ball, aus aussichtsreicher Position geschossen, ging knapp neben das Tor, an die Latte, oder wurde vorn Tormann der Gäste gehalten, der einer der besten seiner Mannschaft war. Er forderte oft­mals den Beifall der Zuschauer heraus. Die Sol­daten verkürzten noch auf 2:7 durch einen ener­gisch geworfenen Ball in die linke untere Ecke, gleich darauf ging ein Schuß an die Latte, dabei sollte es für die Folge aber auch bleiben. Die Gäste reihten ihren bisherigen Erfolgen auf ihre un­widerstehliche Manier drei weitere an, so daß sich die Soldaten mit 2:10 geschlagen bekennen muhten.

Die Soldaten stellten für die Polizisten einen schwereren Gegner dar, als die Mannschaft der Spielvereinigung. Sie war von viel Schußpech ver­folgt. Die Polizei spielte hart, und der Schiedsrichter wartete mit einer sehr mäßigen Leistung auf. Das Spiel litt unter dem schweren Boden. Die Leistungen standen aber trotzdem auf sehr beachtenswerter Höhe. Die Zuschauer konnten den Platz jeweils sehr befrie­digt verlassen.

Nach der Pause legte sich Schalke mit mehr Ener­gie ins Zeug, aber Fortuna lieh nicht locker. Wäh­rend die Düsseldorfer unbeirrt bei ihrem Spiel blie­ben, hieß sich Schalke von seinem System abbringen, es spielte plötzlich viel zu hoch.

Die Entscheidung fiel in der 25. Minute, als

D i g o l d eine Flanke von kobierskl zum zweiten Treffer verwandelte.

Schalke hatte in Gegenangriffen manche gute Ehance, aber einmal schossen die Knappen schlecht und zum anderen war Fortunas Abwehr voll auf dem Posten. Pesch im Tor machte manchen gut­gemeinten Schuß der Knappen unschädlich. Sechs Minuten vor Schluß machte Fortuna mit einem Treffer von Hochgesang seinen Sieg noch ein­drucksvoller. Schalke war schwer geschlagen und deprimiert zogen seine zahlreichen Anhänger ab, während Fortuna von den Massen mit einer hellen Begeisterung gefeiert wurde. Reichssportkommissar v. Tscharmer-Osten beglückwünschte den Sie­ger in einer kurzen Ansprache, in der er auch die unterlegenen Knappen mit den Worten tröstete, daß sie sich ritterlich geschlagen hätten und ehren- voll unterlegen seien.

Der Sieg des neuen Deutschen Meisters ist verdient,

denn Fortunas Spiel war viel systemvoller und mehr auf Erfolg eingestellt. Die Mannschaft des Sie­gers war auch die ausgeglichenere. Besonders um den Sieg machten sich die gesamte Läuferreihe, bann aber auch der intelligente Sturmführer Hochgefang und Pesch im Tor verdient. Bei Schalke überragten nur Czepan und Kuzorra. Sonst gab es viele Schwächen. Birlem - Berlin leitete bas recht gute und faire Spiel befricbigenb.

PSD. Darmstadt zeigt Klasse-Handball.

Spielvereinigung 1900 und 2. Kompanie hoch geschlagen.

Fortuna Deutscher Fußball-Meister

Schalke04 wurde im Kölner Stadion mit 3:0 (1:0) geschlagen.

Wirtschaft.

* Die 2ndexziffer des Großhandels. Die vom Statistischen Reichsamt für den 7. 3uni berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 93,0, sie ist gegenüber der Vor­woche (92,4) um 0,6 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrar­stoffe 85,6 (+ 1,3 Prozent), industrielle Roh­stoffe und Halbwaren 89,1 (+ 0,5 Prozent), in­dustrielle Fertigwaren 112,0 (+ 0,2 Prozent).

* Deutscher Herold, Volks- und Le- b e n s v e r s i ch e r u n g s - AG. In der ordentlichen Generalversammlung berichtete der Vorstand über das abgelaufene Geschäftsjahr 1932. Wegen der Verarmung unseres Volkes besteht das Bedürfnis nach einer kleinen Lebens- oder Sterbegeldversiche­rung unvermindert weiter. Im Jahre 1932 wurden 273 471 Versicherungen über 113 894 662 Mark Ver­sicherungssumme (i. V. 237 270 Versicherungen über 118 543 356 Mark) beantragt. Der Bestand an lau­fenden Versicherungen einschließlich der in Rück­deckung übernommenen betrug am 31. Dezember 1932 1 652 548 über 576 269 119 Mark (i. V. 1661612 über 601 356 256 Mark), wozu noch In- validitätszusatzversicherungen mit einer versicherten Jahresrente von 107 829 Mark (i. V. 122 462 Mark) kommen. Die Prämieneinnahme bezifferte sich auf 33 503 996 Mark (i. V. 35 475 740 Mark). Die Ka­pitalerträge stiegen trotz des durch die Notverord­nung vom 8. Dezember 1931 verursachten Ausfal­les an Mieten und Zinsen von 773 300 Mark um 457 944 Mark auf 4 625 247 Mark. Der Gewinn aus Kapitalanlagen belief sich auf 367 858 Mark. Für die fällig gewordenen Versicherungssummen und Versicherungsleistungen wurden 8 143 595 Mark gegenüber 8 038 926 Mark im Vorjahre gezahlt bzw. zurückgestellt. Damit erreichen die seit dem 1. Januar 1924 bis zum Schluß des Berichtsjahres an die Hinterbliebenen verstorbener Versicherten gezahlten Summen den Betrag von 45 300 799 Mark. Als Gewinnanteile wurden den Versicherungsnehmern im Jahre 1932 3 719 763 Mark gezahlt ober gut­geschrieben. Außerbem würben ben Gewinnreserven der Versicherten aus der laufenden Jahresrechnung noch 352 174 als Zinsen überwiesen. Der Sterblich­keitsgewinn beziffert sich im Jahre 1932 auf 1 423 024 Mark. Es verblieb ein Ueberfchuß von 3 448 714 Mark. Aus ihm würben an bie Gewinn­rücklage ber Versicherten zur Verteilung als Divi­dende an die Versicherten 3 238 220 Mark, das sind 93,90 Prozent des Ueberfchuffes überwiesen. Als Aktionärdividende gelangen 7 Prozent des einge­zahlten Aktienkapitals (42 000 Mark) zur Vertei­lung. Die Aktiven beliefen sich am Schluffe des Geschäftsjahres auf 89306131 Mark. An Reser­ven wies die Gesellschaft am Scblusse des Ge­schäftsjahres nach Vornahme der Ueberweifungen aus dem Ueberfchuß aus: Prämienreserven und Prämienüberträge einschließlich der Reserven für schwebende Versicherungsfälle 62 069 070 Mark (53 118 354 Mark i. V.), Gewinnrücklaaen der Ver­sicherten 7 171889 Mark (7 149 307 Mark t. V.), Aktienkapital und freie Reserven 3 515 470 Mark (3 115 470 Mark i. V). Außerdem finden sich unter den Verpflichtungen der Gesellschaft die gutgeschrie­benen Gewinnanteile der Versicherten in Höhe von 12 252 569 Mark (10 440 191 Mark i. 23.). Im Jahre 1933 hielt die Wandlung zum besseren an. Im er­sten Kalenderoierteljahr des laufenden Geschäfts­jahres war daher eine nicht unbeträchtliche Steige­rung des Versicherungsbestandes zu verzeichnen.

Frankfurter Butterrrrarkt.

Frankfurt a. M., 10. Juni. Der Dutter- markt zeigte zu Beginn ber Woche einen steti­gen Charakter. Es ist dies u. a. eine Folge des Eintritts der sommerlichen Witterung, die zu einem stärkeren Trinkmilchverbrauch und damit zu einer Entlastung des Buttermarktes führte. Trotzdem war das Angebot noch stark, be­sonders wenn man die schwache Rachfrage seitens der Verarbeiter berücksichtigt. Wahrend hollän­dische Butter mit 126 bis 130 Mk. gegenüber der Vorwoche unverändert blieb, wurde die Rotiz für deutsche Butter gegen Wochenschluh erneut um etwa 5 bis 8 Mk. per Zentner zurück- genommen.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 10. Juni. Das anhal­tende Angebot drückte auch nach den Feiertagen auf die Stimmung, zumal die Kauflust des Publi­kums keine Besserung erfahren hat. Dia Preise waren jedoch widerstandsfähiger und blieben meist unverändert. Die flaue Tendenz in Arnheim kam in den Rotierungen für holländische Eier am hie­sigen Markt nicht zum Ausdruck, da wegen der beschränkten Einfuhrmöglichkeiten kein größeres Angebot vorlag. Es notierten: Bayern 7,50 bis 8, Norddeutsche 7,50 bis 8, deutsche Frischeier Son­derklasse 8,75, Kl. A 8,25, KI. B 7,75, Kl. C 7,25. Holländer Sonderklasse 8,75, Kl. B 7.75. Kleine in- und ausländische Eier 6,75, Enteneier 7,50 Pf. per Stück franko Frankfurt a. M. im GroßhandÄs- verkehr.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o H . Lombardzinsfuß 5 o. H.

\ 1

:<Tonliun o. M.

Ärrlin

Schluß« kurS

Schluß!. Abend« börse

Schluß» Iure

Schluß!. Mittag« börse

Oatum

g-8.

10.6.

9.6.

10.6.

6% Deunche NeldjoanietDe o. 1921

84,5

84.5

84,5

8?, 4

6% ef)cm.7% Dt.ReichSanI. v. 1929

91,5

91.25

91,5

91,25

6/i% Doung-Anlethe von 1930 .. $eut|d)e Anl -Ablöl.-Schuld ml: AuSlos.-Rechten ............

78,5

77,65

78

77,65

77,25

76,75

87,25

76,65

®e£fll. ohne A»Slos.-Rechte......

6% ehern. 8% Hell. Volksstaat 1929

12,65

12,8

12,7

12,75

lrückzahlb. 102%)...........

Oberhellen Provinz-Anleihe ml

85,5

83

82

83

AuSlos.-Rechten ............

6% Hell. Landesbank Tarmlladl

69

89

GoldR. 12....... .

67i% Hell. Londes Hypotheken« bank Darmstadt Ligui......

82

82,5

82.5

82,5

85.75

85,5

Deutsche Komm. Sammelab I.An

leihe Seriel mit AuSIos.-Rechten

71,4

70,5

71,25

70,9

6% eifern. 8% Franks. Hyp.-Bani

Goldpse. 16 unkündbar 6le 198'- 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban:

84,75

84,75

«olbpfe. 16 unkündbar bli 1936

84,5

84,5

67i% ehem. 4'/,% Franks. Hyp Bonk-Liau.-Pfandoriese .....

86,5

86

6^1% ehem. 4/,% Rheinische

Hyp.«Bank-Liqu..Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand

87

87

brlesanstalt, Pfandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand

84

84,5

84,75

84,5

briefanstall. Psandbriese 9L lf

84,5

85

84

84

Verrechnungskurs..... . .

85,5

85,5

85,5

85,5

4% Oesterretchstche Koldrente...

_

_

18,25

18

4,20% Oesterrelchische Silberrente

1.15

4% Ungarische Wolbrenfe.......

_

4% Ungarische Slaatsrente v. 1910

-

_

_

47i% desgi. von 1913.......

_

_

6% abgest. Goldmerikaner von 99

10,65

10,5

11

10,65

4% Türkische Zollanleihe von 1911

<% Türkische Bagdadbahn-Anleih-

6,45

6,4

6.45

6,3

<Eerie 1....................

6,45

6,4

iZrankluri a. Hl.

Berlin

Schluß» kurS

Schluß!. Abend» börse

Gchluß» kurS

Slblußk.

Muiog« börse

Calum

9-6.

10.6.

9.«-

10.6.

<% cejfll. Serie ll .....

6 10,95 5,025 29,65

18,25

19 52,5

51

58,5 50 135,75

24,75

92 115 58,25

93.9

99 112,5 165,25

125

76 118,5 64,5 107,65

164

123 60,5 71,75

-

6 10,8 5,025 28,8

18,4

19

52,5

92

51

60 49,5

138

26,25 90,75 114,75

58

93,5 98,75 112,5

168

126,5

76 118,5 63,75 107,5

164

124 60,25 70,25

6,45

6,1 10,75

5,13 29,9

18,25

29

26,5

19

52,5 92 51

58,5 50

137

24,75

92 116,25

58,5

94,5

98,5

112,5 166,75

125,5

76,25

119

64,9 107.75

71,75

164

123,71

60,5 71,75

6,4

10,7 5,1

29,4

18,4

26,5

25,75

19,25

52,5 93

51,5

60

49,5 138,13

26,25

92

114,65

58

94

112,75 168,4

126,5

76,25

119,13

64

106,5

704

124,25 59,75 70,75

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V,A>Rumän.vereinh.ReiUev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . 3%% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Pakei .....c

Hamburg-Südam. Dampfschiff. (i Hansa Dampfschiff...........o

Norddeutscher Lloyd .........o

AG. für Verkehrswesen Akt. .. 0 BerlinerHandelSgelettschast.... 4 Commerz« und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Dtsronto»

Gesellschaft................<

Dresdner Bant..............r

Reichsbank .................

V.S.G.......................

Cteftr. LieserungSgeselllchaft... 6

Licht und Kraft .............p

Fetten & Guilleaume ........0

Gesellschaft für Elektrische Unter­

nehmungen ............... 4

Rheinische Elektrizität ........6

Schultert & ($0.............0

Siemens & Halske ........... <

Lahmeyer L Eo .............10

Buderu» ...................<

Deutsche Erddk ............. 4

Gellenkirchen«..............0

Harpener...................0

Hoejch EisenKSln-Neuessen.. 0

Alse Bergbau ...............7

alle Bergbau Genüsse........7

Rlödnctroerfe ...............0

ManneSmann-RShrea........0

Frantturi 0.2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

Votum

9-6.

10.6.

9.6.

10.6.

Manotelver Bergbau........

. 0

25,5

25

25,5

25,25

KokSwerke .................

. 0

<

85,5

84,75

Phonir Bergbau............

. 0

42,5

42,25

42,5

41,9

Rheinische Braunkohlen .....

.10

212

210

212,5

212.75

Rbelnstabl ....... ......

95,5

95,25

95,9

95,75

Bereinigte Stahlwerke.......

Otavi Minen ..............

41

41

41,25

40,65

. 0

18

18

18

17,9

Kaliwerke Aschersleben.......

6

135,5

133

134,5

Kaliwerke Westeregeln.......

Kaliwerke Salzdetfurth......

6

138

179

136

179

135,65

178

139,25

179,75

®. Farben-Industrie......

134,5

135

135,4

135

Scheldeanstalt..............

.10

172,5

173

Goldschmidt ...............

RütgerSwerke ..............

0

0

53,65

61,25

53,5

61,5

53,75

61,65

53

61 ,25

Metallgelellichasl............

39,75

39,5

39,5

39,25

Philipp Holzmann..........

Zementwerk Heidelberg .....

Cemenrwert Karlstadt........

0

60,25

60

60,25

59,75

t

83,5 82

»3

Schultheis Patzenhoser.......

0

_

129,25

128,13

Mu (Allgemeine Kunstseide) ..

0

40

39,25

40,25

39,9

Bemberg..................

0

49

49,5

49,75

49,75

Zellstofi Waldhos...........

0

51,5

51,25

51

51

Zellstoss Aschaffenburg ......

0

24

24

24,5

24

Dessauer Gas ..............

Daimler Motoren...........

Deutsche Linoleum ........

7

0

0

31,5

52,25

31,75

52

114,4

31,5

52,25

48,4

25,4

115,5

31,75

Crenflefn & Koppel ........

Leonhard Dietz...........

0

6

25,5

25

48,13

25

Chade.....................

12

167,25

167

167,75

167,75

Grißner...................

Mainkraftwerte Höchst a.M. ..

s

26,5

70

26,5 1 70

-

26,5

-süddeutscher Zucker ........

fl

1561

-

159

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

9-Zunl

lO.Junl

Amtliche Dotierung

Seid | Sri c-

Amtliche Notierung

Geld

25rie

Hetsingior».

6,334

6,346

6,324

6,336

Wien......

46,95

47,05

12,66

46,95

47,05

12,66

Prag......

12,64

12,64

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

170,53

170,87

170,33

170,67

LSIo......

72,13

72,27

72,18

72,32

Kopenhagen

63,89

64,01

63,84

63,96

Stockholm..

73,68

73,82

73,68

73,82

London .....

14,315

14,355

14,295

14,335

Buenos Atree

0,893

0,897

0,898

0,902

Neuyork ....

3,506

3,514

3,467

3,473

Brüste!.....

59,04

59,16

58,99

59,11

Italien.....

22,04

22,08

22,04

22,08

Paris.....

16,62

16,66

16,62

16.66

Schweiz ...

81,77

81,93

81,57

81,73

Spanten....

36,21

36,29

36,16

36,24

Danzig....

82,72

82,88

82,67

82,83

Japan.....

0,884

0,886

0,884

0,886

Rio de Ian.

0,239

0,241

0,229

0,231

Jugoslawien

Lissabon ...

5,195

13,04

5,205

13,06

5,195

13,02

5,205

13,04

Banknoten.

Serlln, 10.Juni

Geld

Ärlcs -

Amerikanische Noten..........

3,43

3,45

Belgische Noten.................

58,85

59,07

Dänische Noten ..............

63,47

63,73

Englische Noten ................

14,25'

14,31

Französische Noten............

Holländische Noten............ ..

169'96

170,64

Italienische Noten................

21,92

22,00

Norwegische Noten ..............

72,01

72,29

Deutsch Oesterreich, M 100 Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

7 48

Schwedische Noten.............

73,50

73,80

-chwelzer Noten...............

Spanische Noten..............

Ungarische Roten .............