SJi.-'fpott
Deutscher Reichsausschuß für Leibesübungen ausgelöst.
Der geschäftsführende Vorstand des DRA., bestehend aus den Herren Professor Neuen- d o r f f .Kriminalrat Linnemann und Regierungspräsident Pauli, der auf der auherordent- lichen Sitzung des DRA. am 12. April mit großen Vollmachten versehen wurde, hat jetzt den Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen aufgelöst. Die weiteren Entscheidungen trifft der Reichssport-Kommissar.
Um die Handballmeisterschast der OT.
Am Wochenende werden die letzten noch ausstehenden Teilnehmer an der DT. - Handball- m e i st e r s ch a f t ermittelt. Sn Leipzig stehen sich Tgde. Pirna und ADV. Leipzig-Schönefeld zum zweiten Male im Endspiel um die Sachsenmeisterschaft gegenüber. Sn Köln geht es zwischen Polizei Köln und TV. Köln-Ehrenfeld um die dritte Vertreterstelle des Kreises Rheinland, und schließlich bestreiten in Hamburg den Titelkampf des Kreises Rorden Hamburger Turnerschaft Barm- beck-^lhlenhorst und Mtv. Güstrow.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Iugendspiele.
Aßlar AI — 1900 AI 0:0.
Die 1. Sagend muhte mit einigen Ersatzleuten die Reise zum Rückspiel in Aßlar antreten. Anfangs hatte der Gastgeber mehr vom Spiel; allmählich kam 1900 auf, in verteiltem Feldspiel gelang aber keiner Partei ein Erfolg. Sn der zweiten Halbzeit wurde erbittert um den Sieg gekämpft; 1900 lag ständig mehr im Angriff, doch der Sturm konnte sich infolge des harten Spieles nicht entwickeln und durchsetzen und ließ so einige ganz sichere Sachen aus.
Rauborn Schüler — 1900 Schüler 1:4 (0:1).
Besser als erwartet erledigten die Schüler ihr Rückspiel. Die erste Halbzeit verlief ziemlich aus
geglichen, die 1900er waren aber technisch besser. Rach der Pause ließ der Gastgeber nach, so daß die Blauweißen stark überlegen wurden und noch drei schöne Tore erzielen konnten.
OSC.
Zum Pflichtklubkampf gegen den Fuhballverein Weilburg.
Die DSB. hat es in diesem Sahre zum ersten Male ihren Vereinen zur Pflicht gemacht, gegen die Vereine des gleichen Gaues leichtathletische Klubkämpfe auszutragen. Die an diesen Wettkämpfen teilnehmenden Vereine unseres Gaues sind: OSC., 1900, VfL., FV. Wetzlar und FV. Weilburg. Die auszuführenden Wettbewerbe sind: 100-Meter-, 800-Meter-, 3000-Meter-Lauf; Hoch- und Weitsprung, Diskuswerfen und Kugelstoßen; außerdem eine lOx'/z-Rundenstaffel. An den Ein- zelwettbcwerben nehmen je zwei Vertreter eines Vereines teil. An der Staffel dürfen nur Teilnehmer der übrigen Wettbewerbe teilnehmen. Die Bewertung der Leistungen geschieht nicht nach der bisher üblichen Weise (1. Sieger 4 Punkte, 2. Sieger 3 Punkte, 3. Sieger 2 Punkte, 4. Sieger 1 Punkt), sondern nach der 1000-Punktwertung (eine gewisse Leistung 1000 Punkten). So müssen die Teilnehmer ihr Bestes zu geben versuchen. Den Klubkämpfen sollen nach Möglichkeit Olympiasichtungswettbewerbe beigefügt werden, bestehend aus 400-Meter-Lauf, 4xl00-Meter- und 3xl000-Meter°Staffel und Speerwerfen.
Der OSC. hat nun am nächsten Sonntag hier seinen ersten Pflichtklubkampf, und zwar gegen den Fußballvcrein Weilburg. Der Gastverein hat eine sehr starke Leichtathletikabteilung, deren Mitglieder auf ihrem eigenen Sportfest am letzten Sonntag verschiedentlich hervorragende Leistungen vollbrachten. Der OSC., der immer noch auf M o h l verzichten muß, wird daher hart kämpfen müssen, wenn er siegen will. Es ist ein spannender Kampf zu erwarten.
Vom Gegelflug auf dem Dörnberg.
Bon cand. phil. Karl Schmidt.
n.
cand. med. Fritz Schmidt-Gießen fliegt vier Stunden.
Ich bin gerade nach einem 10-Minutenflug unweit der Stortstelle wieder gelandet und habe damit meinen fünften und letzten amtlichen Prüfungs- stug hinter mir. Da kommt mein Bruder im dicken Schaffellmantel — dem Hoheitsabzeichen des Fluglehrers — eilig auf mich zu und gratuliert mir freudestrahlend. „Schnell 'raus aus der Kiste", fährt er fort, „jetzt will ich 'mal ein bißchen segeln! Ich gedenke vier Stunden oben zu bleiben. Nach meinem Start geht ihr zum Mittagessen. Auf! Die Kiste zur Startstelle!" Ich steige flink aus. Elf Kameraden setzen das 13 Meter spannende Flugzeug vom Typ „Falke" auf einen kleinen zweiräderigen Wagen und bringen es zur Abflugstelle. Wir greifen alle fest zu, denn nur zu leicht könnte der Wind, der mit einer Stärke von 16 bis 18 Meter in der Sekunde bläst, es hochnehmen, um es am Boden zu zerschellen — einen Wert von über tausend Mark. Nur so sind die hitzigen Kommandos zu verstehen: „Linke Fläche tiefer! — Leitwerk hoch, Schnauze 'runter! So — halt! — Kiste 'rum und absetzen! — Gut festhalten da vorne!' Um sich bei dem starken Wind verständlich zu machen, muß man ganz laut sprechen, brüllen. Fritz steigt ein. Jetzt ist das Kommando bei ihm: „Gummiseil einhängen. — Startmannschaft aufstellen; fünf Mann an jedes Seil. Zwei Mann Haltemannschaft! Ein Mann an die Fläche."
Jetzt sind wir soweit.
„Startmannschaft ausrichten!" — „Start frei?" — ein lautes „Jawohl!" schallt ihm entgegen.
Die Startkommandos ertönen, und pfeilschnell folgt der Segler dem Zug des Gummiseils. Jetzt fällt es aus dem nach unten offenen Starthaken. Ich drücke auf die Stoppuhr. Es ist genau 12.40 Uhr. Schon nach vier Minuten zieht er seine Lichten in 150 bis 180 Meter Höhe.
„Auf zum Mittagessen!", ruft da einer, „der kommt so schnell nicht 'runter!"
Wir haben inzwischen längst zu Mittag gegessen und halten uns nun im Tagesraum auf. 'Die einen schreiben Briefe, die anderen putzen Stiefel. Der Wind heult im Kamin, und draußen biegen sich die Baumkronen. Da kommen zwei Kameraden aus dem Schlafraum. S,ie haben ihre dicken Jacken on- gezogen und knüpfen ihre Wollschäle fester. „Wo wollt ihr hin?" — „'naus, 'mal nach Fritze Schmidt
sehen!" — Alles geht mit. Wir treten 20 Meter vor das Blockhaus, und zu unserem großen Erstaunen stellen wir fest, daß er nicht mehr am Sonnenberg fliegt, wo er gestartet war, sondern er hat sich im Streckenflug zum Hohen Dörnberg geschmuggelt, an dem er jetzt in 500 Meter über Startstelle seine Kurven dreht. Er ist schon über zwei Stunden in der Luft. Der kalte Wind ist so stark, daß er uns fast umbläst, und bei dem Gedanken, daß Bruder Fritz um 7 Uhr morgens den letzten Bissen zu sich genommen hat, stellen sich bei uns schon wieder Hungergefühle ein.
Erst nach 16.30 Uhr verläßt er den Hohen Dörnberg, kurvt in 400 Meter Höhe über dem Fliegerlager, dreht noch viele Spiralen, und nach einem Flug von genau 4 Stunden und 1 Minute Dauer ist er gelandet.
Von den interessanten Mitteilungen, die er uns von seinem Flug machte, möchte ich nur eine herausgreifen: „Obwohl ich bei dem starken Wind dauernd schwere Böen zu parieren hatte, wurde es mir mit der Zeit doch langweilig, so ganz allein, schon fast zwei Stunden in 500 Meter Höhe ... Aber bald bekam ich angenehme Gesellschaft, die mir die Zeit sehr verkürzte. Drei Habichte segelten weit unter mir. Immer höher stiegen sie zu mir empor, und schließlich kam einer oft bis auf 20 Meter heran, äugte scharf zu mir herüber und drehte dann in einer Kurve ab. Sie sind doch feige Gesellen, diese Habichte...! Da ich außer einer Uhr ohne Instrumente flog, waren sie mir doch sehr nützlich. Ihr plötzlicher Flügelschlag verriet mir das Heran- nahen einer neuen Böe, auf die ich mich sofort ein- stellen konnte, und ihr Fallen und Steigen zeigte mir Auf- und Abwindgebiete. Ohne die Habichte wäre es bestimmt sehr langweilig gewesen."
Der Küchendienst meldet: „Das Mittagessen für Fritze Schmidt ist bereit." — Es ist inzwischen 17 Uhr geworden ... (Schluß folgt)
Buntes Allerlei.
Letzte Reise des letzten Schiffes von Scapa Flow.
Sn einer kleinen Eisenhütte, die ziemlich schwankend auf dem Kiel eines Schlachtschiffes von 25 000 Tonnen balanciert, legen jetzt 14 Mann eine abenteuerliche und nicht ungefährliche Seereise zurück.
Der riesige schwimmende Schiffskörper, der die Hütte trägt, ist das, was noch übrig ist vom „Prinzregent Luitvol d". einem der stolzen Schlachtschiffe der deutschen Hochseeflotte, die am Tage der Llnterzeichnung des Diktats von Versailles von Admiral von Reuter versenkt wurde. Es ist das letzte der großen Schiffe, das gehoben werden konnte, und befindet sich nun auf dem Wege nach Rosyth, wo das Wrack abgebrochen und verschrottet werden soll. Der „Prinzregent Luitpold" ist das größte Schiss, das jemals mit dem Kiel nach oben abgeschleppt wurde. Die merkwürdige Reise bietet sehr viele Fährlichkeiten, da zunächst der trügerische Pentland Firth und dann die Nordsee auf der etwa 350 Kilometer langen Strecke zu überwinden ist. „Bevor wir abfuhren," so schildert einer von der Besatzung, „ging ich mit zwei Tauchern herunter in das Snnere des Schlachtschiffes. Wir zwängten uns in dieser auf dem Kops stehenden Welt durch enge Gänge, bis wir schließlich auf dem Dach der Haupttorpedo- Abteilung standen. Wir besuchten auch die Krankenstation des Schiffes, wo wir viele zerbrochene Medizinflaschen fanden. Mit diesem wunderlichen Chaos unter uns suchen wir nun langsam unfern Weg durch die Wellen auf dieser letzten Reise eines Fahrzeugs, das einst ein stolzer Beherrscher des Meeres war...“
Oer Igel ist nicht dumm.
Auch der Sgel gehört zu den verkannten Tieren, denn man hält ihn gewöhnlich für dumm. Day dies durchaus nicht der Fall ist, haben die Sn- telligenz-Prüfungen gazeigt, die der Zoologe Konrad H e r t e r mit diesem Tier vorgenommen hat und über die er in der Zeitschrift für vergleichende Physiologie berichtet. Der Gelehrte teilte den Käsig, in dem sich die Sgel befanden, durch einen Zaun, der drei Schiebetüren aus weißer Pappe hatte, in einen Aufenthaltsraum und einen Futterraum. Zunächst mußten die Sgel lernen, die Tür aufzumachen, und das begriffen sie verhältnismäßig rasch. Bei der weiteren Dressur auf eine bestimmte Tür erwiesen die Sgel nun, daß sie sehr schnell lernen, von den drei verschiedenen Türen stets eine ganz bestimmte zu wählen; auch gewöhnen sie sich bald daran, die Tür in einer bestimmten Richtung auszuschieben. Das Gedächtnis des Sgels erwies sich als ausgezeichnet. Hat er einmal das Türöffnen begriffen, so ist er auch noch nach einer Pause von mehreren Wochen sofort imstande, ein Schiebetürchen aufzumachen Auch der Farbensinn dieses Tierchens ist keineswegs so unentwickelt, wie man früher annahm.
Wirtschaft.
Zinssenkung bei Sparkaffen.
Die deutschen Sparkassen haben durch ihre Organisation wiederholt den entschiedenen Willen zur tatkräftigen Mitarbeit am Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft bekundet. Das Gelingen dieses Werkes hängt entscheidend auch von den Kosten der Kapitalversorgung ab. Auf Anregung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, wie aus eigenem Antrieb, hat daher eine große Reihe von Sparkassen eine freiwillige Senkung ihrer Anleihezinsen, vor allem der Hy- pothekenzinssähe vorgenommen, wobei zu bedenken bleibt, daß die Verzinsung der Anlagen der lassen bereits durch die früheren zwangsweisen Senkungen am stärksten unter allen Geldinstituten getroffen wurden. Dadurch sind die Zinssätze für Hypotheken vielerorts unter 6 Proz. gesenkt worden. Sn Württemberg z. B. betragen die Hhpo- thekenzinssähe einschließlich der Verwaltungskosten bei der großen Mehrzahl der Sparkassen 5,5 Prozent. Der Hessische Sparkassen - und Giroverband hat kürzlich seinen Sparkassen empfohlen, den Zinsfuß für Hypothekendarlehen alsbald, so weit dies noch nicht geschehen ist, allgemein um 0,5 Proz. herabzusehen. Die Einlage- zinssähe der Sparkassen werden durch diese Hhpo- thekenzinsermäßigungen nicht betroffen, vielmehr geht die Ermäßigung zu Lasten der Zinsspanne, an deren Verringerung die Sparkassen feit der Stabilisierung fortgesetzt durch Abbau der äln- kosten gearbeitet haben. Dadurch konnte erreicht werden, daß die Zinsspanne, wie z. B. Untersuchungen bei den rheinisch-westfälischen Sparkassen zeigen, auf 3 Proz., teilweise auch darunter, verringert werden konnten.
Keine überstürzten Verkäufe deutscher Wolle.
Die Nachrichtenstelle beim Deutschen Landwirtschaftsrat teilt mit; Nach Mitteilungen aus dem Lande sollen verschiedene Wollhändler den Landwirten raten, ihre Wolle schleunigst freihändig zu verkaufen. Die Händler sollen hierbei erklären, daß die Preissteigerungen der letzten Wollauktion nur vorübergehenden Charakter haben würden. Diese Darstellungen sind unrichtig und geeignet, die Landwirtschaft zu übereilten Schritten zu zu verleiten. Es steht im Gegenteil zu erwarten, daß wirksame Maßnahmen zur Abnahme der deutschen Wolle zu erträglichen Preisen in allernächster Zeit getroffen werden.
* Rückgang d e r Zahlungseinstellungen. Im Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung wird berichtet, daß die Zahl der im Deutschen Reiche .im April 1933 eröffneten Konkurse saft wieder auf den niedrigsten Stand seit der Währungsstabilisierung zurückgegangen ist. Die .^nhl der Vergleichsverfahren war kaum noch größer als während der Hochkonjunktur im Jahre 1927. Der Höhepunkt der Zahlungsein st el° l u n g e n war im Oktober 1931 mit 1435 eröffneten Konkursen und 1010 Vergleichsverfahren erreicht worden. Im April 1933 waren es dagegen nur noch 373 Konkurse und 144 Vergleichsverfahren. Der Rückgang der Zahlungseinstellungen hat sich mit so großer Intensität durchgesetzt, daß die sonst in den ersten Monaten des Jahres übliche Zunahme der Zahlungseinstellungen fast ganz ausgeblieben ist. Während in Deutschland die Zahlungseinstellungen
beitstäglichen Zulassungen fabrikneuer Lastwagen liegen im April um 66 Prozent über dem Dor-
bereits wieder auf dem Tiefstand angelangt sind, sind sie im Ausland verhältnismäßig immer noch hoch.
* Fortschreitende Besserung auf dem Automobilmarkt. Nach dem Wochenbericht des Snstituts für Konjunkturforschung hat sich unter der Einwirkung der Steuerbefreiung für fabrikneue Personenkraftwagen der Automo- bilabsah im April stark belebt, er war mehr alch doppelt so groß wie im April 1932. Mit arbeitstäglich rd. 315 neu zum Verkehr jugelafJenen Fahrzeugen blieb im April d. S. der Absatz faj brifneuer Personenkraftwagen nur noch um rd. ID Prozent hinter den Zulassungen im April 1931 juJ rück. Auch der Absatz von Nuhfahrzeugen ist toeiJ ter, wenn auch nur langsam, gestiegen. Die ar-
jähre. Da sich die Lieferungen der Fabriken zum Teil erheblich verzögert haben, kommt die gebesserte Marktlage i den Zulassungsergebnissen
des Aprils wohl erst ttlweise zum Ausdruck.
* Gelsenkirche», r Bergwerks A G.M Essen, Um der Aufforoerung des Reichskanzlers an die privaten Unternehmer, an der Arbeitsbeschaffung mitzuwirken, Folge zu leisten, hat die Gelsenkirchener Bergwerks AG., Essen, zur Aufbesserung ihrer Zechenanlagen eine Reihe von Aufträgen ver- geben, die einen Gesamtwert von etwas über 1,0 Mill. Mark haben. Es handelt sich dabei um den Umbau der Wäsche auf der Zeche Dorstfeld, den Neubau einer Steinkohlenwäsche der Zeche Karl Funke sowie um den Umbau des Kesselhauses.
Frankfurter Abendbörse sehr still.
Frankfurt a. M., 11.Mai. Die feste Eröffnung der Neuyorker Effektenbörse sowie die freundlichen Meldungen von europäischen Börsen vermochten sich auf die Kursgestaltung der Abendbörse kaum auszuwirken. Nach wie vor verstimmte die anhaltend kleine Publikumsbeteiligung am Geschäft. Die Kursveränderungen gegenüber dem Berliner Schluß hielten sich daher in engen Grenzen. Aku waren zwar 1,75 Prozent fester, erreichten aber mit 37,75 den Nachbörsenkurs von 38,50 bis 39 Prozent nicht mehr. SG.-Farben bröckelten um 0,50 Prozent ab, und auch die Mehrzahl der Elektroaktien wiesen Rückgänge von 0,50 bis 1 Prozent auf. Dagegen zogen Reichsbankanteile um 1,25 Prozent auf 133,25 Prozent an.
Auch an den Rentenmärkten war die Llmsatz- tätigkeit klein. Die Mittagskurse nannte man jedoch eher Geld. Neubesihanleihe 13, Ältbesih- anleihe 77,50, Schuhgebietsanleihe 8,10, 6proz. Stahlverein 69, 4proz. Zolltürken 6,50, Reicks bank 133,25, Buderus 78,65, Gelsenkirchen 65,50. Harpener 102,65, Kali Aschersleben 143, Mannesmann 77,75, Phönix 44, Stahlverein 43, Aku 37,75 bis 38, AEG. 26,75, Bekula 111,25, Chade 173, Scheideanstalt 165,50, Licht u. Kraft 111,50, SG.-Farben 133,50 bis 133,25, Lahmeyer 129, Rhein. Elektro Mannheim 98,50, Rütgerswerke 59,13, Schuckert 112,75, Schöfferhof-Dinding 166.
Schweinemarkt in Friedberg.
WSN. Friedberg, 11. Mai. Der Auftrieb zum Schweinemarkt stellte sich auf 217 Ferkel, für die folgende Preise bezahlt wurden: Bis 6 Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark, 8 bis 12 Wochen alte Tiere 20 bis 28 Mark. Der Markt wurde geräumt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
ifrrannun u. j)(.
Serlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß» kurs
Schlußk. Mittaq« börfe
Oaturn
10.5.
11.5
10.5.
11.5-
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921
84
85
83,75
85
ß% etjem.7% Dt. Reichen!.«. 1929
94,65
93,9
94,3
93,9
614°» Doung-Attleihe von 1930 .
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld ml'
Auslos.-Rechten .......... .
79,25
80,1
79,13
80,1
77,5
77,5
77,2
77,5
TeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......
13.3
13
13,3
12,9
6% cbem. 8% He». BolkSstaat 1929 irückzahlb. 102%)...........
83
83,75
83
83,75
Oberhessen Provinz-Anleihe mü AuSloi.-Rechten ............
69,5
70
6% Hess. Landesbank Darmstadt
«Sold R. 12.......
84,5
84,5
84,25
S'/,% Hess. Landes Hnpotheken. bank Darmstadt £tq.ui......
87
87
Deutsche Komm. Sanimelab I.An leihe Seriel mit AuSlvs.-Rechten
71,9
71,65
70,65
71,25
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bani Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
85,5
85,25
6% ehern. 7% Franks. Hyp.°Banl Goldvfe. 16 unkündbar bis 1936
_
35,25
5,/2% ehern. 4%% Frantz. Hyp. Bank-Ligu.-Pfandbrtcse .....
6y,% ehern. 4'/,% Rheinische Hyp.-Äank-Liqu.-Goldpse. ...
86,25
86,65
_
86,5
86,75
_
_
6% ehern. 8% Pr. Landespsand briekanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehern. 7% Pr. Landespsand brieianstalt. Pfandbriefe R. 1<
85
85,5
85,75
86,25
85,5
85,5
86
86
Verrechnungskurs.......
85.13
85,13
—
85,13
4% Oesterreichische Goldrenie ...
14,25
-
14J5
14,8
4,20% Oesterreichische Silberrentc
—
1,2
1,25
4% Ungarische Goldrenie .......
——
—
—
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
—
—
—
AVi% desgl. von 1913..........
5% obgcst. Goldmcxikaner von 99
—
——
—
—
—
—
8,25
8
4% Türtzsche Zollanleihe von 1911
6,45
6,5
6,4
6,45
4% Türkische Äagdadbahn-Anleihe Serie I...................
K I
- -
c »
Frankfurt a.M
■Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« kurs
Schlußk. IRulog« börse
Datum
10.5.
11.5.
10-5.
11-5-
4% veegl. Serie II ...........
6,4
6,4
6,4
6,45
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
5,6
5,6
5,75
5,7
4'/:%Rumän.vereinh.Reniev.l913
10,25
10,25
10,13
10,25
4% Rumänische vereinh. Rente
4,8
4,75
4.7
4,7
8%% Anatolier ............
i9,4
29,5
29.75
29,75
Hamburg-Amerika-Paket .....
1
9,5
19,4
19,13
19
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
35,75
36,5
Hansa Dampfschiff...........
0
—
—
30,75
31
Norddeutfcher Lloyd .........
0
20,25
20,65
20
19.9
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
54,5
54,75
54,9
54,5
Berliner Handelsgesellschaft....
4
98,5
98,25
99
99
Commerz- und Prioat-Bank... Deutzche Bank und Disrontv-
0
51,75
52,25
52,25
52,25
Gesellschaft................
0
66
63
67
63
Dresdner Bank..............
0
61
60,75
61
60,75
Reichsbank .................
1
133
133,25
133,25
132
A.E.G......................
28,25
26,75
27,75
26,9
Elektr. LleferungSgefellschaft ...
».
99,5
100
100,5
100,4
Licht und Kraft ...........
k
114,25
111,5
114
112,5
Felten & Guilleaume ........
Gesellschaft für Elektrische Unter,
0
72,25
71
71
71,5
nehmungen........
4
102
100
101,5
101.25
Rheinische Elektrizität ........
6
101
98,5
1ÖÖ
98
Schuckert L Eo..............
0
115,25
112,75
115,25
113,75
Siemens & Halske .......
«
162
158
162
159,5
Lahmeyer L Co .............
10
129
129
130,5
iRithpru.'
79,75
78,65
79,9
78,75
........... .
4
120
119
119
119.25
(Wclitznfirdicner
0
68,5
65,5
68,25
65,25
Harpene''.................
0
105
102,65
104
102
Hoesch Eisen—Aöln-Reueslen..
0
—
—
79,75
79
—
169
169,75
169
Ilse Bergbau Genüsse........
7
119
121
119
120
Klöcknermerke ...............
0
67,75
66
66,65
65,5
ManneSmann-Rvhren........
79.5
77.75
7A.fiS
77.RR
Frankfurt a. M
Serlln
Echluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß« lurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
10.5.
11.5.
10.5.
11.5.
Mansselder Bergbau.......
.. 0
31
31,5
32,25
31,25
KokSwerke ................
.. 0
—-
—
89,9
89,5
Phonir Bergbau...........
.. 0
45
44
44,4
43.65'
Rheinische Braunkohlen ....
..1(1
207,5
205
207.25
205
Rheinstahl ..........
.. 0
95,75
92,5
95,5
92,75
Bereinigte Stahlwerke......
.. u
44
43
43.9
43,4
Otavi Minen .............
.. 0
18,75
19
19,25
18,9
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
142
143
142
142,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 6
145,5
144,25
142
143
Kaliwerke Salzdetfurth.....
208.5
209
208,5
207,75
3 G. Farben-IndusMe.....
Scheideanstalt.............
134,9
133,25
133,75
133,75
..10
171,5
165
Goldschmidt ..............
.. 0
53,5
54,13
53,25
54,75
Rütgerswerke.............
.. 0
59,5
59,13
59,13
58.75
Metollgelellschaft...........
38
37,75
37.25
38,4
Phtlivv Hotzm^n.........
Zementwerk Heidelberg ....
Zementwerk Karlstadt.......
.. 0
61,5
60,25
61,5
60
:::
«1,65
82—
Schultheis Patzenhofer......
.. 0
_
128,25
126.5
Aku (Allgemeine Kunstseide) .
.. 0
35
38
35,13
36
Bemberg.................
.. 0
47
49
47
46
Zellstoss Waldhos ..........
.. 0
56
55
56
55,25
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
26,5
26,5
27
27,5
Dessauer GaS.............
Daimler Motoren..........
Deutsche Linoleum ..
.. 7
.. 0
.. 0
33
51,5
32,75
50,75
115,75
32,9
51
116
32,4
50,5
50,75
23
Orensteitt L Koppel ........
Leonhard Tietz............
.. 0
.. 6
24,5
23,5
52
24,4
Chade....................
.12
165,5
173
165
172,5
Gritzner..................
Mainkraftwerke Höchst a.M. . Süddeutscher Zucker ......
27,5
69
170
27
69
170
§ 1 8
27
170
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
10.Mai
11.Mai
Amtliche Dotierung
Amtliche
Notierung
Gelb
Srie'
Geld
1 Brie'
Helsingfor».
6,264
6,276
6,254
6,266
Wien......
45,45
45,55
45,45
45,55
Prag......
12,64
12,66
12,64
12,66
Budapest ...
——
—
——
—
Sofia.....
3,047
3,053
3.047
3,053
Holland ....
169,23
169,57
169,23
169,57
Oslo.......
72,33
72,47
72,23
72,37
Kopenhagen.
63,29
63,41
63,24
63,36
Stockholm..
73,43
73,57
73,03
73,17
London .....
14,195
14,235
14,17
14,21
Buenos Aires
0,853
0,857
0,853
0,857
Neuyork ....
3,596
3,604
3,581
3,589
Brüssel.....
58,54
58,66
58,59
58,71
Italien.....
22,15
22,19
22,15
22,19
Paris.....
16,56
16,60
16,56
16,60
Schweiz ...
81,17
81,33
81,27
81,43
Spanien....
35,96
36,04"
35,96
36,04
Danzig ....
82,17
82,33
82,22
82.38
Japan.....
0,869
0,871
0,869
0,871
Rio de 3an.
0,239
0,241
0,239
0,241
Jugoslawien Lissabon...
5,195
5,205
5,195
5,205
12,94
12,96
12,91
12,93
Banknoten.
Berlin, 11.Mai
Geld
Brlei
Amerikanische Roten.............
3.535
3,555
Belgische Noten..................
58,43
58.67
Dänische Noten ................
62,87
63,13
Englische Noten .................
14,13
14,19
Französische Noten...........
16,52
16,58
Holländische Noten...............
168,86
169,54
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
22,04
72,06
22,12
72,34
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling
—
—
Rumänische Noten...............
2,46
2,48
Schwedische Noten...............
72,85
73,15
Schweizer Noten.................
81,09
81.41
Spanische Noten..................
35,83
35,97
Ungarische Noten ...............


