Oberhessen.
Gemeinderai in Grünberg.
'+ (Brünberg, 9. Noo. Zunächst gedachte der Fraktionsführer Dr. Schnabel der heute vor zehn Jahren in München gefallenen 16 Kameraden. Ihr Andenken wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt.
Bei der kürzlichen Verpachtung der Sommer- schafweide blieb Schäfer Haupt (Bergen bei Frankfurt) mit 1730 Mark Meistbietender. Da er sich auch bereit erklärt hat, den Betrag sofort bar zu entrichten, erteilte der Gemeinderat die Genehmi- e. Die seitherige Pacht erbrachte 1550 Mark, der ter hatte für die weitere Ueberlassung der Pacht aus freier Hand sogar nur 1200 Mark geboten. Die Ausschreibung und öffentliche Verpachtung der Weide zeitigte dann das jetzige Ergebnis.
Das Stimmen und die Unterhaltung der Orgel in derStadtkirche wurde der Fima F ö r ft e r & Nikolaus (Lich- zum jährlichen Preise non 27 Mark übertragen; eine andere Firma verlangte 30 Mark.
gehen, der Zwischenhandel soll ousge- schaltet sein. Besondere Erwähnung verdient die in der Mittagszeit geplante große Bauern- Kundgebung. Diese soll nach einem Platzkonzert der Standartenkapelle zwischen 12 bis 14 Uhr stattfinden. Als Redner ist der hessische Bauernsührer Dr. Wagner gewonnen. Nach den bis jetzt vorliegenden Anmeldungen und Bestellungen von Plätzen zur Aufstellung von Marktbuden scheint auch der Krämermarkt nicht hinter seinen Vorgängern zurückzustehen. Der Besuch des Marktes dürfte sich für jedermann verlohnen.
Landkreis Gießen.
£ Alten-Buseck, 10. Noo. Gestern abend fand im Saale von PH. Einhäuser eine zweite Wahlkundgebung der NSDAP, statt, an der der größte Teil der Einwohnerschaft teilnahm, sodaß der geräumige Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Der Kundgebung voraus ging ein Umzug durch den Ort, an dem sich die SA.,
nachher von Rinn & (Kloos war und jetzt im wohlverdienten Ruhestand lebt, sowie seiner Gattin wird von allen Gemeindegliedern und vielen Freunden ein sonniger, friedlicher Lebensabend gewünscht.
K Steinbach, 10. Noo. Hier fand im „Einhorn" eine Versammlung statt, in der Koos 3 o o ft e sprach. Leider war durch allerlei Umstände der Abend nicht so besucht, wie es der Redner verdient hätte. In dem Schlußwort mahnte der Pfarrer gleich dem Redner zur Pflichterfüllung am 12. November. — Am Mittwochabend fand ebenfalls im Saale des „Einhorn" eine große Kundgebung, veranstaltet von der Ortsgruppe der NSDAP., statt. Die Stahlhelmkapelle wirkte dabei mit, SA. und SA.-Reserve nahmen teil. Der große Saal vermochte die Zahl der Erschienenen kaum zu fassen. Da der Redner des Abends, Pg. Wagner (Gießen), erst später erscheinen konnte, sprach der Leiter der NS.-Volkswohlfahrt Gerhard (Steinbach) über die Sammlung zur Winterhilfe in Steinbach. Ortsgruppenleiter Rink begrüßte nach dem Eintreffen den Redner, der in zirka Inständigen Ausführungen über die Wahl und die Volksabstimmung am 12. November sprach. Seine Rede wurde häufig durch Beifallskundgebungen unter
Für die Instandsetzung des zweiten Pfarrhauses lag ein Voranschlag des Hochbauamtes mit 1100 Mark vor. Verhandlungen mit den Filialgemeinden wegen Uebernahme eines Teiles der Kosten scheiterten. Da man Wert darauf legt, daß der vom Kirchenvorstand für diese Stelle vorgesehene Pfarrer Matthäus (Ehringshausen) bald nach hier übersiedelt, wurde der Betray bewilligt. 20 v. H. der Kosten werden durch den Reichszuschuß für In- standsetzungsarbeiten ersetzt.
Ein Gesuch um Fertigchaussierung der Hindenburg st raße wurde trotz Anerkennung der Notwendigkeit zurückaestellt. Die Arbeit soll erst im nächsten Jahre im Wege größerer Notstandsarbeiten vorgenommen werden.
Bezüglich des Nachtschutzes ist geplant, den Hilfs- nachtwachter während der Wintermonate voll zu beschäftigen. Die endgültige Regelung soll erst demnächst erfolgen.
Die beiden hiesigen Firmen Dahmer und Haas & (So. Haven sich bereit erklärt, sämtliches in biejem Winter zu schlagendes Fichten- und Kie- fern-Stammholz abzunehmen. Da ihr Angebot günstig ist, nahm es der Gemeinderat an.
Oer Jlitclämarff in Allendorf.
<5 Allendorf a. d. L d a., 10. Noo. Für den am nächsten Mittwoch, 15. November, hier stattfindenden diesjährigen „N i k e 1 s m a r k t" werden allenthalben eifrige Vorbereitungen getroffen. Handwerker und Gewerbetreibende find emsig beschäftigt, noch fertige Ware für den Markt zu schaffen, Backer und Metzger sind eifrig an der Arbeit, damit auch für das leibliche Wohl der Marktgäste ausreichend gesorgt wird. Die Gastwirte haben wiederum dafür Sorge getragen, daß die tanzlustige Jugend auch zu ihrem Rechte kommt. Der diesjährige Nikelsmarkt ist durch die Marktkommission besonders ausgestaltet worden und vielseitiger als seine Vorgänger. Besonders ist man daraus bedacht, neben dem Schweinemarkt auch den früher weit über die Grenzen Hessens bekannten und berühmten S ch a s m a r k t wieder auf seine alte Höhe zu bringen. Um auch den Rindviehmarkt wieder ins Leben zu rufen, sollen für jeden Kauf eines Stückes Großvieh 1 v. H. der Kaufsumme dem Käufer als Prämie durch die Stadt gezahlt werden. Der Handel soll von Bauerzu Bauer
Oie Parole des 12. November:
Alle Wahlberechtigten stimmen mit ^ü!
Reichstagswahl: Volksgenossen wählen AGOAp.!
Nur diese Stimmabgabe dient dem Vaterland! Niemand bleibe der Wahl fern?
SA.-Reserve und die Ortsverein'e beteiligten. Nachdem der Zug unter den Musikklängen der SA.- Kapelle Grohen-Buseck und des lurner-Irommler- korps in den reich geschmückten Saal einmarschiert war, eröffnete Zellenleiter Becker die Kundgebung. Er gedachte der vor 10 Jahren gefallenen Parteigenossen und widmete ihnen warme Worte des Dankes. Die Versammlung ehrte ihr Andenken durch Erheben von den Sitzen, während die Kapelle das Lied „Ich hat einen Kameraden" spielte. Hierauf ergriff Pg. Schmelz das Wort und legte in überzeuge-nder Weife die Ursache und Notwendigkeit der von unserem Führer geforderten Volksabstimmung und der damit verbundenen Reichs- tagswahl dar. Auch Pg. Hahn aus Großen-Buseck appellierte nochmals an die Wähler, am Wahltag ihre Pflicht als denkende deutsche Volksgenossen zu erfüllen. Begeisterte Zustimmung bewies den Rednern, daß die ganze Gemeinde aufrichtig und geschlossen hinter ihrem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler steht. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Führer und mit dem Gesang des Horft-Wessel-Liedes fand der offizielle Teil der Versammlung feinen Abschluß. Mehrere flott gespielte Märsche und schöne Volksweisen hielten die Anwesenden noch einige Zeit beisammen.
t). Daubringen, 11. Nov. Heute feiern Hekst- rich Wagenbach und seine Ehefrau Sophie, geb. Körber, in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Dem beliebten Jubilar, der lange Jahre Fabrikaufseher in der hiesigen Zigarrenfabrik von (Smmelius und
brachen. Im Schlußwort des Pg. R i n k erklang das Gelübde, am Sonntag die Pflicht zu erfüllen, das mit dreifachem Sieg-Heil und dem Worft-Wesfel- Lied von der Versammluna ausgenommen wurde. — Am Donnerstagabend fand ein Aufmarsch der <521., der Hitlerjugend und des Jungvolkes zum Gefallenen-Denkmal statt. Hier sprach der Sturmführer des 34. Sturmes über die Bedeutung des 9. Novembers und legte Kränze nieder zum Andenken an die Opfer des Krieges und der Bewegung. Der Spielmannszug spielte das Lied vom guten Kameraden. Darauf marschierte die SA. nach Alb ach, wo ebenfalls Gefallenenehrung stattfand. Nach der Rückkehr fand noch ein öffentlicher SA.-Sturmabend bei Görlach statt.
? Reiskirchen, 11. Noo. Morgen abend findet im Saalbau Gundrum die Aufführung des Schauspiels von Pg. H. Bartholomäus- Gießen: „Erst bann wird Deutschland frei!" statt. Die Eintrittspreise sind derartig niedrig gesetzt, daß es auch den Aermsten möglich ist, sich dieses Spiel der bekannten NS.-Gau-Volksbühne anzusehen. Der hiesige Gesangverein „Harmonie" wird die Vorführung mit einigen Chören und Liedern unterstützen.
< Hungen, 10. Noo. Seinen 82. G e b u r t 3- t a g konnte am gestrigen Tage in voller körperlicher und geistiger Frische unser Mitbürger Karl Knorr feiern. — Im Rahmen des Winterhilfswer- k e s gingen dieser Tage sechs Waggonladungen mit Speisekartoffeln an die Kreisführung des Winter
Hilfswerkes Offenbach ab. Es lieferten: Langsdorf 449 Zentner, Billingcn 293 Zentner, Nonnenroth und Röthges 240 Zentner, Hunaen 329,01 Zentner, Langd 237,03 Zentner. Insgesamt konnten also 1548,04 Zentner abgeführt werden.
ch Saasen, 10. Noo. Der Dienst knecht Heinrich Schepp von hier, bedienstet bei Heinrich Hette - r ich in Bollnbach, wurde beim Dungerf obren auf dem Felde vom Tode überrascht. Der Verstorbene hatte einen Herzschlag erlitten. Er stand im 62. Lebensjahr und war 19 Jahre im Dienst seines letzten Arbeitgebers.
<5 Weickartshain, 10. Nov. Dieser Tage fand hier eine gut besuchte Kundgebung in dem mit zahlreichen Hakenkreuzfahnen geschmückten Hock- schen Saale statt. Der Krieger- und Gesangverein nahmen geschlossen teil. Nach Einbringung der NS.-Hago-, der NSBO.- und der Ortsgruppen- sahnen (sämtlich von Grünberg), sowie der beiden Vereinsfahnen. eröffnete Oberscharführer Melchior die Versammlung. Kreisbetriedszellenleiter W a g n e r - Gießen kennzeichnete in klaren Worten u. a. die Folgen des Krieges, den „Friedens- Vertrag" von 1919, den Grund des Austritts Deutschlands aus dem Völkerbund, die achtmonat- tige Arbeit des Reichskanzlers und den Zweck der Volksabstimmung am 12. November Anschließend wurde der 1. Vers des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Der Versammlung», leiter schloß die Kundgebung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den verehrten Volkskanzler Adolf Hitler.
Kreis Als?clv
)—( Ruppertsburg, 10. Noo. Dieser Tage fand hier eine Wahlkundgebung statt. Im dichtgefüllten Saale von Gastwirt Schiord sprach zunächst Oberreallehrer Buß von schotten über „Blut und Boden", danach der Kreisbauernfuhrer Straub von Rainrod über „Der Bauer und der 12. November" Beide Redner ernteten lebhaften Beifall. Alle Redner ermahnten, am nächsten Sonntag Hitler und damit dem Baterlanbe die Treue zu halten. Das Deutschland- und das Horst-Wessel- Cieb schlossen die Feier, die von Bürgermeister Lind geleitet wurde. — Der hiesige Mannerge-^ fangoerein brachte dem am 1. November aus dem Amte geschiedenen Forster Steinbach als einem Mitbegründer des nun 44 Jahre lang bestehenden Vereins ein Ständchen, wobei der Präsident W. Port der großen Verdienste des Scheidenden um die Heimat und um den Verein gedachte. Der Geehrte dankte seinen Sangesbrüdern — Unser Dorf lieferte bereits für die Winterhilfe 137 Zentner Kartoffeln, weitere 76 Zentner sind noch zu erwarten. Die Sammlung für das Eintopfgericht vom 5. November brachte 49 Mark ein.
Slrcto Schotten
§ Ulrichstein, 10. Nov. Die Winterhilfe- Sammlung am Sonntag des Eintopfgerichts erbrachte hier den Betrag von 161,85 Mark
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in diesem Falle auf dem Wege zum Schlachtfest Hier, wo es gilt Wannen, Kessel, Eimer, überhaupt alle Geräte und Gefäße von besonders starker Fettverschmulzung zu reinigen, wird @ als tüchtiger Helfer „glänzen". Und „glänzen" wie neu werden alle Gegenstände, die aus der @)-Reinigung hervorgehen, gleichgültig, ob aus Metall, Holz, Steingut oder Porzellan. Deshalb: „Ohne keine Hausschlachtung!“
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