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11.2.1933 Erstes Blatt
 
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Nr. 3b Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (Generalanzeiger für Oberheffen)

Schweden und der neue Kurs in Deutschland Görings Bitte um Sachlichkeit. Oie handelspolitische Verstimmung. England im Angriff.

Don unserem s.-Derichtcrstatter.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Stockholm, 9. Februar 1933.

Der schwedische Blätterwald rauscht in Er­regung. Auch die deutschfreundlichsten Zeitungen, die rechtsstehenden Blätter, glauben diesmal, zu einem Akt Solidarität gezwungen zu sein, und wenden sich zum Teil mit bemerkenswerter Schärfe gegenMaßnahmen", die Reichsminister Gö­ring dem Chefredakteur derGöteborgs Han­dels- och Sjöfartstidning" angedroht haben soll. Ganz so schlimm ist die Sache nicht. Aus dem mittlerweile bekanntgewordenen Wortlaut des Telegramms Görings geht hervor, daß von M a ß n a h m e n keine Rede ist, sondern daß der Minister nur von weiteren Schritten gesprochen hat, die gegebenenfalls eingeleitet werden mühten, wenn das Blatt sich nicht solcher beleidigenden Aeuherungen gegen den neuen deutschen Reichskanzler enthalte, wie sie in der letzten Zeit erschienen sind. Ein solches Telegramm eines amtierenden Ministers an eine auslän­dische Zeitung ist sicher ein ungewöhnlicher Schritt. Es ist aber dabei zu bedenken, daß der Reichsminister Göring längere Zeit in Schwe­den lebte, mit der inzwischen verstorbenen Tochter r iner hochangesehenen schwedischen Fa­milie verheiratet war und über einen großen Kreis von persönlichen Bekanntschaften und De- ziehunpen in Schweden verfügt. Schweden ist be­völkerungsmäßig mit seinen nicht einmal sieben Millionen Einwohnern, ein kleines Land und das, was zurGesellschaft" gehört, kennt sich alles untereinander ganz gleichgültig, ob man nun in Stockholm, in Upsala, in Göteborg oder sonst­wo in einer Stadt oder auf dem Lande wohnt. Rur diese persönliche Beziehung, die äußerst freundschaftlicher Ratur ist und die sicher auch des Gefühls warmer Dankbarkeit nicht ent­behrt, kann den Minister veranlaßt haben, einen solchen Schritt zu tun. Wird er hier anders auf- geirommen, als das in Berlin gewiß voraus» geleht wurde, so hat das seine besonderen Gründe, die der Reichsminister Goring wohl nicht ganz überblicken tonnte.

Die Sprache der schwedischen Presse ist von vornherein recht unfreundlich gegen die neue Regierung gewesen. Auch die Blätter, die tra­ditionsgemäß die nationale Bewegung in Deutsch­land anerkennen und zum Teil sogar in freund­schaftlichen Beziehungen zu ihren Führern stehen, haben sich einer gewissen Zurückhaltung be­fleißigt. Cs wirkt sich eben doch aus, daß d i e deutsch-schwedischen Handelsver­tragsverhandlungen unlängst zum Ab­bruch gekommen sind, und daß man hier in Schweden das Gefühl hat, Deutschland hätte es mit der Wiederaufnahme nicht allzu eilig. Da» Derständnis für die besondere Lage Deutschlands ist nicht allzu groß. Die Bor- stcllung des wirtschaftsmächtigen Borkriegs­deutschlands ist noch in allen Köpfen le­bendig, und man kann sich in diesem durchaus geordneten Lande kein ganz zutreffendes Bild von den Schwierigkeiten machen, in denen Deutsch­land steht und durch die es in den letzten Jahren hindurchgegangen ist. Erst wenn man im Gespräch auf die ungeheure Last der Reparationen ver­weist, die schweren Wirtschaftsschädigungen der revolutionäre Epoche ins Licht rückt und den selbstverständlichen Grundsatz, daß dort wo die Krise angefangen hat, die ersten Schritte zu ihrer Behebung getan werden müssen, darlegt, kann man feststellen, daß man sich auch hier allerlei und durchaus nicht oberflächliche Gedanken über die Ursachen und über die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise gemacht hat. Die Frage der deutschen Ausland- schulden. ihrer Konvertierung und ihrer Ab­geltung durch besondere Abkommen wird eifrig diskutiert. Ein ganz besonderes Derdienst der Aufklärung über diese o. .ummenhänge hat un­zweifelhaft Professor Cassel, der von hoher volkswirtschaftlicher Warte aus als erster Aus­länder den Kampf gegen die unhaltbaren Finanz» bcstimmungcn des Bersailler Bertrages eröffnet. Aber von den eigenen Sorgen, die ernst genug sind, wird Schweden dadurch allerdings nicht befreit.

Die deutsche Einfuhr steht in Schweden an allererster Stelle. England, das bei weitem der Hauptabnehmer schwe­discher Waren ist, vermag erst in der letzten Zeit Deutschland auf dem schwedischen Markt ernsthaft Konkurrenz zu machen. Aber es macht mese Konkurrenz zielbewußt und mit dem Ein­satz eines jeden Mittels. Hier in Schweden liegt eigentlich die Rietstelle der englisch-deutschen Be­ziehungen und zwar nicht nur auf wirtschafts­politischem. sondern auch auf dem rein politischen und vor allem auf dem kulturellen Gebiet. Es lst nicht zu leugnen, daß England in den letzten Satiren ganz erheblich an Boden ge­wonnen hat. Die Bücherauslagen in den Hauptstraßen Stockholms zeigen fast mehr eng- lilcpe als schwedische Literatur, und daneben verschwindet das deutsche Buch nahe- zu völlig. Gegenwärtig liegt dem schwedischen Kultusministerium sogar ein allerdings umstrit­tener Antrag vor, in den beiden Oberklassen der höheren Schulen Englisch als Pflicht- s a ch einzuführen, während das bisher allein vorherrschende Deutsch den unteren Klassen Vor­behalten bleibt.

Alles das ist nicht unbedingt tragisch zu neh­men, wenn man in Deutschland nur erkennt, daß vc? eine Position z u verteidigen 9lt die immerhin doch so bedroht ist, daß man auch vor besonderen Mitteln der Derteidigung mcht zurückschrecken sollte. In der Frage der Hu d e l s v e r t r a g s v e r h a n d l u n g e n, die hoffentlich bald wieder au;genommen werden, olltc dieser Gesichtspunkt nach Gebühr Berück- liajtigung finden. Aber auch dem deutschen Kaufmann muß man sagen, daß er sich zu rühren hat. So bequem wie früher läßt sich der Absatz der deutschen Waren nicht mehr durch­führen. Roch so schön gedruckte Kataloge haben wenig Sinn und Zweck, wenn ihnen nicht eine intensive perfö.nliche Werbung durch geeignete Dertreter zur Seite tritt. Es ist nicht uur der schwedische Markt, sondern es ist der gesamte Markt Rordeuropas, der den

Tendenzen folgt, die hier im beweglichsten und unzweifelhaft auch tüchtigsten Land Skandina­viens lebendig werden.

Schweden hat eine sozialdemokratische Regierung. Auch in diesem ilmftanb ist man­ches begründet, was die alte und innige Freund­schaft zwischen den beiden germanischen Dölkern vorübergehend zu trüben scheint. Die Sprache der schwedischen Presse und nicht nur derGöte­borgs Handels- och Sjoefactstidning". eines im übrigen wenn auch bedeutsamen, so doch in seiner gesamten Richtung äußerstindividuell" auftretenden Blattes ist in der Tat während der letzten zwei kritischen Wochen in Deutsch­land geradezu maßlos gewesen. Die in der Form, wie es sich von selbst versteht, sehr freundschaftlichen Borstellungen des höchst an­gesehenen und beliebten deutschen Gesandten von Rosenberg haben wenig genutzt. Man hat in den hohen Aemtern die Achseln gezuckt und sich darauf zurückgezogen, daß in Schweden Pressefreiheit besteht. Es hantelt sich dabei aber

Berlin, 10. Februar.

Kaum eine andere Autoschau hat in den Rach­kriegsjahren das Interesse der Fachwelt und der gesamten Oeffentlichkeit, besonders in be­zug auf die deutschen Wagen, in so hohem Maße erregt wie die Internationale Auto­mobilausstellung 1933, die am Sonntag auf dem Berliner Messegelände vom Reichskanzler eröff­net werden wird. Dieses gesteigerte Interesse be­ruht nicht zuletzt darauf, daß fast alle beteilig­ten Firmen bemüht waren, ihr Produktionspro­gramm möglichst bis zum letzten Augenblick ge­heimzuhalten, um so mit desto größeren ileber» raschungen aufwarten zu können. Es wurde ge­rade so viel verraten, daß man wußte, neue Wege werden beschritten. Neukonstruktionen in großer Zahl sind zu erwarten, die äußere Gestal­tung und die Ausstattung der Wagen werden be­deutende Aenderungen erfahren, die Preise wer­den der gegenwärtigen Wirtschaftslage angepaht sein. Richt viel, aber doch genug, um die Reu- gierde auf das höchste zu steigern.

Als das Grundlegende der Schau, die auch die Erwartungen der anspruchsvollsten und kritischsten Besucher weit übertreffen wird, ist die U m st e l - lung der gesamten Autoproduktion, entsprechend den wirtschaftlichen Verhältnissen, o u f den Ein- bis Zwei-Liter-Wagen zu be­zeichnen, den Gebrauchswagen unserer Tage, dessen Bremsstärke zwischen 15 und 35 PS liegt. Diese Umstellung erhält ihr besondere Bedeutung aber erst dadurch, daß diese ehemaligen Stiefkinder der Auto­industrie nunmehr mit Fahreigenschaften ausgestat­tet sind, die man früher nur bei den großen Re- präsentations- und Luxuswagen kannte. Wir finden bei den Wagen dieser Gattung, wie sie die Interna­tionale Automobilausstellung in reicher Auswahl zeigen wird, und zwar gerade bei den deut­schen Wagen, die neuesten Errungenschaften der Autotechnik: Schwingachsen, einzeln aufgehangene Laufräder, schwingungsfreie Motoraufhängung, wie Frontantrieb und Vierganggetriebe mit einem Schon­gang, wodurch eine bedeutende bessere Leistungs» ausnutzung verbürgt wird. Nicht weniger als fünf verschiedene Wagen der Zwei-Liter-Klasse sind mit einem Frontantrieb versehen, der in seiner Kon- struktionsgestaltung bereits als völlig ausgereift gel­ten kann. Der moderne Vierzylindermotor der Ein- Liter-Wagen arbeitet so ruhig wie ein kostspieliger Sechszylinder; durch die elastische Aufhängung wer­den alle Erschütterungen einfachverschluckt .

Es versteht sich von selbst, daß auch in bezug auf die äußere Gestalt der Wagen alles ge*

gar nicht um eine Frage der Pressefreiheit, son­dern um eine solche des internationa­len Taktes, und die verantwortlichen sozial­demokratischen Regierungsmänner sollten doch we­nigstens so viel Einfluß auf die ihnen nahe­stehende Presse haben, um hier eine Mäßigung herbeizuführen.

Bon der aufgeregten Sprache einzelner Blätter gegen Deutschland und gegen die neue deutsche Regierung bleibt im übrigen d i e schwedische Bevölkerung weithin unberührt. Sie hat durch bittere Erfahrungen, vor allem in der Kriegszeit, manches gelernt, und wenn sie sich damals durch die wildeste Gräuelpropaganda nicht in ihrer Sympathie zu Deutschland irremachen ließ, so wird das erst recht jetzt nicht geschehen, wo allzu offensichtlich innerpolitische In­teressen der au-gerigten Schreiber mitspielen. Die gegenwärtige schwedische Regierung ist eine Minderheitsregierung. Unö vielleicht sind ihre Tage, gerade auch unter dem Eindruck der Umwälzung in Deutschland, schon gezählt. Der eigentlich bäuerlich-konser­vative Grundcharakter des schwedischen Volkes hält nicht nur stärker als es nach außen hin vielleicht in Erscheinung tritt, an jahrhun­dertelangen Freundschaftsgefühlen zu einem an­deren Bolke fest, sondern sorgt auch über kurz oder lang öafiir, daß die politische Innenlage wieder in ihr natürliches Gleichgewicht kommt.

tan worden ist und nichts zu wünschen übrig» bleibt. Richt allein die Sechszylinder-, sondern auch die Vierzylinder-Wagen Der Serienfabrikation tragen Karosserien, die man geradezu als eine Symphonie der Schönheit und des kultivierten Ge­schmacks bezeichnen kann. Bor allem die Ca­briolet t s sind luxuriös wie früher nur hoch­wertige Spezialausführungen. Vielfach macht sich die Stromlinienform bemerkbar, die, wenn sie auch nicht von allen Fabrikanten angewandt wird, doch entscheidenden Einfluß auf Die Formengebung Der meisten Wagen gewonnen hat.

Diese äußere Formenwandlung haben die Wagen aller Klassen erfahren, während größere konstruktive Aenderungen die das Hauptmerkmal der kleinen Wagen bilden, bei Wagen über drei Liter nur vereinzelt zu finden sind. Im Bereich der Repräsentationswagen herrscht die konservative Richtung des Auto­mobilbaus, die dafür auf die vollendete Durch­bildung der unveränderten Einzelheiten äußerste Sorgfalt verwendet. Allgemein sind die Wagen aller Klassen bei gleichzeitiger Herabsetzung des Wagengewichtes auf ein Minimum niedriger, breiter und länger geworden. Daraus ergibt sich bei allgemeiner Verwendung sogenannter Aero- Reifen besonders großer Reifen mit geringem Luftdruck eine weitere Verbesserung der Fahr- eigenschaften und besonders eine erhöhte Seiten­stabilität. Unter den geschlossenen Wagen wird die viertürige Ganzstahl-Limousine mit schräger Windschutzscheibe und schräger Rückwand, aus­gerüstet mit splitterfreiem Glas und Stahlrohr­sesseln für Die Vordersitze, überwiegen.

Einen Der größten Anziehungspunkte Der Ber­liner Autoschau toerDen zweifellos Die D r e i - räDrigen führerschein- unD steuer­freien Volkswagen bilDen, Die teilweise mit Stromlinienkarosserien ausgestattet sinD. Diese mit 200-ccm-Motoren versehenen Fahrzeuge bilden eine neue Gattung, die zweifellos große Entwicklungsmöglichleiten hat. Auch stärkere Typen sind vorhanden, Die, als Sportwagen gebaut, 90 bis 100 Kilometer StunDengeschwinDig- feit erreichen unD mit einem neugeschaffenen Führerschein gefahren werben können.

Lieber Die AntipoDen Dieser Zwerge. D i e Last- Wag e n. find große Neuerungen nicht zu be- richten. abgesehen von der bemerkenswerten Zu­nahme im Einbau von Dieselmotoren als Antrieb. Der Bau von Lastwagen steht in Deutschland schon feit Jahren auf einer derartig hohen Stufe, daß wesentliche Aenderungen für die nächste Zukunft kaum zu erwarten sind,

Das Auto von Morgen.

Was es auf der Internationalen Automobilausstellung zu sehen gibt.

Don unterer Berliner Redaktion.

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Interessante Neukonstruktionen, die auf der Ausstellung zu sehen sein werden. Oben: Ein holländischer Riesen-Omnibus für 55 Personen, dessen Vorderteil in Kurven und beim Wenden in einen Winkel von fast 90 Grad zum Hauptteil gebracht werden kann. Unten links: Die Vorderradschraubenfederung des neuen 3,8-Liter-Mercedes-Benz-Wagens, der mit einem 90-PS-Komprefsor-Motor, mit Schwingachsen und Tiefrahmen versehen ist. Unten rechts: Der 2-Liter-Mercedes-Benz-Reisewagen für 4 Personen, der mit einem 40-?8-Motor und mit Kastentiefrahmen ausgestattet ist.

Samstag, U. Februar (955

Zusammenfassend lassen sich die wesentlichsten Errungenschaften des modernen Automobilbaus, wie er sich auf der bevorstehenden Autoschau zei­gen wird, folgendermaßen formulieren: Propa­gierung des neuen dreirädrigen Vollswagentyps zu billigsten Preisen. Entwicklung des Karosserie­baus auch bei den normalen Gebrauchswagen zu höchster Formenschönheit. Einstellung der deut­schen Industrie auf den Ein» bis Zwei-Liter- Gebrauchswagen bei gleichzeitiger Verbesserung der Fahreigenschaften bis zur Grenze des Mög­lichen und entsprechender Steigerung des Kom­forts.

Kein ^cid)0fommiror für Hessen.

Frankfurt a. 2H., 10. Febr. (ID S Jl.) Zu den in hessischen Blättern geäußerten Befürchtungen, daß man sich an zuständigen Reichsstellen mit der Ab­sicht der Entsendung eines Reichskom­missars nach Hessen trage, wird an zustän­diger Stelle erklärt, daß dem bereits vor einigen Tagen gegebenen ausdrücklichen Dementi nichts hinzuzufügen sei.

Geflügeldiebstähle in Oberheffen vor Gericht.

WER. Frankfurt a. M.. 10. Febr. Die Große Strafkammer verhandelte gegen die Ge - f l ü g e ID i e b e, Die im Rovember v. I. in einem geborgten Auto Fahrten nach oberhessi - schenOrt schäften machten, wobei sie Hühner- unD Gänsediebstähle ausführten. Besonders in Dauernheim und Lardenbach entwickel­ten sie eine rege Tätigkeit, in Dorn assen- heim stahlen sie Wäsche von der Leine. In einer Hühnerfarm in Dauernheim schlachteten sie 108 Hühner und 6 Gänse und verstauten die Beute in ihrem Wagen. Die Täter wurden dadurch entdeckt, daß einer einen Zettel mit der Auf­schrift seiner Adresse verloren hatte. Als man in den Wohnungen und Wohnwagen der Be­schuldigten Rachschau hielt, fand sich die Wäsche, aber auch 25 Hühnerköpfe und das Fell eines frischgeschlachteten Rindes. Das Gericht verur­teilte den Angeklagten Friedrich M e 111 e r aus Offenbach und den Ferdinand B i 11 m e t e t aus Ulfa zu je einem Jahr und neun M o - naten Gefängnis, den Stefan Hahn aus Iserlohn zu einem Jahr und Den Wilhelm Hahn aus Oberreichenbach zu zehn Mona­ten Gefängnis.

Ein Auto mit kommunistischen 3er- sehungsschristen.

WSR. Frankfurt a. M., 10. Febr. Gestern abend wurde bekannt, daß aus der Richtung Hanau ein Schnellastwagen mit mehreren tausend Exemplaren kommunistischer Zer­setzungsschriften auf dem Wege nach Frankfurt a. M. sei. Bon Der Frankfurter unD Hanauer Kriminalpolizei tourDen sofort umfang­reiche Feststellungen gemacht. Es gelang den Beamten in Der Rächt gegen 24 Uhr das Fahr­zeug kurz hinter Dörnigheim zu ermitteln. Trotz wiederholten Versuchs vermochten die Verfolger den mit großer Geschwindigkeit fahrenden Wagen Der KPD. nicht zum Stehen zu bringen, obwohl er unterwegs beschossen tooroen war. Als Der Schnellastwagen mit Den Flugblättern an Der Konstabler Wache in Frankfurt war, gelang es, ihn zu stellen. Die beiden Begleiter sprangen vom Wagen ab und tauchten im Publikum unter. Trotzdem das Auto von Polizeibeamten umstellt war, versuchte der Führer erneut die Flucht zu ergreifen. Daraufhin wurde der Wagen aber­mals beschossen. Runmehr gelang es, den Chauf­feur festzunehmen. Er wurde dem Polizeige­fängnis zugeführt. Das sichergestellte Kraftfahr­zeug wurde nach der Gutleutkaserne abgeschleppt. Die Flugblätter wurden beschlagnahmt. In den frühen Morgenstunden ist es gelungen, einen der flüchtigen Begleiter des Kraftfahrzeuges zu er­mitteln. Die beiden Festgenommenen werden sich wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu verant­worten haben.

Oberheffen.

Landkreis Gictzcn.

LI Grohen-Linden, 9. Febr. Bei Der Drennholzversteigerung im hiesigen Ge- meinDetoalD tourDen durchschnittlich pro Raumme­ter Kiefernscheit 14 bis 16 Mk.. Kiefernknüppel 11 bis 13 Mk. und 50 Wellen (Kiefern oder Fich­ten) 4 bis 6 Mt. geboten. Die Rcrchsbahnver- toaltung hat auf Den beiDen Bahnsteigen unsererStation elektrischeUhren an­bringen lassen, Die von Den ReisenDen mit Ge­nugtuung begrüßt toerDen, Da auf Diese Weise Die früheren UnterschieDe in Der Zeitangabe zwi­schen Großen-LinDen unD Dem Bahnhof Gießen in­folge Des Anschlusses der Uhren an Gießen nun­mehr verschwunden find.

< Leihgestern, 10. Febr. Infolge weiterer Zunahme der Grippeerkrankungen mußte die hiesige Volksschule auf einige Tage ge­schlossen werden.

V Watzenborn-Steinberg, 9. Febr. Die hiesige evangelische Mädchenver­einigung hatte zu einem Familienabend in den Saal derKrone" zu Steinberg eingeladen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Aus der früheren Gemeinde des Ortspfarrers, Groß- Eichen, waren mit ihrem Pfarrer eine Anzahl Quartiergeber erschienen, die die Mitglieder der hiesigen Mädchenvereinigung zwei Jahre hinter­einander bei den Vogelsbergfahrten freundlich ausgenommen, sowie bewirtet hatten und denen die hiesige Gemeinde nun ihren Dank abstatten wollte. Sie wurden von dem Leiter des Abends. Pfarrer S t a u b a ch , herzlich begrüßt. 3m Mit­telpunkt der Veranstaltung standen zwei Theater- Vorführungen ernster Art. Die Darstellung durch die jugendlichen Spielerinnen war hoch anzu­erkennen und hinterließ einen tiefen Eindruck. Vorträge ernster und heiterer Art wechselten mit Musikvorträgen für Violine und Klavier sowie mit gemeinsam gelungenen Liedern ab. Im Fla­men der Gäste dankte Pfarrer König (Groß- Eichen) in herzlichen Worten, der Hoffnung Aus­druck gebend, daß Die geknüpften Beziehungen weiter gepflegt würden, was der Ortsgeistliche in seinem Schlußwort bekräftigte. Mit dem Bun- deslied fand der Abend seinen Abschluß.

, O H o l z h e i m , 10. Febr. Die Grippe ist hier außerordentlich stark aufgetreten. In man*

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