Wirtschaft.
ßitfe für den Erzbergbau an Sieg, Lahn und Dill.
Der preußische Minister für Wirtschaft und Arbeit hat die Fortsetzung der Hilfsmaßnahmen für d e n Eisenerzbergbau an Sieg, Lahn und Dill einschließlich Oberhessen rückwirkend vom 1. April für das Rechnungsjahr 1933 genehmigt. Durch den Reichshaushalt find für 1933 zur Stützung des Eisenerzbergbaues in den betreffenden Gebieten 400 000 Mark bereitgestellt worden. Hiervon sollen die Beträge zur Stützung der Erzgruben Schmalkalden und Waldalgesheim abgezweigt werden. Die Verteilung der zur Verfügung stehenden Beträge hat für die preußischen Gruben nach den in der Ausrichtung und einem Teil der Vorrichtung wirklich verfahrenen Schichten zu erfolgen. Die Verrechnung der Beihilfe ist also gegen früher eine grundsätzlich andere. In Preußen sind für das laufende Rechnungsjahr bis zu 400 000 Mark bewilligt, aus denen die Beihilfe für alle vorgenannten Gruben zu bestreiten ist, jedoch darf der preußische Anteil den des Reiches nicht übersteigen.
Frankfurter Börse.
Börse: Renten fest.
Frankfurt a. M., 9. Okt. Auch zu Beginn der neuen Woche blieb der Rentenmarkt in Front, während der Aktienmarkt vollkommen vernachlässigt war. Das Interesse der Kundschaft und der Kulisse gehörte den festverzinslichen Werten, in denen bei recht lebhaften Umsätzen weitere Kurssteigerungen erzielt wurden. Bevorzugt waren späte Reichsschuldbuchforderungen (plus 0,50 v. H.) und Reubeßtzanleihe mit plus 20 Pf. Ferner erhielt sich Nachfrage nach frühen und späten Wiederaufbauzuschlägen, die mit 50,50 bis 51 bzw. 50 bis 50,50 je 0,50 v. H. anzogen. Die Altbesitzanleihe kam heute ex. Ziehung mit 76,75 v. H. ziemlich unverändert wieder zur Notiz. Am Aktienmarkt herrschte im Hinblick auf die heute beginnenden Genfer Abrüstungsverhandlungen Zurückhaltung, zumal Orders der Kundschaft für diese Märkte kaum Vorlagen. Da auch sonstige Anregungen fehlten, war die Umsatztätigkeit bei nachgebenden Kursen sehr klein. Die durchschnittlichen Rückgänge hielten sich im Ausmaße von 0,25 bis 0,50 v. 3)., lediglich Siemens mit minus 2 o. H., Rhein. Braunkohlen, Ilse Bergbau Stamm und Stahlverein mit je minus 1 o. H. waren stärker gedrückt. Etwas fester eröffneten Metallgesellschaft mit plus 0,65 o. H. und Ilse Bergbau Genuß mit plus 1,13 v. H. Nach den ersten Notierungen bröckelten Aktien eher weiter leicht ab, so u. a. IG.-Farben um 0,75 auf 115,25 v. H., während die Rentenwerte zwar ruhiger, aber doch gut behauptet lagen.
Im Verlaufe wurde das Geschäft allgemein klein. Don deutschen Anleihen gaben Altbesitz 0,25 v. H., Neubesitz um 20 Pf. auf 11.60 nach, späte Reichsschuldbuchforderungen waren jedoch unverändert. An den Aktienmärkten traten nur noch geringfügige Veränderungen ein. Goldpfandbriefe blieben auf der ganzen Linie gesucht und zogen durchschnittlich um 0,50 bis 1 v. H. an, Meininger Hyp.- Bank Gold und Rhein. Hyp.-Bank Gold gewannen sogar 1,50 o. H. Liquidationspfandbriefe waren ziemlich unverändert, etwas fester Franks. Hyp., Rhein. Hyp. und Nass. Ldsbk. Liquidation. Kom- munal-Obligationen blieben ebenfalls gesucht und lagen meist 0,50 v. H. höher. Stadtanleihen tendierten uneinheitlich bei Abweichungen von 0,50 bis 1 v. H. Don Länderanleihen konnten sich Hessen von 1928 um 0,75 v. H. auf 82,75 befestigen, während 1929er nach der Steigerung um 1 o. H. auf 85 v. H. nachgaben. Industrie-Obligationen lagen nicht ganz einheitlich, etwas überwogen aber meist Besserungen um 0,50 bis 1 v. H., IG.-Farben- Bonds jedoch minus 1,50 v. H. Auslandsrenten lagen geschäftslos. — Tagesgeld blieb zu 3 v. H. unverändert.
Abendbörse freundlich.
Die weitere erhebliche Verminderung der Arbeits- losenziffern und die nach dem Bericht des Instituts für Konjunkturforschung eingetretene weitere Besserung in konjunktureller Hinsicht machten an der Abendbörse einen guten Eindruck, so daß rein stimmungsmäßig ein freundlicher Grund- t o n vorherrschte. Das Interesse des Publikums konzentrierte sich jedoch weiterhin auf den Renten- ma r k t. Aber auch die Aktienmärkte vermochten sich gegen den Berliner Schluß leicht zu bessern.
Don Renten blieben späte Reichsschuldbuchforderungen zu 85,75 v.H. und Altbesitzanleihe zu 76,5 v. H. unverändert, während Neubesitz etwa 10 Pf. und Schutzgebiete etwa 1A Pf. gewannen. Ferner waren Goldpfandbriefe weiter gefragt und um 0,25 bis 0,5 v. H. höher. Don Stadtanleihen konnten sich Mainzer von 1928 um 0,5 v. H. auf 68,5 v.H. erholen, dagegen kamen 6-o.H.-Frank-
furter von 26 mit 65 um 1 v. H. niedriger zur Notiz. U. a. notierten Neubesitzanleihe 11,30, Altbesitzanleihe 76,5, Schutzgebietsanleihe alle 7,80, 6-o. H.° Frankfurter Hypothekenbank Gold R 8—10 87, 5,5 v. H. do. Liquidation 86,5, 6 o. H. do. Gold- Komm. R II 78, 6-o. H.-Frankfurter Pfandbriefbank Gold R 3—10 86,75, 5,5 o. H. do. Liquidation 87,65, 6°o. H.-Pfälz.-Hyp.-Bank Gold R 2—9 88,5, Reichsbank 140, Buderus 63,5, Harpener 80, Klöckner 50, Phönix 30,5, Stahloerein 30,5 bis 31, Bekula 113,5, Bemberg 37,5, Daimler 23,25, Licht & Kraft 87,65, IG.Farben 115,5, Metallgesellschaft 52,5, Siemens 137, Reichsbahnoorzugsaktien 99,5, Hapag 9,5, Norddeutscher Lloyd 9,9.
frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 9. Okt. Auftrieb: Rinder insgesamt 1060 (gegen 1691 am letzten Montagsmarkt), darunter befanden sich 373 Ochsen, 65 Bullen, 338 Kühe und 284 Färsen. Kälber 489 (410), Schafe 96 (152), Schweine 3958 (3524). Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen: al) 30—32, a2) 26—29, b) 22—25. Bullen: a) 28—31, b) 23—27. Kühe a) 25—29, b) 21—24, c) 17—20, d) 13—16. Färsen a) 30—33, b) 27—29, c) 22—26. Kälber, Sonderklasse: a) 36—40, b) 31—35, c) 26—30, d) 22—25. Schafe: e) 25—27, f) 21—24. Schweine: b) 50—53, c) 48—52, d) 46—50, e), f) und g) gestrichen. Im Preisvergleich zum letzten Montag zogen Ochsen 2—3, Kühe und Bullen je 2 und Färsen 1 Mark an, Kälber blieben unser- ändert, während Schafe und Schweine je 1 Mark verloren. Marktverkauf: Rinder rege, aueverkauft. Kälber langsam, Schafe rege, geräumt. Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Fettschweine über Notiz, magere Schweine schlecht verkäuflich. Fleischgroh- markt. Beschickung: 564 Viertel Rindfleisch, 25 ganze Kälber, 12 ganze Schafe, 265 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in RM.: Ochsen- und Rindfleisch I 52—55, II 46—52. Bullenfleisch 46—52. Kuhfleisch II 36—42, III 25—32. Kalbfleisch II 62—70. Hammelfl. 62—65. Schweinefleisch I 63—70. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: lebhaft.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 9. Okt. Die Getreidebörse hatte nur sehr kleines Geschäft zu verzeichnen, doch zeigten die Preise gegenüber der Vorwoche keine stärkeren Veränderungen. In Brotgetreide hat das Angebot etwas zugenommen, während der Absatz an die Mühlen infolge des nur auf Deckung des laufenden Bedarfs beschränkten Mehlgeschäfts gering war. Weizen bröckelte leicht ab, Roggen zog dagegen leicht an. Von Futtergetreide lag Hafer etwas
Von der Verwaltung der I G. - Farbenindustrie wird folgender Bericht der Oeffentlich- keit übergeben:
Die deutsche Wirtschaft steht unter dem Zeichen des Aufrufs der Regierung zur Arbeitsbeschaffung. Die JG.-Farbenindustrie hat ihre Mithilfe freudig zugesagt. Sie tat dies um so überzeugter, als sie diesen Weg zur Wirtschaftsbelebung schon seit geraumer Zeit selbständig gegangen ist.
Schon in den Jahren 1931 und 1932 verkürzte die 3(5. die Arbeitszeit ihrer Arbeiter und Angestellten. Sie war damit unter den ersten Firmen, die sich dieses Mittels zur Vermeidung von Entlassungen bedienten.
Die Arbeitszeit, die früher 48 bis 56 Stunden betragen hatten, wurde in den meisten Fällen auf 40 Stunden verkürzt, vorwiegend in Gestalt der Fünftagewoche. Heute arbeiten 95 v. H. der Belegschaft verkürzt. Auf diese Weise gelang es der JG.- Farbenindustrie, in der Zeit des wirtschaftlichen Tiefstandes die Entlassung von 11000 bis 12 000 Mann zu verhindern. Darüber hinaus hat die JG.- Farbenmdustrie unter großen finanziellen Aufwendungen viele ältere Arbeiter und Angestellte vorzeitig pensioniert oder auf Wartegeld gefetzt und damit die Möglichkeit geschaffen, weitere Entlassungen zu vermeiden und später Neueinstellungen oorzunehmen. Schließlich hat
die 3(5. ;uc Schaffung zusätzlicher Arbeiten ein großzügiges Arbeilsbeschasfungsprogramm beschlossen, das vor allem über den Vinter neue
Beschäftigungsmöglichkeiten geben soll, obwohl gegenüber der zweifellos eingetretenen Belebung des deutschen Marktes mit der entsprechenden Umsatzsteigerung und Erhöhung gewisser Pro
ruhiger und nachgebend. Braugerste blieb auf dem letzten Stand behauptet. Die Mehlpreise zeigten keine Veränderung. Von Futtermitteln bröckelten Kleie etwas ab, ölhaltige blieben behauptet. Am Kartoffelmarkt ließen die Preise weiter leicht nach, und der Absatz gestaltete sich ruhig. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 194, Roggen 161 bis 162, Sommergerste 182,50 bis 185, Hafer 137,50, Weizen- mehl Spez. 0 mit Auslandsweizen 28,75 bis 29,50, do. ohne Auslandsweizen hergestellt 27,25 bis 28,00, Roggenmehl 0 60prozentig 23,25 bis 23,50, do. füdd. Spez. 0 23,75, Weizenkleie 8,85, Roggenkleie 8,60, Sojaschrot 14,00 bis 14,50 mit Monopolzuschlag (m. M.), Palmkuchen 14,00 m. M., Erdnußkuchen 16,10 m. M., Treber 15,50, Heu 5,50 bis 5,70, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,00 bis 2,25, gebündelt 1,60 bis 2,00. Kartoffeln: Industrie hiesige Gegend Mark 2,15 bis 2,20 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug.
Mainzer Schweinemarkt.
Mainz, 9. Okt. Auftrieb: 915 Stück. Marktoerlauf: mäßig lebhaft, Ueberftand. Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in RM.: Schweine von ca. 120—150 kg 50—54, c) von ca. 100—120 kg 48—52, d) von ca. 80—100 kg 46—49.
Mannheimer Getreidebörse
Mannheim, 9.Oktober. Weizen (inländischer, 76/77 kg) 19,75 bis 20 Mark, Festpreis per Oktober Bezirk 9 18,80, Bezirk 10 19, Bezirk 11 19,30; Roggen (süddeutscher) 16,30 bis 16,60, Festpreis per Oktober Bezirk 9 15,80, Bezirk 8 15,50; Sommergerste 18 bis 19,50; Gerste (Pfälzer) 19 bis 20,50; Futtergerste 16,50; Mais (gelb, auf Bezugsschein, mit Sack) 18,50; Sojaschrot (Mannh. Fabr. prompt) 14,50; Biertreber (mit Sack) 15; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 8,75; Erdnußkuchen (prompt) 16; Wiesenheu (loses) 4,80; Rotkleeheu 5; Luzernkleeheu 6 bis 6,50; Stroh: Preßstroh Roggen-Weizen 2, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh: Roggen-Weizen 1,40 bis 1,70, Hafer- Gerste 1,20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Oktober 29,25, November 29,40, Dezember 27,75; Weizenmehl (mit Jnlandweizen, alte Ernte) per Oktober 27,75, November 27,90, Dezember 28,05; Roggenmehl (70—60 o. H. Ausmahlung, je nach Fabrikat, norddeutsches) 22,50 bis 23,50, Roggenmehl (Pfälzer und süddeutsches) 22,75 bis 23,75; Weizenkleie (feine 9 bis 9,25, (grobe) 9,50 bis 9,75; Roggenkleie 8,50 bis 9,50* Weizenfuttermehl 10,25 bis 10,50; Roggenfuttermehl 9,50 bis 11,50; Weizennachmehl 14 bis 15,50; Rapskuchen 12; Leinkuchen 16,75; Palmkuchen 14; Sesamkuchen 16 Mark. Tendenz: ruhig, Stimmung für Brotgetreide ruhig; die Mühlen halten infolge des geringen Mehlgefchäfts mit Anschaffung zurück. Für Futtermittel Hot die Nachfrage etwas nachgelassen, die Preise haben keine Aenderung erfahren.
duktianen die Expartlage noch unverändert ist. Vorgesehen ist ein Ausbau van Neuanlagen, für die die Aufwendungen gegenüber dem Jahre 1932 das Doppelte betragen werden, und zwar werden für den Ausbau von Neuanlagen etwa 40 Mill. RM. ausgegeben, gegenüber rund 20 Mill, im Jahre 1932. Die Reparaturarbeiten werden nach Möglichkeit vermehrt. Ihre Kosten werden 80 Mill. RM. erreichen gegenüber 64 Mill. RM. im Vorjahr. Das neue Bauprogramm für die Gruben der IG., das Gesamtinoestierungen in Höhe von 22 Mill. RM. vorfieht, wurde bereits bekanntgegeben. Außerdem ist beabsichtigt, die gesamten Vorräte an Rohmaterialien, die bereits um 6 Mill. RM. erhöht sind, sowie an Zwischenprodukten und Fertigfabrikaten nach Möglichkeit zu vergrößern und diesen erhöhten Bestand beizubehalten. Die bereits erfolgte Bevorratung bei den Fertigfabrikaten und Zwischenprodukten läßt sich wertmäßig noch nicht übersehen. Sie beträgt aber sicherlich mehr als 6 Mill. RM.
Die Gesamterhöhung der finanziellen Aufwendungen der 3G. für Reuanlagen, Reparatur- koften, Grubenbetriebe, Rohmaterialien, Zwischenprodukte und Fertigfabrikate beträgt mehr als 45 Millionen Reichsmark.
Die bisher getroffenen Maßnahmen haben feit dem Tiefstand der Belegschaftsziffer bis zum September dieses Jahres bei den verschiedenen Werken der IG., einschließlich der Ammvniakwerke Merseburg GmbH., der Kalle & Ca. AG., Wiesbaden-Biebrich, und der Aktiengesellschaft für Stickstoffdünger in Knapsack, zur Neueinftellung von rund 10 000 Köpfen geführt, wozu noch ErsatzeinfteUungen für zirka 5000 Arbeitskräfte kommen, die durch Pensionierung, Verheiratung usw. ausgeschieden sind und damit den Arbeitsmarkt nicht mehr belasten. Bei
Große Arbeitsbeschaffung derZG.-Zarben.
Mehraufwendungen in Höhe von 45 Millionen Mark. —Oer Arbeitsmarkt um rund 34000 Mann entlastet.
den Gruben wurven im gleichen Zeitraum zirka 2000 Mann eingestellt. Durch das erwähnte Arbeitsbeschaffungsprogramm wird verhindert wer- den, daß die zusätzlich eingestellten Arbeitskräfte im Herbst wieder entlassen werden. Das Bauprogramm der Gruben, von dem schon gesprochen wurde, wird weitere Einstellungen in Höhe von rund 5000 Mann mit sich bringen.
Der Arbeitsmarkl wurde also einschließlich der 12 000 durch Kurzarbeit vermiedenen Entlassungen um insgesamt 34 000 Arbeitskräfte entlastet.
Außerdem hat die JG.-Farbenindustrie durch verstärkten Einkauf und durch die stark vermehrte Vergebung von Aufträgen an andere Industrien in günstigem Sinne auf die Beschäftigung der für sie tätigen Unternehmen und Lieferanten einae- wirkt. Die Leitung der JG.-Farbenindustrie hofft, mit den geschilderten Maßnahmen und mit verstärkten Zuwendungen aus sozialem und Wohlfahrtsgebiet einen erfolgreichen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu führen.
Aus aller Welt.
Geschwader-Dauerflug einer amerikanischen INarineflugzeugstasfel.
Wie aus San Diego (Kalifornien) gemeldet wird, traf dort eine Marineflugzeugstaffel von fünf Flug- zeugen ein, die von Panama zu einem G e - schwader-Dauerflug aufgeftiegen war. Das Geschwader, das eine Zwischenlandung in Acapulco (Mexiko) vorgenommen hatte, hat insgesamt eine Entfernung von über 4800 Kilometern zurückgelegt und damit einen neuen Dauerrekord für Ge- fchwaderflüge ausgestellt. Ein sechstes Flugzeug, das aleichzeitig in Panama gestartet war, mußte in Acapulco wegen Maschinenschadens aufgeben. Die Marineflugzeugstaffeln der Fluabasis San Diego werden auf Grund der bei diesem Dauerflug gemachten Erfahrungen in nächster Zeit wahrscheinlich einen Massenflug nach Hawai unternehmen. Es besteht auch die Möglichkeit, daß einige der Staffeln anschließend zu einem Geschwaderweltflug starten werden.
Zwei Arbeiter im Steinbruch erschlagen.
Bei Arbeiten im städtischen Steinbruch von Hildesheim, unterhalb des Galgenberges, lösten sich plötzlich große Steinmassen. Von den flüchtenden Arbeitern wurden zwei verschüttet und erschlagen. Es dauerte vier Stunden, bis die Feuerwehr in Gemeinschaft mit 25 Mann der Technischen Not- Hilfe, die beiden Toten, zwei Arbeiter im Alter von 30 und 50 Jahren, bergen konnte.
Typhusbazillen auf dem Butterbrot.
Ein ganz ungeheuerlicher Vorfall wurde im Zusammenhang mit dem Selbstmord eines Dieners tm pathologisch-anatomischen Institut der Wiener Universität aufgedeckt. Der Diener Fiala hatte sich im Institut mit Leuchtgas vergiftet. Bei ihm wurde ein Abschiedsbrief an seine Braut aufgefunden, in dem er sagt, er habe Sorge dafür getragen, daß auch sie ihm bald rettungslos nachfolgen müsse. Die sofort angestellten Nachforschungen ergaben, daß Fiala im Institut Bakterien, und zwar, wie es scheint, T y - phusbazillen gestohlen hat, die er seiner Braut in einem Butterbrot verabreicht haben dürfte. Die Braut wurde sofort ins Spital gebracht und unter Beobachtung gestellt. Die Aerzte erklären, daß für den Fall, daß ihr tatsächlich die Menge virulenter Bazillen zugeführt worden wäre, eine Rettung nur unter besonders glücklichen Umstände möglich sei.
Todesfahrl eines italienischen Rennfahrers.
Bei dem erstmals durchgeführten Automobilrennen um den Pokal der italienischen Kronprinzessin, das sich, von Neapel ausgehend, auf einer Strecke von 800 km bis zum Adriatischen Meer ab» fpielte, stieß in der Nähe von Alta mura der bekannte italienische Rennfahrer D'J p p o 1 i t o gegen ein Pferdegespann, wobei er von der Deichsel erfaßt und sofort getötet wurde.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Frau 211. I., Gießen. Gemäß § 2 des Gesetzes betr. Feuerbestattung ist es erforderlich, daß der Verstorbene die Feuerbestattung angeordnet hat; diese Anordnung geschieht durch schriftliche Erklärung, die öffentlich beglaubigt sein muß. Das übliche eigenhändige Testament genügt daher den gesetzlich vorgeschriebenen Formerfordernis nicht. Liegt beim To- desfall eine schriftliche Anordnung der Feuerbestat- tung nicht vor, so genügt es, wenn mindestens zwei glaubwürdige Personen, welche dem Verstorbenen nahe gestanden haben, den Wunsch der Erblasserin auf Feuerbestattung vor Gericht eidlich bezeugen oder eine entsprechende Erklärung in öffentlich beglaubigter Form abgeben. In Gießen besteht ein Verein für Feuerbestattung, dessen Vorsitzender Herr Rechtsanwalt Dr. Meuser in Gießen, Brau- gasse 11, ist, der über alle weiteren einschlägigen Fragen kostenlos Auskunft erteilt.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
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Datum
7-10.
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6% ehem.8% Hell. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
)amdurg-Amertka-Paket ..... 0
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Norddeutscher Lloyd .........0
Sl.G. für Verkehrswesen Akt. ,. 0
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Tommerz- und Prlvat«Bant ... 0
Deutsche Bank und DiSconto«
Geselllchasl................0
Dresdner Bank.............. 0
NeichSbank .............. 12
ll.E.G......................0
Bekula.....................0
Elektr. LleferungSgesellschaft... 6
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gelten & Guilleaume.........0
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Schuckerl L To...............6
Siemens L Halske............ 7
Lahmeoer L Co............. 10
Buderus ................... 0
Deutsche Erdöl .............. 4
öelsenktrchener.............. 0
-arpener...................0
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Ule Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse........8
Uöcknerwerke ...............0
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Gold R. 12..................
6'4% Hell. Lander-Hypotheken- bank Darmstadt Lioui.........
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Deutsche Komm. Sammelabl. An- leige Serie 1 mit AuSlos.-Rech' i 6% ehern. 8% Franks. Hyv.-Bu.ck Goldpse. 16 unkündbar bi» 1935 «% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bi» 1936 6J4% ehem. 44% Franks. Hyp.-
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6% ehem. 8% Pr. LandeSpsan»
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6% ehem. 7% Pr. LandeSpsan d-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..
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Berlin
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Vereinigte Stahlwerke......
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Kaliwerke Aschersleben......
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Kaliwerke Westeregeln......
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Kaliwerke Salzdetfurth .....
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45
45,25
45
Melallgeiellschaft...........
. 0
52
52,5
52
—
Philipp Holzmann .........
.. 0
57,65
71,5
56
58
Zementwerk Heidelberg ....
.. 0
71
-
—
—
Schultheis Patzenhoser .....
.. 0
88
89,5
Atu (billgemeine Kunstseide)
.. 0
29,25
29
30
29
Bemberg.................
.. 0
37,5
37,25
37
37
Zellstoss Waldhos..........
.. 0
30,5
30,5
30,75
30.25
Zellstoss Aschaffenburg .....
.. 0
20
19,5
19,9
18,5
Dessauer GaS .............
.. 7
—
—
97,5
96,25
Daimler Motoren..........
.. 0
24
23,25
24
22,75
Deutsche Linoleum.........
.. 0
37,4
38,5
37,75
38,25
Orenstetn & koppel........
.. 0
—
—
27,5
26,5
Leonhard Tietz ............
.. 0
16,75
15,75
16
15,75
khade....................
..10
160
160
157,5
160
AecumuIatorcn.Fabcik......
.. 0
161,25
—
162,25
—
Tonti-Gummi.............
.. 0
130,25
130
129,5
■ ■ ,
Grttzner..................
.. o
13,5
55
13J>
13,2_5
14,25
Malnkrastwerke Höchst 6.SJL.
.. v
160,5
160,5
1 160
160
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
7.Oktober
9.Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche
.Notierung
Geld | Srie1
Geld
Brie
HelstngforS..
5,734
5,746
5,749
5,761
48,05
48,15
43,05
48 1.6
12,43
12.45
12.43
12 45
Budapest ...
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,28
169,62
169,28
169,62
Oslo.......
65,23
65.18
Kopenhagen.
57,99
58,11
58,09
58 21
Stockholm...
66,98
67,12
67,08
67,22
London .....
12,98
13,02
13,005
13,045
Buenos Aires
0,963
0,967
0,963
0,967
Reuyori....
2,757
2,763
2,787
2.793
Brüssel.....
58,44
• 58,56
58,46
58,58
Italien.....
22,04
22,08
22,03
22,07
Poris......
16,42
16 42
16 46
Schweiz ....
81,27
81,43
81,27
81,43
Spanien....
35,06
35,14
35,06
35,14
Danzig.....
81,62
81,78
81,62
81,78
Japan ......
0,766
0,768
0,768
0,770
Rio de Ian. .
0,227
0,229
0,227
0,229
Jugoslawien.
5,295
5,305
5,295
5,305
Lissabon....
12,69
12,71
12,69
12,71
Bantnoten.
Berlin, g.Oktober
Selb
Bries--
Amerikanische Noten..............
2,74
2,76
Belgische Noten..................
58,30
58,54
Dänische Noten .................
57,83
58,07
Englische Noten .................
12,965
13,025
Französisch» Noten...............
16,38
16,44
Holländische Noten...............
168,86
169,54
Italienische Noten................
21,91
21,99
Norwegische Noten ..............
65,22
65,48
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
—
—
Rumänische Noten..............
—-
—
Schwedische Noten...............
66,92
67,18
81,09
81,41
34,93
35,07


