Ausgabe 
10.8.1933 Frühausgabe
 
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S.Jl.-'fport

Weitere schöne Rhön-Erfolge

Der gestrige ereignisreiche Tag, an dem durch 63 Start» die Zahl der bisherigen Wettbewerbsflüge auf 103 gestellt und durch zahlreiche Dauerflüge von 3 bis 8 Stunden eine Gesamttagesflugzeit von über 110 Stunden erzielt wurde, brachte erneut den Beweis, daß heute größere Lei- Lungen ohne weiteres guter Durch- , ch n i t t sind. Der Nachwuchs hat weiterhin gelernt, seine theoretischen Erfahrungen in der Praxis mit Erfolg zu verwerten.

Die gestrigen Tagesprämien für die höchste Höhe fielen an Vandieken-Hamborn und Utech- Darmstadt, während die für die größte Strecke von Steinig und Peter Riedel gewonnen wurden.

Für den 4. Wettbewerbstag, den Mittwoch, der mit insgesamt 120 Wettbewerbsflügen abschloß, hatte die Sportleitung wiederum Tagespreise für die höchste Höhe und die größte Strecke ausgeschrie­ben, um die aber wegen des allzu schwachen Windes nicht gestartet werden konnte. Der Darmstädter Fischer aufWindspiel" und der erst'22jährige Heinrich D i t t m a r aufKondor" versuchten des­halb, den Fernzielflugpreis der diesjährigen Aus­schreibung in Höhe von 3000 Mark für die lieber« sliegung der 19 Sm. südlich der Wasserkuppe ge­legenen Kissinger Hütte und Rückkehr zur Startstelle zu erlangen. Bei Fischer langte leider die Höhe nicht mehr zum Rückflug aus. Wesentlich mehr Glück hatte D i t t m a r, der seinen ausgezeichnetenKon­dor" kurze Zeit danach an den Start brachte. Er konnte trotz schwachen Windes im Thermikflug auf große Höhe kommen und flog dann in westlicher Richtung davon. In großer Entfernung von der Startstelle flog er den südlich vorgelagerten Schwar­zen Bergen entlang, immer wieder durch längeres Kurven an Aufwind spendenden Stellen seine Höhe vergrößernd und erreichte so schließlich die Kissinger Hütte. Der Rückflug gestaltete sich infolge des großen, zwischen der vorgelagerten Kette und der Wasscr- tuppe gelegenen Tales erheblich schwieriger. Ditt- mar schaffte es glänzend. Immer wieder Wolken an- fliegend oder an kleinen Hängen segelnd, kehrte er nach dreistündigem Fluge zur Wasserkuppe zurück, die er in großer Höhe erreichte. Mit Turns und Steilspiralen ging er dann zur Landung über, die in Höhe der Startstelle neben der Fliegerschule er­folgte. Nach dem Barogramm hat Dittmar eine Maximalhöhe von etwa 1600 Meter über Start erreicht.

Mit diesem Fluge hat der junge ausgezeichnete Segelflieger die Hälfte des ersten großen Preises der Ausschreibung der14. Rhön" in Höhe von 1500 Mark sich erflogen.

Die Stadt Erfurt hat zur Erinnerung an den im Jahre 1923 auf der Wasserkuppe abgestürzten Segel­flieger Max S t a n d f u ß einen silbernen Pokal ge­stiftet, den Oberbürgermeister P i e ch i e r der Sport­leitung überbrachte.

1900 - Frankfurt Oberrad 3:0.

Das Spiel des gestrigen Abends brachte der Mannschaft der Spielvereinigung IfdO abermals einen Sieg. Allerdings wurde er diesmal schwerer errungen. Der Gegner war stärker als der des Sonn­tags, technisch fast etwas besser als die Leute der Spielvereinigung 1900 und außerdem härter in der gesamten Spielanlage. So standen sich kampf­kräftige Mannschaften gegenüber, die sich einen ras­sigen Kampf lieferten von Anfang an. Die Angriffe wechselten stets von der einen zur anderen Seite. Franksurt-Oberrad konnte sich dabei eine kleine Feldüberlegenheit herausarbeiten, zu Erfolgen reichte es aber nicht. Vielmehr gab es bald nach Beginn das erste Tor für die Blauweißen. Ein Strafstoß, von Roth getreten, und von Bromm im Nachschuß verwandelt, brachte die Führung für die Hiesigen Es gab in der Folge einige gefährliche Situationen vor dem Tor der Spielvereinigung 1900, eher der Verteidigung und dem sicheren Ein­greifen Schlarbs im Tor war es zu verdanken, daß den Gästen jeder Erfolg versagt blieb. Dann kam es infolge eines Mißverständnisses zwischen Zeiler und dem Schiedsrichter zu einer kurzen Ausein­andersetzung, die mit der Herausstellung Zellers endete. Der Sturm war aber auch nicht müßig und brachte, unterstützt von der eifrigen Läuferreihe im­mer wieder Angriffe auch gegen das Tor der Gäste vor; der ausgezeichnete Tormann der Oberräder war aber nicht zu überwinden.

Nach der Pause wurde der Kampf mit unvermin­derter Heftigkeit fortgesetzt. Das Spiel wurde här­ter. Die Gäste drangen auf den Ausgleich, der ihnen ober versagt bleiben sollte. Die 1900er kämpften mit großem Eifer. Der Gästetormann bekam verschie­dene Gelegenheiten zu glänzenden Paraden. Bald darauf hatte Wilhelmi Gelegenheit, frei vor dem Tor, einen Schuß anzubringen, der den Torhüter nicht auf seinem Posten fand. Das Spiel nahm be­

denklich an Härte zu und zwischen einem Gäste­spieler und einem 1900er kam es zu einem Zwischen­fall, der mit der Herausstellung der beiden Spieler endete. Wilhelmi, der diesmal überraschend gut in Form war, brachte noch ein weiteres Tor auf sein Konto, indem er einen schönen Angriff durch ent­schlossenen Schuß aus ziemlicher Entfernung mit einem unhaltbaren Treffer beschloß. Kurz vor Schluß gab es noch einen Elfmeter für die Gießener, der von Schmelz gut getreten, aber vom Gästetormann noch besser gehalten wurde.

Bei den Gästen gefiel besonders der Tormann. Die Verteidigung arbeitete aufopfernd. Die Läuferreihe war sehr gut, aber im Sturm konnte man sich vor dem Tor zu keiner entschlossenen Aktion aufraffen. Bei den Blauweihen verdiente die Mannschaft ein Gesamtlob. Beben dem Gäste­tormann war Lippert in der Verteidigung der beste Mann auf dem Platz. Heilmann sah man wieder in bekannt guter Form. Der Sturm arbeitete vorzüglich zusammen.

Das an sich interessante Spiel litt sehr unter einer mäßigen Schiedsrichterleistung. Vicht zu­letzt war es die Schuld des Schiedsrichters, daß es zu einigen Härten kam.

Fußballklub 1926 Grohen-Buseck.

Grohen-Buseck I vfR. Buhbach Liga 4:2 (2:0).

Der FC. 1926 Grohen-Buseck hatte für ver­gangenen Sonntag noch in letzter Minute die Liga des VfV. Butzbach zu einem Gesellschafts­spiel verpflichten können. Man wurde von den Gästen aus Butzbach nicht enttäuscht. Sehr gute Balltechnik und schönes Kopfspiel leiteten immer wieder gefährliche Angriffe ein, die jedoch von dem zu zaghaften Gästesturm nicht verwertet wurden. Allerdings hatten die Einheimischen auch eine Hintermannschaft im Feld stehen, an der nur schwer vorbeizukommen war. Lieberhaupt bot die einheimische Mannschaft mit den neu hin- zugekommenen Spielern eine gute Leistung. 3n der 1. Halbzeit konnte Grohen-Buseck durch einen Fehler der Gästehintermannschaft in Führung gehen. Kurz darauf konnte ein schöner Angriff des einheimischen Sturmes zum zweiten Tor ver­wertet werden. Butzbach konnte trotz verzweifel­ter Gegenangriffe zu keinem Gegentor kommen. Vach Halbzeit kamen die Einheimischen durch einen Elfmeterball zu einem dritten Tor. Eine Schwächeperiode der Einheimischen nutzten die Gäste aus und konnten durch schöne Angriffe ein Tor aufholen. Ein zweites entstand dadurch, dah der Tormann einen hochspringenden Ball gegen die Sonne nicht sehen konnte. Dann liehen die Leistungen beiderseitig stark nach. Die Einhei­mischen kamen aber noch zu einem 4. Tor.

Handball im Bezirk Hessen der OT.

Garbenleich I Kirchgöns I 6:6 (2:2).

Beide Mannschaften trafen sich am Sonntag in Garbenteich zu einem Gesellschafts-Rückspiel. Trotz der sehr heißen Witterung bekam man ein flottes und schönes Spiel zu sehen. Beide Mannschaften befleißigten sich einer sehr fairen Spielweise und waren sich ebenbürtig. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.

Oie Oeu sehen Tennismeisterschaften.

Am Dienstag wurden in Hamburg die Spiele im Herren- und Damen-Einzel bei den Deutschen Ten­nis-Meisterschaften stark gefördert. In beiden Kon­kurrenzen konnten bereits dieLetzten Acht" ermit­telt werden. Bei den Herren qualifizierten sich: von Cramm (Titelverteidiger), Jtoh-Iapan, Roderich Menzel-Tschechoslowakei, Malecek-Tschechoslowakei, Satoh-Iapan, W. Menzel-Berlin, Nunoi-Japan und d'Ostiani-Italien. Bei den Damen erreichten Fräu­lein Payot-Schweiz (Titelverteidigerin), Frl. Weihe- Freiburg, Frau Schomburgk-Leipzig, Frau Stuck- Berlin, Frl. Adamoss-Frankreich, Frl. Dearman-Eng­land, Frl. Henrotin-Frankreich und Frl. Krahwinkel das Ziel.

Die einzelnen Ergebnisse waren: Herren-Ein­zel: von Cramm Stalios 5:7, 6:4, 6:3, 6:2; R. Menzel Dr. Dessart 7:5, 6:4, 6:2; Malecek Dr. Heitmann 6:3, 6:3, 6:1; Satoh Iännecke 6:0, 6:3, 6:3; Itoh Jacobsen 6:1, 2:6, 6:2, 7:5; W. Menzel Puncec 6:3, 6:5, 7:5; Nunoi Siba 2:6, 6:4, 2:6. 6:3, 6:4; d'Ostiani Frenz 8:6, 7:9, 6:3, 6:3.

Damen-Einzel: Stuck Ullstein 6:2, 6:4, Payot v. Ende 6:1, 6:1; Frl. Weihe Trede 6:1, 6:1; Adamoff Stammers 6:3, 6:1; Dearman Conquerque 6:4, 6:4; Schomburgk Pittman 3:6, 6:3, 6:4; Henrotin Lyle 6:3, 3:6,'6:3; Krah­winkel Dros-Canters 7:5, 6:3.

Kurze Sporinotizen.

Eine Führerbesprechung zwischen DT., DFB. und DSB. fand am Dienstag in Berlin statt.

Besprochen wurde die Durchführung der Wettkämpfe in den gemeinsamen Uebungsgebieten. Das Ergeb­nis der Tagung wird in der kommenden Woche durch den Reichssportführer veröffentlicht. Bis dahin sind von den Vereinen keinerlei Meldungen abzugeben.

*

Aus Bremen kommt die traurige Nachricht, daß einer unserer besten Nachwuchsschwimmer, Luks W e f i n g , am Samstagnachmittag nach kurzer Krankheit ganz plötzlich gestorben ist.

*

Einen neuen Weltrekord in der wenig gebräuchlichen 3 X 800-Meter-Staffel für Frauen stellten die Damen des VfB. Breslau mit 7:37.4 Minuten auf.

M i t 7 2:55 Punkten gewann in Budapest Ungarn den Leichtathletik-Länderkampf gegen Süd­deutschland, obwohl die Süddeutschen in allen Wett­bewerben das zeigten, was man von ihnen erwarten durfte

10 0 0 0 Zuschauer waren bei den Boxkämp­fen in Köln anwesend. Gustav Eder verteidigte die Deutsche Welteraewichtsmeisterschaft erfolgreich, in­dem er Jup Besselmann in der Pause zur 6. Runde zur Aufgabe zwang. Mittelgewichtsmeister Hein Domgörgen erreichte gegen den Europameister Gustave Roth-Belgien ein sehr schönes Unentschieden. , Nach Punkten erfolgreich waren Schwergewichts­meister Hein Müller über Limousin-Belgien und Humery-Frankreich über Dübbers-Köln.

Hans Stuck, der bekannte deutsche Auto­rennfahrer, hat eine Einladung nach England er­halten, um an dem am 30. September stattfindenden Shelsley-Walsh-Bergrennen teilzunehmen. Hans Stuck Hot dieses nur über 1000 Dards gehende Ren­nen schon einmal im Jahre 1930 gewonnen.

*

Die Ruderer-Europa m ei st er schäften gehen vom 25. bis 27. August in Budapest in Szene. Bisher liegen Nennungen aus Italien, der Schweiz, Spanien, Griechenland und Rumänien vor.

Wirtschaft.

Oer Reichsbankstatus Anfang August.

Berlin. 9. Aug. (WTB.) Vach dem A u s- weis der Veichsbanl vom 7. August hat sich in der verflossenen Woche die gesamte K a- p i t a l a n l a g e Der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 192,2 Mill. Mark auf 3473,5 Mill. Mk. verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswech­seln und -Schecks um 110,0 Mill, auf 3060,9 Mill. Mark, die Bestände an Veichsschahwechseln um 3,3 Mill, auf 6,7 Mill. Mk., die Lombardbestände um 78,7 Mill, auf 85,9 Mill. Mk. und die Effek­tenbestände um 0,2 Mill, auf 320,0 Mill. Mk. abgenommen.

An Veichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 125,5 Mill. Mk. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der .Umlauf an Reichsbanknoten um 114,1 Mill, auf 3378,0 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 11,4 Mill, auf 382,3 Mill. Mark verringert. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 18,8 Mill, auf 1453,2 Mill. Mk. ab. Die Bestände der Reichsbant an Rentenbankschei­nen haben sich dementsprechend auf 26,7 Mill. Mk., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichti­gung von 0,3 Mill. Mk. Veuausprägungen auf 223,9 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 331,5 Mill. Mk. eine Abnahme um 80,9 Mill. Mk.

Die Bestände anGold - und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 13,2 Mill, auf 335,8 Mill. Mk. erhöht. 3m einzelnen ha­ben die Goldbestände um 15,5 Mill, auf 260,2 Mill. Mk. zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 2,0 Mill. Mk. auf 75,6 Mill. Mk. abgenommen.

Die Deckung der Voten betrug am 7. August 9,9 Prozent gegen 9,2 Prozent am Ultimo 3uli d. 3.

Oie ReichSunierstühung bei Maschinen­einschränkung in der Zigarrenindustrie.

Durch das Gesetz über die Einschränkung der Verwendung von Maschinen in der Z i g a r r e n i n d u st r i e ist der Reichsfinanzmini­ster ermächtigt worden, bis zum Betrage von 2 Mil­lionen Mark Unterstützungen an solche Betriebe zu gewähren, die Maschinen nicht mehr verwenden, oder solche Maschinen Herstellen.

Wie das VDZ.-Büro meldet, sind jetzt Durchfüh­rungsbestimmungen für diese Unterstützung erlassen worden. Bezüglich der maschinenher st eilen­den Betriebe wird angeordnet, daß Unter­stützungen bis zum 5. September beim Hauptzoll­amt beantragt werden müssen. Die Unterstützungs- beträge werden vom Präsidenten des Landesfinanz­amtes nach billigem Ermessen endgültig festgesetzt.

In den besonderen Bestimmungen für die Be­triebe, die Zigarren Herstellen, heißt es, daß Anträge nur berücksichtigt werden, wenn sich der Betriebsinhaber verpflichtet, späte ft ens vom 1. November ab Maschinen nicht mehr zu verwenden. Voraussetzung der Unterstützung ist ferner, daß der Betrieb glaubhaft macht, daß er in der Zeit vom 1. September 1933 bis 31. August 1934 infolge Ueberganges zur Handarbeit minde - stens 10 Prozent mehr Arbeitnehmer beschäftigen wird als im Rj. 1932. Die Unter­stützung wird nur ausgezahlt, wenn der Betriebs­inhaber sich bereit erklärt, die Maschinen dem Reich als Eigentum zu überlassen, oder wenn das Reich sie nicht erwirbt, sie dauernd un­brauchbar zu machen.

Für die Betriebe, die Maschinen Herstellen, sind Berechnungsgrundlagen für die Unterstützung die

Kosten, die zur Entwickelung brauchbarer und ab­satzfähiger Maschinen aufgewendet worden sind. Eine Berücksichtigung der Kosten entfällt, wenn an­zunehmen ist, daß durch die Ausnahme branchezuge­höriger, nicht unter die Einschränkung des Gesetzes fallender Erzeugnisse ganz oder teilweise bezahlt machen werden. Die Unterstützung wird nur aus­gezahlt, wenn der Betriebsinhaber sich bereit er­klärt, unter Anrechnung auf sie die Maschinen seiner eigenen Erzeugung vom Reich wieder zu überneh­men, die das Reich von den Zigarrenfabriken eigen­tümlich erworben hat.

*

* Die Indexziffer der Großhandels­preise im Monatsdurchschnitt Juli. Im Monatsdurchschnitt Juli stellte sich die vom Stati­stischen Reichsamt berechnete Indexziffer der Groß­handelspreise auf 93,9 (1913 = 100); sie ist gegenüber dem Vormonat (92,9) um 1,1 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 86,6 (plus 1,8 Prozent), Kolonialwaren 77,3 (minus 0,9 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,9 (plus 0,8 Prozent), industrielle Fertigwaren 113,0 (plus 0,8 Prozent), hiervon Produktionsmit­tel 114,0 (plus 0,1 Prozent), Konsumgüter 112,2 (plus 1,3 Prozent).

*BelegschaftsvergrößerungbeiStol- berger Zink. Bei der AG. für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen, Aachen, konnte infolge einer leichten Erhöhung der Produktion die Belegschaft von 2650 Mann Ende Mai auf 2745 Köpfe vermehrt werden, nachdem von Januar bis Mai bereits 513 Mann neu eingestellt worden waren.

Frankfurter Abendbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 9. Aug. Die festere Eröff­nung Wallstreets vermochte an der heutigen Abendbörse keine Geschäftsbelebung hervorzuru­fen. 3ndessen blieb die freundliche Stimmung des Mittagsverkehrs erhalten. Orders lagen kaum vor. Auch die Kulisse verhielt sich reserviert. Soweit bei Eröffnung Kurse zustandekamen, lagen sie aus Basis des Berliner Schlusses gut behauptet.

Auch der Rentenmarkt Ian sehr still und ohne besondere Veränderung. Stahlv:re.n-Bonds waren zu 60,38 Prozent knapp gehalten, späte Reichsschuldbuchforderungen und deutsche Anlei­hen waren zum Mittagsschluß unverändert. LI. a. notierten: Veubesih 11,20, Altbesitz 77,75, Schutz­gebiete von 1908 bis 1911 6,88, dieselben von 1913 bis 1914 6,95, Reichsbank 151,50, Buderus 70,50, Gelsenkirchen 59,25, Mannesmann 60,75, Rhein­stahl 88,75, Stahlverein 36,50, AEG. 20, Conti Gummi 157,50, Scheideanstalt 173,50, 3D.-Farben 131,63, Gesfürel 80, Metallgesellschaft 52,50, Sie­mens 153,88, Reichsbahn-VA. 99,50, Hapag 13,25, Norddeutscher Lloyd 13,75.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 9. Aug. Das Geschäft blieb auch an der heutigen Getreidebörse sehr eng und beschränkte sich nur auf kleinste Posten, zumal vom Mehlkonsum keine Anregung ausging. Das Angebot hat sich allgemein verstärkt, ins­besondere für Weizen. Die Preisbildung war überwiegend etwas schwächer, auch Mehle bröckel­ten weiter ab. Weizen (neu) 190, Roggen (neu) 155 bis 156, Wintergerste (vierzeilig) 150 Brief, Sommergerste (Wetterauer) 177,50 bis 180, Hafer (alt) 149 bis 150, Weizenmehl (südd. Spez. 0 mit Austauschweizen) 28,75 bis 29,75, do. ohne Aus­tauschweizen 27,75 bis 28,75, Roggenmehl (0- bis 60prozentige Ausmahlung) 23 bis 23,50, do. (südd. Spez. 0) 23,25, Weizenkleie 7,50 bis 7,60, Roggen­kleie 8 Mk. Tendenz: ruhig.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben öle Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskonl 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franksur

u. 2)1.

Berlin

Gchluß- kurs

Gchlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlüße. Mittag- börse

Datum

8-8

9.8.

8.8

9.8.

6% Deutsche ReichSanleihe v. 1927 6" ef)cm.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 goung-Anlelhe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auelos.-Rechten .............

83

99,5

78

11,3

81,5

84

66,5

70,13

81,5

81,25

83,75

85,65

84,5

84,75 86,1

0,85

4,35

4,3

4,3

7

5,25

5

83 99,25

84

77,75 11,2

81,25

84

70,4

81,5

81,5

84,5

85,13

83,75

84,25 86,13

0,85

4,5

4,3

7

5,25

5

83,25 99.25

83

78 11.25

75,25

81,25

70,5

86

0,9

4,5

4,5

5,25

5,1

83,13 99,25

83,75

77,9 11,2

75

81,25

70,75

83,9

84.5

86,25

4,5 4,5

4,4

5,25

Tcefll. ohne Auelos.-Rechte......

6% cf)cm.8% Hess. Bvlksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Kolo R. 12..................

5*V'/o Hess. Landes-Hypotheken­bank Darmstadt Liaui.........

Lberhessen Provinz-Anlethe mit

Auelos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 milAuslos.-Rechten

6?0 cb;m. 8% Franks. Hyp.-Bank

Golbpfc. 15 unkundbar bis 1935

6% ehe in. 7% Franks. Hyp.-Banl

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

5*/2% ehern. 4'/*% Franks. Hyp.-

5/i% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liou.-Goldpfc.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Psondbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand- brlefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuerautsch. Verrechnungskurs..

4% Oesterreichische Goldrcnte.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4'/;% dcsgl. von 1913..........

5% abgcst. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bogdadbahn-Anleihe

Serie I.....................

Frankfurt a.M.

Berlin

Franksuri a. M.

Berlin

Echluß- kurS

Schluß!. Abend- börse

Gchluß- kurS

Schlußk. Mitlog- börie

Schluß- kurS

Schlußk. Abend- börie

Schluß- kurS

Schlußk. Minag- börse

Dalum

8.8.

9.8-

8.8.

9.8.

Ootum

8.8.

9-8-

8.8

9.8.

4% desgl. Serie 11 .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumün.vereinh.Rentev.l913

4% Rumänische vereinh. Rente ..

2%% Anatolier ...............

Hamburg-Amerika-Pakct .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Hanso-Dampsschiff........... 0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz, und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und DiSconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank.............. 0

RcichSbank ................ 12

A.E.G.......................

Bekula..................... 0

Elektr. LieferungSgelellschast.. 6 Licht und Kraft ............. g

Felten & Guilleaume ........ 0

Astllsch.s.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........6

Echuckert L Co...............5

Siemens S Halske............ 7

Lahmeyer L Co............. 10

Buderus ................... g

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener................... g

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0 Ille Bergbau ............... ß

Flic Bergbau Genüsse........ 6

Klöcknerwerke ............... 0

Mannesmann-Röhren........ 0

5,15 3,8

3,4

24,6

13,25

14,13

85,75

49

53,5 45,25 151,5

20 109,4 84,25

95

46,25 80 87

99,75

153

124,5

69,75

110,25 59,5

93

148

54,25 60,5

5,15

3,9

7,55

3,55

24,5

13,25

13,75

43,5

85,75

48,5

53

45

151,5

20

109,25

86.5

96,25

46,9

80

87

100

153,9

125,25

70,5

110

59,25

92,5

145

102,75

54

60,75

5,25

4,05

7,25

3,5

24,25

13

22,25

14

43

86,5

49,25

53,25

45,25

151

20,13

109,65

85,5

47

79,75

99,5 153

124

69,75 111

60

12,75

61

105,5

54,5 61

5,13

8

3,6 24,5

13

20 13,75 43,25

86

48,75

53 45

151

20 109,25

85,75

96 46,5 79,5

99,65 154,5

70 110,13

59,25 91,5 61,5

144 103

54 61

ManSsclder Bergbau.........0

Kokswerke .................. 0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen ..... 10

Rheinstahl ..................0

Vereinigte Stahlwerke........0

Olavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........ 5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

I. G. Farben-Industrie....... 7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ................0

RütgerSwerke ............... 0

Metollgesellschaft.............0

Philipp Holzmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......0

Cementwerk Karlstadt.........0

Schultheis Patzenhofer .......0

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 0

Zellstoff Waldhof ............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS ............... 7

Daimler Biotoren............ 0

Deutsche Linoleum........... 0

Orenstein & Koppel.......... 0

Leonhard lieh .............. 0

Cbade......................10

Accumulatoren-Fabrik........0

Conti-Gummt............... 0

Grihner....................0

Mainkroftwerkc Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker.........8

26,5

36,75

196,25 89

36,25

12

122,5

126,13 172

130,5

173,5 46,25 57,65

52

49 81

31,25 48,5

40 21

.'8,5 43

15,5

153,5 171 158

157,5

37

197 88,75 36,5

13

123,5

126 173,5

131,65 173,5

46,4 57,75

52,5

49,75

81,5

31,26

48,85

40

20,5

28,5 42,25

15,25

156

168,25 157,5

21,25 60,25 157,5

26

79,4

36,75

195,5

89

36,13

12,25

122,25

125,75

130,4

46,5

57,65 52

109

31

48,25

40

115,75

28,5

43,25

31,5

15,25 153 170

158,5

25,13

79,4 37

196

88,75

36,5 12,65 123,5 125,5 173,5

131,75

46 58 53

49,75

106 31 48

40

20,13 115,5

28,4

43

31,5 15

155,75 167,5

158

21,75

8.August

9.August

Amtliche Geld

Dotierung Brie

Amtliche Geld

Notierung Brle>

Helsingfors..

6,144

6,156

6.144

6,156

Wien.......

47,45

47,55

47,45

47,55

Prag.......

12,42

12,44

12,42

12,44

Budapest ...

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,83

170,17

169,68

170,02

LSlo.......

69,93

70,07

69,93

70,07

Kopenhagen.

62,14

62,26

62,14

62,26

Stockholm...

71,63

71,87

71,73

71,87

London .....

13,90

13.94

13,905

13,945

Buenos Aires

0,928

0,932

0,928

0,932

Neuyork....

3,112

3,118

3,097

3,103

Brüssel.....

58,64

58,76

58,59

58.71

Italien.....

22,09

22,13

22,08

22,12

Paris ......

16,445

16,485

16,44

16,48

Schweiz ....

81,24

81.40

81,23

81,39

Spanien....

34,96

35.04

35,11

35,19

Danzig.....

81,67

81.83

81,67

81,83

Japan ......

0,839

0.841

0,839

0,841

Rio de Ian. .

0,244

0,246

0,244

0,246

Jugoslawien. Lissabon....

5,195

5,205

5,195

5,205

12,67

12,69

Bantnoten

12.67

12,69

Berlin, 9.August

Geld

Brief -

Amerikanische Noten........77^..

3,05

3,07

Belgische Noten..................

58,43

58,67

Dänische Noten .................

61,88

62,12

Englische Noten .................

13,865

13,925

Französische Noten...............

16,40

16,46

Holländische Noten............

169,26

169,94

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Lcstcrreich, A 100 Schilling

21,96

69,76

22,04

70,04

Rumänische Noten...............

_

-

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

71,56 81,05

71,84

81,37

Spanische Noten.................

34,98

35,12

Ungarische Noten................

ö-"""" Die 6tll°9tn' aaffl EL

ot«<3'£0*

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Berlin,9 Marktlage

Dne Zahl ten Arbeitsst 4 468 500 am beilsiosen lieo Höchststand t antritt des - zeichnen war unsichtbar Ei rückgegangen

Die Gefan Arbeit get nach tatfäi

Dieses erhc ist jedoch nid beitsmarktlich sind die Art des Arbeitsk Zahl der Ai rend sie bis! soweit sie eil stellt hatten ( dem Kreis dc besondere ins rige der nati Zahl Arbeite gekehrt, um | lungsausjichtc statistisch erfa höht worden

Einen umfa hing in den ei Einwohner 6ej

Jur Zeit d entfielen im 1000 tinmof)

Die Abweichung! N \üt bie einy staäMch unb jei< bas Noblem be Am höchsten übi dicht benebelten Sachsen unb 111,0 gegen V 102,2 gegen 121 dem Reichsdur fallen nur not Februar auf 1 tragt die Anil Bayern unb ( (gegen 69,5) u dem Reichsdur

Die Jortfrfji lostgkeil fin!

. Zchmni be'tsmarkt sind Üblich zurückge rung wurden stutzungsenipfän Umrund 12 ( ^.gleichen Stic 39, xin beiden Unte

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