Ausgabe 
10.8.1933 Erstes Blatt
 
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^tistuna ! Arbeit'

ml. Alle Anwelend»n MHZ vs'«i n entgegengesührtvird. g Kaltrein 1>.

MI 93 Jahren verstarb Kattrein, dahier.

_W Lahre hindurch 2vnnenstrabe ein Posa- ckhener Meister seines -rger der Stadt gehörte Mtsrat der Handels- an. Ebenso Ivar er ein 'M Turner im Turn- i gehörte er 75 Jahre Dar ein Sproh der alten ein, deren bekanntester mann Kattrein toar, der seiner Kompanie durch von einer gewaltigen ösische Schloß Chambres n wird im Gedächtnis s das Bild eines präch- 'ortleben.

cnmarktpreise.

uf bem heutigen Wochen- bas $funb 1,25 Mark, e 25 M, Rüfe, bas Stack fßfunb 10, Hüei&fraui 8, 10, Rote

in) 15, Md) bis 20» ), Tomaten 20 bis 25, 5 25. Kartossein (neue) is 2,50 Mark, Zrühäpsel, sZsirsiche 35 bis 40, Birnen JO Stachelbeeren 12, 3o- n 12 bis 15, Z°>etschen30, ae Hähne 70 bis 80, Sup- iben, das Stück 50 bi; 60, Wenkohl 10 bi; 40, Ealai bis 20, Einmachgurkcn 1 is 15, Rettich 15 bis 20, Pf.

otizen.

r für Donnerstag: ^qlieder-DersammM- stier-Konjert.-L'W ind, ich freu mich auf dein

stadt.

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Werbung für den Lnstschnßgedanken in Berlin.

Männer in Enlgistungsan^ügen in einer der belebtesten Straßen Berlins. Durch den jedem Passanten sofort in die Augen fallenden Aufzug warben sie eindringlich für den Gedanken des Luftschutzes.

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*1

Merkregeln für die vilzzeii.

Don der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt und der Hessischen Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beralung werden uns folgenoe Merkregeln für die Pilzzeit mitgeteilt-

1. Wer glaubt, allein nach Diesen Merkregeln rasch ein guter Pilzkenner werden zu können, lasse seine Hände besser weg von den Pilzen.

2. Allgemeine Merkregeln über die Eßbarkeit ober Giftigkeit der Pilze (Märchen von der Zwiebel und dem silbernen Lössel, Verfärbung, unangeneh- wer Geruch oder Geschmack usw.) gibt es nicht.

3 nur solche Pilze, die du ganz genau und als unschädlich kennstl

4. Der Anfänger sammle zuerst nur die bekannte­sten Arten, wie Pfifferlinge und Steinpilze*, die bei zenauem Zusehen gar nicht verwechselt werden kön­nen. Erst nach und nach mache dich mit anderen häufigen und unschädlichen Pilzarten genau ver- traut. Was du nicht kennst, lasse ruhig im Walde

Beim Sammeln von Steinpilzen hüte dich vor Äerwechslung mit dem bitteren Gallen- Böhrling. Dessen Röhren werden im Aller rosa, beim Steinpilz dagegen grünlich Es gibt noch einige andere ungenießbare Röhrlinge mit bitterem Geschmack. Deren Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt jedoch bläulich, während es beim Steinpilz weißlich bleibt.

stehen; nur Rohlinge treten alle Pilze um oder schlagen sie kurz und klein.

5. In Zweifelsfällen wende dich an einen wirk­lich guten Pilzkenner, an die nächste Pilz-Beratungs- stelle ober an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratung).

6. Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder sind viel größer, wie meist angenommen wird. Rur leichtsinnige Prahlhänse kennenalle Pilze". Vergiftungen sind dann unausbleiblich. Der Steinpilz (Röhrenpilze mit Röhrchen auf der Hut- Unterseite) hat ungefähr 50 ähnlich ausseyende Ver- wandte. Blätterpilze (Verwandte des Champignons und des grünen Knollenblätterpilzes; sie tragen Blätter auf der Unterseite des Huies) gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren Ge­nußwert und sonstige Merkmale großenteils über­haupt noch nicht wissenschaftlich erforscht sind.

7. Sammle stets nur frische Pilze. Durchwässerte, zu alte, angefaulte und stark zerfressene Schwämme lasse im. Walde zurück.

8. Nimm die Schwämme vorsichtig aus dem Bo- den heraus, damit du das Pilzgeflecht (die eigen!« liche Pilzpflanze!) und junge Fruchtkörperanlagen nicht herausreißt und dadurch zerstörst. Entferne sofort im Wald anhaftendes Laub und Erde, damit die Putzarbeit zu Haufe einfacher wird. Bedenke

aber, daß geputzt und zerschnittene Pilze selbst für den besten Kenner febr schwer kenntlich werden. Deshalb nur tatsächlich eßbare und einwandfreie Schwämme in den Sammelbehälter!

9. Benutze als Sammelbehälter einen Korb ober einen offenen Kasten im Rucksack, bamit bie Pilze nicht zermatscht werden und sich nicht erhitzen.

10. Die gesammelten Pilze werden am besten so­fort bei der Heimkehr geputzt und zubereitet. Andern- falls lagere man sie an einem kühlen, luftigen Orte bis zum nächsten Tag, wobei sie nicht in großer Masse aufeinanderliegen dürfen. Pilze enthalten un- gefähr 90 v. H. Wasser und sind leicht verderblich.

11. Die Fruchtschicht auf der Hutunterseite (Blät­ter, Röhrchen usw.) schneide man nicht weg, wenn dieselbe keine Maden enthält. Sie ist reich an wert­vollen Nährstoffen.

12. Das Brühwasser schütte man nicht weg, weil es die am leichtesten löslichen Nährstoffe enthält. Pilze, die nur nach dem Fortgiehen des Brüh- Wassersgenießbar" werden (z.B. die gefährliche Frühjahrs Lorchel u. a.), find nicht empfehlenswert.

13. Pilze find schwer verdaulich. Sie müssen des- halb bei der Zubereitung stark zerkleinert werden (am besten durch die Fleischmaschine). Außerdem müssen Pilzspeisen gut zerkaut werden. Abends sind größere Pilzmahlzeiten nicht zu empfehlen. Nicht« beobachtung dieser Vorschriften kann Verdauungs­beschwerden verursachen, die mit Vergiftungen nichts zu tun haben. Vorsicht auch beim Genuß roher Pilze (Pilz-Salat u. dgl.).

14. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch

den grünen Knollenblätterpilz hervor« 9rUkn- bcr leichtsinnigerweise als Champignon, als Grünling ober als grüner Täubling eingetra« acn wirb. Eine Gabelspitze von ihm kann bcn Tob herbeiführen. 9n manchen Jahren hat er in Deutsch- lanb bis zu 100 Todesfällen verursacht. Genaue Auskunft über biefen Giftpilz bekommst bu durch ^bnblätterpilz.Merkblatt der Deutschen Ge­sellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, und durch die rerchsbehördlich empfohlene Wandtafel biefes ge­fährlichsten Giftpilzes, bie in einer großen Anzahl r-n als Warnungsmittcl ausgehängt ist.

.... , vum, schütz vor dem gefährlichen Knollen- blalterpilz sorge man dafür, daß der charakteristifche Knollen, der oft tief im Boden steckt, beim Aufneh- men nicht in der Erde zurückbleibt und übersehen wird.

16. lieber alle vorkommenden Pilzvergiftungen berichte man sofort an die medizinische Fachkom« mission der Deutschen Gesellfchaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm/Westfalen), da alle diese Fälle dort mit Unterstützung durch das Reichsgesundheitsamt gesammelt und Wissenschaft- lich verarbeitet werden. Bei jeder Vergiftung for- bere man sofort bei ber Deutschen Gestllschaft für Pilzkunbe in Darmstabt einen Fragebogen an, da­mit die ausführlichen Einzelheiten jeweils sorgfältig feftgefteUt werden können.

17. Bei den geringsten Anzeichen einer Pilzver­giftung sorge man für sofortige und gründliche (Ent­leerung von Magen und Darm durch Brech- und Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe.

Obecheffen.

3ungt)olh$üf)rerfreffen in Nidda.

Nidda, 8. Qlug. -Am vergangenen Samstag und Sonntag fand wie man uns berichtet in Nidda ein Treffen der oberhessi­schen Führer des Jungvolkes statt. Es waren etwa 400 Teilnehmer erschienen. Die Stadt war festlich geschmückt. Ueberall sah man schwarz- weißrote und Hakenkreuzfahnen. Dom Rathaus wehte die schwarze Fahne des Jungvolks mit der Weißen Rune des Sieges. Am Samstag gegen 19 Uhr waren sämtliche Teilnehmer eingetroffen. Um 20 Uhr zog ein F a ck e l z u g auf den Markt­platz, wo der Ortsgruppenführer und der Bürger- meister von Nidda die Führer willkommen hießen. Oberjungbannführer Rupprecht Hainer dankte für die Anteilnahme der Bevölkerung. Dar­auf zog der Fackelzug hinauf auf den Bismarck­stein, woR. Hainerzu den Führern unter Aus­schluß der Oeffentlichkeit über die Aufgabe und Haltung des 2ungvolksührers sprach. Gegen Mit­ternacht rückten die einzelnen Gruppen sodann in ihre Quartiere, um zu schlafen. Für die höheren Führer dagegen brachte die Nacht keinen Schlaf, mußte doch in diesen wenigen Nachtstunden die ganze Organisation d u r ch g e s p r o che n werden, Befehle erlassen und vervielfältigt werden.

Um sechs Uhr am nächsten Morgen fand Wecken durch sämtliche Spielmannszüge statt; anschließend der Kirchgang. Dem Frühstück folgte der Appell. Der Oberjungbannführer mit seinem Stab schritt die Front ab. Ab neun Uhr bis zum Schluß des Treffens um 16 Uhr fand mit zweistündiger Mit- tagspaufe die große Geschäftstagung in der mit Hakenkreuzfahnen geschmückten Turnhalle statt. Es svrachen der Oberjungbannführer und die einzelnen Abteilungsleiter seines Stabes. Am Nach­

mittag berichteten die einzelnen Fähnleinführer Ober ihre bisher geleistete Arbeit. Nach der Beendigung ber Geschäftstagung würbe noch einmal ein Appell abgehalten, der Oberjungbannführer schritt aber­mals die Front ab. Vom Rathaus wurde dann die Jungvolkfahne in feierlicher Weife eingeholt. Die einzelnen Gruppen rückten wieder nach Hause ab. Alle aber nahmen sie die Losung mit, die Rupprecht Hainer ihnen auf dem Treffen gegeben hatte: Stampfl

Kreis Schotten.

* Scho tten, 9. Aug. Der Gesamtverein desDogelsberger Höhenklubs hat sich entschlossen, dem von ihm erbauten Bismarck- turm auf dem Taufstein eine Kupferbe­dachung zu geben.

Kreis Lauterbach.

Q Lauterbach, 9. Aua. Wie sehr die Stadt­verwaltung bemüht ist, den Landwirten helfend un­ter die Arme zu greifen, hat sie damit bewiesen, daß sie den Strompreis für die Dresch- Periode um 30 Prozent auf 15 Psipro Kilowattstunde gesenkt hat. In Würdi- B dieser Maßnahme wurden die Dreschmaschinen«

er gebeten, den Dreschlohn entsprechend zu sen­ken, um damit ebenfalls zu einer besseren Renta­bilität der Landwirtschaft beizutragen.

Verantwortlich für Politik: l D.: Ernst Blumschein.

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