Ausgabe 
10.7.1933 Frühausgabe
 
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Nr. l58 KeüvaussavL

183. Zahrgang

Montag, tO. 31111(955

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Ser Abschluß des Reichskonkordats mit der Katholischen Kirche.

Vizekanzler von papen meldet die im Vatikan vollzogene Paraphierung des Vertragswerks.

Die Mitteilung des Vizekanzlers.

Berlin, 8. Juli. (D3IB.) Die Paraphie­rung des R e i ch s k o n k o r d a t e s ist Sams­tag um 18 Ahr durch Kardinalftaatsjekrctär pa­ed l i und Vizekanzler v. papen im Vatikan vollzogen worden. Zu der endgültigen Unter­zeichnung wird der Vizekanzler, der heule abend Rom wieder verlähl, in zwei bis drei Wochen nach Rom zurückkehren. Die Veröffentlichung des Reichs­konkordates wird erst nach seiner Unterzeichnung erfolgen, lieber das Ergebnis der achttägigen Ver­handlungen, die von Anfang an auf beiden Seiten Im besten Geist geführt worden sind, teilt Vizekanz­ler von papen folgendes mit:

Das Konkordat zwischen dem hl. Stuhl und'dem Deutschen Reich ist heute nachmittag paraphiert worden. Der Abschluß dieses Vertragswertes ist historisch bedeutsam, weil zum er st en Male seit der Gründung des Reiches dieses seine recht­lichen Beziehungen zum hl. Stuhl regelt, was bis­her den deutschen Ländern Vorbehalten war. Richt minder bedeutsam aber ist es, daß die beiden hohen Autoritäten, von deren Zusammenwirken das Wohl der Völker abhängt nämlich die Autorität der Kirche und die Autorität des Staates in diesem vertrage ihre von Gott gesetzten Einflußsphären sich gegenseitig sichern und gegenci.n ander abgrenzen, um in um­so größerer Harmonie der geistigen, kultu­rellen und staatlichen Wohlfahrt des Landes zu dienen. Die Herstellung klarer Zuständigkeit wird in Zukunft jeden Streit zwischen dem Staat und der Kirche a u s s ch l i e ß e n. Ich bin deshalb über­zeugt, daß das abgeschlossene Konkordat einmal der Mission der Kirche nützlich sein wird, dann aber auch in hervorragendem Maße dem inneren Frieden des deutschen Volkes und dem Werden des neuen Staates dienen wird.

Eine Verfügung des Reichskanzlers.

Tie elften Auswirkungen des Konkordats.

Berlin, 8. Juli. (0123.) Gleichzeitig mit dem Abschluß des Konkordates erläßt der Reichs­kanzler die folgende Verfügung:

Durch den Abschluß des Konkordates zwischen dem hl. Stuhl und der deutschen Reichsregierung erscheint mir genügende Gewähr dafür gegeben, daß sich d i e Reichsangehürigen des rö­misch-katholischen Bekenntnisses von jetzt ab rückhaltlos in den Dienst des neuen nationalsozialistischen Staa­te s stellen werden. Ich ordne daher an:

1. Die Auflösungen solcher katholischer Organi­sationen, die durch den vorliegenden Vertrag anerkannt sind und deren Auflösung ohne Anweisung der Reichsregierung erfolgte, sind sofort rückgängig zu machen.

2. Alle Zwangsmaßnahmen gegen Geistliche und andere Führer dieser katho­lischen Organisationen sind aufzuheben. Eine Wiederholung solcher Maßnahmen ist für die Zukunft unzulässig und wird nach Maßgabe der bestehenden Gesetze b e ff r a f L

Ich bin glücklich in der Ueberzeugung, daß nun­mehr eine Epoche ihren Abschluß gefunden hat, in der leider nur zu oft religiöse und politische Inter­essen in eine scheinbar unlösliche Gegensätzlichkeit geraten waren. Der zwischen dem Reich und der Katholischen Kirche abgeschlossene Vertrag wird auch auf diesem Gebiet der Herstellung des Friedens dienen, dessen alle bedürfen. Ich habe die starke Hoffnung, daß die Regelung der das evan­gelische Glaubensbekenntnis bewe­genden Fragen in kurzer Zeit diesen Akt der Befriedung glücklich vollenden wird.

* *

Der Reichskanzler hat zum Abschluß des Kon­kordates folgendes Telegramm an Vize­kanzler v. papen gerichtet:

Nehmen Sie bitte, Herr Vizekanzler, zu dem er­folgreichen Abschluß des neuen Vertrages zwischen dem Deutschen Reich und der Katholischen Kirche meinen aufrichtigen Glückwunsch und meinen Dank entgegen.

Das Echo der presse.

Berlin, 9. Juli. (CAD.) Zu dem Abschluß des Reichskonkordats mit Dem Heiligen Stuhl Nimmt vorerst nur ein Teil der Berliner Presse Stellung, weil eine eingehende Würdigung erst möglich ist, wenn der Wortlaut des Kon­kordats bekannt wird. Der, einer Ee f ogen- heit beim Abschluß von Staatsvcr.rägen mit d.m

Vatikan zr f >lge, erst nach derülnterzeich- nung veröffentlicht wird.

TerVölkische Beobachter" bezeichn:! den Abschluß des Konkordats als eine neue entscheidende Tat der Regierung Hitler. Alle jene Anwü.fe, so schreibt das Blatt, mit denen das Zcn'trum jahrelang gegen uns ge­arbeitet hat, sind als unwahrhaftig er­wiesen worden. Gerade mit Adolf Hitler hat der Vatikan ein Abkommen in dem Augen­blick nuterzeichne^ Da Das Zentrum von Der Bühne Der Politik für immer verschwunDen ist. Die klare ScheiDung Der Kompe­tenzen ist nunmehr Durch Den beiDerfeiiigen Staatsa't klar zum Ausb'.uck gebracht worden unD Die Beifügung des Kanzlers wird Das übrige tun, um Den besten Millen Des Deutschen Reiches zur BesrieDung Der gegen­seitigen Verhältnisse zu unterstreichen. Eine allgemeine Beruhigung Der Gemüter wirD h'.fsentlich Die Folge Dieses Konkordatsabschluss:s sein und alle unnützen Konf.ikle au'-schalen. Ein besonderes Berdienst für die glückliche Regelung der schwierigen Frage kommt dem Bizekanz'er v. P a p e n zu, der als guter Deutscher und treuer Katholik hier seine große M ssion in geschicktester Meise zu Ende g.führt hat.

DerL o k a l a n z e i g e r" spricht von einem außerordentlichen politischen Ereignis. Wieder ein­mal seidieaußerordentliche Friedens­liebe derReichsregierung bewiesen. Aus dem innerpoliiischen Geben Deutschlands scheide ein Gegensatz zwischen Religion und Politik aus,

der das Leben Deutschlands über Jahrhun­derte hinweg vergiftet habe.

DieG e r m a n i a sagt allen denjenigen Per­sönlichkeiten, die an dem Zustandekommen des gro­ßen Vertragswerkes zwischen der Reichsregierung und dem Hl. Stuhl Anteil genommen haben vor allem aber dem Heiligen Vater selbst ihren tief­empfundenen Dank. Möge das Werk, so schreibt das Blatt, unserem ganzen deutschen Volke zum Segen gereichen, die Autoität der Regierung des Reichskanzler Hitler stärken und die Kirche erneut in ihrer die Völker beglückenden Kraft und Heilig­keit erscheinen lassen.

DieD o s s i s ch e Zeitung" ist der Ansicht, daß der Abschluß des Konkordats innen- und außenpolitisch deshalb besonders hoch zu be­werten ist, weil Die entscheiDenDen Verhandlun- gen in Rom zur gleichen Zeit geführt tourDen, als in DeutschlanD sich Das EnDe Der katholischen Partei vorbereitete.

DerT a g knüpft im Zusammenhang mit Dem Konkordatsabschluh an Die Hoffnungen Des Reichs­kanzlers bezüglich Der Evangelischen Kirche an. Diese Hoffnungen, so schreibt Das Blatt, werDen ein besonDeres Echo unter den Prote­stanten auslösen, das, so wünschen auch wir, den Boden bereiten möge für eine balDige Bereinigung des i n n e r k i r ch l i ch e n Konfliktes und die Reuaufrichtung einer starken und lebendigen evan­gelischen Kirche, die zum deutschen Frieden und zum deutschen Auferstehen mityelfen itann und wird.

Reichskanzler Mslf Hiller spricht znr wesWischen GA.

Erziehung zum nationalsozialistischen Staat und Arbeitsbeschaffung sind die nächsten Ausgaben,die in Disziplin undBeharrlich.'eit durchgeführt werden müssen

Dortmund, 9. Juli. (TTl.) Die Stadt der Roten Erde steht in diesen Tagen völlig im Zeichen des großen Treffens der west­fälischen SA. Die Massenveranstaltung, zu der schätzungsweise 250 000 Parteimitglieder nach Dortmund gekommen sind, gewinnt dadurch an Bedeutung, daß zum ersten Male seit Der natio­nalsozialistischen Revolution die gesamte westfä­lische SA. und die Mehrzahl Der führenden Par­teimitglieder Der Provinz Westfalen zusammenge- lommen sind, ganz besonders aber durch Die Tat­sache, Daß Reichskanzler ADolf Hitler am Samstagabend zur Teilnahme an Dem SA.- Treffen in Dortmund eingetrofsen ist. Den Auf­takt bildete der Gauparteitag, auf Der Höhens y bürg, Der von Den westfälischen Amtswaltern zahlreich besucht war. Auf Der Ta­gung, der auch Prinz August Wilhelm beiwohnte, entwarf Gauleiter Wagner ein Bild von der ge­genwärtigen Gesamtlage. Der S A. - A p p e l l auf dem Flughafengebäude am Sonntagvrr i.ittag hatüe eine unübersehbare Zuschauermenge angelockt. Für den Stab hatte man eine große Kanzel errichtet. Girlanden waren gespannt und überall grüßten Hakenkreuzfahnen und Wimpel. Pünktlich 10 Tlhr begann Stabschef Röhm mit dem getarnten Stabe Die Front Der ausmarschierten Kolonnen unter Den Klängen des Präsentiermarsches abzuschreiten. Dann betrat Stabschef Röhm die Rednerkanzel und begrüßte die SA., SS. und HI., denen er Dank und Anerkennung für ihre Leistungen in den vergangenen Jahren aussprach. Nachdem das Horst-Wessel-Lied verklungen war, und die neuen Sturmfahnen geweiht waren, begann Der Ab­marsch zur Stadt. Die zwölf Kilometer lan­gen Anmarschstraßen waren von einer unüberseh­baren Menschenmenge umsäumt. Auf einem Po­dium vor dem Stadttheater stand der Führer und nahm, umgeben von seinem Stabe, den Vor­beimarsch ab, während Die Volksmenge ihm unauf­hörlich zujubelte.

Im StadionRote Erde" hatten sich in­zwischen mehr als 50 000 Personen versammelt, Die dort die Ankunft Der SA. unD Den Führer erwarteten. Für Den Kanzler war eine zehn Meter hohe turmartige Kanzel errichtet, Die ganz mit Tannengrün bcrleiDet war. Unter Dem Jubel Der Massen erstieg Der Führer Die Kanzel. Nach­dem Gauleiter Wagner kurz gesprochen hatte, nahm Adolf Hitler selbst das Wort.

Die Rede des Führers.

Deutsche Volksgenossen und Genossinnen, Männer der SA., SS., des Stahlhelms und der Hitlerjun- gcn! Wir haben früher oft davon gesprochen, daß der November 1918 keine Revolu­tion gebracht hat, sondern eine Revolte. Keine Revolution, weil nach diesem November im Grunde genommen genau dieselben Menschen in Deutschland regiert haben wir zuvor. Wir hatten nach dem November 1918 dieselbe Presse, dieselben Parteien, dieselbe öffentliche Meinung wie früher. An den Männern hat sich ebenfalls nichts wesent­liches geändert, nur daß sie in diesen November­tagen frei und offen die Verantwortung für ihr Handeln auf sich genommen hatten. Im Innern sind wir langsam immer mehr zusammengesunken, und nun hat s i ch eine wirkliche Erhebung des deutschen Volkes vollzogen. Ich

glaube nicht, daß es jemand gibt, Der bezweifelt, daß das heutige Deutschland nicht mehr dem gleicht, das hinter uns liegt. Wir haben Dem deutschen Geben einen neuen Gesin - nungsausdruck gegeben. Die Revolution hat eine Reihe von Phasen. Zuerst ist es die Idee, die der Mensch erfassen muß, dann kommt d i e Or­gan i s a t i o n. Dann kommt Die Phase des Kampfes, die Zeit der Vorbereitung. Am 30. Januar find in Deutschland die Würfel ge­fallen. Seit diesem Januar haben wir Position um Position errungen. Wir haben den Geist der Zwietracht i-n Deutschland beseitigt, über Konfessionen und Parteien hinweg die gewaltige Einheit des Reiches gefetzt. Ein Wille nur kann heute dieses Volk beherrschen und leiten, ein Wille nur kann diese Kraft der Nation zufammenballen und ihren Zwecken dienstbar machen. Wir wollen eindringlich verkünden: Die Parteien sind nicht vorübergehend vergangen. Sie find endgültig beseitigt. Niemals werden sie zurückkehren. Wir sind lebende Bürgen dafür, daß niemals wiederkom­men wird das Zeitalter dieser korrupten Partei­erscheinungen. Ich darf mit Stolz bekennen, daß wir damit etwas Gewaltiges in der deut­schen Geschichte geleistet haben.

Wer hat geglaubt, daß fünf Monate nach unferm Machtantritt das Zentrum kapitulieren wird? (Lebhafter Beifall.) Wir find glücklich dar­über, denn wir wollen, daß der Kampf in den religiösen Lagern ein Ende nimmt. Wir sind glücklich, daß es gestern in Rom gelungen ist, ein Konkordat zu unter­zeichnen, auf Grund dessen nunmehr für alle Zukunft den Priestern verbo- t e n sein wird, sich politisch in den Par­teien zu betätigen, glücklich, weil wir die Rot von Millionen Menschen kennen, die sich danach schnen, in dem Geistlichen nur den Tröster der Seele, nicht aber den Vertreter ihrer politischen Ueberzeugung zu sehen.

Damit ist Der politische Machtkampf abge­schlossen. Dank Der Einigung jener Kräfte, Die gewillt sinD, auf unseren BoDen zu treten, ifi heute eine stahlharte Front aufge­richtet, Die Das Eroberte ausbauen und verteiDigen wirb. Wir stehen vor zwei riesengroßen Aufgaben, Die uns Die nächste Zeit beschäftigen werben. Ich weih, Daß viele Gegner nicht geglaubt haben, Daß wir Diese Aufgaben meistern könnten. Sie werben sich genau so irren, wie früher.

Unsere erste A'. fgabe besteht in folgendem: Die Macht haben wir, niemand kann uns heute Wi- Derstanb entgegenf: ven. Nun aber müf en wir den deutschen Menschen für diefenStaat erziehen. Eine Riesenarbeit wirb einsetze,'für die kommenden Jahrzehnte des deutschen Volkes. Die Form wird immer dann vergehen, wenn der Mensch nicht ihr lebendiger Träger ge­worben ist. Das deutsche Volk muß sich hun­dertprozentig in den Dienst unse­rer Idee stellen. Es wird sich Darum han­deln, in Den fommenDen Monaten unD Jahren unermüDIid) immer wieder Die Erziehung Der Millionen Menschen v:r urehmen Damir si? hin­einpassen in unseren ü^aat Das w.rd aber nicht

in Der Theorie geschehen, sondern in der Schule der Praxis. Wir werden genau so zäh fein wie in den 14 Jahren hinter uns.

Unsere zweite Ausgabe ist: wir sehen in Deutschland eine Riesenmenge von Menschen, die ohne Arbeit und damit ohne siche­res tägliches Brot ist. Der vergangene Staat hat in 15 Jahren die ganze wirtschaft ruiniert. Sieben Millionen Menschen sind ar­beitslos geworden, wir haben immer erklärt, daß wir nicht für blasse Theorien kämpsen, sondern für die Erhaltung unseres Volkes, wir haben jetzt eine der größten Aufgaben zu meistern, die jemals Staatsmännern gestellt worden sind. Wir müssen die Arbeitslosigkeit beseitigen. Als ich die Regierung übernahm, erklärte ich, man möge mir vier Jahre Zeit geben. Run sind von diesen vier Jahren nicht ganz sechs Monate ver­gangen, und wir haben in diesen sechs Monaten die Zahl der Arbeitslosen um rund 2 Mil­lionen herabgekämpft, und wir wer­den sie weiter herunterkämpsen. (Stürmischer

Beifall.)

Wenn unsere Gegner glauben, das könnte uns mißlingen, dann kennen sie meine Zähigkeit nicht. Wir habep uns dieses Ziel gesteckt, und ich ver­folge es und mit mir alle meine Mitkämpfer. Wir werden die Konsumkraft Der 021 af­fen unseres Volkes wieDerher stellen unD Die Deutsche Wirtschaft wieder befruchten und damit für Millionen Menschen nicht nur Lebensmöglichkeit schaffen, sondern die Verzweiflung von ihnen nehmen. Ich machte heute an Sie den immer gleichen Appell richten: Wir sind die größte Organisation, die jemals in Deutschland bestand- Aber nicht nur das:

Wir sind heute die einzige Organisa­tion, indem wir alles andere beseitigen, haben wir eine ungeheure Verantwortung auf uns geladen. Wir können sie nicht auf fremde Schultern bürden. Diese große Verant­wortung zwingt uns, diese Bewegung so zu führen, daß wir selbst vor der Geschichte jeder­zeit bestehen können, und das zwingt sie, sich so zu führen, daß auch spätere Generationen mit Stolz auf diese Zeit zurückblicken. Diese Bewe­gung ist damit aber auch des deutschen Volkes einzige Hoffnung und sein einziger Glaube an die Zukunft. In­dem wir die Fahne in ganz Deutschland als Staatsfahne aufgezogen haben, find wir ver­pflichtet, dafür zu sorgen, daß nichts geschieht, was diese Fahne schänden könnte.

Der Fahnenträger ist verantwortlich für die Ehre der Fahne. Ich bitte Euch: Schart Euch, meine 6'21.» und meine SS.-Männer und Ihr, die Ihr vom Stahlhelm zu uns gestoßen seid, schart Euch um dieses Symbol des werdenden Le­bens und der Wiederauferstehung unseres^Volkes. Führt Euch so, daß die kom­menden Generationen in Euch die stolzen Fahnen­träger der deutschen Erhebung sehen. Laßt Euch genau so, wie in der Vergangenheit, in Zukunft nicht stören, seid eine Front von eiserner Disziplin und entschlossenem Mut. Eine Front der Brüderlichkeit und der Kamerad­schaft, dann werden alle Versuche, dieses neue Deutschland vielleicht zu stürzen, in sich selbst zu­sammenfallen. Mit denselben Tugenden, mit denen wir das Werk einleiteten, müssen wir es vollenden. Die höchste Tugend war immer eisernes Zu- sammenhalten und vor allem Beharrlich­keit. Wir müssen die großen Aufgaben erfüllen, denn außer uns ist niemand da, der es könnte. 9k a ch uns würde nur Die Verzweiflung kommen. Die Millionen in Deutschland vertrauen auf uns. Sie sehen in uns die einzigen, die sie aus Not und Elend erretten können. W i r werden den Sieg erringen, denn dieser Sieg ist alles. Es ist Deutschland! (Stürmischer Beifall.)

Als der Führer durch Die fpalierbilDende Sperr­kette Der SS. bas Stadion verließ, hatte e i n kleines Kind sich zwischen den Deinen der SS.-Männer Durchgezwängt unD lief Dem Führer lachenD in Den Weg. Als SS.» Leute bas Kind zurückreißen wollten, wehrte ihnen Hitler mit der Hand, faßte das Kind, sich nieder­beugend, mit beiden Händen und begrüßte es. Erst dann bestieg er den Kraftwagen und fuhr unter begeisterten Zurufen ab.

Erste Entscheidungen zum Schutze der nationalen Symbole.

Berlin, 8. Juli. (TU.) Die ersten Entscheidun­gen auf Grund des Gesetzes zum Schutze der na­tionalen Symbole sind nunmeher veröffentlicht wor­den. In dem ersten Fall handelt es sich um ein von der Firma Karl Kalm in Frankfurt a. M. herge­stellten Propagandafähnchen, das einen H a k e n k r e u z w i m p e 1 mit der Inschrift S A. - M a n n Brand, ein Lebensbild aus un­seren Tagen: ein Franz-Seitz-Film der Bavaria- Film-AG." darftellt. Das Hakenkreuz ist miß­bräuchlich verwendet worden. Der zweite Fall betrifft ein von der Firma Hcmz Zapf in Hild­burghausen hergestelltes Kleiderschutznetz für Damenfahrräder mit Hakenkreuz. Auch hier liegt selbstverständlich ein Verstoß gegen das Gesetz zum Schutze der nationalen Symbole vor.