Ausgabe 
10.6.1933 Erstes Blatt
 
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lein. Der Neger taugt dazu nicht. Gr ist enieh- bar, auch moralisch erziehbar, viele Negervölkcr find auch durchaus intelligent, aber er kennt keine schöpferische Initiative, und ihm kann keine größere selbständige Verantwor­tung überlassen werden. Die schwarze Rasse in Afrika bedeutet ein unermeßliches Kräftereservoir, aber diese Kräfte müssen in die ordnende Hand deS Weihen gelegt, seiner verantwortlichen orga­nisatorischen Verfügung unterworfen werken. Sollte da wirklich jemand den Mut haben, aus- »utreten und zu sagen: von alledem ist und bleibt das deutsche Volk als einziges unter den groben Völkern der Welt für immer ausgeschlossen?!

Das Attentat auf DenizeloS

Gespannte Lage in Athen.

Athen, 9. 3uni. ($11.) Der Kraftwagen, von dem die Schüsse auf DenizeloS abgegeben wur­den, ist am Donnerstag im WaldcSdickicht bei Athen verbrannt aufgefunden worden. 3m Laufe der weiteren Untersuchung wurden der Athener Polizeichef, Polhchronovulos, zu­sammen mit zwei Polizeibeamten, die als An­hänger DenizeloS gelten, v e r h a f t e t. Sie hatten erklärt, der Urheber des Anschlages sei Prinz Nicolaus von Griechenland. 3n Athen herrscht eine nervöse Stimmung. Die Polizei­patrouillen sind überall verstärkt worden, um Dcmonst ationsversuche im Keime zu ersticken. Die Regierung ist entschlossen, alle Mahnehmen zu treffen, um die Ruhe aufrechtzuerhalten. Mi­nisterpräsident T s a l d a r i s hat die Polizei aus­drücklich angewiesen, ohne Rücksicht aus Person und Rang vorzugchen und jedermann festzu- nehmen, der mit dem Anschlag in Verbindung steht, selbst wenn er noch so hoch gestellt sei. Diese Haltung des Ministerpräsidenten hat auch den Führern der Opposition erneutes Vertrauen eingeflöht. Sie haben nach einer Be­ratung, die im Laufe der Nacht bei DenizeloS stattfand, einen Aufruf an ihre Parteifreunde gerichtet, in dem sie darum ersuchen, sich ruhig zu verhalten und von allen Protestdemon­strationen wegen des Attentats abzusehen.

Neuorganisation der badischen Landeskirche.

Karlsruhe, 9. Juni. Die evangelische Kirchen­regierung hat durch Notgesetz vom 1. Juni 1933 bestimmt, dah künftig an der Spitze der ba­dischen evangelischen Kirche ein Lan­de s b i s ch o f steht. Er wird von der Landes­synode gewählt, doch steht ihr nicht seine Mb- berufung zu. Neben dem Landcsbischos steht der evangelische Oberkirchenrat, dessen bisherige parlamentarische Abhängigkeit von der Landessy- node aufgehoben ist. Während dem Bischof die Repräsentation und geistliche Führung der Landes- kirche zukommt, hat der Oberkirchenrat die Ver­waltung der Landeskirche zu erledigen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Derwaltungsrat der Reichsstelle für Ge­treide. Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse hat mit sofortiger Wirkung neue Monopolpreise für Futtermittel fest­gesetzt.

3m Reichsverkehrsministerium fan­den am Freitag Besprechungen mit dem Ziel einer wesentlichen Herabsetzung der bei der Prü­fung der Kraftfahrzeuge erwachsenden Gebühren statt.

Universitatsprofessor Dr. Martin Spahn und die Führer des Deutschnationalen Kampfringes im Westen, Dr. Gisevius und Studienassessor Flume, sind aus der Deutschnationalen Front ausgetreten und haben sich der NSDAP, an- geschlossen.

3n der gestrigen Sitzung der sozialdemo­kratischen Fraktion des Preuhischcn Land­tages wurde einmütig zum Ausdruck gebracht, dah der Sih der Führung der SPD. in Deutschland bleiben müsse.

Der Präsident der spanischen Republik hat den Sozialisten D e st e i r o mit der Bildung desneuenKabinetts betraut.

Aus aller Welt

Gleichschaltung der vauhüttenbewegung.

Der beauftragte oberste Leiter der gesamten wirtschaftlichen Unternehmungen des ADGB., AfA.-Dundes, DGB- und DHD., Bankdirektor Karl Müller, hat zum Sonderbeauftragten für den Derband sozialer Baubetriebe und die ihm angeschlossenen Bauhütten und Baunebenbetriebe den Architekten Franz Straßer ernannt und ihm alle hierzu notwendigen Dollmachten erteilt. Durch diese Verfügung sind der Derband sozialer Daubetriebe und alle ihm angeschlossenen Be­triebe gleichgeschaltet und dem Aktionskomitee der Deutschen Arbeit unterstellt worden. Sie

stehen somit nicht mehr unter marxistischer Lei­tung. Da- Ziel des Sonderbeauftragten ist es, die Bauhüttenbewegung wieder zu einer Der- einigung schöpferischen Arbeitswillens zu machen, wie es die Bauhütten in früheren 3ahrhunderten waren, als sie die Dome schufen, die heute noch von dem guten Sinn der Bauhütten Zeugnis ab­legen. Damit durch den Wettbcwc^ der Bau­büttenbetriebe das deutsche Handwerk nicht ge­schädigt wird, sollen die Baunebenbetriebe allmählich abgewickelt werden. Dazu er­öffnen Betriebsüberschüsse der Bauhütten die Möglichkeit einer finanziellen Hilfeleistung für das Handwerk. Sie eröffnen auch die weitere Möglichkeit, dem deutschen Arbeiter und Ange­stellten ohne drückende ZinSverpflichtung zu einer eigenen Scholle zu verhelfen-

Aussehenerregende Flucht aus dem Gefängnis.

12 3nfaffen des Gefängnisses von CB a len- c t a sind unter Aussehen erregenden Umständen entflohen Freunde der Häftlinge hatten einen über 100 Meter langen unterirdischen Gang von auhenher biS unterdasGe- fängnis gegraben. Auf noch nicht ge­klärte Weise gelang es den Gefangenen, Zugang zu dem Tunnel zu erhalten und ins Freie zu ent­kommen. Die Flucht wurde er st nach öthin- den durch Zufall entdeckt, als ein Gefängnis- Wärter in der Nähe von Dalencia zwei Ent­kommene traf. Bei den Flüchtlingen handelt es sich um Anarchisten, die größtenteils we­gen Raubübersalles längere Strafen abzubüßen hatten.

flontinent der Gegensätze.

Die amerikanische Ostküste von New- york bis Kanada wurde non außerordentlich heftigen Gewitter st ür in en heimgesucht. Bier Personen wurden durch Blitzschläge gelötet. In New- york und im Mittelwesten der Bereinigten Staaten herrscht große ch i tz e. 35 Personen sind in den letzten vier Tagen an chitzschlägen gestorben. Zu gl icher Zeit herrscht in Brasilien unge- wöhnliche Kälte. Die Tabakemte im Staate Minas Ocraes ist fast oollständw vernichtet worden. Die Kasseernte im Staate Sao Paulo hat schwer ge­litten. Der Staat Rio Grande do Sul berichtet Eis und der Staat Parana Schneesall.

Fassadenkletterer IBiffi ftafjner erschoßen.

In der Nacht zum 2. Juni wurde in Dresden e i n wilder Diamantenhändler, der aus der Straße Edelsteine zum Verkauf anbot, von einem Polizeibeamtcn zur Rede gestellt und, da er mit einem Revolver gegen den Beamten vorging, im chandgemenge durch einen Schuß in den Kopf getötet. Die Ermittlungen der Dresdner Kriminalpolizei haben jetzt ergeben, daß der Er­schossene der berüchtigte Fassadenkletterer Willi Koh- ner aus Berlin ist.

Grohseuer in Bremerhaven.

Unmittelbar gegenüber dem Zeuerbepot stand ein Schuppen, in dem Fischmehl in großen Mengen gelagert wird, plötzlich in Hellen Flam- men, die sofort auf den neben dem Schuppen errichteten provisorischen Baumwollschuppen Übergriffen. Die Schuppen, in denen u. a. einige tausend Zentner Fischmehl, eine Maschinen­anlage und 3000 Ballen Baumwolle lagerten, sind niedergebrannt. Der Nebenschuppen mit mehreren taufenb Ballen Baumwolle konnte gerettet werden.

Drei wertvolle Zuchtpferde in einem Eisenbahnwagen verbrannt.

3n Altona -sind drei wertvolle Zuchtpferde in einem Güterwagen verbrannt. 3n dem Wagen, der reiche Heuvorräte enthielt, war eine Pe­troleumlampe aufgehängt worden, die beim Rangieren auf dem Bahnhof Eidelstädt her­an t e r f i e l. Das Feuer griff rasend schnell um sich, so daß an die Rettung der Tiere nicht mehr zu denken war.

!)od)fd)uinadmd)ten.

Der Ordinarius der Kirchengeschichte D. Dr. Karl Aner in Kiel ist im Alter von 54 Jahren gestor­ben. Zum Präsidenten des Internationalen Tier- seuchenamts wurde der Direktor der Veterinär- abteiluna des Reichsgesundheitsamts Geheimrat Dr. E. Wehrte gewählt. Der ehemalige Kurator der Universität Halle Geheimrat Dr. med. et jur. h. c. Gottfried M e y e r ist im Alter von 78 Jahren in Bonn gestorben. Die venia legendi jür das Fach der inneren Medizin an der Universität Leip­zig erhielt Dr. Rudolf Mancke.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Sreuen wir uns!

Die Sonne lacht, im Garten blühen die Blumen, überall atmet neues Grün. Das Gras treibt immer mehr der Sonne entgegen, die Saatfelder wogen wie blühende Flut und träumen von Frucht und Reife.

Um uns saftiges Blühen, ein hoffnungsvolles, fommsrfrohes Bild. Die Winde wehen in gütiger Wärme. Die ganze Natur prangt in allen Farben ein Lied der Hoffnung, ein Pfalm der Freude. Wo da- Auge hinsieht flutet das Leben, lacht ju­belndes Wachstum, grüßt befruchtetende Sonne und Vorfreude auf die Tage der Ernte.

Werden und Wachsen, Blühen und Reifen flechten sich vor unseren Augen zum sommerlichen Kranz, der uns wie ein Traum von Sehnsucht und Glück umspielt, der uns sammelt, uns stille werden läßt bei Lerchengesang und Schollenduft, der die zartesten Saiten in uns anschlägt zum Lied der Freude, zum frohen Lächeln: bas Leben ist doch schön!

Seien wir klug: lernen wir von der Natur! Sie soll uns anstecken mit ihrer Gesundheit, mit ihrem Hoffnungsgrün und ihrer Blühefreudigkeit. Kinder derselben Muttererde, müssen wir in diesen Som­mermonaten über uns hinauswachsen, uns sammeln und rüsten für die Tage, an denen Nebel kommen, wo der Alltag grau wird, wo die Sonne spärlick) scheint.

Freuen müssen wir uns, das Lachen dürfen wir nicht vergessen! Fenster auf, Türen auf, Sonne ins Herz, ein Lied auf die Lippen, frohe Augen! Wo­zu schon am frühen Morgen mürrische Blicke und trübe Augen? Der Morgen bestimmt in großem Maße die Bilanz des Tages. Wer in der Frühe keinen Schwung saht, kann am Abend die Höhe nicht gesehen haben. Wir müssen nicht an die peinlichsten Dinge denken, nein, die frohen Augen­blicke, die doch jeder in seinem Tagesprogramm weiß, sind die gesunden Stellen für das glück­hafte Geschenk, das der neue Tag bringen soll. Und denken wir an sie, dann blüht der Tag neu auf, eine frohe Bahn legt sich durch unseren Werk­tag und zieht mit magischer Gewalt das Beste in uns zum Besten unserer Arbeit.

Freude ist die Achse des Erfolges. Freude macht die Pflicht zum Geschenk. Wer sich freuen kann, dem wendet sich die goldene Seite seines Lebens zu. Mit Freude im Herzen wird die Arbeit Se­gen, die Aufgabe Glück. An einem alten westfäli­schen Bauernhaus steht ein Spruch, in dem etwas glüht von der Erkenntnis, die jeder braucht, um in das Grau seines Alltages Licht zu bringen: Freude und Vertrauen. Er sei hier niedergeschrie­ben, manch einer wird in ihm lernen, wie be­

glückend eS ist, die Pflicht des TageS zur Sonne des Lebens zu machen:

.Dein wahres Glück, o Menschenkind» Ach glaube doch mitnichten. Daß es erfüllte Wünsche sind;

Es sind erfüllte Pflichten."

tzUctzericr Wochen Marktpreise.

Gießen, 10. 3uni. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 1,35, Landbutter 1,30, Kochbutter 1,10 Mk, Matte 25 Pf., Wirsing (grün) 15, Spinat 10 bis 12, Erbsen 35, Römischkohl 10 bis 12, Spargel 30 biS 40, Dohnen (grün) 45, Tomaten 50, Zwiebeln 12, Rhabarber 8 bis 10, Erdbeeren 70 bis 80, Kartoffeln (alte) 3 (pro Zentner 2 biS 2,20 Mk ). Kartoffeln (neue) 12 bis 15, Stachelbeeren 25, jg. Hähne 90 bis 100, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier (inl ) 8 bis 9. Blumenkohl 20 bis 60, Salatgurken 30 bis 40, Salat 5 bis 10, Oberkohlrabi 10, Rettich 10 bis 15, Käse 4 bis 10 Pf. pro Stück; Radieschen 5 bis 10, gelbe Rüben 12 Pf. pro Bund.

Bornotizen.

Tageskalender fürSamstag. DHD.: 20 Uhr, Cafs Leib, öffentliche Kundgebung, Vortiag überDie Kaufmannsgehilfen im nationalsozialisti­schen Staat!". 16 bis 17 Uhr, Hindenburgwall, Konzert der SA.-Kapelle aus Anlaß des Rotkreuz- tages; Sonnenstrahe 2: Ausstellung der Rettungs- gerate der Freiwilligen Sanitätskolonne. Ka­vallerie-Verein: 20 Uhr,Hessischer Hof", Monats- Versammlung. 1. Reichskurzlchriftgesellschaft: Stadt Lich", Vereinsabend. Altersvereinigung 1881/1931: Versammlung bei Merlau. VfB. 08: 20.30 Uhr, Dereinsheim, Wahl des Vereknsführers usw. Lichtspielhaus, Bahnhosstrahe:Der Champ" undDer Sohn des Rajah".

Tageskalender für Sonntaa. Rot- kreuztag: 11 bis 12 Uhr, Hindenburgwall, Konzert der Kapelle des I. Batls. 15. Inf.-Regts.; Sonnen- strahe 2: Ausstellung der Rettunasaeräte der Frei­willigen Sanitätskolonne. Oberhessischer Kunstver- ein, Turmhaus am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr, Aus­stellung: Vorformen künstlerischen Schaffens. Sängergau Gießcn-Stadt und -Land im Hessischen Sängerbund, ab 8.30 Uhr 4. Gauliedertaa. Eisen- bahner-Heimstätten-Verein: 9.10 Uhr, im Unterrichts­zimmer des Oberhessischen Bahnhofs außerordentliche Generalversammlung. Volkshochschule: Pflanzen- kundlicher Ausflug ins Biebertal, Abfahrt 8.20 Uhr mit der Biebertalbahn. Verein ehemaliger 116er: ab 15 Uhr Sommerfest auf dem Schifsenbera. Eisenbahn-Fahrbeamten-Derein: 15 Uhr,Stadt

Wetzlar", außerordentliche Generalversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Ehamp" und Der Sohn des Rajah".

Die GießenerLützower" begrüßen Ministerpräsident Goring. Man schreibt uns: Auch die Gießener WehrschaftDie Lutzower" i. d. D. W. Gießen, Dartweg 19, hatte es sich nicht nehmen lassen, ihren Verbandsbruder, Ministerpräsi­dent Göring (Markomannia, Berlin) in W e tz I a r zu begrüßen. Die Lützower waren mit ihren Chargen in Wichs und ihrer -undessahne von Gießen nach Wcnlar gekommen und hatten aus dem Domplatz Aufstellung genommen. Sie wurden zur Begrüßung an den Wagen des Herrn Ministerpräsidenten ge­beten.

Wer hat Erinnerungsstücke aus der Böckel - Zeit? -Der Verlag von Emil Roth in Gießen richtet in unserem heutigen An­zeigenteil einen Appell an alle Mitbürger in Stadt und Land, ihm leihweise alles Material aus der Zeit von Dr. OttoB ö ck e l, des Führers der völki­sche Bauernbewegung in Hetzen, zu überlassen. Es handelt sich dabei um Briese, Aufrufe, Flugblätter, Broschüren und sonstige Erinnerungen, die für die Herausgabe eines grundlegenden Werkes über die völkische Bewegung, insbesondere in der hessischen Bauernschaft, Verwendung finden sollen. Einer Der bedeutsamsten Vorkämpfer dieser Bewegung ist be­kanntlich auch der hessische Ministerpräsident und Staatspräsident Pros. Dr Werner. Wer zur Herausgabe dieses Buches in der vom Verlag Emil Roth erbetenen Art beitragen kann, möge seine Hilfeleistung umgehend zur Tat werden lassen.

* Diehmärkte In Gießen. Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt findet am Dienstaa, 13. Juni, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 14. Juni, statt. Auf die heutige Bekanntmachung sei hingewiesen.

* Ausbau deS Restaurants .Pul­ver m ü h l c". Der Wirt der Pulvermühle an der Lahnbrücke. Herr 3 o ch c m , hat eS unternommen, seine Gaststätte auSzubauen, um seinen Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu verschaffen. Bis­her battc die Paddlergilde auf dem Platz vor dem Hause ihr Heim aufgeschlagen, sie siedelte aber um und so wurde der Raum frei für erweiterten Be­trieb der Gastwirtschaft. ES wurde eine Idyllische Terrasse angelegt. Prächtige alte Weidenbäume zwischen Wasser und Terrasse geben dem Platz einen besonders freundlichen Charakter, die Wie­senflächen wurden in Stand gesetzt und eine Dir- kengruppe angepslanzt. Die Wege wurden auS- gebaut und damit der Gesamteindruck verbessert. Bunte Sonnenschirme über den Tischen verbreiten Schatten und geben dem Gartenrestaurant eine besonders freundliche Note. Am morgigen Sonn­tag wird die neue Anlage mit einem Konzert er­öffnet. Auf die heutige Anzeige sei besonders auf­merksam gemacht.

** Druckfehlerberichtigun a. In der gestern veröffentlichten Notiz:Nachprüfung der am 30. Januar 1933 in der NSDAP, erfolgten Aufnah. men" muß es unter Ziffer 3 richtig heißen: Mitglied der NSDAP, kann nicht fein, wer nichlarischer Nasse ist. Als solcher gilt auch, wer nichtarisch verheiratet ober an einem nichtarischen Geschäft interessiert ist, wer mit Personen nichlarischer Rasse engeren G e - sellschaftsoerkehr(nichiGeschäftsoer. kehr) hat oder den Boykott gegen das Judentum gebrochen hat.

Der Deutschnationale Hand­lungsgehilfe n-Derband, Ortsgruppe Gießen, übermittelt uns folgende Entschließung des Bundes reisender Kaufleute im DHV., Gau MainWeser, mit der Ditte um Veröffentlichung: .Deutscher Kaufmann! Der wunderbare Aufbruch unseres Volkes, der den unverfälschten völkischen Gedanken auf allen Lebensgebieten wieder in seine Rechte einsehen will, stellt auch an die deutsche Kaufmannschaft eine dringende Forderung. Wir als angestellte Reisende sind der Ileberzeugung, dah das bodenständige deutsche Volk die heutige wirtschastliche Bedrängnis um so besser durchhält, je mehr sich auch der Kaufmann in der wirtschaft­lichen Haltung als Käufer aus die gegenseitige Förderung besinnt und je mehr auch im GeschästS- leben zunächst der Deutsche an den Deutschen denkt, wenn er in die Lage kommt, einen Auftrag zu vergeben. 3n einer Zeit wie der gegenwärti­gen einen geschäftlichen Erfolg dem zuzuwenden, der nicht als Dolkszugehöriger angesprochen wer­den kann, bedeutet eine schwere Versündigung ge­gen den völkischen Gedanken. Der .Bund reisen­der Kaufleute im DHV." glaubt auf die Zustim­mung der gesamten deutschen Bevölkerung rech­nen zu können, wenn er die deutsche Kaufmann­schaft bittet, bei der Vergebung ihrer Waren­aufträge in erster Linie die deutschen Firmenver­treter zu berücksichtigen und so dazu beizutra­gen, daß diese gegenüber der Konkurrenz nicht­deutscher (nichtarischer) Elemente ihre wirtschaft­liche Existenz behaupten fönnen. Es würde eine Genugtuung sein, wenn sestgestellt werden kann, dah diesem Aufrufe von feiten der deutschen Kaufmannschaft restlos entsprochen würde. DaS Wort: .Deutscher kaufe nur beim Deutschen" muß nicht nur für Verbraucher, sondern auch für die Einkäufer aller deutschen Firmen Geltung haben."

unserer Gesellschaft ist es, die unübertroffen zuverlässigen, auf alle Motor-Typen und alle Jahreszeiten abgestimmten SHELL AUTOOEL-Sorten in unseren deutschen Fabriken zum Teil nach Verfahren herzustellen, die uns allein zur Verfügung stehen. SHELL AUTMELE immer unter Plomben-Msclmtz!

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