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10.3.1933 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft

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S§\Neue Preise:RM 0.15*1.00

m NIVEA CREME

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Buenos Aires, Februar.

Argentinien hat viele politische und finan­zielle Sorgen, schwere Sorgen haben aber auch im besonderen d i e Deutschen in der La Plata-Republik, die seit Jahrzehnten in Buenos Aires ansässig sind, und die sich durch Arbeit und Ausdauer angesehene Positionen geschaffen haben. Die ernste Gefahr eines Zoll­krieges zwischen dem Reich und Argentinien zeigte sich am Horizont. Der Außenminister S a a- vedra Lamas hofft zwar noch durch erneute Verhandlungen zu einer Einigung mit der Wil- Helmstraße zu kommen und warnt vor allzu gro­ßem Pessimismus: die deutschen Handelskreise aber sehen die Lage durch eine schwarze Brille. Sollte es nicht möglich sein, den Zollkrieg zu vermeiden, so würde das argentinische Zollgesetz vom 29. November 1923 zur Anwendung kom­men, das auf alle zollpflichtigen Waren einen Aufschlag von 50 Prozent vorsieht, und alle zoll­freien Waren, die aus Ländern eingeführt wer­den, die Argentinien die Meistbegünstigung ver­sagen, mit einem Einfuhrzoll von 15 Prozent be­legt. Die deutsche Einfuhr nach Argentinien war«

waren eher angeboten. Reichswechsel per 10. Juni

uHi um Vlt. WU,WIU111| _______________ , (neuer Termin) und Reichsschahanweisungen per

bank, Stabilisierungsfragen und den auswärtigen 16. Oktober hatten nur geringe Umsätze.

2Reiei

in Packungen oder Tüten von 1 Pfund erbittet in der nächsten Woche die

piunbfpenhe der Irauen-Winterhilse

Vie Zustellung der Pfnndpakete wird auf Wunsch der Hausfrauen von den Lcbensmlltelgeschöfter aus direkt an die Sammelftelle erfolgen.

Annahme: Alte Klinik, parterre, rechts, Montag». Mittwoch» und Freitag», von 9 bis 12 Uhr.

Englisch-amerikanisches Tauziehen am La Plato

Deutsche Besorgnis vor einem Zollkrieg mit Argentinien.

Don unserem 8t.-Derichterstatter.

daß er diese Anregung als einen uner­wünschten Rat betrachte und daß dieser Wink mit dem Zaunpfahl" peinliches Befremden ausgelöst habe. Bald daraus aber entschloß sich Argentinien aus Anregung des Finanzministers Dr. Hueyo, den bekannten britischen Sachverstän­digen Sir Otto Niemeyer, der bereits eine . ähnliche Mission in Brasilien erfüllt hatte, ein- I zuladen, um die Errichtung einer Zentralnoten- I bank. Stabilisierungsfragen und den auswärtiger

Anzeichen deuten darauf hin, daß die schwere Krise im Abflauen ober doch wenigstens zum Still, stand gekommen ist, wenn auch die Preise für die Landesprodukte, Mais, Weizen, Baumwolle und vatagonische Wolle noch immer so tief liegen, daß sie kaum die Entstehungskosten decken, aber die Stimmung ist optimistischer geworden. Aus die Zu­kunft werden große Hoffnungen gefetzt, zumal, da nach Aufdeckung der Bombenoerschwöruntz zugunsten des Expräsidenten Zrigonen, allmählich wieder Ruhe in das politische Leben emkehrt. Man trägt sich wie­der mir dein Plan der Einberufung einer sübamerikanischenStaaten-unbZoll- konferenz, die im besonderen von Chile an­geregt wird, um eine Vereinheitlichung der Tarife und dadurch eine Hebung des inneren Marktes zu erlangen, aber da die letzte derartige Länderkonfe- ren.3 in Montevideo ziemlich resultatlos versackte, so dürfen die Erwartungen darauf nicht allzu hoch gespannt werden. Don allen Staaten Südamerikas ist Argentinien der politisch und wirtschaftlich geord­netste, in dem neben Brasilien auch die deutschen Interessen am größten sind, es ist deshalb sehr zu hoffen, daß es bald gelingt, die Sorgen, die heute noch die Aussicht für die Zukunft verdunkeln, restlos zu verscheuchen.

dadurch lahmgelegt.

Die handelspolitische Spannung mit Deutschland fällt mit einer regen Belebung der argentinischen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu England zusammen. Der Vizepräsident der Republik, Dr. Rocas, begibt sich im Januar nach London, um durch persönliche Verhand­lungen mit der englischen Regierung besondere Vergünstigungen für die argentinische Ausfuhr (hauptsächlich Fleischprodukte) nach England zu erhalten und um gleichzeitig Zusicherungen, die die für Argentinien schädlichen Folgen der Kon­ferenz von Ottawa abwenden sollen, $u erreichen. Der britische Gesandte in Buenos Aires hat der Regierung die Zusicherung gegeben, daß der Vize­präsident mit dem größten Entgegenkommen rech­net und daß sein Besuch in jeder Beziehung will­kommen sei. Dr. Rocas wird, um die Bedeutung seines Londoner Aufenthalts hervorzuheben, vom König empfangen werden. Der britische Gesandte hat ferner in einer Ansprache die englische Kolo­nie aufgefordert, sich weniger dem Golfspiel und anderem Sport zu widmen, als vielmehr durch energische und kluge Arbeit die freundlichen Be- aießungen zwischen Argentinien und ihrer Heimat zu festigen.

Die nahen britisch-argentinischen Beziehungen beruhen auf einer sehr alten Tradition. Als vor nun mehr als hundert Jahren die lateinamerika- nischen Staaten durch den Abfall von Spanien eine Bresche in ihre bis dahin verschlossene Welt schlugen und ihre Märkte öffneten, da war es zuerst England, das feine durch den Verlust der Vereinigten Staaten verursachten wirtschaft­lichen Einbußen in Südamerika wettzumachen trachtete. Die allzu aktiven Bemühungen briti­scher Generäle und Admiräle erweckten bald den Argwohn Washingtons und Präsident Monroe verhängte 1823 seine bekannte Dok­trin, gegen deren Geltung Argentinien auch noch in neuester Zeit energischen Einspruch er­hoben hat. Dennoch gelang es allmählich Nord­amerika, den wirtschaftlichen Einfluß Englands zu überflügeln und auch Argentinien in eine finanzielle und wirtschaftliche Abhängigkeit zu zwingen. Im letzten Jahrzehnt nun hat Eng­land große Anstrengungen gemacht, um die an Nordamerika verlorenen wirtschaftlichen Positio­nen zurückzuerobern und hat dabei mit sichtlichem Erfolg gearbeitet. Besonders her- vorzuheben sind die Mission des Lord d'Abernon in Buenos Aires und die Eröffnung der briti­schen Weltwirtschaftsausstellung durch den Prin­zen von Wales in der argentinischen Hauptstadt. Die britischen Bemühungen wurden in jeder Be­ziehung schon vom früheren Präsidenten 3ri- goyen, sowie von seinem Nachfolger General ilti&uru und dem jetzigen Präsidenten General Justo unterstützt.

Erneut tritt die englisch-nordamerikanische Ri­valität in der Ernennung des Fina-nz- sachver ständigen für Argentinien zu Tage. Washington hatte vor Jahresfrist vörgeschlagen, Argentinien möge zur Neuordnung seiner Finanz- und Währungssragen den nordamerikani­schen Währungsfachmann Professor Dr. Kem­me r e r nach Buenos Aires einladen. General Urihuru ließ keinen Zweifel darüber aufkommen.

Oie deutsche Reichsbahn im Januar.

Der Jahreszeit entsprechend war der Güter­verkehr der Reichsbahn gering, die Wagenstel­lung gegenüber dem Vormonat um 8,7 Prozent niedriger. Der Kohleverkehr erreichte fast die Höhe des Vormonats. Im ersten Monatsdrittel wirkte die verlängerte Gültigkeitsdauer der Weih­nachtsrückfahrkarten noch einigermaßen befriedi­gend. Der Wochenend-Ausflugs- und Winter­sportverkehr konnte sich erst im letzten Monats­drittel etwas beleben. Die geleisteten Zugkilo­meter betrugen 49,95 gegenüber 50,61 Mill, im Vormonat. Die Gesamteinnahmen blieben mit RM. 208,4 (246,4) Mill, hinter dem Januar 1932 um 1,9 Prozent zurück. Die Gesamtausgaben stell­ten sich auf RM. 233,72 (die Vormonatszahl kann wegen der laufenden Jayresabschlußarbeiten nicht genau angegeben werden). Demnach schließt die Monatsrechnung mit einer Mehrausgabe von RM. 25,3 Mill. ab.

Berlin fester.

Berlin, 10.März. (WTB. Funkspruch.) 06- wohl die Kursgestaltung zu Beginn der heutigen Börse ganz uneinheitlichen Charakter hatte, konnte die Grund st immung als behauptet be­zeichnet werden. Die Einsetzung des Generalleut­nants von Epp zum Kommissar des Reiches für Bayern trug wesentlich zur Beruhigung bei. Da außerdem das Kaufinteresse des Publikums und das Anlagebedürfnis aus Stillhaltegeldern anhielten, stellten sich die ersten Notierungen meist schon wieder, über das bis zu 1 Proz. niedrigere gestrige Frankfurter Abendniveau, meist waren auch noch gegen gestern mittag Kursbesserungen bis zu 1,5 Proz. festzustellen. Darüber hinaus waren Berlin Karlsruher Industrie nach anfäng­licher Plus-Plus-Notiz 3,88 Proz. hoher, Berliner Maschinen plus 2,63 Proz., Kali Aschersleben plus 2,25 Proz. und von Draunkohlenwerten Nic- derlausiher plus 4 und Eintracht plus 6 Prozent. Anderseits eröffneten noch auf ein Angebot von 5000 Mark Contilinoleum 3 Prozent und Werte wie Südd. Zucker, AG. für Verkehrswesen, BEW., HEW., Goldschmidt und Ilse 1,5 bis 2,5 Prozent schwächer. Unter stärkerem Angebot litten aber wieder nur Reichsbankanteile, die bei einem Um­satz von 100 Mille 5,5 Proz. einbüßten. Nach den ersten Kursen wurde es dann aber vom Farben­markt ausgehend allgemein fester. Das Ge­schäft in Spezialwerten war dabei recht lebhaft.

Auch Renten zeigten nach schwächerer Vor­börse freundliche Tendenz. Bei den Pfandbriefen überwog weiter die Nachfrage. Die Altbesitzan­leihe gewann 0,75 Prozent. Reichsschuldbuchfor­derungen waren bis zu 0,50 Prozent höher. Auch Dollarbonds waren im Gegensatz zu den eher schwächeren Jndusttieobligationen gefragt. Aus­landsrenten hatten nur geringe Veränderungen aufzuweisen. Auch gegen 12,45 Uhr blieb die Ten­denz an den Aktienmärkten fest. Kursgewinne bis zu 2 Prozent gegen den Anfang waren bei den Hauptwerken keine Seltenheit. Bevorzugt wurden im Verlaufe Kali- und Maschinenaktien, am Montanmarkt rückten Mannesmann in den Vordergrund des Interesses. Reichsbankanteile konnten dagegen keine nennenswerte Erholung er­zielen. Bei 3 Mille Umsatz gelangten die Aktien Der Hotelbetriebs-A.-G. verspätet 2,75 Prozent über gestern zur Notiz.

Am Geldmarkt wirkte sich der heutige Steuertermin in den Sätzen nicht aus, nur in sich war der Markt etwas steifer. Privatdiskonten

mir recht bald einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben, ber bie Voraussetzung für bie Durchführung unserer weiteren Pläne unb Ziele fein wirb.

Der Kassenbericht

zeigte einen guten Stand ber Vereinsfinanzen unb damit eine beachtenswerte finanzielle Orunblage für die Arbeit bes Lorftanbes zur Erfüllung ber Der- einsaufaaben. Dem Rechner, Kaufmann B l n b e - w a l b würbe nach Prüfung unb orbnungsmaßigem Befund der Rechnungsführung mit Dankesworten Entlastung erteilt.

Die vorstanbswahl

brachte durch Zuruf die e i n ft i m m i g e W i e d e r- wähl der bisherigen Sorftanbsmitgic- ber. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Stabtratynitglieb Apotheker Schmie­

de r, 1. Dorsitzenber: Stadtratsmitglied Backer-Ober- meister Loeb er, 2. Vorsitzender: Buchhändler Pfeiffer, Schriftführer: Kaufmann Binde- wo Id, Rechner: Stadtratsmitglied Weinhänbler Balzer, Glasermeister B i e r a u, Redakteur Diumschein, Generalagent Fröhlich, Metz­germeister H e n k e l, Rektor Kling, Bäckermeister Neurath, Drogist Michel, Möbelhändler R a u, $C®anüt waren die geschäftlichen Angelegenhei­ten erledigt. Der Vorsitzende begrüßte nunmehr den Vortragenden des Abends. Stadtbraurat ©rotiert, mit herzlichen Worten, und brachte dabei die Dankbarkeit des Vereins für die bis­herige Förderung seiner Arbeit durch Baurat ©rotiert zum Ausdruck. Der Vortrag von Stadt- baurat © ravert behandelte das Thema:

Oie bauliche Entwicklung bes Nord-Ost-Viertels.

Der Redner stellte feine Betrachtung auf eine wesentlich breitere Grundlage, als den engen Rahmen eines Stadtbezirks. Er gab zunächst an Hond von Lichtbildern einen informatorischen äleberblick über die geologischen Grundlagen un­serer Stadt und der engeren Umgebung über­haupt, wobei er die mit großer Spannung fol- gende Hörerschaft mit den mannigfaltigen Bo- enschichtungen und damit räumlichen Wachs­tumsbedingungen für unser Gemeinwesen be­kannt machte. Weiter skizzierte er, in der Ge­schichte unserer Stadt bis auf deren früheste Zeit zurückgreifend, die allmähliche Entwickelung der Verkehrsverhältnisse und damit auch deS langsa­men Werdens von Gießen, ferner zeigte und er­läuterte er durch Lichtbilder die Grundrißgestal­tung des Stadtbildes und der hauptsächlichsten Gebäude des Stadtkernes. Die Hörer hatten hier­durch Gelegenheit, sich eine aufschlußreiche Vorstel­lung von der Entstehung unserer Stadt zu machen und dadurch zu erkennen, in welcher Weise auch das Nord-Ost-Viertel auf seine Llrsprünge zu­rückzuführen ist. Sodann zeigte der Vortragende im Lichtbild eine ganze Reihe von Photographien älterer Straßenbilder und Bauwerke der Stadt­mitte und insbesondere deS Nord-Ost-Diertels, an die sich für viele Besucher des Abends wertvolle persönliche Erinnerungen knüpften, die denn auch in interessierten Bemerkungen zum Ausdruck kamen. Man erblickte hierbei zahlreiche städtebaulich reizvolle Bilder, stimmungsoolle idyllische Winkel und Gäßchen, kurzum, ein wertvolles unb sehr fesselndes Stuck von Alt-Gießen. Sodann machte der Vortra- genbe burch gute Lichtbiiber mit vortrefflichen Ar­beiten der Gießener Handwerkskunst im Innern von Bauten des Norb-Oft-Viertels bekannt, weiter be­richtete er im Lichtbild über interessante Funde von Urkunden unb Altertümern, die mit dem Nord-Ost- Viertel eng verbunden sind.

9m Anschluß an die Vorführung von etwa sechzig fesselnden Lichtbildern gab der Vortragende eine kurze Betrachtung über die seelischen Beziehungen zwischen den Menschen und ihren Wohnstätten wobei er In seiner Weise auf die unterschiedliche Einstellung der städtischen unb der ländlichen Bevölkerung zu ihren Wohnplätzen hinwies. Eindringlich legte er am Schlüsse seines Dortrage« den Zuhörern ans Herz, sich stets bas Wissen um ihre Stabt angelegen fein zu lassen, ba hieraus dem Bürger ein starker innerer Gewinn erwachse.

Die Zuhörer dankten dem Vortragenden durch leb­haften Beifall für seine wertvollen Darbietungen, die vielen ein bedeutsames unb interessantes Stück ber Gießener Stadtgeschichte entrollt haben. Den Dank der Versammlung faßte der Vorsitzende in herzlichen Worten an den Redner zusammen.

Sronffurf gut erholt.

Frankfurt, 10. März. (WTB. Drahtmel- bung.) Die heutige Börse eröffnete nach dem gestri­gen Rückschlag fast auf der ganzen Linie mit kräf­tiger Erholung. Die infolge des gestrigen Tendenz- Umschwungs gehegten Befürchtungen, baß bas Publium mit Verkäufen erscheinen konnte, haben sich aber nicht bestätigt. Im Gegenteil, es lagen roteber kleine Käufe von guter Seite vor unb u. a. wollte man auch solche aus dem Ausland beobach­tet haben, zumal bie Neuyorker Börse weiter ge­schlossen bleibt, unb bas Ausland sein Gelb in deutschen Werten investiert. Die Kulisse schritt auf Grunb dieser Momente zu Deckungen unb verschie­dentlich zu kleinen Meinungskäufen, so daß bie ersten Notierungen überwiegend Erholungen von durchschnittlich 1 v. H. aufwiesen, während einige Spezialpapiere darüber hinaus bis zu 2,50 v. H. gewannen. Durch weiter schwache Haltung fielen nur Rcichsbankanteile auf, die erneut 5 v. H. ein­büßten. Am Chemiemarkt erhöhten sich IG. Far­ben zunächst um 1,25 v. H. unb später um weitere 1,75 v. H. auf 121,75 v. H. Deutsche Erdöl über­schritten mit plus 2,50 v. H. erneut den Paristand um 1,50 v. H. Scheibeanstalt, Metallgesellschost und Rütgerswerke blieben behauptet. Am Elektromarkt war bie Kursbilbung uneinheitlich. Während Be­tula unb Siemens je 1 v. H., Lohmeyer 2 v. H., AEG. 0,13 v.H. unb Gesfürel 0,40 v. H. anzogen, büßten Licht unb Kraft anfangs 1 v. H. unb Rhei­nische Elektro-Mannheim 2,25 v. H. ein. Don Mon­tanwerten waren Rheinstahl mit plus 2,75 v. H. fest, aber auch Gelsenkirchen, Mannesmann, Phö­nix unb Stahlverein unb Ilse Bergbau gewannen um bis zu 1,25 v. H. Don Kaliaktien waren Salz, detfurth um 1 v. H. erholt. 3m übrigen eröffneten Daimler 0,40 v. H. unb Nordbeutscher Lloyb 0,13 d. H. höher, Holzmann verloren 0,50 v. H., wäh­rend Zement Heidelberg behauptet waren.

Nachdem zunächst meist weitere Besserungen von durchschnittlich 0,5 Prozent eingetreten waren, bei einzelnen Montanwerten auch bis zu 1 Pro­zent und bei Siemens bis 1,75 Prozent, verur­sachte der weitere Rückgang der Rcichsbank^ anteile um 3 Prozent auf 133 etwas Unsicher^ ßeit unb löste bei der Kulisse kleine Realisations­neigung aus, so daß gegenüber den Höchstkursen Abschlpächungen von 0,5 bis 1 Prozent eintraten. Der Llmsatz schrumpfte stark zusammen.

Am Rentenmarkt lagen festverzinsliche Werte, wie Gold- und Liquidationspfandbriefe. Kommunalobligationen, Staats- und Stadtanlei- hen kaum verändert. Das Geschäft war klein. Bon Jndustrieobligationen zogen Stahlverein 0,5 Prozent an, während Mittelstahlbonds 0,6 Pro­zent verloren. Deutsche Anleihen, sowie späte Reichsschuldbuchforderungen waren anfangs von 0,5 bis 0,75 Prozent erholt, später bröckelten sie aber von 0,25 bis 0,75 Prozent ab. Don fremden Werten tendierten rumänische Anleihen etwas höher. Tagesgeld war zu 3,75 Prozent unver­ändert leicht.______

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Schuldendienst zu regeln. Der Gouverneur der Bank von England, M Norman, erklärte darauf dem argentinischen Botschafter in Lon­don, Dr. Malbran, daß Argentinien der Welt mit seiner wirtschaftlichen Haltung in der schwie­rigen Lage, in der es sich befinde, ein glänzendes Beispiel gegeben habe und daß er der Tätigkeit des Finan^ministers Hueyo bie größte Sympathie entgegenbringe. Etimmungsgemäß hat die Be­rufung Sir Otto Niemeyers nach Buenos Aires in England einen vortrefflichen Eindruck gemacht und trägt dazu bei, die britisch-argentinischen Wirtschaftsbeziehungen zu heben.

Durch eine Ordnung des argentinischen Finanz­wesens und durch eine Neuordnung der Währungs­fragen würden auch biebeutfchen Handels- kreise gewinnen, trenn sie, was den Waren­austausch mit dem Reich anbetrifft, nicht durch bas Gespenst bes Zollkrieges bedroht wären. Manche '

Die Tausch-Bedingungen der bisherigen Bromsilberbilder-Serie werden morgen veröffentlicht.

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