Ausgabe 
8.12.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

** fc

? 18:1.

H°st de-

Negers

UJ. JO Uhr w

43, M 5iys kosteten-. ^28 Schosr 17 lWauf: Kälber >h'g.

'tfei*.

W .parkten \*T ieif ausverka^ 'bvrie.

;£

A hoser U5 ,A?b's 29,65, '-25 bis 28,15 JU Roggen, ?Aklcie 10,85 ((Betreibe

'iehmaru.

sstrasen für

Der Ttrassenat ite dieser Tage Segen 16 Som- 3ei Kommunisten redens gegen Hochverrate- 1933 wurden auf äufer Weg M. tßift unb «chuß- waren von den gegen den sZa- bei Gesmnungs- ie gelegt worden, i aus Üder-Rain- teinbmh, in dem man an der Der-

is gearbeitet, und röglichen Massen, sw. dazu gekom- den Lprengsto's m Winter CtöSe rfannte in d n Ronrab ÜB ei' Ufa, und >( ii« der Anu Hochverrat und tossaesetz zu se in Zuchthaus ner früher gegen nig erhält wesen usslrase von tonaten. Men hremechte auf die nnt. Zu einem n Zuchthaus del und Ernst >t, sowie August ihr und sechs Mhöus fiun- udjtbaus bet n Beihilfe zur ,um Verbrechen nie ein W qnis Molaus tmann iomie ihilie zu HD ebene gegen das ite erhallen eben- ie sechs, acht inis und 3wei ^freiaefprochen. mt 35-/2 llahre lis beantragt.

16 s» >r

55 ,l< 63 55 3t

36 56 36

22,12 Ü ä o.ey s 12.46

46.15 12-445

3,053

169,12

68 67

61.0

70.11

13.68

o.ti

»S 60# 13-65 ltz i

f

6.044 48.« 12.425

3,047

61.« SS« 10.« 13.« MB 2.637 58.50

22.08 16.40 81.12 35.«

IIJ2 Ü 12-4«

i(iutia_^__

Nr. 288 Srftes Blatt

183. Jahrgang

greitag, 8. Dezember 1953

Lricheln, tägltd), autzei Sonntags und Fetenag» Beilagen; Dte 3llu|triert» (Lietzener Familienblätter Heimat'm Bild Die Scholl» monats-Bciugsprets:

Mtt 4Beilagen NM 1.95 Ohne 3Duttnertf . I 80 Iustellgebvhi --25 Auch bet Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

Hernsprechanschtiike unter Sammelnummer 2251. Anlchrift für Drahtnach­richten Anzeiger Siesten.

poflfdiedtonto: jfronffnrt am Biain 11686.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vntS und Verlag: vrühl'sche Universttül§-Vuch- und Zleindruckerei N. Lange in Gießen. §chrift!eltrmg und Geschäftsstelle: §chulstraße 7.

annagme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20 , mehr.

Chefredakteur

Dt. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyr>ot2 für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und filr den An­zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in (Siegen.

Die GA als Trager des neuen Staats.

GiabschefRöhm klärt dieDertreter desAuslands über den wahren Ginn undZweck der GA auf.

einen Zusammenschluß der Vereine zu .Mitteilungs­zwecken' werde ich erlassen. Ich habe Veranlassung, auf die Verfügung der Obersten SA.-Führung über »Vereinsmeierei besonders hinzuweisen.

Der Oberstlandesführer (gez.) R e i n h a r d."

Oie Deutsche Arbeitet ront übernimmt

baut sich der Dienst in der SA. aus absoluter

anderen Nationen die

attische Gleichbe

Angehörigen der SA. und SS. zu Arbeiter­organisationen nichts mehr im Wege steht.

Eine Bekanntmachung des Oberst- landeSführers der SA Reserve II.

Berlin, 7. Dez. (CNB.) Wie die NSK. meldet, gibt der Oberstlandesführer der SA.-Reserve II bekannt:

Aus mir zugegangenen Nachrichten ersehe ich, daß von gewissen Organisationen Vereine und Verbände ehemaliger Heeresangehö- r i g e r unter Androhung der Auflösung der Ver­eine oder unter anderem Zwang zum Anschluß aufgefordert wurden. Ein Anschluß an solche Organisationen, der von den Vereinen nicht frei­willig gewünscht wird, hat in Zukunft nicht mehr stattzusinden. Weitere Anordnungen über

Paris, 8. Dez (CNB. Funkspruch.) Die franzö­sische Presse ist sich heute darüber einig, daß eine sehr aktive und wichtige Phase der in­ternationalen Verhandlungen eingesetzt hat, bietet aber hinsichtlich des Zieles dieser Ver­handlungen das Bild größter Zerfahrenheit. Die offizielle französische Politik, die nichts anderes als die alte Linie Paul-Boncour ist, wird in einer Havas - Auslassung noch einmal aus­führlich dargestellt. Die französische Regierung, so heißt es darin, habe die befreundeten Regierungen, d. h. die östlichen Verbündeten, über das Ergebnis der ersten deutsch-französischen Fühlung­nahme informiert. Zu dem gleichen Zweck habe sich der englische Botschafter in Paris nach London begeben. Die franzö­sische Regierung werde abwarten, dis sie den Stand­punkt der anderen Regierungen keime, um dann nach Beendigung der Finanzdebatte, in einem Mi­nisterrat ihre endgültige Haltung festzulegen. Im Zusammenhang mit dieser diskreten Methode der ständigen Informierung und Befragung der be­freundeten Mächte werde auch die Zusammenkunft zwischen dem französischen Außenminister Paul- Boncour und dem tschechoslowakischen Außen­minister Dr. B e n e s ch am 14. Dezember statt­finden.

Die Haltung. Deutschlands, Italiens und Ruß­lands gegenüber dem Völkerbund feien wenig dazu angetan, diesen zu festigen. Frankreich, das dem Völkerbund treu bleibe, habe eine 23er-

alle Verpflichtungen.

Berlin, 7. Dez. (CNB.) Der Führer der Deut­schen Arbeitsfront Dr. Ley gibt bekannt:

Bei der notwendigen Umorganisation innerhalb der Deutschen Arbeitsfront übernimmt selbstver­ständlich die Deutsche Arbeitsfront alle Ver­pflichtungen der Verbände Die durch die Mitgliedschaft bei den Verbänden erwor­benen Rechte bleiben also auch weiterhin garantiert. Die bisher bei den Verbänden be­schäftigten Ange st eilten werden ebenso von der Deutschen Arbeitsfront übern om« men. Darüber hinaus wird die Deutsche Arbeits- front zur Durchführung ihrer neuen großen Auf­gaben noch mehr Kräfte zur Mitarbeit heranziehen bzw. e i n st e l l e n müssen.

mittler- und Schiedsrichterrolle zu spielen. Es müsse versuchen, die Mächte um den Völkerbund zu sammeln, um ihm seine große Rolle in der europäischen Politik wieder zu geben. Paul-Boncour und Benesch würden des­halb die Mittel zur Herbeiführung dieser internatio­nalen Neugruppierung prüfen und sich mit der Frage beschäftigen, welche Vervollkomm­nung innerhalb des Völkerbundes und welche neuen internationalen Methoden notwendig seien. Paul-Boncour werde, sobald es die Umstände ihm gestatten, die Besuche der osteuropäischen Außenminister in den betreffenden Hauptstädten erwidern.

Während sich Paul-Boncour in dieser Weise, nicht zuletzt aus innerpolitischen Gründen hinter den Völkerbund und Bündnisverträgen verschanzt, wen­den sich verschiedene Blätter auch heute gegen die Völkerbundstreue Paul-Bvncours.F i g a r o" er­klärt, praktisch wisse jeder, daß der Völkerbund die Verträge nicht aufrechterhalten könne, weil er nicht die Macht dazu habe. Welchen Wert habe ein internationaler Organismus, wenn Ame­rika, Japan, Rußland, Deutschland und vielleicht morgen auch Italien ihm nicht angehören. AuchR e rn p a r t" stellt fest, daß der Völker­bund tot sei und meint, eine französische Regie­gierung, die dieses Namens würdig märe, müßte sich heute damit beschäftigen, wenigstens die Bünd­nisse Frankreichs zu retten.

zösischer Besprechungen eine Einheitsfront herzustellen, in die man außer England vor allem die Kleine Entente und Polen einbe- ziehen möchte. Diese Absicht geht nicht nur aus den letzten Erklärungen des Vorsitzenden des Auswär­tigen Ausschusses der Kammer, Herriot, hervor, son­dern auch aus der Tatsache, daß der Besuch des tschechoslowakischen Außenministers Benesch in Paris auf ausdrücklichen Wunsch der französischen Regierung hin erfolgt.

Englands Sorgenm dieLustwaffe

London, 7. Dez. (WTB.) Im Oberhaus fragte Lord Allen von der Nationalen Arbeiterpartei die Regierung, ob sie nicht eine Erklärung über die Abrüstung auf dem Gebiet der Militär- und Zivilluftfahrt, sowie vor allem über die Möglichkeiten abgeben würde, durch die Deutsch­land unter Berücksichtigung der Sicherheit der

paiil-Zomoiir such! die alte pMche Lime zu retten

Lord Tyrrells Besuch in London.Benesch kommt nach Paris.

r e d) t i g u n g gewährt werden könne. Deutsch­lands Ersuchen um Gleichberechtigung sei durchaus aufrichtig gemeint. Die einzige Gefahr, die ent« steyen könne, sobald man Deutschland die völlige Gleichheit gewähre, sei auf dem Gebiet der Luft­fahrt zu suchen. Man könne Deutschland ebenso­wenig daran hindern, auszurüsten, wie man es ver­anlassen könne, Reparationszahlungen zu leisten. Aber man könne doch schließlich jedwede Gefahr, die in der Gewährung der Gleichberechtigung liege, dadurch verringern, daß die Luftflotten aller Staaten einschließlich Deutschlands der Kon­trolle einer internationalen Organi­sation unterworfen würden. Lord Allen be­gründete seine Forderung damit, daß London inner­halb 48 Stunden von der Luft aus tödlich getroffe- werden könne. Es sei kein Trost, daß England Glas­seide an anderer Stelle tun könne. Lorb/.-' Allen forderte daher die englische Regierung auf,/ sich er­neut für die vollständige Abschaffung der Militär- und M a r i n e 1 u s/t f a h r k nach den Richtlinien des englischen Konversttionsent- wurf^ einzusetzen. Wenn die Zivilluftfahrt weiterhin in den Händen der einzelnen Staaten bleibe, bann könnten die Verkehrsflugzeuge, auch wenn sie noch so sorgfältig kontrolliert würden, innerhalb weniger Stunden in Bvmbei stflug « zeuge verwandelt werden. Die zivile Lüst­

ernen Vortragsabend, auf dem der Stabschef der SA. Reichsminister Ernst Röhm einen Vor­trag hielt überWesen und Aufgaben der S A." Man bemerkte unter den Anwesenden u. a. ,bie Vertreter fast aller europäischen Mächte, ferner die diplomatischen Vertreter zahlreicher übersee­ischer Staaten. Die ausländische Presse war der Einladung sehr zahlreich gefolgt. Stabschef Röhm führte u. a. aus:

Der Nationalsozialismus ist eine neue Weltan­schauung. Er wird künftig in einer durch Blut und Boden, durch Art und Nationalcharakter der verschiedenen Völker bedingten Form die p v l i- rische Weltanschauung schlechthin auf der ganzen Erde fein. Die Wurzeln des National­sozialismus liegen in den Schützengräben des Welt­kriegs. Die beiden Staatenlenker und Führer ihrer Völker, die aus dem soldatischen Denken des Schützengraben heraus eine vollkommene Wand­lung im Denken und Fühlen ihrer Volksgenossen herbeigeführt haben ich meine Adolf Hitler und Benito Mussolini haben als Frontsoldaten vor­derster Linie durch Tapferkeit und Hergabe ihres Blutes bewiesen, daß sie den Folgerungen des Krieges nicht unmännlich aus dem Weg gingen.

Der Soldat, der in Ehren siegt oder unterliegt, weih, daß eine Feindschaft nicht ewig währen kann. Wer sich in Ehren geschlagen hat, kann sich auch wieder in Ehren vertragen. Unehrenhaft, unmännlich, unsoldatisch war es, wie der Weltkrieg beendet wurde. Der soge­nannteJriebensoert*rag von Ver­sailles mit seinen entwürdigenden und un­erfüllbaren Bedingungen war nichts anderes als eine Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, als eine Verewigung des Haffes. Nicht die Soldaten, die sich im Krieg gegenüberlagen, haben diesen Vertrag gemacht, wieder waren und sind es b i e f ei­ben ft r ä f t e , bie bie Menschheit in bleuen

Krieg hineingeheht haben.

Seitdem der Nationalsozialismus uas deutsche Volk von seiner inneren Parteizerissenheit befreit hat, erleben wir eine neue Welle des Hasses gegen das junge Deutschland Adolf Hitlers. Und wir erkennen auch hier mit aller Deut­lichkeit wieder die Kräfte, die ganz gewiß nicht bereit find, mit der Waffe für das einzutreten, was sie anzetteln. Die Emigranten, die nicht der Nationalsozialismus, sondern das eigene schlechte Gewissen außer Landes getrieben hat, hetzen und schüren gegen Deutschland. Und leider gibt sich eine Presse, die im Fahrwasser von Interessen schwimmt, deren Geschäft der Krieg ist, dazu her, diesem völkervergiftenden Treiben ihre Spalten zu öffnen. In diesen Pamphleten v"rantwortungs-, ge­wissen- und vaterlandsloser Gesellen kehrt eine Lüge immer wieder: Die politischen Kampf- Organisationen des nationalsozialistischen Deutschlands trügen militärischen Charak - t e r und könnten dadurch zu einer Bedrohung des Friedens der Welt werden. Als verantwortlicher Stabschef der gesamten deutschen SA. wende ich mich im Hinblick auf die Tatsache, daß wir nichts zu verheimlichen haben und daß das neue Deutschland auch heute noch bereit ist, wenn die übrigen Staaten das Gleiche tun, bis zum letzten Maschinengewehr abzurüsten, an die Weltöffentlichkeit, um darzulegen, was es mit diesen Einheiten auf sich hat.

Die SA. läßt sich mit keinem Heer, mit keiner Miliz, mit keinem sonstigen heeressystem der Welt vergleichen. Denn sie ist keines von Ihnen. Allen genannten Heeren eignet der Be­griff der bewaffneten Macht. Das ge­rade aber ist nach dem ausgesprochenen Willen Adolf Hitlers die SA. nicht. 3m Gegenteil, hat er in allen Proklamationen, die sich auf das Verhältnis zwischen Reichswehr und SA. be­ziehen, ganz scharf und eindeutig die Tren­nungslinie gezogen: Die Reichswehr ist der alleinige Waffenträger des Reichs die SA. ist der Willens- und 3deenträger der nationalsozialistischen deutschen Revolution! Der Reichswehr obliegt die Vertei­digung der Grenzen und der Schuh der Inter­essen des Reichs dem A' ilanb gegenüber, der SA. Ist zur Aufgabe gefetzt, den neuen deutschen Staat geistig und willensmäßig auf der Grundlage des nationalsozialistischen Ideenguts zu formen und den deutschen Menschen zu einem lebendigen Glied dieses nationalsozialistischen Staats zu erziehen. Zwischen der Reichswehr und der SA. bestehen keinerlei Bindungen. So war auch das Reichsheer bei der national­sozialistischen Revolution gänzlich unbeteiligt ein Vorgang, der in der Geschichte der Revolu­tionen wohl beispiellos dastehl.

Die SA. wirb trotz ihrer zahlenmäßigen Stärke von rund 2-/- Millionen Männern nicht wie es bei allen zu irgendeinem Heeressystem gehörenden Formationen unserer Nachbarstaaten der Fall ist in Kasernen konzentriert und nicht gemeinsam ver­pflegt. Sie wirb nicht besolbet und erhält ihre

Freiwilligkeit auf. Der.-Mann geht seinem bürgerlichen Beruf nach unb widmet nur seine Freizeit, also die Abend- unb Nachtstunden, dem SA.-Dienst. Die SA. entstand als ein Schutz- unb Kampfmittel gegen den innerpolitischen Geg­ner, den Kommunismus und Marxismus. Der SA.-Mann ist der Bekenner der nationalsozialisti­schen Weltanschauung und ihr Sendbote, der das geistige Gut des Nationalsozialismus bis in die entlegenste Hütte, bis zum letzten Volksgenossen trägt. Wenn im Ausland mit Vorliebe auf den militärischen Drill dieser Verbände hingewiesen wird, so muß ich mit allem Nachdruck betonen, daß dieser Drill nicht etwa Erziehungszweck, sondern E r - ziehungsmittel ist. Große Massen, vor allem Träger einer revolutionären Weltanschauung, las­sen sich nicht ohne st r a f f st e Zucht und strengste Ordnung, ohne bedingungslose Autorität der Führer und Disziplin der Gefolgschaft Zusammenhalten. Glauben Sie, daß die deutsche Re­volution sich so unblutig durchgesetzt hätte, wenn nicht diese eiserne Disziplin alle Kämpfer beseelt hätte?

Bisher schon hat nur einzig und allein dank der Tatsache, daß die SA. im Herzen Europas mit bewußt antibolschewisiischer Zielrichtung seit lan­gen Jahren als Schuhwall vor der Ruhe und Ordnung der Welt stand, der Bolschewismus sich nicht auch der westeuropäischen Länder be­mächtigen können. Deshalb hat dasAusland alles eigene Interesse daran, die Ord­nung und Disziplin im deutschen Volk sich festi­gen zu sehen. Die Wett sollte dafür dankbar fein, anstatt, wie es leider geschieht, unter Verdrehung der Tatsachen die SA. als eine Bedrohung des Friedens hinzusiellen.

Auch die einheitliche Kleidung wird immer wieder zum Vorwand genommen, der Welt das Bild eines kriegsbereiten unb kriegsgewillten Deutschlands vor Augen zu führen. Dabei ist bas Braunhemd nach Material unb Schnitt als Felb- uniform völlig ungeeignet. Im übrigen habe ich bisher nicht gehört, daß irgenb jemanb an der Uniformierung der zahlreichen männlichen unb weiblichen Verbände unserer Nachbarstaa­ten Anstoß genommen gatte. Dabei ist heute fast die gesamte Jugend in England, Frankreich, Ita­lien in den Vereinigten Staaten, in Polen unb in Rußlanb nicht nur mit Uniformen beleihet, die denen der entsprechenden Armeen in Schnitt unb Farbe ähneln, sondern sie wirb sogar von aktiven unb Reserve-Heeresangehörigen ganz offen m i t b e r Waffe für ben Kriegsdienst ausgebildet.

Deutschland Ist sich der Ungunst seiner mifitär- geographlschen Lage bewußt und hat deshalb das größte Interesse an der Auf­rechterhaltung eines ehrlichenFrie- b e n s. Die deutschen Jndustriereviere liegen fast sämtlich in der Reichweite der Geschähe un­terer Rachbarn. Den tausenden und abertausen­den Kriegsflugzeugen der uns umgebenden Staaten hat Deutschland nichteineinziges entgegenzufehen. Unbewaffnete und im Waffen­gebrauch nicht dauernd geübte Manner kann man nicht über Rächt zu furchterregenden und die Sicherheit der Welt bedrohenden Soldaten machen lediglich dadurch, daß man ihnen Waffen in die Hand gibt.

Einige ganz Schlaue haben inzwischen auch her- ausgefunden, daß meine Ernennung zum Reichs- mimfter unb bamit bie Eingliederung ber 6 21. in ben Staat eine höchst verbächtige Maß­nahme bes neuen Deutschlanbs ist. Der Totalitäts­anspruch bes nationalsozialistischen Staats wäre ein Wiberspruch in sich, wollte ber Staat bie Partei als Trägerin ber Jbee, bie ben Staat trägt, außer­halb stehen lassen. In verstärktem Maße gilt bas ür bie SA., bie ibeenmäßig, organisatorisch unb kämpferisch ber stärkste Kraftausbruck bes Nationalsozialismus -überhaupt ist Nun hat sie Abvif Hitler in ben Staat einge­baut. Damit ist bie SA. nicht nur Trager ber Macht, fonbern auch Träger ber Verantwortung bes nationalsozialistischen, ihres Staates geworben. Der nationalsozialistische Staat ist endgültig, un­widerruflich bamit müssen sich seine Fembe brinnen unb braußen abfinben. Denn der Staat i ft bas 23 o I f, unb bas Volk ist ber Staat!

Oer Erlaß des Stabschefs- über politische Klubs.

Berlin, 7. Dez. (TU.) Auf verschiebene An­fragen über bie Auswirkungen bes von Stabschef Röhm ausgegebenen Erlasses über bie politi­schen Klubs wirb oon maßgebenber Seite er» roibert, baß biefer Erlaß so klar unb eindeutig sei, daß jeder SA.-Mann ihn verstehen könne. Grund­sätzlich seien mit bem Erlaß nur bie politi­schen Klubs gemeint unb zwar sowohl bie nationalsozialistischen Klubs, bie sich Sonberinter- essen widmeten, als auch bie anberen politischen Klubs. Nicht betroffen wirb bie Zugehörigkeit zu Sport- unb anberen unpolitischen O r - ganifationen.

Der Stabschef ber SA. hat weiter eine Ver­fügung erlassen, nach ber ber Zugehörigkeit von

Frankreich wünscht neue englische Garantien für die Ostgrenze.

Paris, 8. Dez. (WTB. Funkspruch.) In einer ßonboner Melbung besMatin" wirb erklärt, daß das englische Kabinett alles tun werde, was von ihm abhänge, um ben Erfolg zweiseitiger Verhand­lungen zu gewährleisten. London habe zu verstehen gegeben, daß ber englische Botschafter Lorb Tyrrell nach seiner Rückkehr nach Paris sich zu versichern wünsche, daß ber französische Außenminister auch in ber Sage sei, im Namen Frankreichs z u sprechen. Damit nämlich parallele Verhanb- langen eine wirkliche Aussicht auf Erfolg häi.en, bürste wenigstens bis vor Enbe dieses Jah­res keine Ministerkrise mehr in Frank­reich eintreten.

Motin" fügt hinzu, nach der Unterredung bes beutschen Reichskanzlers mit bem französischen Bot­schafter in Berlin habe bie französische Regierung aus bem Bericht ihres Botschafters die Fragen he r a u s g e st e 111, bie im eigentlichen Sinne deutsch-französische seien. Sie habe das, was sich auf europäische Probleme bezogen habe, ihren Verbündeten mitgeteilt. Lord Tyrrell habe das englische Kabinett davon unterrichtet. Er werbe nach seiner Rückkehr über ben englischen Standpunkt Aufklärungen geben. Die Un­terredung bes Reichskanzlers mit Francois Poncet werbe aufs neue in einem Kabinettsrat nach Be- enbigung ber Finanzbebatte erörtert werben.

Der halbamtlicheT emp s" betont, baß gewisse Erklärungen englischer Persönlichkeiten zumindest auf ein Mißverständnis fjinbeuteten, das zwi­schen London und Paris über ben Charakter unb bie Tragweite ber am 14. Oktober erzielten grunbsätzlichen Verständigung zwischen Frank­reich, England unb Amerika in ber Abrüstungsfrage bestehe. Es habe ben Anschein, -als ob (England sich durch dieses Abkommen nichtmehrgebun- b e n fühle, währenb Frankreich daran festhalte. Der Temps" wirft die Frage auf, ob England bereit fein würde, neue Verpflichtungen, hinsicht­lich ber Sicherung ber französischen Ostgrenzen zu übernehmen, wenn Frankreich sich bazu bereit er­klären sollte, Deutschlanb gewisse Zugestänb' n i ff e in ber Rüstungsfrage zu machen. Die Lösung ber Organisierung des Friedens hänge davon ab, wie weit England Verpflichtungen übernehmen wolle.

Der Wunsch ber srauzösischen Negierung ist offen­bar ber, vor ber offiziellen Einleitung deutsch-sran-

Berlin, 7. Dez. (WTB.) Das Außenpolitische I Dienstbekleidung nicht geliefert. Heute wie früher Amt ber NSDAP, veranstaltete im Hotel Adlon ***£ r:j