Ausgabe 
8.12.1933 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

OerAufbau-esReichsnährstan-es

Das Gesetz über den Aufbau des Reichsnähr­standes ist durch den hessischen Staatsminiftrr Jung am 30. November 1933 ergangen und unter dem 1. Dezember von Herrn Reichsstatt' Halter in Hessen, Sprenger, ausgesertiot und verkündet worden. Sinn und Zweck des Gesetzes besagen:

Durch das Reichsgesetz vom 13. September 1933 hot der Herr Reichsminister frü Ernährung und Landwirtschaft die Ermächtigung erhallen, über den Aufbau des Standes der deutschen Landwirtschaft (Reichsnährstand) eine vorläufige Regelung zu treffen. Auf Grund dieser Ermächtigung in § 10 des genannten Gesetzes hat der Herr Reichsernäh- rungsminister die bisher auf der Grundlage der freien Selbstverwaltung getroffenen Einrichtungen bestätigt und insbesondere verfugt, daß in den üoer das ganze Reich einzurichtenden Bauernschaften Hauptabteilungen }u gründen sind, von denen die Hauptabteilung II die Belange der bisherigen Land- Wirtschaftskammern wahrzunehmen haben. Durch Anordnung vom 26. September 1933 wurden dar­aufhin auch die entsprechenden Anordnungen hin- sichtlich der Landesbauernschaft Hessen getroffen, die die bisherigen Gebietsteile des Volksstaats Hessen und des preußischen Regierungsbezirks Wies­baden umfaßt.

Durch diese Anordnungen ist die Bauernkammer für den Volksstaat Hessen der Hauptabteilung II der Landesbauernschaft unterstellt und in deren Verwaltung eingegliedert worden.

Durch die daraufhin stattgefundenen weiteren Verhandlungen wurde die Vereinbarung getroffen, daß die gemeinschaftliche Interessenvertretung der Bauernschaft des Dolksstaates Hessen und des Regierungsbezirks Wiesbaden noch Frankfurt zu- sammengeleat werden sollen, weshalb auch nun­mehr der Ueberzug der Hessischen Bauernkammer von Darmstadt nach Frankfurt sich als notwendige Folge dieser Anordnungen ergibt. Da die Bauern­kammer für den Lolksstaat Hessen eine durch ein hessisches Gesetz eingerichtete berufsständische Ver­tretung der Landwirtschaft darstellt, deren Sitz nach dem Bauernkammergesetz in Darmstadt ist, war der Bauernkammer gesetzlich die Ermächtigung zu er­teilen, die sich aus der veränderten Rechtslage, die durch das Reichsgesetz vom 13. September 1933 veranlaßt ist, ergebenden Beschlüsse zu fassen. Diese Ermächtigung war unter dem Vorbehalt zu er­teilen, daß die sich aus dem Bauernkammergesetz für die berufsständische Vertretung begründeten Rechte und Pflichten zu wahren sind, wobei ins­besondere auch an die Rechte der Beamten und Angestellten sowie der Pensionäre und der Hinter­bliebenen von Beamten zu denken ist.

Nachdem die Eingliederung der Bauernkammer in die Hauptabteilung II der Landesbauernschaft vollzogen sein wird, wird diese durch das Reichs- aesetz begründete Stelle in Zukunft auch als die verufsständifche Vertretung der Bauern des Dolks- ftaates.Hessen anzuerkennen sein.

Oer Sternhimmel im Dezember.

Nachdruck verboten!

Sonnenaufgang von 7.50 bis 8.10 Uhr, Sonnen» Untergang von 15.50 bis 15.55 Uhr. Lichlgestalten des Mondes: Vollmond am 2. um 3 Uhr, letztes Viertel am 10. um 7 Uhr, erstes Viertel am 23. um 21 Uhr, Vollmond am 31. um 22 Uhr.

In diesem Monat meint es die Muse Urania gut mit uns: denn außer den beiden Vollmonden läßt sie auch noch sämtliche Wandelsterne sichtbar werden Besonders bemerkenswert sind die beiden

Merkur also ist Morgenstern: er entfernt sich vor­läufig noch bis zum 6. von der Sonne, und bis zum gleichen Tag nimmt die.Dauer feiner Sicht­barkeit zu: sie beträgt schließlich, allerdings auch nur rein rechnungsmäßig, fast eine Stunde. Er verschwindet bann freilich sehr schnell. Auch der Jupiter ist, namentlich gegen das Monatsende, ein sehr eindrucksvoller Stern des Morgenhimmels, roährenb der Saturn und der Mars minder ein­drucksvoll am Abendhimmel stehen.

»STABEN

*5

2

1'

Mertw

'0 Venus

Mar3

($)Jupiter ^^Safurn

«o <*, Sc

fv?

hu

r 00

L»

%

tes

Mond:

Viertel

(§) Vollmond d letztes Viertel

STemei Kiene BucA- V staben

Der die 24 Stundenzahlen von Miner nacht bis Mitternacht eines Tages ent hallende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monats mitte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo- natsmitte. Will man zu einer anderen Stande beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo- natsmitte ist der gerade Pfeil Sfr Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats­mitte V> Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht­gestalt zeigt.

inneren Wandler, der Merkur und die Venus. Der Merkur erstrahlt als Morgen-, die Venus als Abcndstern Auch sonst zeigen die beiden entgegen­gesetztes Verhalten. Die Venus hatte, von der Erde aus gesehen, ihren größten Sonnenabstand schon im Vormonat: sie nähert sich also jetzt schon wieder der Sonne; aber weil sie, nach Ueberwindung des Tiefpunktes des Tierkreises, schon wieder in höhere leile steigt, während ja die Sonne noch immer weiter absinkt,^so nimmt die Dauer ihrer Sichtbar­keit zu; die Sichtbarkeit ist zu Ende des Jahres am größten und beträgt bann etwa drei Stunden. Zudem ist die Zeit ihres höchsten Glanzes, wozu allerdings zu sagen ist, daß man dafür immer rein rechnungsmäßig 36 Tage vor der sogenannten unteren Konjunktur" nimmt, wo sie in der Rich- tunq der Sonne steht: der tatsächliche Glanz der Venus hangt natürlich von mancherlei Umständen ab, dem Zustand der Lust, der Dunkelheit usw. Der

Vergessen wir aber auch den Fixsternhimmel nicht! Er bringt uns die volle Ausbildung des Winterhimmels, und vor allem der Orion zeigt sich in voller Schönheit. Er steht namentlich um Mitter­nacht so hoch, daß auch der Sirius in der Ver­längerung seines Gürtels einen hohen Stand hat; so kommen neben diesem an Helligkeit Überragen­den Stern auch die schwächeren Sterne seines Sternbildes zur Geltung. Der Orion wird wegen feiner Schönheit immer besondere Aufmerksamkeit beanspruchen, außerdem auch wohl deshalb, weil seine beiden hellsten Sterne, Beteigeuze und Rigel, so stark von einander verschieden sind: denn Rigel, derFußstern", ist einer der heißesten, Beteigeuze, derSchulterstern", einer der kühlsten Sterne des Himmels. Der Orionnebel, etwas unter dem Gürtel, ist Im Gegensatz zu dem gleichfalls gut sichtbaren Andromedanebel ein wirklicher Nebel, während der Andromedanebel eine Sternwelt ist.

Gießener Gerichiösaal

Große Strafkammer Gießen.

Wegen schweren Einbruchs bzw. Hehlerei erhielten dis Bruder H. und K. R. aus Lollar drei Monate bzw ein Monat Gefängnis. Die gestrige Berufungs- Verhandlung stellte folgenden Sachverhalt fest: Die Angeklagten sprachen in der Nacht zum 6. Juni dieses Jahres in Lollar tüchtig dem Anlkohol zu. Gegen 2.30 Uhr faßten sie den Entschluß, einen ?^'?tcr^Qn9 äu machen, und sie gelangten gegen 5 Uhr vor verschlossenen Türen auf der Baden- bürg an. Dort stieg H. R. in ein Schankhäuschen und entwendete einige Flaschen Likör und Wein. Die Hälfte des Diebesgutes gab der An- geklagte feinem Bruder K R. Nachdem der Staats- anwalt kostenpflichtige Verwerfung der Berufung beantragt hatte, kam das Gericht zu folgendem Urteil: Unter Annahme mildernder Umstände wird beiden Angeklagten für die Gefängnisstrafen der Vorinstanz bedingter Strafaufschub gewährt Außer­dem hat H. R. 50 Mark, ü R. 40 Mark Buße 3u zahlen Schließlich wurde den Angeklagten auf- gegeben, Innerhalb von drei Monaten den ent- ftanbenen Schaden zu ersetzen.

Wegen Falschbeurkundung bzw. Beihilfe dazu hatten sich der Landwirt und Wiegemeister Georg Wolf II und der Metzger Friedrich M o m b e r - g e r aus Nieder-Erlenbach zu verantworten. Morn- berger lieh unzulässigerweise zwei Schweine zu- summen adwiegen. Es wurde eine Wiegekarte her­über ausgestellt. Als der zuständige Gemeinde- rechner das als unzuläfstg zurückwies, gab der Angeklagte Momderger auf einem Zettel für jedes Schwein ein beliebiges Gewicht an. schickte den Zettel zu dem Angeklagten Wol'. der bann offiziell oieses Gewicht beurkundete. Wolf gab in der qtftri- gen Hauptverhanblung an, die Beurkundung in der Eile vorgenommen zu haben. Momderger dachte

mit seiner Handlung die fällige Schlachtsteuer zu hinterziehen. Der Vertreter der Anklage beantragte gegen die beiden Angeklagten je drei Monate Ge­fängnis. Das Gericht erkannte gegen Wolf auf Zwei Monate, gegen Momderger auf drei Monate Gefängnis. Außerdem tragen die Ange­klagten die Kosten des Verfahrens.

Wegen desselben Delikts hatte sich das Gericht mit dem Wiegemeister Wilhelm Decher, dem Albert M o t h e l i u s , dem Johannes Schuldt, der Ehefrau Margarethe D a u ch , der Witwe Mar­garethe Dauch und dem Landwirt Wilhelm Rausch aus Staden zu beschäftigen. Decher hatte, ebenfalls in feiner Eigenschaft als Wiege­meister, das Gewicht verwogener Schweine falsch beurkundet in her Absicht, anderen Personen den obengenannten Mitangeklagten einen Der- mögensoorteil zu verschaffen. Die anderen Ange­klagten sollten Decher dazu veranlaßt haben. Dieser Fall lag insofern schwerer, als Decher genau wußte, welcher strafbaren Handlungen es waren -sieben Folle er sich schuldig machte. Das Gericht er­kannte gegen ihn auf ein Jahr Zuchthaus. Die übrigen Angeklagten wurden freigefpro- «ten, da sich bas Gericht der Aulfalfung des -Staatsanwalts, daß sie Decher angeftiftet haben, nicht anschloß

Schöffengericht Gießen

Unter Ausschluß der Oefsentlichkeit verhandelte bas Gericht gegen einen jungen Mann und ein junges Mädchen aus Billertshausen wegen Verbre- chen im Sinne des Paragraphen 218 RStGB. Der Staatsanwalt beantragte jwficn das Mädchen als die Verführte einen Monat Gefängnis, gegen den jun- gen Mann, der die ganze Sach.- in bie Dege leitete, d"' Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte ent- schrechend dem Antrag des Staatsanwalts. Es er­

ging außerdem Beschluß, in dem dem Mädchen be- dingter Strafaufschub gewährt wird. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Die beiden Angeklagten tragen die Kosten des Verfahrens.

Der Student der Zahnmedizin Wolfgang E n g e I Hard aus Frankfurt a. M. fuhr in her Nacht zum 30. September d. I. auf der Kreisstraße LieblosBü­dingen mit einem Auto gegen ein in entgegengesetzter Richtung kommendes mit 2 Personen besetztes Mo- torrad. Durch den heftigen Anprall erlitten die beiden Motorradfahrer so erhebliche Verletzungen, daß der Beifahrer, ein Ober-Truppführer, nach Einlieferung ins Krankenhaus verstarb. Die Beweisaufnahme er­gab, daß der Angeklagte trotz dichten Nebels die rechte Straßenseite nidjt einhtelt und so bas Un- glück herbeiführte. Der Staatsanwalt erblickte in dem Verhalten des Angeklagten einen unglaublichen Leichtsinn und beantragte neun Monate Gefängnis.

Das Urteil lautete in Anbetracht besten, daß der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist, an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zehn Wochen auf 500 Reichsmark ® e Ib ft r a f e. Dem 3nge­sagten fallen die Kosten des Verfahrens zur Last. Kleine Strafkammer Gießen.

Der in Reinhardshain wohnhafte W. R. wurde vom Lmtsaericht Grünberg zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt. Anläßlich einer Fahnenweihe in Bers­rod kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf her Angeklagte in vermeintlicher Notwehr einen gänzlich unbewaffneten und unbeteiligten Burschen aus Geilshausen mit einer Schaufel auf den Kopf schlug, so daß er bewußtlos zusammenbrach. Das Gericht wies gestern die Berufung des Angeklag- ten zurück und erhöhte die Strafe auf 5 0 Mark.

Oberheffen.

Licher Deihnachismarkt.

Am kommenden Montag, 11. Dezember, findet in L i ch her altbekannte Weihnachtsmarkt (Schweine- und Krämermarkt) statt. Dieser Markt war bisher aus der näheren und weiteren Um­gebung gut besucht, und er wird auch in diesem Jahre sicherlich wieder die gebührende Beachtung der Einwohnerschaft zahlreicher Orte um Lich finden.

Daneben bietet der Licher Weihnachtsmarkt wie man uns schreibt eine günstige Gelegenheit, in den Licher Geschäften den Weihnachtsbedarf zu decken. Die Licher Geschäftswelt hat sich auch dies­mal wieder eine sorgfältige Ausgestaltung ihrer Lager und eine anziehende Herrichtung der Schau- fenfter angelegen sein lassen. Das kaufende Publi- tum aus ben Orten her Umgegend, das bisher gerne nach Lich kaum und zufriedengeftellt wieder heimkehrte, wird auch diesmal feine Erwartungen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Licher Ge- schäftswelt in vollem Maße erfüllt sehen. Als wirt­schaftlicher Mittelpunkt eines großen Bezirks der nördlichen Wetterau, der zahlreiche Dörfer umfaßt, ist man sich in Lich von jeher feinen Verpflichtungen gegenüber der Konsumentenschaft und gegenüber der Eigenart der Bedürfnisse der Landbevölkerung bewußt gewesen, und man hat daraus die ent­sprechenden Schlußfolgerungen für die Bereitstellung der Warenvorräte gezogen. So hofft man denn auch in Lich, daß bie letzten Wochen vor Weih­nachten sowohl dem Publikum in Stadt und Land, wie auch den Geschäftsinhabern die Erfüllung aller Hoffnungen und Wünsche bringen wird.

Geflüge'zuchi-Ausstellung in <Hioßen-Liriden.

r. Großen-Linden, 6, Dez. Der hiesige K a - ninchen - und G e f l ü g e l z u ch t - D e r « i n Dolkswohl" veranstaltet« vom 1. bis 3. Dezem- ber im Saalbau von Ludwig Faber eine allge­meine Geflügelausstellung unter der Schirmherrschaft von Dr. Waaner, Tierzuchtinsti- tut Gießen, Oberer Hardthof. Als Preisrichter fun- gierten die Herren Hch Jager (Ober-Hörgem) und L. Rouge (Frankfurt a. M.-Niederursel). Die Aus- stelluna war mit 160 Nummern beschickt. Man sah nur erstklassiges Material. Ein besonderer Preis auf Wirtschaftsrastegeflügel, gestiftet von Dr. Wagner (Gießen), wurde dem Züchter Karl Heß (Großen- Linden) auf einen Stamm schwarzer Rheinländer zuerkannt. Die Prämiierung hatte folgendes

Ergebnis:

Stämme:

Schwarze Rheinländer: K. H e ß (Großen-Linden), Ehrenpreis. Zwera-Brahma: H. Ruhl IV. (Garben- teich), 1. Preis. Zwera-Wyandotten, schwarz: Gg. Lutz (Klein-Linden), 2. Preis.

Einzeltiere:

Wijandotten, weiß: Ad. Steul (Bettenhausen), 1. und 2. Preis: Rhodelönder, rot: Karl Schäfer (Sang- Göns), (Zuschlagsehrenpreis): Karl Stoll (Lang. Göns), EP., 1. und 2. Pr.: K. Schäfer (Lang-Göns), 3. Preis. Rheinländer, schwarz: Karl Heß IV. (Gro- ßen-Linden), ZE. und l.Pr.: Ludwig Weigand IV. (Großen-Linden), 1. und 2. Pr.: Karl Heß IV. (Gro- ßen-Linden), 2. Pr. Ludw. Hankel (Großen-Linden), 2. Preis. Silber-Wyandotten: Alfted Jung (Großen- Linden), E. und l.Pr. Italiener, silberhalsig: Wilh. Schlosser (Klein-Linden), EP. und 1. Preis. Jtalie- ner, gestreift: K. Weiß IV. (Watzenborn-Steinberg), 1. Pr. Jtalener, rebhuhnf.: W. Frey (Lang-Göns), Z, EP. und 1. Preis. Sonderschau der Züchter schwarze Italiener: Wilhelm Walter (Großen-Linden), EP.: Friedrich Mack III. (Hochelheim), EP.: Adolf Steul (Bettenhausen), Karl Block (Bettenhausen), 1. Preis. Minorka, schwarz: Otto May (Lang-Göns), 1. Pr.: Altsteirer, wildfarbig: Georg Lutz (Kleinlinden), 1. Preis. Sustex, bunt: Otto May (Lang-Göns), EP. und 1. Preis. Ostfriesische Silbermöoen: Heinrich Größer (Großen-Linden), 1. Preis. Hamburger Gold- brackel: Fr. Klingelhöfer (Klein-Linden), EP. und 1. Preis.

Zwerge:

Drpington, schwarz: Alb. Junker (Großen-Linden), ZP. Langschan, schwarz: Wilh. Walter (Gr.-Linden), EP. und 1. Preis. Rhodelönder: PH. Zimmermann (Großen-Linden), EP. und 1. Preis Wyandotten, schwarz: Iah. Dietz (Großen-Linden), ZP.: Otto Rau (Großen-Linden), 1. und 2. Pr, Willi Zahrt (Gro- ßen-Linden), 1. Preis Wyandott, gestreift: Ludwig Kreiling (Ließen), 1 Preis. Antwerpener Bart- Zwerge, schwarz: Ludwig Weigand (Großen-Linden), ZP., 1 2, und 3. Preis. Neuengl. Zwergkämpfer, birkenfarbig: Karl Philipp (Steinberg), EP und 1. Preis. Zwergkämpfer, rotscheckig: Heinr Ruhl (Gar­benteich), ZP. und 1. Preis. Altmob. Kämpfer, por- zellanfarbig: Otto Häuser (Steinberg), ZP, 1. unb 2 Preis.

Tauben:

Hess Kröpfer, blau: Wilh. Lich (Londorf), 1. und 2 Preis: bicfelben, fahl: Wilh. Lich (Londorf), EP.: Wilh. Klaum (Großen-Linden), 1. Preis. Altdeutsche Kröpfer, blau: Karl Weiß (Watzenborn-Steinberg), 1. Preis. Steiger-Äröjtfer, rot: Ludw. Lich (Londorf), ZP. und 2. Preis, ^chonheitsbrieftauben: August Len; (Klein-Linden), ZP und 1. Preis. Restebrief, tauben, gehämmert: Wihl. Aoemann (Leihgestern), 1. Preis.

Landkreis wiehert.

* Heuchelheim, 7. Dez. Die Aufführung des Films vom Stuttgarter Turnfest ge­staltet sich für alle Besucher zu einem einbrurfs- vollen Erlebnis. Sowohl die Kinder am Nachmit­tag, als auch die Erwachsenen am Abend vermochte er in Spannung zu halten Es gab ein vorzüg­lich" Bild der Vielseitigkeit und Leistungsfaoig- feit der Deutschen Turnerschaft, fei es daß er Ein- lelturnen, Gruppenturnen, Wehr- und Dasiersport, Freiübungen ober Spiel zeigte. Man merkt es die­

sem Film an: es liegt ein gewaltiger Schwung in den Turnermassen, im nicht endenwollenden Fest- zug und in den Freiübungen. Mit all dem Turne- rischen verbindet sich in glücklicher Weise das Ra- tionale. Der Film bietet Schönheit, Kraft, Masten- leistung und vaterländische Begeisterung in einem. So ist es denn kein Wunder, daß der Eindruck ber Vorführung ein nachhaltiger war

$ Alten - Buseck, 8. Dez. Am letzten Sonn- taa fand in ber hiesigen Kirche bie feierliche (Ein­führung ber diesjährigen Konfirmanden statt. Es waren 20 Knaben und 16 Mädchen, davon 5 Knaben und 2 Mädchen aus der Nachbargemeinde Trohe. Die Sammlung aus den Ersparnissen des Eintopfgerichtes für Dezember, die diesmal von Mitgliedern der SA.-Rejeroe vorge- nommen wurde, ergab 62.40 Mark. Für die Winternothilfe bewilligte der hiesige Spar- und Vorschußverein 20 Mk. als vorläufige Spende.

<£ ß o 11 a r, 7. Dez. Die NS. -Frauenschaft von Lollar und Ruttershausen veranstaltete im üb er­füllten Saale desSchwanen" einen wohlgelunge­nen Deutschen Abend zugun st en ber N S. - W ohlfahrt. Nach ber Begrüßung durch die Führerin Frau K l i n k e l ergriff Bürgermei- fter und Zellenleiter Waaner bas Wort, um die Aufgabe der Frau und besonders der NS.-Frauen- schaft im Dritten Reich zu schildern. Er begrüßte noch die Saarkinder, die hier und in Ruttershausen untergebracht sind und an dem Abend vollzählig teilnahmen. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß ber Rcbncr seine Ausführungen, worauf die Versammlung das Horst-Westel-Lied fang. Gedichte, Reigen und ein reizendes Märchen, fpiel ber KückengruppeWeihnachten im Märchen­land", sowie eine BühnendichtungEmpor zum Licht" schlossen sich an. Eine Verlosung, zu der die NS.-Frauen sehr schöne, meist selbst gearbeitete Preise gestiftet hatten, hatte erfreulickerweise einen schönen finanziellen Erfolg. Ein Lustspiel, bas von SA.-Leuten unb Mitgliedern der NS.-Frauenschaft gespielt wurde,SA. auf Uulaub" wurde mit großem Beifall aufgenommen. Den musikalischen Teil des Abends bestritt bie Kapelle Lynker (Lol­lar). Der Ueberschuß des Abends, ber an bie NS- Wohlfahrt abgeführt werben konnte, betrug 114,70 Mark. Die Eintopf-Sammlung am ver­gangenen Sonntag ergab mit einer Straßensamm­lung zusammen tn ber Ortsgruppe Lollar ein^n Betrag von über 500 Mark. Die Sammlungen bis jetzt ergaben in der Ortsgruppe Lollar einen Be­trag von zusammen über 3000 Mark.

<5 Steinbach, 6. Dez. Am 1. Advent fand in unterer Kirche eine liturgische Advents- feier statt, bei der der Frauenchor ein Advents- lieb fang. Der Evangelisch-kirchliche Frauenverein (Frauenyllfe) nahm in der Woche nach der Wahl seine winterliche Vereins- tätigkeit wieder auf. Für bie Winterhilfe wurden aus der Dereinskasse 20 Mark gegeben, außerdem wurde der gleiche Betrag an Bethel und Nieder- Ramstadt, Krippe unb Zuflucht in Gießen verteilt.

= Lich, 7. Dez. Zur Freube vieler veranstaltete die Schule in ber Turnhalle nach zweijähriger Pause wieher einen Elternaben h. Die Ge- meinbe war ber (Einlabung so zahlreich gefolgt, haß bie große Turnhalle bis auf ben letzten Platz be­setzt war. Rektor Erd stellte in seiner Begrü­ßungsansprache ber Veranstaltung mit Recht bas Motto voran:Der Iugenb zur Ehr, den Eltern zur Lehr, der Heimat zur Wehr." Die Darbie­tungen standen in jeder Hinsicht auf großer Höhe. Lehrer unb Schüler wetteiferten mit ihren besten Leistungen. Lehrer Stein bewies mit feinen Klei­nen in einer Kinbersymphonie, baß bie gesang­lichen Leistungen in unserer Schule jeden Ansprü­chen genügen. Lehrer Sarnes zeigte in dem Stück Wer kommt" ben Werbegang be» Menschen, Leh­rer Hild stellte in ber Aufführung vomJtafperle in ber Schule" bas wahre Ziel ber Iugenb ins rechte Licht. Kinberchöre unter Lehrer D ö r m e r s Leitung begeisterten zur Liebe, zu Heimat und Volk, Sprechchöre behandelten den Wert der Er­ziehung in der Schule und forderten bie Eltern zur Mitarbeit, Dank und Anerkennung auf. Reigen her Mädchen und turnerische Vorführungen ber Iugenb unter Leitung ihrer Turnlehrer bewiesen den sportlichen Geist unserer Schule.Die fünf Verschwiegenen" zeigten noch einmal die Kinder von bester schauspielerischer Seite.Laß uns Volk sein", ein Sprechchor von eindringlicher Kraft frönte den Abend Alle Darbietungen sanden mit Recht den vollen Beifall ber Erschienenen. Pfarrer D r a u b t gab dem Dank ber Besucher an Lehrer unb Kinder beredten Ausdruck. Rektor Erb schloß ben in allen Teilen wohlgelungenen Abend mit her Versicherung ber treuen Gefolgschaft von Schule unb Lehrern hem Führer untere» Vaterlandes Reichskanzler Adolf Hitler gegenüber und mit ber Mahnung an alle zur Mitarbeit am Aufbau des Reiches.

Steinheim. 7. Dez. Dieser Tage wurde in unserem Orte eine Gruppe des DdM gebildet, ber zehn Mädchen sofort beitratzen und deren Füh­rung Fräulein Hilda Roth übernahm. Ferner wurde eine Iungmädelschar ins Leben geru­fen. die 24 Mitglieder zählt und von Irmgard Eichenauer geführt wird.

«reis Friedberg.

A Dortelweil, 7. Dez. Gestern nachmittag begaben sich hier drei Knaben an bie Nidda, um sich auf dem Eise ,ju vergnügen Die Eisschicht war jedoch noch sehr dünn unb bie Knaben gerieten in größte Gefahr Währenb sich zwei ber Jungen» in Sicherheit bringen konnten, geriet der elfjährige Sohn, da» einzige Kind, ber Dittve Kunz unter das E i» unb versank in den Fluten. Die

Rauhc Haut: Penalen Cfeme