Kurt Kozuszek und Rudolf Möller wegen Handels- f rechtlicher Untreue erstattet.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Major a. D. Hans von Soden ft ern Anklage wegen U n - terfchlagung und Untreue zum Schaden der Vaterländischen Winterhilfe erhoben. Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, von dieser Spende, die im September 1931 von den nationalen Verbänden zur Linderung der Rot der ärmeren Bevölkerung ins Leben gerufen worden war, über 3000 Diack zu privaten Zwecken verwendet zu haben.
Die nationalsozialistische Reichstag sf r a k t i o n hat der durch Reichskanzler Adolf Hitler gegründeten Stiftung für die Opfer der Arbeit den Betrag von 1000 RM. zur Verfügung gestellt.
Die ständige Deputation des Deutschen I u - ristentages hat beschlossen, den Deutschen Iu- ristentag, der für den September d. I. in München in Aussicht genommen war, zu vertagen.
Aus aller Welt.
Line Reichszentralstelle für das deutsche Theaterwesen.
Der Reichsführer des Kampfbundes für deutsche Kultur, Alfred Rosenberg, hat den Leiter des dramaturgischen Büros des Kampfbundes für deutsche Kültur, Dr. Walter Stang, beauftragt, eine' Reichszentrale für das deutsche 'Theaterwesen in Berlin zu errichten, die alle schwebenden Fragen des deutschen Theaters sowie alle Probleme seines neuen Aufbaues planmäßig bearbeiten soll. Dr. Walter Stang hat daraufhin eine Anordnung erlassen, durch die die Organisation des Reichsverbandes der Deutschen Theaterbesucher-Organisationen „Deutsche Bühne E D." als eine der wichtigsten Bestandteile der neuen Reichszentrale für Theaterwesen geregelt wird. Der Reichsverband »Deutsche Bühne E. V." gliedert sich eine eigene Abteilung für Schüler - und Jugendvor- st e l l u n g e n an, die als „Deutsche 3 u - g e n d b ü h n e" in allen Orten des Reiches aufgezogen werden soll. Es ist vorgesehen, daß die Ortsgruppen des Dühnen-Bolksbundes in den Reichsverband „Deutsche Bühne E. B." übergeleitet werden.
Eine Spende der deutschen Bäder.
Der Herr Reichspräsident empfing die Vorsitzenden des Allgemeinen deutschen Bäderverbands Dr. Heß-Wiesbaden und Professor Dr. Vogt-Bad Pyrmont. Die Herren überreichten dem Herrn Reichspräsidenten als Ergänzung zur Hindenburg- spende eine von den deuts ch e n Bädern zur Verfügung ge st eilte Bäderspende über 200 Freikuren in deutschen B ä - dem. Der Herr Reichspräsident dankte ben Herren und gab seiner Freude über die Spende Ausdruck. Er bat indessen, seinen Dank auch den Bäderverwaltungen der deutschen Bäder zu übermitteln, die Freikuren zur Verfügung gestellt haben.
fiiepura singt in Prag ein deutsches Lied und wird ausgepfiffen.
Dieser Tage kam es in dem größten Prager Konzertsaal „Qucerna“ während eines Konzerts des berühmten polnischen Tenors 3an K i e • pura zu einem großen Skandal, als dieser nach dem Bortrag polnischer und italienische« Arien ein deutsches Lied aus dem Tonfilm „Das Lied einer Nacht" zu singen begann. Das Publikum schrie: „Pfui, hier wird nicht deutsch gesungen, schämen Sie sich!" Der polnische Gesandte, der dem Künstler einen Kranz in den polnischen Rationalfarben überreicht hatte, war durch den Zwischenfall sichtlich verstimmt. Der Sänger, der in Deutschland große Erfolge hatte, mußte das Lied sofort abbrechen und den Saal durch einen Rebenausgang verlassen, während sich eine große Menschenmenge vor seinem Privatauto beim Hauptausgang ansammelte, um gegen den deutsch singenden Polen noch auf der Straße zu demonstrieren.
Segelflieger Maier tödlich abgestürzt.
Bei Haltern (Westfalen) stürzte beim ersten Appell der Westdeutschen Segelflieger in den Borkenbergen der Inhaber mehrerer Rhönrekorde, Studienrat Albrecht Maier aus Stettin auf dem von ihm konstruierten Segelflugzeug „Maier II" töd - l i ch ab. Maier war auf dem der Ortsgruppe Gelsenkirchen gehörigen Flugzeuge „Maier II" durch Auwschlepp aufgestiegen, um das „Blaue Band" der Borkenbergen zu erringen. Plötzlich trudelte die Maschine, nachdem sie etwa 45 Minuten gekreuzt hatte, aus etwa 45 Meter Höhe zur Erde. Es wird angenommen, daß infolge des überaus böigen Windes die Stabilisierungsfläche der Maschine beschädigt wurde. Maier erlitt einen Wirbelsäulenbruch und war auf der Stelle tot. Der Verunglückte war Leiter des Aero-Dynamischen Instituts in Aachen und zuletzt an der höheren Maschinenbauschule Stettin als Studienrat tätig.
schwerer Unfall bei der ADAC-Reichsfahrt.
Auf dem letzten Fahrtabschnitt der ADAC- Reichsfahrt, der von Passau über Regensburg, Rürnberg, Würzburg nach Heidelberg führte, ereignete sich in Rürnberg ein folgenschwerer Anfall. Der einzige ausländische Teilnehmer, Richard Sommer aus Kowno, überfuhr ein Kind, das seinen Verletzungen erlag. Sommer wurde in Haft genommen und mußte die Fahrt aufgeben.
Julius Barmats Ausweisung aus Holland.
Rach einer Meldung des „Telegraaf" erfolgte Ausweisung Julius Barmats aus Holland hauptsächlich wegen Spekulationen gegen den holländischen Gulden, die Barmat unternommen haben soll. Hierzu kommt, daß die frühere Tätigkeit der Darmats es nicht wünschenswert machte, daß dieser sich noch länger in Holland aufhielt. Wie weiter verlautet, soll B. eine größere Anzahl von Grundstücken und Häusern in Holland gekauft haben, die er durch verschiedene Antergesellschaften mit Hypotheken belastete und zwar bis zu 100 Prozent des Wertes, in der Erwartung einer Verminderung des Goldwertes der holländischen Valuta. Mit dem Gelde, das D. aus den Hypotheken erhielt, soll er die genannten Spekulationen gegen den holländischen Gulden finanziert haben.
Riefenfeuer in Kalifornien.
Infolge einer bisher ungeklärten Explosion brannte in Oakland (Kalifornien) ein langer aus Stahl und Holz gebauter Landungspier, von dem die Fährboote nach San Franzisko fahren, vollständig
aus. Eine vollbesetzte Großfähre hatte den Piet kurz vorher verlassen. Eine leere Großfähre sowie 35 am Pier stehende Straßenbahnwagen wurden durch das Feuer zerstört. Der Sachschaden beträgt rund drei Millionen Dollar. Das Riesenfeuer erleuchtete die Bucht von San Franzisko taghell.
Erdrutschkalastcophe in Wesiserbien.
Wie die „Politika" berichtet, ereignete sich in West-Serbien in der Rähe der Gemeinde Gorije-Toplioe eine E r d r u t s ch k a t a st r o p h e. Infolge der andauernden Regenfälle in den letzten Wochen spaltete sich plötzlich an einem Berghang die Erde in einer Länge von mehr
Am Samstagnachmittag hielt der Rational- sozialistische Lehrerbund des Kreises Gießen im Cafe Ebel eine Versammlung ab, die sehr stark besucht war.
Kreisschulrat Dr. Henß-Gießen leitete die Versammlung und hielt den Vortrag. Rach einigen geschäftlichen Mitteilungen und nach einem besonderen Gruß an die neuen Mitglieder betonte er, über allen Taten der Geschichte und des Lebens stehe das große Wort: Opfer. Das sei zu sehen am Christentum und auch an der Freiheitsbewegung der RSDAP. Die Versammlung gedachte dann stehend und schweigend, bei leisem Klavierspiel der Weise vom guten Kameraden, der Helden, die ihr Leben Hingaben für Deutschlands Freiheit.
Kreisschulrat Dr. Henß sagte dann in seiner Rede u. a.: Wer noch vor einigen Wochen geglaubt hat, der Sieg der nationalen Revolution ginge die Schule nichts an, der wird seine Meinung wohl jetzt geändert haben. Es handelt sich hier nicht nur um einen politischen Amschwung, sondern ihm liegt eine neueWeltanschau- u n g zugrunde, und darum geht diese Revolution auch die Schule etwas an. Schule und Lehrerschaft müssen von diesem revolutionären Geist beeinflußt werden.
3n der Schule des Dritten Reiches wird die Lehrerschaft gefragt werden: 3n welchem Geiste wird unsere 3ugend erzogen, welche Grundgedanken weltanschaulicher Art werden in die Herzen unserer Kinder hineingepflanzt?
Zunächst muß aus der Schule alles ausgern e r z t werden, was dem neuen Geist nicht entspricht. Wenn diese Aufgabe beendet ist, beginnt die Ausgabe der nationalsozialistischen Lehrerschaft, das Gedankengut Adolf Hitlers in die Wirklichkeit umzusetzen. Der Nationalsozialistische Lehrerbund muß die Riesenaufgabe übernehmen. Vor allem muß die Blickrichtung der Lehrerschaft geändert, die Lehrerschaft in weltanschaulicher Beziehung umgestellt werden.
Das Schicksal schenkte uns und unserem Führer eine so große und ernste Zeit, daß wir es heute noch gar nicht ganz begreifen können. Diese Zeit ist so groß, weil die gottgewollte Ordnung der Menschen und des Lebens, nämlich Volk, Blut und Raffe, wieder Wirklichkeit wird, weil das V o l k wieder eine Ganzheit, eine Volkheit sein muß. Von diesem Prinzip der Totalität ausgehend, das immer unserer Bewegung zugrunde lag, müssen wir Nationalsozialisten handeln. Dieses Prinzip der Ganzheit muß auch der Lehrer als Führer in die deutsche Zukunft bei feiner Arbeit anlegen. Der Begriff der Ganzheit muß im Erziehungswerk der Anfang und das Ende fein. Auch der Begriff der B i ld u n g ist bisher verfälscht worden, indem er nicht auf das ganze Volk angewandt wurde.
Wir wollen die Erziehung aufbauen auf den Begriffen Rasse, Lehrpersönlichkeit und Religiosität.
Der Begriff Rasse steht dem Begriff des Internationalen gegenüber. Internationalismus bedeutet Zersplitterung, Auflösung. Dieser Internationalismus wurde vertreten von denen, die die Begriffe von Volk, Blut und Raffe nicht kennen wollten. Für den Lehrer muß auch der Begriff der Wehr ein Ganzheitsbegriff fein. Läßt ein Volk den Feind an diese Ganzheit der Wehr herankommen, bann wird sie zerschlagen. Wenn die Begriffe Volk und Wehr verfallen, macht sich der Bolschewismus geltend. Die Persönlichkeit als Ganzheitsbegriff steht dem Begriff der Demokratie entgegen. Unsere Bewegung ist aufgebaut auf dem Führerprinzip: Der Führer ist verantwortlich, hinter ihm steht die Ganzheit des Volkes. Die Demokratie dagegen ist das System der Masse, der Verantwortungslosigkeit. Reich und Volk mußten in dieser Demokratie zerfallen. Die größte Ganzheit aber ist Religion und Gott', sie überschattet und überdacht alles. Dieser Ganzheitsparole von Religion und Gott steht der Begriff der Gottlosigkeit entgegen. Nach den Begriffen Rasse, Wehr, Persönlichkeit und Religion muß das Erziehungs.werk gestaltet und neu ausgebaut werden.
Heute sehnt sich bds deutsche Volk wieder nach den Quellen alles völkischen Lebens. Der Nationalsozialismus ist nichts anderes als das große Heimweh und die große Heimkehr des deutschen Volkes nach Deutschland. Wenn die Bedeutung der Ganzheit als Lebensprinzip des Einzelnen, wie des Volkes jetzt überall wieder erkannt wird, so müssen wir dem Manne dankbar sein der uns den Sinn für diese Ganzheit wiedergegeben hat, den Sinn für Rasse, Wehr, Persönlichkeit, Volk und Gott. Adolf Hitler fand diese Begriffe, die mit dem Wesen des deutschen Volkes eng verbunden sind. Diese Schätze uns wiederzugeben, war sein mühevolles Werk. Mit Mühe und Opfer kämpfte sich Adolf Hitler im deutschen Volke von Schicht zu Schicht durch. Die einfachen Menschen tarnen habet Hitler mit offener Seele und offenem Herzen entgegen, sie begriffen ihn und fein Wollen besser als manche Gebildeten. Hitler hat erkannt, daß man große geschichtsbildende Kräfte nur bekommen kann, wenn man zu den Quellen des Lebens herabsteigt. Wenn man aus diesen Quellen schöpfen will, muß man sich auch bücken können: die das können, holen sich das, was sie brauchen. Mit dem Erfassen her Begriffe Volk und Gott, Rasse, Wehr, Persönlichkeit erst kommt wieder das wirkliche Leben eines Volkes.
Darum soll für die Zukunft über jedem Schul- haus, auch im kleinsten Dorfe, ein einziges Dort stehen: Volk und Deutschland!
Jede Schule, die nicht Volksschule ist, betrachten wir als eine Pestbeule am deutschen Volkskörper, und wir werden da ungesäumt die Operation vornehmen. DieSchu le des DrittenReichos
als einem Kilometer. Der untere Teil des Hanges glitt rasch zu Tal, wodurch sich die Erdspalte ständig vertiefte und verbreiterte. Bald folgte der obere Teil des Berghanges nach, auf dem 15 Häuser sich befanden. Sämtliche Häuser stürzten im Verlaufe einer Stunde in den Abgrund. Die Einwohner konnten sich rechtzeitig retten. Das Tal bietet nach dein Erd« rutsch einen gänzlich veränderten Anblick. 3m Abgrund sind nicht nur die Häuser, sondern auch Aecker und Obstgärten völlig verschwunden. Der früher fruchtbare Berghang ist jetzt nur noch mit Schutt und Geröll bedeckt.
wird eine nationale und ch r i st l i ch e Schule ein nach dem Grundsatz: unsere Religion ist C h r i st u s , unsere Pflicht heißt Deutschland. Wir wollen Erziehung zum nationalen Christentum und zur echten Volks- gemeinschaft. Rur der darf Erzieher sein, der Vaterland und Christentum bejaht. Der Lehrer der völkischen Schule wird den Schüler nicht fragen, wofür er sich einsetzen will, ob er ich für Gottesglauben oder für Gottes Verachtung, ür Religionsunterricht oder nicht entscheidet, für den Glauben an Deutschland, oder für eine sich geistig gebärdende Kritik. Der Lehrer der völkischen Schule wird auch nicht mehr Friedrich den Großen und Bismarck mit zurückhaltender Objektivität schildern, sondern Begeisterung für ie erwecken. Der Schulrat wird bei seinen Beuchen in der Schule nicht zuerst fragen nach der Menge des Wissens, oder wieviel Fehler in einem Diktat sind, sondern er wird die Kinder betrachten und sein Urteil einstellen nach dem Leuchten der Augen, nach dem inneren Mit- fühlen und Mitschwingen, wenn die Gedanken Volk und Gott behandelt werden im deutschen Märchen, bei der Schilderung großer deutscher Menschen und Helden, bei der Schilderung der deutschen Heimat, beim Volkslied und beim Gebet. Der Lehrer, der das erreicht, ist vor Gott und vor der Welt qualifiziert. Richt die Vermittelung von Wissensstoff ist das wesentliche der Schule, sondern die Charakterbildung ist das entscheidende der neuen deutschen Bildung. Rotwendig ist für das Kind die klare Erkenntnis von den rassischen Erbgütern, Lebendigkeit, Aufgeschlossenheit gegenüber dem Leben, um mit diesem Leben fertig zu werden. Das kann nur erreicht werden, wenn auch der Lehrer mit klarer Erkenntnis der Wirklichkeit vor dem Kinde steht. Ein Lehrer kann nur dann erziehen, wenn er Liebe zu den Kindern und zu seinem Beruf hat, wenn er den geistigen Gehalt seines Volkstums lebendig in sich trägt.
Heute kann cs keinen Lehrer mehr geben, der die Geisteshaltung der Rovemberverbrecher innerlich noch bejaht, der das Geschehen der großen Gegenwart nicht in seinen Anterricht hineinnimmt und daran anknüpft. Wir wollen nicht das Alte und Gute zerschlagen. Wie der Rational! oztalis- mus organisch gewachsen ist, so wird auch das Schulwesen sich organisch gestalten.
Was wir wollen ist, in die bestehenden Formen einen neuen Geist hineingiehen.
3n diesem Zusammenhang rechtfertigt sich auch der Erlaß des Kultusministeriums, nach dem in den beiden ersten Monaten des, Schuljahres die nationale Revolution als Mittelpunkt des Anter richts zu gelten hat. Wer gleichgültig über das Sterben der besten Menschen hinweggeht, wer heute den Marschtritt der SA. und SS. nicht beachtet, kann nicht erwarten, daß man ihn noch mit Ernst einen Erzieher nennt. Wir können keine wirklichkeitsfremden Erzieher brauchen. Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln daran arbeiten, daß sich die 3ugend zusammenballt und sich ihrer Aufgabe bewußt wird.
Wir werden eine große staatliche Jugendorganisation nach dem Muster der italienischen Ballila ins Leben rufen.
Auch hierbei wird dem deutschen Erzieher eine qroße Aufgabe gestellt. Wir Lehrer haben das kostbarste Gut der deutschen Ration zu gestalten, wir sind die wichtigsten Beamten des deutschen Volkes. Wir legen dem Einzelnen kein Programm vor. Anser Programm ist der Rationalsozialismus, unser Programm heißt Adolf Hitler. Auf dieser großen Grundlage wollen wir am Erziehungswerk aufbauen. Wir erkennen, daß es her Geist eines Fichte, des Predigers der nationalen Erziehung, und eine« Pestalozzi, des Predigers der 3dee der Menschenliebe, ist, der hier in einer Synthese durch die 3dee Adolf Hitlers, des größten Lehrers der deutschen Ration, zusammengeführt wurde. Durch diese große 3dee wird das deutsche Volk den höchsten Höhen entgegenzuführen fein. Wir wollen uns bewußt bleiben, daß unfeue Kraft allein nicht ausreicht, dieses große Ge-, schehen zu meistern, wenn wir uns nicht mit dem verbinden, der alle Kraft und allen Segen gibt. Wir stehen im Tor des Dritten Reiches, darin die Millionen deutscher Kinder, die auf uns warten. Da sinken wir nieder im Tor der Freiheit und beten: Herr wir lassen dich nicht, du segnest uns denn! (Stürmischer Beifall.)
Eine zweite Ansprache.
In einer zweiten Ansprache sagte Kreisschulrat Dr. Henß u. a.: Eine neue Zeit hat angefangen. Wir wollen nichts einstürzen, sondern zielklare Arbeit leisten, auch auf dem Gebiete der Schule. Wir Nationalsozialisten sind heute die Herren im ganzen deutschen Vaterland. Wir sind die Repräsentanten dieses Staates. Nun müssen wir von der Ganzheit des Staates anerkannt werden. Dor allem ist es notwendig, daß wir die Lumpen fern von uns halten. Notwendig ist aber auch, daß jeder sich selbst erzieht, jeder eindringt in den Geist des Nationalsozialismus. Der nationalsozialistische Lehrerbund ist dazu berufen, auch auf personellem Gebiete die erforderlichen Männer in die verantworte lichen Stellen zu bringen. Durch die Gleichschaltung auf dem Gebiete der Organisationen der Lehrerschaft wird die Garantie gegebe.n, daß unser Wollen mei- terbringt bis in jedes Schulhaus und Elternhaus. Auch der Philologen-Verein muß nun verschwinden. Der Lehreroerein hat zunächst versucht, weiter existieren zu können. Wir haben das abgelehnt, weil wir keine Kompromisse machen.
Es gilt nicht einen Stand zu erhalten, sondern eine Ration, von feiten des Staates wird nicht mit solchen verbänden verhandelt, die nicht den Geist des Rationalsozialismus garantieren. Die
Ganzheit des deutschen Volkes und Vaterlandes ist auch unser Ziel im Rationalsoziatistischen Lehrerbund. Wir werden nicht ruhen, bis wir alle Gruppen der Lehrerschaft zusammenge- schweißt haben, wenn es sein muß, auch mit
Zwang.
Wir erkennen das Gute in dem alten Lehrerverband an, und ebenso daß es dort auch im Zeichen des Systems Leute in der Führung gegeben hat, die keine Kerle, sondern Kerls waren. Wir wollen die guten geistigen Kräfte und Charaktere der L e h r e r v e r b ä n d e zur Mitarbeit heranziehen. Wer gewillt ist, mitzu- arbeiten, ist uns herzlich willkommen/Aber das sage ich gleich: Wir sind gewillt, alles zu zertreten, was sich uns entgegenstellt.
Die Schulform ist uns nicht Selbstzweck, son- dem nur M i 11 e l z u m Z w e ck. Es geht uns nicht um die Schulsorm, sondern um ihren Inhalt. Innerhalb der Lehrerschaft werden wir Arbeitsgemeinschaften bilden, deren Leiter vom Kreis- obmann bestimmt werden. Wir möchten in der Leh-
Denkt an die „Stiftung für Opfer -er Arbeit"!
Einzahlungen an Reichskredilgesellschafl Berlin W 8, Behrenssirahe 21/22, sowie auf deren Reichs- bankgirokonlo und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung für Opfer der Arbeit".
rerschaft mehr Selbständigkeit sehen, und wir wünschen, daß man nicht mit jeder Kleinigkeit zum Ministerium oder zum Kreisschulamt läuft. Wer Nationalsozialist ist, fragt in Zweifelsfällen fein Gewissen und handelt danach, auch wenn vielleicht einmal ein Fehler gemacht wird. Der National- sozialisliiche Lehrerbund wird weiterkämpfen und sich überall durchsetzen. Unsere Organisation wird militärisch-faschistisch aufgezogen, Debat- tierübungen und die Befriedigung des Geltungsbedürfnisses von „Wichtigmännern" gibt es nicht.
Wir wollen der Jugend und dem Volke die Grundlagen des völkischen Wesens und völkischen Lebens wieder einimpfen. Darum werden wir dem deutschen Volke und der Jugend einen Katechismus des Rationalsozialismus in die Hand geben.
Wir wollen unser Werk weiterbauen, den Geist des Nationalsozialismus hineintragen in die Schulen und in jedes Haus, den Geist, den unsere gefallenen Kameraden uns vorgelebt haben, den Geist der O p f e r b e r e i t s ch a f t, der Liebe, der Freiheit und der Ehre, damit es wieder auf» wärtsgeht mit unserem geliebten Vaterland. (Lebhafter Beifall.)
Nach begeistertem, dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler wurde dis Versammlung mit dem Gesang des Horst-Wessel- Liedes geschlossen.
Aus der Provinzialbauptstadt.
Oer heutige Festtag der Ltniversität.
Die Landesuniversität wird heute, wie schon kurz berichtet, den nationalen Regierungen des Reiches und des Landes ihre Huldigung in einer Feier in der Volkshalle darbringen, in deren Verlauf der Herr Staatspräsident Dr. Werner auch das neue Studentenrecht feierlich verkünden wird. Die Feier in der Volkshalle bringt nach einem Eröffnungsmarsch der Gießener Militärkapelle zunächst die Begrüßungsansprache Sr. Magnifizenz des Rektors Prof. Dr. 3 e ß, anschließend die Festrede von Prof. Dr. Kuhn über das Thema: „Die Aniversität im neuen Reich". Hierauf folgt die Ansprache des Herrn Staatspräsidenten Dr. Werner, sodann eine Ansprache des Führers der Studentenschaft Edler v. G r a e v e. Mit einem Schlußmarsch der Militärkapelle wird die Feier beendet. 3m Anschluß daran findet auf dem Trieb die öffentliche Verbrennung zersetzender Schriften und sonstiger Schundliteratur statt. Sodann wird ein Platzkonzert der SA. - Kapelle der Standarte 116 auf dem Trieb die Versammelten unterhalten, bis sich um 20.45 Ahr die Studentenschaft, der Lehrkörper, Abordnungen der SA. usw. auf dem Trieb zum Fackelzug aufstellen wird. Punkt 21 Ahr wird der Fackelzug von der Volkshalle aus durch die Kaiserallee, Ludwigs- Platz, Ludwigstraße zur Aniversität marschieren und dort Aufstellung nehmen. Hier wird cancK phil. Walter Graef (Chattia) eine Huldigungs- anfprache an den Herrn Staatspräsidenten Dr« Werner halten, auf die der Herr Staatspräsident antworten wird. Sodann wird der Fackelzug zum Studentenhaus am Leihgesterner Weg weitermarschieren. Dort werden die Fackeln zusammengeworfen und zum Schluß gemeinsam das Lied „Burschen heraus" gesungen. Hierauf findet im Saale des Studentenhauses ein Kommers zu Ehren des Herrn Staatspräsidenten statt.
Bemerkt sei noch, daß zu der Rachmittagsfeier in der Volkshalle auch die Gießener Bürgerschaft bei freiem Eintritt zu Gast geloben ist.
„Ausstellung Stadt und Land."
Vom Derkehrsverein Gießen wird uns ge- schrieben:
Gelegentlich der Ausstellung wurde eine Preisfrage „Kenn ft bu bi e Heimat?" unb ein G e- wichts- und Sortenraten ausgestellter landwirtschaftlicher Erzeugnisse veranstaltet. Das von bem Ausschuß bes Verkehrs- unb Verschönerungsoereins eingesetzte Preisgericht, bestehenb aus den Herren Apotheker S ch w i e b e r, Dr. Goeres unb Verwaltungsoberinspektor Müller, prüfte am Freitag bie eingegangenen Lösungen. Für bie Zuteilung her ausgesetzten Gewinne für bie Preisfrage „Kennst bu bie Heimat?" mußte mit Rücksicht auf bie zahlreich eingegangenen richtigen Lösungen bas Los entscheiben. Es erhielten: \ 1. Preis (10 Mark): Willi Nutzenberger, Gießen, Hundsgasse 6.
\2. Preise (je 5 Mark): Frau Märta ©lieber, Gie- 6em, Arn Kugelberg 44; Heinrich Heyber, Gießen, Arn Kugelberg 2; E. Will, Gießen, Westanlage 62; Agnes Schneibec, Gießen, Dammstraße 25.
3. Preise (je 3 Mark): Johannes Bonarius, Gießens Liebigstraße 87; Wilhelm Georg, Gießen, Sei», tersweg 30; Heinrich Grau, Gießen, Neustadt 13)
MeZieiedesMioMoziaWschenLehrttbmdes
Kreisschulrat Or. Henß spricht in einer großen Versammlung der Lehrerschaft.


