Ausgabe 
8.4.1933 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft.

Oer Rechnungsabschluß der BuderuSschen Eisenwerke Wehlar.

Der in der Aufsichtpratssitzung am heutigen Sams- tag vorgelegte Rechnungsabschluß für das Jahr 1932 schließt mit einem Rohgewinn von 1020 140,47 Reichsmark ab, der fast gant für Abschreibungen Verwendung finden soll, so daß der Reingewinn 17 788,78 RM. beträgt. Auf 300 000 RM. Vorzugs­aktien sollen satzungsgemäß 5 v. H. Dividende ver­teilt werden, während das Stammkapital duudende- los bleibt. Die Generalversammlung findet am 5. Mai 1933 in Frankfurt a. M. statt.

Wochenbericht

vom Frankfurter produkienmarkt.

Der Welz en markt lag leicht unter Druck. Der Preis ging um eine Mark auf 210 RM. per Tonne zurück.

Roggen blieb widerstandsfähig. Die Notierung stellte sich auf unverändert 171,50 bis 172,50 RM. per Tonne.

Braugerste hat nach wie vor das ruhigste Geschäft. Während man auf anderen Märkten eher zu Konzessionen bereit war, blieb der Frankfurter Preis mit 180 RM. per Tonne unverändert.

Auch der Hafermarkt liegt außerordentlich ruhig. Von rentablen Abschlüssen nach dem Auslande wurde nichts bekannt. Der Preis stellte sich auf un­verändert 145 bis 147,50 RM. für die Tonne.

Der Mehlabsatz gestaltete sich sowohl für Weizen, als auch für Roggenmehl schleppend. Die Preise für Weizenmehl wurden im Laufe der Woche um 0,25 bis 0,50 RM. per 100 Kilogramm ermäßigt, während Roggenmehl behauptet blieb. Weizenmehl südd. und Niederrhein. Spezial 0 20,50 bis 31, Rog­genmehl, 60prozentige Ausmahlung, 23,50 bis 24,50.

Die Stimmung am Kraftfuttermittel- markt war äußerst zurückhaltend, die Preise neig­ten etwas nach unten. Je 10 Kilogramm in RM. notierte: Weizenkleie 7,50, Roggenkleie 8,25, Soya- schrot 10 bis 10,60, Palmkuchen 9,25, Erdnußkuchen 11,70 bis 11,80, Treber 12,25 Brief.

Der K a r t o f f e l m a r k t neigte eher aur Schwäche, Industriekartoffeln hiesiger Gegend gaben auf 1,60 (1,65) RM. per 50 Kilogramm nach.

Wochenbericht

vom Zronksurter (Schladitoiebmarft

Am Rindermarkt verlief das Geschäft schlep­pend, so daß Ueberstand verblieb. Immerhin blieben die Preise unverändert bis auf Kühe, die 1 Mark nachgaben. Der Gesamtauftrieb betrug 1673 gegen

1374 Stück. Die am Nebenmarkt vorhandenen 237 Rinder wurden zu den Preisen des Hauptmarktes verkauft, wobei ein Ueberstand von 60 Stück oer- blieb. Ochsen al) 28 bis 31, a2) 25 bis 27, bl) 22 bis 24. Bullen a) 26 bis 29, b) 22 bis 25. Kühe a) 23 bis 26, b) 19 bis 22, c) 15 bis 18, d) 12 bis 14.

Am Kälbermarkt hat die Zufuhr vor Ostern erheblich zugenommen, sie betrug 1743 gegen 1578 Stück. Trotzdem gestaltete sich das Geschäft ziemlich lebhaft und die Preise zogen um 2 bis 3 Mark an. Der Markt wurde ausverkauft. Kälber b) 42 bis 46, c) 37 bis 41, d) 30 bis 36.

Auch am S ch a f m a r k t setzte sich trotz erhöhten Auftriebs (215 gegen 191 Stück) eine Besserung um 1 bis 2 Mark durch. Der Handel war rege, so daß geräumt werden konnte. Schafe al) 26 vis 30, b) 20 bis 25. ei ,

Im Gegensatz zu den vorgenannten Markten lag der Schweinemarkt unter Preisdruck: es er­gaben sich Rückgänge von 3 Mark. Die Beschickung stellte sich mit 5798 um 1260 Stücke größer. Das Geschäft war schleppend, so daß Ueberstand ver- blieb. Schweine b) 35 bis 37, c) 34 bis 37, d) 33 bis 37, e) 31 bis 35.

Berlin ruhig, uneinheitlich, aber freundlich.

Berlin, 8. April. (WT2. Funkspruch.)Das Geschäft in der Burgstrahe war zum Wochen- schluh außerordentlich ruhig, so daß sich die höheren vorbörslichen Kurstaxen zu Beginn des offiziellen Verkehrs nicht behaupten konnten. Eine gewisse Verstimmung ging auch davon aus, daß am Farbenmarkt etwas größeres Angebot man sprach von etwas mehr als 200 Mille vorlag und dieses Etandardpapier der Berliner Börse 2 Prozent niedriger einsetzte. Andererseits la­gen aber in der stärkeren Entlastung des Arbeits­marktes und der Erholung der deutschen Werte im Auslande Anregungen vor, so daß die Grund st immun g durchaus freundlich blieb. Die Kursgestaltung war ziemlich ungleich­mäßig, doch gingen die Veränderungen im allge­meinen kaum bis zu 1 Prozent, bei Spezialwer­ten bis zu 2 Prozent nach beiden Seiten. Bei Daimler regte die Reueinstellung von Arbeitern an. Man bemerkte heute einige Rücktauschopera­tionen von Aktien in Renten, die allerdings kein allzu großes Ausmaß annahmen. Immerhin war dies der Grund für die bei ruhigem Geschäft freundliche Veranlagung des Rentenmarktes.

Deutsche Anleihen lagen nicht ganz einheitlich. Altbesitz konnten im Verlaufe die Hälfte des

Verlustes von 0,50 Prozent wieder hereinholen, während Reubesitz auf 0,25 Prozent höherer Basis behauptet blieben. Reichsschuldbuchforde­rungen waren behauptet, von Ausländern bröckelten Rumänen und Türken etwas ab, Un­garische Goldrente gewann 0,25 Prozent.

Im Verlaufe waren an den Aktienmärkten nur unbedeutende Abweichungen gegen den An­fang festzustellen, die nicht einmal bis zu 1 Pro­zent betrugen. Die zuerst festeren Werte gaben eher etwas nach, während die anfangs schwä­cheren Papiere kleine Erholungen aufzuweisen hatten.

Am Geldmarkt war die Situation bei un­veränderten Sähen (Tagesgeld an der unteren Grenze 4,65 bzw. 4,50 Prozent) in sich eher etwas leichter. Das Geschäft in Privatdiskonten, Deichswechseln und Reichsschahanweisungen be­wegte sich in ruhigen Bahnen.

Frankfurt still und schwächer.

Frankfurt a. M-, 8. April. (WTB. Draht­meldung.) An der Wochenschlußbörse herrschte mangels nennenswerter Anregung auf allen Marktgebieten weitgehendste G e s ch ä f t s st i l l e, so daß kleines herauskommendes Material der Kundschaft etwas auf die Kurse drückte und die Tendenz daher etwas schwächer war, zumal auch die Kulisse zu einigen Wochenschlußglatt- stellungen schritt. Auf Grund der längeren Ver­kehrsunterbrechung durch die bevorstehenden Oster-

1 feiertage machte sich stärkere Zurückhaltung be­merkbar. Während im allgemeinen die Rück­gänge von 0,5 bis 1 Prozent betrugen, lagen einige Spezialwerte wie 2G--Farben, Scheide­anstalt, Siemens und AG. für Verkehrswesen bis zu 2 Prozent niedriger. Am Montanmarkt er­gaben sich Abschwächungen von 0,5 bis 0,75 Pro­zent, Mannesmann waren im Verlaufe leicht befestigt, wobei man auf das bevorstehende Röhrenabkommen auch mit Schweden verwies. Elektrowerte lagen nicht ganz einheitlich jedoch meist schwächer. Rur Dekula, Licht und Kraft und Lahmeyer blieben gut behauptet. Leicht ab­geschwächt eröffneten ferner Reichsbank, Holz- mann, Deutsche Linoleum und Schiffahrtswerte. Etwas fester lagen nur Daimler mit plus 1,5 Prozent auf den relativ guten Geschäftsgang. Ferner konnten sich Akkumulatoren Berlin um 2 Prozent erhöhen.

Die Erholung der deutschen Werte an den Aus­landsbörsen hinterließ am Rentenmarkt zwar einen guten Eindruck, auf die Kursgestaltung blieb sie aber ohne sichtbare Wirkung. Altoesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen 0,50 v. H. schwä­cher, Neubesitz und Schutzgebiete blieben gut be­hauptet. Von Industrieobligationen konnten sich

Stahlvereinsbonds um Bruchteile eines Prozentes erhöhen. /

Der Pfandbriefmarkt lag sehr still und nicht gatu einheitlich, größere Veränderungen traten jedoch nicht ein. Auch der festverzinsliche Markt wies keine nennenswerten Abweichungen gegenüber gestern auf. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille an und die Kurse zeigten nur geringe Veränderungen. IG., Gesfürel und Daimler Motoren waren etwas er­holt, bzw. weiter befestigt. Auch Chade-Aktien kamen um 2 Mark höher zur Notiz. Von 1 bis 1,50 v.H. niedriger wurden Lechwerke Augsburg, Harpener, Metallgesellschaft und Jlse-Berabau-Stamm und Genüsse unter Berücksichtigung des Dividendenab­schlages festgestellt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Der Alle Friedhof.

Der Alte Friedhof an der Licher Straße wird be­kanntlich nach und nach zu einem Park umgestaltet. Wer ihn aufsucht als Leidtragender oder als er- holungs- und ruhebedürftiger Luftschnapper, dem fällt auf, daß an seinen Eingängen an einem gar keine, an den drei anderen alte, anscheinend aus dem vorigen Jahrhundert herrührende verrostete Tafeln angebracht sind. Sie enthalten Auszüae aus der Begräbnis- und Friedhofsordnung und Angaben über die jeweiligen Besuchszeiten. Ihre Schrift­zeichen sind verblichen und größtenteils ganz un­leserlich. Erfüllen sie dadurch ihren Zweck nicht mehr, ja erwecken den Eindruck der Verwahrlosung, und sind genaue Verkehrsvorschriften gerade jetzt, wo der Platz dem Publikum zum freieren Verkehr dient und dienen soll, besonders vonnöten. Es be­darf wohl nur dieses Hinweises, um die Stadtver­waltung zur Abstellung zu veranlassen.

Einer von vielen Besuchern des Alten Friedhofes.

Briefkasten Der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )

5. TB. in L. 1. Wenden Sie sich an das Prozeß- gericht mit der Anfrage, ob dieses den neuen Termin abhalten wird oder nicht. Jedenfalls wird das der Fall sein, zumal auch noch zumindest über die Kostenfrage zu verhandeln ist. 2. Die an sich der Pfändung unterliegenden, in die Mietwohnung ein­gebrachten Gegenstände des Mieters unterliegen dem gesetzlichen Pfandrecht des Vermieters. Hierzu ge­hört bestimmt auch ein Radioapparat. Sie sind be­rechtigt, ohne hierzu vom Gericht ermächtigt zu sein, den mit der Zahlung der Miete im Rückstand ge­bliebenen Schuldner am Wegbringen entvehrlicher Gegenstände zu verhindern. x

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