Ausgabe 
7.10.1933 Viertes Blatt
 
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Samstag, 7. ®ftoberjO55

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)

Rr. 255 viertes Blatt

IieReichsleiiung des deMenMnierWSwerlS

Lin LwehuW- und Meiisiager für Veliler

Bände schreiben könnte, um alle Probleme zu durch» leuchten und ihre Lösungen zu begründen. Eins aber sei als Schlußwürdigung hier ausgesprochen: das Werk der beiden Heinroths ist eine Mel» sterleistung, auf die jeder zeitgenössische Ornitho­loge von Rang und Ruf, von chartert bis Stress- mann, stolz sein könnte. Ich bin überzeugt, daß es das Dogelwerk des 20. Jahrhunderts bleiben wird, schon deshalb, weil es auch drucktechnisch alles bis­her Gebotene in den Schatten stellt.

des Nachts, im Gegensatz zu anderen Vögeln, die zum Liedreiz immer eine gewisse Helligkeit brau­chen. Interessant und neu sind auch die Beobach­tungen über die Dogeipsyche: z. B. wie eine Sing­drossel das Aufschlagen der Schneckenhäuser lernt: erst ist der Trieb da, dann wird durch Erfahrung die Zweckmäßigkeit in die Handlung gebracht. Das Tierlernt". _

Das Buch ist so vielseitig, mit neuem Stoff über­häuft und anregend, daß man über einen Band

Buntes Allerlei

eitler

Reichsleiter H i l g e n f e l d t (Miste) mit feinen Mitarbeitern I a n o w f k y, dem Reichsrevisor des Winterhilfswerks (links) und ßetntne, dem Reichsorganisationsleiter (rechts). Oie Vögel Mitteleuropas". Das Lebenswerk von Oskar und Magdalena Heinroth. Eine Buchbesprechung von Or. Karl Rudolf Fischer.

Auf dem dicht belebten Opernplatz entrollte sich Platz, lich von einem Fahnenmast ein riesiges Hakenkreuz, banner, ohne daß irgend jemanb feststellen konnte, wer die Fahne zum Entfalten gebracht hatte. Die Feuerwehr mußte herbeigerufen werden, um Die Fahne herunterzuholeni

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s wum phylogenetisch zu verstehen.

' Ganz kurios, aber organisch-biologisch gedacht, anschaulich und vorstellungsvermittelnd dazu, mutet die Betrachtung darüber an, wie die Singvogel im Gegensatz zu anderen Formen kratzen: nämlich hinten herum" und nicht vorn herum wie Enten, Hühner, Raubvögel und andere. Das geschieht da­durch, daß sie den Fuß zwischen Flügel und Körper hindurch bewegen, eine Bewegung, welchedie an- dern nicht fertig bringen, weil ihr, Körperbaui es nicht zuläßt. Man sieht, aus welchem mühselig induktiven Weg die Heinroths durch die Vtelhe t der Einzelstudien allgemeine Gesetzmäßigkeiten zu sammengetragen haben, die man in der üblichen systematischen Ornitholiteratur nie vorgesetzt be-

dem Gelehrten, das erschöpfend ist in seinem Bild- material, das über den seitherigen Stand des lite­rarischen Brauchs in seinem Fache hinausgeht und statt künstlich gemalter Farbentafeln der heimischen Arten Aufnahmen, echte Wiedergaben aus dem all- täglichen Leben gibt, so wie es das Auge des Be­schauers immer in typischen Augenblicken zu sehen bekommt, das sich nicht darauf beschränkt, nur die Art zu zeigen, sondern Männchen, Weibchen, Ju- qendstadien und die Eier. Alle diese Gesichtspunkte sind vereint ind e m" Vogelbuch, das jetzt bei Hugo Bermühler, Berlin-Lichterfelde erschien und das die Lebensarbeit einer genialen Gelehrten- so­wie natur- und volksnahen Wissenschafllerfamilie darstellt: in Oskar und Magdalena Heinroths vierbändigem WerkDie Vögel Mittel­europas". (113)

Man hat in den letzten Jahren in der wissen­schaftlichen Darstellung den Grundsatz vom organi­schen biologischen Denken in den Mittelpunkt na turkundlicher Schilderungen gerückt. Wenn ira idein Meisterwerk Anspruch daraus hat, daß in ihn die­ser Grundsatz zur vollkommensten Entfaltung ge» kornmen ist, dann ist es der Heinroth. Eine Reihe von sinngemäßen Zitaten aus diesem Riesenwerk von Mühe und Arbeit, die das beweisen, gebe ich hier an, zugleich auch in der Gewißheit, daß sie demWerk mehr Freunde gewinnen werden, als die Worte, die ein Kritiker denen sagt, die es noch gar nicht gelesen haben.

Wer hat da zum Beispiel (auch unter den Fach­leuten) sich schon einmal den Kopf darüber zer­brochen, warum der SperlingS p e r" ling heißt? BeziehungsweiseSperr"ling getrieben werden müßte? Dieser Name kommt nämlich vonsperren , worunter man die Erscheinung versteht, daß die Jungen beim Füttern den Schnabelrachen weit auf­reißen und sich das Futter bis hinter die Zunge stecken lassen, bevor das Schlucken eintritt. Da diese Eigenschaft nur den Singvögeln eigen ist, hat man sie nach dem Vorbild des SperlingSperlings- vögel" oder Passeriformes genannt, und wir haben in dieser Namensgebung nicht nur eine richtige Volksbeobachtung vor uns, sondern auch eine aus­gezeichnete mnemotaktische Begriffsprägung. Außer den Sperlingsartigen sperren noch der Wiedehopf und der Kuckuck, ersterer weil er den Singvögeln verwandt ist, und der Gauch, weil er sich als Nest- schmarotzer an die Gewohnheiten der Pflegeltern seiner Jungen anpassen muß und als Ammen nur die insektenfressenden Singvögel in Frage fommen. Sehen Sie, das ist meisterliches organisch-biologisches Denken und der beste Ausweis dafür, daß dieser Fachmann mehr wie andere über der Sache

Oas zweite Polarjahr.

Das zweite Internationale Polarjahr, zu dem sich 20 Nationen zusammengetan hatten, neigt sich jetzt seinem Ende zu, wie der Direktor des erd­magnetischen Laboratoriums des Carnegie-Insti­tuts in Washington, Dr. I. A. F l e m i n g, mittelst. Die zahlreichen Beobachtungsstationen, die von den verschiedenen Regierungen im Nordpolarkreis eingerichtet wurden, werden demnächst ihre Arbei­ten abschließen und chre Ergebnisse dem Büro der Internationalen Kommission in Kopenhagen ein­senden. Das Programm, das wohl das umfang- nchste war, das sich die Polarforschung bisher Oerhaupt gestellt hat, ist über alle Erwartungen glücklich durchgeführt worden. Hunderttausende von Beobachtungen, die sich auf das Gebiet der Meteo- rologie, der Erdphysik, der Ozeanographie und der Naturgeschichte beziehen, sind ausgezeichnet worden. Alle diese Berichte werden nun in Kopenhagen und dann an wissenschaftliche Institute der ganzen Erde zur Ordnung und eingehenden Bearbeitung verteist werden. Ein besonders großer Teil dieses Riesenwerkes soll dem erdmagnetischen Laborato- rium in Washington zufallen. Unter den europäi­schen Völkern haben die Russen 92 Sonderstationen an der Arktischen Küste von Europa und Sibirien eingerichtet. Man muß damit rechnen, daß die ge­sammelten Daten erst nach einigen Jahren soweit verarbeitet sein werden, um sie in wissenschaftlichen Veröffentlichungen fruchtbar zu machen. Der Teil des Programms, der sich auf den Sudpolarkreis bezieht, wird bis zum Jahresende weitergeführt. Die Arbeiten konnten erst in der Mstte des fud- lichen Sommers ausgenommen werden; sie werden von einer viel kleineren Zahl von Sonderstastonen durchgeführt.

Abenteuer in der Gletscherspalte.

Zwei Schweizer Bergsteiger wurden mit knapper Not vor dem Bergtode bewahrt. Sie hasten einen Anstieg auf das Breithorn unternommen, aber beim Ueberfchreiten des Gletschers, der von der Principe di Piemonte-Hütte ausgeht, brach eine Schneebrücke über einem Spalt unter dem Führer, der ver- schwand. Sein Gefährte hielt sich aber mit außer- ster Anstrengung auf den Füßen und verhinderte den Sturz des andern in die Tiefe. Er hisst ihn am Seil schwebend und schrie um Hilfe, freilich, mit wenig Hoffnung, gehört zu werden. Je mehr seine Kräfte erlahmten, desto näher wurde er an den Rand des Spalles gezogen. Seine Rufe waren von drei Carabinieri gehört worden, die gerade auf einem Patrouillengang zu der Hüste tarnen. Sie unternahmen trotz der Dunkelheit mst zwei Führern eine Rettungsaktion und erreichten nach einer Stunde den Schauplatz, auf dem sie den helden­haften Schweizer, dem Zusammenbruch nahe, vor- fanden, wie er immer noch mit letzter Verzweif­lung das Seil mit dem daranhängenden Karne- raben umklammert hielt. Einer der Carabinieri wurde in die Spalte heruntergelassen, schlang um den halb bewußtlos Hängenden Seile, und so wurde er langsam heraufgezogen. Da es völlig dunkel war und ein schwerer Sturm wütete, so konnte der Hilflose nur mit größter Mühe und nach drei Stunden eines gefährlichen und überaus anstrengenden Marsches nach der Hütte gebracht werden.

Orgien der Vergeßlichkeit.

Immer wieder, wenn eins der großen Derkehrs- inftitute die in seinem Fundbüro aufgehäuften Massen zur Versteigerung bringt, eröffnet sich em erstaunlicher Eindruck von Vergeßlichkeit. Diesmal ist es die Versteigerungsliste der englischen Sud­bahn, die uns solche Orgien der Vergeßlichkeit ent­hüllt. Die Hunderte von Schirmen, Stöcken, xöfter, die sich darin verzeichnet finden, sind nicht weiter ausfällig. Aber was soll man dam sagen, daßLeute im Eisenbahnwagen eine Nähmaschine, einen Staub­sauger, Barometer, einen Krankenwagen, Hosen­bügel, eiserne Badewannen, Milcheimer, Bettstellen, Sporen und Schreibmaschinen vergessen haben. Sehr merkwürdig sind auch die 150 Unterrede, die ir Versteigerung gelangen. Man muß annehmen, - ~ 't die heißen Tage Schuld

auch verschiedene falsche

In der Nähe von Meseritz wurde ein Arbeitslager eingerichtet^ in bas alle aufgegrH^enen und Landstreicher eingeliefert roerben. Die Bettler, bie schon seit Jahren leder Tätigkeit entwoht sind, werden hier mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt und so wieder zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen.

^Oder wer kann ohne langwieriges Studium das Allgemeingesetz aufstellen, daß kleine Vögel der- selben Gruppe immer verhältnismäßig viel größere Eier legen als größere, und zwar deshalb, weil größere als Nesthocker viel mehr Zeit haben an Entwicklung außerhalb des Eies das noch nachzu­holen, was die Nestflüchter im Ei schon mHbefonv men haben müssen, um von ihrem ersten Erdentage ab selbständig leben zu können.

Oder folgende Betrachtung: Singvogel sind bäum bewohnende Formen: sie sind geschickt tm Um» klammern von Zweigen und bewegen sich daher, dem Hüpfen im Geäst entsprechend, auch auf der Erde sprungweise. Die Lerchen aber, tue reine Steppentieren sind, setzen im Alter^e Fuße a - wechselnd voreinander, sie »tnppeln , wahrend sie als Junge nach dem Verlassen des Nestes noch I hüpfen und zwar deshalb, weil sie sich ihrer alten Baumvogelabstammungerinnern . 3d) bitte. Die I ses letzte Wort phylogenetisch zu verstehen. , ,.

Gebisse liegen geblieben sind, gibt es keine Entschul­digung. Und wer wird so vergeßlich gewesen sein, daß er drei Flaschen Whisky, 6 Flaschen Portwein und eine Flasche Gin stehen ließ. In der Nummer 136 des Verzeichnisses sind aufgeführt:Zwei Trom­meln, zwei Hörner, zwei Flöten, 7 Musikständer, 1 Triangel, eine Menge Jazzinstrumente und an» dere musikalische Geräte."

Ein 82jähriger Jockey.

Wohl der älleste Jockey, der jemals an einem englischen Rennen teilgenommen hat, ist der 82- jährige Harold Beasley, der vor mehr als 50 Jahren zweimal das Grand National gewann und mit seinen drei Brüdern Tom, Willie und Jack zu den beliebtesten britischen Jockeys gehörte. Der Greis ritt dieser Tags bei einem Rennen zu Curragh auf feinem eigenen Pferd Antiope mit, und wenn er auch keinen Sieg davon trug, so wurde er doch von dem Publikum mit der höchsten Begeisterung begrüßt. Beasley hat den größten Teil seines Lebens in Curragh verbracht, das der Mittelpunkt der irischen Pferdezucht ist, und lebt hier als Pferde­züchter. Er reitet noch jeden Morgen seine eigene Pferde zu und sitzt so vortrefflich im Sattel wie der Jüngste.

Oie kleinste Orgel der Welt.

Die kleinste Orgel, die wohl jemals angefertigt worden ist, befindet sich in einem berühmten eng­lischen Puppenhaus, dem sogenanntenPalast der Titania", der zu wohltätigen Zwecken häufig aus­gestellt wird. In diesem winzigen Gebäude gibt es auch ein Musikzimmer und in ihm ist eine Orgel eingebaut, ein Werk von Andrew Watt aus Glas­gow. Nach den Angaben einer englischen Wochen­schrift soll dieses Musikinstrument fast 2000 Mark gekostet haben. Es ist 30 cm hoch, wiegt nicht ganz 6 Pfund und ist mit 30 Pfeifen ausgestattet. Die Llliput-Orgel gibt einen weichen, flötenähnlichen Ton, der aber zu einer gewissen Mächtigkeit an­schwellen kann, wie man ihn bei der Kleinheit des Instrumentes gar nicht erwarten soll.

Ein Hakenkreuzbanner auf dem Wiener Opernplah.

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Es gibt kaum einen Naturlaut, der so tief und innig auf das Gemüt des deutschen Volkes einge­wirkt hat, rote das seelenvolle Lied des Singvogels im stillen Dom des deutschen Waldes.Ein Gedicht der schaffenden Natur" ist die Vogelroelt genannt worden, und ihre jubelnden und klangschönen Lie­der, Lockrufe und Flötenlaute sind es gewesen, die im Volk diese uralte Vorliebe für die gefieberten Freunbe braußen im Walbe geweckt haben unb ba= mit halfen, bem beutschen Volke bas Gefühl ber Heimatliebe tief ins Herz zu graben. Ihre gefchäf- tigen Bewegungen, das Nie-rasten-können und Tummeln im Geäst und im Gesträuch fesseln den einfachen Bauern, der doch naturnah auf seiner Ahnenscholle sitzt, genau so, wie sie unwillkürlich den heimatfremdesten und naturentrückten Großstadt­menschen in ihren Bann ziehen.

So lange der Menschengeist an den Rätseln des ewigen Sems der Natur Betrachtungen anftellt und ihr Dunkel zu lösen -versucht hat, galt dem geheimnis­vollen Verschwinden der Vögel im Herbste, zum Ausdruck gebracht in jener Erscheinung, die wir mit demgroßen Vogelzug" bezeichnen, und ihrem plötzlichen Auftauchen im Frühjahr aus fernen Winterquartieren ein besonderes Nachforschen, und noch heute stellen die beschwingten Beherrscher des schrankenlosen Luftmeeres wunderlich reizvolle und tiefgründige Aufgaben an die göttliche Verstandes­gabe des menschlichen Geschlechtes, und wir stehen verhalten und gebemütigt vor bem großen Walten von Vorsehung unb Schöpfung, wenn wir nur bie eine kleine Frage stellen unb nicht beantworten können:Wer sagt bem Vogel jeweils, baß bie Zeit zum Aufbruch gekommen ist unb wer führt ihn dabei? Seine Eltern? Ja, aber einmal muß doch einer zuerst unb ganz allein benWeg gemacht unb gefunden haben! So türmen sich tausend Fragen und Pro­bleme auf, wenn wir nur an irgendeiner kleinen Seite an die letzten Fragen rühren. Trotzdem das deut­sche Volk sich seit altersher mit der in seinen Wal­dern heimischen Vogelroelt befaßt hat die Sagen, Märchen, Dichtungen und Spiele geben Kenntnis davon, daß dies schon in frühester Zeit geschah ist Die Vogelkunde nicht mitgegangen mit der Vor­liebe für diese bedeutungsvolle Tierklasse Und erst in neuester Zeit macht sich ein Umschwung zum Besseren bemerkbar, und es scheint so, als wurde er uns um Jahrhunderte in der Arbeit wetter- bringen. . . ,

An sich ist es ja nicht so sehr verwunderlich, daß es in der Vogelkunde langsamer gegangen ist unb auch längerer Zeiträume bebürfen wirb, als unsere Kenntnis unb Kunbe von ber Pflanzenwell unb ben versteinerten Resten bes vorwettlichen Lebens es vermittelt bekam. Pflanzen unb Fossilien laufen bem Forscher nicht baoon, unb ihre Umwelt er­schließt sich ihm von selbst! Dem praktischen Stu- bium bes Bogellebens aber stellen sich ungeahnte Schwierigkeiten entgegen. Seine Objekte sinb scheu unb leben verborgen, sinb unbegrenzt beweglich, sinb nicht bobenftänbig, besitzen einen verschiedenen Balz-, Brut- und Nayrungsraum und verschiedene Sommer- unb Winteraufenthattsorte, unb überall ist ihr Verhallen anbers. Unb wenn man sich nicht nur mit ber einfachen Beobachtung begnügen will, onbern neben bem Genuß eines Stückchen Natur­geschehens ein wenig wissenschaftlichen Inhalt er­arbeiten will, bann kommen unwillkürlich Schwie­rigkeiten über Schwierigkeiten, befonbers für ben Neuling, ber ungeahnten Verwechslungen unb Irr­tümern ausgesetzt ist. Gewiß, bie beste Vermittlung für bie Kenntnis unb bas Derstcinbnis ber beut- schen Vogelwett sinb gemeinsame Gänge mit einem Vogelkunbigen. Aber wieviel haben wir benn in Deutschlanb? Bleibt o'so ein gutes Buch als letzte Möglichkeit. Aber rokuiel gute Bücher gibt's benn? Unb wer sagt bem Laien, ob ein Buch auch wirklich brauchbar ist?

Gewiß, es gibt eine Reihe von Voaelbuchern, die Spitzenleistungen sind, sowohl vom Autor rote Dom Verlag. Aber meist sind sie zu speziell oder zu wissenschaftlich oder zu volkstümlich. Auch das ist ein Fehler, denn gerade die Vogelkunde und bas geht ja auch aus bem Vorhergesagten hervor ist mehr als andere Fächer, die einer gewissen Viel­heit in unserem Volke nahe sind, dem großen Feh­ler preisgegeben, daß sich in ihre Kreise viel zu wenig wirkliche Wissenschaftlichkeit und viel zu viel dilettantische Weisheit einschleicht. So hat es bis« lang noch an dem allumfassenden vogelkundlichen Werk gefehlt, das nicht zu wissenschaftlich und nicht zu volkstümlich ist, das jedem einzelnen nicht nur etwas, sondern alles gibt, dem Unkundigen und

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