Ausgabe 
6.12.1933 Drittes Blatt
 
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Ur- 286 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 6. Dezember 1933

Elekirogemeinschast Obechessen

Wirtschaft

davon abgesehen habe, Installationen ausführen zu lassen. Die zahlreich befreundeten Handwerksmeister, die hier im Saale sitzen, werden mir dies be­stätigen. Ich habe mich dabei im Einklang be­funden mit der nationalsozialistischen Anschauung, daß die Volkswirtschaft mehr Interesse hat an 1000 oder 2000 kleinen und mittleren Handwerkern und ihren Familien, die im Jahre ihre 3000 oder 6000 Mark verdienen, als an einem Generaldirek­tor, der vielleicht 500 000 Mark erhält.

Sie müssen aber anderseits bedenken, daß auch die Fabrikationssirmen zahlreiche Arbeiter und An­gestellte beschäftigen, und daß es volkswirtschaftlich untragbar ist, durch eine gegen die Werke gerichtete Propaganda, die letzten Endes den Absatz schädigt, Hunderte von Angestellten und Arbeitern dieser Firmen brotlos zu machen.

Ich muß immer wieder darauf Hinweisen, daß uns nur durch Zusammenarbeit geholfen werden kann."

Oie Aussprache.

Syndikus Röhr von der Handwerkskammer-Ne­benstelle in Gießen gab seiner Freude über die be­absichtigte Gemeinschaftsarbeit Ausdruck. Weiter sprach Ingenieur Scholl über die Richtlinien und Satzungen der Gemeinschaft.

Nach reger Aussprache wurde die Versammlung mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Reichs­präsidenten und den Dolkskanzler geschlossen.

* Umwandlung von Dollar-Anlei­hen deutscher Gesellschaften und Kre- ditinstitute in Reichsmark-Anleihen. In den letzten Wochen haben auf Anregung von privater Seite Besprechungen mit der Golddiskont­bank stattgefunden über die Umwandlung von Dollar-Anleihen in Reichsmark-Obligationen. Die in Fraae kommenden Unternehmungen beabsichtigen, den inländischen Besitzern der Dollar-Anleihen die Umwandlung nach einheitlichen Grundsätzen anzu­bieten. Für jeden Dollar (Nennwert) der umzu­tauschenden Dollarbonds sind 2.80 RM. Nennwert der neuen Reichsmark-Obligationen in Aussicht ge­nommen. Der Nominalzinssatz der Reichsmark- Obligationen soll betragen bei einem Umtausch von 6 v. H. Dollarbonds 4,5 v. H., 6,5 v. H. Dollarbonds 4,75 v. H., 7 v. H. Dollarbonds 5 v. H.

Frankfurter Börse.

Mttagsbärse: schwächer, später teilweise kräftig erholt.

Frankfurt a. M., 5. Dez. Die Börse war heute von Anfang an wieder reichlich verstimmt durch den um 1,13 v. H. erniedrigten IG. Farbenkurs, der auf neue Russenoerkäufe zurückzufuhren sein soll. An dieser Stimmung änderte auch ein kleiner, nach den ersten Kursen eintretender Rückgewinn von 0,25 d. Sy wenig, zumal die Kulisse in ihren Glatt­stellungen durch das Ausbleiben der Kundenorders nur noch bestärkt wurde. So ergaben sich fast über­all Verluste, die durchschnittlich etwa 1 v. Sy, maxi­mal (bei Deutsche Erdöl und Elektrische Lieferungen) ca. 4 v. H. betrugen. Wieder hatten die Standard­papiere die größten Einbußen zu verzeichnen, so Harpener2,50 d. Sy, Scheideanstalt1,50 d. Sy und selbst Stahlverein und AEG. je 1 o. Sy Auch Felten und Lechwerke lagen mit je minus 1,50 v. H. schwach. Mit einem 2prozentigen Verlust fielen Zell­stoff Aschaffenburg auf, auch Waldhof setzten ihre Abschwächung um 0,75 v. H. fort. Hierbei mag das für November gemeldete Anhalten der Erportschwie- rigkeiten in der Papier- und Zellstoffindustrie mit­gesprochen haben. Schiffahrtswerte erwiesen sich als relativ widerstandsfähig, ebenso Ilse Bergbau Stamm und Genuß, Phönix und Licht & Kraft. Obwohl Farben ihre Erholung um weitere 0,40 v.H. fortsetzten, kamen doch die meisten der verspäteten Notierungen ziemlich weit unter Vortagskurs zu­stande. Schuckert waren um 1,50 v. Sy, Mannes­mann um 1,25 v. Sy und Conti Gummi um etwa 3 v. H abgeschwächt. Südd. Zucker setzten 3,50 v. H. unter gestern ein, verbesserten sich aber wieder um 1 v. H. auf 175 v. H. Schwach lagen außerdem Lah- meyer (3 o. H.). Verschiedentlich machten sich allerdings kleine Erholungen bemerkbar, z. B. ge­wannen Siahlverein 0,50 d. H. zurück.

Die Festverzinslichen wiesen etwas größeres Ge­schäft auf, Altbesitz eröffneten mit 91,13 o. H. über gestern abend, tendierten dann aber im freien Markt wieder nach unten. Neubesitz machten eine entgegen­gesetzte Bewegung durch (anfangs0:20 v. H ), während soäte Reichssäiuldbuchiorderungen zunächst l-icht gedrückt blieben. Im Zusammenhang mit der Meldung über eine beabsichtigte Umwandlung der

Dollarbonds deutscher Finnen in Reichsmark-An­leihen lagen diese Vonds anfangs ca. 3 v.H. fester. Von Industrie-Obligationen notierten Stahlverein erst 0,75 v. Sy, dann 1,25 v. Sy über gestern, da­gegen Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,40 o. Sy abge« schwächt. Im Verlaufe zogen Reichsaltbesitz wieder auf 91,40 v. Sy, also um 0,25 o. H. über Anfangs­niveau und Neubesitz um 20 Pf. auf 16,90 an. Der Pfandbriefmarkt lag sehr still und bis auf einigen 0,75prozentigen Gewinn von Rhein. Liquid, und Nass. Landesbank Liquid, unverändert. Don Stadt­anleihen wiesen Darmstadt und Mainz Rückgänge bis zu 1,25 d. Sy auf. Die Hilferdinganleihe erhöhte sich um 0,50 auf 102 v. H. Von Steuergutscheinen lagen 1937er mit 92,25 v. Sy um 0,25 v. Sy und 1938er mit 88,75 um 0,50 v. Sy fester, Durchschnitts­kurs 95,30. Dollarbonds waren weiter gefragt und um insgesamt 4 v.H. höher. Von fremden Werten zogen Schweiz. Bundesbahn-Anleihen um 1 bis 2 o. Sy an.

Die Aktienmärkte zeigten im Verlauf nicht ganz einheitliche Entwicklung. Stahloerein holten ihren Verlust wieder auf, andererseits gaben Aschaffen­burger Zellstoff weitere 0,50 v. Sy nach. Später machte sich dann, ausgehend vom Farben- und Montanmarkte, eine allgemeine Erholung bemerk­bar, wobei sich durchschnittliche Besserungen um 0,50 bis 1 v. Sy einstellten. Darüber hinaus waren IG. Farben über den Vortag erholt (121,13 bis 123), ferner Rheinstahl 82,65 bis 84,75, ©effürel 84,50 bis 85,50, AG. für Verkehrswesen 56,50 bis 58,50, Deutsche Erdöl 100,13 bis 102. Unerholt lagen Conti Gummi, Elektr. Lieferungen.

Am Kaffamarkt war die Kursentwicklung wieder uneinheitlich. Sehr fest kamen nach Pause Gebr. Röder, Darmstadt, mit 48 (plus 8 v.H.) zur Notiz, ferner gewannen u. a. Moenus Maschinen 1,50 v. H., Krauß Lokomotiven 3 d. Sy, während Klein, Schanzlin auf den Dividendenausfall ihre Ab­schwächung um 2 v. Sy fortsetzten. Bankaktien lie­ßen weiter nach. DD-Bank1,50 ü. Sy, Commerz­bank 0,75 o. Sy, Dresdner Bank1 v. H. und Frankfurter Hypotheken Bank1,25 d. Sy Ta­gesgeld war zu 3,25 v. Sy weiter leichter.

Abendbörse: still.

Nach den Erholungen im Mittaqsschlußverkehr zeigte die Abendbörse zwar keine rückläufige Ten­denz, die Umsatztätigkeit war aber infolge Fehlens von Kundenorders gleich Null. Während Klöckner, Stahlverein, AEG. und Nordd. Lloyd unverändert einfetzten, und Harpener leicht anzogen, tarnen IG - Farben 0,38 v. H. unter Berlin zur Notiz. Im übrigen lagen die Kurse ziemlich gut behauptet.

Renten lagen ebenfalls außerordentlich still, doch eröffnete Altbesitz unverändert, und auch Neubesitz und späte Reichsschuldbuchforderunaen waren be- bauvtet. Fest lagen weiterhin zertifizierte Dollar- bonds, und zwar zogen 6proz. Preußen auf 48,50, 6,5proz. Stahloerein auf 47,50 und 7proz. Rhein- Elbe-Union auf 49 v. Sy an.

Der Verlauf zeigte weder eine Belebung des Geschäftes, noch eine wesentliche Veränderung des Kursniveaus. IG.-Farben gingen zu 12,50 v. Sy in

ßafte Propaganda zusammen mit dem Ueberland- werk den Absatz von Strom und von elektrischen Haushaltungsgeräten zu fördern.

Daß der Provinzialausschuß Erleichterungen in den Stromtarifen nach Möglichkeit einzuführen be­reit ist, ersehen Sie aus den vor kurzem eingeführten Tarifsenkungen. Eine weitere Senkung ist aber nur möglich, wnn der Stromverbrauch steigt: nur da­durch können Einnahmen-Ausfälle und Steuer-Er­höhungen vermieden werden. Irgendwie muß doch das Geld, welches die Allgemeinheit braucht, be- schaft werden.

Zu dem Verhältnis zwischen Installateuren und Fabrikationsfirmen sei noch ein Wort gesagt: Nach den Ausführungen von Pg. Rühling ist es nicht Sache der Fabrikationsfirmen, den Installateuren bei Erstellung von Hausinstallationen und ähnlichen Anlagen Konkurrenz zu machen, denn sie können schließlich, wie Pg. Rühling ganz richtig bemerkte, nicht verlangen, daß die Handwerksmeister den Fabrikationsfirmen ihre Erzeugnisse abkaufen, wenn diese ihnen anderseits im ureigensten Gebiet des Handwerks schärfste Konkurrenz machen und selbst installieren. Ich darf dazu sagen, daß ich in meinem Dienstbereich schon seit vielen Jahren, und zwar im besten Einvernehmen mit den Installateuren,

Entsprechend den Richtlinien des Reichswirtschafts­ministeriums wurde für das Stromoersorgungsgediet des Ueberlandwerks Oberhessen eine Elektrogemeinschaft zwischen diesem, den Elektro-Jnstallationsfirmen und dem Elektro-Fach- handel gegründet. Die Elektrogemeinschast verfolgt den Zweck, die Arbeitsmöglichkeiten für das Elektro- gewerbe restlos auszuschöpfen, um weiteren Volks­genossen wieder Arbeit und Brot zu geben.

Die erste Sitzung, an der alle im Stromversorgungs­gebiet des Ueberlandwerks Oberhessen interessierten Kreise teilnahmen, fand dieser Tage in Friedberg im Hotel Trapp unter Leitung des Direktors von Stadler vom Ueberlandwerk statt.

Dom Provinzialausschuß Oberhessen waren zu­gegen Kreisleiter Fabrikant Kromm (Schotten), Rechtsanwalt Vogt (Alsfeld), Dr. Beyer (Bad- Nauheim) und Oberingenieur Kurz (Gießen). An der Verfamlung nahm u. a. auch der Vertreter des Treuhänders der Arbeit im Rhein-Mainischen Wirt­schaftsgebiet Dr. Studt teil, der in kurzer An­sprache betonte, daß künftig eine gedeihliche Zusam­menarbeit zwischen dem Ueberlandwerk, den Instal- lateuren und dem Fachhandel zu erwarten sein werde.

Der Führer des Bezirksoereins Mittelrhein und beide Hessen im Reichswirtschaftsoerband des deut­schen Jnstallationsgewerbes,

Elektroobermerster Kühling-Friedberg

hielt eine längere Rede.

Dem Ruf des Kanzlers zur Beseitigung der Ar­beitslosigkeit folge man gerne. Mehr und mehr er­kenne man, daß nur die Gemeinschaftsar­beit erfolgreich sein könne. Das Ueberlandwerk habe sich zur Mitarbeit bereit erklärt. Standesehren- geeichte würden dafür {argen, daß die Forderungen. Qualitätsarbeit!" undGegen Preisunterbietung!" erfüllt würden. Die Regierung habe Förderung ver­sprochen. Die in den Stromversorgungsgebieten ge­gründeten Elektrogemeinschaften konnten mit der Förderung durch die Regierung rechnen. Eine be­sondere Aufgabe für die 'Elektrogemeinschaft bestehe darin, die Verkaufsstellen der staatlichen Elektrowerke zu beseitigen. Auch das Verhältnis zu den Elektro- Großfirmen bedürfe einer Bereinigung. Von den staatlichen Werken müsse dagegen erwartet werden, baß die Tarife für alle Volksgenossen tragbar wer­den. Dringlich sei die Beschaffung von Zusatzarbeit. Die Stromabnehmer müßten ihre Beleuchtungsan­lagen vorschriftsmäßig Herrichten lassen. Ein 50pro- zentiger Staatszuschuß, sowie die mögliche Raten­zahlung werde dieser Arbeitsbeschaffung sehr förder­lich sein. Voraussetzung zur Erfüllung derartiger Aufgaben müsse die Organisation aller Beteiligten in der Elektrogemeinschaft sein.

Oberingenieur Kurz-Gießen

führte sodann für die Herren vom Provinzialaus^ schuß u. a. aus:

Der Prooinzial-Ausschuß der Provinz Oberhessen begrüßt es, daß mit heutigem Tage der alte Streit zwischen Installateuren und Ueberlandwerk be­endigt und daß zwischen Installateuren und Elektri­zitätswerken eine Gemeinschaft zur friedlichen Zu­sammenarbeit geschlossen wird.

Wir Mitglieder des Provinzialausschusses, der in seiner Mehrheit hier vertreten ist, freuen uns, an dieser Gründung der Elektro-Gemeinschast teilneh- men zu können. Auch wir waren bei Antritt unserer Aemter von vornherein der Ueberzeugung, daß es ein Unding ist, den Kampf aller gegen alle auch im Dritten Reich fortzufetzen.

Wir haben es als unsere vornehmste Aufgabe betrachtet, die vorliegenden Streitfälle zu klären und zu bereinigen. So war es zu unserer lebhaften Befriedigung möglich, einen über vier Jahre alten Streit mit einer Gemeinde Oberhessens durch Zu­sammenarbeit endlich zu beseitigen. Es erscheint uns unsinnig, daß der nationalsozialistische Provinzial­ausschuß gegen den nationalsozialistischen Stadtrat einer Gemeinde Prozesse führt.

Wir Haden auch in den Kampf der Installateure gegen das Ueberlandwerk sofort eingegriffen, eine für beide Teile tragbare Lösung befürwortet und gefunden. Wir legen Wert darauf, daß ein gutes Verhältnis zwischen Installateuren und Ueberland­werk auch fernerhin bestehen bleibt und werden alles tun, um dies zu erreichen. Wir müssen aber auch verlangen, daß die Installateure das Ueberlandwerk nicht als ihren Feind betrachten und mit den Be­amten und Änaestellten des Werks zusammenarbei­ten, denn das Ueberlandwerk ist kein kapitalistisches Privatunternehmen, sondern ein Werk, das dem nationalsozialistischen Volk Oberhessens gehört. Wohl aber ist es Sache der Installateure, durch leb­

kleinen Posten um. Von Auslandsrenten blieben Schweiz. Bundesbahn-Anleihen weiter gesucht: 4- prozentige zogen um 2,5 v. Sy auf 122,50 und 3,5 v. Sy um 1 v. Sy auf 115,50 v. Sy an. U. a. notier­ten: Neubesitzanleihe 16,95, Altbesitzanleihe 91,38, Schatzanweisungen des Deutschen Reiches 10 bis 1000 Doll. 72, Schutzgebietsanleihe 8,80, Reichsbank 164,50, Gelsenkirchen 55,75, Harpener 83,38, Klöck­ner 57,25, Mansfelder 25, Phönix 43,65.

Mannheimer Biehmarkt.

Mannheim, 5. Dez. Auftrieb: 134 Ochsen, 111 Bullen, 319 Kühe, 341 Färsen, 694 Kälber, 67 Schafe, 1879 Schweine. Es notierten: Ochsen: vollst., aus­gemästete höchsten Schlachtwerts 28 bis 32, Jüngere 22 dis 24, ältere 24 bis 27; Bullen: jüngere, vollfl. höchsten Schlachtwerts 27 bis 30, sonstige vollfl. oder ausgemästete 23 bis 26, fleischige 21 bis 23; Kühe: jüngere, oollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 dis 29, sonstige vollfleischige ober ausgemästet« 21 bis 25, fleischige 16 bis 20, gering genährte 10 bis 15; Färsen: oollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 32, oollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24; Kälber: Beste Mast- und Saug­kälber 38 bis 43, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38, geringere Saugkälber 27 bis 33, geringe 21 bis 26; Schafe: Beste Schafe 22 bis 27; Schweine: Vollfleischige, von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend- gew cht 50 bis 53, von etwa 200 bis 240 Pfund 47 bis 52, von etwa 160 bis 200 Pfund 45 bis 51 Mk. Marktverlauf: Großvieh mittel, kleiner Ueberftanb. Kälber mittel, langsam geräumt. Schweine mittel, kleiner Ueberftanb.

Kölner Buttermarkt.

Köln, 5. Dez. Nach bern Preisbericht der Köl- ner Warenbörse stellte sich der Großverkaufspreis für 100 Pf. ab Versandstation einschließlich Faß in Reichsmark unverändert wie folgt: Deutsche Mar­kenbutter 133 bis 136, deutsche Molkereibutter L Qualität 132, 2. Qualität 127.

Fr?.::rtcr P-crDcmartt.

Frankfurt a. M., 5. Dez. Der letzte Pferde­markt in diesem Jahre war besonders gut befahren; es standen Pferde vom schwersten Belgier bis zum kleinsten Ponny zum Verkauf. Bereits zu Beginn des Marktes zeigte sich bei den Einkäufern, welche vorwiegend aus Süddeutschland zugereist waren, rege Kauflust, so daß sich im Laufe des Vormittags als die Kaufliebhaber aus der näheren und weiteren Umgebung eintrafen, ein sehr zufriedenstellendes Geschäft entwickelte. Bei Pferden guter Qualität war ein leichtes Anziehen der Preise zu konstatieren, Schlachtpferde waren billig (etwa 20 Mk. je 50 Kilogramm) und bei geringwertigen Laufpferden konnte hin und wieder das Hauptgeld nicht gelöst werden. Der nächste Pferdemarkt findet am 8. Januar 1934 statt.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 5. Dez. Auftrieb: 21 Ochsen, 8 Bullen, 546 Kühe oder Färsen, 267 Kälber, Schafe keine. Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mk.: Ochsen al) jüngere 30 bis 32, b2) ältere 22 bis 26. Bullen c) fleischige 22 bis 26. Kühe a) jüngere voll- fleischige 24 bis 28, b) sonstige vollfl. 18 bis 22, c) fleischige 10 bis 18. Färäsen a) vollfleischige ausge- mästete höchsten Schlachtwertes 24 bis 32. Kälber c) mittlere 24 bis 35, d) geringe 17 bis 23. Schafe nicht notiert. Der Schweinemarkt fand bereits gestern statt. Marktverkauf: Großvieh mäßig belebt, langsam ausverkauft. Kälber schleppend, geräumt.

Aufruf zur Marktd ftipliu.

Der Präsident des Reichsverbandes des natio­nalen Viehhandels Deutschlands e. 23., Lampe- Wüsting, hat in einem Aufruf alle Mitglieder des Reichsverbandes dazu ermahnt, bei den Viehauf- trieben zu den Märkten Disziplin zu wahren.

In dem Aufruf wird darauf hingewiesen, daß der deutsche Viehhandel den größten Teil des Auf­triebes zu den deutschen Schlachtviehmärkten in feiner Hand hat. Es muß seitens des Viehhandels daher unbedingt dafür gesorgt werden, daß die Preise an den Märkten möglichst stabil bleiben und daß große Schwankungen im Auftrieb unterbleiben. Wenn auch im allgemeinen der Viehhändler ohne besondere Ermahnung die Marktentwicklung richtig beurteilt, so geben doch Einzelfälle dcnu Veranlag sung, darauf hinzuweisen, daß es Aufgabe des Viehhandels ist, die Auftriebe zu den Märkten den jeweiligen Verhältnissen auf den Fleischmärkten und der Bedarfslage anzupassen. Der Viehhändler muß hier seine Pflicht tun. um das ihm anvertraute Gut als Treuhänder des Bauern dem Konsumenten zuzuführen. Es gelte für den Viehhandel, zu zei­gen, daß er in der Lage fei, die ihm gestellten Auf­gaben zur Zufriedenheit zu erfüllen, um so nicht nur dem Bauern, sondern dem Volksganzen dien­lich zu sein.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an Reichsbankdiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H

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Schluß« kurs

Schluß!. Abend- bSric

Schluß» turd

<?chlußk Ulittag« bSrse

Datum

4-12.

5.12-

4.12.

5.12.

6% Deutsche Sietdisanletbe v 1927

92,75

93

93,5

93,5

6% ehem.7% Tt.Reichranl. o. 1929

101,5

102

101.75

101 8

6Vi°/o Young-Anleihe von 1930

89.75

89,9

90

90

Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit

-0,65

91.4

90,6

91.4

yuSlof.-fltechten

DeSgl ohne Auslos.-Rechte .....

16.9

16,95

16.8

16,95

6% ehern.8% pef|. Bolksstaat 1929

91.75

91,5

91,5

(rüdjahlb. 102%)

91,5

6% Hess. Landesbank Darmstadt

91.25

91,25

91,25

Gold R. 12

91,25

6'/i% Seil Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liaut

90

90

Oberhellen Provinz-Anleihe tt

Auslos.-Rechten

85

Deutsche fl'omm. Sainmelabl. An-

88,5

87,75

88,25

leibe Serie 1 mit Auslvl.-Rechten

88

6% ehem 8% Krauls Hyp.-Bank

91.5

Goldpse.15 unkündbar bis 1935

91,5

6% ehern 7% Frankl Hyp.-Bank

31,5

91,5

Goldvfe 16 unkündbar bis 1936

$'/,% ehern «'/,% Franks Hyp.- Battk-Liau.-Psandbriele

89,75

89.9

»yt% ehern 4'/,% Rheinische

30,25

Hyp.-Bonk-Llgu.-Goldpse

91

6% ehe in 8% Pr Landesplan d-

91,75

briefonstalt, Psanvbriese R 10

92

92

92

6% ehem. 7% Pr Landespsand» briesanstalt, Pfandbriefe R. IO

92

92

92

92

©teuerflutfd) Verrechnungskurs

95,2

95,3

35.20

95,3

4% OeNerretchifche Goldrente

14,5

14

-

14,5

4.20% Oesterreichtlche Stlberrente

4% Ungarische Goldrente

4,75

4,5

4,75

4,5

4% Ungarische Staatorente o. 1910

4,5

4,8

4 >4% vesgl. von 1913

4,75

5% obgest Golbmerikaner von 99

6,3

4% Türkische Zollonleihe von 1911

5.15

5,15

5,2

5,1

4% Türkische Aagdaobahn-Anleihe

6-rie 1....................

tronf'un a. Dl

Berlin

Schluß« turs

(SChlUB . Abend« böri

Schluß» turs

Schluß! Dlitag« börie

Datum

4-12-

5-12.

4-12.

5-12.

4% desgl. Serie 11

5,15

5.1

5% Numän. vereint,. Rente v. 1903

4.8

4.5

4k%Rumän.vereinh.Rentev.lgl3

6.9

6.85

6,80

4% Rumänische vereinh. Rente

3,50

3.4

3,5

3,4

2V*% Anatolier ............

24,75

24,75

24,90

24,65

yamvurg-Amerika-Paket -----

0

10

9,75

10,25

10

Hain bürg-Südam. Dampfschiff

0

24

23,5

Hansa-Dampfschiff.........

0

17

16,5

Norddeutscher Lloyd .......

0

10,75

10.75

10,75

10,75

A G. für Berkebrswesen Akt.

0

58.5

58

58

58.25

Berliner Handelsgesellschaft ..

4

86

85,5

85.5

85

Eommerz- und Privat-Bank .

0

46.75

46

46.75

46

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................

0

52,5

51

52,5

51

Dresdner Bank..............

0

58

57,5

58

57,5

Reichsbank ...............

12

165

164,5

165,25

164

A.E.G.....................

0

23,25

23,25

23,4

23,25

Bekula ....................

0

118,5

118

118,5

118,25

Elektr. LiesentngSgesellfchast ..

6

92,5

89

90,25

88,5

Licht und Kraft

6

'00,5

101

100,5

101

Felten & Guilleaume

O

49,5

48

50.75

40,25

Gelellsch.k.Elektr. Unternehmung

5

84,5

85,5

85

84,75

Rheimsche (Slctrttiität .......

6

90.75

91

Schuckert SEv. ...........

6

98

97,5

99

97.75

Siemens & Halske............

7

138

140

138.25

140

Lahmeyer & (So.............

10

113

110

110,25

Buderus ...................

0

71,75

71,5

71,5

70,75

Deutsche Crbdl ..............

4

'04 5

102

102

101,75

Gelsenkirchener .............

O

56

55,75

56,75

56

Harpener ...............

O

85

83,4

84.75

83

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

0

-

62,5

62,5

Ilse Bergbau .........

6

i32.5

132,75

134

133

Ilse Bergbau Genüsse........

6

184

104

i03.75

104,25

Klochierwerke .............

O

57,75

57,25

57,75

57,25

Manticsmann-Röbren........

O

60,25

60

60

60,25

Hcamiur a. Dl

äeriit.

Schluß« turS

Gchlubl. Abend- börf'

Schluß» turs

Smlußk

Mittag» bSrse

Dalum

4.12-

5.12.

4-12.

5-12.

Mansfelder Bergbau ..

...... 0

25.5

25

25.65

24.75

ftoftMDcrf? ...

....... 0

_

82.75

82,75

Phonir Bergbau ....

....... 0

43

43,65

43.9

43,25

Rheinische Braunkohlen

..... 10

190

190,5

189,75

192

Rbeinstabl

....... 0

82,65

84,5

82 25

84.4

Bereinigte Stahlwerke.

....... 0

37,25

37,25

37,75

37

Olavi Minen

....... 0

12

11

12

10,9

Kaliwerke Aschersleben.

....... 6

115-75

116

Kaliwerke Westeregeln .

....... 5

116

116,5

Kaliwerke Salzdetfurth

..... IVt

I. G. Farben-Indtistrte

....... 7

122,25

122,65

122,5

123

Scheideonstalt........

.......9

179

178

$olbfrfimtbt ........

.......0

47.5

46.5

47,25

46,75

flhiföPTÄmprfp

_______ n

51.25

51,25

51,13

51.25

Melallgelellschast____...___... 0

62,5

61.5

62,5

61,5

»Rhfltnn Anltmnnn __________fl

67

65,25

67

65,65

Zementwerk Heidelberg

......0

80,5

80

Zementwerk Karlstadt..

......0

-

Schultheis Poyenhoser

...... 0

90

90,75

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

37,75

38,25

36,5

38,5

Bemberg

...... 0

44.13

43

43,25

42

Zellstoff Waldhof .....

...... 0

47

47,75

47,25

47,25

Zellstoff Aschaffenburg

......0

37

34,5

37,75

34,25

Dessauer Gas ....

....... 7

109

108,25

Daimler Motoren ....

...... O

31,5

32 25

32,25

32,4

Deutsche Linoleum ....

...... 0

42.13

42

42,75

42

f'rpnffpin & fl opp?! .,

_ 0

30

30

Leonhard Tietz ....

...... 0

13.75

13

13,7s1

13,5

Zhave .....

......10

135.5

133,5

135

134

Äcrumulatoren.gabrik.

...... 0

177

172,5

Lonti-Gummt........

...... 0

142.75

140

143

140,13

Grtyner.............

......0

-

19,5

20

19,5

Moinkcastwerke Höchst a,M,... 4

69,5

-

Süddeutscher Zucker ..

177,5

175

178

175,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a ZH

4-Oezembet

5-Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

»f|h

8ne

Geld

3rit

Helstngfor»..

6,129

6,14

6.104

6,116

Wien ......

48.05

48,18

48,05

48.15

Prag ......

12.41

12,43

12,425

12.445

Budapest ...

Sona ......

3,047

3,053

3.047

3.053

Holland ....

168.78

169,12

168.78

169.12

Oslo .....

69,68

69.82

69.38

69.52

Kopenhagen.

61 .84

61.9!

61 64

61.76

Stockholm

71.43

71.5"

71 .18

71.32

London .. .

13,86

13,90

13,795

13.835

Buenos Aires

0,863

0.867

0,863

0,867

Neuoork....

2,692

2.698

2.707

2,713

Brussel.....

58.24

58,36

58.27

58.39

Italien .....

22,09

22,K

22,09

22,13

Paris ......

16.40

16.44

16,40

16.44

Schweiz ....

81,17

81,38

81,17

81.33

Spanien....

34,29

34,35

34,29

34.35

Tanjtg.....

81,57

81,73

81,52

81,68

.lapan .....

0.824

0.826

0,828

0,830

Rio de Ian. .

0.229

0,231

0,229

o,2n

Jugoslawien.

LissaLou....

5,295

5,305

5.295

5,305

12.62

12.64

12,57

12,59

Banknoten

Berlin, 5.Dez mber

(Selb

Ariel

Amerikanische Noten.......

2.66

2.68

Belgische Noten .........

58,11

58.35

Dänische Noten .........

61,38

61.62

Englische Noten ..........

3,755

13.815

ssränzösische Noten........

16.36

16.42

68.36

169.04

Italienische Noten .......

......

21.97

22.05

Norwegische Noten ......

69,21

69.49

Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling

Rumänische Noten .......

Schwedische Noten........

71,01

71,29

Schweizer Noten..........

80.99

81,31

Spanische Noten..........

34,15

34,29

Ungarische Note» ..... ...