Ausgabe 
6.4.1933 Frühausgabe
 
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S.jfxfpori

19001. ^oi Weiß Frankfurt I.

Die Spielvereinigung 1900 hat es unternommen, für den kommenden Sonntag die 1. Elf von Rot- Weiß Frankfurt zu einem Gesellschaftsspiel nach Gießen einzuladen. Rot-Weiß ist als scharfer Ri­vale in der Oberliga des Mainbezirks und darüber hinaus gut bekannt und stellt eine junge, sehr spiel­starke Mannschaft, die sich in den Kämpfen gegen Eintracht Frankfurt, Fußballsportverein, Kickers Offenbach, Union Niederrad usw. vorzüglich behaup­ten konnte. Die Mannschaft stand bis vor einiger Zeit mehr im Vordergrund, hat aber nach dem Ver­lust von Kreß etwas an Prestige verloren. Immer­hin wird die Mannschaft einen Gegner abgeben, gegen den die Blauweißen alles einsetzen müssen. Mann darf einen spannenden Kampf erwarten. Wir kommen auf die Begegnung zurück.

Handball im Gau Hessen IO. T.)

Am Sonntag weilte die 3. Mannschaft des Butz­bacher Turnvereins in Holzheim zu Gast und trat auf dem vorbildlichen Sportplatz zu einem Gesell­schaftsspiel gegen die 2. Mannschaft des hiesigen Turnvereins an. Die Einheimischen waren Öen Gästen technisch überlegen und siegten mit nicht weniger denn 8:1 Toren. Holzheim trat dabei nur mit 10 Mann an.

Handball tm Labn - Oünsbera - Gau

Dorlar I Waldgirmes I 3:4 (0:3).

Beide Mannschaften trafen sich zu einem Gesell- schaftsspiel in Dorlar. Die Gäste waren in der ersten Hälfte leicht überlegen und schossen in regelmäßigen Abständen drei Tore. Auf der Gegenseite wurden zahlreiche Chancen nicht ausgewertet. Nach dem Wechsel nahmen die Platzbesitzer das Heft in die Hand und führten sehr bald, durch einen energischen Zwischenspurt, den Ausgleich^herbei. Im Endspurt holte sich der Gast aller doch noch den Sieg. Die Gastgeber unterlagen aber dem grüßen Eifer der jungen Gästemannschaft.

Dutenhofen (DI.) I Ahbach I 3:4 (1:2).

Zu einem Rückspiel weilte die Mannschaft von Atzdach in Dutenhofen und gewann knapp, aber verdient mit 4:3.

Frühjahrs-Gautag des Gaues Lahn Deutscher Radfahrer.

Qlm Sonntag fand in Gießen imBayerischen Hof" der diesjährige Frühjahrsgautag des Gaues Lahn im Bunde Deutscher Radfahrer statt. Herr Bellinger (Alsfeld) als Gauvorsihender be­grüßte die Bertreter aus dem Gaugebiet. Rach einem Bericht über die Landesverbandssitzung forderte Gauzahlmeister Hofmann (Gießen) zur baldigen Zahlung der Bundesbeiträge auf. Dem vom Borstand vorgelegten Boranschlag für 1933 wurde von der Versammlung zugestimmt. Sodann wurden noch einige Veränderungen im Sportprogramm vorgenommen, die durch die Ab­haltung eines Gausommerfestes notwendig wur­den. Der Gausaalfahrwart Göbel (Wetzlar) teilte die einzelnen Konkurrenzen für das Gau­sommerfest mit, das am 25. Juni in Aßlar an­läßlich des 20jährigen Bestehens des dortigen Vereins stattfindet. 3n seiner Schluhansprache richtete der Vorsitzende an alle Vertreter die Ditte, auch fernerhin treu zusammenzuhalten.

Die Turnergildenarbeit im DHV. im Jahre 1932.

Dein Jahresbericht 1932 der Turnergilde im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband, Gau Main-Weser, entnehmen wir folgendes: Die Tur­nergildenarbeit dient seit jeher der Wehrhaftma- chung unserer wehrfähigen Verbandsjugend. Diesem Ziel ist alles untergeordnet. Ihm dienen unser Uebungsbetrieb in der Turnhalle und auf dem Sportplatz, das Schwimmen, Boxen und Schießen, die regelmäßigen Wehrfahrten u'nb die besonderen wehrsportlichen Kämpfe. Am deutlichsten tritt dieses Wollen bei dem Mannschafts-Fünfkampf, wie er auf den jährlich einmal ftattfinöenben Gau-Städte­wettkämpfen ausgetragen wird, hervor. Kamerad­schaft und Selbstzucht der Turnbrüder kommen hier zur höchsten Entfaltung. Als selbständiger Verband ist die Turnergilde dem Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen und dem Reichskuratorium für Iugendertüchtigung angefchloffen.

Iw Gau Main-Wefer hat sich die Turnergilden- Arbeit im letzten Jahre sehr gut entwickelt. Neu­gründungen erfolgten in den Orten Gießen, Hanau und Höchst, so daß heute in allen großen Ortsgruppen des Gaues Turnergilden bestehen. Sämtliche großen Gilden führten eigene Frühjahrs- bzw. Herbst-Wettkämpfe durch. Insgesamt wurden 799 Veranstaltungen im Jahre durchgeführt. Der Durchschnittsbesuch eines Turnabends belief sich auf

23 Mann. Das Sportabzeichen in Bronze errangen 27, das Lebensrettungsabzeichen in Bronze bzw. Silber 6 Turnbrüder.

Die Vorturnerfchulungswoche wurde restlos mit eigenen Kräften unter Leitung des Gauturnwartes durchgeführt. 18 Vorturner wurden durch sie er­faßt. Die Dauer des diesjährigen Lehrgangs wird auf 10 Tage erhöht. Besonders gepflegt werden wird der Geländefport nach den Richtlinien des Reichskuratoriums.

Der Städtewettkampf in Wiesbaden war mit 26 Mannschaften zu je 5 Mann beschickt. Er war der größte und eindruckvollste Städtewettkampf, der bis­her im Gau veranstaltet wurde.

Geländesport an Hochschulen.

Die Direktoren der Institutefür Leibes­übungen an den deutschen Hochschu­len sind zur Zeit, wie von amtlicher Seite mit­geteilt wird, zu einem Ausbildungslehr­gang an der Geländesportschule D ö- b e r i tz zusammengezogen. Gelegentlich der An­wesenheit des geschäftsführenden Präsidenten des Reichskuratoriums, Herrn v. Reufville, fand eine eingehende Aussprache statt, in der völlige Llebereinstimmung dahin zum Ausdruck kam, daß der Geländesport zu einem wesent­lichen Bestandteil der akademischen Ausbildung gemacht werden müsse, und daß hierfür die unbedingt erforderliche Zeit seitens der Hochschulen sowie der studentischen Verbände verfügbar gemacht werden müsse. Die Institutsleiter sagten ihrerseits in der äleberzeugung, daß die gesamte Studenten­schaft erfaßt werden müsse, ihre voll st e Mit­arbeit zu.

Der Rhönsegelflug-Wetibewerb 1933.

Mit wärmenden Strahlen hat die Sonne auf den Bergwiesen der Rhön längst den Schnee geschmol­zen. In wenigen Tagen hat ihre belebende Kraft die Erde getaut und gelockert und zartes Grün her» oorgelockt. Noch einmal hat dann der Winter heim­lich des Nachts mit hämischer Schadenfreude alles eingefchneit und zugedeckt. Doch war es ihm nicht ernst damit, feine Zeit war um, fein Werk getan und aus den Tälern zieht der Frühling in die Berge hinauf.

Der Einzug des Frühlings ist das Signal für Hunderte flugbegeisterte, junge deutsche Männer aus allen deutschen (Bauen,

die nun hinauf zum Rhöngebirge ziehen, um in Heller Tatbegeisterung unermüdlich praktische und theoretische Kenntnisse im Segelflug auf dem idea­len Gelände der Wasserkuppe, der Wiege des Segel»

s, zu sammeln.

urch den freiwilligen Arbeitsdienst

wurde es einer größeren Anzahl segelfliegerisch vor­geschulter Arbeitslosen ermöglicht, während der Wintermonate bereits jm Flugzeugbau der Rhön- Rossitten-Gesellschast beschäftigt zu werden, so daß in diesem Winter die Bautätigkeit auf der Wasser­suppe besonders rege war. So wurde vor allem GroenhoffsFafnir", mit dem er im vorigen Wett­bewerb tödlich abstürzte, wieder ausgebessert und zum Teil noch verbessert. Dipl.-Ing. L i p p i s ch , der Chefkonstrukteur der RRG., hat unter Zu­grundelegung aller bisherigen Erfahrungen im Segelfluge ein Segelflugzeug konstruiert, das als zukünftiger Standardtyp zu werten ist und ein besonderer Vorteil äußerst billig herzustellen ist. Von einer großen Anzahl deutscher Segelflieger­gruppen sind nach diesen Plänen in den letzten Mo­naten eine größere Anzahl Maschinen dieser Type erbaut worden. Auch wird im Konstruktionsbüro der Rhön-Rossitten-Gesellschaft auf der Wasserkuppe nach wie vor an der

Verbesserung des schwanzlosen Segelflugzeugs gearbeitet.

Man darf in diesem Jahr noch mit einem erhöhten Aufschwung der Segelfliegerei rechnen, und bereits begannen an allen deutschen Segelfliegerschulen wie­der die Kurse. Vom Dörnberg bei Kassel, von den Borkenbergen in Westfalen, vom Hornberg bei Stuttgart, der neuen Segelfliegerschule des würt- tembergischen Luftfahrerverbandes, von Berlin- Gatow, allüberall her werden schon wieder gute Flugresultate gemeldet. Im verflossenen Jahre leg­ten an deutschen Segelfliegerschulen 2100 Piloten ^-Prüfungen ab. 1200 bestanden die B-Prüfung, darunter 42 Damen und 33 Ausländer, die OPru- fung wurde von 580 Segelfliegern, darunter 15 Damen und 45 Ausländer, bestanden. Um für den Segelflug im Flachlande den Segelflugpiloten Ge­legenheit zur Schulung zu geben, hält die Rhön- Rofsttten-Gesellschaft in den Monaten Mai bis Juli

besondere Schleppflugkurse hinter Motor­flugzeugen

und Automobilen in Griesheim bei Darmstadt ab.

Der diesjährige 14. Rhönsegelflug - Wettbewerb, der vom 6. bis 20. August stattfindet, ist nicht mehr international ausgeschrieben und weist auch sonst eine Reihe von Aenderungen in der Ausschreibung auf. Durch eine Beschränkung der Anzahl der zugelassenen Segelflugzeuge und der Einschränkung, daß nur Piloten sich an dem Wettbewerb beteiligen können, die im Besitz des amtlichen deutschen Segelflug-Führerscheines sind, wird das Gefahrenmoment auf ein Minimum be­schränkt.

Kurze Sportnotizen.

Anerkannt wurde der von dem Göppinger Brustschwimmer Paul Schwarz am 5. März in Bremen auf gestellte 200-Meter-Rekord mit 2:44,6 Minuten.

Ungarn« Wasserball-Rachwuchs eröfnet seine Deutsch land reife am 23. April mit einem Start in Rürnberg. München (25. 4.), Augsburg (26.), Ludwigsburg (27.), Stuttgart (29. April) sind die weiteren süddeutschen Start­

orte der Unguten. Die weiteren Starts werden in West- und Norddeutschland, in Berlin und Mitteldeutschland absolviert.

14 Mannschaften, darunter der Titel­verteidiger Weihensee 96 und die beiden bay­rischen Mannschaften Bayern 07 Nürnberg und München 99 haben zur deutschen Wasserball- Meisterschaft gemeldet.

Z u r ü ck g e t r e t e n ist Landgerichtsrat Cor­des, der dem Vorstand des Deutschen Ruder­verbandes über 21 Jahre angehörte und frühe« selbst ein erfolgreicher aktiver Rennruderer beim Mainzer Ruderverein war. Vorgänge beim Ver­bandstag in Hamburg sind die Ursachen des Rücktritts.

Schon seit Wochen weilen verschieden- Autorennfahrer, darunter auch Mansreo von Brauchitsch, in Italien, um für das am Sonn­tag stattfindende AutorennenDie 1000 Meilen" zu trainieren.

Wirtschaft.

Hilfe für das Sieg-, Dill- und Lahngebiet.

WSR. Im Preußischen Landtag ist folgender Urantrag der Zentrumspartei eingegangen: Durch den dauernden Rückgang des Absatzes im Siegerländer Erzgebiet sowie im Bezirk Dill und Lahn ist die Rotlage der Bergarbeiter­bevölkerung sowie weiter Kreise des Mittel­standes der Landwirtschaft und des Klein­gewerbes katastrophal geworden. Im Jahre 1928 waren im Siegerländer Erzbergbau 8453, im Jahre 1932 nur noch 2136 Crzbergleute be­schäftigt. Im Dill-Lahn-Bezirk ging die Beleg­schaft von 3628 im Jahre 1928 auf 748 im Jahre 1932 zurück. Selbst beim staatlichen Erzbergwerk Dillenburg ist der Betrieb wegen Absahmangels erheblich eingeschränkt worden und gänzliche Stillegung beabsichtigt. Der Belegschaftsrückgang im Sicgerland und im Dill- Lahn-Bezirk ist neben der Produktionseinschrän­kung der Eisen- und Stahlindustrie hauptsächlich auf die Einfuhr ausländischer Eisen­erze zurückzusühren. Rach einer Mitteilung der Rheinisch-Westfälischen Zeitung" lagen zu Ende 1931 in Deutschland 10 Millionen Tonnen aus­ländischer Eisenerze im Betrage von über 203 Millionen Mark auf Lager. Infolgedessen wur­den Förderung und Absatz im Siegerland und Dill-Lahn-Bezirk stark gedrosselt, viele Gru­ben stillgelegt und die Erzbergleute größten­teils arbeitslos.

Wir beantragen daher: Der Landtag wolle beschließen: Das Staatsministerium wird ersucht: 1. auf die Reichsregierung einzuwirken, daß die Vereinigten Stahlwerke an denen das Reich maßgeblich beteiligt ist, veranlaßt werden, die Eisenerze des Siegerlandes und von der Dill und Lahn mehr als bisher bei der Verhüttung dieses Konzerns zu berücksichtigen: 2. außerdem dafür einzutreten, daß die Belegschaft des staat­lichen Eisenbergwerks Dillenburg wieder voll beschäftigt und die geförderten Eisenerze gegen­über den Auslandserzen in der westdeutschen Hüttenindustrie bevorzugt verwendet werden.

* Errichtung einer Reichs st eile für Dole und Fette. Der große Plan zur Reu­ordnung der deutschen Fettwirtschaft sieht er­gänzend die Monopolisierung der Oele, Fette, Oelsaaten und Oelkuchen in einer Reichsstelle für Oele und Fette und im Maismonopol vor. Durch eine Verordnung wird nunmehr die Reichsstelle für Oele und Fette errichtet. Ihr Apparat soll möglichst klein gehalten werden. In einer Durch­führungsbestimmung wird u. a. angeordnet, daß zur Einfuhr in der Regel 50 Prozent gegen Rachweis der Vorjahrseinfuhr zugelassen wer­den, bei Olivenöl, Lavat, Sulfuröl und Palmöl 100 Prozent. Die Reichsstelle ist rechtsfähig, sie hat ihren Sitz in Berlin, Prinz-Albrecht-Strahe3, und nimmt ihren Geschäftsbetrieb am 12. April auf.

* Mielewerke A. - G., Gütersloh (Westf.). Wie die Verwaltung der Firma mit­teilt, hat sie auch während des Höhepunktes der Krise ihre Höchstarbeiterzahl nur um etwa 15 Prozent einzuschränken brauchen. Inzwischen konn­ten bei der Firma wieder umfangreiche Reuein­stellungen vorgenommen werden, so daß anzu­nehmen ist, daß die früher beschäftigte Höchstzahl von über 2000 Mann bald wieder erreicht sein wird. Vor allen Dingen ist der Geschäftsgang in Fahrrädern und Milchzentrifugen als gut an­zusprechen.

Frankfurter Abendbörse fester.

Frankfurt a. M., 5. April. Bei mäßigem Geschäft war die Stimmung an der Abendbörse nach den verschiedenen Rückgängen im Mittags- verkehr wieder etwas fester, doch ergaben sich gegenüber dem Berliner Schluß nur geringfügige Erhöhungen. Eine gewisse Anregung ging von den festen Auslandbörsen aus, während von einer Pu­blikumsbeteiligung kaum etwas zu spüren war. Etwas Interesse zeigte sich für IG.-Farben, die nach gut behaupteter Eröffnung im Verlause 1 Prozent anzogen. Aus den übrigen Marktgebieten ergaben sich dagegen nur unwesentliche Verän­derungen.

Die Rentenmärkte lagen still. Von deut­schen Anleihen bröckelten Altbesitz etwas ab, wo­gegen Reubesih besonders im Verlaufe etwas festrr lagen. Reubesitz 13,15 bis 13,35, Altbesih 74.25, Schutzgebiete 8,30, Reichsbahn-VA. 99,50, Reichs­bank 152 bis 152,50, Buderus 58.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. April. Die Zurück­haltung aller Kreise hat sich noch mehr ver­stärkt, so daß Umsätze kaum zustande kamen. DaS Angebot blieb gering, ebenso auch die Rach- frage. Die Preise blieben gegen den Montag unverändert, bis auf Futtermittel, biex erneut etwas abbröckelten. Weizen 210, Roggen 71,5 Kilogramm 171,50 bis 172,50, Gerste 180, Hase« 145 bis 147,50, Weizenmehl südd. und niederrhein. Spez. 0 29,50 bis 31, Roggenmehl 23,50 bis 24,50, Weizenkleie 7,50, Roggenkleie 8,25.

Friedberger Ferkclmarkt.

WSR. Friedberg, 5. April. Zum heutigen Ferkelmarkt waren 308 Ferkel aufgetrieben. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, sechs bis acht Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark, acht bis zwölf Wochen alte Tiere 20 bis 24 Mark. Der Markt wurde geräumt.

Hauptversammlung

der Hessischen Beamtenbank.

* Darmstadt, 5. April. Unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Oberzollinspektor Lange fand hier die Jahreshauptversammlung der Hes­sischen Beamtenbank statt. Reben dem Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrates betei­ligten sich 53 Vertreter der verschiedensten Be- amtengruppeiu Der Hessische Beamtenbund war durch den zweiten Vorsitzenden, Rechnungsdirek­tor Koch, vertreten. Die Versammlung geneh­migte die Geschäftsberichte des Vorstands uni) des Aussichtsrats: auch der Bericht über die gesetzliche Revision sand die Zustimmung der Versammlung. Der Bilanz und der Verteilung des Reingewinnes wurde ebenfalls zugestimmt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Jin Aufsichtsrat gab es eine Aenderung: Polizei­hauptmann Flechsenhar und Polizeikommis­sar Win k schieden aus, Polizeiverwaltungs­inspektor B i n g e l trat neu in den Aufsichts­rat ein. Die Direktoren Burger und Schäfer wurden wiedergewählt, und zwar Direktor Schä­fer für weitere drei Jahre, Direktor Burger in Anbetracht seiner Verdienste um die Datzk auf Lebenszeit. Im weiteren Verlaufe der Ver­sammlung verlaß Direktor Burger eine Kund­gebung des Deutschen Beamten-Wirtschafts- bundes, in der zum Ausdruck gebracht wurde, daß die Organisation treu zur Regierung stehe und am nationalen Aufbau mitzuarbeiten bereit sei. Die Versammlung stimmte dieser Kundgebung freudig zu.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe der zulegl belchloffenen Dividende an. Relchsbankdiskonl 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Echlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Echlußk. Mittag« bSrse

Datum J

4.4.

5.4. j

4.4.

5.4.

6% Deutsche Reich-anleihe v. 1921

85,4

85

85,2

6% eljem.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 &¥t% Doung-Auleche von 1930 ..

96,25

97

96,5

97,13

85

83.9

85

Deutsche Anl..Ablös.-Schuld mit Aus los.-Rechten .............

75,75

73,13

74,4

Deegl. ohne Auslos.-Rechte......

13,75

13,4

13,15

6% ebem. 8% Hess. Bollsstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

88

88

88

87,5

Oberhellen Provinz.Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelab l.An- leihe Seriel mit Auslos.-Rechten

71,75

72,4

70,5

72

6% ehem. 8% Franks. Hpp.-Bank Golbpse. 15 unkündbar bis 1935

89,75

39,75

6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

89,25

89,25

V/t% ebem. 4%% Franks. Hyp..

Bank-LIqu.-Psanbbriese .....

88,5

89

_

6'/i% ehem. 4'/z% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.^soldpse.....

88,75

89,5

6% ehem. 8% Pr. Landeöpfand briesansialt, Psandbriese R. 19

90

90

90

90

6% ehem. 7% Pr. Landespsanb briesanitalt, Pfandbriefe R. 10

89,5

90

4% Ocstenetchlsche Golvrenie....

4,20% Oesterreichische Silberrenle

_

14,25

14

_

1,2

4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

<Vi% desgl. von 1913 .........

5% abgeit. Goldmexikaner von 99

-

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I ....................

1.75

4,95

1,6

4,9

5,2

5,5

4% desgl. Serie 11.............

5,4

5,2

5,5

5% Sumfln. vereinh. Rente v. 1903

6

6

6,13

4s49LRuman.veretnh.Rentev.tS13

9.5

10

9,4

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5.1

5

-

48

8%% Anatolier ...............

25.25

25 4

.yrantiun u. jji.

äerim

Schluß« kurs

Echlußk. Abend- börle

Schluß- kurs

Echlußk. Mittag- börse

Datum

4.4.

5.4.

4.4.

5.4.

Ham bürg-Amerika-Pakei .....

Hamburg-Südam. Dampsschiss.

0

0

22,25

21,5

21,5

21,25

45

Hansa Dampfschiff...........

C

34

35

Norddeutscher Lloyd .........

0

22,25

22

21.5

22,13

A G. für Verkehrswesen Akt. ..

c

50

51

51,75

51,9

Berliner Handelsgesellschaft....

4

97.4

97,75

97,25

Commerz, und Prtvat-Bank...

0

53,5

53

53,5

53,5

Deutsche Bank und DiSconto»

Gesellschaft................

0

70

70

70

70

Dresdner Bank..............

0

61,25

61.5

61,5

61,5

RetchSbank .................

1

151

152,5

150,75

152

A.E.G......................

0

30,75

30

30,4

30

Elektr. Llefcningögesellschast ...

:.

81,28

82

80,5

83

Licht und Kraft .............

6

102,5

102,25

102,75

103,25

Zelten & Guilleaume ........

0

63 9

64

64,25

64,25

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nchmungen ...............

4

92,5

90

91

89,5

Rheinische Elektrizität ........

5

Schlickert & Go..............

0

100

100

101

100

Siemens & Halske...........

0

155

153

154,5

152,5

Lahmeher & To..............

10

128

126

128,5

127,13

Buderus ...................

0

o9

58

58.5

58,5

Deutsche Erdöl .............

4

98.5

98

98

98,5

Gelsenkirchener..............

0

64 ,5,

63,5

63,9

63,13

Harpener...................

0

85

84

84,5

84.5

Hoesch EisenKöln-Neuesten..

0

66,25

68.25

Ilse Bergbau .............

7

170

alle Bergbau Genüsse_____. ..

7

113

114

114

114

Klöcknerwerke ..............

0

61,5

60,5

61,75

61

Mannesmann.Röhren........

0

69

67,65

68,25

67,75

Mansseldcr Bergbau.........

0

27

28

27

28

Oberschlei. Kokswerke.........

0

75,9

76

Phönix Bergbau.............

0

45,5

41,25

44,9

44,25

Rheinische Braunkohlen ......

0

200.5

198,5

200

Rhotnftabt ................

0

81 5

Pi

C1 r-

81,13

Sranffurt a.M

Berlin

Schluß« kurs

Echlußk. Abend­börse

Echluß- kurs

Echlußk. Mittag- böric

Datum

4.4.

5.4.

4-4.

5.4.

Vereinigte Stahlwerke.....

... u

44,25

44

44,5

43,5

Ctnul Minen ............

... 0

17

16,5

132,5

17,4

120

17,65

132,5

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

130,5

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

133

134

131,25

134

Kaliwerke Salzdetfurth ....

201

201,75

201

201,75

3 G. Farden-Invustrie ....

... 7

129,9

129,75

128,4

128,75

Scheideanstalt............

...10

168,5

167,5

Goldschmidt .............

... 0

56,25

52,5

58

57,5

52

58,75

52,5

Rütgerswerke............

... 0

52,5

Metallgelellschaft..........

... 0

36,5

35

35,5

35,5

Philipp Holzmann........

... 0

55,75

69

58,5

68

55,5

57,25

0

60

6

Wayß & Drehtag .........

... 0

6,4

-

Schultheis Patzenhoser.....

... 0

110

110

Wu (Allgemeine Kunstseide)

... 0

37

38

37,5

37,5

Bemberg................

... 0

50

50,25

50

50,5

Iellstoss Waldhos .........

... 0

52

50,25

26

50

26,25

50,75

ZcMtofs Aschaffenburg ....

... 0

Dessauer Gas ............

... 7

112,5

110,75

Daimler Motoren.........

... 0

31,25

31

30,25

29,75

Deutsche Linoleum .......

... 0

41,65

41

40

40,5

Orenstein S Koppel .......

... 0

47,5

48

Leonhard Dietz...........

... 6

28,5

28,5

28,75

28,25

Thade...................

...12

125.5

126

125,5

126

Gritzner.................

... O

34,(5

-

35

34,25

vlainkraftwerke Höchst O.SL

... 4

74,5

73,5

-

Süddeutscher Zucker ......

... 8

-i

-

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2R.

4. April

5. Apiil

Amtliche Geld

Dotierung | Arte

Amtliche Geld

loficrung Arie

Helsingsors..

6,354

6,366

6,349

6,361 '

Wien.......

. 47,20

47.30

46,95

47,05

Prag.......

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,58

169,92

170,08

170,42

Oslo ......

73,68

73,82

73,63

73,77

Kopenhagen.

64,24

64,36

64,19

64,31

Stockholm...

76,12

76,28

76,02

76,18

London .....

14,39

14,43

14,37

14,41

Buenos Aires

0,818

0,822

0,818

0,822

Neupork....

4,201

4,209

4,209

4,217

Brüssel.....

58,57

58.69

58,64

58,76

Italien.....

Paris......

21,51

21,56

21,54

21,58

16,50

16,54

16,54

16,58

Schweiz ....

81.05

35,36

81,21

81,22

81,38

Spanien....

35,44

35,46

35,54

Danzig.....

81,97

82,13

82,07

82,23

Japan ......

0,899

0,901

0,899

0,901

Rio de Ian. .

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Lissabon....

5,145

13,09

5,155

13,11

5,145

13,08

5,155

13,10

Banknoten.

Berlin, 5. April

Geld

1 Bries

Amerikanische Roten...........

4 193

Belgische Roten..................

58.48

58J2

Dänische Roten .................

63 fl?

Englische Roten .................

14 33

Französische Roten...............

Holländische Roten...............

16,50

169,71

16^56

170,39

Italienische Roten................

Norwegische Noten ..............

73,45

73 Ji

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilttng

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

81,04

81,36

Spanische Rote«.................

Ungarische Noten................