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programmänöerung des Deutschlandsenders.
bemüht, seinen Gästen den Aufenthalt in seinem
Bahnhofstraße: „Kaiserwalzer'
*• Spende zur Förderung der na- tionalen Arbeit. Die Leitung und die Angestelltenschaft der Firma Dänninger I rn. b. H., Gießen, stellen ab 1.3uli bis auf D äteres 1 Prozent ihres Monatseinkommens als fr äwillige Spende zur Förderung der 'nationalen Arbeit zur Verfügung.
'* Zahlungsanmahnung. In einer Be- ' laimtmachung im heutigen Anzeigenteil wird das -chulgeld für die hiesige Studienanstalt (Juni 1933) die Wohnungsmiete aus städtischen Häusern 3mi 1933) und das erste Ziel der Vorauszahlung an Zeineinde-, Kreis- und Prooinzialumlage einschließ
Sttmde der SA. wird der Deutschlandsender Hörspiele, musikalische Veranstaltungen, in der .Hauptsache jedoch Reportagen aus dem SA.-Leben, Berichterstattungen von großen
Ingen geboten. Der Aufenthalt in Sonthofen Met alles in allem einschließlich Hin- und Rück- iaHrt 72 Mk. Prospekte sind beim Mittel- :wropäischen Reisebureau Frankfurt a. M. (Haupt- nahnhof) und beim Hapag-Reisebureau K re- jnr, ©icben. Seltersweg 89, erhältlich. An die- 'r: Stellen werden auch Anmeldungen entgegen* glommen. Auf die heutige Anzeige sei beson- Xürs aufmerksam gemacht.
Aufmärschen. Sturm-, Trupp- und Scharabenden, le Eningen usw. bringen. Weiter werden Vorträge i-elehrender Art, InstruktionSobende über organisatorische und andere Reuerungen in dieser stunde Platz finden. Schließlich ist vorgesehen, 'ie maßgebenden und verdienten Führer der SA. durch daS Mikrophon zur SA. sprechen zu lassen.
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'zumWerungsrat •nannf.
‘lonalamt gibt bekannt: ner wurde mit Wirkung ' »um Aegierungsrat in der II ernannt
Staatspressestellc: n e r wurde am 31. Augui 1 im Erzgebirge geboren nännifäer Lehre und secht- Sätigleit in ^ritxmnrttt- g trat er am 1. QRai 10ä irtschastspvlitik ein. er öiä
it aU GejchcrVsiührer bei ffenbach a. 1, Iranklurt ie Erfahrungen auf wirt- >liiifchem Gebiet gesammelt April 1933 seine Derusung i tztaatskommissars sur L> dem 26. Juli 1933 seine 2r- rtenverhalmis. Aegierung^ Mitglied der AvDAP. stü edsnummer 12458. fc M ■uhtienlcitcr der Ortsgruppe irge, in Derlin-Dilmers^ ionsführer und zugleich M lialistifche *32 wurde schaftsbereichcs bestimmt l8Cn6e«0iretW [infMu nö^amw.
Ser Siebener MJjJ* fiiefigen Polizeidlrektw _ wurden vor em«« M -rfchlungen des Direkt^ ^Ilntersuchungsamtes, Dr. Ss ®uri",n?Lrn »iti “Ä' klärung- re»
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fjeufe so angenehm wie möglich zu machen, hat sich entschlossen, das große Gastzimmer von einer iilüche von etwa 160 Quadratmetern auf etwa 300 2iiabratmeter zu vergrößern. Durch das Aus- tnechen verschiedener Wände und durch die Einbeziehung verschiedener kleinerer Räume konnte der ?roße Gastraum wesentlich erweitert werden. Gleich- zr itig wurden aus den bisherigen acht Fenstern des Vlvstzimmers fünf große Fenster geschaffen, die be-m Raume den Charakter des Freundlich-Hellen vLlmitteln werden. Durch den Einbau von Schiebetüren wird die Möglichkeit gegeben sein, den großen Reum für eventuelle geschlossene Gesellschaften nach Bedarf zu unterteilen. Der gesamte Gastraum wird 7Llh seiner Fertigstellung 300 Personen fassen fön- nen. Eine weitere Umwandlung erfahren das Vesti- 5 bill und der bisherige Empfanysraum, die beide mo- btrner gestaltet werden. Schließlich wird noch ein 8ierkeller geschaffen, in dem offenes Vier zum Aus- fchank gelangen wird.
Die Arbeiten, die feit etwa drei Wochen in vollem Gonge sind, hofft man bis Mitt« September oder »Anfang Oktober fertigstellen zu können. Mit der Ausführung der umfangreichen Umbauarbeiten wurden nur Gießener Handwerker beauftragt. Ledig- lifj die notwendigen Spezialeinrichtungen (Schiebe- tüten usw.) werden von den einschlägigen Firmen .Hbezogen. Der Entschluß zum großzügigen Umbau verschafft einigen Gießener Handwerkern für geraume Zeit lohnende Arbeit.
Gictzencr Wochcnmarktpreise.
M Gießen, 5. Aug. Auf dem heutigen Wochen- morft kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 Mark, fodjbuttcr 1,— Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 1 tig 10, Wirsing (grün), das Pfund 10, Weißkraut i, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 12, Rote Rüben 11^ Spinat 20 bis 25, Römifchkohl 10, Bohnen (grün) 10 bis 15, (gelb) 12 bis 15, Erbsen 15, Mischgemüse 10, Tomaten 25, Zwiebeln 10, Pilze 25, Kartoffeln i|i<ue) 3 Pf., der Zentner 2,50 Mark, Frühäpfel 20, Wrsiche 30 bis 40, Himbeeren 30, Birnen 15, Heidel- le cren 25 bis 30, Johannisbeeren 10 bis 12, Pflau. men 20, Mirabellen 20 bis 25, junge Hähne 70 bis 60., Suppenhühner 60 bis 70, Tauben, das Stück 50 bis 60, Eier (inländische) 854, Blumenkohl 10 bis 30,Salat 3 bis 5, Salatgurken 20 bis 35, Einmach- (uurfen 1 bis 3, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 6 Hs 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bund 8 Pf. ^ornotizcn.
I — Tageskalender für Samstag. Deutscher Techniker-Verband: 20 älhr, Gewerk- fHaftshaus, Mitglieder-Versammlung. — 1. Kraft- unt) Sportklub 1893: 20 Uhr, CafL Leib, Deutscher öWortabend anläßlich des 40jährigen Destchens. — Schiffenberg: Sommernachtsfest. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Kaiserwalzer".
1 — Tageskalender f ü r Sonntag. Burg Gleiberg: 15 Uhr, großes Konzert, abends T«nz. — Kraftpost-Gesellschaftsfahrt nach Marburg: Abfahrt 9 30 Uhr, Hauptpost. — Evange- lifhe Stadtmission, Löberstrahe 14: 2030 ilfjr, I ertrag, „Zurückgefunden". — Lichtspielhaus
Der Deutschlandsender übernimmt am Sams- cg, 5. August, in der Zeit von 16.55 4lhr bis i".10 11 br von Berlin, und zwar aus dem Stadion "runewald, einen Hörk»ericht von dem großen ^A.-Sportfest der Gruppe Berlin-Drairdenlnirg. Berichterstatter ist Fred Krüger.
Tagung der nationalsozialistischen Pfarrer Hessens
Am Montag, 7. August, 15.30 Uhr, findet in Ta r m st a d t im „Reichshof, Rheinstrahe, eine Eerfammlung aller eingeschriebenen nationalsozialistischen Pfarrer statt. Die Versammlung larb sich mit dem künftigen Landeskirchentag ' d«schäftigen.
Kein Aufenthalt der Iungfaschisten in Gießen.
Die 400 Jungfaschisten, die sich gegenwärtig auf einer Reise durch Deutschland befinden, verlassen, wie n>ir heute an anderer Stelle mitteilen, am Dienstag, b. August, die Stadt Kassel, um von dort aus im 6-vnderzug nach Frankfurt a. M. zu fahren. Der Zug passiert dabei um 10.02 Uhr den Bahnhof Gießen, rhne jedoch zu halten.
Umbau des Hotels Prinz Carl.
Die Gießener Geschäftswelt läßt es sich im Rah- nun des Möglichen angelegen sein, ihr Teil zur Ar- ieitsbeschafsung beizutragen. Wer gegenwärtig über len Selterswea aehl, kann die Beobachtung machen, lafj das Hotel Prinz Earl in seinem Erdgeschoß eine grundlegende Umgestaltung erfährt. Der Jn- : aber, Herr Borchert (in dessen Besitz sich das Ijetel schon seit dem 1. Juni 1906 befindet), stets
— Sonderfahrt in das Allgäu. Sirte billige Sonderfahrt in das bayerische All- gähi veranstaltet das Mitteleuropäische Reise- buireau in der Zeit vom 12. bis 20. August. 3n ten Höhenluftkurort Sonthofen (748 Meter über b. M.), bei Oberstdorf, ist ein achttägiger Erho- uigsaufenthalt vorgesehen. Dort ist Gelegenheit ua lohnenden Spaziergängen und herrlichen Aus-
lich Sonbergcbäubefteuer 1933 zur Zahlung bis 14. August angemahnt. Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht.
"Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh) M a r kt findet am Dienstag, 8. August, und der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 9. August, statt. Auf die Bekanntmachuna im heutigen Anzei- genteil fei besonders hingewiesen.
” Der Schiff enverg im Lichtbild. Der Schisfenberg, der durch seine historische Bedeutung und seine Raturschönheiten von jeher besondere Anziehungskraft ausübt, hat sich in den letzten Jahren, dank rühriger Tätigkeit der Hcimatvereinigung Schiffenberg viele neue Freunde erworben. Der von der Heimatvereinigung durchgeführte Photowcttbewerb hat das Interesse für den Schiffenberg und seine herrliche Umgebung in besonderem Maße geweckt. Unter den zum Wettbewerb eingercichten Bildern befinden sich viele neue Motive, die bis jetzt noch nicht im Bild festgehalten wurden. Don besonderem Reiz ist der Schiffenberg, wenn er vom Mondschein überstrahlt liegt. Ein Abend bei Mondenschein -auf Schiffenbergs Altan entschädigt für manche entgangene Serienreife. Wer noch Fröhlichkeit sucht, findet sie bei dem am heutigen Samstag stattfindenden Mondscheinfest. Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen.
•• Besuchszeiten der Museen am Sonntag. Die Sammlungen und Museen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
Drei Fälle |t>or dem Frankfurter Sondergericht.
Frankfurt a. M., 3. Aug. (WSN.) Wegen unberechtigten Tragens eines Abzeichens hatte sich ein Mann namens K atz k y zu verantworten, der erklärte, wenn er auch Nichtarier fei, so sei er doch ein unentwegter Vorkämpfer der nationalen Bewegung. Der Angeklagte will 1922 aus dem Juden- tum ausgetreten sein und später eine kommunistische Zelle ausspioniert haben. Der Nachrichtenbienft der SA. ermittelte, daß Kahky kommunistischer Funktionär war und es besteht der Verdacht, daß er der KPD. noch angehört. Er hatte sich zur NSBO. an- gemeldet und versicherte in der Aufnahmeerklärung, rein arischer Herkunft zu sein. Man überwachte ihn und schloß ihn mit dreizehn anderen Leuten eines Tages aus, wobei ihm ausdrücklich gesagt wurde, daß er als Jude nie Mitglied sein könne. Nach einer Weile meldete sich K a tz k y an anderer Stelle zur Partei an und trug Abzeichen, ohne daß seine Ausnahme erfolgt war. Der Angeklagte wurde zu z w e i Monaten Gefängnis verurteilt.
Ein in Haft befindlicher kaufmännischer Angestellter sollte ein Greuelmärchen verbreitet und sich dahin geäußert haben, daß in Konzentrationslagern Verstorbene nicht auf die Todesursache untersucht, die Aerzte die Leichen nicht besichtigen und die An- gehörigen die Leichen nicht mehr sehen dürften. Die Anzeige gegen den Angeklagten rourb^ erst einen Monat später als die Aeußerung gefallen war, er- stattet. Der Beschuldigte bestritt, sich so ausgelassen zu haben. Das GeriH war nicht in der Lage fest- zustellen, was der Angeklagte gesagt hatte, und sprach ihn frei.
In Biebrich verbreiteten der 24jährige Schlos- ser Jakob Eser und der 22jährige Arbeiter Hermann Schmalz eine kommunistische Hetzschrift, die Lügen über den Reichstagsbrand enthielt. Es er wurde zu einem Jahr Gefängnis, Schmalz zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.
llnterschlagungen bei der Gelnhäuser Ortskrankenkasse.
WSR. Gelnhausen, 4. Aug. Bei der Ortskrankenkasse Gelivhausen wurden bei einer Revision Unterschlagungen in Höhe von 4000 bis 5000 Mark festgestellt, die ein Beamter im Laufe einer verhältnismäßig kurzen Zeit gemacht hatte. Bereits vor einigen Jahren waren bei der Kasse Unterschla- g u n g e n vorgekommen, die zu der Entlassung des «schuldigen führten. Bei den neuerlichen Unterschlagungen harrdelt es sich um einen Beamten der an Stelle des entlassenen eingestellt worden war. Daß der nunmehr in Haft genommene Beamte solange unbemerkt die Gelder beiseite schaffen konnte, ist nicht zuletzt Schuld des früheren Rendanten, der bereits seit einiger Zeit seines Postens enthoben wurde.
Kunst und Wissenschaft.
Beethovens Neunte in Bayreuth.
Zum Atociten Male wurde am Freitag in Bayreuth die Reunte Symphonie von Beethoven aufgeführt. Vor 61 Jahren dirigierte sie nach der feierlichen Grundsteinlegung zum Festspielhaus am 22. Mai 1872 der Meister Richard Wagner selbst. An seiner Stelle stand am Freitagabend Richard Strauß, der das Orchester meisterhaft führte. Die Festspielsolisten hatten den Festspielchor verstärkt. Die Sänger Fritz Wolff und Dockelmann sowie die Sängerin Lilh Reiher auf der Bühne rissen die zahlreichen Zuhörer zu brausendem Beifall hin. Unter Richard Strauß' Leitung bekam das Werk seine eigene Deutung.
Am Freitag, dem Todestage Siegfried Wagners, wanderten viele hundert Menschen zu seinem Grabe auf dein Städtischen Friedhof in Bayreuth. Zahlreiche Kränze und Blumengebinde wurden niedergelegt. Frau Winifred Wagner besuchte mit ihren vier Kindern schon frühmorgens das Grab ihres Gatten.
Lriefkasten der Redaktion.
lRechtsgutachten sind ohne Derbtnblichketl der Sdjriftleitung.)
6. R. in G. Ein Kegelklub, der dem Deutschen Keglerbunb angehört, existiert in Gießen nicht.
rscncrvvrnnssagc.
Nach wie vor hält der Hochbruckeinfluß Jtanb, und zwar verbleiben wir im Bereich feiner Subfeite. Es wirb somit bas sommerliche Wetter in unserem Ge- biet noch anhalten, wobei tagsüber die Erwärmung noch weiter zunimmt. .
Ausfichen für Sonntag: Weiterhin meist heiter, nur leicht bewölkt, warm und trocken.
Lufttemperaturen am 4. August: mittags 24,4 Grab Celsius, abenbs 19,4 Grab am 5. August: morgens 17,4 Grab. Maximum 24,8 Grad, Minimum 12.5 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe cm 4. August: abenbs 26,8 Grab am 5. August: morgens 19,3 Grab Celsius. — Sonnenscheinbauer Wä Stunben.____
Verantwortlich für Politik: t-D.: Emst Blumschett».
Die Not des Buchdruckgewerbes
Don bem A k t i o n s a u s s ch u ß für den Deutschen Buchdrucker-Verein e. D-. Bezirk Gießen und seiner Ortsvereine, wirb uns ge- schrieben:
Schwer lastet bie Not der Zeit, hervorgerufen burch bas marxistische System ber Vergangenheit, auf unferm Gewerbe. Alle Versuche, die große ArbeitslosigkeitimPuchbruckgewerbe zu milbern, scheiterten an ber Tatsache, daß ber Auftragsbestand immer wei ter zurück- geht und die Buchdruckereien erhebliche Betriebs- einschränkungen vornehmen müssen.
Auf Anweisung bes alten Regimes waren bie behördlichen Stellen vielfach verpflichtet, Vervielfältigungsapparate aufzustellen. Größere Behörbenstellen richteten zum Teil sogar eigene Druckereien ein. Dem schwer um seine Existenz ringenben Buchbruckgewerbe wurden dadurch die früher von ihm ausgeführten Druckauf- träge entzogen. Der Arbeitslosigkeit und ber Verminderung ber SteuerTraft würbe also absichtlichVorschub geleistet. Leiber folgte auch die Privatwirtschaft in vielen Fällen diesem dösen Beispiel und ließ ihre Rundschreiben und Prospekte usw. auf Vervielfältigungsapparaten Herstellen.
Man glaubte, für feine Geschäftsempfehlungen eine billige Herstellungsart gefunden zu haben. Man glaubte ferner, mit diesen abgequetschten Erzeugnissen auch eine „Erfolgsreklame" zu erzielen. Geschäftsinhaber, bie die Wirkung solcher Vervielfältigungen kontrolliert haben, müssen zugeben, daß ber erwartete Erfolg nicht eingetreten ift
Nur eine gut ausgeführte Drucksache ist die Empfehlung jedes geschäftlichen Unternehmens. Nicht die billigste, sondern die beste Ausführung wirkt, kein Unternehmer würde es zulassen, daß feine Kunden von einem Vertreter in verschlissener Kleidung besucht würden, weit dadurch feinem geschäftlichen Ansehen Schaden zugefügt würde. Genau so verhält es sich mit einer unpersönlichen wirkungslosen Vervielfältigung. Der Umsatz kann nur gesteigert werden durch eine Werbung mit guten Drucksachen.
Es ist Pflicht eines jeden Deutschen, der bereit ist unter Beachtung des Grundsatzes „Gemein- I nutz geht vor Eigennutz" an bem Aufbau ber Volksgemeinschaft mitzuwirken, dies schon jetzt |
durchdieTatzu beweisen und nicht erst die gesetzliche Regelung abzuwarten.
Die Gesundung der gewerblichen Wirtschaft kann aber nur erfolgen, wenn im allgemeinen mit dem bisherigen Vergebungsunwesen Schluß gemacht wird, denn es ist unwirtschastlich. eine Vielzahl von Herstellern mit umfangreichen Kalkulationen zu belasten. Es ist auch unwirtschaftlich, Druckarbeiten, die individuell bergestcllt, repräsentieren und werben sollen, unpersönlich und schematisch zu vergeben. Wirtschaftlich ist allein vertrauensvolle persönliche Zusammenarbeit mit dem bewährten Drucker, auch wenn dieser nicht der Mindestfordernde ist, zur Erzielung höchster Leistung und größten Erfolge-.
Drucksachen sind auch keine Handelsware. Deshalb liegt es im Interesse der Hersteller und Verbraucher, den Vertrieb von Drucksachen durch Zwischenhändler, die keine eigene Druckerei besitzen, zu verhindern.
ES ist vaterstädttsche Pflicht aller Bürger, ihr Teil zur Besserung der städtischen Finanzlage beizutragen: durch ausschließliche Auftragserteilung an ortsansässige Buchdruckereien stärken sie die Steucrkraft und helfen die örtliche Arbeitslosigkeit vermindern.
Das Duchdruckgcwerbe, daS hohe Kulturaufgaben zu erfüllen hat, verlangt sein Recht auf die Arbeit, die ihm gebührt- Cs verlangt keine gehobene Sonder st ellung innerhalb unseres Volksganzen, es verlangt nur eine $ j i - stenzmöglichkeit-
Wenn die einzelnen Behördenstellen und alle übrigen Drucksachcnverbrauchcr unsere Anregung beachten und mit klarem Blick für das Wohl der Volksgemeinschaft wirken, dann wird eS auch dem Duchdruckgcwerbe möglich sein, vielen Berufsgenossen durch Zurückfübrung in den Produktionsprozeß wieder Arbeit und Brot zu geben. Dies ist ja auch der Wille unseres Führers. Gott grüß die Kunstl
' hl Gießen
UP1 Plockstr.12
1 Ter.-‘317O
Alle Photoarbeiten sauber und preiswert!


