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5.5.1933 Erstes Blatt
 
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Jamm Die Gewerkschaften gleichgeschaltei wurden

Werden Sie dieses Hindernis spüren ?

Nein!

in:

, JAHPE 'deutsche .OUALITAfS L ARBEIT J

kraft. (Zustimmung.)

Wir haben die Gewerkschaften übernommen, um den langersehnten Wunsch der Arbeiterschaft nach dieser Einigung endlich zu erfüllen und die gesamte Arbeiterschaft so stark zu machen, daß sie ihren großen Aufgaben gewachsen ist.

(Lebhafter Beifall.)

Die Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten hatte aber auch noch einen an­deren Grund. Jahrzehntelang haben die Marxisten dem Arbeiter gesagt, er müsse ft 1 a f f c n f o m p = fer und Prolet sein, um sich die Freiheit zu er­ringen. Prolet sein, heißt aber für den deutschen Arbeiter nichts anderes, als sich zu den U nter - st e n rechnen. Die Nationalsozialisten haben dem­gegenüber die Frage aufgeworfen: Warum fo i

s i ch der deutsche Arbeiter zu den Un­tersten rechnen? Damit die Oberen sich etwa einbilden könnten, sie dürften auf ihm herumtreten? Je mehr der Arbeiter selbst sich beugte, desto mehr wurde auf ihn gedrückt. Der Arbeiter hat aber gar keinen Grund, sich zu beugen, denn der Fabrikant braucht ihn, um produzieren zu können, und der Bauer braucht ihn. um für seine Erzeugnisse Ab­satz zu finden, kurzum:

ein Stand ist auf den anderen unbedingt an­gewiesen. und kein Stand kann ohne den andern leben.

Die Führer der deutschen Arbeiterschaft, die bisher dos Gegenteil von unserer Heberzeugung taten und die stillschweigend Hinnahmen, daß unter der Regierung Brüning die Löhne und Ge­hälter so erheblich gekürzt wurden, angeblich zur Senkung der Lebensmittelpreise, können nicht wei­terhin die Gcwerkschasten in der Hand behalten, weil ihre Führung untauglich gewesen ist. Wenn vor einiger Zeit eine Bauerndemonstration in Bad Homburg dagegen protestierte, dah die landwirtschaftlichen Erzeugnisse nur geringen Ab­satz finden und schlecht bezahlt werden, so war das in Wirklichkeit nur ein Protest gegen die unerträgliche Minderung der Kaufkraft der Arbeiterschaft durch die rigorosen Lohnsenkungen. Die Arbeiterschaft hat keinerlei Grund, sich als Prolet zu sühlen und zu beugen, sondern sie kann mindestens genau so auf­recht stehen in Deutschland wie jeder andere Stand auch.

wir Nationalsozialisten wollen dem deutschen Arbeiter die Stellung verschaffen, die man ihm in Deutschland bisher nicht geben wollte.

(Großer Beifall.) 3n Deutschland braucht es überhaupt keine höheren oder nie­deren Stände zu geben; jeder Stand ist not­wendig ynö keiner hat das Recht, auf den ande­ren herabzublicken, weil eben ein Stand auf den anderen unbedingt angewiesen ist. Darum die Gleichschaltung, die einen Stand neben den anderen setzen will und muh, weil sie alle miteinander lebensverbunden sind. (Stürmischer Beifall.) Darum auch die Gleich­schaltung des ganzen deutschen Volkes. Hnb dar­aus wird das Gegenteil von dem bisherigen Klas- senhaß, nämlich die S t a n d e s e h r e. Um die­ses Ziel der Volksgemeinschaft zu erreichen, war die Gleichschaltung der Gewerkschaften unbedingt notwendig, weil damit

die letzte und beste Stühe des Marxismus und des Kommunismus zertrümmert wurde zum Ruhen Deutschlands und zum Sdjabcn der ganzen internationalen Gesellschaft.

(Stürtnische Zustimmung.) Deshalb lehren wir auch den Arbeiter, seine Standesehre wieder zu erkennen. Der deutsche Arbeiter hat allen Grund und alles Recht, auf seine Arbeit und seine Lei st ungen stolz zu sein, denn ohne sein Schassen wäre auch allen anderen Ständen die Arbeit einfach unmöglich.

Die Nationalsozialisten stehen auch dem Arbeit­geber anders gegenüber, als die bisherige Gewerk­schaftsführung. Sie vertreten den Grundsatz, daß der Fabrikant nur leben und seine Waren absegen kann, wenn der größte Teil der Konsumentenschaft, tue Arbeiter, auch leben kann. Manche Arbeitgeber haben nach der Gleichschaltung der Gewerkschaften geglaubt, nun von den Tarifen entbunden

Eindrucksvolle Rebe des Gießener Gewerkschastskommissars Bartholomäus in einer großen Arbeiter- und Angestetttenversammlung.- Ser Stand der Gießener Gewerkschaften.

Denn I O Reifen nehmen Stöße in sich auf, ohne sie auf den Wagen zu übertragen

zu sein.

Demgegenüber mache ich nachdrücklich darauf aufmerksam, daß unser Führer und Reichskanz­ler Adolf Hitler und der Führer der gesam- len Gewerkschaften, pg. Dr. Ley, grundsätz­lich erklärt haben, daß an den T a r i f l ö h n e n auch durch die Gleichschaltung nicht das gering st e geändert wird. Die Tarife müßen heule genau so bezahlt werden, wie bisher, wir Ralionalsozia- lislen denken nicht dgron, diesen Grundsätzen untreu zu werden. Die Wirtschaft kann nur ge­rettet werden, wenn umgeseht wird, hätte man den Arbeitern und Angestellten bei den bis­herigen Lohn- und Gehaltskürzungen nicht so viel genommen, so wäre auch der Warenumsatz heute noch größer, und vielen ginge es besser, wir werden von den Grundlagen der Tarife nicht einen Finger breit abweichen, wir werden zeigen, daß wir durchaus nicht die Totengräber der Arbeilerrechte sind, dah uns das Wohl der Arbeiter im Gegenteil viel mehr am Herzen liegt, wie denen, die bisher den Arbeiter in der Hand hatten. (Stürmischer Beifall.) wir sehen unsere Ehre darein, die Arbeitsämter aus dem schnell st en Wege ver­schwinden zu lassen, denn der deutsche Ar­beiter ist nicht dazu geboren, stempeln zu gehen und Wohlfahrlsunkerstühung zu empfangen, sondern er ist dazu da, arbeiten zu. können.

\ Unter nationalsozialistischer Führung werden die Gewerkschaften dazu verhelfen, daß die Arbeiter

Wirtschaft.

Frankfurt still und uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 5. Mai. (WTB. Draht­meldung.) Bei sehr kleinen Umsätzen eröffnete die heutige Mittagsbörse in uneinheitlicher Haltung, die Veränderungen gegenüber der Abendbörse hielten sich allerdings in engen Grenzen. Aus Kundschastskreisen erfolgten immer noch einige Verkäufe, denen nur wenig Kauf­orders gegenüberstanden, während t)ie_ Kulisse aus mancherlei Ursachen Zurückhaltung übte, ob­schon aus der Wirtschaft überwiegend günstige Rachrichten vorlagen. Der Ab­schluß der Dedi-Bank fand eine gute Aufnahme, blieb aber auf die Gesamttendenz ohne Einfluß. Dagegen führten die meist sesteren Auslandbörsen und die gewisse außenpolitische Entspannung durch die Aussprache mit Polen zu einer zuver- sichtlichen Grund st immun g.

Auf die Aufwärtsbewegung an den Schweizer Börsen blieben Chadeakticn weiter gesucht, sie (amen nach Plus-Plus-Zeichen mit 177,25 um 12,25 Mk. fester zur Rotiz. Relativ fest lagen außerdem Reichsbank mit plus 2,75 Prozent und Schuckert mit plus 2 Prozent. Am Chemiemarkt erfolgten noch Abgaben in IG., Deutsche Erdöl, Goldschmidt und Rütgcrswerke, bei denen Rück­gänge von 0,5 bis 1,25 Prozent zu verzeichnen waren. Auch Elektroaktien lagen überwiegend von 0,5 bis 1 Prozent niedriger. Von Montan­werken eröffneten Harpcner, Buderus und Stahl­verein bis zu 1 Prozent freundlicher, bei letzteren dürfte ein Röhrenauftrag von mehreren tausend Tonnen seitens der Württembergischen Landes- wasserversorgungs-AG. etwas angeregt haben. Etwas niedriger lagen anderseits Klöcknerwerke, Mannesmann, Phönix und Rheinstahl. Kali- papiere blieben gut behauptet. Leicht befestigt waren noch Zement Heidelberg, Zellstoff Wald­hof und Deutsche Linoleum, sowie Rorddeutscher Lloyd, während Contigummi 1,5 Prozent, Aku 0.6 Prozent und Daimler, sowie Akkumulatoren Berlin bis 2 Prozent nachließen

Am Rentenmarkt eröffneten Reichsaltbesih und späte Reichsschuldbuchsorderungen etwas niedri­ger. Von Industrieobligationen schwächten sich Stahlvereinbonds erneut um 1 Prozent ab, wo­gegen Reubesitz und Schuhgebietsanleihe gut be­hauptet lagen. Am Psandbriefmarkt kam noch etwas Material heraus, so daß per Saldo noch Abschwächungen von 0,25 bis 0.50 Prozent über­wogen. Kommunalobligationen waren jedoch wie­der gesucht und fester. Von fremden Werten la­gen Türken etwas schwächer, dagegen erschienen Schweizerische Bundesbahn-Obligationen mit Plus-Plus-Zeichen.

Irn Verlaufe blieb die Kursgestaltung bei an­haltend kleinem Geschäft uneinheitlich, jedoch über­wogen meist weitere kleine Rückgänge. Auch Deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuch- sordcrungen and Stahlvereinbonds gaben etwas nach, letztere etwas stärker (minus 1,50 Prozent). Tagesgeld war zu 3,50 Prozent etwas gefragt.

entschließt, den werden wir zu zwingen wis­sen, mit uns zu marschieren, wie wir atich die an­deren zum gemeinsamen Marsch mit uns gezwtinge« haben. Wir kennen nur ein Ziel: das gonjt Deutschland muß es sein! (Langanhaltender stür­mischer Beifall.)

Kreisleiter der RSBO. pg. Wagner erklärte in einem kurzen Schlußwort u. a.: Es geht um alle-, um ganz Deutschland. Wir sind keine Klafscnkämpser, sondern wir wollen die Volksgemeinschaft, überall nur dcnDienst am Volk. Das ist auch der Zweck der nationalsozialistischen Tlktion bei der Gleich­schaltung der Gewerkschaften.

Der Nationalsozialismus ist d i e deutsche Bolts- gemeinschoft, eine 100pro;entige Verpflichtung für jeden, alles für Volk und Vaterland zu tun. Jeder Arbeiter und Angestellte muß in diesem Sinne arbeiten, damit der Klassenhaß über- wunden und das deutsche Volk wieder einig wird.

Wenn Deutschland einig war. wurde es noch nie überwunden. Dahin muß es wieder kommen! Ste­hend wurde dann gemeinsam der erste Vers des Deutschland-Liedes gesungen.

Pg. Bartholomäus brachte hierauf ein dreifaches, mit großer Begeisterung angenomme­ne« Sieg -Heil a u f den Schöpfer dcS neuen Deutschland, den Volkskanzler Adolf Hitler aus. Damit fand die Versamm­lung ihren Abschluß.

Aufruf desGtaatskommissars

Darmstadt, 4.Mai. (WSN.) Der Staats- kommisfarfürArbeiterfragenund Vor­sitzender des Aktionsausschusses für den ADGB. er­läßt folgende Mitteilung: Ich richte an alle G e- werks chaftler die Aufforderung, in ihrem Berufeoerbanb ju bleiben. Alle diejeni­gen, die austrete n. verlierenihreRechte. pünktliche und regelmäßige Beitrags,ah- l u n g ist h ö ch st e p f l i ch t für jeden Gewerkschaft- ler. Nähere Erläuterungen erfolgen durch die jewei- Ilgen Ortsausfchüsfe.

wieder arbeiten können. Wir sind gewillt, diese Verantwortung auf uns zu nehmen, und der Kleinste von uns wird dafür genau so geradestehen, wie unser Führer als Größter. Wir wollen es dem deutschen Arbeiter ermöglichen, daß er durch den Ertrag seiner Arbeit sich auch wieder einen Besitz­anteil am deutschen Boden verschaffen und davon sagen kann: das ist mein. Wir wollen den deutschen Arbeiter wieder zu seinem Vater- land zurückführen, ihm die Ehre der Arbeit durch die Arbeit selbst verschaffen, damit er sich im eigenen Heim und auf eigenem Besitz wieder als Mensch suhlen kann.

Herr Bartholomäus betonte dann, daß es der NSDAP, ernst damit sei, aus den Gewerk­schaften heraus die Arbeiterführer für das Ständeparlament des Dritten Nei- ch e s zu entnehmen. Er wies dann u. a. auf das 3-Millionen°Konto des früheren Reichstagspräsiden- ten Paul Löbe in München hin und sagte, die Führung der Arbeiterschaft könne für gewiße Leute auch sehr einträglich sein. Er betonte aber, daß er das bisher in Gießen nicht f e ft g e ft eilt habe. (Bravo.)

Nunmehr handelt cs sich darum, so sagte er u. a. weiter, die Gewerkschaften wieder in den stand zu setzen, daß sie einen Kamps für die Arbeiter führen rinnen. Ich will keinen der kleinen Gewerkschafts­führer verantwortlich machen für das, was heute da ist. Denn alle diese kleine^ Gewerkschaftsführer wurden ja von den größeren geleitet. Ich will nur feststellen, wie

der heutige Stand der Gewerkschaften in Gießen

ist. Ich habe hier 6 bis 7 Gewerkschaften glcichge- schaltet und dabei folgenden Stand ermittelt:

Deutscherholzarbeiterverband: Ein­nahmen im letzten Vierteljahr 1555 Mark, persön­liche und sachliche Ausgaben 1505 Mark, so daß sich Einnahmen und Ausgaben in dieser kleinen Der- waltungsstelle mit rund 100 v. h. aushcben.

Baugewerksbund: Einnahmen im Jahre 1931: 20 203 Mark, im Jahre 1932: 9330 Mark, Der- waltungskosten im Jahre 1931: 41 v. h. persönliche und 38 o.5). sachliche Kosten.

Gesamtverband der Arbeitnehmer: Einnahmen im Jahre 1931: 54 908 Mark, im Jahre 1932: 39 280 Mark, Verwaltungskosten im Jahre 1931: persönlicher Art 33 v. h., sachlicher Art 5 d. $).

Deutscher Metallarbeiterverband: Einnahmen im Jahre 1931: 53 461 Mark, im Jahre 1932: 33 221 Mark, Derwaltungskosten im Jahre 1931: persönlicher Art 19 d. $)., sachlicher Art .4 o. h.

Einheitsoerband der Eisenbahner: Einnahmen im Jahre 1931: 37 650 Mark, im Jahre 1932: 27 757 Mark, Verwaltungskosten im Jahre 1931: persönlicher Art 31 v. $)., sachlicher Art 6% v. h.

Zentraloerband der Steinarbeiter: Hier war die Ermittlung des Standes nicht möglich, weil die meisten Zahlstellen selbst abrechnen.

Wenn die Gewerkschaften wieder etwas leisten

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Rückgabe ihres 'trag nicht bar aus- en. 2on der An- estohlen zu haben, hat zwei von seiner 'itslosenvcrsjcherung rngen verfälscht, in« lrbeitstoge einsehte, inigungen dem 2fr- vorgclegt, das den entdeckte. Wegen ' nd Detrugsvcrsuchs rsängnisftrase chung einer ösfent- ngenommen, da die i und die von der lrbeitsbefcheinigung )e mrzusehen war. Rötung hatte sich u verantworten. Er schwer beladenen cigcnde Landstrohe obren. Da er ge­eit nach Hause zu unbeleuchtet: er :e der Strohe ein, . Ein in entgegen- Radfahrer, der das ft im letzten Äugen- it solcher Ducht in sich schwere Der- und alsbald starb. Hinterbliebenen des Ak. bezahlt hat, ötung zu einer an :en Gefängnis-, natcn tretenden Mark verurteilt, chl, daß der Dad- gefahren war und tte.

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sollen, muß es unbedingt dahin kommen, daß die Einnahmen und Ausgaben im rich­tigen Verhältnis zueinander stehen. An den persönlichen und sachlichen Ausgaben muß so ae- spart werden, daß der Unterschied zwischen diesen Kosten und der Gesamteinnahme nicht zu groß ist.

Ein besonderes Schmerzenskind ist das Gewerk­schaftshaus, das wir haben übernehmen müßen.

Rach dem heutigen Stand ruhen aus dem Ge- werkschastshaus noch 125 000 Mark Schulden.

(Pfui-Rufe.)

Wie diese Schulden entstanden sind, war nicht meine Pflicht, festzustellen. Es ist aber zu beachten, daß durch Bauten mit drückenden baupolizeilichen Dor- schriften größere Kosten entstanden sind. Für das Gewerkschaftshaus sind jährlich etwa 20 000 Mark an Zinsen und Steuern aufzu­bringen.

Die Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen sehen, daß wir uns durchaus in kein Rosenbett gelegt haben. Es ist nicht nur Pflicht, mit aller Kraft zu sparen und zu arbeiten, sondern es muß auch alles getan werden, um die Gewerkschaften wie­der arbeitsfähig zu machen.

Die deutschen Arbeiter und Angestellten müssen sich darüber klar fein, daß sich der Kamps für ihr Lebensrecht und ihre Lebensmöglichkeit nur durchführen läßt, wenn sie in Gemeinschaft ;u- fammenstehen mit denen, denen das gleiche

Wohl und wehe am Herzen liegt.

Unter das bisherige Geschehen wollen wir einen Strich machen und nun unsere künftige Aufgabe ins Auge fassen: jeder Arbeitskollege muß seine Pflicht tun und in der Organisation mitmarschieren. Jeder Arbeiter und Angestellte muß sich organisieren! (Starker Beifall.) Jeder muß schamrot werden, wenn er dabei nicht mitgeht. Wir werden nicht versäumen, diejenigen aufzuzählen, die beiseite bleiben und durch die anderen die K a - st a n i e n für s i ch aus dem Feuer holen lassen. Neben den Rechten stehen für jeden Arbeiter auch Pflichten. Die bestehenden Organisationen müssen und sollen gerettet werden, hier heißt es: Einer für alle und alle für einen. In den nächsten Tagen werden wir an alle Arbeiter und Angestellten appellieren, mitzuhelfen. Wir Nationalsozialisten werden vorläufig genau so ehrenamtlich für d i e Gewerkschaften unseren Dienst tun, wie wir es jahrelang für unsere Partei getan haben. (Beifall.) Jeder muß seine größte Ehre darin sehen, daß er mithilft, damit die Gewerkschaften wieder finanziell stark werden. Wer sich zu dieser Hilfe durch Eingliederung in die Gewerkschaftsfront nicht freiwillig

ntm «aale des Safe Leib fand gestern abend eine von der RSBO. (Rationalsozialistische Be- triebszellen-Organisation) und den Gießener Ge- IchüftSstellen der freien Gewerkschaften einberu­fene Versammlung der Arbeiter und Angestellten statt. Der Andrang war so stark, daß der Saal schon nach kurzer Zeit in allen Teilen voll besetzt taar und die Polizei den Eingang gegen weiteren Zutritt sperren mußte. Die Arbeiter- und Ange­stelltenschaft füllte den Saal in einem Ausmaß, wie es bei einer derartigen Versammlung hier bis­her noch nicht zu verzeichnen war.

Rachdem der Kreisleiter der RSBO. Pg. Wagner als Dersammlgngsvorsitzender kurze Worte der Begrüßung an die Versammelten ge­richtet hatte, sprach, von lebhaftem Beifall be­grüßt, der mit der Gleichschaltung der Gewerk­schaften in Gießen beauftragte

pg. Bartholomäus

über .Die Gleichschaltung der freien Gewerkschaften und die Arbeit der Gewerkschaften für die deutsche Ar­beit e r s ch a f t". Der Redner wies zunächst aus den politischen Hmschwung in Deutschland hin, durch den es dem Führer Adolf Hitler gelungen sei, den größten Teil des deutschen Volkes in seine Einheitsbewegung einzugliedern und den Marxis­mus und Kommunismus schon heute zu 90 Prozent zu erledigen. Die nationale Revolution habe eben nach dem 5. März anders gearbeitet, als die Re­volte von 1918 (Sehr richtig). Der nationalsozia­listische Grundsatz:Alles oder gar nichts" habe sich in vollem Maße als richtig erwiesen.

Die NSDAP, fei nicht damit zufrieden, daß sie die Regierung errungen habe, auch nicht damit, daß einzelne Organisationen, vielleicht aus einer gewißen Konjunkturstimmung heraus, sich ihr angeschloßen hätten, sie wolle vielmehr das ganze deutsche Volk ersaßen.

Hm dieses Ziel zu erreichen, seien jetzt auch d i e Organisationen, die eine Lebensnotwendigkeit des einzelnen Menschen oder Standes garantieren, die aber nicht freiwillig gekommen seien, mit Zwang gleichgeschaltet worden. Diese Gleichschaltung war eine Selbstverständlichkeit (Beifall undSehr rich­tig!"). Nachdem der Redner in einer kurzen Rückschau erwähnt hatte, wie man früher von marxistischer Seite aus die Arbeiterschaft gegen die NSDAP, auf; gehetzt und diese als Totengräber der Arbeiter- rechte usw. bezeichnet hatte, betonte er mit Rach­druck, daß die Rationalsozialisten die Gleich­schaltung der freien Gewerkschaften nicht etwa nur im Interesse der Regierung, son­dern noch mehr irn Interesse der Arbei» terschaft selbst durchgeführt hätten (Beifall).

hierauf sprach Herr Bartholomäus über die Gleichschaltung vom weltanschaulichen Standpunkt aus. Er sagte u. a.: Wenn der A t beiterschast Gutes getan werden soll, bann kann es nur geschehen, wenn sich die Arbeiterschaft in erster Linie a n die Regierung ihres Landes gebunden fühlt, die die Verantwor­tung dafür trägt, daß die Wirtschaft und die Pro dukiion einen geordneten Verlauf nehmen.

wir Nationalsozialisten haben das heil der deutschen Arbeiterschaft immer nur in Deutsch­land selbst gesucht, im Gegensatz zur Sozialdemo­kratie, die dieses heil überall wo anders, nur nicht in Deutschland zu finden glaubte.

(Beifall.) Diese Gegensätze konnten nicht überbrückt werden. Deshalb mußte es jetzt fein, daß die Füh­rung der Gewerkschaften in die Hände derer gelegt wurde, die schon immer den Standpunkt vertraten, daß nicht die Internationale, sondern die natio» nale Einstellung dem deutschen Arbei - ter Rettung bringt. (Sehr richtig.) Die deutschen Führer, die 60 Jahre lang die Arbeiterschaft internatio. nal einigen wollten, haben es ja noch nicht einmal fertiggebracht, daß die deutschen A r b eite r unter s i ch zur Einigkeit kamen, ja die Arbeiter; schäft in sich sogar vielfach gespalten war. Die bis­herige Führung der deutschen Arbeiterschaft hatte eben gar kein Interesse an dieser nationalen Einheit und Geschlossenheit. Jetzt gilt es, nach 60 Jahren vergeblicher Bemühungen, die d e u t s ch e A r - beiterschast endlich einig und g e s ch l o s- s e n zu machen, denn je gespaltener und uneiniger sie ist, desto geringer ist ihre Schlag- und «totz-

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