Jamm Die Gewerkschaften gleichgeschaltei wurden
Werden Sie dieses Hindernis spüren ?
Nein!
in:
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kraft. (Zustimmung.)
Wir haben die Gewerkschaften übernommen, um den langersehnten Wunsch der Arbeiterschaft nach dieser Einigung endlich zu erfüllen und die gesamte Arbeiterschaft so stark zu machen, daß sie ihren großen Aufgaben gewachsen ist.
(Lebhafter Beifall.)
Die Gleichschaltung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten hatte aber auch noch einen anderen Grund. Jahrzehntelang haben die Marxisten dem Arbeiter gesagt, er müsse ft 1 a f f c n f o m p = fer und Prolet sein, um sich die Freiheit zu erringen. Prolet sein, heißt aber für den deutschen Arbeiter nichts anderes, als sich zu den U nter - st e n rechnen. Die Nationalsozialisten haben demgegenüber die Frage aufgeworfen: Warum fo i
s i ch der deutsche Arbeiter zu den Untersten rechnen? Damit die Oberen sich etwa einbilden könnten, sie dürften auf ihm herumtreten? Je mehr der Arbeiter selbst sich beugte, desto mehr wurde auf ihn gedrückt. Der Arbeiter hat aber gar keinen Grund, sich zu beugen, denn der Fabrikant braucht ihn, um produzieren zu können, und der Bauer braucht ihn. um für seine Erzeugnisse Absatz zu finden, kurzum:
ein Stand ist auf den anderen unbedingt angewiesen. und kein Stand kann ohne den andern leben.
Die Führer der deutschen Arbeiterschaft, die bisher dos Gegenteil von unserer Heberzeugung taten und die stillschweigend Hinnahmen, daß unter der Regierung Brüning die Löhne und Gehälter so erheblich gekürzt wurden, angeblich zur Senkung der Lebensmittelpreise, können nicht weiterhin die Gcwerkschasten in der Hand behalten, weil ihre Führung untauglich gewesen ist. Wenn vor einiger Zeit eine Bauerndemonstration in Bad Homburg dagegen protestierte, dah die landwirtschaftlichen Erzeugnisse nur geringen Absatz finden und schlecht bezahlt werden, so war das in Wirklichkeit nur ein Protest gegen die unerträgliche Minderung der Kaufkraft der Arbeiterschaft durch die rigorosen Lohnsenkungen. Die Arbeiterschaft hat keinerlei Grund, sich als Prolet zu sühlen und zu beugen, sondern sie kann mindestens genau so aufrecht stehen in Deutschland wie jeder andere Stand auch.
wir Nationalsozialisten wollen dem deutschen Arbeiter die Stellung verschaffen, die man ihm in Deutschland bisher nicht geben wollte.
(Großer Beifall.) 3n Deutschland braucht es überhaupt keine höheren oder niederen Stände zu geben; jeder Stand ist notwendig ynö keiner hat das Recht, auf den anderen herabzublicken, weil eben ein Stand auf den anderen unbedingt angewiesen ist. Darum die Gleichschaltung, die einen Stand neben den anderen setzen will und muh, weil sie alle miteinander lebensverbunden sind. (Stürmischer Beifall.) Darum auch die Gleichschaltung des ganzen deutschen Volkes. Hnb daraus wird das Gegenteil von dem bisherigen Klas- senhaß, nämlich die S t a n d e s e h r e. Um dieses Ziel der Volksgemeinschaft zu erreichen, war die Gleichschaltung der Gewerkschaften unbedingt notwendig, weil damit
die letzte und beste Stühe des Marxismus und des Kommunismus zertrümmert wurde zum Ruhen Deutschlands und zum Sdjabcn der ganzen internationalen Gesellschaft.
(Stürtnische Zustimmung.) Deshalb lehren wir auch den Arbeiter, seine Standesehre wieder zu erkennen. Der deutsche Arbeiter hat allen Grund und alles Recht, auf seine Arbeit und seine Lei st ungen stolz zu sein, denn ohne sein Schassen wäre auch allen anderen Ständen die Arbeit einfach unmöglich.
Die Nationalsozialisten stehen auch dem Arbeitgeber anders gegenüber, als die bisherige Gewerkschaftsführung. Sie vertreten den Grundsatz, daß der Fabrikant nur leben und seine Waren absegen kann, wenn der größte Teil der Konsumentenschaft, tue Arbeiter, auch leben kann. Manche Arbeitgeber haben nach der Gleichschaltung der Gewerkschaften geglaubt, nun von den Tarifen entbunden
Eindrucksvolle Rebe des Gießener Gewerkschastskommissars Bartholomäus in einer großen Arbeiter- und Angestetttenversammlung.- Ser Stand der Gießener Gewerkschaften.
Denn I O Reifen nehmen Stöße in sich auf, ohne sie auf den Wagen zu übertragen
zu sein.
Demgegenüber mache ich nachdrücklich darauf aufmerksam, daß unser Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und der Führer der gesam- len Gewerkschaften, pg. Dr. Ley, grundsätzlich erklärt haben, daß an den T a r i f l ö h n e n auch durch die Gleichschaltung nicht das gering st e geändert wird. Die Tarife müßen heule genau so bezahlt werden, wie bisher, wir Ralionalsozia- lislen denken nicht dgron, diesen Grundsätzen untreu zu werden. Die Wirtschaft kann nur gerettet werden, wenn umgeseht wird, hätte man den Arbeitern und Angestellten bei den bisherigen Lohn- und Gehaltskürzungen nicht so viel genommen, so wäre auch der Warenumsatz heute noch größer, und vielen ginge es besser, wir werden von den Grundlagen der Tarife nicht einen Finger breit abweichen, wir werden zeigen, daß wir durchaus nicht die Totengräber der Arbeilerrechte sind, dah uns das Wohl der Arbeiter im Gegenteil viel mehr am Herzen liegt, wie denen, die bisher den Arbeiter in der Hand hatten. (Stürmischer Beifall.) wir sehen unsere Ehre darein, die Arbeitsämter aus dem schnell st en Wege verschwinden zu lassen, denn der deutsche Arbeiter ist nicht dazu geboren, stempeln zu gehen und Wohlfahrlsunkerstühung zu empfangen, sondern er ist dazu da, arbeiten zu. können.
\ Unter nationalsozialistischer Führung werden die Gewerkschaften dazu verhelfen, daß die Arbeiter
Wirtschaft.
Frankfurt still und uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 5. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Bei sehr kleinen Umsätzen eröffnete die heutige Mittagsbörse in uneinheitlicher Haltung, die Veränderungen gegenüber der Abendbörse hielten sich allerdings in engen Grenzen. Aus Kundschastskreisen erfolgten immer noch einige Verkäufe, denen nur wenig Kauforders gegenüberstanden, während t)ie_ Kulisse aus mancherlei Ursachen Zurückhaltung übte, obschon aus der Wirtschaft überwiegend günstige Rachrichten vorlagen. Der Abschluß der Dedi-Bank fand eine gute Aufnahme, blieb aber auf die Gesamttendenz ohne Einfluß. Dagegen führten die meist sesteren Auslandbörsen und die gewisse außenpolitische Entspannung durch die Aussprache mit Polen zu einer zuver- sichtlichen Grund st immun g.
Auf die Aufwärtsbewegung an den Schweizer Börsen blieben Chadeakticn weiter gesucht, sie (amen nach Plus-Plus-Zeichen mit 177,25 um 12,25 Mk. fester zur Rotiz. Relativ fest lagen außerdem Reichsbank mit plus 2,75 Prozent und Schuckert mit plus 2 Prozent. Am Chemiemarkt erfolgten noch Abgaben in IG., Deutsche Erdöl, Goldschmidt und Rütgcrswerke, bei denen Rückgänge von 0,5 bis 1,25 Prozent zu verzeichnen waren. Auch Elektroaktien lagen überwiegend von 0,5 bis 1 Prozent niedriger. Von Montanwerken eröffneten Harpcner, Buderus und Stahlverein bis zu 1 Prozent freundlicher, bei letzteren dürfte ein Röhrenauftrag von mehreren tausend Tonnen seitens der Württembergischen Landes- wasserversorgungs-AG. etwas angeregt haben. Etwas niedriger lagen anderseits Klöcknerwerke, Mannesmann, Phönix und Rheinstahl. Kali- papiere blieben gut behauptet. Leicht befestigt waren noch Zement Heidelberg, Zellstoff Waldhof und Deutsche Linoleum, sowie Rorddeutscher Lloyd, während Contigummi 1,5 Prozent, Aku 0.6 Prozent und Daimler, sowie Akkumulatoren Berlin bis 2 Prozent nachließen
Am Rentenmarkt eröffneten Reichsaltbesih und späte Reichsschuldbuchsorderungen etwas niedriger. Von Industrieobligationen schwächten sich Stahlvereinbonds erneut um 1 Prozent ab, wogegen Reubesitz und Schuhgebietsanleihe gut behauptet lagen. Am Psandbriefmarkt kam noch etwas Material heraus, so daß per Saldo noch Abschwächungen von 0,25 bis 0.50 Prozent überwogen. Kommunalobligationen waren jedoch wieder gesucht und fester. Von fremden Werten lagen Türken etwas schwächer, dagegen erschienen Schweizerische Bundesbahn-Obligationen mit Plus-Plus-Zeichen.
Irn Verlaufe blieb die Kursgestaltung bei anhaltend kleinem Geschäft uneinheitlich, jedoch überwogen meist weitere kleine Rückgänge. Auch Deutsche Anleihen und späte Reichsschuldbuch- sordcrungen and Stahlvereinbonds gaben etwas nach, letztere etwas stärker (minus 1,50 Prozent). Tagesgeld war zu 3,50 Prozent etwas gefragt.
entschließt, den werden wir zu zwingen wissen, mit uns zu marschieren, wie wir atich die anderen zum gemeinsamen Marsch mit uns gezwtinge« haben. Wir kennen nur ein Ziel: das gonjt Deutschland muß es sein! (Langanhaltender stürmischer Beifall.)
Kreisleiter der RSBO. pg. Wagner erklärte in einem kurzen Schlußwort u. a.: Es geht um alle-, um ganz Deutschland. Wir sind keine Klafscnkämpser, sondern wir wollen die Volksgemeinschaft, überall nur dcnDienst am Volk. Das ist auch der Zweck der nationalsozialistischen Tlktion bei der Gleichschaltung der Gewerkschaften.
Der Nationalsozialismus ist d i e deutsche Bolts- gemeinschoft, eine 100pro;entige Verpflichtung für jeden, alles für Volk und Vaterland zu tun. Jeder Arbeiter und Angestellte muß in diesem Sinne arbeiten, damit der Klassenhaß über- wunden und das deutsche Volk wieder einig wird.
Wenn Deutschland einig war. wurde es noch nie überwunden. Dahin muß es wieder kommen! Stehend wurde dann gemeinsam der erste Vers des Deutschland-Liedes gesungen.
Pg. Bartholomäus brachte hierauf ein dreifaches, mit großer Begeisterung angenommene« Sieg -Heil a u f den Schöpfer dcS neuen Deutschland, den Volkskanzler Adolf Hitler aus. Damit fand die Versammlung ihren Abschluß.
Aufruf desGtaatskommissars
Darmstadt, 4.Mai. (WSN.) Der Staats- kommisfarfürArbeiterfragenund Vorsitzender des Aktionsausschusses für den ADGB. erläßt folgende Mitteilung: Ich richte an alle G e- werks chaftler die Aufforderung, in ihrem Berufeoerbanb ju bleiben. Alle diejenigen, die austrete n. verlierenihreRechte. pünktliche und regelmäßige Beitrags,ah- l u n g ist h ö ch st e p f l i ch t für jeden Gewerkschaft- ler. Nähere Erläuterungen erfolgen durch die jewei- Ilgen Ortsausfchüsfe.
wieder arbeiten können. Wir sind gewillt, diese Verantwortung auf uns zu nehmen, und der Kleinste von uns wird dafür genau so geradestehen, wie unser Führer als Größter. Wir wollen es dem deutschen Arbeiter ermöglichen, daß er durch den Ertrag seiner Arbeit sich auch wieder einen Besitzanteil am deutschen Boden verschaffen und davon sagen kann: das ist mein. Wir wollen den deutschen Arbeiter wieder zu seinem Vater- land zurückführen, ihm die Ehre der Arbeit durch die Arbeit selbst verschaffen, damit er sich im eigenen Heim und auf eigenem Besitz wieder als Mensch suhlen kann.
Herr Bartholomäus betonte dann, daß es der NSDAP, ernst damit sei, aus den Gewerkschaften heraus die Arbeiterführer für das Ständeparlament des Dritten Nei- ch e s zu entnehmen. Er wies dann u. a. auf das 3-Millionen°Konto des früheren Reichstagspräsiden- ten Paul Löbe in München hin und sagte, die Führung der Arbeiterschaft könne für gewiße Leute auch sehr einträglich sein. Er betonte aber, daß er das bisher in Gießen nicht f e ft g e ft eilt habe. (Bravo.)
Nunmehr handelt cs sich darum, so sagte er u. a. weiter, die Gewerkschaften wieder in den stand zu setzen, daß sie einen Kamps für die Arbeiter führen rinnen. Ich will keinen der kleinen Gewerkschaftsführer verantwortlich machen für das, was heute da ist. Denn alle diese kleine^ Gewerkschaftsführer wurden ja von den größeren geleitet. Ich will nur feststellen, wie
der heutige Stand der Gewerkschaften in Gießen
ist. Ich habe hier 6 bis 7 Gewerkschaften glcichge- schaltet und dabei folgenden Stand ermittelt:
Deutscherholzarbeiterverband: Einnahmen im letzten Vierteljahr 1555 Mark, persönliche und sachliche Ausgaben 1505 Mark, so daß sich Einnahmen und Ausgaben in dieser kleinen Der- waltungsstelle mit rund 100 v. h. aushcben.
Baugewerksbund: Einnahmen im Jahre 1931: 20 203 Mark, im Jahre 1932: 9330 Mark, Der- waltungskosten im Jahre 1931: 41 v. h. persönliche und 38 o.5). sachliche Kosten.
Gesamtverband der Arbeitnehmer: Einnahmen im Jahre 1931: 54 908 Mark, im Jahre 1932: 39 280 Mark, Verwaltungskosten im Jahre 1931: persönlicher Art 33 v. h., sachlicher Art 5 d. $).
Deutscher Metallarbeiterverband: Einnahmen im Jahre 1931: 53 461 Mark, im Jahre 1932: 33 221 Mark, Derwaltungskosten im Jahre 1931: persönlicher Art 19 d. $)., sachlicher Art .4 o. h.
Einheitsoerband der Eisenbahner: Einnahmen im Jahre 1931: 37 650 Mark, im Jahre 1932: 27 757 Mark, Verwaltungskosten im Jahre 1931: persönlicher Art 31 v. $)., sachlicher Art 6% v. h.
Zentraloerband der Steinarbeiter: Hier war die Ermittlung des Standes nicht möglich, weil die meisten Zahlstellen selbst abrechnen.
Wenn die Gewerkschaften wieder etwas leisten
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näheren (f;„ bctannÄ^ 1 "nm eS ln "nb lebst 9e $[ d)' Der ftörs vS* DcronftM? b<t‘n amerabf! Un9en er,
Hießen.
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’n Geldverlegenheit ^brage alM ,u, Halten. ttfenb berücksichtigt, selbst bedürftig n>^ Grafen. yr, >natc ©cfäng- 9 von anderen 2«.
l s wegen schwerer .Elterfrau aui "Mrbuch den 2a- t bei dm Mte. Mgrlvst.Die der Kaufmann ihr
Rückgabe ihres 'trag nicht bar aus- en. 2on der An- estohlen zu haben, hat zwei von seiner 'itslosenvcrsjcherung rngen verfälscht, in« lrbeitstoge einsehte, inigungen dem 2fr- vorgclegt, das den entdeckte. Wegen ' nd Detrugsvcrsuchs rsängnisftrase chung einer ösfent- ngenommen, da die i und die von der lrbeitsbefcheinigung )e mrzusehen war. Rötung hatte sich u verantworten. Er schwer beladenen cigcnde Landstrohe obren. Da er geeit nach Hause zu unbeleuchtet: er :e der Strohe ein, . Ein in entgegen- Radfahrer, der das ft im letzten Äugen- it solcher Ducht in sich schwere Der- und alsbald starb. Hinterbliebenen des Ak. bezahlt hat, ötung zu einer an :en Gefängnis-, natcn tretenden Mark verurteilt, chl, daß der Dad- gefahren war und tte.
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sollen, muß es unbedingt dahin kommen, daß die Einnahmen und Ausgaben im richtigen Verhältnis zueinander stehen. An den persönlichen und sachlichen Ausgaben muß so ae- spart werden, daß der Unterschied zwischen diesen Kosten und der Gesamteinnahme nicht zu groß ist.
Ein besonderes Schmerzenskind ist das Gewerkschaftshaus, das wir haben übernehmen müßen.
Rach dem heutigen Stand ruhen aus dem Ge- werkschastshaus noch 125 000 Mark Schulden.
(Pfui-Rufe.)
Wie diese Schulden entstanden sind, war nicht meine Pflicht, festzustellen. Es ist aber zu beachten, daß durch Bauten mit drückenden baupolizeilichen Dor- schriften größere Kosten entstanden sind. Für das Gewerkschaftshaus sind jährlich etwa 20 000 Mark an Zinsen und Steuern aufzubringen.
Die Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen sehen, daß wir uns durchaus in kein Rosenbett gelegt haben. Es ist nicht nur Pflicht, mit aller Kraft zu sparen und zu arbeiten, sondern es muß auch alles getan werden, um die Gewerkschaften wieder arbeitsfähig zu machen.
Die deutschen Arbeiter und Angestellten müssen sich darüber klar fein, daß sich der Kamps für ihr Lebensrecht und ihre Lebensmöglichkeit nur durchführen läßt, wenn sie in Gemeinschaft ;u- fammenstehen mit denen, denen das gleiche
Wohl und wehe am Herzen liegt.
Unter das bisherige Geschehen wollen wir einen Strich machen und nun unsere künftige Aufgabe ins Auge fassen: jeder Arbeitskollege muß seine Pflicht tun und in der Organisation mitmarschieren. Jeder Arbeiter und Angestellte muß sich organisieren! (Starker Beifall.) Jeder muß schamrot werden, wenn er dabei nicht mitgeht. Wir werden nicht versäumen, diejenigen aufzuzählen, die beiseite bleiben und durch die anderen die K a - st a n i e n für s i ch aus dem Feuer holen lassen. Neben den Rechten stehen für jeden Arbeiter auch Pflichten. Die bestehenden Organisationen müssen und sollen gerettet werden, hier heißt es: Einer für alle und alle für einen. In den nächsten Tagen werden wir an alle Arbeiter und Angestellten appellieren, mitzuhelfen. Wir Nationalsozialisten werden vorläufig genau so ehrenamtlich für d i e Gewerkschaften unseren Dienst tun, wie wir es jahrelang für unsere Partei getan haben. (Beifall.) Jeder muß seine größte Ehre darin sehen, daß er mithilft, damit die Gewerkschaften wieder finanziell stark werden. Wer sich zu dieser Hilfe durch Eingliederung in die Gewerkschaftsfront nicht freiwillig
ntm «aale des Safe Leib fand gestern abend eine von der RSBO. (Rationalsozialistische Be- triebszellen-Organisation) und den Gießener Ge- IchüftSstellen der freien Gewerkschaften einberufene Versammlung der Arbeiter und Angestellten statt. Der Andrang war so stark, daß der Saal schon nach kurzer Zeit in allen Teilen voll besetzt taar und die Polizei den Eingang gegen weiteren Zutritt sperren mußte. Die Arbeiter- und Angestelltenschaft füllte den Saal in einem Ausmaß, wie es bei einer derartigen Versammlung hier bisher noch nicht zu verzeichnen war.
Rachdem der Kreisleiter der RSBO. Pg. Wagner als Dersammlgngsvorsitzender kurze Worte der Begrüßung an die Versammelten gerichtet hatte, sprach, von lebhaftem Beifall begrüßt, der mit der Gleichschaltung der Gewerkschaften in Gießen beauftragte
pg. Bartholomäus
über .Die Gleichschaltung der freien Gewerkschaften und die Arbeit der Gewerkschaften für die deutsche Arbeit e r s ch a f t". Der Redner wies zunächst aus den politischen Hmschwung in Deutschland hin, durch den es dem Führer Adolf Hitler gelungen sei, den größten Teil des deutschen Volkes in seine Einheitsbewegung einzugliedern und den Marxismus und Kommunismus schon heute zu 90 Prozent zu erledigen. Die nationale Revolution habe eben nach dem 5. März anders gearbeitet, als die Revolte von 1918 (Sehr richtig). Der nationalsozialistische Grundsatz: „Alles oder gar nichts" habe sich in vollem Maße als richtig erwiesen.
Die NSDAP, fei nicht damit zufrieden, daß sie die Regierung errungen habe, auch nicht damit, daß einzelne Organisationen, vielleicht aus einer gewißen Konjunkturstimmung heraus, sich ihr angeschloßen hätten, sie wolle vielmehr das ganze deutsche Volk ersaßen.
Hm dieses Ziel zu erreichen, seien jetzt auch d i e Organisationen, die eine Lebensnotwendigkeit des einzelnen Menschen oder Standes garantieren, die aber nicht freiwillig gekommen seien, mit Zwang gleichgeschaltet worden. Diese Gleichschaltung war eine Selbstverständlichkeit (Beifall und „Sehr richtig!"). Nachdem der Redner in einer kurzen Rückschau erwähnt hatte, wie man früher von marxistischer Seite aus die Arbeiterschaft gegen die NSDAP, auf; gehetzt und diese als Totengräber der Arbeiter- rechte usw. bezeichnet hatte, betonte er mit Rachdruck, daß die Rationalsozialisten die Gleichschaltung der freien Gewerkschaften nicht etwa nur im Interesse der Regierung, sondern noch mehr irn Interesse der Arbei» terschaft selbst durchgeführt hätten (Beifall).
hierauf sprach Herr Bartholomäus über die Gleichschaltung vom weltanschaulichen Standpunkt aus. Er sagte u. a.: Wenn der A t beiterschast Gutes getan werden soll, bann kann es nur geschehen, wenn sich die Arbeiterschaft in erster Linie a n die Regierung ihres Landes gebunden fühlt, die die Verantwortung dafür trägt, daß die Wirtschaft und die Pro dukiion einen geordneten Verlauf nehmen.
wir Nationalsozialisten haben das heil der deutschen Arbeiterschaft immer nur in Deutschland selbst gesucht, im Gegensatz zur Sozialdemokratie, die dieses heil überall wo anders, nur nicht in Deutschland zu finden glaubte.
(Beifall.) Diese Gegensätze konnten nicht überbrückt werden. Deshalb mußte es jetzt fein, daß die Führung der Gewerkschaften in die Hände derer gelegt wurde, die schon immer den Standpunkt vertraten, daß nicht die Internationale, sondern die natio» nale Einstellung dem deutschen Arbei - ter Rettung bringt. (Sehr richtig.) Die deutschen Führer, die 60 Jahre lang die Arbeiterschaft internatio. nal einigen wollten, haben es ja noch nicht einmal fertiggebracht, daß die deutschen A r b eite r unter s i ch zur Einigkeit kamen, ja die Arbeiter; schäft in sich sogar vielfach gespalten war. Die bisherige Führung der deutschen Arbeiterschaft hatte eben gar kein Interesse an dieser nationalen Einheit und Geschlossenheit. Jetzt gilt es, nach 60 Jahren vergeblicher Bemühungen, die d e u t s ch e A r - beiterschast endlich einig und g e s ch l o s- s e n zu machen, denn je gespaltener und uneiniger sie ist, desto geringer ist ihre Schlag- und «totz-
jM!


